Der Kun­den­le­bens­zy­klus be­zeich­net den zeit­li­chen Verlauf der Ge­schäfts­be­zie­hung zwischen Ihnen und Ihrer Kund­schaft – vom ersten bis zum letzten Kontakt. Im Rahmen von Customer Re­la­ti­onship Ma­nage­ment (CRM) machen Sie die einzelnen Kun­den­le­bens­zy­klus-Phasen greif­ba­rer, um Kun­den­zu­frie­den­heit und -bindung lang­fris­tig zu erhöhen.

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Was ist der Customer Life Cycle (Kun­den­le­bens­zy­klus)?

Beim Customer Life Cycle (CLC), zu Deutsch Kun­den­le­bens­zy­klus, handelt es sich um ein Konzept, das die Kun­den­be­zie­hung als einen lang­fris­ti­gen, kon­ti­nu­ier­li­chen Prozess begreift. Kunden und Kundinnen durch­lau­fen dabei ver­schie­de­ne Phasen, vom ersten Kontakt bis zu dem Moment, in dem das Ge­schäfts­ver­hält­nis endgültig beendet ist. Während des Kun­den­le­bens­zy­klus wird jeder Kontakt zwischen Kunde oder Kundin und Un­ter­neh­men als Auslöser für weitere In­ter­ak­ti­ons- und Kauf­pro­zes­se ein­ge­stuft.

Der Kun­den­le­bens­zy­klus spielt im so­ge­nann­ten CRM (Customer Re­la­ti­onship Ma­nage­ment) eine wichtige Rolle. Hier hilft ein de­tail­lier­ter Blick auf die einzelnen Phasen des Kreis­laufs dabei, die Kun­den­bin­dung und -zu­frie­den­heit lang­fris­tig zu op­ti­mie­ren. Zudem lassen sich die ge­won­ne­nen Er­kennt­nis­se für gezieltes Re­tar­ge­ting nutzen oder dafür einsetzen, neue Kund­schaft zu ak­qui­rie­ren.

Manchmal können Kunden und Kundinnen nach der Be­en­di­gung der Ge­schäfts­be­zie­hun­gen zu­rück­ge­won­nen werden, und der Customer Life Cycle beginnt wieder von vorne.

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Kun­den­le­bens­zy­klus: Welche Phasen gibt es?

Der Customer Life Cycle besteht aus ver­schie­de­nen Phasen. Hier gibt es al­ler­dings keine ein­heit­li­che De­fi­ni­ti­on, weshalb ver­schie­de­ne Modelle exis­tie­ren, die zwischen drei und sechs Phasen aufzeigen. Wir prä­sen­tie­ren einen Kreislauf mit sechs Phasen.

Hinweis

Un­ab­hän­gig von dem zu­grun­de­lie­gen­den Modell für die Phasen des Kun­den­le­bens­zy­klus gilt: Nicht jeder Nutzer bzw. jede Nutzerin muss zwangs­läu­fig jede Phase durch­lau­fen. Es handelt sich lediglich um Mus­ter­vor­la­gen, die spe­zi­fisch an das be­ob­ach­te­te Verhalten der einzelnen In­di­vi­du­en an­zu­pas­sen sind.

Phase 1: Be­wusst­sein / Awareness

Während der ersten Phase haben Sie es mit po­ten­zi­el­len Kunden und Kundinnen zu tun. Diese in­for­mie­ren sich über bestimmte Produkte, ver­glei­chen Anbieter, Angebote oder Modelle und über­den­ken bzw. ver­schie­ben die Ent­schei­dung über den Kauf im Zwei­fels­fall. Hier gilt es, den Kunden bzw. die Kundin durch klas­si­sche Marketing-Maßnahmen auf Ihr Angebot auf­merk­sam zu machen, zum Beispiel:

  • Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung
  • Wer­be­an­zei­gen
  • Affiliate-Programme
  • Ge­winn­spie­le

Phase 2: Vertrauen / Ac­qui­si­ti­on

Mit einem stil­ge­rech­ten Design, hoch­wer­ti­gen Pro­dukt­bil­dern und -be­schrei­bun­gen und vor allem im per­so­na­li­sier­ten Dialog gewinnen Sie schließ­lich das Vertrauen der Ver­brau­cher und Ver­brau­che­rin­nen. Auch die Prä­sen­ta­ti­on ver­trau­ens­wür­di­ger Be­wer­tun­gen von anderen Kunden und Kundinnen oder Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­len trägt dazu bei, die po­ten­zi­el­le Kund­schaft zu über­zeu­gen.

Sind zu­sätz­lich alle Fragen zum Da­ten­schutz, Bestell- und Lie­fer­vor­gang be­ant­wor­tet sowie die ge­wünsch­te Zah­lungs­art verfügbar, stehen die Chancen für eine Kauf­ab­wick­lung gut. Ana­ly­sie­ren Sie re­gel­mä­ßig die Ab­sprungra­te bzw. den -moment, um zu erfahren, in welchen Bereichen Sie Ihre Website ver­bes­sern können.

