Die zentralen Online-Marketing-Trends 2026 zeigen: KI-gestützte Au­to­ma­ti­sie­rung, ge­ne­ra­ti­ve Suche und die zu­neh­men­de Ver­schmel­zung von Content und Commerce gewinnen an Bedeutung. Auch Themen wie Bar­rie­re­frei­heit, Nach­hal­tig­keit und Per­so­na­li­sie­rung stehen weiterhin im Fokus.

  1. KI-gestützte Au­to­ma­ti­sie­rung und KI-Agenten
  2. Ge­ne­ra­ti­ve Suche und AI-first SEO
  3. Nach­hal­tig­keit im Online-Marketing
  4. Video-Content: Shortform, Longform und KI
  5. Bar­rie­re­frei­heit als Standard
  6. Mul­ti­mo­da­le Suche
  7. Social Commerce und Live-Shopping
  8. Creator Economy: In­fluen­cer Marketing wird per­for­man­ce­ori­en­tier­ter
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KI-gestützte Au­to­ma­ti­sie­rung und KI-Agenten: Effizienz neu definiert

Die Nutzung von künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) bleibt auch 2026 ein zentraler Trend im digitalen Marketing. KI eröffnet Un­ter­neh­men völlig neue Mög­lich­kei­ten, ihre Mar­ke­ting­pro­zes­se ef­fi­zi­en­ter zu gestalten und gleich­zei­tig die Kun­de­n­er­fah­rung zu op­ti­mie­ren.

KI-Tools wie Chatbots und au­to­ma­ti­sier­te E-Mail-Systeme über­neh­men schon seit einiger Zeit auf­wen­di­ge Rou­ti­ne­auf­ga­ben, sodass sich Teams auf stra­te­gi­sche und kreative Aspekte kon­zen­trie­ren können. KI-gestützte Social-Media-Tools wie Feedhive, Hootsuite oder Sprout Social nutzen künst­li­che In­tel­li­genz, um Beiträge zu planen, Per­for­mance-Daten zu ana­ly­sie­ren und die beste Zeit für Ver­öf­fent­li­chun­gen vor­her­zu­sa­gen. Moderne KI-Tools erstellen sogar au­to­ma­tisch Inhalte, wie Texte für Posts oder Hashtag-Vor­schlä­ge, und passen diese an die jeweilige Plattform an.

Doch die Trends des Jahres 2026 zeigen, dass KI noch weitaus mehr im Online-Marketing bewirken kann:

  • Autonome Kam­pa­gnen­steue­rung (KI-Agenten): KI-Systeme planen, steuern und op­ti­mie­ren Kampagnen zunehmend ei­gen­stän­dig.
  • Echtzeit-Per­so­na­li­sie­rung: Inhalte und Angebote werden dynamisch auf einzelne Nutzende zu­ge­schnit­ten.
  • Au­to­ma­ti­sier­te Content- und Ad-Er­stel­lung: Texte, Bilder und Anzeigen entstehen KI-basiert und platt­form­ge­recht.

Ein Pra­xis­bei­spiel für die In­te­gra­ti­on von künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) im Marketing ist der Einsatz von KI-ge­ne­rier­ten Wer­be­an­zei­gen bei Amazon. Der Online-Han­dels­rie­se nutzt KI, um Pro­dukt­be­schrei­bun­gen, Bilder und Wer­be­ma­te­ria­li­en zu erstellen. Ein Pra­xis­bei­spiel ist Amazon Ads: Der Konzern stellt Wer­be­trei­ben­den ge­ne­ra­ti­ve KI-Tools bereit, mit denen sich aus Pro­dukt­da­ten und Pro­dukt­bil­dern unter anderem Lifestyle-Bilder oder kurze Vi­deo­an­zei­gen erstellen lassen.

Diese KI-Tech­no­lo­gien er­mög­li­chen es, auf Basis vor­han­de­ner Pro­dukt­da­ten schnell ska­lier­ba­re und gleich­zei­tig hoch­re­le­van­te Mar­ke­ting­inhal­te zu erzeugen.

