Mithilfe von Content-Ma­nage­ment-Systemen (CMS) ver­öf­fent­li­chen Sie Inhalte schnell und an­spre­chend. Besonders WordPress, aber auch andere klas­si­sche CMS wie TYPO3 oder Drupal, sind für viele die erste Wahl für die eigene Website. Doch auch neue Ansätze über­zeu­gen zum Beispiel durch hohe Per­for­mance oder besondere KI-Un­ter­stüt­zung.

Die 9 besten CMS im Vergleich

Geeignet für… Be­nut­zer­freund­lich­keit In­di­vi­dua­li­sier­bar­keit Si­cher­heit Kosten
WordPress Kleine bis mit­tel­gro­ße Websites, Blogs, einfache Un­ter­neh­mens­sei­ten ++
TYPO3 Große Un­ter­neh­mens­por­ta­le, mehr­spra­chi­ge Websites, komplexe Multi-Domain-Projekte +++
Joomla! Kleine bis mit­tel­gro­ße Websites, Projekte mit soliden CMS-Funk­tio­nen ohne viele Zu­satz­mo­du­le ++
Drupal Community-Platt­for­men, En­ter­pri­se-Portale, Multi-Domain- und API-First-Projekte ++
Contao Un­ter­neh­mens­sei­ten, Portale, Intranets, Mi­cro­si­tes, auch für größere Web­pro­jek­te ++
IONOS Homepage-Baukasten Ein­stei­ger­pro­jek­te, Un­ter­neh­mens­sei­ten, Ver­eins­sei­ten, Online-Shops ++
Webflow De­sign­ori­en­tier­te Marketing-Websites, Landing­pa­ges, Corporate-Websites ++
Sanity Om­nich­an­nel-Projekte, struk­tu­rier­te Content-Platt­for­men, in­di­vi­du­el­le Web­an­wen­dun­gen ++
Con­tentful En­ter­pri­se- und Multi-Channel-Projekte, mehrere Marken oder Regionen, API-ge­trie­be­ne Setups +++

In die Bewertung der Kosten fließen auch die Kosten für Hosting, Er­wei­te­run­gen und Themes ein.

Alle Angaben sind auf dem Stand von Mai 2026.

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WordPress

WordPress ist weltweit das meist­ge­nutz­te Open-Source-CMS auf dem Markt. Ur­sprüng­lich als Blog­sys­tem kon­zi­piert, stehen für die Grund­in­stal­la­ti­on in­zwi­schen diverse Er­wei­te­run­gen zur Verfügung, die es er­mög­li­chen, die Software zu einem voll funk­ti­ons­fä­hi­gen Content-Ma­nage­ment-System auf­zu­rüs­ten.

Bild: Die Startseite des WordPress-Projekts
Das be­lieb­tes­te CMS ist un­an­ge­foch­ten WordPress. / Quelle: https://de.wordpress.org/

Fakten

  • Rund 60.000 kos­ten­lo­se Plugins und 14.000 De­sign­vor­la­gen
  • „Fünf-Minuten-In­stal­la­ti­on“ via Wizard
  • WordPress 7.0 bringt eine über­ar­bei­te­te Admin-Ober­flä­che und eine KI-Client-Schnitt­stel­le
  • Er­wei­ter­te Werkzeuge für Re­spon­si­ve Editing, mit denen Inhalte gezielt für Mo­bil­ge­rä­te optimiert oder aus­ge­blen­det werden können.

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen WordPress

  • Webserver: Jeder Server mit PHP- und MySQL/MariaDB-Support (Emp­feh­lung: Apache oder NGINX für optimale Per­for­mance)
  • Midd­le­wa­re: PHP 8.3 oder höher (PHP 8.4 empfohlen)
  • Datenbank: MySQL 8.0 oder höher, MariaDB 10.6 oder höher
  • Weitere Emp­feh­lun­gen: HTTPS-Support

Die große Nut­zer­ge­mein­de der Software pro­fi­tiert von einer riesigen Auswahl an Themes, Plugins und Widgets. Kritiker und Kri­ti­ke­rin­nen bemängeln jedoch, dass das System dadurch nicht nur komplex, sondern vor allem auch un­über­sicht­lich und schwer­fäl­lig geworden ist.

Zudem trifft WordPress das Schicksal aller er­folg­rei­chen Software-Ent­wick­lun­gen: Aufgrund seiner weiten Ver­brei­tung ist das CMS ein beliebtes Ziel für Ha­cker­an­grif­fe. Das hat zur Folge, dass Nutzende ihre In­stal­la­ti­on relativ häufig mit Si­cher­heits­up­dates auf den neuesten Stand bringen müssen. Diese werden nach Si­cher­heits­vor­fäl­len zwar zeitnah ver­öf­fent­licht, sind jedoch nicht immer mit den zahl­rei­chen Er­wei­te­run­gen kom­pa­ti­bel, die für einen ef­fek­ti­ven Einsatz der Software benötigt werden.

Durch den geringen Ein­rich­tungs­auf­wand der Basis-In­stal­la­ti­on eignet sich WordPress gut für kleine und einfach struk­tu­rier­te Websites. Speziell Blog­gen­den, die ihren In­ter­es­sen­ten häufig wech­seln­de Inhalte in an­spre­chen­den Layouts zur Verfügung stellen möchten, steht mit WordPress ein ef­fek­ti­ves CMS mit intuitiv nutzbarer Web­ober­flä­che zur Verfügung. Mit zu­neh­men­der Kom­ple­xi­tät des eigenen Online-Projekts nimmt die Be­nut­zer­freund­lich­keit der Software jedoch deutlich ab.

