Headless-Commerce-Lösungen trennen Frontend und Backend und erlauben damit maximale Fle­xi­bi­li­tät bei Shop-Erlebnis, Per­for­mance und Ka­nal­in­te­gra­ti­on. Sie eignen sich besonders für Un­ter­neh­men, die in­di­vi­du­el­le Kun­den­er­leb­nis­se, Multi-Channel-Stra­te­gien oder hohe Ska­lier­bar­keit benötigen.

Zu­sam­men­fas­sung

Headless-Commerce-Lösungen ent­kop­peln das Frontend vom Backend und er­mög­li­chen so flexible Multi-Channel-Stra­te­gien sowie in­di­vi­du­el­le Kun­den­er­leb­nis­se.

  • En­ter­pri­se-Lösungen wie com­merce­tools oder VTEX bieten hohe Ska­lier­bar­keit für komplexe in­ter­na­tio­na­le Prozesse.
  • Platt­for­men wie Shopify und Big­Com­mer­ce erlauben eine schnelle Im­ple­men­tie­rung durch bewährte Backend-Funk­tio­nen.
  • Saleor bietet als Open-Source-Option maximale Kontrolle, während Shopware besonders für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men geeignet ist.
  • Die Auswahl hängt maß­geb­lich von Time-to-Market, Ent­wick­ler­ka­pa­zi­tä­ten und dem Ge­schäfts­mo­dell ab.

Was ist Headless Commerce?

Headless Commerce be­zeich­net eine Ar­chi­tek­tur, bei der die Prä­sen­ta­ti­ons­schicht bzw. das Frontend vom Commerce-Backend ent­kop­pelt ist. Im Gegensatz zu klas­si­schen E-Commerce-Lösungen bietet das Backend APIs, über die beliebige Frontends an­ge­bun­den werden können. Diese Ent­kopp­lung erlaubt schnel­le­re Ex­pe­ri­men­te am Frontend, un­ab­hän­gi­ge­re Tech­no­lo­gie­ent­schei­dun­gen und ein­fa­che­re Om­nich­an­nel-In­te­gra­tio­nen. Gleich­zei­tig ver­schiebt Headless oft mehr Ver­ant­wor­tung auf Ent­wick­ler­teams, weil Frontend-Features und Or­ches­trie­rung aktiv im­ple­men­tiert werden müssen. Für viele Un­ter­neh­men lohnt sich dieser Mehr­auf­wand durch höhere Per­for­mance und bessere Per­so­na­li­sie­rung.

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Die besten Headless-Commerce-Solutions im Überblick

Es gibt eine Vielzahl leis­tungs­star­ker Headless-Commerce-Lösungen, die sich in Funk­ti­ons­um­fang, Kom­ple­xi­tät und Ziel­grup­pe un­ter­schei­den.

com­merce­tools

com­merce­tools ist eine der be­lieb­tes­ten Platt­for­men im Headless-Bereich und verfolgt einen „API first“- und Mi­cro­ser­vice-ori­en­tier­ten Ansatz. Die Lösung ist auf hohe Ska­lier­bar­keit und Mul­tich­an­nel-Szenarien ausgelegt und wird von vielen großen Marken genutzt. com­merce­tools bietet modulare Commerce-Bausteine, die über APIs or­ches­triert werden. Das System setzt auf Fle­xi­bi­li­tät und erlaubt es, beliebige Frontends an ein robustes Backend an­zu­do­cken.

Bild: Screenshot der commercetools-Website
Mit com­mer­cer­tools können ins­be­son­de­re En­ter­pri­se-Lösungen umgesetzt werden. / Quelle: http://com­merce­tools.com/de

Für Un­ter­neh­men, die komplexe Regeln, viele Länder oder mehrere Brands betreiben, ist die Headless-Commerce-Lösung eine geeignete Wahl. Der Einstieg kann jedoch kosten- und res­sour­cen­in­ten­siv sein, denn sowohl Li­zenz­kos­ten als auch Im­ple­men­tie­rungs­auf­wand sind eher im oberen Bereich. Es existiert ein großes Part­ner­netz­werk für Im­ple­men­tie­rung, In­te­gra­tio­nen und Managed Services. Bei der Wahl sollten Sie Ihre internen Ent­wick­ler­ka­pa­zi­tä­ten, den In­te­gra­ti­ons­be­darf und Ihre lang­fris­ti­ge Planung be­rück­sich­ti­gen.

