Wer­be­an­zei­gen in den Such­ergeb­nis­sen der führenden Such­ma­schi­ne zu schalten, ist dank Google Ads (bis 2018: Google AdWords) prin­zi­pi­ell eine un­kom­pli­zier­te An­ge­le­gen­heit. We­sent­lich schwie­ri­ger ist es, Kampagnen zu un­ter­hal­ten, die den An­sprü­chen gerecht werden und sich ent­spre­chend rechnen – denn nur wenn Sie Ihre Google Ads-Kampagne op­ti­mie­ren, stehen die Chancen auf einen SEA-Erfolg hoch. Ins­be­son­de­re die Re­gel­mä­ßig­keit ist dabei von großer Bedeutung. Je nach Ge­schäfts­mo­dell gilt es, das ein­ge­setz­te Budget optimal ein­zu­set­zen und auf Basis re­le­van­ter Kenn­zah­len wie Con­ver­si­on-Rate, Cost per Click (CPC), Kosten pro Con­ver­si­on oder Return on Ad Spend (ROAS) zu steuern. Viele Ge­bots­ent­schei­dun­gen über­neh­men heute die au­to­ma­ti­schen Ge­bots­stra­te­gien von Google – umso wichtiger ist es, dass Sie die Rah­men­be­din­gun­gen richtig setzen und die Er­geb­nis­se kritisch prüfen.

Zu­sam­men­fas­sung

  • Wählen Sie die Ge­bots­stra­te­gie passend zum Kam­pa­gnen­ziel – Smart Bidding braucht ein zu­ver­läs­si­ges Con­ver­si­on-Tracking.
  • Legen Sie Kam­pa­gnen­ein­stel­lun­gen wie Netzwerke, Stand­ort­op­tio­nen, Assets und KI-Funk­tio­nen bewusst fest.
  • Pflegen Sie Ihr Key­word­set re­gel­mä­ßig mit dem Such­be­griff­be­richt und aus­zu­schlie­ßen­den Keywords.
  • Ver­bes­sern Sie An­zei­gen­tex­te und Landing­pa­ges, damit Anzeige und Zielseite zur Such­an­fra­ge passen.
  • Nutzen Sie den Qua­li­täts­fak­tor als Dia­gno­se­wert: Er zeigt, ob erwartete Klickrate, An­zei­gen­re­le­vanz oder Landing­pa­ge Schwächen haben.

Doch wie sind die ver­schie­de­nen Daten genau zu in­ter­pre­tie­ren? Und was gibt es über das Budget hinaus für Stell­schrau­ben, um Google Ads zu op­ti­mie­ren?

Mit der passenden Ge­bots­stra­te­gie zum Kam­pa­gnen­ziel

Der Erfolg einer Ads-Kampagne hängt maß­geb­lich von der gewählten Ge­bots­stra­te­gie ab. Bevor Sie sich für eine Strategie ent­schei­den, gilt es zunächst zu de­fi­nie­ren, welches Ziel Sie mit Ihrer Kampagne verfolgen. Grund­sätz­lich sind folgende vier Szenarien denkbar, für die Google Ads jeweils passende Ge­bots­stra­te­gien anbietet:

  • Ma­xi­mie­rung der Klicks: Die Kampagne zielt darauf ab, Zugriffe auf Ihr Web­pro­jekt zu ge­ne­rie­ren – mögliche Con­ver­si­ons spielen nur eine un­ter­ge­ord­ne­te Rolle. Die passende Strategie heißt „Klicks ma­xi­mie­ren“: Google versucht, mit Ihrem Budget möglichst viele Klicks zu erzielen. Optional können Sie ein maximales CPC-Gebot festlegen.

  • Ma­xi­mie­rung der Con­ver­si­ons: Ihre ge­schal­te­ten Anzeigen sollen die Nutzer zu einer Aktion ver­an­las­sen, bei­spiels­wei­se einem Kauf im On­line­shop oder einer Kon­takt­an­fra­ge. Hierfür eignen sich die Stra­te­gien „Con­ver­si­ons ma­xi­mie­ren“ und – sobald Sie genügend Er­fah­rungs­wer­te haben – „Ziel-CPA“ (Cost per Ac­qui­si­ti­on), bei der Sie festlegen, was eine Con­ver­si­on durch­schnitt­lich kosten darf.

