Künst­li­che In­tel­li­genz wirkt für An­fän­ge­rin­nen und Anfänger oft ein­schüch­ternd, weil häufig ver­wen­de­te Begriffe wie Deep Learning oder Natural Language Pro­ces­sing kom­pli­ziert klingen. Dabei lassen sich die wich­tigs­ten Grund­la­gen auch einfach erklären und ein erstes Ver­ständ­nis für die Welt der KI ist schneller gewonnen, als man denkt.

Warum lohnt sich KI auch für Anfänger?

Das weite Feld der KI ist auch für Anfänger und An­fän­ge­rin­nen mehr als einen Blick wert. So kom­pli­ziert und viel­schich­tig die Thematik im ersten Moment auch er­schei­nen mag, so viel Potenzial steckt in ihr, um Prozesse in (naher) Zukunft zu be­schleu­ni­gen, zu au­to­ma­ti­sie­ren und letzt­end­lich zu op­ti­mie­ren. Mit Methoden der künst­li­chen In­tel­li­genz, wie dem gezielten Einsatz von Prompts, können viele Aufgaben ef­fi­zi­en­ter erledigt werden. Oftmals arbeiten diese zum Beispiel bei zahl­rei­chen Un­ter­neh­men und Websites für den Laien unerkannt im Hin­ter­grund. Die Vorteile, die durch KI entstehen, sind al­ler­dings mit Si­cher­heit auch für Sie in­ter­es­sant.

Durch den richtigen Einsatz ent­spre­chen­der Tools werden viele Arbeiten ef­fi­zi­en­ter und sicherer durch­ge­führt. KI soll als eine Hilfe fungieren, die Ihnen auf­wen­di­ge Ar­beits­schrit­te abnimmt und dabei nicht nur deutlich schneller funk­tio­niert, sondern vor allem auch weniger Fehler macht. Das er­mög­licht es Ihnen, sich auf die wichtigen Punkte zu kon­zen­trie­ren und so noch deutlich ziel­ge­rich­te­ter zu arbeiten. Schon heute kommt künst­li­che In­tel­li­genz in vielen Bereichen des Lebens zum Einsatz.

In diesem Artikel wollen wir Ihnen einen ersten Überblick ver­mit­teln und die wich­tigs­ten Fach­be­grif­fe, Verfahren und Tools erklären. Wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zu den einzelnen Themen finden Sie in unserem Digital Guide.

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KI-Guide für Anfänger und An­fän­ge­rin­nen

Es gibt rund um KI unzählige Begriffe. Das kann am Anfang schnell über­wäl­ti­gend wirken, vor allem, weil viele Konzepte auf­ein­an­der aufbauen. Damit dir der Einstieg in die KI-Welt leichter fällt, erklären wir hier die wich­tigs­ten Grund­la­gen in einem an­fän­ger­freund­li­chen Stil.

Grund­la­gen

Künst­li­che In­tel­li­genz

Künst­li­che In­tel­li­genz oder KI (engl. AI) ist ein Teil­be­reich der In­for­ma­tik, dessen Ziel es ist, Maschinen die Fähigkeit an­zu­trai­nie­ren, mensch­li­che In­tel­li­genz best­mög­lich nach­zu­ah­men. Dies wird zwar aufgrund der Viel­schich­tig­keit mensch­li­cher In­tel­li­genz ver­mut­lich niemals voll­stän­dig möglich sein – gerade für die Aus­füh­rung hoch­spe­zia­li­sier­ter Aufgaben kann die KI al­ler­dings schon jetzt be­ein­dru­cken­de Er­geb­nis­se erzielen.

Die KI, mit der Nut­ze­rin­nen und Nutzer direkt in­ter­agie­ren, erzeugt häufig Inhalte als Output. Daneben gibt es jedoch auch KI, die innerhalb anderer Systeme im Hin­ter­grund arbeitet, etwa zur Aus­wer­tung, Steuerung oder Op­ti­mie­rung von Prozessen.