Vorteile Nachteile
Ska­lier­bar, API-first und modular Hohe Im­ple­men­tie­rungs- und Li­zenz­kos­ten
Starker Fokus auf En­ter­pri­se-Use-Cases Erfordert erfahrene Ent­wick­ler­teams
Großes Part­ner­öko­sys­tem Nicht optimal für einfache Shops

Shopify

Auch Shopify bietet mit Shopify Plus und der Store­front-API in Kom­bi­na­ti­on mit dem Framework Hydrogen ein Headless-Ökosystem, das besonders für B2C-Marken attraktiv ist. Shopify stellt die Commerce-Kern­funk­tio­nen bereit, während mit dem React-basierten Framework Hydrogen schnelle und per­for­man­te Store­fronts erstellt werden können. Der zentrale Vorteil ist die Kom­bi­na­ti­on aus bewährtem Backend und flexibler Frontend-Ent­wick­lung.

Bild: Screenshot der Shopify-Website
Shopify setzt für Headless Commerce auf eine Kom­bi­na­ti­on aus Store­front-API und dem React Framework Hydrogen. / Quelle: https://www.shopify.com/de/plus/solutions/headless-commerce

Die Ein­stiegs­hür­de von Shopify als Headless-Commerce-Solution ist oft niedriger als bei reinen En­ter­pri­se-Systemen, da Shopify viele operative Aufgaben übernimmt. Gleich­zei­tig gibt es Li­mi­ta­tio­nen bei sehr komplexen B2B-Prozessen oder stark an­ge­pass­ten Checkout-Flows, die zu­sätz­li­chen Ent­wick­lungs­auf­wand erfordern können. Für in­ter­na­tio­na­le und schnell wachsende Shops bietet Shopify eine gute Balance aus Ge­schwin­dig­keit und Sta­bi­li­tät. Auch der Ent­wick­lungs­auf­wand ist ver­gleichs­wei­se gering.

Vorteile Nachteile
Schnelle Er­stel­lung, bewährtes Commerce-Backend Ein­schrän­kun­gen bei sehr komplexen B2B-Szenarien
Große Ent­wick­ler- und App-Ökosystem Laufende Shop-Gebühren
Hydrogen für per­for­man­te React-Store­fronts

Saleor

Saleor ist eine Open-Source, GraphQL-first Headless-Commerce-Lösung, die sowohl als Cloud-Service als auch selbst gehostet betrieben werden kann. Die Plattform richtet sich an Teams, die maximale Kontrolle, Open-Source-Fle­xi­bi­li­tät und GraphQL-APIs verlangen. Saleor eignet sich sehr gut für Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler, die eine code­zen­tri­sche Lösung be­vor­zu­gen: schnelles Pro­to­ty­p­ing, eigene Er­wei­te­run­gen und tiefe In­te­gra­tio­nen sind möglich. Dank GraphQL ist die API-Nutzung sehr effizient für komplexe Frontend-Anfragen.

Bild: Screenshot der Saleor-Website
Die Headless-Commerce-Solution Saleor sticht mit ihrem Open-Source-Ansatz heraus. / Quelle: https://saleor.io

Saleor bietet ska­lier­ba­re Ar­chi­tek­tur, En­ter­pri­se-Features und eine aktive Community, wodurch der Tech­no­lo­gie-Lock-in reduziert wird. Für kleinere Un­ter­neh­men ohne Ent­wick­ler­res­sour­cen kann die Open-Source-Variante al­ler­dings mehr Aufwand bedeuten als fertige SaaS-Al­ter­na­ti­ven. Shops, die lang­fris­tig auf Kom­po­nier­bar­keit, Hosting-Fle­xi­bi­li­tät und niedrige Li­zenz­kos­ten setzen, finden in Saleor jedoch eine at­trak­ti­ve Option. Die Cloud-Option ver­ein­facht den Betrieb und die Ska­lie­rung, während die Selbst­ho­s­ting-Variante maximale Kontrolle er­mög­licht.

Vorteile Nachteile
Open Source, GraphQL-first, hohe Ent­wick­ler-Freiheit Erfordert Ent­wick­ler­kennt­nis­se
Flexible Hosting-Optionen (Cloud / Self-hosting) Nicht „out-of-the-box“ nutzbar
Gute Ska­lier­bar­keit und aktive Community Weniger fertige Mar­ket­place-Apps

Big­Com­mer­ce

Big­Com­mer­ce ist ein eta­blier­tes Commerce-Backend, das API-first-Fä­hig­kei­ten bietet und sich gut für Mid-Market bis En­ter­pri­se-Use-Cases eignet. Die Plattform bietet robuste Commerce-Funk­tio­nen. Als Headless-Option er­mög­licht Big­Com­mer­ce, beliebige Frontends zu nutzen und die Plattform übernimmt die trans­ak­tio­na­le Logik und Steuerung. Big­Com­mer­ce adres­siert dabei sowohl B2C- als auch B2B-Szenarien. Für Teams, die ein stabiles Backend suchen, aber eigene Frontends ent­wi­ckeln möchten, ist die Headless-Commerce-Solution eine prak­ti­ka­ble Wahl.

