Die 7 größten Fehler beim Erstellen einer Website

Homepages werden häufig auch als digitale Visitenkarte bezeichnet. Wer auf eine Dienstleistung oder eine Marke aufmerksam geworden ist und sich etwas genauer über Geschichte, Philosophie, Kontaktmöglichkeiten oder Portfolio des jeweiligen Unternehmensinformieren möchte, der sucht häufig zunächst im World Wide Web – und erhält auf offiziellen Firmen-Websites meist alle wichtigen Informationen und Daten auf einen Blick. Wie unverzichtbar die eigene Website bereits im nationalen Wettbewerb ist, zeigen schon allein die nackten Zahlen:

Laut Statistischem Bundesamt verfügten im Jahr 2018 zwei Drittel aller in Deutschland beheimateten Unternehmen über eine eigene Webpräsenz. In der Kategorie der Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten lag der Anteil sogar bei über 90 Prozent.

Eine eigene Website hat sich also längst bei den meisten Unternehmen als grundlegendes Mittel zur Außendarstellung etabliert – allerdings ist in vielen Fällen dieUmsetzung noch stark verbesserungswürdig: Zu häufig steht der Wunsch einer möglichst kostengünstigen Webpräsenz im Vordergrund, die außerdem so schnell wie möglich veröffentlicht werden soll. Das Ergebnis sind Homepages, die – aus unterschiedlichsten Gründen – nicht den gewünschten Effekt erzielen und im Worst Case sogar einen negativen Eindruck bei potenziellen Kunden hinterlassen. Damit Ihre eigene Webpräsenz die Besucher überzeugt, erläutern wir im Folgenden, was die häufigsten Fehler bei der Website-Erstellung sind.

Fehler 1: Überladenes oder unübersichtliches Design

Das Design zählt zweifelsohne zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren einer Website. Präsentieren Sie Ihre Informationen, ohne Wert auf deren grafische und strukturelle Gestaltung zu legen, haben Sie kaum Chancen, die Aufmerksamkeit der Besucher zu gewinnen, geschweige denn zu halten. Andererseits besteht die Gefahr, dass bei einer zu einseitigen Konzentration auf ein möglichst einzigartiges Design der Website andere Aspekte nicht ausreichend berücksichtigt werden: So bemühen sich viele Website-Betreiber um eine unverwechselbare Gestaltung und verlieren dabei Aspekte wie Übersichtlichkeit oder die Lesbarkeit der Texte aus den Augen.

Ein klassischer Fehler ist in diesem Zusammenhang beispielsweise die Verwendung zu vieler unterschiedlicher Schriftarten und -größen, schwer lesbarer Farbkombinationen oder zu greller Farben. Problematisch ist es außerdem, wenn das Design von den eigentlichen Inhalten bzw. Informationen ablenkt oder im starken Kontrast zum Unternehmensimage steht. Insbesondere Letzteres kann schnell dazu führen, dass Besucher an Ihrer Professionalität und Glaubwürdigkeit zweifeln.

Ausführliche Tipps, wie Sie das Design Ihrer Website nutzerfreundlich gestalten, erhalten Sie in unserem Ratgeberartikel über Design und Farbwirkung im Webdesign.

Fehler 2: Komplizierte Navigation und Benutzerführung

Die Usability (dt. Benutzbarkeit) ist ein Aspekt, der bei der Konzipierung von Websites häufig zu kurz kommt. Dabei ist die User-Experience, also das Nutzererlebnis, nicht nur ein wichtiger Faktor für die Zufriedenheit der Nutzer: Sie entscheidet auch darüber, ob Besucher auch alle Inhalte bzw. Angebote der Webpräsenz wie geplant erreichen und wahrnehmen können. Umso erstaunlicher ist es, dass viele Websites durch komplizierte Navigationsmenüs und überflüssige technische Spielereien auffallen, die die Erkundung der Seiten unnötig verkomplizieren.

Zum Schutz Ihrer Privatsphäre wird das Video erst nach dem Klick geladen

Der Hauptfehler liegt in diesem Fall fast immer darin, dass eine klare Priorisierung fehlt. Folglich werden zu viele Inhalte als wichtig angesehen und alles soll irgendwie prominent platziert werden. Die Folge: eine Vielzahl von Menüs, Untermenüs und Unter-Untermenüs, die Besuchern eher verwirren als durch die Website führen.

Ähnlich verhält es sich bei der Verwendung interaktiver Elemente: Binden Sie diese an unpassender Stelle oder in zu hoher Zahl in Ihr Webprojekt ein, sorgt dies erfahrungsgemäß für Unmut auf Nutzerseiten, der schnell zum Absprung führt.

Weiterführende Informationen und wertvolle Praxis-Tipps zum Thema Benutzerfreundlichkeit inklusive Beispielen finden Sie in unserem Artikel zum User-Experience-Design.

Fehler 3: Fehlende Aktualität

Einer der häufigsten Fehler, der zwar nicht bei der Erstellung einer Website gemacht wird, aber mit der Konzeption eines Webprojekts zusammenhängt, ist die fehlende Aktualisierung der Website. Insbesondere, wenn eine Unternehmensseite Infos zu Veranstaltungen oder Informationsangebote wie einen Blog oder News auf der Startseite präsentiert, macht es etwa einen schlechten Eindruck, wenn der letzte Eintrag bereits mehrere Jahre zurückliegt. Auch Veränderungen in der Firmenstruktur oder im Firmendesign sollten sich in der Website wiederspiegeln. Gleiches gilt selbstverständlich auch für neue Produkt- bzw. Markennamen, Öffnungszeiten, Preise, Kontaktmöglichkeiten etc.

