5 Tipps für die erste Google-AdWords-Kampagne
Mit Google Ads schalten Sie Online-Anzeigen, um potenzielle Kundinnen und Kunden zu erreichen, wenn diese aktiv nach Produkten oder Dienstleistungen suchen. Hier sind 6 Tipps, mit denen Sie Ihre Google-Ads-Kampagne strukturiert aufbauen und das Budget gezielt einsetzen.
Google Ads: Tipps für Anfänger und Anfängerinnen
Die Umsetzung einer Ads-Kampagne ist kein Hexenwerk – gute Vorbereitung, Basis-Know-how und Zeit müssen Sie trotzdem mitbringen. Ein grundlegendes Basiswissen über Google Ads ist deswegen für einen gelungenen Start sehr hilfreich und empfehlenswert.
Hat man einen Account erstellt, die richtigen Keywords gefunden und einen Anzeigentext geschrieben, ist die erste Google-Kampagne schnell eingebucht. Doch was, wenn die Erfolge ausbleiben? Ist ein positiver Effekt für Unternehmen und Marke nicht in Sicht, sollten Sie einen Gang zurückschalten und prüfen, woran es liegen könnte. Es gibt einige ganz einfache Grundregeln, die alle Marketer oder Marketerinnen beachten sollten, die mit Google Ads arbeiten wollen.
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Tipp 1: Die richtige Account-Option wählen
Erstellt man ein neues Ads-Konto und will mit der ersten Google-Kampagne loslegen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder der Start über den Reiter „Erste Kampagne“ (Smart Mode) oder ein Klick auf „Ich bin erfahrener Ads-Nutzer“, der in den Expert Mode führt. Die meisten, die mit der ersten Google-Ads-Kampagne Neuland betreten, gehen daher auf Nummer sicher und erstellen diese in der Standard-Variante.
Was vielen nicht bewusst ist: Im „Smart Mode“ stehen eine ganze Reihe von Funktionen nicht zur Verfügung, die sich aber auch schon bei der ersten Kampagne als äußerst praktisch erweisen können. Viele Expertinnen und Experten raten deshalb, gleich den Expert Mode zu wählen. Die Devise lautet: Besser eine längere Einarbeitungszeit in Kauf nehmen und sich Zeit nehmen, um mit den vielen Funktionen vertraut zu werden, statt den einfacheren, aber weniger professionellen Weg zu gehen. Belohnt wird man in der Regel mit besseren Kampagnen und besseren Ergebnissen.
Tipp 2: Display-Netzwerk separieren
Bei Ads-Kampagnen kann man die Anzeigen sowohl in den Google-Suchergebnisseiten (SERPs) als auch im Display-Netzwerk schalten. Wenn Nutzerinnen und Nutzer es nicht anders eingestellt haben, werden alle Kampagnen über beide Kanäle ausgespielt. Das ergibt jedoch meist wenig Sinn, denn man hat es jeweils mit ganz anderen Grundvoraussetzungen zu tun. Bei beiden gehen Sie unterschiedlich hinsichtlich Planung, Gestaltung und Optimierung vor, und zwar vor allem deshalb, weil man den Nutzer oder die Nutzerin an je unterschiedlichen Punkten abholt:
- In die Google-Suchmaschine geben Nutzer oder Nutzerinnen konkrete Suchbegriffe ein – auf diese Anfragen kann man als Marketer bzw. Marketerin reagieren, indem man Anzeigentext und Landingpage auf das entsprechende Keyword optimiert und so ein perfekt auf die Nutzeranfrage zugeschnittenes Suchergebnis schafft.
- Beim Display-Marketing hingegen platziert Google Anzeigen auf themenrelevanten Websites aus dem Werbenetzwerk, z. B. Blogs oder News-Portale. Nutzerinnen und Nutzer besuchen diese Seiten, lesen den Content und sind nicht konkret auf der Suche nach einem Produkt. Die Herausforderung ist nun, die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser zu gewinnen, ohne dabei plakativ oder störend zu wirken.
Display-Netzwerk und Google-Suche bieten also gänzlich verschiedene Ausgangssituationen und stellen Marketer vor jeweils unterschiedliche Herausforderungen. Optimierungsansätze müssen für den entsprechenden Kanal gefunden werden – beide Kanäle in einer Google-Kampagne laufen zu lassen, wäre kontraproduktiv.
Tipp 3: Match-Types bestimmen
Mithilfe der Match-Types legen Sie fest, bei welchen Suchanfragen die Auslieferung der Anzeigen ausgelöst wird. Viele nutzen als Keyword-Option den sogenannten Broad Match. Beim Broad Match spielt Google die Anzeige für alle Suchanfragen aus, die im weitesten Sinne zum Keyword passen. Viele erhoffen sich, damit möglichst viele potenzielle Kunden und Kundinnen über themenrelevante Keywords erreichen zu können. Das Problem: Googles Interpretation von „weitestgehend passend“ ist nicht immer so zutreffend, wie es zu wünschen wäre. Die Konsequenz ist, dass die Anzeige auch für weniger relevante Keywords ausgespielt wird.