Wird ein stabiler Web­sei­ten­be­trieb an­ge­strebt, stellt WordPress bei wach­sen­dem Be­su­cher­auf­kom­men hohe An­for­de­run­gen an den Server. User, die komplexe Multi-Domain-Projekte mit mehr­spra­chi­ger Aus­rich­tung anstreben, sollten statt WordPress lieber ein CMS wie TYPO3 ins Visier nehmen.

Pro Contra
Große Community CMS-Funk­tio­nen benötigen zu­sätz­li­che Er­wei­te­run­gen
Geringer Aufwand bei In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung Plug-ins weisen oft Si­cher­heits­lü­cken auf
Intuitiv be­dien­ba­re Nut­zer­ober­flä­che Ein­ge­schränk­te Sta­bi­li­tät und Per­for­mance bei hohem Traffic
Einfache In­te­gra­ti­on von Plugins und anderen Er­wei­te­run­gen Häufige Si­cher­heits-Updates führen zu zu­sätz­li­chem Ad­mi­nis­tra­ti­ons­auf­wand

TYPO3

TYPO3 zählt wie WordPress zu den be­kann­tes­ten Open-Source-CMS. Das Software-Projekt versteht sich als En­ter­pri­se-Ma­nage­ment-System und wird von einem ver­sier­ten Ent­wick­lungs­team kon­ti­nu­ier­lich vor­an­ge­trie­ben und technisch auf dem neuesten Stand gehalten. Weite Ver­brei­tung findet TYPO3 vor allem im deutsch­spra­chi­gen Raum, wo das CMS als Pa­ra­de­lö­sung für große Un­ter­neh­mens-Portale und E-Commerce-Platt­for­men gilt.

Bild: Informationsseite zu TYPO3
TYPO3 platziert sich als gute En­ter­pri­se-Lösung im CMS Vergleich. / Quelle: https://get.typo3.org/

Fakten

  • En­ter­pri­se-Content-Ma­nage­ment-System
  • Riesiger Funk­ti­ons­um­fang
  • Um­fang­rei­che in­te­grier­te Rech­te­ver­wal­tung
  • Un­kom­pli­zier­te Anbindung anderer Systeme wie Ge­ne­ra­ti­ve AI, CRM- oder ERP-Lösungen

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen TYPO3 CMS

  • Webserver: Apache, MS IIS, NGINX, Caddy Server
  • Midd­le­wa­re: PHP 8.2 oder höher
  • Datenbank: MySQL 8.0.17 oder höher, MariaDB 10.4.3 oder höher, Post­greS­QL 10.0 oder höher, SQLite 3.8.3 oder höher
  • Weitere Emp­feh­lun­gen: Gra­phics­Ma­gick oder Image­Ma­gick (v6 oder neuer) zur Bild­ver­ar­bei­tung, PHP-Er­wei­te­run­gen: OpenSSL, cURL, mbstring, intl, GDlib, zlib, ak­ti­vier­ter PHP-Opcode-Cache (OPcache) für optimale Aus­füh­rungs­ge­schwin­dig­keit, bei Apache: mod_expires und mod_deflate zur Op­ti­mie­rung der Aus­lie­fe­rung

TYPO3 besticht durch eine große Community, die Ein­stei­gen­den bei Problemen und Fragen mit schneller, un­kom­pli­zier­ter Hilfe zur Seite steht. Darüber hinaus gibt es zahl­rei­che pro­fes­sio­nel­le Anbieter, die sich auf einen TYPO3-Support spe­zia­li­siert haben und Business-Usern Agen­tur­diens­te zur Verfügung stellen.

Die In­stal­la­ti­on von TYPO3 und der pro­fes­sio­nel­le Einsatz des leis­tungs­star­ken CMS erfordern Fach­kennt­nis­se. Sind diese vorhanden, lassen sich selbst komplexe Sei­ten­struk­tu­ren mit mehr­spra­chi­gen Inhalten zu­frie­den­stel­lend umsetzen. Der be­trächt­li­che Funk­ti­ons­um­fang ge­währ­leis­tet eine pro­fes­sio­nel­le Rech­te­ver­wal­tung auf En­ter­pri­se-Niveau und bietet Schnitt­stel­len zu klas­si­schen Business-An­wen­dun­gen wie CRM- und ERP-Systemen. Kri­ti­ke­rin­nen und Kritiker bemängeln jedoch die lange Ein­ar­bei­tungs­zeit und einen ver­gleichs­wei­se hohen Ad­mi­nis­tra­ti­ons­auf­wand.

Pro Contra
Weit ver­brei­te­tes CMS mit großer Community (darunter zahl­rei­che Fachleute) Im­ple­men­tie­rung, Kon­fi­gu­ra­ti­on und Ad­mi­nis­tra­ti­on erfordern viel Know-how
hohe Funk­ti­ons­viel­falt, Fle­xi­bi­li­tät und Er­wei­ter­bar­keit Durch das große Funk­ti­ons­spek­trum stellt TYPO3 höhere Ansprüche an das Hosting als ver­gleich­ba­re Systeme
Um­fang­rei­che Rech­te­ver­wal­tung auf En­ter­pri­se-Niveau Die Ein­ar­bei­tungs­zeit für Ein­stei­gen­de ist ver­gleichs­wei­se hoch
TYPO3 für Ihr Hosting Paket
  • Einfach: mit wenigen Klicks in­stal­liert
  • Sicher: SSL-Zer­ti­fi­kat inklusive
  • Schnell: PHP8, OPcache und SSD Webspace

Joomla!

