11 Webdesign-Trends für das Jahr 2021

Die Entwicklung des Internets hin zum übergroßen Informationsapparat lässt sich an den Design-Innovationen ablesen, die das Erscheinungsbild des World Wide Web über Jahre verändert haben. Vor allem die mobile Revolution zwang Webdesigner dazu, radikal umzudenken. Sie sollen heute ein Internet präsentieren, das auf die kleinsten Bildschirme passt, ohne dabei wertvolle Informationen vorzuenthalten. Doch auch auf spezifischerer Webdesign-Ebene lassen sich immer wieder neue Trends beobachten, die heute schon das Internet von morgen bestimmen. Wir stellen Ihnen 11 dieser Trends vor, damit Sie für das moderne Webdesign im Jahr 2021 bestens gerüstet sind.

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Was bedeutet Webdesign im Jahr 2021?

Zunächst einmal lassen sich Entwicklungen beobachten, die auf der mobilen Anpassung der letzten Jahre fußen. Webseiten sollen so noch effizienter und nutzerfreundlicher werden, um auf dem umkämpften Onlinemarkt mithalten zu können – ob auf dem PC, dem Tablet oder dem Smartphone. Die sperrigen und leicht überladenen Designs der 2000er sind längst Geschichte; das menschliche Auge hat sich daran sattgesehen. Die neue Maxime ist die Konzentration auf das Wesentliche.

Nutzerfreundlichkeit, also ‚Usability‘ steht auch 2021 hoch im Kurs. Maßgeblich für diesen Trend ist das für den mobilen Markt so bedeutsame responsive Webdesign, das die technische Flexibilität unter Berücksichtigung des Nutzer-Endgeräts hervorhebt. Modernes Webdesign bedeutet somit, dass eine Internetseite effizient auf das Gerät des Nutzers ‚reagiert‘ und sich entsprechend präsentiert. Responsives Webdesign ist dabei bewusst vorausschauend angelegt, damit Webseiten auf neue oder bisher ungewohnte Systeme souverän reagieren können. Darüber hinaus entwickeln Webdesigner nicht mehr nur für Browser – viele der bekanntesten Webseitenanbieter ermöglichen eine leichtere mobile Nutzung über eigene Apps.

Einige Buzzwords im Webdesign werden uns auch 2021 nicht loslassen. Da wäre zum einen das Internet of Things, das eine zunehmende Digitalisierung des Alltags erkennt und Nutzern noch mehr Interaktionsmöglichkeiten bieten will. Zum anderen bringen es wesentliche Fortschritte in der KI-Forschung mit sich, dass automatisierte Webservices immer besser werden; Webdesigner dürften versuchen, auch diesen Bereich voll auszuschöpfen.

Zu den wichtigsten neuen Trends zählt die gezieltere Einbindung von interaktiven 3D-Effekten und VR-/AR-Elementen. Beide Techniken machen Webprojekte interaktiver und setzen gleichzeitig wichtige optische Reizpunkte. Dabei gilt aber nach wie vor das Prinzip: Weniger ist mehr! Ein weiterer wichtiger Punkt, der 2021 auch das Webdesign entscheidend beeinflussen wird, ist das zunehmende soziale und ökologische Bewusstsein. Das riesige gesellschaftliche und mediale Interesse an Themen wie dem Klimawandel oder der Corona-Krise zeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, sich entsprechend zu engagieren. Bei allem technischen Fortschritt prägen folgerichtig auch derartige Themen das Design von Websites.

Trends und Gegentrends im Webdesign

Trends im Webdesign existieren fast nie in einem Vakuum, sondern haben neben benachbarten Trends auch Gegenspieler, die ein bestimmtes Designelement in eine andere oder sogar entgegengesetzte Richtung führen. Manchmal entwickeln sich Gegentrends aus einer Reaktion auf bestimmte Trends, wenn diese immer deutlicher zum Vorschein kommen. Oft setzen Webdesigner auf einen Gegentrend, um schon heute in der Internetlandschaft von morgen herauszustechen. Hier einige Beispiele für Trends und korrespondierende Gegentrends, die uns auch 2021 in spannender Wechselwirkung begegnen werden.