Ge­ne­ra­ti­ve Suche und AI-first SEO: Wie sich Such­ma­schi­nen grund­le­gend verändern

Such­ma­schi­nen durch­lau­fen aktuell einen tief­grei­fen­den Wandel: Statt klas­si­scher Er­geb­nis­lis­ten liefern sie zunehmend direkte, KI-ge­ne­rier­te Antworten. Funk­tio­nen wie AI Overviews oder KI-gestützte Suchmodi fassen Inhalte zusammen und prä­sen­tie­ren sie direkt auf der Er­geb­nis­sei­te – oft noch vor den or­ga­ni­schen Treffern.

Für Nut­ze­rin­nen und Nutzer bedeutet das schnel­le­re Antworten. Für Un­ter­neh­men verändert sich jedoch die Spiel­re­gel im Online-Marketing grund­le­gend:

  • Weniger Klicks, mehr Sicht­bar­keit im Hin­ter­grund: Viele Such­an­fra­gen werden direkt be­ant­wor­tet („Zero-Click-Suche“)
  • KI ent­schei­det über Sicht­bar­keit: Inhalte werden von der KI gefiltert und prio­ri­siert, bevor Nutzende sie überhaupt sehen
  • Ranking plus Zitation: Klas­si­sche Rankings bleiben wichtig, zu­sätz­lich gewinnt die Frage an Bedeutung, ob Inhalte in KI-ge­ne­rier­ten Antworten zitiert oder als Quelle her­an­ge­zo­gen werden.

Damit ver­schiebt sich der Fokus im SEO deutlich. Klas­si­sche Keyword-Op­ti­mie­rung allein reicht nicht mehr aus. Statt­des­sen müssen Inhalte gezielt für Ant­wort­sys­te­me auf­be­rei­tet werden:

  • Klare, struk­tu­rier­te Antworten auf konkrete Fragen
  • Se­man­ti­sche Tiefe statt Keyword-Dichte
  • Hohe Ver­trau­ens­wür­dig­keit (E-E-A-T: Ex­pe­ri­ence, Expertise, Aut­ho­ri­ta­ti­ve­ness, Trust­wort­hi­ness)
  • Mul­ti­mo­da­le Inhalte (Text, Bild, Video) für bessere Auf­find­bar­keit

Statt nur Rankings zu ver­bes­sern, geht es im Jahr 2026 darum, in KI-ge­ne­rier­ten Antworten präsent zu sein und von KI-Systemen als relevante Quelle aus­ge­wählt zu werden. Dieser Ansatz wird zunehmend als „Answer Engine Op­ti­miza­ti­on (AEO)“ oder „Ge­ne­ra­ti­ve Engine Op­ti­miza­ti­on (GEO)“ be­zeich­net.

Nach­hal­tig­keit im Online-Marketing: Grünes En­ga­ge­ment als Wett­be­werbs­vor­teil

Nach­hal­tig­keit ist längst mehr als nur ein Trend – sie wird zur Er­war­tungs­hal­tung vieler Kundinnen und Kunden und gehört somit zu den zentralen Online-Marketing-Trends 2026. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher ent­schei­den sich zunehmend für Marken, die um­welt­freund­lich und sozial ver­ant­wort­lich handeln.

Green Marketing bedeutet, diese nach­hal­ti­gen Werte und Maßnahmen klar zu kom­mu­ni­zie­ren. Sei es durch grüne Pro­dukt­ver­pa­ckun­gen, kli­ma­neu­tra­le Lie­fer­ket­ten oder die Un­ter­stüt­zung sozialer Projekte. Gleich­zei­tig steigen jedoch die re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen u. a. durch be­stehen­de EU-Vorgaben gegen Green­wa­shing und den aktuell auf Eis liegenden Vorschlag für eine Green-Claims-Richt­li­nie. Um­welt­be­zo­ge­ne Aussagen müssen zunehmend konkret belegt und trans­pa­rent gemacht werden, da sonst ein erhöhtes Risiko für Ab­mah­nun­gen besteht.

