Grußformeln in E-Mails: So finden Sie das passende E-Mail-Ende
Die Grußformel am Ende einer E-Mail bietet die Gelegenheit, Professionalität zu beweisen, einen guten letzten Eindruck zu hinterlassen und gleichzeitig die (Geschäfts-)Beziehung zu pflegen. Wir geben Ihnen einen Überblick über geläufige Grußformeln in E-Mails und verraten Ihnen, wann Sie welche Formel verwenden und worauf Sie beim Ende einer E-Mail achten sollten.
Klassische und professionelle Grußformeln für eine E-Mail
| Grußformel | Wirkung/Bedeutung |
|---|---|
| Mit freundlichen Grüßen | ✓ vor allem beim Erstkontakt nie verkehrt ✓ traditionell, höflich, aber auch förmlich |
| Freundliche Grüße | ✓ gebräuchliche und etwas modernere Form von „Mit freundlichen Grüßen“ |
| Viele Grüße | ✓ neutral, etwas weniger förmlich |
| Beste Grüße/Mit besten Grüßen | ✓ weit verbreitete, moderne Grußformel für professionelle und kollegiale Kontexte |
Besonders bei professionellen Mailings und Newslettern hilft das IONOS E-Mail-Marketing-Tool, die passende Tonalität zu wahren. Mit integrierten Vorlagen und einem KI-Assistenten finden Sie für jede Zielgruppe den richtigen Abschluss.
Persönliche Grußformeln für eine E-Mail
| Grußformel | Wirkung/Bedeutung |
|---|---|
| Herzliche Grüße | ✓ persönlich, wertschätzend und noch professionell |
| Liebe Grüße | ✓ sehr persönlich ✓ im Geschäftskontext nur bei guten Kolleginnen und Kollegen zu verwenden |
| Sonnige Grüße | ✓ umgangssprachlich, sympathisch |
| Viele Grüße nach … | ✓ neutral und gleichzeitig persönlich ✓ ideal für regelmäßigen Kontakt |
| Viele Grüße aus … | ✓ neutral und persönlich ✓ schafft Nähe |
| Bis dahin, beste Grüße | ✓ moderner Abschluss für private oder kollegiale E-Mails |
Grußformeln werden auch gerne abgekürzt: „MfG“, „VG“ und „LG“. In interner Kommunikation oder bei regelmäßigem Austausch können Abkürzungen wie „VG“ oder „LG“ durchaus angemessen sein. In formellen Schreiben oder beim Erstkontakt sollten sie jedoch besser vermieden werden.
Anlassbezogene Grußformeln in E-Mails
Wenn Sie nicht immer auf die reinen Standardformulierungen zurückgreifen möchten, bieten Ihnen die Woche, das Jahr und der Alltag viele Möglichkeiten, in Ihrem E-Mail-Ende für Abwechslung zu sorgen und so eine gewisse Verbindung und Vertrautheit herzustellen. Zum Beispiel:
| Grußformel | Wirkung/Bedeutung |
|---|---|
| Viele Grüße und ein angenehmes Wochenende | ✓ für etablierte professionelle Beziehungen |
| Beste Grüße und frohe Feiertage | ✓ für private oder kollegiale Beziehungen Achtung: Verwenden Sie diese Grußformel nur, wenn Sie sicher sind, dass die angesprochenen Feiertage für die Empfängerin oder den Empfänger relevant sind! |
| Viele Grüße und eine weiterhin erfolgreiche Restwoche | ✓ freundlich, motivierend und professionell ✓ unterstreicht die Kompetenzen der Empfängerin oder des Empfängers |
Sämtliche oben gelisteten Grußformeln mit Bezug zu einem Anlass lassen sich natürlich abwandeln und mit anderen Standardformulierungen kombinieren.
