Mit Google Ads schalten Sie Online-Anzeigen, um po­ten­zi­el­le Kundinnen und Kunden zu erreichen, wenn diese aktiv nach Produkten oder Dienst­leis­tun­gen suchen. Hier sind 6 Tipps, mit denen Sie Ihre Google-Ads-Kampagne struk­tu­riert aufbauen und das Budget gezielt einsetzen.

Google Ads: Tipps für Anfänger und An­fän­ge­rin­nen

Die Umsetzung einer Ads-Kampagne ist kein Hexenwerk – gute Vor­be­rei­tung, Basis-Know-how und Zeit müssen Sie trotzdem mit­brin­gen. Ein grund­le­gen­des Ba­sis­wis­sen über Google Ads ist deswegen für einen ge­lun­ge­nen Start sehr hilfreich und emp­feh­lens­wert.

Hat man einen Account erstellt, die richtigen Keywords gefunden und einen An­zei­gen­text ge­schrie­ben, ist die erste Google-Kampagne schnell ein­ge­bucht. Doch was, wenn die Erfolge aus­blei­ben? Ist ein positiver Effekt für Un­ter­neh­men und Marke nicht in Sicht, sollten Sie einen Gang zu­rück­schal­ten und prüfen, woran es liegen könnte. Es gibt einige ganz einfache Grund­re­geln, die alle Marketer oder Mar­keterin­nen beachten sollten, die mit Google Ads arbeiten wollen.

Google Ads Ma­nage­ment Service
Ohne Aufwand mit Google Ads werben
  • Kampagnen-Steuerung durch unsere Experten
  • Spart Zeit: Keine Ein­ar­bei­tung er­for­der­lich
  • Spart Kosten: Höchste Effizienz durch Expertise

Tipp 1: Die richtige Account-Option wählen

Erstellt man ein neues Ads-Konto und will mit der ersten Google-Kampagne loslegen, gibt es zwei Mög­lich­kei­ten: entweder der Start über den Reiter „Erste Kampagne“ (Smart Mode) oder ein Klick auf „Ich bin er­fah­re­ner Ads-Nutzer“, der in den Expert Mode führt. Die meisten, die mit der ersten Google-Ads-Kampagne Neuland betreten, gehen daher auf Nummer sicher und erstellen diese in der Standard-Variante.

Was vielen nicht bewusst ist: Im „Smart Mode“ stehen eine ganze Reihe von Funk­tio­nen nicht zur Verfügung, die sich aber auch schon bei der ersten Kampagne als äußerst praktisch erweisen können. Viele Ex­per­tin­nen und Experten raten deshalb, gleich den Expert Mode zu wählen. Die Devise lautet: Besser eine längere Ein­ar­bei­tungs­zeit in Kauf nehmen und sich Zeit nehmen, um mit den vielen Funk­tio­nen vertraut zu werden, statt den ein­fa­che­ren, aber weniger pro­fes­sio­nel­len Weg zu gehen. Belohnt wird man in der Regel mit besseren Kampagnen und besseren Er­geb­nis­sen.

Tipp 2: Display-Netzwerk se­pa­rie­ren

Bei Ads-Kampagnen kann man die Anzeigen sowohl in den Google-Such­ergeb­nis­sei­ten (SERPs) als auch im Display-Netzwerk schalten. Wenn Nut­ze­rin­nen und Nutzer es nicht anders ein­ge­stellt haben, werden alle Kampagnen über beide Kanäle aus­ge­spielt. Das ergibt jedoch meist wenig Sinn, denn man hat es jeweils mit ganz anderen Grund­vor­aus­set­zun­gen zu tun. Bei beiden gehen Sie un­ter­schied­lich hin­sicht­lich Planung, Ge­stal­tung und Op­ti­mie­rung vor, und zwar vor allem deshalb, weil man den Nutzer oder die Nutzerin an je un­ter­schied­li­chen Punkten abholt:

  • In die Google-Such­ma­schi­ne geben Nutzer oder Nut­ze­rin­nen konkrete Such­be­grif­fe ein – auf diese Anfragen kann man als Marketer bzw. Mar­keterin reagieren, indem man An­zei­gen­text und Landing­pa­ge auf das ent­spre­chen­de Keyword optimiert und so ein perfekt auf die Nut­zer­an­fra­ge zu­ge­schnit­te­nes Such­ergeb­nis schafft.
  • Beim Display-Marketing hingegen platziert Google Anzeigen auf the­men­re­le­van­ten Websites aus dem Wer­be­netz­werk, z. B. Blogs oder News-Portale. Nut­ze­rin­nen und Nutzer besuchen diese Seiten, lesen den Content und sind nicht konkret auf der Suche nach einem Produkt. Die Her­aus­for­de­rung ist nun, die Auf­merk­sam­keit der Le­se­rin­nen und Leser zu gewinnen, ohne dabei plakativ oder störend zu wirken.

