n8n ist ein Tool zur Au­to­ma­ti­sie­rung von Workflows, mit dem Sie ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen und Dienste mit­ein­an­der verbinden können. In Kom­bi­na­ti­on mit CasaOS lässt sich n8n besonders einfach über eine grafische Ober­flä­che in­stal­lie­ren und verwalten. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie die In­stal­la­ti­on von n8n auf CasaOS funk­tio­niert.

Schritt 1: Vor­aus­set­zun­gen prüfen und passenden Server wählen

Bevor Sie mit der In­stal­la­ti­on beginnen, benötigen Sie eine geeignete Umgebung, auf der CasaOS und n8n laufen können. Grund­sätz­lich sollten die folgenden Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sein:

  • Linux-Server (empfohlen: Ubuntu 22.04 oder 24.04)
  • Root-Zugriff oder sudo-Rechte
  • Stabile In­ter­net­ver­bin­dung
  • Optional: eine Domain für späteren Zugriff von außen

Da n8n je nach Nutzung un­ter­schied­lich viele Res­sour­cen benötigt, sollten Sie Ihren Server passend auswählen. Die folgenden Use-Cases helfen Ihnen dabei, den richtigen Einstieg zu finden.

Tipp

n8n ist nicht die einzige Au­to­ma­ti­sie­rungs­platt­form. Wenn Sie Al­ter­na­ti­ven ver­glei­chen möchten, lohnt sich ein Vergleich von n8n und Zapier oder n8n und Make. Während Zapier und Make stark auf einfache Bedienung und Cloud-Nutzung setzen, bietet n8n deutlich mehr Fle­xi­bi­li­tät und Kontrolle durch Self-Hosting. Wenn Sie bereits Tools wie Zapier im Einsatz haben, können Sie be­stehen­de Au­to­ma­tio­nen oft relativ einfach über­tra­gen. Eine Zapier Migration zu n8n lohnt sich ins­be­son­de­re dann, wenn Sie mehr Kontrolle über Ihre Daten und Workflows benötigen oder Kosten sparen möchten.

Use Case 1: Pri­vat­an­wen­de­rin­nen und -anwender oder kleine Au­to­ma­tio­nen

Wenn Sie n8n für per­sön­li­che Projekte einsetzen möchten, also zum Beispiel zur Au­to­ma­ti­sie­rung von E-Mails, Social Media oder kleinen Da­ten­ver­ar­bei­tun­gen, reicht ein kleiner Server völlig aus. Typische n8n-Workflows sind hier eher einfach aufgebaut und laufen nicht dauerhaft in hoher Frequenz. Sie können bei­spiels­wei­se RSS-Feeds au­to­ma­ti­sie­ren, einfache APIs anbinden oder Be­nach­rich­ti­gun­gen erstellen. Die Last ist gering, sodass auch günstige Ein­stiegs­sys­te­me aus­rei­chend sind. Wichtig ist in diesem Fall vor allem, dass genügend RAM vorhanden ist, damit n8n stabil läuft. CPU-Leistung spielt hier eine un­ter­ge­ord­ne­te Rolle.

Use Case 2: Startups und wachsende Projekte

Für Startups oder Side-Projekte mit wach­sen­der Nutzung sollten Sie etwas mehr Leistung einplanen. Sobald mehrere Workflows gleich­zei­tig laufen oder externe APIs in­ten­si­ver genutzt werden, steigt die Sys­tem­last. Typische Szenarien sind au­to­ma­ti­sier­te Lead-Ver­ar­bei­tung, CRM-Syn­chro­ni­sa­ti­on oder einfache interne Tools. Hier pro­fi­tie­ren Sie bereits von mehr CPU-Kernen und zu­sätz­li­chem Ar­beits­spei­cher. Gerade wenn Sie planen, n8n re­gel­mä­ßig zu nutzen oder später zu erweitern, lohnt sich ein etwas stärkerer Server von Anfang an.

Use Case 3: KMU und pro­duk­ti­ver Einsatz

In kleinen und mittleren Un­ter­neh­men wird n8n häufig für ge­schäfts­kri­ti­sche Prozesse ein­ge­setzt. Dazu gehören au­to­ma­ti­sier­te Da­ten­flüs­se, In­te­gra­tio­nen zwischen Systemen oder interne Workflows. Hier ist Sta­bi­li­tät ent­schei­dend. Mehr RAM sorgt dafür, dass mehrere Prozesse parallel laufen können, ohne dass es zu Engpässen kommt. Zu­sätz­lich empfiehlt sich aus­rei­chend Spei­cher­platz, ins­be­son­de­re wenn Logs, Daten oder Dateien ver­ar­bei­tet werden.