Bild: Screenshot der BigCommerce-Website
Big­Com­mer­ce verfügt über ein Part­ner­netz­werk, wodurch der Aufwand ver­rin­gert werden kann. / Quelle: https://www.big­com­mer­ce.de/

Die Headless-Commerce-Lösung verfügt über ein breites Netzwerk an Im­ple­men­tie­rungs- und In­te­gra­ti­ons­part­nern, was die Pro­jekt­lauf­zei­ten spürbar verkürzen kann. Gleich­zei­tig erfordern sehr spe­zi­fi­sche En­ter­pri­se-An­for­de­run­gen, wie hoch­gra­dig in­di­vi­du­el­le Workflows oder komplexe B2B-Preis­lo­gi­ken, oft zu­sätz­li­chen Ent­wick­lungs­auf­wand.

Vorteile Nachteile
API-Backend mit B2C/B2B-Funk­tio­nen Bei sehr in­di­vi­du­el­len En­ter­pri­se-Workflows Ein­schrän­kun­gen möglich
Gut für Mid-Market und schnel­le­re Im­ple­men­tie­rung Nicht so modular
Viele In­te­gra­ti­ons­part­ner

Elastic Path

Elastic Path ist eine API-first Plattform, die sich auf komplexe B2B-Szenarien und in­di­vi­du­el­le Commerce-Modelle kon­zen­triert. Die Lösung bietet Commerce-Or­ches­trie­rung, flexible Pro­dukt­mo­del­lie­rung und native Un­ter­stüt­zung für zu­sam­men­ge­setz­te Ver­kaufs­sze­na­ri­en. Elastic Path eignet sich vor allem als Plattform für Un­ter­neh­men mit hohem In­te­gra­ti­ons­be­darf und spe­zi­el­len Business-Logiken.

Bild: Screenshot der Elastic Path-Website
Mit Elastic Path können auch komplexe Business-Logiken umgesetzt werden. / Quelle: https://www.ela­s­tic­path.com

Die Plattform ist zwar technisch an­spruchs­voll, er­mög­licht aber sehr flexibel die Abbildung in­di­vi­du­el­ler Ge­schäfts­pro­zes­se. Viele Kundinnen und Kunden schätzen besonders, dass Elastic Path komplexe Commerce-Logik auch in un­ter­schied­li­chen Sys­tem­land­schaf­ten zu­ver­läs­sig steuern kann. Für mit­tel­gro­ße bis große B2B-Un­ter­neh­men mit um­fang­rei­chen Katalogen und spe­zi­el­len An­for­de­run­gen ist die Lösung daher gut geeignet – vor­aus­ge­setzt, es werden genügend Res­sour­cen für Ent­wick­lung und Ar­chi­tek­tur ein­ge­plant.

Vorteile Nachteile
Sehr flexibel für komplexe B2B-Modelle Hoher Im­ple­men­tie­rungs­auf­wand
Or­ches­trie­rungs- und In­te­gra­ti­ons­fea­tures Kosten und Kom­ple­xi­tät für kleinere Un­ter­neh­men
API-first, geeignet für he­te­ro­ge­ne Tech-Stacks

Fabric

Fabric ist ein Agentic-Commerce-Backend, das ebenfalls auf einen modularen API-first-Ansatz setzt. Dank stan­dar­di­sier­ter Bausteine für Catalog, Checkout, Ful­fill­ment und In­te­gra­tio­nen, mit Schwer­punkt auf Ge­schwin­dig­keit und einfacher In­te­gra­ti­on, eignet sich die Headless-Commerce-Lösung ideal für Retail- und DTC-Marken. Die Plattform zielt darauf ab, Commerce-Teams Lösungen ohne tiefen Ent­wick­lungs­auf­wand zu er­mög­li­chen, gleich­zei­tig sind aber auch Ent­wick­ler-APIs vorhanden.

