Sobald Sie eine Anwendung von Google nutzen, stimmen Sie dem Sammeln Ihrer Daten zu: Such­ver­hal­ten, Website-Nutzung in Google Chrome, Be­we­gungs­mus­ter bei Google Maps und noch vieles mehr. Welche In­for­ma­tio­nen über Sie ge­spei­chert werden, erfahren Sie über die ver­schie­de­nen Google-Dienste. Diese sind über das Google Dashboard einsehbar.

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Da­ten­schutz und Da­ten­samm­lung im Google-Universum

Bevor Sie sich wundern, was Google alles über Sie weiß: Google lebt vor allem von der Über­mitt­lung von möglichst pass­ge­nau­er Werbung. Je re­le­van­ter Wer­be­an­zei­gen zu einer Userin oder einem User passen, desto wahr­schein­li­cher wird ein Kauf oder die In­an­spruch­nah­me einer Dienst­leis­tung. Dadurch verdient Google Geld mit den Un­ter­neh­men, die für die Plat­zie­rung der Werbung innerhalb des Google-Netzwerks bezahlen. Web­ana­ly­se und Da­ten­schutz gehen hierbei jedoch nicht immer Hand in Hand.

Die Frage „Was weiß Google über mich?“ kann auch so in­ter­pre­tiert werden: Was ergibt eine Google-Suche über mich? Dieses Thema ist im Folgenden nicht von Belang. Google speichert diese In­for­ma­tio­nen nicht direkt aus Ihrem On­lin­ever­hal­ten, sondern findet sie auf anderen Websites. Um her­aus­zu­fin­den, wo Ihr Name im Internet auftaucht, geben Sie ihn in An­füh­rungs­zei­chen in die Suche ein – bei­spiels­wei­se „Sabine Schmidt“. Beachten Sie jedoch, dass es mehrere Menschen mit dem gleichen Namen geben kann.

Tipp

Falls Sie nicht in Such­ergeb­nis­sen gelistet sein wollen: Seit 2014 können Personen relevante Einträge in den Er­geb­nis­sen der Such­ma­schi­nen­an­bie­ter nicht mehr so einfach entfernen. Um bestimmte Google-Einträge löschen zu lassen, müssen Sie ein ent­spre­chen­des Formular im Support-Forum des Un­ter­neh­mens ausfüllen. Oder Sie wenden sich an die Betreiber bzw. Be­trei­be­rin­nen der Websites, die In­for­ma­tio­nen über Sie anbieten.

Welche Daten darf Google sammeln?

Den Umfang und die Art der Erhebung von Nut­zer­da­ten und deren Spei­che­rung legen die Google-Da­ten­schutz­er­klä­rung und -Nut­zungs­be­din­gun­gen fest. Mit der Nutzung eines Google-Dienstes stimmen Sie diesen Be­din­gun­gen zu. Wenn Sie die Google-Suche bei­spiels­wei­se ohne Google-Konto nutzen, bekommen Sie re­gel­mä­ßig die Be­din­gun­gen ein­ge­blen­det und müssen zustimmen. Wenn Sie ein Google-Konto erstellen, stimmen Sie diesen Be­din­gun­gen ebenfalls zu.

Aus der Erklärung geht bei­spiels­wei­se hervor, dass Pro­fil­in­for­ma­tio­nen wie E-Mail-Adresse, Te­le­fon­num­mer und Kre­dit­kar­ten­da­ten ge­spei­chert werden. Zu­sätz­lich werden auch Nut­zungs­da­ten der Google-Dienste und Apps erfasst, etwa Such­ma­schi­nen-Anfragen, Kontakte, Ka­len­der­ein­trä­ge, Fotos oder Sprach­be­feh­le.

