Picasa war ein Programm, das viele Userinnen und User gerne für die bequeme Fo­to­ver­wal­tung und einfache Bild­be­ar­bei­tung verwendet haben. Nachdem Google das Tool ein Jahrzehnt lang betrieben hatte, wurde die Wei­ter­ent­wick­lung des Cross-Plattform-Foto-Viewers im Jahr 2016 permanent ein­ge­stellt. Wir stellen die besten Picasa-Al­ter­na­ti­ven vor.

Zu­sam­men­fas­sung

Nach dem Ende von Picasa stehen diverse Al­ter­na­ti­ven für die Fo­to­ver­wal­tung bereit.

  • Google Fotos bietet als Cloud-Dienst au­to­ma­ti­sche Sor­tie­rung und eine leis­tungs­fä­hi­ge Suche.
  • Adobe Lightroom und ACDSee Photo Studio über­zeu­gen durch pro­fes­sio­nel­le DAM-Funk­tio­nen und Bild­be­ar­bei­tung.
  • Lokale Tools wie XnView MP, digiKam und FastStone Image Viewer sichern die Da­ten­ho­heit ohne Cloud-Zwang.
  • Wichtige Features sind Metadaten-Support, Ge­sichts­er­ken­nung und GEO-Daten.

Welche Features sollte eine Picasa-Al­ter­na­ti­ve bieten?

Ein Programm zum Anschauen und Ordnen Ihrer Fotos sollte vor allem mit über­sicht­li­chen Ver­wal­tungs­funk­tio­nen über­zeu­gen. Eine gute Foto-Ma­nage­ment-Software hält Tag-Optionen bereit, mit denen Sie Ihre Bilder nach Datum, Ort, ab­ge­lich­te­ten Personen, Er­eig­nis­sen usw. sortieren können. Außerdem bietet sie idea­ler­wei­se auch die Mög­lich­keit, Bilder mit in­di­vi­du­el­len Schlag­wör­tern zu versehen. Weitere wichtige Features sind folgende:

  • Metadaten: Jedes Mal, wenn Sie ein Foto machen, speichert Ihre Kamera In­for­ma­tio­nen über die Aufnahme als Metadaten. Diese sollte Ihnen eine gute Foto-Ma­nage­ment-Software daher ebenfalls anzeigen. Meistens sind sie als EXIF-Daten in der Bilddatei hin­ter­legt. Es gibt aber auch andere Metadaten-Formate wie XMP und IPTC.
  • Ge­sichts­er­ken­nung: Ein weiteres hilf­rei­ches Feature ist die Ge­sichts­er­ken­nung, auch wenn Da­ten­schüt­ze­rin­nen und Da­ten­schüt­zer dieser eher kritisch ge­gen­über­ste­hen. Anhand der Ge­sichts­er­ken­nung können Fotos bei­spiels­wei­se schnell nach be­stimm­ten Freun­des­krei­sen sortiert werden.
  • GEO-Daten: Anhand der Metadaten sind einige Programme außerdem in der Lage, per Kar­ten­dar­stel­lung die Position an­zu­zei­gen, an der die Bilder auf­ge­nom­men wurden. Diese Geo-Ko­or­di­na­ten erfassen moderne Kameras mit GPS-Funktion in der Regel au­to­ma­tisch. Eine gute Bild­ver­wal­tung kann auch diese Daten auslesen.

Bei der Dar­stel­lung von Fotos hat jeder Mensch in­di­vi­du­el­le Vorlieben. Zoom- und Voll­bild­funk­ti­on, einfache Be­ar­bei­tungs­mo­di sowie Diashows gehören zum Stan­dard­um­fang der meisten Bild­ver­wal­tungs­pro­gram­me. Am­bi­tio­nier­te­re Fo­to­gra­fin­nen und Fo­to­gra­fen brauchen zu­sätz­lich eine Über­blicks­op­ti­on, um Bil­der­se­ri­en schnell zu be­gut­ach­ten. Einige Programme zeigen aus­ge­wähl­te Bilder in einer Slideshow an, die man auch mit Effekten ergänzen kann.