Neben der Kom­mu­ni­ka­ti­on gewinnt auch die Nach­hal­tig­keit im digitalen Marketing selbst an Bedeutung. Dazu zählen ins­be­son­de­re:

  • CO₂-re­du­zier­te In­fra­struk­tur, etwa durch Green Hosting
  • res­sour­cen­scho­nen­de Inhalte, z. B. re­du­zier­te da­ten­in­ten­si­ve Assets wie Videos
  • ef­fi­zi­en­te Wer­be­tech­no­lo­gien, die En­er­gie­ver­brauch und Datenlast mi­ni­mie­ren

Der Schlüssel liegt in Trans­pa­renz: Kundinnen und Kunden wollen nicht nur Ver­spre­chen, sondern klare, über­prüf­ba­re Nachweise für nach­hal­ti­ges Handeln.

Bild: Patagonia-Website zu Patagonia Action Works Kampagnen
Die Marke Patagonia un­ter­stützt mit ihrem Programm Patagonia Action Works ver­schie­de­ne Projekte zum Um­welt­schutz; Quelle: https://eu.patagonia.com/de/de/ac­tion­works/kampagnen/schuetzt-die-meere/

Video-Content: Shortform, Longform und KI im Zu­sam­men­spiel

In den letzten Jahren ist die Ein­satz­fre­quenz von Videos deutlich in die Höhe ge­schos­sen. Ver­an­stal­tun­gen werden digital durch­ge­führt, neue Filme direkt bei Strea­ming­diens­ten ver­öf­fent­licht und TikTok von un­ter­halt­sa­men Clips über­flu­tet. Auch im Online-Marketing spielt Video-Content eine immer größere Rolle, um Kunden und Kundinnen visuell an­zu­spre­chen und Inhalte ver­ständ­lich zu ver­mit­teln. Folgende Trends werden 2026 besonders relevant:

  • Shortform-Videos bleiben das wich­tigs­te Reich­wei­ten­for­mat: Platt­for­men wie TikTok und Instagram Reels bestimmen weiterhin den Content-Konsum. Kurze, prägnante Inhalte erzielen hohe In­ter­ak­ti­ons­ra­ten und eignen sich besonders für Auf­merk­sam­keit und schnelle Bot­schaf­ten.
  • Longform-Videos bleiben für ver­tie­fen­de Inhalte relevant: Neben kurzen Clips setzen Un­ter­neh­men weiterhin auf längere Formate, z. B. auf YouTube, in Webinaren oder für Tutorials. Diese eignen sich besonders, um komplexe Themen zu erklären und Vertrauen auf­zu­bau­en.
  • KI-gestützte Vi­deoer­stel­lung be­schleu­nigt die Pro­duk­ti­on: Künst­li­che In­tel­li­genz ver­ein­facht die Er­stel­lung und Be­ar­bei­tung von Videos erheblich. Dadurch lassen sich Inhalte schneller pro­du­zie­ren und effizient auf ver­schie­de­ne Kanäle aus­spie­len.
  • In­ter­ak­ti­ve Videos steigern das En­ga­ge­ment: Nut­ze­rin­nen und Nutzer erwarten zunehmend, aktiv in Inhalte ein­ge­bun­den zu werden. In­ter­ak­ti­ve Elemente erhöhen die Ver­weil­dau­er und ver­bes­sern die Nut­zer­er­fah­rung.

Ent­schei­dend für den Erfolg von Video-Content ist 2026 vor allem die Watchtime und nicht mehr allein die Vi­deo­län­ge. In puncto Vi­deo­ge­stal­tung ist Sto­rytel­ling ein zentraler Faktor. Un­ter­neh­men, denen es gelingt, User und Userinnen mit ihrem Video-Content emotional zu bewegen, steigern nicht nur die Auf­merk­sam­keit, sondern auch die lang­fris­ti­ge Kun­den­bin­dung.