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Gegentrend

Stock-Images, also professionelle Bilder von Stock-Agenturen, die sich in vielerlei verschiedene Webseiten integrieren lassen; eine sichere Möglichkeit, seine Website auszuschmücken

Individuelle bzw. authentischeBilder, die Nähe ausstrahlen und Menschen bzw. Unternehmen so zeigen, wie sie wirklich sind, um Besucher so persönlich wie möglich anzusprechen

Symmetrische Formen, Kastenformen, ‚Flat Grid‘, z. B. strikt horizontal-vertikal designte Webseiten, die sehr einfach zu navigieren und effizient zu benutzen sind; diese Seiten richten sich nach der bewährten und vertrauten ‚rechteckigen‘ Natur von HTML und CSS.

Asymmetrische Formen, experimentelle Designs, ‚Broken Grid‘, eben innovativ gestaltete Weboberflächen, die mit gängigen Konventionen brechen und so durch Individualismus und Verspieltheit hervorstechen wollen

One-Page-Designs, damit alle wichtigen Informationen gebündelt auf einer Seite präsentiert werden und dem Nutzer so möglichst viele Klicks erspart bleiben; man lässt den (immer öfter mobilen) Nutzer lieber scrollen als klicken. Hierbei setzen sich vor allem für digital agierende Unternehmen bestimmte Standard-Layouts durch.

Webnostalgische Designtrends, die zurück zu Prinzipien der Internetoberflächen der 2000er Jahre wollen („Web-Brutalismus“, Minimalismus, textbasiert) oder technisch innovative Menüleisten und Buttons, die zur Navigation der Website weiterhin notwendig, aber auch bei mobiler Nutzung nicht sperrig sind (Hamburger-Menüs, Mikro-Interaktionen).

Bunte Farbgestaltung, kräftige Komplementärfarben und Farbverläufe, die einer Webseite ein bestimmtes Flair verleihen; hinzu kommt eine bewusst eingesetzte Farbsymbolik bzw. Farbassoziation (Blau für digitale Produkte, Grün für wohltätige Unternehmen, Rosa für Kosmetik usw.), um die Seite für den Nutzer unterbewusst ‚vorzufärben‘.

Farbminimalismus und viel weißer Raum, um möglichst wenig von den kommunizierten Informationen abzulenken. Strikt zweifarbige Websites („Duotone“) setzen auf Nutzerfreundlichkeit und verzichten dabei auf farblich komplexe Ausgestaltung. Oftmals wird im Gegensatz dazu vermehrt Aufmerksamkeit auf Marken und Symbole gelenkt.

11 Trends, die Webdesign im Jahr 2021 mitbestimmen werden

Insgesamt entwickelt sich das Webdesign weiterhin in dieselbe Richtung, die seit Jahren vorgegeben wird: starker Fokus auf mobile Geräte, leicht konsumierbarer Content, zweckorientierte Interfaces und reaktive bzw. interaktive Nutzeroberflächen. Gleichzeitig haben Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz immer mehr Einfluss auf Webdesigner, je zugänglicher die neuen Technologien werden. Ganz klar: 2021 setzt diverse Trends im Webdesign der Vorjahre fort und wird die Internetlandschaft nicht grundlegend verändern. Allerdings deuten einige Trends auf eine weitere Verbesserung des Nutzererlebnisses auf Plattformen hin, die schon heute das Internet von morgen mitgestalten möchten.