Display-Netzwerk und Google-Suche bieten also gänzlich ver­schie­de­ne Aus­gangs­si­tua­tio­nen und stellen Marketer vor jeweils un­ter­schied­li­che Her­aus­for­de­run­gen. Op­ti­mie­rungs­an­sät­ze müssen für den ent­spre­chen­den Kanal gefunden werden – beide Kanäle in einer Google-Kampagne laufen zu lassen, wäre kon­tra­pro­duk­tiv.

Tipp 3: Match-Types bestimmen

Mithilfe der Match-Types legen Sie fest, bei welchen Such­an­fra­gen die Aus­lie­fe­rung der Anzeigen ausgelöst wird. Viele nutzen als Keyword-Option den so­ge­nann­ten Broad Match. Beim Broad Match spielt Google die Anzeige für alle Such­an­fra­gen aus, die im weitesten Sinne zum Keyword passen. Viele erhoffen sich, damit möglichst viele po­ten­zi­el­le Kunden und Kundinnen über the­men­re­le­van­te Keywords erreichen zu können. Das Problem: Googles In­ter­pre­ta­ti­on von „wei­test­ge­hend passend“ ist nicht immer so zu­tref­fend, wie es zu wünschen wäre. Die Kon­se­quenz ist, dass die Anzeige auch für weniger relevante Keywords aus­ge­spielt wird.

Ein mögliches Beispiel zur Ver­an­schau­li­chung ist ein On­line­shop für Vasen:

  • Ein Broad Match zum Keyword „Vase“ ist „Blumen“.
  • Der Zu­sam­men­hang zwischen den Begriffen ist na­he­lie­gend, jedoch im An­zei­gen­kon­text eher kon­tra­pro­duk­tiv.
  • Be­grün­dung: Wer nach Blumen sucht, will ver­mut­lich keine Anzeigen für einen Vasenshop sehen.
  • Die Folge: Die Click-Through-Rate (CTR) sinkt – den Auslöser erkennt man erst beim Blick auf die tat­säch­li­chen Such­an­fra­gen. Und hier geht bares Geld verloren!

Dennoch kann Broad Match in Kom­bi­na­ti­on mit au­to­ma­ti­schen Ge­bots­stra­te­gien sinnvoll sein. Liegen genügend Con­ver­si­on-Daten vor, ist Broad Match auch in Kom­bi­na­ti­on mit KPIs wie Ziel-CPA (Costs per Action) oder Ziel-ROAS (Return on Ad­ver­ti­sing Spend) effizient. Wichtig ist es, un­ter­schied­li­che Match-Types zu nutzen, um Reich­wei­te und Relevanz sinnvoll aus­zu­ba­lan­cie­ren. Neben dem Broad Match gibt es die Optionen:

  • Phrase Match: Such­an­fra­ge enthält die zentrale Wort­grup­pe oder kommt ihr in der Bedeutung sehr nahe
  • Exact Match: Such­an­fra­ge ent­spricht dem Keyword oder ist der Such­in­ten­ti­on sehr ähnlich

Wichtig ist zudem, mit aus­zu­schlie­ßen­den Keywords zu arbeiten. Will man nicht, dass im oben genannten Beispiel Anzeigen für den Vasenshop zum Keyword „Blumen“ aus­ge­spielt werden, schließt man den Begriff „Blume“ ganz einfach aus.

Hinweis

Die Op­ti­mie­rung der Such­be­grif­fe gehört zu den wich­tigs­ten Aufgaben bei Ads-Kampagnen. Es empfiehlt sich, re­gel­mä­ßig einen Blick in die tat­säch­li­chen Such­an­fra­gen zu werfen, über die Anzeigen aus­ge­spielt wurden. So iden­ti­fi­ziert man ir­rele­van­te und un­ren­ta­ble Keywords. Indem man un­pas­sen­de Keywords aus­schließt, kann man die Ziel­grup­pe weiter ein­gren­zen, Streu­ver­lus­te vermeiden und das Budget am Ende besser aus­schöp­fen.

Tipp 4: KI-Funk­tio­nen von Google Ads gezielt nutzen

Google Ads setzt stark auf künst­li­che In­tel­li­genz und Au­to­ma­ti­sie­rung. Viele Ent­schei­dun­gen, die früher manuell getroffen wurden, übernimmt in­zwi­schen der Al­go­rith­mus, zum Beispiel bei Geboten, Aus­spie­lung oder der Auswahl re­le­van­ter Such­an­fra­gen. Für Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger kann das eine große Hilfe sein, solange die Grund­la­gen stimmen.