Use Case 4: Ska­lie­ren­de An­wen­dun­gen und hohe Last

Wenn Sie n8n intensiv nutzen, bei­spiels­wei­se für da­ten­ge­trie­be­ne Prozesse, viele parallele Workflows oder größere In­te­gra­tio­nen, sollten Sie auf leis­tungs­star­ke Systeme setzen. In solchen Szenarien laufen oft viele Prozesse gleich­zei­tig, teilweise auch dauerhaft. Eine hohe CPU-Leistung und viel RAM sind hier es­sen­zi­ell, gerade da es zu tem­po­rä­ren Last­spit­zen kommen kann. Auch der Speicher sollte großzügig di­men­sio­niert sein, um Wachstum und Da­ten­men­gen lang­fris­tig ab­zu­fan­gen.

Über­sichts­ta­bel­le: Server-Emp­feh­lun­gen auf einen Blick

An­wen­dungs­ge­biet Emp­foh­le­ne Aus­stat­tung Typische Nutzung
Pri­vat­an­wen­den­de / kleine Projekte 2–4 vCores CPU, 4 GB RAM, 80–120 GB NVMe Einzelne Workflows, Social Media Au­to­ma­tio­nen, E-Mail-Be­nach­rich­ti­gun­gen, kleine API-An­bin­dun­gen
Startups / erste Au­to­ma­ti­sie­run­gen 4 vCores CPU, 4–8 GB RAM, 120 GB NVMe Lead-Ver­ar­bei­tung, CRM-Sync, Marketing-Au­to­ma­tio­nen, mehrere parallele Workflows
KMUs / pro­duk­ti­ver Einsatz 6 vCores CPU, 8 GB RAM, 240 GB NVMe Ge­schäfts­pro­zes­se, Da­ten­in­te­gra­ti­on zwischen Tools, re­gel­mä­ßi­ge Au­to­ma­tio­nen im Team
Ska­lie­ren­de Workflows / hohe Last 8+ vCores CPU, 16 GB RAM, 320+ GB NVMe Viele parallele Workflows, da­ten­in­ten­si­ve Prozesse, API-heavy In­te­gra­tio­nen, Dau­er­be­trieb
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Schritt 2: CasaOS in­stal­lie­ren

Bevor Sie mit der ei­gent­li­chen In­stal­la­ti­on von n8n beginnen können, benötigen Sie zunächst CasaOS als Ver­wal­tungs­ober­flä­che. CasaOS ist eine be­nut­zer­freund­li­che Plattform, mit der Sie An­wen­dun­gen wie n8n bequem per Klick in­stal­lie­ren und verwalten können, ohne sich intensiv mit Docker oder komplexen Ser­ver­be­feh­len aus­ein­an­der­set­zen zu müssen.

Zunächst müssen Sie sich mit Ihrem Server verbinden. Dies erfolgt in der Regel über SSH. Öffnen Sie dazu ein Terminal und geben Sie an­schlie­ßend folgenden Befehl ein:

ssh root@IHRE-SERVER-IP
bash

Ersetzen Sie IHRE-SERVER-IP durch die tat­säch­li­che IP-Adresse Ihres Servers. Be­stä­ti­gen Sie dann die Ver­bin­dung und geben Sie Ihr Passwort ein.

Hinweis

Falls Sie keinen direkten Root-Zugang haben, können Sie sich auch mit einem normalen User anmelden und an­schlie­ßend mit sudo arbeiten.

Sobald Sie mit Ihrem Server verbunden sind, können Sie CasaOS mit einem einzigen Befehl in­stal­lie­ren:

curl -fsSL https://get.casaos.io | sudo bash
bash

Dieser Befehl lädt das of­fi­zi­el­le In­stal­la­ti­ons­skript herunter und führt es au­to­ma­tisch aus. Dabei werden alle be­nö­tig­ten Kom­po­nen­ten in­stal­liert und ein­ge­rich­tet. Die In­stal­la­ti­on läuft voll­stän­dig au­to­ma­tisch ab. Wäh­rend­des­sen sehen Sie ver­schie­de­ne Ausgaben im Terminal. In der Regel dauert dieser Schritt nur wenige Minuten.

Bild: CasaOS installieren
Die In­stal­la­ti­on von CasaOS nimmt einige Minuten in Anspruch.