Trend 1: Interaktive 3D-Elemente

Dreidimensionale Figuren bzw. Grafiken haben bis dato noch keine große Rolle im Webdesign gespielt. Wer sein Webprojekt mit 3D-Effekten schmücken wollte, hat hierfür bisher in erster Linie Videos verwendet. Ein spannender neuer Webdesign-Trend schickt sich an, diese statische Einbindung von dreidimensionalem Content abzulösen: So finden Nutzer immer häufiger Websites mit 3D-Elementen vor, die sich per Mausklick bzw. Fingerberührung bewegen lassen. Insbesondere für den E-Commerce bieten derartig interaktive Objekte ein riesiges Potenzial: Kunden können sich ein Produkt auf diesem Weg bequem von allen Seiten und jedem Blickwinkel aus anschauen, um einen optimalen Eindruck von der Ware zu gewinnen – ganz ähnlich wie beim Kauf im lokalen Geschäft, wo man das Objekt der Begierde in die Hand nimmt und inspiziert.

Trend 2: Neumorphismus

Dreidimensionalität spielt auch beim nächsten Webdesign-Trend für das Jahr 2021 eine wichtige Rolle: Der Neumorphismus (auch „neuer Skeumorphismus“) bringt mehr Realismus in die teilweise sehr abstrakt gewordenen Website-Designs. Insbesondere den sehr flach gestalteten, kartenbasierten Layouts soll mit dem modernen Ansatz mehr Leben eingehaucht werden. Die verschiedenen UI-Komponenten der Seiten werden zu diesem Zweck in einem 3D-artigen Stil dargestellt, indem beim Design via CSS gezielt mit helleren und dunkleren Schattierungen gearbeitet wird. In der Folge scheinen die einzelnen Elemente aus dem Screen hervorzutreten, bis sie vom Nutzer ausgewählt und dadurch – zumindest optisch – eingedrückt werden, was einen realitätsnahen Eindruck hinterlässt.

Für die Umsetzung sind klassische Grafikprogramme wie Adobe Illustrator bestens geeignet. Alternativ finden Sie im Web vielseitige Angebote wie Neumorphism.io, die Sie bei der Realisierung des Neumorphismus-Trends unterstützen.

Hinweis

Da Schattierungen die Grundlage für das neumorphistische Design sind, verträgt sich der Webdesign-Trend schlecht mit Webanwendungen bzw. Apps im Dark Mode. Hier gilt es konkret abzuwägen, welche Strategie besser zu Ihrem Projekt passt.

Trend 3: Hochwertige Grafiken mit SVG

Das Bildformat SVG ist nicht wirklich neu, hat aber Vorteile, die immer wichtiger werden: Es sorgt für eine geringe Dateigröße, ist flexibel skalierbar und – das macht das Format zu einem Webdesign-Trend 2021 – mit CSS formatierbar. Da es sich bei SVG prinzipiell um ein XML-Dateiformat handelt, kann der Quelltext (und damit eben auch die Grafik an sich) direkt mit der Stylesheet-Sprache verändert werden. Durch die Kombination können Webdesigner Grafiken in den Webauftritt einbauen, die sich flexibel an das verwendete Display anpassen oder sogar direkt durch Nutzer verändert werden können. Wahlweise finden Sie im Web diverse einsatzfertige Vektorgrafiken (kostenlos und kostenpflichtig) oder erstellen die Grafiken bei Bedarf einfach selbst.

Trend 4: Micro-Interactions

Bei Micro-Interactions handelt es sich um einen Trend im UX-Design, bei dem ausgewählte Nutzer-Interaktionen von kleinen Animationseffekten begleitet werden. Das kann beispielsweise ein Like-Button sein, der den Klick des Nutzers mit einem Bewegungseffekt oder dem Vibrieren des Smartphones belohnt. Für UX-Experten wie Dan Saffer sind es ebendiese Details, die die Nutzererfahrung ausmachen.

Tipp

Beispiele für gelungene Animationen, mit denen sich Micro-Interactions realisieren lassen, finden Webseitenbetreiber auf Awwwards.com oder Dribbble.

Trend 5: Sozial und ökologisch motivierte Designs

Soziale und ökologische Themen haben in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Immer häufiger wird diese Tatsache für Unternehmen zum Anlass, intensiver und auf einer tieferen Ebene mit Kunden bzw. Nutzern in Kontakt zu treten. Die Corona-Pandemie hat hierbei die Notwendigkeit bzw. Wichtigkeit einer aktiven Teilnahme im World Wide Web vor Augen geführt – sei es in sozialen Medien oder in Form einer eigenen Homepage.