Ein mögliches Beispiel zur Veranschaulichung ist ein Onlineshop für Vasen:
- Ein Broad Match zum Keyword „Vase“ ist „Blumen“.
- Der Zusammenhang zwischen den Begriffen ist naheliegend, jedoch im Anzeigenkontext eher kontraproduktiv.
- Begründung: Wer nach Blumen sucht, will vermutlich keine Anzeigen für einen Vasenshop sehen.
- Die Folge: Die Click-Through-Rate (CTR) sinkt – den Auslöser erkennt man erst beim Blick auf die tatsächlichen Suchanfragen. Und hier geht bares Geld verloren!
Dennoch kann Broad Match in Kombination mit automatischen Gebotsstrategien sinnvoll sein. Liegen genügend Conversion-Daten vor, ist Broad Match auch in Kombination mit KPIs wie Ziel-CPA (Costs per Action) oder Ziel-ROAS (Return on Advertising Spend) effizient. Wichtig ist es, unterschiedliche Match-Types zu nutzen, um Reichweite und Relevanz sinnvoll auszubalancieren. Neben dem Broad Match gibt es die Optionen:
- Phrase Match: Suchanfrage enthält die zentrale Wortgruppe oder kommt ihr in der Bedeutung sehr nahe
- Exact Match: Suchanfrage entspricht dem Keyword oder ist der Suchintention sehr ähnlich
Wichtig ist zudem, mit auszuschließenden Keywords zu arbeiten. Will man nicht, dass im oben genannten Beispiel Anzeigen für den Vasenshop zum Keyword „Blumen“ ausgespielt werden, schließt man den Begriff „Blume“ ganz einfach aus.
Die Optimierung der Suchbegriffe gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei Ads-Kampagnen. Es empfiehlt sich, regelmäßig einen Blick in die tatsächlichen Suchanfragen zu werfen, über die Anzeigen ausgespielt wurden. So identifiziert man irrelevante und unrentable Keywords. Indem man unpassende Keywords ausschließt, kann man die Zielgruppe weiter eingrenzen, Streuverluste vermeiden und das Budget am Ende besser ausschöpfen.
Tipp 4: KI-Funktionen von Google Ads gezielt nutzen
Google Ads setzt stark auf künstliche Intelligenz und Automatisierung. Viele Entscheidungen, die früher manuell getroffen wurden, übernimmt inzwischen der Algorithmus, zum Beispiel bei Geboten, Ausspielung oder der Auswahl relevanter Suchanfragen. Für Einsteigerinnen und Einsteiger kann das eine große Hilfe sein, solange die Grundlagen stimmen.
Grundlage für die KI-Features von Google Ads sind unter anderem:
- historische Kampagnendaten
- Nutzersignale
- Gerätetypen
- Tageszeiten
Voraussetzung dafür ist jedoch eine ausreichende Datenbasis durch korrekt eingerichtetes Conversion-Tracking.
Die KI ersetzt keine klare Strategie. Ziele, Kampagnenstruktur und relevante Conversions müssen weiterhin sauber definiert werden. Wer sich blind auf Empfehlungen verlässt, ohne die Grundlagen zu verstehen, riskiert ineffiziente Ausgaben.
Tipp 5: Kampagnenstruktur kritisch hinterfragen
Bei Google Ads besteht die Möglichkeit, verschiedene Kampagnen mit unterschiedlichen Anzeigengruppen zu erstellen. Viele Ads-Einsteiger und -Einsteigerinnen verzichten auf diese Möglichkeit und stecken die gewünschten Suchbegriffe in eine einzige Anzeigengruppe.
Auf den ersten Blick ähneln sich Keywords wie „Marke Notebook Preisvergleich“ oder „Marke Notebook Test“ sehr stark. Es handelt sich um die gleichen Produkte, doch die Suchintentionen der Nutzer und Nutzerinnen sind verschieden. Man befindet sich jeweils in unterschiedlichen Phasen des Kaufentscheidungsprozesses. Man sollte sich deshalb Zeit nehmen, eine differenzierte Anzeigengruppenstruktur zu schaffen. Erstellt man zu einer homogenen Keyword-Gruppe die passende Anzeige, erhalten Nutzer und Nutzerinnen den treffenden Anzeigentext, den passenden Link und den entsprechenden Verweis auf die Unterseite, die dem Suchbegriff logisch naheliegt.