Grundlage für die KI-Features von Google Ads sind unter anderem:

  • his­to­ri­sche Kam­pa­gnen­da­ten
  • Nut­zer­si­gna­le
  • Ge­rä­te­ty­pen
  • Ta­ges­zei­ten

Vor­aus­set­zung dafür ist jedoch eine aus­rei­chen­de Da­ten­ba­sis durch korrekt ein­ge­rich­te­tes Con­ver­si­on-Tracking.

Hinweis

Die KI ersetzt keine klare Strategie. Ziele, Kam­pa­gnen­struk­tur und relevante Con­ver­si­ons müssen weiterhin sauber definiert werden. Wer sich blind auf Emp­feh­lun­gen verlässt, ohne die Grund­la­gen zu verstehen, riskiert in­ef­fi­zi­en­te Ausgaben.

Tipp 5: Kam­pa­gnen­struk­tur kritisch hin­ter­fra­gen

Bei Google Ads besteht die Mög­lich­keit, ver­schie­de­ne Kampagnen mit un­ter­schied­li­chen An­zei­gen­grup­pen zu erstellen. Viele Ads-Ein­stei­ger und -Ein­stei­ge­rin­nen ver­zich­ten auf diese Mög­lich­keit und stecken die ge­wünsch­ten Such­be­grif­fe in eine einzige An­zei­gen­grup­pe.

Auf den ersten Blick ähneln sich Keywords wie „Marke Notebook Preis­ver­gleich“ oder „Marke Notebook Test“ sehr stark. Es handelt sich um die gleichen Produkte, doch die Such­in­ten­tio­nen der Nutzer und Nut­ze­rin­nen sind ver­schie­den. Man befindet sich jeweils in un­ter­schied­li­chen Phasen des Kauf­ent­schei­dungs­pro­zes­ses. Man sollte sich deshalb Zeit nehmen, eine dif­fe­ren­zier­te An­zei­gen­grup­pen­struk­tur zu schaffen. Erstellt man zu einer homogenen Keyword-Gruppe die passende Anzeige, erhalten Nutzer und Nut­ze­rin­nen den tref­fen­den An­zei­gen­text, den passenden Link und den ent­spre­chen­den Verweis auf die Un­ter­sei­te, die dem Such­be­griff logisch naheliegt.

Tipp 6: Ziele de­fi­nie­ren und Tracking richtig nutzen

Ziele für eine Google-Kampagne klar festlegen

Die Her­aus­for­de­rung beim Einstieg in Ads ist, die Anzeigen auf die je­wei­li­gen Marketing-Ziele zu op­ti­mie­ren. Das Budget ist begrenzt und gerade pro­fi­ta­ble Keywords sind stark umworben. Jede Google-Kampagne sollte deshalb unbedingt ein konkretes Ziel haben. Ohne ein solches los­zu­le­gen, ist ein fataler Fehler, denn schnell hat man so ungewollt viel Geld für wenig Ertrag aus­ge­ge­ben. Streu­ver­lus­te sollte man im Paid Ad­ver­ti­sing nicht einfach hinnehmen.

Tracking als Grundlage für Op­ti­mie­rung nutzen

Für die ideale Planung und Op­ti­mie­rung greift man auf das in­te­grier­te Tracking zurück. Wichtig für den Einstieg in Google Ads ist dabei: Tracking funk­tio­niert heute anders als noch vor einigen Jahren. Statt Universal Analytics kommt in­zwi­schen Google Analytics 4 (GA4) zum Einsatz. GA4 arbeitet er­eig­nis­ba­siert und nutzt mo­del­lier­te Daten, wenn Nutzende dem Tracking nicht zustimmen. Für eine er­folg­rei­che Google-Kampagne sollten relevante Er­eig­nis­se deshalb sauber als Con­ver­si­ons definiert und mit Google Ads verknüpft werden.

Con­ver­si­on-Tracking korrekt ein­rich­ten

Die vielen Tracking-Mög­lich­kei­ten, die Google Ads bietet, werden oft nicht voll aus­ge­schöpft. Man sollte z. B. von Beginn an das Con­ver­si­on-Tracking ak­ti­vie­ren. Die Ein­rich­tung von Web-Con­ver­si­ons ist relativ simpel und lässt sich für ver­schie­de­ne Ziele nutzen: Verkäufe, Kon­takt­an­fra­gen, News­let­ter-An­mel­dun­gen oder Downloads. Im Zu­sam­men­spiel mit Google Analytics und ent­spre­chen­den Al­ter­na­ti­ven ist eine noch genauere Analyse und Op­ti­mie­rung möglich.