Joomla! ist ebenfalls ein beliebter Vertreter auf dem CMS-Markt. Die Software richtet sich glei­cher­ma­ßen an Ein­stei­gen­de und Fort­ge­schrit­te­ne, ist in der Anwendung jedoch an­spruchs­vol­ler als WordPress. Anders als beim Markt­füh­rer werden um­fang­rei­che CMS-Funk­tio­na­li­tä­ten bereits ohne Er­wei­te­run­gen be­reit­ge­stellt. Ein Bonus für Menschen ohne pro­fes­sio­nel­len IT-Hin­ter­grund ist die gute Do­ku­men­ta­ti­on in Form von Community-ge­stütz­ten Online-Hand­bü­chern sowie das aktive Nut­zer­fo­rum.

Bild: Startseite des quelloffenen CMS-Projekts Joomla!
Joomla! überzeugt mit vielen Er­wei­te­run­gen und guter Community. / Quelle: https://www.joomla.de/

Fakten

  • Tausende Er­wei­te­run­gen verfügbar
  • Ob­jekt­ba­sier­te Ver­wal­tung von Inhalten
  • Community-Support durch sehr viele User in deutschen und in­ter­na­tio­na­len Foren
  • In­te­grier­te Bar­rie­re­frei­heit in Frontend und Backend

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen Joomla! 6.1

  • Webserver: Apache HTTP Server 2.4 (mit mod_rewrite, mod_ssl), NGINX 1.26 oder höher, MS IIS 10
  • Midd­le­wa­re: PHP 8.3 oder höher (Emp­feh­lung: 8.4)
  • Da­ten­ban­ken: MySQL 8.0.13 oder höher mit InnoDB-Support, MariaDB 10.6 oder höher, Post­greS­QL 14.0 oder höher

Bei Joomla! handelt es sich um die Wei­ter­ent­wick­lung des Open-Source-CMS Mambo. Das System erfreut sich vor allem in den USA großer Be­liebt­heit und zeichnet sich durch ein voll­stän­dig ob­jekt­ori­en­tier­tes Software-Design auf Basis eines ei­gen­stän­di­gen MVC-Frame­works aus. Das er­mög­licht es Joomla!-Nutzenden, eigene Er­wei­te­run­gen zu schreiben und auf Wunsch mit der Community zu teilen – wahlweise über das Joomla!-eigene Re­po­si­to­ry, mit dem sich Er­wei­te­run­gen bequem über das Backend in­stal­lie­ren lassen. Eigene Templates lassen sich bei Joomla! modular durch das Zu­sam­men­fü­gen vor­de­fi­nier­ter In­halts­ele­men­te erstellen.

Joomla! un­ter­glie­dert Er­wei­te­run­gen in Plugins, Kom­po­nen­ten, Module, Templates und Sprachen. Diese können sowohl im Backend als auch im Frontend zum Einsatz kommen, was bei An­wen­den­den ohne die be­nö­tig­ten Joomla!-Grund­la­gen mitunter zu Ir­ri­ta­tio­nen führt. Die Rech­te­ver­wal­tung und Frei­ga­be­pro­zes­se werden bei größeren Projekten ge­le­gent­lich als lü­cken­haft empfunden. Auch hier schaffen Er­wei­te­run­gen Abhilfe. Diese stehen jedoch nicht immer kostenlos zur Verfügung.

Pro Contra
Ver­gleichs­wei­se geringer In­stal­la­ti­ons- und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­auf­wand Lü­cken­haf­te Rech­te­ver­wal­tung
Großer Pool an Er­wei­te­run­gen und Designs Aus­ge­reif­te Er­wei­te­run­gen sind teilweise kos­ten­pflich­tig
Be­nut­zer­freund­li­che Template-Er­stel­lung Er­wei­te­run­gen müssen teilweise manuell ak­tua­li­siert werden

Drupal

Das modulare CMS Drupal wurde ur­sprüng­lich als stu­den­ti­sche Community-Lösung ent­wi­ckelt, steht heute jedoch als voll­wer­ti­ges Open-Source-CMS zur Verfügung. Die Software kommt mit einer schlanken Grund­in­stal­la­ti­on daher, die sich durch Module um­fang­reich erweitern lässt. Auch heute liegen die Stärken des Projekts im Community-Bereich. Bereits das Ba­sis­mo­dul stellt zahl­rei­che Web-2.0- und Community-Funk­tio­nen wie Weblogs, Foren und Tag-Clouds bereit.

Bild: Die Startseite des Drupal-Projekts
Drupal ist als besonders sicheres CMS im System-Vergleich bekannt. / Quelle: https://new.drupal.org/home

Fakten

  • Sehr flexibler, modularer Aufbau, mit API-First-Ansatz
  • Schlanke Grund­in­stal­la­ti­on mit mehr als 55.000 Er­wei­te­rungs­mo­du­len
  • Ver­ein­fach­ter Einstieg für neue An­wen­den­de
  • Mehr als 1.500 Dis­tri­bu­tio­nen als Kom­plett­lö­sung für typische An­wen­dungs­fäl­le
  • Hohe Si­cher­heits­stan­dards