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Die 6 besten Al­ter­na­ti­ven zu Picasa

Welche Picasa-Al­ter­na­ti­ven gibt es und welche sind die besten? Mitt­ler­wei­le exis­tie­ren zahl­rei­che Programme zur Ver­wal­tung und Be­ar­bei­tung von Bildern, die die Funk­tio­nen von Picasa ersetzen und sogar ergänzen. Damit Sie nicht selbst durch den Dschungel der Bild­ver­wal­tungs- und Be­ar­bei­tungs­pro­gram­me schlagen müssen, stellen wir Ihnen die 6 besten Picasa-Al­ter­na­ti­ven vor und geben Ihnen einen Überblick über ihre Funk­tio­nen.

Software Be­triebs­sys­tem Spei­che­rung Stärken
Google Fotos Browser, Android, iOS Cloud au­to­ma­ti­sche Sor­tie­rung, leis­tungs­fä­hi­ge Suche, einfache Syn­chro­ni­sa­ti­on
Adobe Lightroom Windows, macOS, Android, iOS lokal & Cloud (optional) nicht-de­struk­ti­ve Be­ar­bei­tung, Profi-Workflow, KI-Funk­tio­nen
XnView MP Windows, macOS, Linux lokal sehr viele Bild­for­ma­te, starke Metadaten- und Batch-Funk­tio­nen
ACDSee Photo Studio Windows, macOS (ein­ge­schränkt) lokal pro­fes­sio­nel­le Fo­to­ver­wal­tung, in­te­grier­te Bild­be­ar­bei­tung, RAW-Workflow
digiKam Windows, macOS, Linux lokal Open Source, leis­tungs­fä­hi­ge DAM, lokale Ge­sichts­er­ken­nung
FastStone Image Viewer Windows lokal einfach zu bedienen, ideal als Bild­be­trach­ter

Google Fotos

Google hat Picasa nicht ein­ge­stellt, ohne einen Nach­fol­ger in den Start­lö­chern zu haben: Mit Google Fotos stellt der Konzern einen cloud­ba­sier­ten Foto- und Vi­deo­ser­vice bereit, der als Web­an­wen­dung im Browser sowie als App für Android und iOS verfügbar ist. Eine klas­si­sche Desktop-Software wie Picasa existiert jedoch nicht mehr. Am Desktop erfolgt der Zugriff über den Browser oder über Syn­chro­ni­sa­ti­ons­lö­sun­gen, die Fotos von lokalen Geräten in die Cloud sichern.

Google Fotos speichert Bilder und Videos online und or­ga­ni­siert sie au­to­ma­tisch nach Datum, Ort, Motiven und Personen. Der Dienst ist aus den früheren Foto-Funk­tio­nen von Google+ her­vor­ge­gan­gen und heute eng mit dem Google-Konto sowie Google Drive verzahnt. Ein un­be­grenz­tes kos­ten­lo­ses Spei­cher­kon­tin­gent steht nicht mehr zur Verfügung. Nut­ze­rin­nen und Nutzer erhalten pro Google-Konto 15 GB kos­ten­lo­sen Spei­cher­platz, der gemeinsam von Google Fotos, Google Drive und Gmail genutzt wird. Alle seit dem 1. Juni 2021 hoch­ge­la­de­nen Fotos und Videos werden voll­stän­dig auf dieses Kon­tin­gent an­ge­rech­net. Für zu­sätz­li­chen Speicher ist ein kos­ten­pflich­ti­ges Google-One-Abon­ne­ment er­for­der­lich.