Bar­rie­re­frei­heit als Standard: Inklusion im digitalen Raum

Bar­rie­re­frei­heit im Online-Marketing bedeutet, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­in­hal­te so zu gestalten, dass sie für alle Menschen zu­gäng­lich sind, un­ab­hän­gig von kör­per­li­chen oder ko­gni­ti­ven Ein­schrän­kun­gen. Das umfasst die Anpassung von Webseiten, E-Mails, sozialen Medien und anderen Mar­ke­ting­ma­te­ria­li­en, um eine inklusive Ansprache zu ge­währ­leis­ten.

Mit dem In­kraft­tre­ten des Bar­rie­re­frei­heits­stär­kungs­ge­set­zes (BFSG) am 28. Juni 2025 ist Bar­rie­re­frei­heit in vielen Bereichen kein op­tio­na­les Thema mehr, sondern ein ver­bind­li­cher Standard. Das Gesetz gilt jedoch nicht pauschal für alle Un­ter­neh­men. Betroffen sind vor allem:

  • E-Commerce-Angebote
  • bestimmte digitale Dienst­leis­tun­gen wie Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­te, Bank­dienst­leis­tun­gen, E-Books und Dienst­leis­tun­gen im elek­tro­ni­schen Ge­schäfts­ver­kehr
  • bestimmte Produkte und Online-Angebote

Kleinst­un­ter­neh­men können bei be­stimm­ten Dienst­leis­tun­gen von den An­for­de­run­gen aus­ge­nom­men sein. Un­ter­neh­men sollten daher in­di­vi­du­ell prüfen, ob und in welchem Umfang ihre Angebote unter das BFSG fallen. Un­ab­hän­gig von der ge­setz­li­chen Ver­pflich­tung bietet Bar­rie­re­frei­heit klare Vorteile im Online-Marketing:

  • bessere User Ex­pe­ri­ence für alle Nut­ze­rin­nen und Nutzer
  • größere Reich­wei­te durch in­klu­si­ven Zugang
  • SEO- und Per­for­mance-Vorteile, da struk­tu­rier­te und zu­gäng­li­che Inhalte besser ver­ar­bei­tet werden

Die Im­ple­men­tie­rung von Bar­rie­re­frei­heit erfordert eine sorg­fäl­ti­ge Planung und Umsetzung. Dazu gehört die Schulung von Mit­ar­bei­ten­den, die Anpassung be­stehen­der digitaler Inhalte und die kon­ti­nu­ier­li­che Über­prü­fung der Zu­gäng­lich­keits­stan­dards. Un­ter­neh­men sollten zudem gezielt Feedback von Nut­ze­rin­nen und Nutzern mit Ein­schrän­kun­gen einholen, um ihre Angebote weiter zu ver­bes­sern.

Bild: Screenshot der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS)
Die Website des BMAS bietet Er­klär­vi­de­os in Deutscher Ge­bär­den­spra­che (DGS) an, um zentrale Inhalte und Aufgaben des Mi­nis­te­ri­ums bar­rie­re­frei zu­gäng­lich zu machen; Quelle: https://www.bmas.de/DE/Ge­baer­den­spra­che/ge­baer­den­spra­che.html
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Mul­ti­mo­da­le Suche: Visual Search, KI-Suche und Con­ver­sa­tio­nal In­ter­faces

Visual Search nutzt Bilder als Grundlage für Such­an­fra­gen und eröffnet völlig neue Mög­lich­kei­ten der Pro­dukt­su­che. Nut­ze­rin­nen und Nutzer laden ein Foto oder einen Screen­shot hoch, und die Tech­no­lo­gie erkennt relevante Objekte, Marken oder Ka­te­go­rien im Bild. Mithilfe fort­schritt­li­cher Al­go­rith­men ana­ly­sie­ren Such­ma­schi­nen Farben, Formen, Muster und Kontexte, um präzise Er­geb­nis­se zu liefern. Platt­for­men wie Google Lens und Pinterest Lens er­mög­li­chen es, Produkte in der realen Welt zu fo­to­gra­fie­ren und passende Online-Angebote zu finden. Auch E-Commerce-Riesen wie Amazon in­te­grie­ren Visual Search in ihre App.