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen Drupal 11

  • Webserver: Apache 2.4.7 oder höher, NGINX 1.1 oder höher (Microsoft IIS wird ab Version 11 nicht mehr offiziell un­ter­stützt)
  • Midd­le­wa­re: PHP 8.3 oder höher
  • Datenbank: MySQL 8.0 oder höher, MariaDB 10.6 oder höher, Post­greS­QL 16 oder höher (mit pg_trgm-Er­wei­te­rung), SQLite 3.45 oder höher
  • Weitere An­for­de­run­gen: Composer 2.7.0 oder neuer ist für die Ver­wal­tung der Ab­hän­gig­kei­ten zwingend er­for­der­lich

Das CMS Drupal bietet mit seinem modularen Aufbau um­fang­rei­che In­di­vi­dua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten. An­wen­den­de, die genau wissen, was sie benötigen, können sich die manuelle Zu­sam­men­stel­lung der Software-Kom­po­nen­ten jedoch ersparen. Für zahl­rei­che Ein­satz­sze­na­ri­en stehen bereits vor­kon­fi­gu­rier­te Dis­tri­bu­tio­nen auf Basis des Drupal-Frame­works zur Verfügung.

Dank des modularen Aufbaus und des API-First-Ansatzes ist Drupal heute eine gute Wahl für am­bi­tio­nier­te Community-Projekte und komplexe En­ter­pri­se-Portale mit Multi-Domain-Struk­tu­ren glei­cher­ma­ßen. Drupal 11 bietet durch den Project Browser und KI-gestützte Tools eine gute Be­nut­zer­freund­lich­keit auch für Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger. Die In­stal­la­ti­on und Wartung erfolgen via Composer. Dank einer kon­se­quen­ten Strategie zur Ab­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät verlaufen Updates rei­bungs­los und planbar.

Pro Contra
Kompakter Software-Kern Schlanke Grund­ver­si­on erfordert viele Nach­in­stal­la­tio­nen
Große Auswahl an Er­wei­te­rungs­mo­du­len und vor­de­fi­nier­ten Drupal-Dis­tri­bu­tio­nen
Un­ter­stützt Multi-Domain-Ma­nage­ment

Contao

Das CMS Contao ist eine klare und be­nut­zer­freund­li­che Content-Ma­nage­ment-Lösung. Das System punktet durch ein intuitiv nutzbares, mehr­spra­chi­ges Backend und eine über­sicht­lich ge­stal­te­te Ver­wal­tungs­ebe­ne. Be­son­de­res Augenmerk widmet das Software-Projekt der Kom­pa­ti­bi­li­tät zu Web­stan­dards und der bar­rie­re­frei­en Be­reit­stel­lung von Online-Inhalten in HTML5.

Bild: Die Startseite des Contao-Projekts
Contao legt großen Wert auf Bar­rie­re­frei­heit. / Quelle: https://contao.org/de/

Fakten

  • Be­nut­zer­freund­li­ches CMS mit großem Funk­ti­ons­um­fang
  • Mehr als 2.200 Er­wei­te­run­gen verfügbar
  • Mehr­spra­chi­ges Backend
  • Online-Demo
  • ARIA-Labels und se­man­ti­sches HTML, um den An­for­de­run­gen des Bar­rie­re­frei­heits­stär­kungs­ge­set­zes (BFSG) gerecht zu werden.

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen Contao 5.7 (LTS)

  • Webserver: Apache oder NGINX mit PHP- und MySQL-Support
  • Midd­le­wa­re: PHP 8.4 oder höher
  • Datenbank: MySQL 8.0 oder höher bzw. MariaDB 10.11 oder höher (inkl. Strict-Mode-Support)
  • Weitere Emp­feh­lun­gen: Für den vollen Funk­ti­ons­um­fang (inkl. Bild­op­ti­mie­rung und Security) sind er­for­der­lich: DOM, PCRE, Intl, PDO, ZLIB, JSON, Curl, Mbstring, GD, sowie optional Imagick für hoch­wer­ti­ge­re Gra­fik­ver­ar­bei­tung

Das CMS Contao verfügt bereits in der Grund­kon­fi­gu­ra­ti­on über ein um­fang­rei­ches Funk­ti­ons­spek­trum und lässt sich mit mehr als 2.000 ver­füg­ba­ren Er­wei­te­run­gen flexibel an in­di­vi­du­el­le Be­dürf­nis­se anpassen.

Das CMS-System bietet einen in­te­grier­ten Theme-Manager. Dieser er­mög­licht es, Design und Layout einer Website auf Basis von Contao mithilfe vor­ge­fer­tig­ter Module in­di­vi­du­ell zu kon­fi­gu­rie­ren. Darüber hinaus werden Web­sei­ten­be­trei­ben­den pro­fes­sio­nel­le Themes zu diversen An­wen­dungs­fel­dern und Branchen über die Contao-Website sowie bei anderen Contao-Theme-Anbietern angeboten. Themes gibt es als kos­ten­lo­se oder kos­ten­pflich­ti­ge Varianten.

Die Software ist für ihre hohen Si­cher­heits­stan­dards bekannt. Für die LTS-Version des CMS wird ein Long-Term-Support von vier Jahren ga­ran­tiert. In diesem Zeitraum erhält die LTS-Version Si­cher­heits­up­dates – in den ersten drei Jahren spielt das Ent­wick­ler­team auch Bugfixes aus. Die LTS-Version ist stabil und wird für pro­duk­ti­ve Websites empfohlen.

Das flexible CMS ist für Websites jeder Größe geeignet. Die Software bietet eine leis­tungs­fä­hi­ge Sys­tem­ar­chi­tek­tur, die im Kern­sys­tem schon viele Funk­tio­na­li­tä­ten bietet, sich aber durch Er­wei­te­run­gen in­di­vi­du­ell anpassen lässt. So können bei­spiels­wei­se Intranet-Lösungen, E-Commerce-Platt­for­men, Un­ter­neh­mens­por­ta­le oder Mi­cro­si­tes rea­li­siert werden, die selbst in den Bereichen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und Web­ana­ly­se keine Wünsche of­fen­las­sen.