  • Ma­xi­mie­rung des Umsatzes bzw. Gewinns: Auch in diesem Szenario geht es um Con­ver­si­ons. Al­ler­dings zählt nicht jede Con­ver­si­on gleich viel, sondern vor allem die­je­ni­gen, die einen besonders hohen Wert erwarten lassen. Mit „Con­ver­si­on-Wert ma­xi­mie­ren“ bzw. „Ziel-ROAS“ richtet Google die Gebote am über­mit­tel­ten Con­ver­si­on-Wert aus, etwa am Wa­ren­korb­wert.

  • Stei­ge­rung der Sicht­bar­keit und Mar­ken­be­kannt­heit: Ein weniger häufiges, aber ebenfalls denkbares Ziel einer Google Ads-Kampagne ist die Stei­ge­rung der Mar­ken­be­kannt­heit. Im Such­netz­werk eignet sich dafür die Strategie „An­ge­streb­ter Anteil an möglichen Im­pres­sio­nen“, mit der Ihre Anzeigen z. B. möglichst oft ganz oben auf der Seite er­schei­nen sollen. In Display- und Vi­deo­kam­pa­gnen gibt es außerdem Gebote auf Basis des „Sicht­ba­ren CPM“ (Cost-per-Mille = Tausender-Kontakt-Preis, TKP), bei denen Sie für sichtbare Im­pres­sio­nen Ihrer Wer­be­an­zei­ge bezahlen.

Die hier auf­ge­lis­te­ten Her­an­ge­hens­wei­sen zeigen, dass eine pauschale Ge­bots­stra­te­gie nicht möglich ist. Ebenso wenig existiert eine ein­heit­li­che Aus­wer­tungs­me­tho­de, auf deren Basis sich alle Google Ads-Kampagnen op­ti­mie­ren ließen. Liegt der Fokus auf der Klick-Op­ti­mie­rung, setzt man die Ent­wick­lung der Klicks in Relation zum gezahlten Betrag (Cost per Click, CPC), im Fall der Con­ver­si­on-Ma­xi­mie­rung sind die Con­ver­si­ons und die Kosten pro Con­ver­si­on das zentrale Element. Wollen Sie Ihren Umsatz ma­xi­mie­ren, ist der ROAS die ent­schei­den­de Kennzahl.

Die con­ver­si­on­ba­sier­ten Stra­te­gien gehören zum so­ge­nann­ten Smart Bidding: Google passt die Gebote dabei für jede einzelne Auktion au­to­ma­tisch an, unter anderem anhand von Gerät, Standort, Tageszeit und Such­an­fra­ge. Damit das funk­tio­niert, brauchen Sie ein zu­ver­läs­si­ges Con­ver­si­on-Tracking und aus­rei­chend Con­ver­si­on-Daten. Im Eu­ro­päi­schen Wirt­schafts­raum gehört dazu auch eine korrekte Ein­wil­li­gungs­ver­wal­tung über den Google Consent Mode, damit Google die Daten Ihrer Nut­ze­rin­nen und Nutzer überhaupt verwenden darf. Für neue Kampagnen mit wenig Daten oder wenn Sie die volle Kontrolle behalten möchten, können Sie im Such­netz­werk weiterhin manuelle CPC-Gebote nutzen. Die frühere Mischform „Auto-op­ti­mier­ter CPC“ (eCPC) hat Google dagegen 2025 ein­ge­stellt.

Google Ads op­ti­mie­ren mithilfe der richtigen Kam­pa­gnen­ein­stel­lun­gen

Bereits beim Erstellen einer Google Ads-Kampagne gibt es eine Reihe von Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten, die einen großen Einfluss auf das Resultat Ihrer Anzeigen haben. Zunächst wählen Sie ein Kam­pa­gnen­ziel (z. B. Verkäufe, Leads oder Zugriffe auf die Website) und an­schlie­ßend den Kam­pagn­en­typ – etwa Suche, Per­for­mance Max, Display, Video, Demand Gen oder Shopping. Wer klas­si­sche Text­an­zei­gen in den Such­ergeb­nis­sen schalten möchte, ent­schei­det sich für eine Such­kam­pa­gne. Achten Sie dabei auf die Netz­werk­ein­stel­lun­gen: Bei Such­kam­pa­gnen ist die Aus­wei­tung auf das Google-Dis­play­netz­werk häufig vor­ein­ge­stellt. Da Display-Werbung nach einem ganz anderen Prinzip funk­tio­niert, sollten Sie diese Option in der Regel de­ak­ti­vie­ren und Display-Anzeigen lieber in einer eigenen Kampagne steuern. Auch ob Ihre Anzeigen bei den Such­netz­werk-Partnern er­schei­nen sollen, sollten Sie bewusst ent­schei­den. Weitere Ent­schei­dun­gen, die Sie bereits zu Beginn Ihrer Kampagne treffen sollten, sind:

