Google Analytics sammelt eine Vielzahl von In­for­ma­tio­nen, die Ihnen etwas über die Besucher auf Ihrer Seite verraten können. Das Tool bündelt bei­spiels­wei­se In­for­ma­tio­nen darüber, wer die Webseite wie oft und wie lange besucht, zeigt de­mo­gra­phi­sche Daten und welche Endgeräte Sei­ten­be­su­cher benutzen.

Die Ver­wen­dung dieser ge­sam­mel­ten In­for­ma­tio­nen ist für viele Bereiche in­ter­es­sant. So lassen sich Content-Marketing-Stra­te­gien durch die Analyse der be­lieb­tes­ten Beiträge, Seiten, Produkte oder anderer Inhalte anpassen oder erstellen, Inbound-Marketing kann ver­bes­sert, das Publikum besser seg­men­tiert, Be­nut­zer­er­fah­rung optimiert und Con­ver­si­on-Raten ge­stei­gert werden. Daher ist Google Analytics das beste Standard-Tool, um die Per­for­mance Ihrer WordPress-Seite lang­fris­tig zu op­ti­mie­ren.

Google Analytics & WordPress: 3 ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten

Vor der Ein­bin­dung von Google Analytics in WordPress müssen Sie auf der Start­sei­te der Google-Marketing-Plattform unter der Schalt­flä­che „Kostenlos Starten“ ein neues Google-Analytics-Konto erstellen. Nach er­folg­rei­cher Er­stel­lung finden Sie den von Google er­stell­ten Tracking-Code für Ihre Webseite unter Ver­wal­tung Tracking-In­for­ma­tio­nen. Diesen Code können Sie später in WordPress einbinden.

Wir erklären Ihnen in dieser Anleitung, auf welchem Wege Sie mit dem Tracking-Code Google Analytics in WordPress einbinden können und was Sie bezüglich des Da­ten­schut­zes alles beachten müssen.

Google Analytics Plugin für WordPress

Der ein­fachs­te Weg, Google Analytics zu Ihrer Webseite hin­zu­zu­fü­gen, ist mit einem Plugin, da es hierbei nicht notwendig ist, den Code der Seite zu be­ar­bei­ten. Es stehen mehrere WordPress-Plugins zur Auswahl, die das Einbinden von Google Analytics in WordPress er­leich­tern. Wir empfehlen das kos­ten­lo­se GA Google Analytics Plugin von Jeff Starr mit über 400.000 aktiven In­stal­la­tio­nen und einer Fünf-Sterne-Bewertung als Ge­samt­schnitt.

Tipp

Hosting fĂĽr WordPress von IONOS ganz einfach: Mit einer Reihe perfekt ab­ge­stimm­ter Er­wei­te­run­gen, die Ihnen die Arbeit er­leich­tern, können Sie sofort mit der Er­stel­lung von Inhalten auf Ihrer neuen WordPress-Seite loslegen.

Nach In­stal­la­ti­on und Ak­ti­vie­rung des Plugins muss der zuvor erhaltene Google-Analytics-Tracking-Code in den Ein­stel­lun­gen hin­zu­ge­fügt werden. Öffnen Sie in Ihrem WordPress-Dashboard unter Ein­stel­lun­gen den Reiter Google Analytics. In den Plugin-Ein­stel­lun­gen fügen Sie die Tracking-ID in das ent­spre­chen­de Feld ein. Wenn Sie den Code eingefügt haben, scrollen Sie nach unten und klicken auf die Schalt­flä­che „Än­de­run­gen speichern“. Google Analytics sollte nun auf Ihrer WordPress-Webseite aktiv sein.

Google Analytics Tracking-Code

Wenn Sie kein Plugin verwenden möchten, können Sie den Google-Analytics-Tracking-Code direkt in das WordPress-Theme über die functions.php-Datei einfügen. So geht’s:

Für die manuelle Eingabe des Google-Analytics-Tracking-Codes ist es wichtig, dass ein Child-Theme verwendet wird. Dies ver­hin­dert, dass der Tracking-Code bei jedem Update des WordPress-Themes über­schrie­ben wird.

Fakt

Ein WordPress-Child-Theme ist ein Theme, das die Funk­tio­nen eines anderen über­ge­ord­ne­ten Themes erbt. Die über­ge­ord­ne­te Vorlage wird dem­entspre­chend Parent-Theme (auch Eltern- oder Mutter-Theme) genannt.

Um den Code zu der WordPress-Webseite hin­zu­zu­fü­gen, gehen Sie zum Theme-Editor und suchen nach der header.php-Datei. Dort fügen Sie den Google Analytics Tracking-Code direkt vor dem schlie­ßen­den </head> Tag im Editor ein.

Klicken Sie auf die Schalt­flä­che „Datei ak­tua­li­sie­ren“. Der Google-Analytics-Tracking-Code wird jetzt zu WordPress hin­zu­ge­fügt.

Google Tag Manager für WordPress

Zu­sätz­lich gibt es die Mög­lich­keit, Google Analytics in WordPress mit Hilfe des Google Tag Managers ein­zu­bin­den.

Der Google Tag Manager ist ein Tag-Ver­wal­tungs­sys­tem, mit dem Sie Tags und Code auf Ihrer Website verwalten können, anstatt den Code direkt in WordPress zu be­ar­bei­ten. Das reduziert Fehler und er­mög­licht eine Be­ar­bei­tung ohne Ent­wick­ler­kennt­nis­se. Für eine einfache In­stal­la­ti­on können Sie einen Google Tag Manager als WordPress-Plugin nutzen.