Pro Contra
Leis­tungs­fä­hi­ge und er­wei­ter­ba­re Sys­tem­ar­chi­tek­tur Mehr­stu­fi­ge Workflows werden im Grund­sys­tem nicht un­ter­stützt, aber durch Er­wei­te­run­gen möglich gemacht
Nut­zer­freund­li­che In­stal­la­ti­on, Ver­wal­tung und Ak­tua­li­sie­rung von Er­wei­te­run­gen Ver­gleichs­wei­se kleine, aber aktive Community
Gute Si­cher­heits­bi­lanz
Einfache Updates

IONOS Homepage-Baukasten

Abseits der beliebten CMS-Systeme sind immer häufiger auch Baukästen als Basis für das eigene Web­pro­jekt gefragt. Einer der mo­derns­ten Vertreter dieser Art ist der Homepage-Baukasten von IONOS. Der Hosting-Provider bietet seine Website-Lösung im Paket mit einer eigenen, in­di­vi­du­el­len Domain und einem TLS/SSL-Zer­ti­fi­kat. Nutzende pro­fi­tie­ren also nicht nur von einer ein­steig­er­freund­li­chen Baukasten-Software, die das Code-Pro­gram­mie­ren über­flüs­sig macht, sondern erhalten gleich auch eine Hosting-Umgebung für die eigene Website, deren Ma­nage­ment und Pflege in den Auf­ga­ben­be­reich von IONOS fällt.

Bild: Informationsseite zum IONOS Homepage-Baukasten
Der Homepage-Baukasten von IONOS ist sehr leicht zu bedienen und un­ter­stützt mit zahl­rei­chen KI-Funk­tio­nen bei der Content-Er­stel­lung und -Dar­stel­lung. / Quelle: https://www.ionos.at/websites/homepage-baukasten

Fakten

  • Be­nut­zer­freund­li­cher Editor
  • Viele KI-Funk­tio­nen für Design, Inhalt und Op­ti­mie­rung der Website
  • Website und Hosting aus einer Hand
  • Domain und TLS/SSL-Zer­ti­fi­kat inklusive

Das Herzstück ist der spielend einfach zu nutzende Homepage-Editor: Zu Beginn wählen Sie eine the­ma­tisch passende De­sign­vor­la­ge aus – ob private Homepage, Ver­eins­sei­te oder Business-Page. Per einfachem KI-Prompt lassen Sie das Design der Homepage in wenigen Sekunden passend zu Ihren Wünschen anpassen und dank viel­fäl­ti­ger Design-, Farb- und Layout-Optionen alles noch de­tail­liert in­di­vi­dua­li­sie­ren. Damit das End­pro­dukt auf allen Geräten überzeugt, sind diese Templates responsiv und somit für alle Dis­play­grö­ßen optimiert.

Die KI-Funk­tio­nen der Baukasten-Lösung un­ter­stüt­zen Sie auch bei anderen Aspekten Ihrer Website: Abhängig vom gewählten Paket, erstellt die künst­li­che In­tel­li­genz für Website-Be­trei­ben­de auch ein Logo, füllt die Webseiten mit passenden Texten und Bildern oder hilft bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung.

Wer eigene Produkte über das Internet verkaufen möchte, kann die eigene Homepage um einen Online-Shop erweitern. Aus­führ­li­che Analyse-Tools liefern Ihnen In­for­ma­tio­nen, um Ihren Web­auf­tritt noch er­folg­rei­cher zu gestalten.

Pro Contra
Domain, Hosting und TLS/SSL-Zer­ti­fi­kat in­be­grif­fen Ab­hän­gig­keit von externem Dienst­leis­ter
Ein­satz­fer­ti­ge Bausteine für die Ge­stal­tung des eigenen Web­pro­jekts
Hosting in ISO-zer­ti­fi­zier­ten, aus­fall­si­che­ren Re­chen­zen­tren
Ak­tua­li­sie­rung und In­stand­hal­tung von Software und Website obliegen dem Provider
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Webflow

Webflow ist eine cloud­ba­sier­te Website-Ex­pe­ri­ence-Plattform, die einen visuellen Website-Builder, CMS, Hosting und Team-Workflows in einer Lösung bündelt. Das System richtet sich vor allem an Marketing-, Design- und Content-Teams, die Websites ohne klas­si­sches Backend-Setup erstellen und betreiben möchten.

Bild: Homepage von Webflow
Webflow setzt auf einen rein visuellen Ansatz bei der Er­stel­lung von Websites. / Quelle: https://webflow.com/de

Fakten

  • Visuelles CMS mit in­te­grier­tem Hosting und globaler Aus­lie­fe­rungs­in­fra­struk­tur
  • Of­fi­zi­el­le APIs für CMS, Seiten, Lo­ka­li­sie­rung und In­te­gra­tio­nen
  • Rollen, Be­rech­ti­gun­gen und ver­öf­fent­li­chungs­be­zo­ge­ne Freigaben für Team-Workflows

Webflow punktet mit einer sehr modernen Be­nut­zer­ober­flä­che und einer engen Ver­zah­nung von Design, Content-Pflege und Ver­öf­fent­li­chung. Teams können Inhalte im CMS verwalten, Layouts visuell anpassen und zugleich mit Rollen- und Frei­ga­be­kon­zep­ten arbeiten. Für in­ter­na­tio­na­le Projekte ist zudem die pro­gramm­ge­steu­er­te Lo­ka­li­sie­rung von Seiten- und CMS-Inhalten vor­ge­se­hen.