Google führt darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Daten zusammen: Die Nut­zungs­da­ten des ver­wen­de­ten Endgeräts werden gebündelt und in ein Nut­zer­pro­fil überführt. Dazu gehört nicht nur das ver­wen­de­te Gerät, sondern bei­spiel­wei­se auch dessen Bild­schirm­grö­ße, Be­triebs­sys­tem und das genaue Modell. Genauso werden die IP-Adresse, die SIM-Karten-Nummer und die Ge­rä­te­ken­nung, bei Smart­phones die so­ge­nann­te IMEI-Nummer, von Google ge­spei­chert.

Laut eigener Angaben nutzt Google diese In­for­ma­tio­nen vor allem, um das Nut­zer­er­leb­nis zu op­ti­mie­ren. So sollen bei­spiels­wei­se Websites im passenden Format an ein Gerät aus­ge­spielt werden. In Deutsch­land müssen die Google-Be­din­gun­gen den An­for­de­run­gen der DSGVO ent­spre­chen.

Tipp

In unserem Digital-Guide-Artikel über die Top 10 der Such­ma­schi­nen werden ver­schie­de­ne Anbieter und ihre Da­ten­sam­mel­pra­xis vor­ge­stellt und mit­ein­an­der ver­gli­chen.

Wo kann ich sehen, was Google über mich weiß?

Über die un­ter­schied­li­chen Google-Dienste können Sie in Erfahrung bringen, welche In­for­ma­tio­nen über Ihre Ak­ti­vi­tä­ten ge­spei­chert werden. Dazu gehören bei­spiels­wei­se Kon­to­da­ten von Apps wie YouTube oder In­for­ma­tio­nen über die Nutzung von Websites oder Diensten wie Google Maps.

Meist bieten die un­ter­schied­li­chen Dienste auch in­di­vi­du­el­le Ein­stel­lun­gen zur Pri­vat­sphä­re. Hierüber lässt sich die Spei­che­rung be­stimm­ter Daten de­ak­ti­vie­ren.

Das speichert Google über die Website

Google speichert alle Such­ein­ga­ben in der Google Suche im Verlauf einer Nutzerin bzw. eines Nutzers, sofern dazu ein ak­ti­vier­tes Google-Konto genutzt wird. Im Verlauf werden alle besuchten Websites sowie die da­zu­ge­hö­ri­ge Such­an­fra­ge erfasst. Wenn die Such­an­fra­ge dabei mit einem ein­ge­logg­ten Google-Profil erfolgt, werden die Such­an­fra­gen dem Google-Konto zu­ge­ord­net.

Im Such­ver­lauf sind nicht nur Daten über die Suche im Browser erfasst. Auch Tabs, die auf anderen Geräten geöffnet wurden, z. B. auf einem Smart­phone, lassen sich darüber nach­voll­zie­hen.

Am Beispiel des Browsers Google Chrome:

1. Um die Ver­laufs­da­ten an­zu­zei­gen, klicken Sie im Chrome-Browser auf die drei Punkte ganz rechts neben der Such­leis­te, direkt neben dem Icon für das Google-Konto.

2. Wählen Sie den Punkt „Verlauf“. Es erscheint eine Liste mit den letzten Such­an­fra­gen.

3. Ein Klick auf den Menüpunkt „Verlauf“ führt zur Ge­samt­über­sicht. Sie gelangen auch mit der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Strg] + [H] dorthin.

4. In dieser Dar­stel­lung im Browser finden Sie auch „Tabs von anderen Geräten“, wo bei­spiels­wei­se Ver­laufs­da­ten Ihres Smart­phones auf­ge­führt werden.

Auch wenn Sie kein Google-Konto nutzen, werden Ver­laufs­da­ten im Browser ge­spei­chert. Das ist nicht nur bei Google Chrome der Fall, sondern auch bei anderen Browsern meist stan­dard­mä­ßig so ein­ge­stellt. Al­ler­dings können Sie diese Brow­ser­ein­stel­lung ändern, sodass kein Verlauf angelegt oder dieser beim Schließen des Browsers gelöscht wird.