Bild: Screenshot der Fabric-Website
Fabric überzeugt mit hilf­rei­chen Out-of-the-box-Funk­tio­na­li­tä­ten. / Quelle: https://fabric.inc

Fabric eignet sich für Marken, die eine schnel­le­re Im­ple­men­tie­rung als bei reinen En­ter­pri­se-Mi­cro­ser­vices suchen, aber mehr Kontrolle als bei mo­no­li­thi­schen Lösungen wünschen. Die Lösung ist besonders dann attraktiv, wenn Out-of-the-box-Funk­tio­nen wichtig sind. Für sehr in­di­vi­du­el­le, stark an­ge­pass­te Projekte kann jedoch zu­sätz­li­che Ent­wick­lung nötig werden. Insgesamt ist die Headless-Commerce-Solution ein guter Kom­pro­miss zwischen Be­dien­kom­fort und Headless-Fle­xi­bi­li­tät.

Vorteile Nachteile
Schnelle Im­ple­men­tie­rung, modulare Services Für sehr spezielle An­for­de­run­gen zu stan­dar­di­siert
Balance aus Low-Code und Developer-APIs Vendor-Lock-in durch pro­prie­tä­ren Ansatz
Fokus auf Retail

Swell

Swell ist eine Cloud-basierte Headless-Commerce-Lösung, die besonders durch ihre einfache Nutzung und viel­fäl­ti­ge Funk­tio­nen wie Sub­scrip­ti­ons, digitale Produkte und flexible Checkouts überzeugt. Die Plattform bietet ein über­sicht­li­ches Da­ten­mo­dell, klare APIs und hilf­rei­che SDKs, wodurch Frontend-Teams sehr schnell funk­ti­ons­fä­hi­ge Store­fronts umsetzen können. Startups und wachsende Marken schätzen vor allem, wie leicht sich mit Swell eine erste funk­ti­ons­fä­hi­ge Version ent­wi­ckeln und später erweitern lässt.

Bild: Screenshot der Swell-Website
Mit Swell lassen sich erste Versionen besonders schnell umsetzen. / Quelle: https://www.swell.is

Zudem er­mög­licht Swell eine gute Per­so­na­li­sie­rung und un­ter­stützt ver­schie­de­ne Ab­rech­nungs­mo­del­le, ohne dass dafür komplexe Kon­fi­gu­ra­tio­nen nötig sind. Gleich­zei­tig richtet sich die Lösung eher an pro­dukt­ori­en­tier­te Un­ter­neh­men mit kleinerem Budget; sehr große En­ter­pri­se-Projekte mit hoch­gra­dig in­di­vi­du­el­len Prozessen stoßen hier ge­le­gent­lich an Grenzen. Da Swell voll­stän­dig als Managed Service betrieben wird, entfällt für Un­ter­neh­men ein Großteil des tech­ni­schen Aufwands für Hosting, Updates und Si­cher­heit.

Vorteile Nachteile
Gute Developer-Ex­pe­ri­ence und schnelle Iteration Nicht so En­ter­pri­se-ori­en­tiert
Un­ter­stützt Abon­ne­ments und digitale Ge­schäfts­mo­del­le Grenzen bei sehr komplexer Or­ches­trie­rung
Managed Service, einfache Ad­mi­nis­tra­ti­on

VTEX

VTEX ist eine cloud­ba­sier­te Commerce-Plattform, die besonders für große, in­ter­na­tio­nal aus­ge­rich­te­te Un­ter­neh­men geeignet ist und starke Om­nich­an­nel-Funk­tio­nen bietet. Sie kom­bi­niert klas­si­sche Shop-Funk­tio­nen mit in­te­grier­ten Markt­platz-Features und einem leis­tungs­fä­hi­gen Order-Ma­nage­ment-System. Dank moderner APIs lässt sich VTEX pro­blem­los headless einsetzen und un­ter­stützt eine hohe Ska­lier­bar­keit im Online- und sta­tio­nä­ren Handel. Die Plattform wird häufig für komplexe Multi-Store- und Multi-Country-Setups genutzt.

Bild: Screenshot der VTEX-Website
Die Headless-Commerce-Lösung VTEX punktet mit eigenen Markt­plät­zen. / Quelle: https://vtex.com/de-de/

Die Ein­füh­rung der Headless-Commerce-Solution erfolgt meist pro­jekt­ba­siert und mit Un­ter­stüt­zung er­fah­re­ner Partner. VTEX deckt sowohl B2C- als auch B2B-An­for­de­run­gen ab und erlaubt die Ver­wal­tung großer Kataloge mit flexiblen Preis­re­geln. Ein besonders starkes Feature ist die Mög­lich­keit, einen eigenen Markt­platz zu betreiben und externe Händler ein­zu­bin­den. Für kleinere Shops kann der große Funk­ti­ons­um­fang von VTEX jedoch schnell zu komplex wirken.

