Kann Ihr Browser keine Ver­bin­dung zum Internet aufbauen, meldet die Windows-Pro­blem­be­hand­lung mitunter: „DNS-Server antwortet nicht“. Ein solcher Fehler kann zahl­rei­che Ursachen haben, lässt sich in der Regel jedoch in wenigen Schritten beheben.

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DNS – Na­mens­auf­lö­sung im Internet

Das Domain-Name-System (DNS) ist ein Ver­zeich­nis­dienst, der für die Um­wand­lung von al­pha­nu­me­ri­schen Domain-Namen in nu­me­ri­sche IP-Adressen zuständig ist. Die Na­mens­auf­lö­sung erfolgt dezentral auf weltweit ver­teil­ten DNS Servern. Jede In­ter­net­adres­se, die Sie in die Suchzeile Ihres Web­brow­sers eingeben, wird von Ihrem Router an einen DNS Server wei­ter­ge­lei­tet. Dieser löst den Domain-Namen in eine Zah­len­fol­ge auf und schickt die ent­spre­chen­de IP-Adresse zurück. Bleibt die Antwort des DNS Servers aus, weil er nicht verfügbar ist, ist ein Web­sei­ten­ab­ruf nicht möglich. Es erscheint die Feh­ler­mel­dung „DNS Server antwortet nicht“.

DNS-Server nicht verfügbar: Die besten Lö­sungs­an­sät­ze im Überblick

Die Ursache für die lästige Feh­ler­mel­dung kann ein Netz­werk­aus­fall sein. Der DNS-Server ist in diesem Fall temporär nicht er­reich­bar. Meist lässt sich das Problem jedoch bereits durch einen Brow­ser­wech­sel oder durch Än­de­run­gen an den Firewall-Ein­stel­lun­gen beheben. Auch ein Neustart des Routers oder ein Wechsel des DNS-Servers können zum Erfolg führen.

Web­brow­ser wechseln

Um aus­zu­schlie­ßen, dass das Ver­bin­dungs­pro­blem durch ihren Web­brow­ser ver­ur­sacht wird, testen Sie den Aufruf der ge­wünsch­ten Webseite mit al­ter­na­ti­ven An­wen­dun­gen. Gängige Web­brow­ser sind Mozilla Firefox, Google Chrome, Microsoft Edge und Apple Safari. Lässt sich der Fehler durch einen Brow­ser­wech­sel beheben, über­prü­fen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on Ihrer be­vor­zug­ten Anwendung und stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version benutzen. Unter Umständen ist es hilfreich, das Programm zu de­instal­lie­ren und neu auf­zu­spie­len.

Firewall de­ak­ti­vie­ren (vor­über­ge­hend)

Führt ein tem­po­rä­rer Brow­ser­wech­sel nicht zum ge­wünsch­ten Ergebnis, sollten Sie die Windows-Firewall als mögliche Feh­ler­quel­le aus­schlie­ßen. Begeben Sie sich dazu in die Sys­tem­steue­rung und de­ak­ti­vie­ren Sie die Firewall vor­über­ge­hend. Lassen sich Webseiten nun wie gewünscht aufrufen, ohne dass eine Feh­ler­mel­dung erscheint, haben Sie das Problem auf die Firewall ein­ge­grenzt. Über­prü­fen Sie im nächsten Schritt deren Kon­fi­gu­ra­ti­on. Tritt der Fehler auch bei de­ak­ti­vier­ter Firewall auf, kann der DNS Server als Feh­ler­quel­le ins Auge gefasst werden.

Router neu starten

Probleme beim Ver­bin­dungs­auf­bau lassen sich oft durch einen einfachen Neustart des Routers beheben. Die meisten Geräte bieten dazu eine Power-Taste. An­dern­falls lässt sich ein harter Neustart her­bei­füh­ren, indem Sie den Netz­ste­cker ziehen. Warten Sie rund 30 Sekunden, bis sich alle elek­tro­ni­schen Bauteile entladen haben, und schalten Sie das Gerät wieder ein. Erhalten Sie auch nach dem Neustart die Feh­ler­mel­dung „DNS Server antwortet nicht“ und haben auch die ersten beiden Lö­sungs­an­sät­ze nicht geholfen, sollten Sie einen anderen DNS Server auswählen.

Anderen DNS-Server wählen

Haben Sie gängige Feh­ler­quel­len wie den Absturz der Router-Software oder Konflikte mit der Windows-Firewall aus­ge­schlos­sen, lässt sich das Problem eventuell durch einen Wechsel des DNS-Servers lösen. In der Regel wird der DNS-Server au­to­ma­tisch vom In­ter­net­pro­vi­der vor­ge­ge­ben. Mit wenigen Klicks können Sie den Server aber durch einen be­lie­bi­gen anderen Server ersetzen.