Inhaltsbezogene Grußformeln für E-Mails
In Ihrer Grußformel können Sie den Zweck Ihrer E-Mail noch einmal unterstreichen und hervorheben. Bitten Sie beispielsweise jemanden um einen Gefallen, können Sie die Abschlussworte nutzen, um sich vorab für die von Ihnen angefragte Hilfe zu bedanken oder Ihren Dank für bereits erhaltene Unterstützung aussprechen. Auch Genesungswünsche können in der Grußformel formuliert werden:
Auch Genesungswünsche können in der Grußformel formuliert werden:
| Grußformel | Wirkung/Bedeutung |
|---|---|
| Vielen Dank im Voraus | ✓ wertschätzend und professionell ✓ betont die von der Empfängerin oder vom Empfänger erbetene Unterstützung, kann jedoch auch als Druckmittel empfunden werden |
| Vielen Dank und beste Grüße | ✓ wertschätzend und freundlich ✓ der erbetene Gefallen steht zwar nicht im Vordergrund, doch wird deutlich erwähnt |
| Mit bestem Dank und vielen Grüßen | ✓ förmliche, sehr höfliche und wertschätzende Grußformel ✓ klare Betonung der Dankbarkeit |
| Gute Besserung und viele Grüße | ✓ Genesungswünsche heben das Wohlwollen der Senderin oder des Senders und die Beziehung zur Empfängerin oder zum Empfänger hervor |
No-Gos für Grußformeln in einer E-Mail
Es gibt Grußformeln und E-Mail-Abschlüsse, die in einigen beruflichen Situationen unpassend oder unprofessionell wirken können. Ihre Bewertung hängt aber immer stark davon ab, in welcher Branche, mit welcher Kommunikationskultur und in welchem Kontext Sie schreiben. Einige Beispiele zeigt die nachfolgende Tabelle.
| No-Go | Grund |
|---|---|
| Hochachtungsvoll | ✗ veraltet und etwas „drüber“ |
| Herzlichst | ✗ veraltet |
| Gruß/Grüße | ✗ zu kurz und unpersönlich ✗ vermittelt schnell den Eindruck von Distanz oder Ungeduld |
| Schöne Grüße | ✗ das Adjektiv „schön“ ist subjektiv und im geschäftlichen Kontext unüblich |
Fast noch schlimmer als der falsche ist gar kein abschließender Gruß in einer E-Mail. Einzige Ausnahme: Schreiben Sie mit einem gut bekannten Geschäftskontakt innerhalb kurzer Zeit viele E-Mails hin und her, können Sie manchmal auf den Abschluss verzichten, da es sich fast schon um ein schriftliches Gespräch handelt.
Tipps für Grußformeln in E-Mails
Grundsätzlich entscheidet immer die persönliche Beziehung zur Empfängerin oder zum Empfänger, welche Grußformel am Ende einer E-Mail die passendste ist. Gehen Sie im beruflichen Kontext im Zweifelsfall auf Nummer sicher und beenden Sie Ihre Mail mit einer klassischen Formulierung. Vergessen Sie außerdem nicht, dass Sie mit jeder E-Mail sich selbst und Ihr Unternehmen repräsentieren. Reagieren Sie im laufenden Kontakt außerdem ggf. auf die Wortwahl Ihres Gegenübers: Welche Formulierung benutzt die oder der andere, wie persönlich darf es (schon) werden?
Ein Anhaltspunkt dafür, wie „locker“ Sie formulieren dürfen, können die Position und das Alter Ihres Gegenübers, aber auch die komplette Unternehmenskultur und Branche sein. In der Medienwelt und in der Startup-Szene wird meist von Anfang an sehr leger miteinander kommuniziert – bei Banken, Behörden oder Versicherungen herrscht oftmals ein deutlich konservativer E-Mail-Knigge.
Variieren Sie außerdem in Ihren Grußformeln am E-Mail-Ende, vor allem, wenn Sie sich auf einen Anlass oder eine Begebenheit in Ihrem Umfeld beziehen. Wünschen Sie immer sonnige Grüße oder einen erfolgreichen Start in den Tag, wirkt der Gruß schnell beliebig, automatisiert und wenig wertschätzend.