Ebenfalls erfasst werden In­for­ma­tio­nen zum Standort anhand der IP-Adresse oder zum genutzten Gerät. Diese Daten sind aber nicht einsehbar, da sie an­ony­mi­siert ge­spei­chert werden. Ver­hin­dern können Sie die Erfassung Ihrer tat­säch­li­chen IP-Adresse, wenn Sie einen VPN-Service verwenden.

Weitere In­for­ma­tio­nen im Google Dashboard

Mit Hilfe des Google Da­sh­boards werden alle Dienste auf­ge­lis­tet, die mit dem Konto einer Nutzerin oder eines Nutzers verknüpft sind. Dazu gehören u. a. Gmail, Google Kalender oder die YouTube-App.

Über das Dashboard haben Sie auch die Mög­lich­keit, zentral die un­ter­schied­li­chen Ein­stel­lun­gen für die je­wei­li­gen Dienste ein­zu­se­hen und zu ändern.

Erstellt Google ein Profil von mir?

Aus allen vor­lie­gen­den In­for­ma­tio­nen rund um Such­an­fra­gen, der Nutzung eines Android-Be­triebs­sys­tems und von Google Apps erstellt Google ein in­di­vi­du­el­les Nut­zer­pro­fil. Besonders viele Daten erhält Google von Nut­ze­rin­nen und Nutzern, die im ein­ge­logg­ten Google-Konto Ak­ti­vi­tä­ten durch­füh­ren.

Google sammelt und wertet Daten von Userinnen und Usern aus, um si­cher­zu­stel­len, dass möglichst relevante In­for­ma­tio­nen angeboten werden und Werbung möglichst ziel­ge­rich­tet für einzelne Personen passt. Das steigert die Wer­be­ein­nah­men und damit Googles Umsatz.

Gleich­zei­tig bedeutet dies in der Praxis, dass Google eine Vielzahl von ganz un­ter­schied­li­chen In­for­ma­tio­nen zu­sam­men­zieht, um so ein möglichst um­fas­sen­des Bild von einer Person zu erhalten. Such­an­fra­gen, Standorte und Nut­zungs­vor­lie­ben von Apps sowie Zahlungen mit Google Pay geben dem Un­ter­neh­men einen riesigen In­for­ma­ti­ons­schatz über Vorlieben von Nut­ze­rin­nen und Nutzern.

Wie kann ich steuern und verwalten, was Google über mich weiß?

Wie be­schrie­ben, können Sie über das Google Dashboard Ein­stel­lun­gen für einen genutzten Dienst anpassen. So lässt sich bei­spiels­wei­se der Stand­ort­ver­lauf bei Google Maps de­ak­ti­vie­ren, sodass fortan nicht mehr ge­spei­chert wird, wo Sie sich aufhalten. Durch die zentrale Ver­wal­tung über das Dashboard sind alle Geräte, die über das genutzte Google-Konto verknüpft sind, bei einer Änderung mit­ein­be­zo­gen.

Gegen die Sammlung der Daten bei Website-Aufrufen kann man ohne spezielle Programme meist wenig tun. Al­ler­dings lassen sich die Daten neu­tra­li­sie­ren, wenn Sie die Suche im anonymen Modus ausführen und nicht in Ihrem Google-Konto ein­ge­loggt sind. So werden die Daten zwar erfasst, können aber keiner be­stimm­ten Person bzw. keinem Nut­zer­pro­fil zu­ge­ord­net werden.

Für Shops und lokale Geschäfte in­ter­es­sant: Nicht jede Bewertung bei Google muss zwangs­läu­fig ak­zep­tiert werden. Handelt es sich um un­recht­mä­ßi­ge Kritik, können Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­ge Google-Be­wer­tun­gen löschen lassen. Auch dadurch lässt sich steuern, was Google an Daten sammelt.

Kann ich die Sammlung gewisser Daten blo­ckie­ren?