Zu den Stärken von Google Fotos zählt die leis­tungs­fä­hi­ge Suche: Bilder lassen sich anhand au­to­ma­tisch ver­ge­be­ner Stich­wör­ter wie Motive, Orte oder Bild­in­hal­te finden. Darüber hinaus erkennt der Dienst Gesichter und kann Fotos be­stimm­ten Personen zuordnen. Diese Funk­tio­nen basieren auf ma­schi­nel­lem Lernen und laufen weit­ge­hend au­to­ma­ti­siert im Hin­ter­grund. Gerade die au­to­ma­ti­sche Analyse von Bild­in­hal­ten und Personen wirft jedoch da­ten­schutz­recht­li­che Fragen auf, ins­be­son­de­re für Nut­ze­rin­nen und Nutzer in der EU. Die Ge­sichts­er­ken­nung ist zwar optional und de­ak­ti­vier­bar, dennoch werden Fotos ser­ver­sei­tig ver­ar­bei­tet, was Google Fotos aus da­ten­schutz­recht­li­cher Sicht zu einer sensiblen Lösung macht, vor allem im Vergleich zu lokal ar­bei­ten­den Pro­gram­men.

Bild: Ansicht der Benutzeroberfläche von Google Fotos
Die Be­nut­zer­ober­flä­che von Google Fotos
Vorteile Nachteile
au­to­ma­ti­sche Sor­tie­rung nach Inhalten, Orten und Personen kein un­be­grenz­ter kos­ten­lo­ser Spei­cher­platz mehr
sehr leis­tungs­fä­hi­ge Suche ohne manuelle Ver­schlag­wor­tung Nutzung nur mit Google-Konto
platt­form­über­grei­fend über Browser und Apps nutzbar keine klas­si­sche Desktop-Anwendung wie bei Picasa
einfache Freigabe und Syn­chro­ni­sa­ti­on zwischen Geräten da­ten­schutz­recht­li­che Bedenken durch Cloud-Analyse

Adobe Lightroom

Mit Adobe Lightroom bietet Adobe eine pro­fes­sio­nel­le Lösung zur Fo­to­ver­wal­tung und -be­ar­bei­tung, die sich sowohl an am­bi­tio­nier­te Hob­by­fo­to­gra­fen als auch an Profis richtet. Lightroom ist für Windows und macOS verfügbar und ergänzt durch mobile Apps für Android und iOS. Im Gegensatz zu Picasa handelt es sich nicht um eine kos­ten­lo­se Software, sondern um ein Abon­ne­ment-Modell im Rahmen der Adobe Creative Cloud (meist als Teil des Pho­to­gra­phy Plans).

Lightroom kom­bi­niert eine leis­tungs­fä­hi­ge digitale Bild­ver­wal­tung (DAM) mit um­fang­rei­chen Werk­zeu­gen zur nicht-de­struk­ti­ven Bild­be­ar­bei­tung. Fotos lassen sich ka­ta­lo­gi­sie­ren, bewerten, ver­schlag­wor­ten und anhand von EXIF-, IPTC- und XMP-Metadaten gezielt durch­su­chen. Die Or­ga­ni­sa­ti­on erfolgt dabei struk­tu­riert über Kataloge, was besonders bei großen Bild­ar­chi­ven Vorteile bietet.

Adobe un­ter­schei­det zwischen Lightroom Classic (lokaler Katalog, Fokus auf Desktop-Workflow) und Lightroom (cloud­zen­trier­te Variante mit au­to­ma­ti­scher Syn­chro­ni­sa­ti­on zwischen Geräten). Je nach gewählter Version können Fotos lokal ge­spei­chert oder zu­sätz­lich in der Adobe-Cloud abgelegt und zwischen Desktop und Mo­bil­ge­rä­ten syn­chro­ni­siert werden. Der ver­füg­ba­re Cloud-Speicher ist begrenzt und abhängig vom gebuchten Tarif.

