Die Plattform Tumblr er­mög­licht es seit 2007, Inhalte im Blog­for­mat zu ver­öf­fent­li­chen. Mitt­ler­wei­le ver­zeich­net der Anbieter rund 490 Millionen Blogs und über 800 Millionen Nutzer. Damit jeder Leser den passenden Content entdeckt, bietet die Mi­cro­blog­ging-Plattform zahl­rei­che Funk­tio­nen: Durch die Angabe von In­ter­es­sen werden etwa spannende, neue Inhalte angezeigt. Zudem zeigt das eigene Dashboard au­to­ma­tisch Inhalte aller Blogs an, denen ein Nutzer folgt.

Doch es gibt auch Nachteile, denn Tumblr fo­kus­siert sich primär auf das Teilen von Inhalten und das Design eignet sich nicht für lange Texte. Je nach per­sön­li­chem Interesse und Nut­zungs­art kann eine Tumblr-Al­ter­na­ti­ve die bessere Lösung sein, um den eigenen Content zu pu­bli­zie­ren.

Tumblr und Al­ter­na­ti­ven im ta­bel­la­ri­schen Vergleich

Plattform Ver­öf­fent­li­chung Die wich­tigs­ten Content-Arten App für Android und iOS Sprache Schwer­punkt
Tumblr 2007 Texte, Bilder, GIFs, Videos, Au­dio­da­tei­en Ja Deutsch Blogs
De­vi­ant­Art 2000 Bilder, Video, GIFs Ja Englisch Kunst
Instagram 2010 Bilder, Videos Ja Deutsch Fo­to­gra­fie
WordPress 2003 Texte Ja Deutsch Blogs
Medium.com 2012 Texte Ja Englisch Artikel
Blogger.com 1999 Texte Ja (kos­ten­pflich­tig für iOS) Deutsch Blogs
Pinterest 2010 Bilder, Videos Ja Deutsch Bilder
memosnag 2015 Texte, Bilder, GIFs, Videos, Au­dio­da­tei­en­Bil­der, Texte Ja Englisch Artikel, Bilder, Videos
Fakt

Tumblr ist eine der größten Blogging-Platt­for­men und bietet dem­entspre­chend viel Content und eine riesige Nut­zer­schaft. Neben Texten in be­grenz­ter Länge können auch andere Me­di­en­for­ma­te geteilt werden. Die viel genutzte Funktion, mit der man Inhalte teilt, ist ideal für alle, die keinen eigenen Content pro­du­zie­ren. Hier eine Zu­sam­men­fas­sung, für wen sich die Nutzung einer Tumblr-Al­ter­na­ti­ve dennoch lohnen kann:

  • De­vi­ant­Art ist die richtige Wahl für alle, die selbst künst­le­risch tätig sind und die eigenen Werke verkaufen möchten. Auch Kunst­lieb­ha­ber finden hier den passenden Content.
  • Instagram legt den Fokus auf visuelle Inhalte und eignet sich als soziales Netzwerk besonders, um viel mit anderen Nutzern zu in­ter­agie­ren.
  • WordPress ist ein klas­si­sches Content-Ma­nage­ment-System und perfekt, um einen Blog oder eine Website mit eigener Domain ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se zu erstellen.
  • Medium ist eine gute Al­ter­na­ti­ve für längere und qua­li­ta­ti­ve Blog­bei­trä­ge, idea­ler­wei­se auf Englisch.
  • Blogger bietet als Google-Dienst eine besonders wirksame Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung und Mög­lich­kei­ten zur Mo­ne­ta­ri­sie­rung durch AdSense.
  • Pinterest wird als Bild­da­ten­bank für visuelle Inhalte genutzt und ist die ideale Al­ter­na­ti­ve für das Teilen von kreativen oder äs­the­ti­schen Inhalten.
  • memosnag ver­ein­facht das Sammeln und Teilen von Web- und Offline-Inhalten ver­schie­dens­ter Art – ob Fotos, Videos, Text oder komplette Webseiten.

De­vi­ant­Art: Für Künstler und Kunst­lieb­ha­ber

Die eng­lisch­spra­chi­ge Plattform De­vi­ant­Art ist die ideale Tumblr-Al­ter­na­ti­ve für Künstler. Der Fokus liegt auf visuellen Inhalten. Eigene Fotos, Grafiken oder Il­lus­tra­tio­nen werden bequem geteilt und anderen Nutzern angezeigt. Zeich­nun­gen, Malereien und Fotos gehören zu den be­lieb­tes­ten Content-Arten. Doch auch Animes, Stock­fo­tos, Vektor-Grafiken oder Flash-Filme werden auf der Plattform prä­sen­tiert. Text­in­hal­te lassen sich ebenfalls pu­bli­zie­ren, sind jedoch eher selten zu finden. Daneben können sich Nutzer un­ter­ein­an­der aus­tau­schen. Dies erfolgt über Kom­men­ta­re, Profile oder in den zur Verfügung stehenden Gruppen und Foren.

