Social Media sind mitt­ler­wei­le weit mehr als Platt­for­men für den digitalen Austausch von In­for­ma­tio­nen. Die gewaltige Reich­wei­te und der hohe Stel­len­wert von Facebook, Instagram und Co. haben das Interesse von Un­ter­neh­men geweckt: Diese nutzen die Netzwerke zur Stärkung der eigenen Marke und immer häufiger auch für den direkten Abverkauf von Produkten. Selbst für kleine Un­ter­neh­men und Selbst­stän­di­ge ist diese neue, als Social Commerce bekannte Ver­kaufs­stra­te­gie aufgrund des breiten Nut­zer­spek­trums in­ter­es­sant.

Erfahren Sie hier, warum Sie auch als Künstler oder Hand­wer­ker die Chance wahr­neh­men und Ihre Produkte auf Instagram und Facebook verkaufen sollten.

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Darum ist Social Commerce auf dem Vormarsch

Dass soziale Netzwerke eine große Chance bieten, direkten Einfluss auf das Ein­kaufs­ver­hal­ten ihrer Nutzer zu nehmen, ist seit langem bekannt. Zunächst haben Kunden die ver­schie­de­nen Social-Media-Platt­for­men al­ler­dings in erster Linie dafür genutzt, Einkäufe zu re­cher­chie­ren, Emp­feh­lun­gen von Freunden zu erhalten und neue Marken zu finden. Erst in jüngerer Ver­gan­gen­heit hat sich zunehmend auch das Social Selling etabliert, bei dem Kunden die Einkäufe direkt über die platt­form­ei­ge­nen Kauf-Buttons oder al­ter­na­ti­ve Dritt-Schalt­flä­chen zu externen Shops tätigen.

Hinweis

Die Di­gi­ta­li­sie­rung spielt im ge­schäft­li­chen Umfeld eine über­ge­ord­ne­te Rolle. Auch für lokale Un­ter­neh­men wird es immer wichtiger, sich der digitalen Zukunft zu stellen! Unser Artikel Warum Di­gi­ta­li­sie­rung für lokale Un­ter­neh­men so wichtig ist befasst sich in­ten­si­ver mit diesem Thema.

Ins­be­son­de­re auf die Ge­ne­ra­ti­on Z (geboren Mitte der 1990er- bis Anfang der 2000er-Jahre) üben die sozialen Medien einen riesigen Einfluss aus, bei den nach­fol­gen­den Mil­len­ni­als setzt sich dieser Trend wenig über­ra­schend fort. Zudem treiben die Konzerne hinter den Social-Media-Platt­for­men das Ver­kaufs­po­ten­zi­al ihrer Kanäle gezielt voran, weshalb ein weiteres Wachstum des Social Commerce in den nächsten Jahren zu pro­gnos­ti­zie­ren ist.

Bei dieser Ent­wick­lung spielt auch die aktuelle Corona-Krise eine ent­schei­den­de Rolle: In Folge der Pandemie stand und steht 2020 für die meisten Un­ter­neh­men eine Neu­aus­rich­tung in puncto Ver­kaufs­stra­te­gie auf dem Plan. Die Mög­lich­keit, das eigene Facebook- oder Instagram-Profil in einen direkten Ver­kaufs­ka­nal um­zu­wan­deln, bei dem sich Postings gezielt regional und an die ge­wünsch­te Ziel­grup­pe aus­spie­len lassen, kommt dabei für viele nicht ungelegen. Auch als Künstler und Hand­wer­ker sind Sie auf eine solche al­ter­na­ti­ve Werbe- und Ver­kaufs­platt­form aktuell mehr denn je an­ge­wie­sen, um den Folgen von Social Di­stancing und zö­ger­li­chem Kauf­ver­hal­ten ent­ge­gen­zu­tre­ten.

Warum ist Social Selling für Hand­wer­ker und Künstler so wichtig?