Ein zentrales Merkmal von Lightroom sind die KI-ge­stütz­ten Funk­tio­nen auf Basis von Adobe Sensei. Dazu zählen unter anderem au­to­ma­ti­sche Motiv- und Ob­jekt­aus­wahl, in­tel­li­gen­te Masken sowie eine in­halts­ba­sier­te Suche. Diese Analyse erfolgt je nach Funktion lokal oder ser­ver­sei­tig, was ins­be­son­de­re bei der Nutzung der Cloud-Version in Hinblick auf die DSGVO be­rück­sich­tigt werden sollte.

Bild: Adobe Lightroom im Browser
Adobe Lightroom ist auch als Browser-Version verfügbar; Quelle: https://lightroom.adobe.com/
Vorteile Nachteile
sehr leis­tungs­fä­hi­ge Fo­to­ver­wal­tung und Be­ar­bei­tung aus­schließ­lich im Abo er­hält­lich
nicht-de­struk­ti­ver Workflow mit pro­fes­sio­nel­len Werk­zeu­gen höhere Ein­stiegs­hür­de als bei Picasa
präzise Metadaten-, Katalog- und Such­funk­tio­nen Cloud-Speicher nur begrenzt enthalten
optionale Syn­chro­ni­sa­ti­on zwischen Desktop und Mo­bil­ge­rä­ten für reine Bild­ver­wal­tung oft über­di­men­sio­niert
KI-gestützte Be­ar­bei­tungs- und Aus­wahl­funk­tio­nen Da­ten­schutz­aspek­te bei Cloud-Nutzung beachten

XnView MP

Mit XnView MP steht eine lokal in­stal­lier­te Desktop-Software zur Verfügung, die sich bewusst von cloud­ba­sier­ten Diensten wie Google Fotos abgrenzt. XnView MP ist für Windows, macOS und Linux er­hält­lich und eignet sich ins­be­son­de­re für Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die ihre Fotos offline verwalten und die volle Kontrolle über ihre Bilddaten behalten möchten.

Das Programm kom­bi­niert einen schnellen Bild­be­trach­ter mit um­fang­rei­chen Funk­tio­nen zur Bild­ver­wal­tung. Fotos lassen sich in Ord­ner­struk­tu­ren or­ga­ni­sie­ren, mit Be­wer­tun­gen, Farb­mar­kie­run­gen und Schlag­wör­tern versehen und anhand von EXIF-, IPTC- und XMP-Metadaten durch­su­chen. Anders als bei Picasa oder Google Fotos erfolgt die Ver­schlag­wor­tung nicht au­to­ma­ti­siert per KI, sondern gezielt durch die An­wen­de­rin­nen und Anwender selbst.

XnView MP un­ter­stützt mehrere hundert Bild­for­ma­te, darunter auch RAW-Dateien vieler Ka­me­ra­her­stel­ler. Zu­sätz­lich stehen prak­ti­sche Werkzeuge zur Sta­pel­ver­ar­bei­tung bereit, etwa zum Um­be­nen­nen, Kon­ver­tie­ren oder Skalieren großer Bild­men­gen. Auch grund­le­gen­de Be­ar­bei­tungs­funk­tio­nen wie Zu­schnei­den, Drehen oder Farb­kor­rek­tu­ren sind in­te­griert, ohne den Anspruch einer voll­wer­ti­gen Bild­be­ar­bei­tungs­soft­ware zu erheben.

Da XnView MP voll­stän­dig lokal arbeitet, werden keine Fotos in eine Cloud hoch­ge­la­den und keine Bild­in­hal­te ana­ly­siert. Aus da­ten­schutz­recht­li­cher Sicht ist das Programm daher besonders un­pro­ble­ma­tisch und eignet sich gut für private An­wen­de­rin­nen und Anwender ebenso wie für den pro­fes­sio­nel­len Einsatz, etwa in Un­ter­neh­men oder Behörden.