Besonders reizvoll für Künstler ist die Chance, dass der eigene Content auf der Start­sei­te angezeigt wird. Dies ist aufgrund der wach­sen­den Community jedoch zunehmend schwierig. Einen be­son­de­ren Mehrwert für Kunst­schaf­fen­de bietet der in­te­grier­te Shop: Dort sind Werke der Nutzer angeboten, die dann von anderen Mit­glie­dern bestellt werden können. Die Käufer erhalten das Kunstwerk wahlweise als Kunst­print, Canvas, Foto oder als Print auf einem Produkt – dazu stehen bei­spiels­wei­se Tassen, Mousepads oder Magnete zur Auswahl. Auch für diesen Service reicht eine kos­ten­lo­se Mit­glied­schaft aus.

Vorteile Nachteile
Fokus auf Kunst und visuellen Content Nur in eng­li­scher Sprache verfügbar
Austausch über Foren und Gruppen Kaum Text­in­hal­te
Mo­ne­ta­ri­sie­rung durch in­te­grier­ten Shop

Instagram: Visueller Content-Feed trifft soziales Netzwerk

Instagram gehört neben Facebook mitt­ler­wei­le zu den wich­tigs­ten Social-Media-Netz­wer­ken. Der On­line­dienst eignet sich daher als Tumblr-Al­ter­na­ti­ve am besten für jene, die eigene oder fremde Inhalte mit realen oder vir­tu­el­len Freunden teilen möchten. Vor­aus­set­zung für die Nutzung ist eine kos­ten­lo­se Re­gis­trie­rung. Zwar ist Instagram auch als Web­ver­si­on verfügbar, die Funk­tio­nen sind aber für die Nutzung auf mobilen Geräten optimiert.

Auf Instagram lassen sich Fotos und Videos teilen. Praktisch: Durch in­te­grier­te Filter werden Bilder direkt in der App be­ar­bei­tet und vor dem Hochladen optimiert. Spontan auf­ge­nom­me­ne Fotos können so schnell und einfach mit der Community geteilt werden. Außer Profilen können Nutzer auch Hashtags folgen – der Feed füllt sich dadurch au­to­ma­tisch mit in­ter­es­san­ten Inhalten. Die Nutzung von Hashtags er­leich­tert es zudem, den eigenen Content zu ver­brei­ten. Richtet man einen kos­ten­lo­sen Business-Account ein, kann man Sta­tis­ti­ken über die erzielte Reich­wei­te und die absoluten Be­su­cher­zah­len einsehen.

Wie Facebook ist Instagram ein komplexes soziales Netzwerk. Allein in Deutsch­land sind rund 15 Millionen Nutzer an­ge­mel­det. Dadurch können große Fol­lo­wer­zah­len für die eigene Content-Kampagne gewonnen werden. Die geteilten Inhalte enthalten aber mitt­ler­wei­le häufig Werbung, weil In­fluen­cer Werbe-Deals ab­schlie­ßen.

Vorteile Nachteile
In­te­grier­te Filter für Bilder Optimiert für qua­dra­ti­sche Formate
Nutzung von Hashtags App notwendig zur optimalen Nutzung
Soziales Netzwerk Zunehmend werbliche Inhalte
Business-Accounts mit zu­sätz­li­chen Funk­tio­nen

WordPress: Die CMS-Al­ter­na­ti­ve

Wordpress ist ein kos­ten­lo­ses Content-Ma­nage­ment-System. In wenigen Schritten lässt sich mithilfe der Open-Source-Software ein Blog oder eine eigene Website erstellen – auch ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se. WordPress stellt das Hosting, die Domain und den Spei­cher­platz zur Verfügung. Die ver­füg­ba­ren Funk­tio­nen werden laufend erweitert, denn die große Community ent­wi­ckelt re­gel­mä­ßig neue Plug-ins, Widgets und Themes. Mo­bil­freund­li­che Vorlagen er­leich­tern es, re­spon­si­ve Designs zu erstellen. Sta­tis­ti­ken, SEO-Funk­tio­nen oder Buttons zum Teilen von Inhalten in sozialen Netz­wer­ken gehören zu den Standard-Features. Kos­ten­pflich­ti­ge Pakete bieten optional in­di­vi­du­el­le Domain-Namen, weitere Designs und Plug-ins.