  • Ge­rä­te­ein­stel­lun­gen: Alle Anzeigen werden von Haus aus auf allen un­ter­stütz­ten Geräten ge­schal­tet. Bei manuellen CPC-Geboten können Sie mit Ge­bots­an­pas­sun­gen festlegen, ob z. B. auf Smart­phones höher oder niedriger geboten werden soll. Bei Smart Bidding be­rück­sich­tigt Google das Gerät au­to­ma­tisch – hier lässt sich ein Gerätetyp nur noch mit einer Anpassung von −100 % komplett aus­schlie­ßen.

  • Standort- und Sprach­an­ga­ben: Damit Ihre Anzeigen nur in den Such­ergeb­nis­sen re­le­van­ter Nut­ze­rin­nen und Nutzer ge­schal­tet werden, sind die Angaben über Ziel­spra­che und -region von ele­men­ta­rer Bedeutung. Ana­ly­sie­ren Sie z. B. im Voraus, ob eine regionale Schaltung nach Post­leit­zahl, Stadt oder einem Umkreis viel­leicht sinn­vol­ler als eine län­der­wei­te Schaltung ist. In den Stand­ort­op­tio­nen sollten Sie außerdem prüfen, ob Sie Personen erreichen möchten, die sich in Ihrem Ziel­ge­biet befinden, oder auch solche, die sich nur dafür in­ter­es­sie­ren – für lokale Un­ter­neh­men ist die erste Variante meist die bessere Wahl.

  • Assets (früher An­zei­ge­n­er­wei­te­run­gen): Wenn es sich für Ihr Web­pro­jekt anbietet, sollten Sie Ihre Wer­be­an­zei­gen mit zu­sätz­li­chen In­for­ma­tio­nen versehen. Google Ads bietet bei­spiels­wei­se Sitelinks, Zu­satz­in­for­ma­tio­nen, Snippets, Anruf-, Standort-, Preis- und Bild-Assets an. Assets machen Ihre Anzeige größer und auf­fäl­li­ger und wirken sich positiv auf den An­zei­gen­rang aus.

  • Wer­be­zeit­plan: Um Ihr Ta­ges­bud­get optimal zu verwalten, ist der Wer­be­zeit­plan ein mächtiger Ver­bün­de­ter. Durch die exakte De­fi­ni­ti­on, an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten Ihre Wer­be­an­zei­gen ge­schal­tet werden sollen, stellen Sie sicher, dass Sie Ihr Ziel­pu­bli­kum dann erreichen, wenn es am er­folg­ver­spre­chends­ten ist – zum Beispiel nur zu den Zeiten, in denen Ihr Kun­den­ser­vice te­le­fo­nisch er­reich­bar ist.

  • KI-Funk­tio­nen: Google erweitert Such­kam­pa­gnen zunehmend um au­to­ma­ti­sier­te Funk­tio­nen wie AI Max für Such­kam­pa­gnen. Dabei werden Ihre Anzeigen auch für Such­an­fra­gen aus­ge­lie­fert, die über Ihre Keywords hin­aus­ge­hen, und An­zei­gen­tex­te sowie Ziel-URLs werden teilweise au­to­ma­tisch angepasst. Das kann zu­sätz­li­che Reich­wei­te bringen, kostet aber Kontrolle. Prüfen Sie daher, welche dieser Optionen in Ihrer Kampagne aktiv sind, und kon­trol­lie­ren Sie die Er­geb­nis­se re­gel­mä­ßig.