Neu im Jahr 2026: Visual Search ist längst kein iso­lier­ter Trend mehr, sondern Teil einer mul­ti­mo­da­len Suche, bei der Text, Bild und KI kom­bi­niert werden. Such­an­fra­gen werden zunehmend in KI-Systeme in­te­griert, die kon­text­ba­sier­te Antworten liefern, statt nur klas­si­sche Tref­fer­lis­ten an­zu­zei­gen. Das bedeutet konkret:

  • Kom­bi­na­ti­on aus Text, Bild und Kontext: Nutzende suchen nicht mehr nur mit Keywords, sondern z. B. Bild + Zu­satz­fra­ge
  • Ver­bin­dung mit ge­ne­ra­ti­ver Suche: Mul­ti­mo­da­le Such­an­fra­gen können zunehmend in KI-gestützte Ant­wort­sys­te­me ein­flie­ßen
  • Visuelle Inhalte gewinnen weiter an Bedeutung: Bilder werden zu zentralen SEO-Assets

Um von diesem Trend zu pro­fi­tie­ren, sollten Un­ter­neh­men si­cher­stel­len, dass ihre Inhalte für mehrere Such­for­ma­te optimiert sind: Bild, Metadaten und Alt-Texte sowie kon­sis­ten­te se­man­ti­sche Be­schrei­bun­gen der Inhalte.

Bild: Screenshot der Google-Lens-Benutzeroberfläche
Mit Google Lens können Bilder als Such­an­fra­gen genutzt werden – einfach hochladen oder einen Bildlink einfügen; Quelle: https://www.google.de/

Neben der visuellen Suche spielt auch die In­ter­ak­ti­on über Sprache weiterhin eine Rolle, al­ler­dings in ver­än­der­ter Form: Klas­si­sche Sprach­su­che hat sich nicht als ei­gen­stän­di­ger SEO-Treiber etabliert. Statt­des­sen gewinnt Con­ver­sa­tio­nal Search in KI-Systemen an Bedeutung. Nutzende stellen komplexe, natürlich for­mu­lier­te Fragen und erwarten direkte, kon­text­be­zo­ge­ne Antworten. Für die Praxis bedeutet das:

  • Inhalte stärker auf na­tür­li­che Sprache und Fragen aus­rich­ten
  • Long-Tail-Keywords weiterhin nutzen, aber se­man­tisch erweitern
  • Inhalte so struk­tu­rie­ren, dass sie von KI-Systemen leicht in­ter­pre­tiert werden können

Social Commerce und Live-Shopping: Social Media als Ver­triebs­ka­nal

Auch die Bedeutung von Social-Media-Platt­for­men und In­fluen­cern im Online-Marketing nimmt kon­ti­nu­ier­lich zu. Längst haben sich soziale Netzwerke von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len zu voll­wer­ti­gen Ver­triebs­ka­nä­len ent­wi­ckelt, die eine große Reich­wei­te bieten und den direkten Kauf er­mög­li­chen.

Social-Media-Marketing kann auf ver­schie­de­ne Weisen betrieben werden. Neben dem klas­si­schen Social-Media-Ad­ver­ti­sing auf Platt­for­men wie TikTok und Instagram gewinnt vor allem Social Commerce weiter an Bedeutung, bei dem im Un­ter­schied zu früher nicht mehr nur die In­ter­ak­ti­on im Vor­der­grund steht, sondern der nahtlose Übergang vom Content zum Kauf:

  • In-App-Käufe bzw. direkte Kaufpfade: Produkte können direkt in der App entdeckt und gekauft werden – al­ter­na­tiv gibt es die Mög­lich­keit, Produkte zu markieren und User zum Website-Checkout wei­ter­zu­lei­ten
  • Live-Shopping: Produkte werden in Live­streams prä­sen­tiert und direkt verkauft
  • Creator-basierte Affiliate-Modelle: Content Creator fungieren als Ver­triebs­part­ner und treiben Verkäufe aktiv an

Besonders Platt­for­men wie TikTok treiben diese Ent­wick­lung voran: Mit TikTok Shop lassen sich In­spi­ra­ti­on, Pro­dukt­prä­sen­ta­ti­on und Kauf­ab­schluss direkt innerhalb der App verbinden. Instagram bleibt ebenfalls ein wichtiger Kanal für Social Commerce, vor allem für Pro­dukt­ent­de­ckung, visuelle In­spi­ra­ti­on und Produkt-Tagging.