Un­ter­schie­de: KI, Au­to­ma­ti­sie­rung und klas­si­sche Software

Nicht jede au­to­ma­ti­sier­te Anwendung ist au­to­ma­tisch künst­li­che In­tel­li­genz. Klas­si­sche Software arbeitet in der Regel re­gel­ba­siert: Sie führt fest de­fi­nier­te An­wei­sun­gen aus und reagiert nur auf vorher pro­gram­mier­te Szenarien. Au­to­ma­ti­sie­rung be­schreibt Prozesse, bei denen wie­der­keh­ren­de Aufgaben durch Skripte oder Workflow-Systeme ohne manuelle Eingriffe ablaufen. Künst­li­che In­tel­li­genz geht darüber hinaus: Sie lernt aus Daten, erkennt Muster und passt ihr Verhalten ei­gen­stän­dig an. Dadurch kann KI auch mit neuen Si­tua­tio­nen umgehen, Prognosen erstellen oder Inhalte ge­ne­rie­ren, während klas­si­sche Software und einfache Au­to­ma­ti­sie­rung strikt an vor­ge­ge­be­ne Regeln gebunden bleiben.

Prompts

Ein Prompt ist die Eingabe oder Anweisung, mit der Nut­ze­rin­nen und Nutzer ein KI-System steuern. Er kann aus einer einfachen Frage, einer de­tail­lier­ten Auf­ga­ben­be­schrei­bung oder mehreren auf­ein­an­der­fol­gen­den An­wei­sun­gen bestehen.

Prompt En­gi­nee­ring

Beim so­ge­nann­ten Prompt En­gi­nee­ring geht es darum, die Prompts gezielt so zu for­mu­lie­ren, dass KI-Modelle möglichst präzise und nützliche Er­geb­nis­se liefern. Durch klare An­wei­sun­gen, Beispiele oder Rol­len­be­schrei­bun­gen lassen sich Antworten steuern, ver­fei­nern und an konkrete Aufgaben anpassen. Diese Technik ist besonders wichtig beim Arbeiten mit Text­ge­ne­ra­to­ren, Chatbots oder Code-As­sis­ten­ten und zählt zu den zentralen Fä­hig­kei­ten im Umgang mit modernen KI-Tools.

Token

Tokens sind kleine Text­ein­hei­ten, in die Eingaben von einem Sprach­mo­dell zerlegt werden. Ein Token kann ein Wort, ein Teil eines Wortes oder auch ein Satz­zei­chen sein. Da KI Modelle nur eine begrenzte Anzahl an Tokens gleich­zei­tig ver­ar­bei­ten können, bestimmen Tokens unter anderem die maximale Länge von Eingaben und Antworten.

Hal­lu­zi­na­ti­on

Als Hal­lu­zi­na­ti­on be­zeich­net man Ausgaben eines KI-Modells, die über­zeu­gend for­mu­liert sind, aber in­halt­lich falsch oder frei erfunden. Dieses Phänomen entsteht, weil Sprach­mo­del­le Wahr­schein­lich­kei­ten auf Basis ihrer Trai­nings­da­ten berechnen und kein eigenes über­prüf­ba­res Fak­ten­wis­sen besitzen. Deshalb ist es wichtig, KI-Antworten kritisch zu prüfen, ins­be­son­de­re bei sensiblen oder fach­li­chen Themen.

Wie KI lernt

Machine Learning

Der wich­tigs­te Aspekt des KI-Trainings ist das Machine Learning. Dafür werden Systeme mit möglichst großen und he­te­ro­ge­nen Da­ten­sät­zen „gefüttert“. Mithilfe ver­schie­de­ner Al­go­rith­men erkennt die künst­li­che In­tel­li­genz Muster innerhalb dieser Daten und lernt, auf deren Basis Vor­her­sa­gen und Ent­schei­dun­gen zu treffen. Häufig gilt: Mehr und vor allem qua­li­ta­tiv passende Daten und gute Modelle ver­bes­sern die Leistung. Ent­schei­dend sind jedoch Da­ten­qua­li­tät, Bias und das passende Trainings-/Eva­lua­tions-Setup.