Hinweis

Veraltete Website-Inhalte hinterlassen nicht nur bei den Besuchern einen schlechten Eindruck, sondern wirken sich auch negativ auf das Suchmaschinenranking aus!

Enthält die Website unterhaltenden Content, ist ebenfalls auf Aktualität zu achten. Besonderes Augenmerk sollte dabei internen und externen Verlinkungen sowie eingebetteten Multimedia-Inhalten von Drittseiten gelten: Wer beispielsweise eingebundene YouTube-Videos, GIFs oder Social-Media-Postings nicht regelmäßig kontrolliert, der weiß nicht, ob diese tatsächlich noch existieren und den Besuchern korrekt angezeigt werden.

Fehler 4: Missachtung rechtlicher Grundlagen

Die rechtlichen Rahmenbedingungen einer Website sind weitaus komplexer, als es vielen Verantwortlichen bewusst ist. Doch wie so oft schützt Unwissenheit auch in diesem Fall nicht vor Strafe: So sind ein falscher Umgang mit Cookies,Tracking-Tools und Social-Media-Plug-ins, ein fehlendes bzw. unvollständiges Impressum und Verstöße gegen den Datenschutz spätestens seit Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) alles andere als Kavaliersdelikte. Auch die Verwendung von Texten, Bildern, Musik und Videos, für die Sie keine Lizenz oder Einwilligung des Rechteinhabers haben, kann Sie teuer zu stehen kommen.

Fehler 5: Verzicht auf Responsive Webdesign bzw. eine mobile Version

Der Anteil des mobilen Traffics am gesamten Datenverkehr steigt kontinuierlich von Jahr zu Jahr. Umso erstaunlicher ist es, dass es immer noch Unternehmen gibt, die ihre Onlinepräsenz nicht für Smartphones und Tablets zu optimieren. Sie verzichtenauf Responsive Webdesign oder eine mobile Variante der Desktop-Website– und das, obwohl die meisten Content-Management-Systeme und Homepage-Baukästen erstklassige Funktionen und Vorlagen bieten, um solch eine mobilfähige Website zu erstellen. Infolgedessen sind solche Seiten auf Mobilgeräten nur schwer darzustellen und kaum zu bedienen, weshalb Nutzer sie mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort wieder schließen.

Da außerdem der Suchmaschinen-Marktführer Google solche Websites bevorzugt, die für Mobilgeräte optimiert sind, wirkt sich dieses Versäumnis auch negativ auf das Ranking in den Suchergebnissen aus.

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Fehler 6: Fehlende Optimierung der Ladezeit

Ein häufiger Fehler bei der Erstellung von Websites ist außerdem, dass die Ladezeiten der einzelnen Seiten nicht optimiert werden. Das führt oft zu sehr geringen Ladegeschwindigkeiten, die sowohl bei Besuchern (hohe Absprungrate) als auch bei den Suchmaschinenbots (schlechtes Suchmaschinenranking) negative Reaktionen hervorrufen. Das große Problem besteht in diesem Fall darin, dass es zahlreiche unterschiedliche Ursachen für eine schlechte Website-Performance gibt. Diese alle nachträglich aufzuspüren und zu beheben, kann selbst für erprobte Betreiber eine große Herausforderung darstellen. Eine lange Ladezeit kann nämlich sowohl auf mangelnde Server-Ressourcen, zu umfangreichen Quellcode (HTML, CSS, JavaScript), nicht komprimierte Bilder, eingebundenen Drittanbieter-Content oder fehlende, aber dringend benötigte Caching-Mechanismen zurückzuführen sein.

Wie Sie Ihren eigenen Website-Speed testen und Ihr Projekt in Sachen Leistungsfähigkeit optimieren können, verraten wir Ihnen in unseren Tipps und Tricks für mehr Speed.

Fehler 7: Unverschlüsselte Datenübertragung ohne SSL/TLS

Sicherheit ist für den Großteil der Web-User ein wichtiges Thema – insbesondere, wenn es darum geht, Websites vertrauliche Informationen wie Passwörter, Adress- oder Bankdaten zu übermitteln. Einer der größten Fehler, den Sie beim Erstellen Ihrer Website begehen können, ist folglich der, den Schutz der Nutzerdaten zu vernachlässigen – beispielsweise,indem Sie auf ein SSL/TLS-Zertifikat verzichten. In diesem Fall läuft die Dateiübertragung über das ungesicherte HTTP-Protokoll, wodurch Angreifer sämtliche Daten mitlesen und manipulieren können.

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Browser wie Chrome und Firefox unterstützen Nutzer durch Hinweise wie „Die Verbindung zu dieser Website ist nicht sicher“ dabei, Webprojekte ohne SSL/TLS-Zertifikat zu erkennen. Dadurch haben entsprechende Seiten inzwischen einen schweren Stand. Auch Suchmaschinen wie Google tolerieren einen derart fahrlässigen Umgang mit Nutzerdaten nicht und bestrafen entsprechende Seiten durch schlechte Rankings. Haben das Thema also bis dato unterschätzt, sollten Sie nicht zögern und Ihre Website auf HTTPS umstellen.

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