Vielen Hand­werks­be­trie­ben und Künstlern stellt sich bei der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Thema Social Commerce wohl zunächst die Frage, ob die Ver­mark­tung und der Verkauf über die sozialen Platt­for­men für das eigene Business überhaupt relevant sind. Aufgrund des zu­sätz­li­chen Aufwands, den der Aufbau und die Pflege eines eigenen Kanals inklusive direktem Pro­dukt­ver­kauf bei Facebook oder Instagram mit sich bringen, ist diese Frage si­cher­lich be­rech­tigt. Al­ler­dings sollten Sie Ihre Social-Media-Be­mü­hun­gen als In­ves­ti­ti­on in die Zukunft Ihres Geschäfts sehen.

Im Handwerk leben Sie ins­be­son­de­re von der Qualität Ihrer Arbeit, die sich heute al­ler­dings nicht mehr so einfach im per­sön­li­chen Kontakt her­um­spricht wie früher. Und an eben dieser Stelle kommen Social Media ins Spiel: Aufgrund ihrer Be­liebt­heit und Reich­wei­te sind Platt­for­men wie Facebook und Instagram im heutigen schnell­le­bi­gen Alltag der perfekte Ort, um po­ten­zi­el­len Kunden die Qualität der eigenen Er­zeug­nis­se bzw. Dienst­leis­tun­gen auf­zu­zei­gen. In Kom­men­ta­ren, Reviews oder Storys zeigt sich außerdem die Zu­frie­den­heit Ihrer Kunden – ebenfalls ein wichtiger Faktor in der Kauf­ent­schei­dung in­ter­es­sier­ter Nutzer.

Warum es darüber hinaus sinnvoll ist, die eigenen Kunst­wer­ke bzw. Hand­werks­er­zeug­nis­se auch direkt über Instagram bzw. Facebook zu verkaufen, liegt auf der Hand: Die Um­wand­lung in einen zahlenden Kunden gelingt ohne einen weiteren Zwi­schen­schritt. Die direkte Con­ver­si­on ver­rin­gert also das Risiko eines spontanen Absprungs. Nebenbei ist der Shop auf Facebook bzw. Instagram die perfekte Ver­kaufs­lö­sung für jeden Künstler bzw. Hand­wer­ker, der keinen eigenen On­line­shop betreibt und damit eine perfekte Ergänzung zur eigenen Künstler- bzw. Hand­wer­ker-Website.

Hinweis

Als ver­schie­den­ar­tig aus­ge­rich­te­te Social Networks bieten Facebook und Instagram Un­ter­neh­men eine sehr un­ter­schied­li­che Basis für die Ver­mark­tung und den Verkauf. Aufgrund der hohen Nut­zer­zahl punktet Facebook dabei in erster Linie mit der enormen Reich­wei­te, die Sie mit Ihren Commerce-Be­mü­hun­gen erzielen können. Instagram ver­spricht hingegen eine po­ten­zi­ell höhere In­ter­ak­ti­ons­ra­te, da Nutzer des Bilder-Netzwerks häufig ein grund­le­gen­des Kauf­in­ter­es­se mit­brin­gen.

Hand­wer­ker- bzw. Künstler-Shop ein­rich­ten auf Facebook oder Instagram

Wenn Sie Ihre Hand­werks­kunst über soziale Kanäle verkaufen möchten, stehen Ihnen hierfür ganz ver­schie­de­ne Optionen zur Verfügung. Sowohl auf Facebook als auch auf Instagram können Sie als Business-Account-Nutzer bei­spiels­wei­se Wer­be­an­zei­gen schalten oder Ihre Posts bzw. Stories mit einem Buy-Button versehen, der direkt in Ihren On­line­shop führt. Hinzu kommen platt­form­spe­zi­fi­sche Angebote wie der Facebook Mar­ket­place, eine Art eBay Klein­an­zei­gen, das direkt in das Social Network in­te­griert ist.