Al­ter­na­ti­ven sind öf­fent­li­che DNS-Server, die man in spe­zi­el­len DNS-Server Listen findet. Schnelle, kos­ten­lo­se und sehr zu­ver­läs­si­ge öf­fent­li­che DNS-Server betreibt Google. Wie man diese DNS-Server über die Router-Ein­stel­lun­gen oder unter Windows 10 und Windows 11 ein­rich­tet, wird in den nach­fol­gen­den Schritt-für-Schritt-An­lei­tun­gen erklärt.

DNS-Server über den Router ändern

Möchten Sie den DNS-Server über die Ein­stel­lun­gen Ihres Routers ändern, öffnen Sie zunächst Ihren Browser und ver­schaf­fen sich wie folgt Zugang zu Ihrem Router:

  1. Öffnen Sie die Kom­man­do­zei­le in Windows, indem Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on Windows-Taste + [R] verwenden und die Eingabe „cmd“ ausführen.
  2. Geben Sie „ipconfig“ in das geöffnete Fenster ein und kopieren Sie die IP-Adresse hinter „Stan­dard­gate­way“ in die Zwi­schen­ab­la­ge.
  3. Fügen Sie die zwi­schen­ge­spei­cher­te IP in die Adress­zei­le Ihres Browsers ein und be­stä­ti­gen Sie die Eingabe.
  4. Melden Sie sich im Web-Interface Ihres Routers an.
  5. Suchen Sie nach den „Zu­gangs­da­ten“. Diese sind ty­pi­scher­wei­se im Menü „Internet“ zu finden.
  6. Wählen Sie aus, dass Sie einen in­di­vi­du­el­len DNSv4-Server verwenden wollen und tippen Sie die Adressen (primär und sekundär) Ihrer prä­fe­rier­ten Wahl ein. Im Falle der Google-Server handelt es sich bei­spiels­wei­se um 8.8.8.8 und 8.8.4.4.
Hinweis

Wird statt dem Internet Protokoll Version 4 (IPv4) das In­ter­net­pro­to­koll Version 6 (IPv6) verwendet, dann müssen auch die IPv6-Adressen des DNS-Servers aus­ge­tauscht werden. Die öf­fent­li­chen DNSv6-Adressen der Google-Server lauten:

- 2001:4860:4860::8888

- 2001:4860:4860::8844

DNS Server unter Windows ändern

Schritt 1: Netz­werk­ver­bin­dun­gen anzeigen

Nutzen Sie die Such­funk­ti­on, um nach „Netz­werk­ver­bin­dun­gen“ zu suchen. Klicken Sie das Resultat „Netz­werk­ver­bin­dun­gen anzeigen“ mit der linken Maustaste an, um das gleich­na­mi­ge Menü zu öffnen.

Schritt 2: Ver­wen­de­ten Netz­werk­ad­ap­ter auswählen

Im zweiten Schritt müssen Sie nun den ver­wen­de­ten In­ter­net­ad­ap­ter auswählen. Bei einer draht­lo­sen Ver­bin­dung wählen Sie den WLAN-Adapter aus (Draht­los­netz­werk­ver­bin­dung). Wenn Sie Ihre In­ter­net­ver­bin­dung über Kabel her­stel­len, ist der LAN-Adapter die richtige Wahl (LAN-Ver­bin­dung/Ethernet). Sobald Sie den richtigen Netz­werk­ad­ap­ter iden­ti­fi­ziert haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und wählen den Menüpunkt „Ei­gen­schaf­ten“ aus.

Schritt 3: In­ter­net­pro­to­koll auswählen

Nun geht es noch daran, das ver­wen­de­te In­ter­net­pro­to­koll zu wählen. Zur Auswahl stehen das In­ter­net­pro­to­koll Version 4 und das In­ter­net­pro­to­koll Version 6. Starten Sie mit den DNS-Server-Ein­stel­lun­gen für Version 4, indem Sie dieses auswählen und an­schlie­ßend auf den Button „Ei­gen­schaf­ten“ klicken.

Schritt 4: DNS-Ser­ver­adres­se ändern

Klicken Sie auf „Folgende DNS-Ser­ver­adres­sen verwenden“ und geben dort die Adresse des al­ter­na­ti­ven DNS-Servers ein. Wollen Sie bei­spiels­wei­se den DNS-Server von Google nutzen, dann geben Sie bei „Be­vor­zug­ter DNS-Server“ die Adresse 8.8.8.8 an und bei „Al­ter­na­ti­ver DNS-Server“ die Adresse 8.8.4.4 ein.