Nachhaltigkeitsbemühungen oder das gesellschaftliche Engagement stellen immer häufiger mehr als nur Randnotizen dar und haben deutlich größeren Einfluss auf das Webdesign als noch vor ein paar Jahren. Prominent platzierte Fotos, Videos, Visualisierungen oder Simulationen sind dabei ebenso im Trend wie ein konkretes Design, das direkt mit den Bemühungen des Unternehmens bzw. Website-Betreibers in Verbindung steht.

Trend 6: Long/Infinite Scrolling und der Parallax-Effekt

Der Trend zum Mobilgerät hat bereits jetzt einen durchschlagenden Einfluss auf Webinhalte. Eine der wichtigsten Entwicklungen in diesem Zusammenhang: der Übergang vom Klick zum Scrolling. Prinzipiell ist die Scrolling-Website ein alter Bekannter. Doch Design-Konzepte wie Infinite Scrolling oder der Parallax-Effekt erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit und bleiben somit auch 2021 im Trend.

Infinite Scrolling

Infinite Scrolling ermöglicht es dem Website-Besucher, neue Inhalte zu erschließen, indem er scrollt, statt zu klicken. Ist das Ende eines Informationsabschnitts erreicht, schließt sich der nächste umgehend an. Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Reddit und Quora greifen schon lange auf diese Methode zurück, um Usern Inhalt in einem kontinuierlichen News-Feed zu präsentieren. Auch in Blogs begegnet einem das „unendliche Scrollen“ schon seit längerer Zeit, und es wird auch in Zukunft eine Rolle spielen.

Infinite Scrolling bietet sich für Websites mit umfangreichem Informationsangebot an. Während sich ein Blog mit 100 bis 200 Einträgen noch problemlos paginieren lässt, nimmt der Nutzen einer Seitenaufteilung bei großen Webprojekten mit steigendem Informationsumfang ab. Dass ein Nutzer gezielt Seite 812 von insgesamt 5.782 Unterseiten aufruft, ist eher unwahrscheinlich. Infinite Scrolling hingegen wird in der Regel mit ausgefeilten Algorithmen eingesetzt, die das Informationsangebot vorfiltern und Nutzern die relevantesten Einträge zuerst präsentieren.

Webseitenbetreiber, die 2021 auf den Infinite-Scrolling-Trend aufspringen wollen, sollten allerdings auf eine suchmaschinenfreundliche Umsetzung achten. Hat sich Google mit dem Crawling von Scroller-Websites anfangs schwergetan, lässt sich Infinite Scrolling heute dank detaillierter Gestaltungsvorgaben des Suchmaschinenmarktführers gefahrlos umsetzen. Beachten Sie in jedem Fall die folgenden Aspekte:

  • Individuelle URLs für jede Unterseite
  • Keine überlappenden Inhalte
  • Besucher muss gesuchte Elemente leicht finden können
  • Angemessene Ladezeit
Tipp

Als Beispiel für eine suchmaschinenfreundliche Umsetzung von Infinite Scrolling verweist Google auf die Demo-Website des Webmaster-Trends-Analysten John Mueller.

Parallax-Effekt

Auch Parallax Scrolling gehört nicht zu den neuesten Webdesign-Trends, wird aber weiterhin von Bedeutung sein. Der Effekt der Bewegungsparallaxe wird schon seit einigen Jahren als Baustein moderner Websites verwendet. Dadurch, dass sich die einzelnen Ebenen der Website unterschiedlich schnell bewegen, entsteht ein Effekt der Tiefenwahrnehmung. Idealerweise bietet die Website neben dem Bewegungseffekt auch Elemente, die den Besucher zu einer Handlung auffordern. Das Parallax Scrolling lässt sich dadurch hervorragend mit dem Interactive Storytelling kombinieren. Sehr anschaulich verdeutlicht das beispielsweise die Seite „Every Last Drop“.