Tipp

IONOS bietet Ihnen mit Social Buy Button maß­ge­schnei­der­te Button-Lösungen für die Ver­knüp­fung von Social Media und Webshop!

Noch weitaus in­ter­es­san­ter für Künstler und Hand­wer­ker ist jedoch die Mög­lich­keit, einen Shop zu erstellen und ein­zu­rich­ten, der direkt in die jeweilige soziale Plattform ein­ge­bun­den ist. Facebook bietet dieses Feature bereits seit einigen Jahren – Instagram führte eine ent­spre­chen­de Option für Business- und Creator-Konten im Mai 2020 ein.

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Schritt 1: Un­ter­neh­mens­sei­te bzw. Business-Konto ein­rich­ten

Um einen eigenen Facebook-Shop betreiben zu können, benötigen Sie (wie bei der Buy-Button-Lösung) eine voll­stän­dig ein­ge­rich­te­te Un­ter­neh­mens­sei­te. Mit einem ge­wöhn­li­chen Facebook-Profil können Sie Ihre Hand­werks­kunst aus­schließ­lich über den Mar­ket­place an den Mann bzw. die Frau bringen. Insofern Sie noch über ein solches Standard-Profil verfügen, müssen Sie folglich zunächst eine Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­te erstellen, bevor Sie der nach­fol­gend prä­sen­tier­ten Anleitung folgend Ihren eigenen Shop in dem sozialen Netzwerk erstellen und ein­rich­ten können.

Um das Shop-Feature von Instagram in Anspruch nehmen zu können, benötigen Sie als Hand­wer­ker bzw. Künstler ein Business-Konto. Wie genau Sie Ihr Standard-Profil zu einem solchen Business-Konto umwandeln, the­ma­ti­siert der Artikel „Social-Media-Basics: Instagram für Un­ter­neh­men“.

Schritt 2: Facebook Commerce Manager aufrufen

Die Kreation Ihres per­sön­li­chen Hand­wer­ker- bzw. Künstler-Shops auf Facebook erledigen Sie mithilfe des Facebook Commerce Managers, den Sie zu diesem Zweck starten. Melden Sie sich mit Ihrem Business-Profil an und klicken Sie an­schlie­ßend auf die Schalt­flä­che „Shop hin­zu­fü­gen“:

Schritt 3: Art des Kauf­ab­schlus­ses wählen

Fahren Sie mit der Ein­rich­tung fort, indem Sie auf „Weiter“ klicken. Es öffnet sich das Aus­wahl­me­nü für die Art des Kauf­ab­schlus­ses. Darin legen Sie fest, über welchen Kanal der Kauf­ab­schluss mit Ihren po­ten­zi­el­len Kunden statt­fin­den soll. Zur Auswahl stehen:

  • Kauf­ab­schluss auf einer anderen Website: Kunden können in Ihrem Hand­wer­ker-/Künstler-Shop auf Facebook oder Instagram stöbern. Erst auf der Seite eines Produkts werden sie für den Kauf­ab­schluss auf Ihre Website bzw. zu Ihrem On­line­shop wei­ter­ge­lei­tet.
     
  • Kauf­ab­schluss per Nachricht: Stimmen Nutzer dem Kauf zu, werden sie wahlweise zum Facebook Messenger, zu Instagram Direct oder einer WhatsApp-Un­ter­hal­tung wei­ter­ge­lei­tet, wo Sie alle weiteren For­ma­li­tä­ten klären können.
     
  • Checkout mit Facebook oder Instagram: Nutzer können Ihr Angebot im Facebook- bzw. Instagram-Shop in­spi­zie­ren und die ge­wünsch­te Ware dort direkt kaufen, ohne in ir­gend­ei­ner Weise wei­ter­ge­lei­tet zu werden.
Tipp

Sie wollen den Shop auf Instagram oder Facebook mit einem eigenen On­line­shop kom­bi­nie­ren? Die eShop-Lösungen von IONOS liefern Ihnen die passende Basis – vom kleinen Shop bis zur großen eCommerce-Plattform!