Stärken spielt das System vor allem dann aus, wenn Marketing-Ab­tei­lun­gen schnell neue Seiten ver­öf­fent­li­chen und ohne klas­si­sche Ent­wick­lungs­zy­klen testen oder per­so­na­li­sie­ren möchten. Mit der Anfang 2026 breit aus­ge­roll­ten Next-Gen-CMS-Ar­chi­tek­tur für En­ter­pri­se-Kunden hat Webflow die Ska­lier­bar­keit des CMS, die Fle­xi­bi­li­tät der Schemata und den Umgang mit größeren Content-Mengen weiter ver­bes­sert.

Kritisch gesehen wird dagegen die starke Platt­form­bin­dung. Wer sehr in­di­vi­du­el­le Backend-Logik, tief­grei­fen­de ser­ver­sei­ti­ge Prozesse oder maximale Un­ab­hän­gig­keit vom Anbieter benötigt, stößt schneller an Grenzen als bei klassisch selbst ge­hos­te­ten Open-Source-CMS. Auch be­nut­zer­de­fi­nier­ter Code ist im Editor auf HTML, CSS und Ja­va­Script be­schränkt; ser­ver­sei­ti­ge Sprachen lassen sich auf diesem Weg nicht einbinden.

Pro Contra
Sehr be­nut­zer­freund­li­che visuelle Ent­wick­lung Starke Bindung an die Plattform und das Hosting-Modell
CMS, Hosting, Design und Workflows in einer Lösung Für sehr in­di­vi­du­el­le Backend-Szenarien nur ein­ge­schränkt geeignet
Gute Team-Funk­tio­nen mit Rollen und Pu­bli­shing-Go­ver­nan­ce Weniger flexibel als selbst gehostete Open-Source-CMS
Starke Features für Lo­ka­li­sie­rung, Tests und Per­so­na­li­sie­rung Er­wei­ter­te Funk­tio­nen sind teilweise an hö­her­wer­ti­ge Tarife gebunden

Sanity

Sanity ist ein Headless-CMS be­zie­hungs­wei­se eine Com­posable-Content-Plattform, die struk­tu­rier­te Inhalte über APIs für Websites, Apps und weitere digitale Kanäle be­reit­stellt. Im Zentrum stehen der gehostete Content Lake als Echtzeit-Da­ten­ba­sis und das an­pass­ba­re Sanity Studio, das als React-Anwendung ent­wi­ckelt und an in­di­vi­du­el­le Re­dak­ti­ons- und Frei­ga­be­pro­zes­se angepasst werden kann.

Bild: Homepage von Sanity
Sanity verfolgt einen API-First-Ansatz. / Quelle: https://www.sanity.io/

Fakten

  • Headless- und Com­posable-Ansatz mit struk­tu­rier­ten Inhalten und API-Zugriff
  • Sanity Studio ist quell­of­fen, React-basiert und umfassend anpassbar
  • Echtzeit-Zu­sam­men­ar­beit mit Live-Presence, Kom­men­ta­ren und Tasks
  • Aktuelle Studio-Ge­ne­ra­ti­on mit au­to­ma­ti­schen Updates und moderner Ent­wick­lungs­um­ge­bung auf Basis von Vite

Sys­tem­vor­aus­set­zun­gen Sanity Studio

  • Webserver: Für die In­halts­da­ten nicht er­for­der­lich, da Sanity den Content Lake als ge­hos­te­ten Dienst be­reit­stellt; das Studio kann selbst gehostet oder über Sanity aus­ge­lie­fert werden
  • Midd­le­wa­re: Node.js 20 oder höher sowie npm bzw. eine kom­pa­ti­ble Ja­va­Script-Laufzeit für die lokale Studio-In­stal­la­ti­on
  • Datenbank: Entfällt für Nutzende, da Inhalte im ge­hos­te­ten Content Lake ge­spei­chert werden
  • Weitere Emp­feh­lun­gen: Aktueller Browser mit Un­ter­stüt­zung für Import Maps; für Ja­va­Script-Clients wird Node.js 18+ bzw. eine moderne Runtime un­ter­stützt

Sanity eignet sich besonders für Teams, die Inhalte ka­nal­über­grei­fend und stark struk­tu­riert verwalten möchten. Anders als bei klas­si­schen CMS stehen nicht Seiten und Templates im Vor­der­grund, sondern wie­der­ver­wend­ba­re Content-Modelle, die per API an ver­schie­de­ne Frontends aus­ge­lie­fert werden. Das macht Sanity attraktiv für Multi-Channel-Projekte, Do­ku­men­ta­ti­ons­por­ta­le, E-Commerce-Setups und in­di­vi­du­el­le Web­an­wen­dun­gen.

Ein we­sent­li­cher Vorteil ist die hohe An­pass­bar­keit des Re­dak­ti­ons­er­leb­nis­ses. Da das Studio auf React basiert und sich per Code kon­fi­gu­rie­ren lässt, können Ein­ga­be­mas­ken, Workflows und Ober­flä­chen gezielt auf Re­dak­tio­nen zu­ge­schnit­ten werden. Hinzu kommen Echtzeit-Kol­la­bo­ra­ti­on, Kom­men­ta­re, Auf­ga­ben­ver­wal­tung und Ver­si­ons­his­to­rie, die Sanity für größere Teams besonders in­ter­es­sant machen.