Trend 7: Personalisierte User-Experience

Die zielgruppengerechte Darstellung von Webinhalten gehört zu den Grundprinzipien des modernen Webdesigns. Vor allem im E-Commerce sollten sich die Auswahl der Inhalte und deren Präsentation an den Ansprüchen potenzieller Kunden orientieren. Standen dabei bisher abstrakte Personengruppen im Vordergrund, rückt 2021 die User-Experience des Einzelnen weiter in den Fokus.

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Ein Webdesign-Trend 2021 wird die personalisierte Website sein, auf der Besucher Inhalte so angezeigt bekommen, wie es ihren Nutzungsgewohnheiten entspricht. Die Datengrundlage für eine personalisierte UI stellen Webanalyse-Tools wie Google Analytics oder Matomo zur Verfügung, die Content-Anbietern ein umfassendes Bild davon zeichnen, wie Internetnutzer mit Webinhalten interagieren.

Tipp

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Trend 8: Virtual und Augmented Reality via WebXR

Virtuelle Realitäten (VR) kennen die meisten Nutzer bisher vor allem aus dem Entertainment-Bereich: Besonders die Computerspielbranche investiert viel in die Entwicklung von Virtual-Reality-Brillen und entsprechende Games. In den jüngsten Jahren sind zudem immer mehr Apps im Smartphone-Bereich auf den Markt gekommen, die Augmented Reality (AR) nicht nur als spielerisches Konzept haben, sondern die Technik auch für praktische Zwecke einsetzen. So wird die reale Umgebung zum Beispiel mit digitalem Input vermischt, um die Inneneinrichtung einer Wohnung zu planen oder Kleidungsstücke virtuell anzuprobieren. Nun macht auch das World Wide Web diesen Schritt. Mit WebXR hat das W3C eine Schnittstelle geschaffen, die die bestehende, allerdings fehlerbehaftete WebVR-Technik ersetzt und es Browsern ermöglicht, VR- und AR-Inhalte anzuzeigen.

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Hat man eine VR-Brille, kann eine Website, die entsprechend programmiert ist, in drei Dimensionen besucht werden. Wie in einem Raum bewegt man sich zwischen den Menüpunkten und Inhalten hin und her. Das könnte zukünftig vor allem für den E-Commerce-Sektor interessant sein. Onlineshops können so noch ein bisschen näher an das Erlebnis in einem Ladenlokal heranrücken. Wer eine entsprechende Brille hat, kann WebXR schon jetzt auf einer Testseite von Mozilla ausprobieren.

Trend 9: Chatbots

Programme für Kommunikationsaufgaben sind nicht neu. Chatbots entspringen dem Forschungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) und kommen schon heute auf Unternehmenswebsites oder in Onlineshops zum Einsatz. In der Regel handelt es sich um kleine Dialogfenster, die Nutzerfragen entgegennehmen und automatisch generierte Antworten ausspielen. Diese lassen sich dank Machine-Learning-Algorithmen personalisieren. Für den Nutzer entsteht der Eindruck, es handle sich um einen menschlichen Mitarbeiter, der Rede und Antwort steht. Zum Einsatz kommen Chatbots als virtuelle Shopping-Assistenten oder als Alternative zum klassischen FAQ-Bereich.

Chatbots sind dabei selten aufdringlich, sondern werden meist über kleine interaktive Elemente geschaltet. Der Nutzer bekommt so den Eindruck, er werde in Echtzeit von einem Mitarbeiter des Webdienstes angeschrieben. Meist hat er die Möglichkeit, auf die Anfrage zu antworten, ohne die aufgerufene Website zu verlassen. Das Misstrauen gegenüber den KI-gesteuerten Gesprächspartnern dürfte seit den Erfolgen von Siri, Alexa, Cortana und Co. etwas abgeklungen sein. In den meisten Fällen sind Chatbots aber (noch) nicht mehr als Suchleisten, die etwas dynamischer auf Suchanfragen reagieren. Man darf gespannt sein, inwieweit sich Chatbots im Jahr 2021 weiterentwickeln werden.