Tipp

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Phase 3: Kauf / Con­ver­si­on

Es folgt die wohl wich­tigs­te Phase des Kun­den­le­bens­zy­klus: Der Nutzer bzw. die Nutzerin kauft ein Produkt oder nimmt eine Dienst­leis­tung wahr und wird damit auch offiziell zum Kunden bzw. zur Kundin. Es ist wichtig, dass der gesamte Prozess dieser Con­ver­si­on so rei­bungs­los wie möglich läuft.

Nachdem Sie den neu ge­won­ne­nen Kunden bzw. die neu gewonnene Kundin bereits davon überzeugt haben, dass Sie ein ver­trau­ens­wür­di­ger Partner sind, gilt es außerdem, dieses Vertrauen zu recht­fer­ti­gen. Das heißt konkret, dass Sie bei­spiels­wei­se alle Ver­spre­chen zum Zustand und zur Lieferung der Ware erfüllen bzw. etwaige Kom­pli­ka­tio­nen an­ge­mes­sen kom­mu­ni­zie­ren. Bedanken Sie sich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Vertrauen und gewähren Sie Raum für Rück­mel­dun­gen und Be­schwer­den sowie an­fal­len­de Ser­vice­maß­nah­men.

Phase 4: Bindung / Retention

Während es sich bei den bis­he­ri­gen Maßnahmen um sehr typische und häufig an­ge­wand­te handelt, folgt nun der ei­gent­li­che Schwer­punkt des Customer Re­la­ti­onship Ma­nage­ments. In der Be­stands­kun­den­pha­se können Sie Ihre Kon­kur­ren­ten durch In­di­vi­dua­li­tät und Krea­ti­vi­tät aus­ste­chen und für einen besonders lang an­dau­ern­den Kun­den­le­bens­zy­klus sorgen. Beweisen Sie Ihre Wert­schät­zung bei­spiels­wei­se durch:

  • Bo­nus­sys­te­me / Prämien
  • Ge­winn­spie­le / Ver­lo­sun­gen
  • Gut­schei­ne / Geschenke
  • Son­der­an­ge­bo­te / Ra­batt­ak­tio­nen
  • spezielle Kon­di­tio­nen wie z. B. verkürzte Lie­fer­dau­er

Suchen Sie außerdem den Dialog zu Ihren loyalen Käufern und Käu­fe­rin­nen, indem Sie re­gel­mä­ßig die Zu­frie­den­heit über­prü­fen und geäußerte Ver­bes­se­rungs­wün­sche in Ihr On­lin­ege­schäft ein­flie­ßen lassen. Gehen Sie auch auf Äu­ße­run­gen Ihrer Kund­schaft in sozialen Netz­wer­ken wie Facebook oder Twitter ein. Wenn Sie Ihre Fol­lo­we­rin­nen und Follower igno­rie­ren und die Plattform einzig zu Ver­mark­tungs­zwe­cken nutzen, wirkt sich das schnell negativ auf Ihren Ruf aus. Bei vielen Un­ter­neh­men stellen Social-Media-Kanäle aufgrund Ihrer einfachen Er­reich­bar­keit zunehmend die erste Support-An­lauf­stel­le dar.

Tipp

Auch abseits der sozialen Netzwerke können Sie Ihre Neukunden und Neu­kun­din­nen darüber in­for­mie­ren, was Sie ihnen über den bis­he­ri­gen Kauf hinaus zu bieten haben: Nutzen Sie pro­fes­sio­nel­le E-Mail-Marketing-Software, um Neu­ig­kei­ten oder in­ter­es­san­te Produkte in per­so­na­li­sier­ten News­let­tern zu prä­sen­tie­ren.

Phase 5: Treue / Loyalty

Sind Ihre Kunden und Kundinnen zufrieden mit Ihrem Angebot und den of­fe­rier­ten Ser­vice­leis­tun­gen, erhöht dies zum einen die Chance auf weitere Käufe. Zum anderen wird die Be­stands­kund­schaft lang­fris­tig zum Bot­schaf­ter für Ihre Marke. Im besten Fall spiegelt sich die Treue nämlich nicht nur in re­gel­mä­ßi­gen Käufen, sondern auch darin wider, dass ein Kunde bzw. eine Kundin Ihre Produkte und Dienst­leis­tun­gen von sich aus wei­ter­emp­fiehlt. Dieses Emp­feh­lungs­mar­ke­ting hilft Ihnen unter anderem dabei, Ihre Glaub­wür­dig­keit zu stärken und po­ten­zi­el­le Neukunden und -kundinnen schneller zu über­zeu­gen.