Google Ads Ma­nage­ment Service
Ohne Aufwand mit Google Ads werben
  • Kampagnen-Steuerung durch unsere Experten
  • Spart Zeit: Keine Ein­ar­bei­tung er­for­der­lich
  • Spart Kosten: Höchste Effizienz durch Expertise

Nach der Recherche ist vor der Recherche: Op­ti­mie­rung des Key­word­sets

Google Ads besitzt mit dem Keyword-Planer eines der wich­tigs­ten Werkzeuge zur Recherche von Keywords. Mit der Zu­sam­men­stel­lung eines passenden Key­word­sets während der An­zei­gen­er­stel­lung legen Sie den Grund­stein dafür, dass Ihre Anzeigen im richtigen Kontext ge­schal­tet werden. So mühsam und de­tail­liert die an­fäng­li­che Recherche auch gewesen sein mag, stellt sie dennoch nicht mehr als den ersten Schritt dar – ohne re­gel­mä­ßi­ge Analyse und Ver­bes­se­rung der ver­wen­de­ten Keywords ver­zich­ten Sie auf eines der ent­schei­dends­ten Mittel, Google Ads zu op­ti­mie­ren. Stellen Sie daher in re­gel­mä­ßi­gen Abständen die Daten der ver­wen­de­ten Keywords (Kosten, Im­pres­sio­nen, Klickrate, Con­ver­si­ons, Kosten pro Con­ver­si­on etc.) gegenüber und filtern Sie schlecht per­for­men­de Such­be­grif­fe heraus. Den Qua­li­täts­fak­tor ziehen Sie dabei als Hinweis auf Schwach­stel­len hinzu, nicht als Leis­tungs­kenn­zahl.

Auch die Keyword-Optionen benötigen re­gel­mä­ßi­ge Pflege. Google Ads un­ter­schei­det heute drei Keyword-Optionen: „Genau passend“ (Exact Match), „Passende Wort­grup­pe“ (Phrase Match) und „Weit­ge­hend passend“ (Broad Match). Die frühere Option „Mo­di­fi­zie­rer für weit­ge­hend passende Keywords“ (Modified Broad Match) gibt es seit 2021 nicht mehr, sie ist in der passenden Wort­grup­pe auf­ge­gan­gen. Zu Beginn einer Kampagne und mit stark be­grenz­tem Budget sollten Sie vor allem auf genau passende Keywords und passende Wort­grup­pen setzen, um Ihre Anzeigen nur für relevante Such­an­fra­gen aus­zu­lie­fern. Weit­ge­hend passende Keywords sind in­ter­es­sant, wenn Sie mehr Reich­wei­te erzielen möchten – sie spielen ihre Stärken vor allem in Kom­bi­na­ti­on mit Smart Bidding aus. Werten Sie in jedem Fall re­gel­mä­ßig den Such­be­griff­be­richt aus und machen Sie kon­se­quent von der Mög­lich­keit Gebrauch, un­pas­sen­de Such­an­fra­gen als aus­zu­schlie­ßen­de Keywords zu hin­ter­le­gen – auf Kampagnen- oder Kon­to­e­be­ne.

Qualität der Wer­be­an­zei­gen ver­bes­sern

So wichtig die optimale Ge­bots­stra­te­gie und hoch­wer­ti­ge Keywords auch sein mögen, be­güns­ti­gen sie prin­zi­pi­ell nur die Po­si­tio­nie­rung Ihrer Wer­be­an­zei­gen. Für die Ge­ne­rie­rung von Klicks oder Con­ver­si­ons sind letztlich vor allem Text und Struktur Ihrer Wer­be­bot­schaf­ten ver­ant­wort­lich, weshalb Sie diesen min­des­tens ebenso viel Auf­merk­sam­keit widmen sollten. Standard im Such­netz­werk sind heute re­spon­si­ve Such­an­zei­gen: Sie hin­ter­le­gen bis zu 15 An­zei­gen­ti­tel und bis zu 4 Be­schrei­bun­gen, aus denen Google au­to­ma­tisch die jeweils pas­sends­te Kom­bi­na­ti­on zu­sam­men­setzt. Klas­si­sche er­wei­ter­te Text­an­zei­gen lassen sich seit 2022 nicht mehr neu erstellen. Die zentralen Aufgaben sind hierbei:

  • die Im­ple­men­tie­rung des Haupt-Keywords, für ge­wöhn­lich in mehreren An­zei­gen­ti­teln und zu­sätz­lich min­des­tens einmal in den Be­schrei­bun­gen sowie optional im Pfad der Anzeigen-URL
  • möglichst un­ter­schied­li­che An­zei­gen­ti­tel zu for­mu­lie­ren, damit Google viele sinnvolle Kom­bi­na­tio­nen testen kann – die Bewertung der „An­zei­gen­ef­fek­ti­vi­tät“ gibt Ihnen dazu Hinweise
  • eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Message zu for­mu­lie­ren, die bei­spiels­wei­se eine Frage be­ant­wor­tet oder ein Problem löst
  • Call-to-Actions, insofern vorhanden, optimal zu po­si­tio­nie­ren
  • passende Assets wie Sitelinks, Snippets, Be­wer­tun­gen etc. an­spre­chend zu gestalten
  • eine relevante Landing­pa­ge zu verlinken, die das Ver­spre­chen der Anzeige einlöst – die Nut­zer­er­fah­rung mit der Zielseite fließt neben der er­war­te­ten Klickrate und der An­zei­gen­re­le­vanz in den Qua­li­täts­fak­tor ein

Prüfen Sie re­gel­mä­ßig die Ak­tua­li­tät Ihrer Anzeigen, ins­be­son­de­re, wenn Sie auf die vor­ge­stell­ten Google Ads-Tipps zu­rück­grei­fen und bei­spiels­wei­se Op­ti­mie­run­gen am Keyword-Set vornehmen. Auch die au­to­ma­ti­schen Emp­feh­lun­gen und der Op­ti­mie­rungs­fak­tor in Ihrem Google Ads-Konto können An­re­gun­gen liefern – über­neh­men Sie diese aber nicht ungeprüft, denn nicht jede Emp­feh­lung passt zu Ihren Zielen und Ihrem Budget. Achten Sie bei der Ge­stal­tung Ihrer Anzeigen außerdem immer darauf, die Google Ads-Richt­li­ni­en ein­zu­hal­ten.

Qua­li­täts­fak­tor (Quality Score) verstehen und ver­bes­sern

Der Qua­li­täts­fak­tor (englisch: Quality Score) ist ein Dia­gno­se­wert in Google Ads, der zeigt, wie die Qualität Ihrer Anzeigen im Vergleich zu anderen Wer­be­trei­ben­den ab­schnei­det. Google gibt ihn für jedes Keyword auf einer Skala von 1 bis 10 an. Je höher der Wert, desto re­le­van­ter sind Anzeige und Landing­pa­ge für Personen, die nach diesem Keyword suchen.

Die drei Kom­po­nen­ten des Qua­li­täts­fak­tors

Kom­po­nen­te Was sie bewertet
Erwartete Klickrate Wie wahr­schein­lich es ist, dass Nut­ze­rin­nen und Nutzer Ihre Anzeige anklicken, wenn sie sie sehen
An­zei­gen­re­le­vanz Wie gut Ihre Anzeige zur Absicht hinter der Such­an­fra­ge passt
Nut­zer­er­fah­rung mit der Landing­pa­ge Wie relevant und nützlich Ihre Zielseite für Personen ist, die auf die Anzeige klicken
Bild: Schaubild: Erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage als Komponenten des Google-Ads-QualitätsfaktorsKI-generiert
Die drei Kom­po­nen­ten des Google-Ads-Qua­li­täts­fak­tors im Überblick.

Jede Kom­po­nen­te erhält den Status „Über­durch­schnitt­lich“, „Durch­schnitt­lich“ oder „Un­ter­durch­schnitt­lich“. Ver­gli­chen wird mit Anzeigen anderer Wer­be­trei­ben­der, die in den letzten 90 Tagen für genau dieselbe Such­an­fra­ge aus­ge­lie­fert wurden. Zeigt Google statt einer Zahl nur einen Strich („–“), gibt es zu wenige Such­an­fra­gen, die genau zu Ihrem Keyword passen, um einen Wert zu berechnen.

Was der Qua­li­täts­fak­tor aussagt – und was nicht

Wichtig für die Op­ti­mie­rung: Der Qua­li­täts­fak­tor selbst fließt nicht in die An­zei­gen­auk­ti­on ein. Er ist ein Dia­gno­se­tool und keine Leis­tungs­kenn­zahl, die Sie isoliert op­ti­mie­ren sollten. In der Auktion bewertet Google die Qualität von Anzeige und Landing­pa­ge bei jeder Suche neu. Sie bestimmt den An­zei­gen­rang gemeinsam mit weiteren Faktoren, unter anderem Ihrem Gebot, dem Kontext der Such­an­fra­ge, der er­war­te­ten Wirkung Ihrer Assets sowie Min­dest­wer­ten für den An­zei­gen­rang. Gerät, Standort, Tageszeit und Assets be­rück­sich­tigt der Qua­li­täts­fak­tor dagegen nicht. Ein niedriger Wert ist deshalb vor allem ein Hinweis darauf, wo Ihre Anzeigen oder Ziel­sei­ten Schwächen haben.