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Trend 10: Dark Mode

Ein Trend, der sich nicht nur durchs Web, sondern durch den kompletten Software-Sektor zieht: der Dark Mode. Immer mehr Nutzer legen Wert darauf, eine Alternative zur grellen Anzeige zu haben. Beispielsweise bieten Betriebssysteme wie Windows einen Dark Mode, und auch in Browsern wie Google Chrome kann einen Dark Mode aktivieren. Besonders bei schlechtem Umgebungslicht sind helle Interfaces störend. Während man viele Programme und Apps inzwischen ohne Probleme umschalten kann, springen einem die meisten Websites noch mit viel Weiß entgegen. Doch das ist gar nicht nötig.

Mit CSS und JavaScript kann man Nutzern die Option in die Hand geben: Abhängig von der Präferenz kann jeder Besucher selbst entscheiden, ob die Webpages hell oder dunkel erscheinen sollen. Eine etablierte Methode hierfür ist ein gut sichtbarer Schalter direkt auf der Startseite. Doch es geht sogar noch eleganter: Mit der CSS-Anweisung „prefers-color-scheme“ reagiert die Website auf Einstellungen im Browser. Hat der Nutzer in Firefox, Safari, Chrome oder Edge den Dark Mode aktiviert, wird auch die Website automatisch in dunklen Farbtönen wiedergegeben. Dafür muss verständlicherweise ein zweites Farbschema im Quelltext hinterlegt sein – zusätzlicher Aufwand, der sich durch die gesteigerte Nutzerzufriedenheit auf jeden Fall auszahlt.

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Trend 11: Geschwindigkeit/Performance wird noch wichtiger

Eigentlich weniger ein Trend als vielmehr ein Grundprinzipgut designter Webseiten: Geschwindigkeit wird immer wichtiger. Das ist zum Teil der mobilen Revolution zu verdanken; schließlich wollen Webseitenbetreiber, dass ihre Seiten auch mobil leicht und volumensparend erreichbar sind. Je schneller Internetseiten laden, umso besser ist das Nutzererlebnis – das war schon vor zehn Jahren der Fall. Auch 2021 setzt sich der Trend fort, auf zeit- und speicherintensive Elemente zu verzichten und intensiv mit Lazy Loading zu arbeiten, um eine schnellere Nutzung der Website zu ermöglichen.

Viele andere Trends im Webdesign setzen hier an. So bedeutet der zunehmende Minimalismus bei der Ausgestaltung von Websites, dass weitgehend auf speicherintensive Medien verzichtet wird und lieber Formate gewählt werden, die den Speicheraufwand gering halten. „Long scrolling“-Webseiten, die alle notwendigen Informationen auf einer einzigen scrollbaren Seite platzieren, punkten mit der Tatsache, dass nur diese eine geladen werden muss – und nicht anschließend mehrere Unterseiten. Auch der immer beliebter werdende ‚White Space‘ bedeutet die Abwesenheit von Elementen, die die Ladegeschwindigkeit einer Webseite drosseln könnten.

Hinweis

Weitere aktuelle Gestaltungstrends des modernen Webdesigns wie interaktive Animationen, Parallax-Effekte oder ein dynamischer Hintergrund sorgen für Aufsehen und verbessern (effektiv eingesetzt) die Informationsaufnahme. Oft wirkt sich eine aufwendige Website-Gestaltung jedoch negativ auf die Performance aus. Webdesigner müssen daher genau abwägen, welche multimedialen und interaktiven Inhalte für den Nutzer einen Mehrwert bieten und welche die Website nur unnötig ausbremsen. Generell gilt: Weniger ist mehr – womit nicht zwangsläufig die Rückkehr zum Flat Design gemeint ist.