Deep Learning

Deep Learning ist eine Un­ter­ka­te­go­rie des Machine Learnings. Dabei werden Maschinen mit einem künst­li­chen neu­ro­na­len Netz aus­ge­stat­tet, das wei­test­ge­hend dem mensch­li­chen Gehirn nach­emp­fun­den ist. Dies erlaubt der Maschine, selbst komplexe Muster innerhalb von großen Da­ten­men­gen sehr gut zu iden­ti­fi­zie­ren. Diese Netze bestehen aus mehreren Schichten und werden zum Beispiel in der Bil­der­ken­nung oder Sprach­er­ken­nung ein­ge­setzt.

Zentrale Tech­no­lo­gien

Natural Language Pro­ces­sing (NLP)

Auch im Bereich der na­tür­li­chen Sprach­ver­ar­bei­tung bzw. im Natural Language Pro­ces­sing (NLP) werden be­ein­dru­cken­de Er­geb­nis­se erzielt. Dieser Aspekt der künst­li­chen In­tel­li­genz legt den Fokus auf die In­ter­ak­ti­on zwischen Mensch und Maschine. Durch um­fang­rei­che Trai­nings­pro­zes­se lernt die Maschine, mensch­li­che oder na­tür­li­che Sprache zu verstehen, zu in­ter­pre­tie­ren und letzt­end­lich sogar selbst zu ge­ne­rie­ren. Selbst für An­fän­ge­rin­nen und Anfänger ist diese KI-Technik häufig bereits Alltag. Sie findet unter anderem Ver­wen­dung in Sprach­as­sis­ten­ten, KI-Chatbots oder in der Chat­ana­ly­se.

Large Language Models (LLM)

Große Sprach­mo­del­le bzw. Large Language Models (LLM) basieren ebenfalls auf Machine Learning. Die Modelle ver­ar­bei­ten große Da­ten­men­gen, erkennen die Muster in einer Sammlung und lernen dann, Texte zu verstehen und zu­sam­men­zu­fas­sen. Dank Deep Learning werden diese Modelle mit großen Da­ten­men­gen sowie teils mensch­li­chem Feedback trainiert und können im Anschluss eigene Texte erstellen, Code ge­ne­rie­ren oder vor­han­de­ne Sätze op­ti­mie­ren. Große Sprach­mo­del­le zählen zu den Foun­da­ti­on Models (FM).

Foun­da­ti­on Models (FM)

Foun­da­ti­on Models (FM) sind besonders leis­tungs­fä­hi­ge KI-Modelle, die auf sehr großen Da­ten­men­gen trainiert werden und sich danach für viele un­ter­schied­li­che Aufgaben anpassen lassen. Du kannst sie dir als uni­ver­sel­le Basis vor­stel­len, auf der viele moderne KI-An­wen­dun­gen aufbauen. Manche Foun­da­ti­on Models sind unimodal und ver­ar­bei­ten nur Text. Andere sind mul­ti­mo­dal, wodurch sie bei­spiels­wei­se Text und Bilder oder Audio kom­bi­nie­ren können. In der Praxis stecken Foun­da­ti­on Models oft hinter Tools für Text­ge­ne­rie­rung, Zu­sam­men­fas­sun­gen, Bild­ana­ly­se, Über­set­zun­gen oder As­sis­tenz­funk­tio­nen im Kun­den­ser­vice und in der Pro­dukt­ent­wick­lung.

Vek­tor­da­ten­bank

Eine Vek­tor­da­ten­bank hilft KI-Systemen dabei, Inhalte nach Bedeutung statt nur nach exakten Wörtern zu durch­su­chen. Dafür werden Texte, Bilder oder andere Daten in eine Art nu­me­ri­sche Be­schrei­bung um­ge­wan­delt, die ausdrückt, worum es in­halt­lich geht. Ähnliche Inhalte liegen in dieser Dar­stel­lung „näher bei­ein­an­der“. So kann eine KI zum Beispiel auch dann passende In­for­ma­tio­nen finden, wenn die Frage anders als der ge­spei­cher­te Text for­mu­liert ist. Das ist besonders hilfreich bei mehr­deu­ti­gen Begriffen: Fragt jemand nach einer „Bank“, kann das System mithilfe einer Vek­tor­da­ten­bank erkennen, ob eine Sitzbank im Park oder eine Bank zum Geld­ab­he­ben gemeint ist. Vek­tor­da­ten­ban­ken werden häufig in Chatbots, Such­funk­tio­nen oder Wis­sens­da­ten­ban­ken ein­ge­setzt, damit Antworten nicht nur schnell, sondern auch in­halt­lich passend aus­ge­wählt werden.

