CREATE TABLE in MariaDB: So legen Sie eine neue Tabelle an

CREATE TABLE wird in MariaDB für die Erstellung neuer Tabellen genutzt. Da diese innerhalb der Datenbank einzigartig sein müssen, gibt es die Optionen OR REPLACE und IF NOT EXISTS, mit denen Dopplungen und Fehlermeldungen verhindert werden.

Was ist CREATE TABLE für MariaDB?

Die Anweisung CREATE TABLE wird in MariaDB verwendet, um eine neue Tabelle zu erstellen, die dann im Anschluss mit Daten gefüllt werden kann. Da MariaDB ein relationales Datenbankmanagementsystem (DBMS) ist, dienen diese Tabellen als Basis für sämtliche Speichervorgänge. Bereits während der Erstellung werden die einzelnen Spalten definiert und dabei vor allem festgelegt, für welche Datentypen diese vorgesehen sein sollen. Tabellen sind innerhalb einer neuerstellten Datenbank – MariaDB CREATE DATABASE – einzigartig, sodass eine Fehlermeldung erscheint, wenn eine Tabelle mit demselben Namen bereits existiert. In den folgenden Abschnitten erklären wir, wie Sie CREATE TABLE in MariaDB anwenden und welche Spezifikationen Sie nutzen können.

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Syntax und Funktionsweise

Die generelle Syntax von CREATE TABLE in MariaDB folgt immer diesem Prinzip:

CREATE TABLE Name_der_Tabelle(
	Name_der_ersten_Spalte Datentyp_der_ersten_Spalte,
	Name_der_zweiten_Spalte Datentyp_der_zweiten_Spalte,
	…
);	
sql

Dabei erstellen Sie zunächst eine neue Tabelle, der Sie einen eigenständigen Namen anstelle des Platzhalters „Name_der_Tabelle“ geben. Erlaubt sind dabei alle Zeichen des ASCII-Codes. Anschließend spezifizieren Sie die einzelnen Spalten. Jede dieser Spalten erhält einen eigenen Namen und den Datentyp, der innerhalb dieser Spalte hinterlegt werden darf. Alle Spalten werden durch Kommata voneinander getrennt.

OR REPLACE und IF NOT EXISTS

Da Tabellen einzigartig sein müssen, erhalten Sie eine Fehlermeldung, falls bereits eine gleichnamige Tabelle existiert. Um dieses Problem zu umgehen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Die Option OR REPLACE überprüft, ob eine Tabelle mit demselben Namen bereits in der Datenbank existiert. Ist dies der Fall, wird die alte Tabelle durch die neue ersetzt. Andernfalls wird die neue Tabelle einfach erstellt. Die Syntax dieser Anweisung sieht so aus:

CREATE OR REPLACE TABLE Name_der_Tabelle(
	Name_der_ersten_Spalte Datentyp_der_ersten_Spalte,
	Name_der_zweiten_Spalte Datentyp_der_zweiten_Spalte,
	…
);
sql

Beachten Sie dabei allerdings, dass die alte Tabelle überschrieben wird und dadurch mögliche Inhalte verloren gehen. Die Option funktioniert als Kurzform dieses Codes:

DROP TABLE IF EXISTS Name_der_Tabelle;
CREATE TABLE Name_der_Tabelle(
	Name_der_ersten_Spalte Datentyp_der_ersten_Spalte,
	Name_der_zweiten_Spalte Datentyp_der_zweiten_Spalte,
	…
);
sql

Eine weitere Möglichkeit, um Dopplungen beziehungsweise die darauffolgenden Fehlermeldungen zu umgehen, ist die Option IF NOT EXISTS. Diese überprüft, ob eine namensgleiche Tabelle bereits in der Datenbank geführt wird. Ist dies der Fall, erhalten Sie lediglich eine Benachrichtigung und es wird keine Tabelle überschrieben. Gibt es keine Tabelle unter diesem Namen, wird eine neue Tabelle erstellt. Die entsprechende Syntax sieht so aus:

CREATE TABLE IF NOT EXISTS Name_der_Tabelle(
	Name_der_ersten_Spalte Datentyp_der_ersten_Spalte,
	Name_der_zweiten_Spalte Datentyp_der_zweiten_Spalte,
	…
);
sql

Beispiel für CREATE TABLE in MariaDB

Die Funktionsweise von CREATE TABLE in MariaDB lässt sich am einfachsten mit einem kleinen Beispiel veranschaulichen. Dafür erstellen wir eine Tabelle für eine fiktive Projektliste mit insgesamt acht Spalten. Diese sieht so aus:

CREATE TABLE Projekte(
	projektnummer INT AUTO_INCREMENT,
	nachname VARCHAR(50) NOT NULL,
	vorname VARCHAR(50),
	anfang DATE,
	ende DATE,
	kosten DOUBLE,
	aufgaben VARCHAR(255) NOT NULL,
	created_at TIMESTAMP DEFAULT CURRENT_TIMESTAMP,
	PRIMARY KEY (projektnummer)
);
sql

Im ersten Schritt erstellen wir so eine neue Tabelle und nennen sie „Projekte“. In den folgenden Zeilen spezifizieren wir die einzelnen Spalten:

  • projektnummer: In dieser Spalte wird dem Projekt eine individuelle Nummer zugeteilt. Sie wird als Primärschlüssel behandelt und dient damit zur klaren Zuteilung jeder einzelnen Zeile. Durch AUTO_INCREMENT weisen wir das Programm an, die Einträge in „projektnummer“ automatisch fortzuführen, um so eine einheitliche Reihenfolge zu gewährleisten.
  • nachname: Hier wird der Nachname des Kunden oder der Kundin eingetragen. Der Eintrag darf eine Abfolge von bis zu 50 Zeichen umfassen. Durch NOT NULL legen wir fest, dass diese Spalte nicht leerbleiben darf.
  • vorname: Die Spalte „vorname“ funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie die vorangegangene Spalte. Da der Vorname allerdings nicht obligatorisch für die Abrechnung ist, kann diese Spalte auch leerbleiben.
  • anfang: Hier wird der Beginn eines fortlaufenden Projekts hinterlegt. Die zulässigen Werte sind ein Datum im eingestellten Datumsformat oder der Nullwert.
  • ende: „ende“ beschreibt die Deadline oder den tatsächlichen Abschluss eines Projektes. Auch diese Werte dürfen im Format DATE oder NULL sein.
  • kosten: In dieser Spalte wird der Rechnungsbetrag aufgelistet. Er wird im Format DOUBLE hinterlegt.
  • aufgaben: Unter „aufgaben“ ist Platz für eine kurze Beschreibung der Serviceleistungen, die für das Projekt durchgeführt wurden. Die Spalte bietet Platz für bis zu 255 Zeichen und darf nicht leerbleiben.
  • created_at: In der letzten Spalte wird das Datum der jeweiligen Projekterstellung hinterlegt. Basis dafür ist die aktuelle Uhrzeit und Datumsangabe des Systems.
Tipp

In unserem Digital Guide erfahren Sie alles Wichtige über MariaDB. So erklären wir zum Beispiel, wie Sie den Befehl MariaDB CREATE USER nutzen. Auch einen großen Vergleich von MariaDB und MySQL sowie alles Wissenswerte zur Installation von MariaDB finden Sie dort.