Der native Checkout innerhalb von Instagram und Facebook wurde jedoch weit­ge­hend zu­rück­ge­baut; Shops leiten Nut­ze­rin­nen und Nutzer zunehmend zum Kauf­ab­schluss auf die Website des je­wei­li­gen Un­ter­neh­mens weiter. Auch Pinterest bleibt relevant, ins­be­son­de­re für visuelle Pro­dukt­su­che, In­spi­ra­ti­on und die Wei­ter­lei­tung zu Online-Shops. Soziale Medien fungieren damit nicht mehr nur als Ort für Austausch und Emp­feh­lun­gen, sondern als wichtige Schnitt­stel­le zwischen Content, Pro­dukt­su­che und Kauf­ent­schei­dung.

Bild: Instagram Shopping Features
Instagram Shops können auf ihren Posts direkte Ver­lin­kun­gen zu Produkten im Online-Shop einfügen; Quelle: https://www.instagram.com/the­of­fi­ci­al­sa­fi­ra/

Creator Economy: In­fluen­cer Marketing wird per­for­man­ce­ori­en­tier­ter

In­fluen­cer-Marketing ist definitiv kein neuer Online-Marketing-Trend, sondern schon lange ein wichtiges Werkzeug im Social-Media-Marketing. Früher kon­zen­trier­ten sich Marken jedoch oft auf Mega-In­fluen­cer mit riesigen Follower-Zahlen. Heute stehen statt­des­sen Au­then­ti­zi­tät, lang­fris­ti­ge Ko­ope­ra­tio­nen und messbare Er­geb­nis­se im Mit­tel­punkt.

Zugleich ent­wi­ckelt sich das In­fluen­cer-Marketing weiter hin zur Creator Economy:

  • Creator bauen eigene Marken, Produkte oder Services auf
  • Ko­ope­ra­tio­nen sind lang­fris­tig angelegt statt kam­pa­gnen­ba­siert
  • Ver­gü­tungs­mo­del­le ori­en­tie­ren sich zunehmend an Per­for­mance (z. B. Sales, Leads)
Tipp

Reich­wei­te allein reicht nicht mehr, ent­schei­dend ist die Con­ver­si­on.

Ein Trend im In­fluen­cer-Marketing bleibt der Einsatz von KI-In­fluen­cern: digitale Per­sön­lich­kei­ten, die von künst­li­cher In­tel­li­genz gesteuert werden. Diese In­fluen­cer bieten Marken eine präzise Kontrolle und sind jederzeit verfügbar. Werden virtuelle oder KI-ge­ne­rier­te In­fluen­cer für Werbung ein­ge­setzt, müssen kom­mer­zi­el­le Inhalte al­ler­dings ent­spre­chend ge­kenn­zeich­net werden. Zu­sätz­lich können Platt­form­re­geln zur Kenn­zeich­nung syn­the­ti­scher Inhalte greifen.

Trotz tech­no­lo­gi­scher Ent­wick­lun­gen bleibt ein zentraler Er­folgs­fak­tor bestehen: Menschen vertrauen Menschen. Inhalte wirken besonders über­zeu­gend, wenn sie glaub­wür­dig und nahbar ver­mit­telt werden.

Fazit

Von den vor­ge­stell­ten Online-Marketing-Trends pro­fi­tie­ren nicht nur die großen Konzerne. Auch Ein­zel­per­so­nen und Klein­un­ter­neh­men nutzen Online-Marketing-Tipps, um ihre Web­prä­senz zu ver­bes­sern und ihren Umsatz zu steigern. Falls Sie noch am Anfang stehen und nicht wissen, wo Sie beginnen sollen, empfehlen wir Ihnen, mit den Online-Marketing-Basics zu starten.

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