Mit einem Klick auf den Button „OK“ be­stä­ti­gen Sie den Wechsel des DNS-Servers.

Hinweis

Wird statt dem Internet Protokoll Version 4 (IPv4) das In­ter­net­pro­to­koll Version 6 (IPv6) verwendet, wählen Sie im dritten Schritt Version 6 aus und setzen die ent­spre­chen­den IPv6-Adressen ein. Für die Google-Server wären dies bei­spiels­wei­se 2001:4860:4860::8888 und 2001:4860:4860::8844.

DNS Server mit Power­Shell ändern

Man kann den DNS-Server auch über die Windows Power­Shell ändern. Diese Methode richtet sich eher an erfahrene Nutzer. Mit einem einzelnen Befehl können Sie hier den Server ändern, wenn bei­spiels­wei­se der aktuell ein­ge­tra­ge­ne DNS-Server nicht verfügbar ist.

Man öffnet dazu die Power­Shell als Ad­mi­nis­tra­tor: Geben Sie im Suchfeld „Power­Shell“ ein und klicken Sie mit Rechts­klick auf den Eintrag „Windows Power­Shell“. Wählen Sie an­schlie­ßend den Menüpunkt „Als Ad­mi­nis­tra­tor ausführen“ aus.

Nun ermittelt man den Namen (Alias) des Adapters (z. B. der Netz­werk­kar­te) über den Sie an das Internet an­ge­bun­den sind. Dafür geben Sie folgenden Befehl in die Power­Shell ein:

Get-NetAdapter|select ifDesc, ifAlias, ifIndex, MediaType | fl

In unserem Fall lautet der Alias des ver­wen­de­ten Adapters also „Ethernet“. Mit dem folgenden Befehl ändern Sie nun die DNS-Ser­ver­adres­sen:

Set-DnsClientServerAddress -InterfaceAlias "Ethernet" -ServerAddresses "8.8.8.8","8.8.4.4"

Anstelle von „Ethernet” setzen Sie dabei den zuvor er­mit­tel­ten Schnitt­stel­len­na­men ein (sofern dieser abweicht).

Hinweis

Bei den Adressen 8.8.8.8 und 8.8.4.4 handelt es sich um die bereits zuvor genutzten DNS-Ser­ver­adres­sen der öf­fent­li­chen DNS-Server von Google. Sollen andere Public-DNS-Server benutzt werden, müssen Sie die IP-Adressen ent­spre­chend anpassen.

DNS Server über Ein­ga­be­auf­for­de­rung ändern

Auch die Änderung des DNS-Servers über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung richtet sich eher an Nutzer mit einem größeren Er­fah­rungs­schatz in der Ad­mi­nis­tra­ti­on von Windows.

Öffnen Sie zunächst die Ein­ga­be­auf­for­de­rung als Ad­mi­nis­tra­tor, indem Sie „cmd“ in die Such­funk­ti­on eingeben, das passende Such­re­sul­tat per Rechts­klick auswählen und auf „Als Ad­mi­nis­tra­tor ausführen“ klicken.

An­schlie­ßend ermitteln Sie auch hier den Interface-Namen (Schnitt­stel­lena­men). Dies geschieht mit dem Befehl:

netsh interface ip add dns name="Ethernet" addr=8.8.8.8 index=1
netsh interface ip add dns name="Ethernet" addr=8.8.4.4 index=2
Hinweis

Der Name in den An­füh­rungs­zei­chen muss mit dem zuvor er­mit­tel­ten Schnitt­stel­len­na­men über­ein­stim­men!

Neuen DNS Server testen

Ob der neue DNS-Server die Lösung des Problems ist, können Sie mit folgendem einfachen Test her­aus­fin­den. Geben Sie in Ihrem Browser eine beliebige URL zu einer Ihnen bekannten Website ein, z. B. https://www.google.de. Kann die Seite er­folg­reich auf­ge­ru­fen werden, dann funk­tio­niert der ein­ge­tra­ge­ne DNS Server ein­wand­frei.

Sollte die Seite nicht aufrufbar sein, dann können Sie al­ter­na­tiv folgende IP-Adresse in die Adress­leis­te Ihres Browsers eingeben: 172.217.23.99. Dies ist eine der IP-Adressen, hinter denen sich die Google-Website befindet. Sollte auch nach Eingabe dieser Adresse nicht die Google-Such­leis­te in Ihrem Browser er­schei­nen, dann liegt wahr­schein­lich kein DNS-Server-Problem vor, sondern eher ein all­ge­mei­nes In­ter­net­pro­blem.

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