Die Performance einer Website wirkt sich direkt auf die User-Experience aus. Dabei ist zwischen tatsächlicher und gefühlter Ladezeit zu unterscheiden. Problematisch sind Verzögerungen nur dann, wenn sie vom Nutzer als solche wahrgenommen werden. Webdesigner setzen daher u. a. auf folgende Maßnahmen, um höhere Ladezeiten aufzufangen:

Fortschrittsanzeige

Wenn der Besucher schon warten muss, sollte er wenigstens wissen, wie lange. Der Fortschrittsbalken verkürzt die Ladezeit zwar nicht, kann diese jedoch zumindest kurzweiliger gestalten, wenn er interessant designt ist. Der Nutzer soll zumindest nicht dazu verleitet sein, die Seite wieder zu verlassen, wenn er zum Warten gezwungen wird. Schließlich ist die Toleranzspanne des modernen Internetnutzers immer geringer geworden, je schneller die Leitungen wurden.

Schlüsselelemente zuerst laden

Webseiten sollten so programmiert werden, dass die „Above the fold“-Inhalte zuerst abgerufen und im Browser dargestellt werden. Es handelt sich dabei um die Teile der Seite, die für den Betrachter ohne Scrolling sichtbar sind. Sind diese Inhalte verfügbar, ist es für den Nutzer zunächst unerheblich, ob weitere Inhalte („below the fold“) erst später nachgeladen werden.

Progressive JPEG

Bilder, die als Progressive JPEG eingebunden werden, bauen sich beim Laden nicht von oben nach unten in der endgültigen Auflösung auf. Stattdessen kommt das Zeilensprungverfahren zum Einsatz: Dem Betrachter wird zunächst ein Vorschaubild in geringer Qualität präsentiert, das sich nach und nach verfeinert, bis die Daten für die gewünschte Bildqualität komplett geladen wurden.

Tipp

Weitere Tricks, mit denen sich die Website-Performance verbessern lässt, zeigt Ihnen unser Artikel zur Website-Optimierung.

Zusammengefasst gilt für Videos, Fotos und Gimmicks aller Art dasselbe wie für den Inhalt: Sie sollten hochwertig, einzigartig und für den Nutzer relevant sein. Außerdem ist es sinnvoll, dass solche Inhalte erst dann geladen werden, wenn der Besucher sie aufruft. Gerade Nutzer mobiler Endgeräte oder schwächerer Internetverbindungen profitieren von gut strukturierten Websites, die frei von unnötigem Datenballast sind.

WebAssembly

Webanwendungen sind ein essenzieller Bestandteil des Surferlebnisses geworden – und zwar zurecht. Per JavaScript können Besucher mit der Website interagieren, was wiederum zu einer besseren Erfahrung führt. Doch viele Webanwendungen ziehen die Performance runter. Mit WebAssembly (Wasm) ist vor nicht allzu langer Zeit eine Sprache entstanden, die dank Vorkompilierung sehr schnell im Browser ausgeführt werden kann. Zwar ist der Standard noch nicht so weit verbreitet, aber alle modernen Browser können bereits mit der Technik umgehen.

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Mit Webdesign Trends zum Erfolg

Die Webdesign-Trends 2021 verbinden Usability und schlanke UIs mit interaktiven Highlights. 3D-Objekte zur Veranschaulichung und optisch dreidimensionale Bedienelemente hauchen der streckenweise sehr abstrakten Onlinewelt neues Leben ein. Ein schneller Zugriff und eine optimale geräteübergreifende Darstellung stehen dabei natürlich auch in diesem Jahr bei jedem Webdesigner auf dem Zettel.

Modernes Webdesign bietet neue Möglichkeiten, Websites zu schaffen, die zum Verweilen einladen – ohne dabei überladen zu sein. Dabei darf man niemals vergessen: Trends wandeln sich, neue Techniken kommen auf, doch der Nutzer steht auch in Zukunft immer im Vordergrund. Die Darstellung sollte deshalb immer zur Zielgruppe und den angebotenen Inhalten passen.

Wer gerade eine eigene Website aufbaut oder seine vorhandene einem Update unterziehen möchte, der sollte sich von einigen der Trends fürs Webdesign 2021 inspirieren lassen. So macht man seine Website heute schon fit für die Anforderungen und Erwartungen von morgen.

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