Bild: Download und Übersicht zu XnView MP
Download und Funk­ti­ons­über­sicht von XnView MP; Quelle: https://www.xnview.com/de/xnview/
Vorteile Nachteile
voll­stän­di­ge lokale Fo­to­ver­wal­tung ohne Cloud keine au­to­ma­ti­sche KI-gestützte Bil­der­ken­nung
Un­ter­stüt­zung sehr vieler Bild- und RAW-Formate Ober­flä­che wirkt für Ein­stei­ger teils technisch
leis­tungs­fä­hi­ge Metadaten- und Stich­wort­su­che keine mobile App oder in­te­grier­te Cloud-Syn­chro­ni­sa­ti­on
um­fang­rei­che Batch-Funk­tio­nen Bild­be­ar­bei­tung nur auf Ba­sis­ni­veau
für private Nutzung kostenlos

ACDSee Photo Studio

Mit ACDSee Photo Studio steht eine klas­si­sche Desktop-Software zur Verfügung, die sich gezielt an Nut­ze­rin­nen und Nutzer richtet, die ihre Fotos lokal verwalten, sichten und be­ar­bei­ten möchten. Das Programm ist für Windows er­hält­lich, einzelne Pro­dukt­li­ni­en (z. B. ACDSee Photo Studio for Mac) stehen auch für macOS zur Verfügung. Eine cloud­ba­sier­te Nutzung ist nicht er­for­der­lich, der Fokus liegt klar auf der Arbeit mit lokalen Bild­be­stän­den.

ACDSee Photo Studio kom­bi­niert eine leis­tungs­fä­hi­ge digitale Bild­ver­wal­tung (DAM) mit in­te­grier­ten Werk­zeu­gen zur Bild­be­ar­bei­tung. Fotos lassen sich in Ord­ner­struk­tu­ren or­ga­ni­sie­ren, bewerten, ka­te­go­ri­sie­ren und mit Schlag­wör­tern sowie EXIF-, IPTC- und XMP-Metadaten versehen. Anders als bei Google Fotos erfolgt die Ver­schlag­wor­tung nicht au­to­ma­tisch durch KI, sondern kon­trol­liert durch die An­wen­de­rin­nen und Anwender.

Je nach Edition (z. B. Home, Pro­fes­sio­nal oder Ultimate) bietet ACDSee zu­sätz­lich nicht-de­struk­ti­ve Be­ar­bei­tung, Ebenen, RAW-Ent­wick­lung sowie KI-gestützte Funk­tio­nen wie Mo­tiv­erken­nung, au­to­ma­ti­sche Masken oder Rausch­re­du­zie­rung. Damit po­si­tio­niert sich die Software funk­tio­nal zwischen reinen Bild­be­trach­tern und um­fas­sen­den Profi-Lösungen wie Adobe Lightroom.

Da ACDSee Photo Studio lokal arbeitet, bleiben Bilder stan­dard­mä­ßig auf dem eigenen Rechner oder im lokalen Netzwerk. Eine au­to­ma­ti­sche Analyse oder Über­tra­gung in eine Cloud findet nicht statt. Aus da­ten­schutz­recht­li­cher Sicht ist die Software daher un­pro­ble­ma­tisch und besonders für Nut­ze­rin­nen und Nutzer geeignet, die Wert auf Da­ten­ho­heit legen oder mit sensiblen Bild­be­stän­den arbeiten.

Bild: Website ACDSee Photo Studio
Die Website von ACDSee Photo Studio Ultimate; Quelle: https://www.acdsee.com/de/products/photo-studio-ultimate/
Vorteile Nachteile
leis­tungs­star­ke lokale Fo­to­ver­wal­tung ohne Cloud-Zwang kos­ten­pflich­ti­ge Software
um­fang­rei­che Metadaten-, Be­wer­tungs- und Such­funk­tio­nen nur ein­ge­schränkt platt­form­über­grei­fend
in­te­grier­te Bild­be­ar­bei­tung inkl. RAW-Workflow keine au­to­ma­ti­sche Cloud-Syn­chro­ni­sa­ti­on
optional KI-gestützte Be­ar­bei­tungs­funk­tio­nen Ein­ar­bei­tung je nach Edition er­for­der­lich

digiKam

Mit digiKam steht eine kos­ten­lo­se Open-Source-Software zur Verfügung, die sich auf die lokale Ver­wal­tung großer Fo­to­samm­lun­gen spe­zia­li­siert hat. digiKam ist für Windows, macOS und Linux verfügbar und richtet sich an Nut­ze­rin­nen und Nutzer, die ihre Bilder ohne Cloud-Ab­hän­gig­keit or­ga­ni­sie­ren und ar­chi­vie­ren möchten.