Tipp 6: Ziele definieren und Tracking richtig nutzen
Ziele für eine Google-Kampagne klar festlegen
Die Herausforderung beim Einstieg in Ads ist, die Anzeigen auf die jeweiligen Marketing-Ziele zu optimieren. Das Budget ist begrenzt und gerade profitable Keywords sind stark umworben. Jede Google-Kampagne sollte deshalb unbedingt ein konkretes Ziel haben. Ohne ein solches loszulegen, ist ein fataler Fehler, denn schnell hat man so ungewollt viel Geld für wenig Ertrag ausgegeben. Streuverluste sollte man im Paid Advertising nicht einfach hinnehmen.
Tracking als Grundlage für Optimierung nutzen
Für die ideale Planung und Optimierung greift man auf das integrierte Tracking zurück. Wichtig für den Einstieg in Google Ads ist dabei: Tracking funktioniert heute anders als noch vor einigen Jahren. Statt Universal Analytics kommt inzwischen Google Analytics 4 (GA4) zum Einsatz. GA4 arbeitet ereignisbasiert und nutzt modellierte Daten, wenn Nutzende dem Tracking nicht zustimmen. Für eine erfolgreiche Google-Kampagne sollten relevante Ereignisse deshalb sauber als Conversions definiert und mit Google Ads verknüpft werden.
Conversion-Tracking korrekt einrichten
Die vielen Tracking-Möglichkeiten, die Google Ads bietet, werden oft nicht voll ausgeschöpft. Man sollte z. B. von Beginn an das Conversion-Tracking aktivieren. Die Einrichtung von Web-Conversions ist relativ simpel und lässt sich für verschiedene Ziele nutzen: Verkäufe, Kontaktanfragen, Newsletter-Anmeldungen oder Downloads. Im Zusammenspiel mit Google Analytics und entsprechenden Alternativen ist eine noch genauere Analyse und Optimierung möglich.
Datenschutz und Consent Mode v2 berücksichtigen
Aufgrund der DSGVO dürfen Nutzer und Nutzerinnen nicht einfach getrackt werden. Um Google Ads dennoch datenschutzkonform einsetzen zu können, ist der Consent Mode v2 inzwischen ein zentraler Bestandteil jeder Google-Ads-Kampagne (seit März 2024 Pflicht für EU-Datenschutz-Compliance). Er sorgt dafür, dass bei fehlender Einwilligung keine personenbezogenen Daten gespeichert werden, Google aber aggregierte und modellierte Informationen zur Kampagnenoptimierung nutzen kann.
KPIs zur Erfolgsmessung heranziehen
Marketing-Kennzahlen wie Verweildauer, Bounce Rate oder Anzahl der besuchten Seiten sollten langfristig miteinbezogen werden. Hier befindet man sich aber schon in der fortgeschrittenen Optimierung.
Google Ads im Zeitalter von DSGVO und Cookieless Tracking
Wer heute eine Ads-Kampagne plant, muss sich bewusst sein, dass klassische Cookie-basierte Auswertungen stark eingeschränkt sind. Viele Browser blockieren Tracking-Technologien, zudem lehnen immer mehr Nutzende Cookies aktiv ab. Google Ads reagiert darauf mit den sogenannten Audience Signals, die für das Targeting und die Performance-Messung mittlerweile eine übergeordnete Rolle spielen.
Audience Signals liefern Googles Algorithmen Hinweise auf relevante Zielgruppen, etwa durch vorhandene Remarketing-Listen, demografische Daten oder Interessen. Sie ersetzen kein vollständiges Tracking, helfen aber dabei, Google-Kampagnen auch bei unvollständiger Datenlage effizient auszuspielen. Gerade für Google Ads für Anfänger und Anfängerinnen ist es wichtig zu verstehen, dass Kampagnenerfolge heute häufiger auf Modellierungen und Wahrscheinlichkeiten beruhen.
Das bedeutet konkret:
- Conversion-Zahlen können hochgerechnet sein
- Nicht jede Interaktion ist eindeutig messbar
- Automatisierte Gebotsstrategien spielen eine größere Rolle
- Saubere Kampagnenstruktur und klare Ziele sind wichtiger denn je
Fazit
Die erste Google-Ads-Kampagne kann Marketer und Marketerinnen vor ungeahnte Herausforderungen stellen. Ohne die richtige Vorbereitung, Einarbeitung und das Wissen um die vielen Möglichkeiten, die Google Werbetreibenden bietet, wird sie schnell zu einem Fass ohne Boden. Budgets sind gerade zu Beginn knapp – für Experimente besteht kaum Spielraum. Man sollte also besser strategisch planen und unter Berücksichtigung unserer Tipps für Google Ads einen erfolgreichen Einstieg finden.
Hinzu kommt heute der verantwortungsvolle Umgang mit Nutzerdaten. Wer eine Google-Kampagne langfristig erfolgreich führen möchte, sollte Tracking, Datenschutz und Automatisierung von Anfang an zusammendenken und technische Grundlagen wie GA4, Consent Mode v2 und Audience Signals korrekt umsetzen.