Phase 6: Rück­ge­win­nung / Re-En­ga­ge­ment

Haben Kunden bzw. Kundinnen über einen längeren Zeitraum hinweg keinen Kauf mehr getätigt, gelten sie als verlorene bzw. ehemalige Käufer. Natürlich ist es Ihr Bestreben, verlorene Kund­schaft zu re­ak­ti­vie­ren. Versuchen Sie, sie durch eine in­di­vi­du­el­le Ansprache per Telefon oder E-Mail zum Wie­der­ein­stieg zu überreden. Knüpfen Sie diesen, insofern möglich, an besondere Kon­di­tio­nen wie ein lang­fris­ti­ges Ra­batt­mo­dell, kos­ten­frei­en Versand oder geringere Gebühren, um einen zu­sätz­li­chen Anreiz zu schaffen.

Die Rolle von Marketing Au­to­ma­ti­on im Customer Life Cycle

Es ist wichtig, den Kun­den­le­bens­zy­klus in die eigenen Marketing- und Ver­triebs­pro­zes­se ein­zu­be­zie­hen. Den Kundenweg möglichst eng und zu­frie­den­stel­lend zu begleiten, stellt Un­ter­neh­men jedoch gerade zu Beginn vor eine riesige Her­aus­for­de­rung – ins­be­son­de­re, wenn eine große Zahl von Kunden und Kundinnen zu betreuen ist.

Die Lösung liegt in diesem Fall darin, die ver­schie­de­nen Ar­beits­schrit­te und Prozesse mithilfe von Marketing-Au­to­ma­ti­on-Tools zu au­to­ma­ti­sie­ren. Derartige Programme helfen ei­ner­seits dabei, die In­for­ma­tio­nen zu sammeln und zu ana­ly­sie­ren. An­de­rer­seits zielt Marketing Au­to­ma­ti­on darauf ab, die Kun­den­an­spra­che und das Marketing im Rahmen des Customer Life Cycles auch bei wach­sen­dem Kun­den­stamm so in­di­vi­du­ell wie möglich zu gestalten. Für das Un­ter­neh­men bedeutet der Einsatz solcher Lösungen zwar zu Beginn einen erhöhten Aufwand – sobald die grund­le­gen­den Richt­li­ni­en definiert sind, sparen Sie dank dem hohen Grad an Au­to­ma­ti­sie­rung aber eine Menge Zeit und Geld.

Kun­den­le­bens­zy­klus und CRM: Die perfekte Symbiose

Die Be­ob­ach­tung und stetige Op­ti­mie­rung des Customer Lify Cycles ist eine ele­men­ta­re Säule des Customer Re­la­ti­onship Ma­nage­ments (CRM), also des Kun­den­be­zie­hungs­ma­nage­ments. Diese Disziplin setzt sich intensiv damit aus­ein­an­der, wie Un­ter­neh­men die In­ter­ak­ti­on mit Kunden und Kundinnen über die ver­schie­de­nen Kanäle ver­bes­sern und in­ten­si­vie­ren können.

Wenig über­ra­schend ist daher, dass CRM-Tools auch die passenden Features bieten, um den Kun­den­le­bens­zy­klus zu op­ti­mie­ren. Unter anderem hilft ein pro­fes­sio­nel­les CRM-Tool dabei, folgende Ziele zu erreichen:

  • eine optimale Anpassung des Customer Life Cycles an die Kun­den­er­war­tun­gen
  • weit­ge­hen­de Au­to­ma­ti­sie­rung der per­so­na­li­sier­ten Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on
  • best­mög­li­che Aus­schöp­fung der Be­rüh­rungs­punk­te in den einzelnen Kun­den­le­bens­zy­klus-Phasen
Hinweis

Sowohl CRM-Systeme als auch Marketing-Au­to­ma­ti­on-Software zählen zu den so­ge­nann­ten MarTech-Tools (steht für: Marketing Tech­no­lo­gy).

Der größte Vorteil der Kom­bi­na­ti­on von Kun­den­le­bens­zy­klus und CRM-Plattform besteht darin, dass Sie sämtliche In­for­ma­tio­nen und Er­kennt­nis­se zentral speichern und fest­hal­ten können. Das er­leich­tert nicht nur die Zu­sam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen Ab­tei­lun­gen wie Marketing, Vertrieb oder Verkauf, sondern hilft Ihnen grund­le­gend dabei, den Überblick über Ihre Kund­schaft zu behalten.

Tipp

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Fazit

Wenn Sie sich intensiv mit dem Customer Life Cycle Ihrer Kund­schaft aus­ein­an­der­set­zen, erhalten Sie einen optimalen Überblick darüber, wie Ihre Marke wahr­ge­nom­men wird. Durch die gezielte Be­ob­ach­tung der einzelnen Kunden und Kundinnen – ins­be­son­de­re in Kom­bi­na­ti­on mit CRM – können Sie Ihre Marketing-Maßnahmen auf die nächste Stufe heben. Zudem gewinnen Sie wertvolle Insights, um die In­ter­ak­ti­on mit Nutzern und Nut­ze­rin­nen lang­fris­tig zu ver­bes­sern und po­ten­zi­el­le In­ter­es­sen­ten und In­ter­es­sen­tin­nen noch schneller zu über­zeu­gen.

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