Laden Sie sich das Plugin herunter, in­stal­lie­ren und ak­ti­vie­ren Sie es. Legen Sie ein Google-Tag-Manager-Konto an und erstellen Sie einen neuen Container. Kopieren Sie die Container-ID aus dem Google-Tag-Manager-Dashboard, indem Sie zum Admin-Tab na­vi­gie­ren und nach einer Reihe von Zeichen suchen, die mit „GTM“ beginnen. Auf Ihrer WordPress-Webseite fügen Sie die Google-Tag-Manager-ID in das ent­spre­chen­de Feld auf der Ein­stel­lungs­sei­te des Plugins unter Ein­stel­lun­gen im Reiter Google Tag Manager ein.

Jedes Tag, das im Google Tag Manager ein­ge­rich­tet wurde, funk­tio­niert jetzt über das Plugin auch auf der WordPress-Website.

Managed Hosting für WordPress
Erstellen Sie Ihre Website mit AI, wir über­neh­men den Rest
  • Keine Vor­kennt­nis­se nötig dank be­nut­zer­freund­li­cher AI-Tools
  • Voll­stän­dig anpassbar mit Themes und Plugins
  • Einfache Updates und minimaler Admin-Aufwand

Google Analytics und Da­ten­schutz

Gemäß den aktuellen EuGH-Urteilen darf Google Analytics nicht mehr ohne Ein­wil­li­gung der Besucher verwendet werden. Daher müssen Sie einige Vor­keh­rung treffen, um die da­ten­schutz­kon­for­me Ver­wen­dung von Google Analytics auf Ihrer Seite si­cher­zu­stel­len:

  1. Abschluss eines aktuellen Auf­trags­ver­ar­bei­tungs­ver­tra­ges mit Google:
    Der Abschluss des Auf­trags­ver­ar­bei­tungs­ver­trags ist direkt in Ihrem Google-Analytics-Konto möglich. Mehr In­for­ma­tio­nen zum Ab­schlie­ßen des Vertrags finden Sie auf dieser Google-Support-Seite.
     
  2. Ak­ti­vie­rung der IP-An­ony­mi­sie­rung:
    Durch die Anpassung des Tracking-Codes mit der Funktion „_an­ony­mi­zelp“ in der Ja­va­Script-Bi­blio­thek „ga.js“ ga­ran­tie­ren Sie, dass die IP-Adresse Ihrer Besucher nicht komplett ge­spei­chert wird. Die letzten Ziffern, welche eine Iden­ti­fi­ka­ti­on des genutzten Rechners er­mög­li­chen, werden durch die Ziffer 0 ersetzt. Mehr In­for­ma­tio­nen über die IP-An­ony­mi­sie­rung erhalten Sie auf dieser Google-Support-Seite.
     
  3. Verzicht auf „User-ID-Funktion“:
    In der neuen Version von Google „Universal Analytics" werden noch mehr Daten ver­ar­bei­tet als bei der Standard-Version. Daher sollte hier die User-ID de­ak­ti­viert be­zie­hungs­wei­se nicht verwendet werden. Dieses Cross-Device-Tracking, das es dem Web­sei­ten­be­trei­ber erlaubt, die User-ID noch ef­fek­ti­ver zu tracken, ist nicht mit den da­ten­schutz­recht­li­chen Vorgaben in Deutsch­land nicht konform.
     
  4. Abstellen der Ziel­grup­pen-Funktion (so­ge­nann­tes Re­mar­ke­ting):
    Diese Ein­stel­lung kann in den Optionen der Pro­per­ties in Google Analytics angepasst werden. Mehr In­for­ma­tio­nen erhalten Sie auf dieser Google-Support-Seite.
     
  5. Im­ple­men­tie­rung des De­ak­ti­vie­rungs-Add-on:
    Der Besucher hat hiermit die Mög­lich­keit, Wi­der­spruch (ein so­ge­nann­tes Opt-out) gegen die Erfassung von Nut­zungs­da­ten ein­zu­le­gen. Dies gilt für alle gängigen Browser, jedoch nicht für mobile Endgeräte.
     
  6. Im­ple­men­tie­rung des Opt-out-Cookies:
    Durch einen einfachen Klick kann der Besucher das Analytics-Tracking un­ter­bin­den und somit auch mobil wi­der­spre­chen. Eine Anleitung zur Umsetzung via Ja­va­Script (Disabling Tracking) finden Sie in diesem Artikel von Google.
     
  7. Be­schrän­kung der Spei­cher­dau­er:
    Be­schrän­ken Sie die Spei­cher­dau­er der Daten in den Ein­stel­lun­gen (max. 14 Monate) und de­ak­ti­vie­ren Sie die Funktion „bei neuer Aktivität zu­rück­set­zen“.
     
  8. Da­ten­schutz­er­klä­rung:
    In­for­mie­ren Sie Ihre Besucher voll­stän­dig in Ihrer Da­ten­schutz­be­leh­rung darüber, ob und wie Sie Google Analytics einsetzen. Führen Sie auch die oben auf­ge­führ­ten Punkte Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung (ADV), IP-An­ony­mi­sie­rung und die Wi­der­spruchs­mög­lich­kei­ten (Browser-Plugin und Opt-out-Cookie) auf.
Tipp

Um die Per­for­mance Ihrer Website zu ana­ly­sie­ren, gibt es auch weitere Tools. Manche Google-Analytics-Al­ter­na­ti­ven haben bei­spiels­wei­se einen stärkeren Fokus auf Da­ten­schutz.

Zum Hauptmenü