Das Programm bietet eine um­fas­sen­de digitale Bild­ver­wal­tung (DAM) mit flexibler Ka­te­go­ri­sie­rung. Fotos lassen sich in Alben or­ga­ni­sie­ren, mit Tags, Be­wer­tun­gen und Farb­mar­kie­run­gen versehen und anhand von EXIF-, IPTC- und XMP-Metadaten durch­su­chen. Im Un­ter­schied zu Google Fotos erfolgt die Struk­tu­rie­rung nicht aus­schließ­lich au­to­ma­tisch, sondern kann gezielt manuell gesteuert werden.

digiKam un­ter­stützt eine sehr große Zahl an Bild- und RAW-Formaten und eignet sich damit auch für am­bi­tio­nier­te Fo­to­gra­fen. Neben grund­le­gen­den Be­ar­bei­tungs­funk­tio­nen sind Module für RAW-Ent­wick­lung, Sta­pel­ver­ar­bei­tung sowie für den Import aus Kameras und externen Spei­cher­me­di­en in­te­griert. Ergänzend bietet digiKam KI-gestützte Funk­tio­nen wie Ge­sichts­er­ken­nung und Ähn­lich­keits­su­che, die voll­stän­dig lokal auf dem eigenen Rechner aus­ge­führt werden.

Da digiKam stan­dard­mä­ßig offline arbeitet, werden keine Fotos au­to­ma­tisch in eine Cloud hoch­ge­la­den oder extern ana­ly­siert. Die lokale Ge­sichts­er­ken­nung un­ter­schei­det sich damit grund­le­gend von cloud­ba­sier­ten Diensten wie Google Fotos und gilt aus da­ten­schutz­recht­li­cher Sicht als un­kri­tisch. Optional lassen sich zwar Online-Dienste für den Export oder die Ver­öf­fent­li­chung anbinden, diese sind jedoch nicht ver­pflich­tend.

Bild: digiKam Website zum Download
digiKam lässt sich auf der Website für Linux, Windows und macOS her­un­ter­la­den; Quelle: https://www.digikam.org/download/
Vorteile Nachteile
voll­stän­dig kos­ten­lo­se Open-Source-Software Ein­ar­bei­tung er­for­der­lich
leis­tungs­fä­hi­ge lokale Fo­to­ver­wal­tung ohne Cloud Be­nut­zer­ober­flä­che weniger modern
Un­ter­stüt­zung zahl­rei­cher RAW- und Bild­for­ma­te keine native mobile App
optionale KI-Funk­tio­nen wie Ge­sichts­er­ken­nung (lokal) höhere Sys­tem­an­for­de­run­gen bei großen Samm­lun­gen
sehr gut für große Fo­to­ar­chi­ve geeignet

FastStone Image Viewer

Mit FastStone Image Viewer steht ein lokal in­stal­lier­ter Bild­be­trach­ter für Windows zur Verfügung, der sich vor allem an Nut­ze­rin­nen und Nutzer richtet, die eine schnelle, un­kom­pli­zier­te Ver­wal­tung und Ansicht großer Bild­samm­lun­gen suchen. Im Gegensatz zu cloud­ba­sier­ten Diensten wie Google Fotos arbeitet FastStone voll­stän­dig offline und ohne Be­nut­zer­kon­to.