Hinweis

Retrieval-Augmented Ge­ne­ra­ti­on (RAG) ist eine Technik, bei der große Sprach­mo­del­le zu­sätz­lich zu ihren vor­trai­nier­ten Kennt­nis­sen gezielt In­for­ma­tio­nen aus externen Da­ten­quel­len abrufen, bevor sie eine Antwort ge­ne­rie­ren. Dazu werden Texte oder Dokumente als Vektoren in einer Vek­tor­da­ten­bank ge­spei­chert; bei einer Anfrage sucht das System se­man­tisch ähnliche Inhalte und nutzt diese zu­sätz­li­chen Daten als Kontext für die KI-Antwort.

Bil­der­ken­nung

Die KI-Bil­der­ken­nung oder Image Re­co­gni­ti­on wird genutzt, um Objekte, bestimmte Personen oder Ak­ti­vi­tä­ten innerhalb eines Bildes oder innerhalb mehrerer Bilder zu erkennen, zu ana­ly­sie­ren und zu ka­te­go­ri­sie­ren. Auch Texte können mit dem richtigen Training erkannt und wei­ter­ver­ar­bei­tet werden. Die Image Re­co­gni­ti­on findet in zahl­rei­chen Branchen Anwendung und kann durch ihre hohe Ge­nau­ig­keit Abläufe deutlich ef­fi­zi­en­ter gestalten.

Systeme

Ge­ne­ra­ti­ve KI

Unter einer ge­ne­ra­ti­ven KI oder Ge­ne­ra­ti­ve AI versteht man KI-Lösungen, die in der Lage sind, auf Basis eines be­stimm­ten Trai­nings­da­ten­sat­zes neue Inhalte zu ge­ne­rie­ren. Dafür ana­ly­sie­ren die ent­spre­chen­den Tools riesige Da­ten­men­gen und er­schaf­fen dann neue Daten, die den bekannten ähneln. Dabei kann es sich prin­zi­pi­ell um viele ver­schie­de­ne Inhalte handeln. Besonders bekannte Beispiele für Ge­ne­ra­ti­ve AI sind der Text-Generator ChatGPT oder die Bil­der­stel­lungs­soft­ware DALL-E.

Mul­ti­mo­da­le KI

Moderne KI-Systeme sind zunehmend mul­ti­mo­dal. Das bedeutet sie können mehrere Da­ten­ty­pen gleich­zei­tig ver­ar­bei­ten, etwa Text, Bilder, Audio und Video. So lassen sich zum Beispiel Bilder be­schrei­ben, Diagramme ana­ly­sie­ren oder ge­spro­che­ne An­wei­sun­gen mit visuellen In­for­ma­tio­nen kom­bi­nie­ren. Mul­ti­mo­da­le KI kommt unter anderem in Sprach­as­sis­ten­ten, Bild­ana­ly­se-Tools, Chatbots und Design-An­wen­dun­gen zum Einsatz.

KI-Agent

Ein KI-Agent ist ein System, das nicht nur auf einzelne Anfragen reagiert, sondern ei­gen­stän­dig Ziele verfolgt und Auf­ga­ben­ket­ten plant und ausführt. Er kann Teil­auf­ga­ben de­fi­nie­ren, externe Tools nutzen und Zwi­schen­er­geb­nis­se über­prü­fen. KI-Agenten gelten als nächster Ent­wick­lungs­schritt von reinen As­sis­ten­ten hin zu autonomen digitalen Mit­ar­bei­tern.

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Embodied AI

Auch in phy­si­schen Systemen kommt künst­li­che In­tel­li­genz zum Einsatz. Bei dieser Form von KI spricht man von Embodied AI. Durch Sensoren, Machine Learning, eine ab­ge­stimm­te Motorik und Feedback-Schleifen können zum Beispiel Drohnen oder Roboter mit ihrer Umwelt in­ter­agie­ren und not­wen­di­ge Ar­beits­schrit­te au­to­ma­tisch einleiten und durch­füh­ren

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