Nach er­folg­rei­cher In­stal­la­ti­on können Sie CasaOS direkt im Browser öffnen. Geben Sie dazu in die Adress­zei­le ein:

http://IHRE-SERVER-IP
Tipp

Wenn sich CasaOS oder n8n im Browser nicht öffnen lassen, liegt das häufig an einer blo­ckier­ten Firewall. Sie müssen den ent­spre­chen­den Port dann manuell freigeben. Öffnen Sie dazu die Firewall-Ein­stel­lun­gen Ihres Servers und erlauben Sie den be­nö­tig­ten TCP-Port (z. B. 80 für CasaOS oder 5678 für n8n). Erst danach ist der Zugriff von außen möglich.

Schritt 3: In CasaOS einloggen und Ober­flä­che verstehen

Nach dem Aufruf der Server-IP in Ihrem Browser wird die Be­nut­zer­ober­flä­che von CasaOS geladen. Beim ersten Start werden Sie au­to­ma­tisch durch die Erst­ein­rich­tung geführt. Legen Sie dabei einen User sowie ein sicheres Passwort fest und melden Sie sich an­schlie­ßend an. Nach dem Login gelangen Sie direkt auf das zentrale Dashboard von CasaOS. Die Ober­flä­che ist bewusst einfach und über­sicht­lich gestaltet, sodass Sie sich auch ohne Vor­kennt­nis­se schnell zu­recht­fin­den.

Die wich­tigs­ten Bereiche sind:

  • App Store: Hier können Sie neue An­wen­dun­gen wie n8n mit wenigen Klicks in­stal­lie­ren
  • Installed Apps: In diesem Bereich sehen Sie alle bereits in­stal­lier­ten und aktuell laufenden An­wen­dun­gen
  • Sys­tem­über­sicht: Diese zeigt Ihnen die aktuelle Aus­las­tung Ihres Servers, bei­spiels­wei­se CPU, Ar­beits­spei­cher und Spei­cher­platz.

Damit haben Sie einen schnellen Überblick über Ihr System und können An­wen­dun­gen zentral verwalten.

Bild: CasaOS Oberfläche
CasaOS bietet Ihnen eine an­spre­chen­de Be­nut­zer­ober­flä­che, mit der Sie arbeiten können.

Schritt 4: n8n über den App Store in­stal­lie­ren

Nachdem Sie sich er­folg­reich in CasaOS an­ge­mel­det haben, können Sie n8n direkt über die grafische Ober­flä­che in­stal­lie­ren. Öffnen Sie dazu zunächst den App Store, den Sie im Dashboard von CasaOS finden. In der Regel ist dieser Bereich gut sichtbar auf der Start­sei­te platziert. Geben Sie an­schlie­ßend in die Such­leis­te den Begriff „n8n“ ein. Sobald die Anwendung in den Such­ergeb­nis­sen erscheint, klicken Sie darauf.

Bild: n8n im CasaOS-App Store suchen
n8n können Sie direkt im App Store von CasaOS finden und dort mit einem Klick in­stal­lie­ren.

Im nächsten Schritt sehen Sie eine De­tail­an­sicht der Anwendung. Klicken Sie hier auf den Button „In­stal­lie­ren“, um die In­stal­la­ti­on zu starten.

Bild: n8n: Einstellungen bei Installation
In der De­tail­an­sicht können Sie vor der In­stal­la­ti­on noch einige Ein­stel­lun­gen anpassen; die Felder sind aber bereits vor­aus­ge­füllt.

CasaOS übernimmt nun den n8n Docker-Install und kümmert sich au­to­ma­tisch um das Her­un­ter­la­den des Docker-Images, die Ein­rich­tung des Docker-Con­tai­ners sowie die Kon­fi­gu­ra­ti­on der grund­le­gen­den Ein­stel­lun­gen. Nach kurzer Zeit ist n8n in­stal­liert und wird in der Übersicht Ihrer in­stal­lier­ten An­wen­dun­gen angezeigt. Sie können die Anwendung an­schlie­ßend direkt starten und öffnen.

Tipp

Neben CasaOS gibt es auch andere Mög­lich­kei­ten, n8n zu in­stal­lie­ren. Für größere und ska­lier­ba­re Setups eignet sich bei­spiels­wei­se eine n8n Ku­ber­netes-In­stal­la­ti­on. Al­ter­na­tiv können Sie n8n auch über Platt­for­men wie CapRover oder im Rahmen einer n8n Plesk-In­stal­la­ti­on betreiben, wenn Sie bereits ent­spre­chen­de Hosting-Um­ge­bun­gen nutzen.