Schritt 4: Bank-, Steuer- und Zah­lungs­in­for­ma­tio­nen hin­ter­le­gen

Im nächsten Schritt wählen Sie die Option „Im Commerce Manager ein­rich­ten“ aus. Die Al­ter­na­ti­ve ist eine Ver­knüp­fung mit einem Shop­sys­tem wie Shopify oder Magento und setzt damit voraus, dass Sie bereits über eine solche Software-Lösung verfügen.

An­schlie­ßend geben Sie alle grund­le­gen­den Daten zu Ihrem Konto (aktuelle Vor­aus­set­zung: Konto bei einer US-Bank) und wichtige Ge­schäfts­in­for­ma­tio­nen wie Ihre Steuer-ID, Ver­sand­op­tio­nen, Rück­ga­be­richt­li­ni­en etc. an.

Schritt 5: Artikel-Katalog hin­zu­fü­gen

Zum Abschluss können Sie nun einen Pro­dukt­ka­ta­log erstellen, in dem Sie alle Ihre Kunst­wer­ke bzw. Leis­tun­gen inklusive passendem Bild­ma­te­ri­al prä­sen­tie­ren. Nehmen Sie sich hierfür genügend Zeit – die Fotos Ihrer Kunst sind neben Emp­feh­lun­gen der wich­tigs­te Faktor, um das Interesse der Nutzer zu wecken und po­ten­zi­el­le Kunden zu gewinnen. Insofern Sie eher Neuling auf diesem Gebiet sind, legen wir Ihnen unseren Ratgeber „Pro­dukt­fo­to­gra­fien für den On­line­shop“ ans Herz, der die wich­tigs­ten Tipps und Tricks in puncto Pro­dukt­fo­tos zu­sam­men­fasst.

Sollten Sie schon einen Katalog erstellt haben, wählen Sie diesen an dieser Stelle einfach aus, und Ihr Shop wird in der Folge au­to­ma­tisch erstellt. Das Er­schei­nungs­bild Ihres Hand­wer­ker-/Künstler-Shops auf Facebook oder Instagram können Sie später jederzeit anpassen und per­so­na­li­sie­ren.

Produkte, die sich gut auf Social Media verkaufen lassen

Für Künstler und Hand­wer­ker birgt Social Commerce eine Menge Potenzial, was ins­be­son­de­re darauf zu­rück­zu­füh­ren ist, dass sich die Er­zeug­nis­se Ihrer Arbeit gut über Bilder verkaufen lassen. Die typischen Top-Produkte der sozialen Netzwerke wie Kleidung oder Ac­ces­soires pro­fi­tie­ren ebenfalls von diesem Umstand. In den sel­tens­ten Fällen geht es dabei in den Social Media darum, das Produkt als Einzelnes zu prä­sen­tie­ren – viel wichtiger ist es, An­wen­dungs­sze­na­ri­en auf­zu­zei­gen und den Nutzern im Op­ti­mal­fall gleich weitere In­spi­ra­ti­ons­quel­len zu liefern.

Haben Sie bei­spiels­wei­se einen Stuhl gebaut und möchten diesen Ihrem Pro­dukt­ka­ta­log hin­zu­fü­gen, erzielen Sie mit einem Bild, das einen dazu passenden Tisch und Wohnraum prä­sen­tiert, deutlich mehr Wirkung. Zu­sätz­lich nutzen Sie so die Chance, Ihre Kunden nebenbei für weitere Produkte Ihres Sor­ti­ments zu be­geis­tern. Auch Bilder, die Sie oder Mit­ar­bei­ter bzw. Kollegen Ihres Un­ter­neh­mens bei der Ausübung Ihrer künst­le­ri­schen bzw. hand­werk­li­chen Tätigkeit zeigen, können ein wichtiger Faktor bei der Ver­trau­ens­bil­dung sein.

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