Als Al­ter­na­ti­ve zu Tumblr erlaubt WordPress, auch lange Texte mit in­te­grier­ten Bildern oder Videos zu pu­bli­zie­ren. Zwar ist das Erstellen der Inhalte leicht, das Ver­brei­ten derselben aber relativ schwierig. Anders als bei Instagram oder De­vi­ant­Art gibt es keine Hashtags (sondern Schlag­wör­ter) und kein ver­gleich­bar in­te­grier­tes soziales Netzwerk, denn ein WordPress-Projekt ist immer ein selbst­stän­di­ges Web­pro­jekt. Wer Reich­wei­te aufbauen will, braucht daher re­gel­mä­ßi­gen Content und Geduld. Be­schleu­ni­gen lässt sich dies, indem man andere Beiträge kom­men­tiert, sich mit anderen Bloggern vernetzt oder interne Ver­lin­kun­gen verwendet.

Vorteile Nachteile
Einfaches Erstellen eines eigenen Blogs Aufbau von Reich­wei­te schwierig
Zahl­rei­che kos­ten­lo­se Er­wei­te­run­gen Plug-ins können un­ter­ein­an­der zu Kom­pli­ka­tio­nen führen
Um­fang­rei­che SEO-Op­ti­mie­rung möglich Re­gel­mä­ßi­ge Updates notwendig (bei selbst ge­hos­te­ter Version)
Erstellen langer Text­in­hal­te

Medium: Hoch­wer­ti­ge Blogs mit schlich­tem Design

Der Mit­grün­der von Twitter, Evan Williams, ent­wi­ckel­te auch die eng­lisch­spra­chi­ge Plattform Medium. Die Al­ter­na­ti­ve zu Tumblr bietet die Mög­lich­keit, eigene Blog-Beiträge in an­spre­chen­dem und ein­heit­li­chem Design zu ver­öf­fent­li­chen. Hin­sicht­lich der Textlänge bestehen dabei deutlich mehr Frei­hei­ten. Zu­sätz­lich lassen sich die Inhalte durch ein­ge­bet­te­te Videos, Bilder oder auch Pinterest-Pins aufwerten. Andere Nutzer können Ihren Beitrag liken, kom­men­tie­ren und auch teilen. Bei jedem Blog­bei­trag wird au­to­ma­tisch die durch­schnitt­li­che Lesedauer angegeben. Auch in die Sta­tis­ti­ken eigener Beiträge gewährt Medium Einblick.

Mit täglich über 60 Millionen aktiven Nutzern lassen sich viele po­ten­zi­el­le Leser erreichen. Die Artikel auf Medium gelten als besonders qua­li­ta­tiv. Wenn Sie Ihre Inhalte bereits auf einer anderen Seite wie bei­spiels­wei­se WordPress angelegt haben, können Sie diese leicht im­por­tie­ren. Google sieht das nur als Ver­brei­tung von Inhalten und straft daher keinen Duplicate Content ab. Natürlich können vor einer Pu­bli­zie­rung noch Än­de­run­gen vor­ge­nom­men werden.

Vorteile Nachteile
Über 60 Millionen aktive Nutzer Schlech­te­re Auf­find­bar­keit bei Google
Einfache Bedienung Bedienung sowie Großteil der Inhalte auf Englisch
Ein­heit­li­ches, an­spre­chen­des Design Keine eigene Web­adres­se verfügbar
In­te­grier­te Ana­ly­se­tools

Blogger: Die Tumblr-Al­ter­na­ti­ve von Google

Auch Google hat eine Blogging-Plattform im Portfolio, die auf den ein­gän­gi­gen Namen Blogger hört und eine gute Al­ter­na­ti­ve zu Tumblr darstellt. Ähnlich wie bei WordPress erhält jeder Blog des Content-Ma­nage­ment-Systems eine eigene Domain. Auch um das Hosting und den Spei­cher­platz müssen sich Autoren nicht kümmern. Für das Design stehen viele Vorlagen, Layouts und Hin­ter­grund­bil­der zur Verfügung.

Die Al­ter­na­ti­ve von Google birgt aber noch einige weitere Vorteile. Mit dem On­line­dienst AdSense lässt sich au­to­ma­tisch Werbung im Blog anzeigen. Dadurch können Sie Ihre Beiträge mo­ne­ta­ri­sie­ren. Für die In­te­gra­ti­on des Google-Programms sind keine Pro­gram­mier­kennt­nis­se notwendig. Auch bei Blogger erhalten Sie Einblick in ver­schie­de­ne Sta­tis­ti­ken wie mo­nat­li­che Sei­ten­auf­ru­fe oder Angaben über die Quellen des Traffics. Die Ver­bin­dung mit Google Analytics erweitert die Aus­wer­tungs­mög­lich­kei­ten zu­sätz­lich. Zudem wird man in den Google-Such­ergeb­nis­sen deutlich schneller sichtbar als bei anderen Blogging-Platt­for­men.