Dem­ge­gen­über steht ein ver­gleichs­wei­se hoher Ent­wick­lungs­auf­wand. Sanity liefert kein klas­si­sches Out-of-the-box-System, sondern eine flexible Content-In­fra­struk­tur. Wer schnelle Er­geb­nis­se ohne Frontend-Ent­wick­lung erwartet, fährt mit tra­di­tio­nel­le­ren CMS oder Website-Baukästen meist einfacher. Die Stärken des Systems kommen vor allem dann zur Geltung, wenn ein Projekt technisch sauber mo­del­liert und lang­fris­tig skaliert werden soll.

Pro Contra
Sehr flexible Mo­del­lie­rung struk­tu­rier­ter Inhalte Klas­si­sche Website-Funk­tio­nen müssen meist erst im Frontend umgesetzt werden
Echtzeit-Kol­la­bo­ra­ti­on mit Kom­men­ta­ren und Tasks Höherer Ent­wick­lungs­auf­wand als bei klas­si­schen CMS
An­pass­ba­res, quell­of­fe­nes Studio Für rein re­dak­tio­nel­le Standard-Websites oft über­di­men­sio­niert
Sehr gut für Om­nich­an­nel- und Headless-Szenarien geeignet Tech­ni­sche Ein­ar­bei­tung für Teams ohne Ent­wick­ler­fo­kus ver­gleichs­wei­se hoch

Con­tentful

Con­tentful ist eine cloud­ba­sier­te Com­posable-Content-Plattform, die Inhalte zentral mo­del­liert, verwaltet und per API an Websites, Apps und weitere digitale Touch­points aus­lie­fert. Das System zählt zu den be­kann­tes­ten En­ter­pri­se-Headless-CMS und richtet sich vor allem an Un­ter­neh­men, die Inhalte über mehrere Marken, Regionen oder Kanäle hinweg kon­sis­tent steuern möchten.

Bild: Homepage von Contentful
Con­tentful sichert sich als En­ter­pri­se-Headless-CMS einen Platz im CMS-Vergleich / Quelle: https://www.con­tentful.com/

Fakten

  • API-first-Plattform mit REST- und GraphQL-Schnitt­stel­len
  • Struk­tu­rier­te In­halts­mo­del­lie­rung über Content Types
  • Er­wei­ter­bar über App Framework und Mar­ket­place-Apps
  • Workflows, Rollen, Um­ge­bun­gen und Per­so­na­li­sie­rungs­funk­tio­nen für En­ter­pri­se-Szenarien

Con­tentful spielt seine Stärken ins­be­son­de­re in komplexen Multi-Channel- und En­ter­pri­se-Um­ge­bun­gen aus. Inhalte werden in Form struk­tu­rier­ter Modelle definiert und an­schlie­ßend an beliebige Frontends aus­ge­lie­fert. Für Ent­wick­lungs- und De­ploy­ment-Prozesse bietet die Plattform unter anderem mehrere En­vi­ron­ments, Rollen- und Rech­te­kon­zep­te sowie um­ge­bungs­spe­zi­fi­sche Zugriffe.

Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Er­wei­ter­bar­keit. Über das App Framework und Mar­ket­place-Apps lässt sich die Con­tentful-Web-App mit externen Diensten, in­di­vi­du­el­len Feldtypen und zu­sätz­li­chen Re­dak­ti­ons­werk­zeu­gen an­rei­chern. Für Un­ter­neh­men mit klaren Go­ver­nan­ce-An­for­de­run­gen sind zudem Workflows mit schritt­be­zo­ge­nen Be­ar­bei­tungs- und Ver­öf­fent­li­chungs­rech­ten verfügbar.

Nach­tei­lig ist, dass Con­tentful für kleinere Projekte häufig zu komplex und kos­ten­in­ten­siv wirkt. Zudem ist das System bewusst headless angelegt: Wer eine klas­si­sche Website ohne separates Frontend möglichst schnell aufbauen möchte, erhält keine so un­mit­tel­bar ein­satz­be­rei­te Kom­plett­lö­sung wie bei tra­di­tio­nel­len CMS. Seine Stärke liegt klar in der zentralen In­halts­steue­rung, nicht in der visuellen Sei­ten­er­stel­lung. Diese Ein­ord­nung ist eine fachliche Ableitung aus dem API-first- und Platt­form­an­satz von Con­tentful.

Pro Contra
Sehr gut für Om­nich­an­nel- und En­ter­pri­se-Projekte geeignet Für kleine Websites oft unnötig komplex
Starke API-First-Ar­chi­tek­tur mit REST und GraphQL Kein klas­si­sches Kom­plett­sys­tem für visuelle Sei­ten­er­stel­lung
Er­wei­ter­bar über Apps, SDKs und In­te­gra­tio­nen Umsetzung erfordert in der Regel separates Frontend
Aus­ge­reif­te Rollen-, Workflow- und En­vi­ron­ment-Konzepte Wirt­schaft­lich vor allem für größere Setups in­ter­es­sant

Wie finde ich das richtige CMS?

Um das passende CMS aus­zu­wäh­len, sollten Website-Be­trei­ben­de zunächst die Ziele und An­for­de­run­gen des geplanten Online-Projekts de­fi­nie­ren. Denn nicht jedes System eignet sich glei­cher­ma­ßen für einen Blog, eine Un­ter­neh­mens­web­site, ein mehr­spra­chi­ges Portal oder eine API-basierte Content-Plattform. Die folgende Check­lis­te hilft dabei, die wich­tigs­ten Aus­wahl­kri­te­ri­en im Blick zu behalten – und zeigt zugleich, welche der vor­ge­stell­ten Systeme sich für welchen Ein­satz­zweck besonders empfehlen.