Al­ter­na­ti­ve: Manuelle In­stal­la­ti­on per Docker (Custom App)

Falls n8n im App Store nicht verfügbar ist oder Sie mehr Kontrolle über die Kon­fi­gu­ra­ti­on wünschen, können Sie die Anwendung auch manuell als so­ge­nann­te Custom App hin­zu­fü­gen. Öffnen Sie hierzu den App Store und klicken Sie auf „Custom Install“ oder „+ Add App“ (je nach Version von CasaOS). Wählen Sie dann die Option, eine Anwendung über eine Docker-Kon­fi­gu­ra­ti­on (Compose / YAML) hin­zu­zu­fü­gen. Nun öffnet sich eine Ein­ga­be­mas­ke, in die Sie Ihre Kon­fi­gu­ra­ti­on eintragen können. Fügen Sie dort folgenden Code ein:

services:
    n8n:
        image: docker.n8n.io/n8nio/n8n
        restart: unless-stopped
        ports:
            - "5678:5678"
        environment:
            - N8N_HOST=n8n.ihredomain.de
            - N8N_PORT=5678
            - N8N_PROTOCOL=http
        volumes:
            - n8n_data:/home/node/.n8n
volumes:
    n8n_data:
yaml

Diese Kon­fi­gu­ra­ti­on sorgt dafür, dass n8n als Container gestartet wird, der Standard-Port 5678 nach außen er­reich­bar ist und Daten dauerhaft über ein Volume ge­spei­chert werden. Nachdem Sie den Code eingefügt haben, be­stä­ti­gen Sie die Eingabe und starten die In­stal­la­ti­on.

CasaOS erstellt daraufhin au­to­ma­tisch den Container und fügt die Anwendung Ihrer Übersicht hinzu. Nach wenigen Au­gen­bli­cken ist n8n ein­satz­be­reit.

Hinweis

Für erste Tests ist diese Stan­dard­kon­fi­gu­ra­ti­on aus­rei­chend. Für den pro­duk­ti­ven Einsatz sollten Sie später zu­sätz­li­che Ein­stel­lun­gen wie eine Domain, HTTPS und korrekte Webhook-URLs kon­fi­gu­rie­ren (siehe Schritt 6).

Schritt 5: n8n starten und aufrufen

Nachdem der n8n-CasaOS-Install ab­ge­schlos­sen ist, können Sie n8n direkt über die CasaOS-Ober­flä­che starten. Wechseln Sie dazu im Dashboard in den Bereich „Installed Apps“. Dort sehen Sie alle An­wen­dun­gen, die aktuell auf Ihrem Server in­stal­liert sind. Suchen Sie in der Liste nach n8n. Falls n8n noch nicht läuft, klicken Sie auf „Start“. In den meisten Fällen wird die Anwendung jedoch au­to­ma­tisch nach der In­stal­la­ti­on gestartet.

Bild: n8n: App starten
Sie finden n8n nun bei Ihren in­stal­lier­ten Apps und können es direkt mit einem Klick auf die Kachel starten.

Sobald n8n aktiv ist, können Sie die Ober­flä­che im Browser aufrufen, indem Sie einen neuen Tab in Ihrem Browser öffnen und die folgende Adresse eingeben:

http://IHRE-SERVER-IP:5678

Ersetzen Sie IHRE-SERVER-IP hierbei durch die tat­säch­li­che IP-Adresse Ihres Servers. Der Port 5678 ist der Standard-Port von n8n und muss unbedingt mit angegeben werden.

Wenn alles korrekt ein­ge­rich­tet ist, öffnet sich nun direkt die Be­nut­zer­ober­flä­che von n8n. Beim ersten Start sehen Sie in der Regel den n8n-Editor oder eine kurze Ein­rich­tungs­sei­te. Ab diesem Punkt können Sie beginnen, Ihren ersten Workflow zu erstellen.

Schritt 6: Grund­kon­fi­gu­ra­ti­on für den pro­duk­ti­ven Betrieb

Nachdem Sie n8n er­folg­reich in­stal­liert und gestartet haben, sollten Sie im nächsten Schritt einige grund­le­gen­de Ein­stel­lun­gen vornehmen. Diese sind besonders wichtig, wenn Sie n8n nicht nur zu Test­zwe­cken nutzen, sondern dauerhaft und zu­ver­läs­sig betreiben möchten. Ohne diese Kon­fi­gu­ra­ti­on kann es später zu Problemen kommen, bei­spiels­wei­se bei Webhooks, beim Zugriff von außen oder bei der all­ge­mei­nen Si­cher­heit Ihrer In­stal­la­ti­on.