Vorteile Nachteile
Eigene Domain Google-Konto für Anmeldung notwendig
Ver­schie­de­ne De­sign­vor­la­gen Weniger Er­wei­te­run­gen als bei WordPress
Gute Sicht­bar­keit bei Google Keine Shop-Funktion
Wer­be­ein­nah­men durch AdSense

Pinterest: Die Such­ma­schi­ne für In­spi­ra­ti­on und Krea­ti­vi­tät

Der Name Pinterest setzt sich aus den eng­li­schen Wörtern pin (dt. „anheften“) und interest (dt. „Interesse“) zusammen. Dem Namen ent­spre­chend werden in­ter­es­san­te Inhalte gepinnt und damit in einer eigenen Sammlung ge­spei­chert. Die visuell geprägte Plattform ähnelt einer Bild­da­ten­bank. Sowohl eigene als auch fremde Beiträge werden anderen Nutzern auf Boards mit un­ter­schied­li­chen Themen angezeigt. In­ter­es­sen­ten haben die Mög­lich­keit, nur den für sie in­ter­es­san­ten Pins zu folgen. Dadurch ist es mit der Tumblr-Al­ter­na­ti­ve leicht möglich, un­ter­schied­li­che Ziel­grup­pen an­zu­spre­chen. Praktisch: Auch YouTube-Videos oder Instagram-Postings können über Pinterest geteilt werden.

In der Praxis wird Pinterest häufig als Such­ma­schi­ne für Ideen und In­spi­ra­ti­on verwendet. Der Vorteil gegenüber anderen Platt­for­men ist die hohe Halb­werts­zeit des Contents: Beiträge sind rund drei Monate sichtbar. Zudem werden die Inhalte von Google indexiert und können auch über diese Quelle gefunden werden. Kom­men­ta­re und per­sön­li­che Nach­rich­ten sind auch auf Pinterest möglich, werden jedoch wenig genutzt. Mit einem kos­ten­lo­sen Business-Profil kann das in­te­grier­te Tool Pinterest Analytics genutzt werden. Damit sehen Content-Ersteller die Sta­tis­ti­ken ihrer Beiträge ein.

Vorteile Nachteile
Hohe Halb­werts­zeit des Contents Kaum Austausch in der Community
Reich­wei­te auch mit fremden Inhalten Fokus auf visuellen Content, kaum Text­in­hal­te
In­de­xie­rung bei Google
Pinterest Analytics

memosnag: Die Lösung für viel­fäl­ti­ge Content-Samm­lun­gen

Die eng­lisch­spra­chi­ge Tumblr-Al­ter­na­ti­ve memosnag er­mög­licht die Sammlung und Ver­öf­fent­li­chung be­lie­bi­ger Web- und Offline-Inhalte – ob Bilder, Videos, Text, Links oder komplette Webpages. Der jeweilige Content lässt sich bequem in Galerien oder über­grei­fen­den Samm­lun­gen („coll­ec­tions“) ein­sor­tie­ren und prä­sen­tie­ren. Dabei haben Nutzer die Wahl zwischen privaten und öf­fent­li­chen Samm­lun­gen, die auf Wunsch blog­ty­pisch kom­men­tiert und geteilt werden können. Browser-Er­wei­te­run­gen für Chrome und Firefox sowie Apps für iOS und Android ver­ein­fa­chen die Spei­che­rung der Inhalte dabei enorm. In den meisten Fällen genügt ein einfacher Klick, um das eigene memosnag-Projekt um den ge­wünsch­ten Input zu erweitern.

Die Ein­satz­zwe­cke für memosnag sind ebenso viel­fäl­tig wie die Mög­lich­kei­ten im­ple­men­tier­ba­rer Content-Typen. Studenten, die Re­cher­chen betreiben, können relevante Artikel und Quellen sys­te­ma­tisch speichern und jederzeit abrufen, während Lehr­kräf­te die Plattform bei­spiels­wei­se für die Ver­brei­tung von Lern­ma­te­ria­li­en oder For­schungs­re­fe­ren­zen nutzen können. Auch im privaten Bereich ist die Al­ter­na­ti­ve zu Tumblr gefragt: So lassen sich bei­spiels­wei­se Shopping-Wunsch­lis­ten oder die Lieb­lings­vi­de­os bekannter Vi­deo­platt­for­men wie YouTube teilen, Dis­kus­sio­nen zu ta­ges­ak­tu­el­len Themen starten oder – ganz klassisch – eigens kreierte Inhalte ver­öf­fent­li­chen.

Vorteile Nachteile
Einfache Ein­bin­dung externer Web­in­hal­te inklusive er­for­der­li­cher Quel­len­an­ga­be Keine eigene Web­adres­se verfügbar
Browser-Er­wei­te­run­gen und mobile Apps verfügbar Bedienung auf Englisch
Inhalte wahlweise privat oder öf­fent­lich
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