Check­lis­te: Das passende CMS finden

Ein­satz­zweck festlegen: Soll eine klas­si­sche Website, ein Blog, ein Portal, ein Shop oder ein Community-Projekt umgesetzt werden?

Für Blogs, Magazine und kleinere bis mit­tel­gro­ße Content-Websites ist WordPress häufig die erste Wahl.

Inhalte und Ziel­grup­pe ana­ly­sie­ren: Welche Inhalte sollen be­reit­ge­stellt werden und an wen richtet sich das Angebot?

Für klas­si­sche Un­ter­neh­mens­web­sites und mit­tel­stän­di­sche Web­pro­jek­te sind Joomla! und Contao besonders in­ter­es­sant. Der IONOS Homepage-Baukasten empfiehlt sich, wenn Inhalte schnell und ohne tech­ni­schen Aufwand für eine breite Ziel­grup­pe online gehen sollen.

Re­dak­tio­nel­le Abläufe be­rück­sich­ti­gen: Wie viele Personen arbeiten mit dem System und sind Rollen, Rechte oder Frei­ga­be­pro­zes­se er­for­der­lich?

Für größere Re­dak­ti­ons­teams, Un­ter­neh­mens­por­ta­le und mehr­stu­fi­ge Frei­ga­be­pro­zes­se sind vor allem TYPO3 und Con­tentful geeignet. Sanity ist zudem eine gute Wahl für Teams, die struk­tu­rier­te Inhalte gemeinsam und kol­la­bo­ra­tiv verwalten möchten.

Be­nut­zer­freund­lich­keit bewerten: Soll das CMS auch ohne tie­fer­ge­hen­de Pro­gram­mier­kennt­nis­se intuitiv bedienbar sein?

Für Ein­stei­gen­de und kleinere Un­ter­neh­men sind der IONOS Homepage-Baukasten, WordPress und Webflow besonders emp­feh­lens­wert. Webflow eignet sich vor allem dann, wenn visuelles Arbeiten und De­sign­frei­heit im Vor­der­grund stehen.

Funk­ti­ons­um­fang prüfen: Werden Mehr­spra­chig­keit, Blogging-Funk­tio­nen, Schnitt­stel­len, Such­funk­tio­nen oder Multisite-Fähigkeit benötigt?

Für mehr­spra­chi­ge Websites, komplexe Sei­ten­struk­tu­ren und Multi-Domain-Projekte empfehlen sich vor allem TYPO3 und Drupal. Drupal ist darüber hinaus eine starke Lösung für Community-Platt­for­men und API-first-Projekte.

Er­wei­ter­bar­keit einplanen: Lässt sich das System bei Bedarf durch Plugins, Module, Themes oder APIs flexibel anpassen?

Für eine besonders hohe Er­wei­ter­bar­keit und In­di­vi­dua­li­sie­rung sind Drupal, WordPress, Sanity und Con­tentful geeignet. Sanity und Con­tentful spielen ihre Stärken vor allem in Headless- und Om­nich­an­nel-Szenarien aus.

SEO und Re­spon­si­ve Design beachten: Un­ter­stützt das CMS such­ma­schi­nen­freund­li­che URLs, Metadaten und mo­bil­op­ti­mier­te Dar­stel­lun­gen?

Für mar­ke­ting­ori­en­tier­te Websites, Landing­pa­ges und SEO-relevante Content-Projekte sind Webflow, WordPress und Contao besonders in­ter­es­sant.

Si­cher­heits­ni­veau ver­glei­chen: Gibt es re­gel­mä­ßi­ge Updates, eine gute Do­ku­men­ta­ti­on und eine aktive Community oder pro­fes­sio­nel­len Support?

Für Projekte mit hohen An­for­de­run­gen an Si­cher­heit, Sta­bi­li­tät und planbare Wartung sind TYPO3, Drupal, Contao und Con­tentful emp­feh­lens­wert. IONOS Homepage-Baukasten bietet zu­sätz­lich den Vorteil, dass Betrieb, Updates und In­fra­struk­tur durch den Anbieter über­nom­men werden.

Tech­ni­sche An­for­de­run­gen rea­lis­tisch ein­schät­zen: Passen Hosting, War­tungs­auf­wand und vor­han­de­nes Know-how zu den An­for­de­run­gen des Systems?

Wer wenig tech­ni­sches Know-how mitbringt, fährt mit IONOS Homepage-Baukasten, WordPress oder Webflow meist besser. Für technisch an­spruchs­vol­le und in­di­vi­du­ell ent­wi­ckel­te Projekte sind TYPO3, Drupal, Sanity und Con­tentful die stärkeren Kan­di­da­ten.

Ge­samt­kos­ten kal­ku­lie­ren: Neben Lizenz- oder Ta­rif­kos­ten sollten auch Ausgaben für Hosting, Er­wei­te­run­gen, Ent­wick­lung, Wartung und Support be­rück­sich­tigt werden.

Für kos­ten­sen­si­ble Projekte sind WordPress, Joomla! und Contao at­trak­ti­ve Optionen. TYPO3, Con­tentful und teilweise auch Webflow oder Sanity lohnen sich vor allem dann, wenn der größere Funk­ti­ons­um­fang oder der pro­fes­sio­nel­le Platt­form­an­satz tat­säch­lich benötigt wird.

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