Der Schwer­punkt des Programms liegt auf der Per­for­mance: Bilder werden sehr schnell geladen und lassen sich kom­for­ta­bel im Voll­bild­mo­dus durch­blät­tern. Neben der klas­si­schen Ord­ner­na­vi­ga­ti­on bietet FastStone grund­le­gen­de Ver­wal­tungs­funk­tio­nen wie Be­wer­tun­gen, Favoriten und einfache Me­ta­da­ten­an­zei­ge (EXIF und IPTC). Eine au­to­ma­ti­sche Ver­schlag­wor­tung oder KI-gestützte Bil­der­ken­nung ist jedoch nicht Be­stand­teil des Funk­ti­ons­um­fangs.

FastStone Image Viewer un­ter­stützt eine große Zahl an Bild­for­ma­ten, darunter auch viele RAW-Formate gängiger Ka­me­ra­her­stel­ler. Zu­sätz­lich stehen einfache Werkzeuge zur Bild­be­ar­bei­tung zur Verfügung, etwa Zu­schnei­den, Drehen, Farb­kor­rek­tu­ren oder das Entfernen roter Augen. Für wie­der­keh­ren­de Aufgaben wie Um­be­nen­nen, Kon­ver­tie­ren oder Skalieren bietet das Programm zudem Sta­pel­ver­ar­bei­tungs­funk­tio­nen.

Da FastStone Image Viewer voll­stän­dig lokal arbeitet und keine Cloud-Funk­tio­nen in­te­griert, werden keine Bilddaten über­tra­gen oder ana­ly­siert. Aus da­ten­schutz­recht­li­cher Sicht ist das Programm daher un­pro­ble­ma­tisch. Funk­ti­ons­sei­tig eignet es sich besonders für An­wen­de­rin­nen und Anwender, die Picasa vor allem als schnellen Bild­be­trach­ter genutzt haben und weniger Wert auf um­fang­rei­che Ar­chi­vie­rungs- oder KI-Funk­tio­nen legen.

Bild: Download und Übersicht des FastStone Image Viewers
FastStone Image Viewer ist voll­stän­dig lokal und für Windows-Be­triebs­sys­te­me zum Download verfügbar; Quelle: https://www.faststone.org/FSView­er­De­tail.htm
Vorteile Nachteile
sehr schnelle Bild­an­zei­ge auch bei großen Samm­lun­gen nur für Windows verfügbar
einfache, über­sicht­li­che Bedienung keine au­to­ma­ti­sche Ver­schlag­wor­tung oder Ge­sichts­er­ken­nung
Un­ter­stüt­zung vieler Bild- und RAW-Formate ein­ge­schränk­te Metadaten- und Ar­chiv­funk­tio­nen
in­te­grier­te Batch-Funk­tio­nen keine Cloud- oder Syn­chro­ni­sa­ti­ons­funk­tio­nen
für private Nutzung kostenlos Bild­be­ar­bei­tung nur auf Ba­sis­ni­veau

Al­ter­na­ti­ve Mög­lich­kei­ten: Cloud-Speicher-Anbieter

Alle bisher auf­ge­führ­ten Dienste sind explizit für das Hosting von Fotos kon­zi­piert. Wenn Sie Ihre Fotos sicher online speichern möchten, gibt es aber noch einige andere Mög­lich­kei­ten. Es existiert eine große Auswahl an Cloud-Speicher-Diensten wie Google Drive, Dropbox und OneDrive, die Sie auch als Online-Fo­to­spei­cher verwenden können. Auch Apple verfügt über ein haus­ei­ge­nes Cloud-Foto- und Da­tei­spei­cher­sys­tem. Mit iCloud Drive sichern Sie Ihre Fotos, die Sie mit Ihren iDevices in die Cloud hochladen. Ein wichtiger Vorteil liegt hier auf der Hand: Sie sind nicht nur auf Foto- und Vi­deo­for­ma­te be­schränkt, sondern speichern auch alle anderen Arten von Dateien.

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