Hinweis

Sobald Sie Con­ver­si­ons aktiv messen, ist auch die Nutzung von PMax (Per­for­mance-Max) emp­feh­lens­wert. Der stark au­to­ma­ti­sier­te Kam­pagn­en­typ spielt Anzeigen ka­nal­über­grei­fend aus (z. B. Suche, Display, YouTube) und ist damit ein weiteres Werkzeug, um Ihnen die tägliche Arbeit mit Google Ads zu er­leich­tern.

Aufgrund der DSGVO dürfen Nutzer und Nut­ze­rin­nen nicht einfach getrackt werden. Um Google Ads dennoch da­ten­schutz­kon­form einsetzen zu können, ist der Consent Mode v2 in­zwi­schen ein zentraler Be­stand­teil jeder Google-Ads-Kampagne (seit März 2024 Pflicht für EU-Da­ten­schutz-Com­pli­ance). Er sorgt dafür, dass bei fehlender Ein­wil­li­gung keine per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten ge­spei­chert werden, Google aber agg­re­gier­te und mo­del­lier­te In­for­ma­tio­nen zur Kam­pa­gnen­op­ti­mie­rung nutzen kann.

KPIs zur Er­folgs­mes­sung her­an­zie­hen

Marketing-Kenn­zah­len wie Ver­weil­dau­er, Bounce Rate oder Anzahl der besuchten Seiten sollten lang­fris­tig mit­ein­be­zo­gen werden. Hier befindet man sich aber schon in der fort­ge­schrit­te­nen Op­ti­mie­rung.

Google Ads im Zeitalter von DSGVO und Coo­kiel­ess Tracking

Wer heute eine Ads-Kampagne plant, muss sich bewusst sein, dass klas­si­sche Cookie-basierte Aus­wer­tun­gen stark ein­ge­schränkt sind. Viele Browser blo­ckie­ren Tracking-Tech­no­lo­gien, zudem lehnen immer mehr Nutzende Cookies aktiv ab. Google Ads reagiert darauf mit den so­ge­nann­ten Audience Signals, die für das Targeting und die Per­for­mance-Messung mitt­ler­wei­le eine über­ge­ord­ne­te Rolle spielen.

Audience Signals liefern Googles Al­go­rith­men Hinweise auf relevante Ziel­grup­pen, etwa durch vor­han­de­ne Re­mar­ke­ting-Listen, de­mo­gra­fi­sche Daten oder In­ter­es­sen. Sie ersetzen kein voll­stän­di­ges Tracking, helfen aber dabei, Google-Kampagnen auch bei un­voll­stän­di­ger Datenlage effizient aus­zu­spie­len. Gerade für Google Ads für Anfänger und An­fän­ge­rin­nen ist es wichtig zu verstehen, dass Kam­pa­gnen­er­fol­ge heute häufiger auf Mo­del­lie­run­gen und Wahr­schein­lich­kei­ten beruhen.

Das bedeutet konkret:

  • Con­ver­si­on-Zahlen können hoch­ge­rech­net sein
  • Nicht jede In­ter­ak­ti­on ist eindeutig messbar
  • Au­to­ma­ti­sier­te Ge­bots­stra­te­gien spielen eine größere Rolle
  • Saubere Kam­pa­gnen­struk­tur und klare Ziele sind wichtiger denn je

Fazit

Die erste Google-Ads-Kampagne kann Marketer und Mar­keterin­nen vor ungeahnte Her­aus­for­de­run­gen stellen. Ohne die richtige Vor­be­rei­tung, Ein­ar­bei­tung und das Wissen um die vielen Mög­lich­kei­ten, die Google Wer­be­trei­ben­den bietet, wird sie schnell zu einem Fass ohne Boden. Budgets sind gerade zu Beginn knapp – für Ex­pe­ri­men­te besteht kaum Spielraum. Man sollte also besser stra­te­gisch planen und unter Be­rück­sich­ti­gung unserer Tipps für Google Ads einen er­folg­rei­chen Einstieg finden.

Hinzu kommt heute der ver­ant­wor­tungs­vol­le Umgang mit Nut­zer­da­ten. Wer eine Google-Kampagne lang­fris­tig er­folg­reich führen möchte, sollte Tracking, Da­ten­schutz und Au­to­ma­ti­sie­rung von Anfang an zu­sam­men­den­ken und tech­ni­sche Grund­la­gen wie GA4, Consent Mode v2 und Audience Signals korrekt umsetzen.

New call-to-action
Zum Hauptmenü