Grund­sätz­lich können Sie den Ak­ti­vi­tä­ten von Google bereits im Vorfeld einige Riegel vor­schie­ben:

  • Passen Sie die Ein­stel­lun­gen in Ihrem Browser und Ihrem Google-Konto an.
  • Verwenden Sie private Brow­ser­tabs.
  • Nutzen Sie zur Suche im Internet Google-Al­ter­na­ti­ven.
  • Schalten Sie die Stand­ort­su­che bei Google Maps aus.
  • Nutzen Sie statt Android ein al­ter­na­ti­ves Be­triebs­sys­tem auf Mo­bil­ge­rä­ten.
  • Verwenden Sie al­ter­na­ti­ve Dienste zu Google-Diensten, z. B. Libre­Of­fice oder Open­Of­fice statt Google Docs.

Bedenken Sie, dass Google viele seiner Dienste bis zu einem gewissen Grad kostenlos zur Verfügung stellt – Sie zahlen dafür mit Ihren Daten. Mit dieser Praxis ist Google nicht allein. Letztlich ent­schei­den Sie selbst, welche Dienste von welchem Anbieter Sie nutzen wollen. Machen Sie sich jedoch bewusst, dass es nichts wirklich kostenlos gibt.

Tipp

Sie möchten eine bessere Sicht­bar­keit in den Google-Such­ergeb­nis­sen erreichen? Dann nutzen Sie den Google Ads Ma­nage­ment Service von IONOS, mit dem sich ziel­ge­rich­te­te Wer­be­an­zei­gen auf den vorderen Plätzen der Google-Suche plat­zie­ren lassen.

Kann ich meine Google-Historie löschen?

Den Chrome-Browser-Verlauf löschen bzw. den Google-Such­ver­lauf löschen können Sie, indem Sie in den Ein­stel­lun­gen Ihres Browsers den Verlauf oder die Chronik anklicken und dort den gesamten Such­ver­lauf löschen.

Es ist auch möglich, die Historie in Ihrem Google-Konto zu löschen. Google weist in einem ent­spre­chen­den Support-Eintrag zwar darauf hin, dass die Ver­laufs­da­ten bzw. die Historie voll­stän­dig aus den Systemen entfernt werden, al­ler­dings behält sich das Un­ter­neh­men vor, bestimmte Daten aufgrund von ge­schäft­li­chen Er­for­der­nis­sen länger auf­zu­be­wah­ren.

Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die auf Al­ter­na­ti­ven zu Google-Diensten setzen möchten, können im ersten Schritt be­stehen­de Konten auflösen, bei­spiels­wei­se das Gmail-Konto löschen.

Fazit: Google-An­wen­dun­gen zu nutzen heißt, mit Daten zu bezahlen

Durch die bequeme Nutzung der vielen Google-Dienste mit Hilfe eines Google-Kontos sowie den par­al­le­len Einsatz eines Smart­phones mit Android-Be­triebs­sys­tem erhält das Un­ter­neh­men eine Vielzahl an Nut­zer­da­ten. Damit verbunden erstellt Google Nut­zer­pro­fi­le, die von Ein­zel­per­so­nen einen Großteil der Online- und auch Offline-Ak­ti­vi­tä­ten, bei­spiels­wei­se den Standort, erfassen. Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die möglichst wenig Daten an Google geben möchten, haben durch die Ein­stel­lun­gen der Google-Dienste und -Apps nur ein­ge­schränk­te Mög­lich­kei­ten, dies zu li­mi­tie­ren.

Für eine möglichst un­sicht­ba­re Bewegung im Netz sind daher al­ter­na­ti­ve Dienst­leis­ter die einzige Option. Al­ler­dings ist die Nutzung mit Mehr­auf­wand verbunden, da der Service aus einer Hand somit auf mehrere Anbieter verteilt werden muss.

Tipp

Wenn Sie nach allen Er­fah­run­gen mit al­ter­na­ti­ven Anbietern wieder zu Google zu­rück­keh­ren möchten, können Sie unter Umständen Ihr Google-Konto wie­der­her­stel­len.

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