Vorteile Nachteile
Starke Om­nich­an­nel- und Markt­platz-Funk­tio­nen Eher für größere Un­ter­neh­men geeignet
Gute Mul­ti­re­gio­nal-Fä­hig­kei­ten Recht viel Im­ple­men­tie­rungs­auf­wand
Um­fang­rei­che Commerce-Funk­tio­na­li­tät Zu viel Kom­ple­xi­tät für kleine Shops

Shopware

Shopware kom­bi­niert eine moderne API-first-Ar­chi­tek­tur mit einem be­nut­zer­freund­li­chen Admin und eignet sich damit besonders für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men, die Headless-Fle­xi­bi­li­tät ohne über­mä­ßi­ge Kom­ple­xi­tät suchen. Die Plattform er­mög­licht es, Frontends voll­stän­dig frei zu gestalten - ob klas­si­sche Store­front, App oder in­di­vi­du­el­le Touch­points. Durch den modularen Aufbau lassen sich Commerce-Prozesse schnell anpassen, ohne tief in den Code ein­grei­fen zu müssen.

Bild: Screenshot der Shopware-Website
Shopware eignet sich besonders gut für mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men. / Quelle: https://www.shopware.com/de/loesungen/headless-commerce/

Für Un­ter­neh­men mit mehreren Marken oder Län­der­shops bietet Shopware einen struk­tu­rier­ten Multi-Channel-Ansatz, der Kanäle kon­sis­tent verwaltet und erweitert. Gleich­zei­tig sollte man beachten, dass sehr komplexe B2B-Prozesse und hoch­gra­di­ge Ska­lie­rungs­an­for­de­run­gen zu­sätz­li­che Ent­wick­lungs­auf­wän­de oder En­ter­pri­se-Features erfordern.

Vorteile Nachteile
API-first ohne über­mä­ßi­ge Kom­ple­xi­tät Komplexe Prozesse nur mit zu­sätz­li­cher Ent­wick­lung
Besonders für mit­tel­stän­di­ge Un­ter­neh­men geeignet
Multi-Channel-Ansatz

Die Headless-Commerce-Lösungen auf einen Blick

Plattform/Kriterium En­ter­pri­se-Ska­lier­bar­keit Ent­wick­ler­freund­lich­keit Time-to-Market B2B-Fä­hig­kei­ten Kosten
com­merce­tools +++ ++ + +++ +++
Shopify ++ +++ +++ + ++
Saleor ++ +++ ++ ++ +
Big­Com­mer­ce ++ +++ +++ ++ ++
Elastic Path +++ ++ + +++ +++
Fabric + +++ +++ ++ ++
Swell ++ ++ +++ ++ +
VTEX +++ ++ ++ ++ +++
Shopware ++ +++ ++ +++ ++

Legende: + niedrig, ++ mittel, +++ hoch

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Fazit

Headless Commerce ist kein Selbst­zweck, sondern ein Ar­chi­tek­tur­prin­zip, das besonders dann sinnvoll ist, wenn Sie ka­nal­über­grei­fen­de Er­leb­nis­se, hohe Per­so­na­li­sie­rung oder komplexe in­ter­na­tio­na­le Prozesse umsetzen möchten. Für große, in­ter­na­tio­nal agierende Un­ter­neh­men mit komplexen An­for­de­run­gen eignen sich Platt­for­men wie com­merce­tools, Elastic Path oder VTEX. Sie bieten maximale Fle­xi­bi­li­tät, erfordern aber auch höheren Im­ple­men­tie­rungs­auf­wand und bringen ent­spre­chen­de Kosten mit sich.

Wenn Sie dagegen schnell ein­satz­fä­hi­ge Lösungen mit einem stabilen Backend suchen, sind Shopify Headless mit Hydrogen und der Store­front API oder Big­Com­mer­ce eine prag­ma­ti­sche Wahl: Sie verbinden bewährte Commerce-Funk­tio­nen mit modernen Frontend-Mög­lich­kei­ten.

Open-Source-Lösungen wie Saleor bieten maximale Ent­wick­ler­frei­heit und geringere Li­zenz­kos­ten, benötigen aber Res­sour­cen für Betrieb und Anpassung. Moderne Anbieter wie Fabric oder Swell schließen die Lücke für Marken, die schnell skalieren möchten und trotzdem flexible APIs benötigen.

Bei Ihrer Ent­schei­dung für eine Headless-Commerce-Lösung sollten Sie vor allem folgende Punkte be­rück­sich­ti­gen:

  • Ge­wünsch­te Time-to-Market
  • Vor­han­de­ne Ent­wick­ler- und In­te­gra­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten
  • Fokus auf B2B oder B2C
  • Lang­fris­ti­ge Multi-Channel-Strategie
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