Den Qua­li­täts­fak­tor finden Sie auf Keyword-Ebene: Öffnen Sie in Ihrem Google Ads-Konto die Keyword-Übersicht, klicken Sie auf das Spal­ten­sym­bol und fügen Sie unter „Qua­li­täts­fak­tor“ die Spalten für den Wert und die drei Kom­po­nen­ten hinzu. Mit den Spalten mit dem Zusatz „(Verlauf)“ sehen Sie außerdem, wie sich die Werte über die Zeit ent­wi­ckelt haben.

So ver­bes­sern Sie den Qua­li­täts­fak­tor

Setzen Sie bei den Kom­po­nen­ten an, die Google als „Durch­schnitt­lich“ oder „Un­ter­durch­schnitt­lich“ einstuft:

  • Erwartete Klickrate: For­mu­lie­ren Sie An­zei­gen­tex­te, die auf die Absicht hinter dem Keyword eingehen. Heben Sie einen konkreten Vorteil hervor, etwa kos­ten­lo­sen Versand, und testen Sie ver­schie­de­ne Call-to-Actions, die zur Landing­pa­ge passen.
  • An­zei­gen­re­le­vanz: Stimmen Sie den An­zei­gen­text auf die Such­be­grif­fe Ihrer Ziel­grup­pe ab. Grup­pie­ren Sie Keywords the­ma­tisch – etwa nach Produkten oder Dienst­leis­tun­gen – und teilen Sie An­zei­gen­grup­pen mit sehr un­ter­schied­li­chen Keywords in kleinere, pass­ge­naue­re Gruppen auf.
  • Nut­zer­er­fah­rung mit der Landing­pa­ge: Sorgen Sie dafür, dass Nut­ze­rin­nen und Nutzer auf der Zielseite genau das finden, was die Anzeige ver­spricht, und dass Botschaft und Call-to-Action durch­gän­gig sind. Die Seite sollte schnell laden und auf Mo­bil­ge­rä­ten gut funk­tio­nie­ren. Die Con­ver­si­on-Rate ist dafür ein guter Indikator, be­ein­flusst den Status aber nicht direkt. An­satz­punk­te liefert die Con­ver­si­on-Op­ti­mie­rung.
  • Strich statt Wert: Prüfen Sie mit dem Keyword-Planer, ob es verwandte Keywords mit mehr Such­vo­lu­men gibt, oder nutzen Sie weiter gefasste Keyword-Optionen, damit das Keyword an mehr Auktionen teilnimmt.

Häufige Fragen zum Qua­li­täts­fak­tor

Der Qua­li­täts­fak­tor (Quality Score) ist ein Dia­gno­se­wert von 1 bis 10, den Google Ads für jedes Keyword anzeigt. Er basiert auf der er­war­te­ten Klickrate, der An­zei­gen­re­le­vanz und der Nut­zer­er­fah­rung mit der Landing­pa­ge im Vergleich zu anderen Wer­be­trei­ben­den.

Nein. Der Qua­li­täts­fak­tor ist ein Dia­gno­se­tool und wird in der Auktion nicht verwendet. Google bewertet die Qualität von Anzeige und Landing­pa­ge aber in jeder Auktion neu – sie bestimmt zusammen mit dem Gebot und weiteren Faktoren den An­zei­gen­rang.

Ein Strich („–“) bedeutet, dass es zu wenige Such­an­fra­gen gibt, die genau zu Ihrem Keyword passen. Google kann dann keinen Wert berechnen.

Prüfen Sie, welche der drei Kom­po­nen­ten als „Un­ter­durch­schnitt­lich“ oder „Durch­schnitt­lich“ ein­ge­stuft ist. Ver­bes­sern Sie dann gezielt den An­zei­gen­text, die Struktur Ihrer An­zei­gen­grup­pen oder die Landing­pa­ge.

Reviewer

Zum Hauptmenü