(Sub-)Domain ein­rich­ten

Stan­dard­mä­ßig ist n8n lediglich über die IP-Adresse Ihres Servers und eine un­ver­schlüs­sel­te HTTP-Ver­bin­dung er­reich­bar. Für den pro­duk­ti­ven Einsatz ist das jedoch nicht aus­rei­chend. Statt­des­sen sollten Sie n8n über eine feste Domain aufrufen und den Zugriff über HTTPS absichern. Dadurch wird die Ver­bin­dung ver­schlüs­selt und deutlich sicherer, gleich­zei­tig funk­tio­nie­ren viele In­te­gra­tio­nen und Webhooks zu­ver­läs­si­ger.

Richten Sie dafür zunächst eine eigene Domain oder Subdomain ein, bei­spiels­wei­se n8n.ihredomain.de. Diese Domain muss über einen so­ge­nann­ten DNS-Eintrag (A-Record) auf die IP-Adresse Ihres Servers verweisen. Sobald die Domain korrekt verbunden ist, können Sie n8n künftig bequem über eine klare und leicht merkbare URL aufrufen, anstatt eine IP-Adresse verwenden zu müssen.

Reverse Proxy aufsetzen

Damit Anfragen an diese Domain korrekt bei n8n ankommen, benötigen Sie zu­sätz­lich einen so­ge­nann­ten Reverse Proxy. Dieser fungiert als Ver­mitt­ler zwischen dem Internet und Ihrer Anwendung. Typische Lösungen sind bei­spiels­wei­se nginx oder Caddy. Der Reverse Proxy sorgt dafür, dass ein­ge­hen­de Anfragen an Ihre Domain ent­ge­gen­ge­nom­men und intern an den n8n-Port wei­ter­ge­lei­tet werden. Gleich­zei­tig übernimmt er die Ein­rich­tung und Ver­wal­tung von HTTPS-Zer­ti­fi­ka­ten.

Für die Ver­schlüs­se­lung können Sie Let’s Encrypt nutzen. Dabei handelt es sich um einen kos­ten­lo­sen Dienst, der au­to­ma­tisch gültige SSL-Zer­ti­fi­ka­te ausstellt und re­gel­mä­ßig erneuert. Viele Reverse Proxys un­ter­stüt­zen Let’s Encrypt bereits von Haus aus, sodass die Ein­rich­tung in der Praxis oft sehr un­kom­pli­ziert ist. Durch HTTPS stellen Sie sicher, dass Ihre Ver­bin­dung geschützt ist und diverse Browser Ihre Anwendung nicht als unsicher einstufen.

Um­ge­bungs­va­ria­blen festlegen

Zu­sätz­lich sollten Sie einige wichtige Um­ge­bungs­va­ria­blen setzen, damit n8n korrekt erkennt, unter welcher Adresse es er­reich­bar ist und wie Webhooks generiert werden sollen. Eine typische Kon­fi­gu­ra­ti­on sieht wie folgt aus:

N8N_HOST=n8n.ihredomain.de
N8N_PROTOCOL=https
WEBHOOK_URL=https://n8n.ihredomain.de/
N8N_PROXY_HOPS=1

Diese Werte teilen n8n mit, dass die Anwendung über Ihre Domain und eine HTTPS-Ver­bin­dung er­reich­bar ist. Wenn Sie n8n über CasaOS betreiben, können Sie diese Variablen direkt in den Ein­stel­lun­gen der Anwendung hin­ter­le­gen. Öffnen Sie dazu den Bereich „Installed Apps“, wählen Sie n8n aus und tragen Sie die Werte im Abschnitt für Um­ge­bungs­va­ria­blen ein. An­schlie­ßend speichern Sie die Än­de­run­gen und starten den Container neu, damit die Kon­fi­gu­ra­ti­on über­nom­men wird.

Für den pro­duk­ti­ven Betrieb sollten Sie außerdem die Um­ge­bungs­va­ria­ble N8N_ENCRYPTION_KEY setzen. Dieser Schlüssel wird verwendet, um sensible Daten wie Zu­gangs­da­ten oder API-Keys innerhalb von n8n zu ver­schlüs­seln. Wird kein eigener Schlüssel definiert, erzeugt n8n au­to­ma­tisch einen zu­fäl­li­gen. Dies kann bei einem Neustart oder Con­tai­ner­wech­sel zu Problemen beim Zugriff auf ge­spei­cher­te Cre­den­ti­als führen.

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