Im Deutschen enden Grußformeln in einer E-Mail niemals mit einem Satzzeichen – weder mit einem Punkt noch mit einem Komma oder Ausrufezeichen.
Nicht nur die Grußformel gehört zu einem vollendeten Abschluss einer E-Mail. Beachten Sie außerdem folgende Bestandteile:
- Abschließender Satz: Fassen Sie vor der Grußformel den Kern Ihrer Nachricht noch einmal kurz zusammen oder formulieren Sie eine klare Handlungsaufforderung, etwa die Bitte um Rückmeldung oder die Ankündigung weiterer Schritte.
- Ihren vollen Namen: Beim Siezen sind Vor- und Nachname obligatorisch. Auch im „Du“-Kontext schafft der vollständige Name Klarheit, insbesondere bei größeren Teams, um Verwechslungen mit gleichnamigen Kolleginnen und Kollegen zu vermeiden.
- Position und Kontaktinformationen: In der Regel sind diese Informationen in Ihrer Signatur enthalten. Haben Sie noch keine, sollten Sie unbedingt eine E-Mail-Signatur erstellen. Vergessen Sie nicht, diese Informationen auch im laufenden Kontakt anzuhängen, damit beispielsweise die Telefonnummer für telefonische Rückfragen schnell auffindbar ist.
Drei Beispiele für ein gelungenes E-Mail-Ende
Beispiel 1: Antwort nach Erhalt wichtiger Unterlagen innerhalb eines Projektes
Ich freue mich über einen Terminvorschlag zur Besprechung der Unterlagen.
Beste Grüße nach Hamburg Max Müller
(Signatur)
Beispiel 2: Bewerbung für eine neue Position in einem konservativen Unternehmen
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und ein persönliches Kennenlernen.
Mit freundlichen Grüßen Marion Meier
(Signatur)
Beispiel 3: Antwort auf eine Termineinladung
Ich freue mich auf den Termin am Montag.
Viele Grüße und ein schönes Wochenende Kim Kramer
(Signatur)
KI-Tools verändern das E-Mail-Ende
Immer mehr Unternehmen setzen bei der Erstellung von E-Mails auf KI-gestützte Assistenzsysteme. Diese analysieren Inhalt, Tonalität und den bisherigen Kommunikationsverlauf und schlagen passende Formulierungen vor – inklusive eines geeigneten Abschlusses. Im Geschäftsalltag haben sich vor allem folgende Lösungen etabliert:
- Microsoft Copilot (Outlook / Microsoft 365): Copilot integriert sich direkt in Outlook und kann E-Mails vollständig generieren oder bestehende Nachrichten umformulieren. Sie können zwischen „formell“, „neutral“ oder „locker“ wählen. Auch Grußformeln werden automatisch angepasst – etwa „Mit freundlichen Grüßen“ für externe Kontakte oder „Beste Grüße“ im internen Austausch.
- Google Gemini (Gmail): In Gmail unterstützt Gemini beim Schreiben, Kürzen oder Umschreiben von E-Mails. Besonders hilfreich ist die Anpassung an internationale Kommunikation. Das Tool schlägt beispielsweise auch für englische Geschäftskorrespondenz passende Grußformeln oder neutralere Formulierungen bei sensiblen Themen vor.
- OpenAI ChatGPT: ChatGPT wird häufig außerhalb des E-Mail-Programms eingesetzt, um Texte zu formulieren oder stilistisch zu optimieren. Unternehmen nutzen es etwa zur Erstellung standardisierter Antworten, Bewerbungsbestätigungen oder vertrieblicher Anschreiben.
- Grammatik- und Stiltools wie Grammarly oder LanguageTool: Programme wie Grammarly optimieren Tonalität, Höflichkeit und sprachliche Konsistenz. Außerdem geben sie Hinweise darauf, ob ein Abschluss zu direkt oder zu informell wirkt.
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Welche Vorteile haben KI-generierte Grußformeln?
Der Einsatz von KI zum Verfassen von E-Mails hat mehrere Vorteile. So sparen KI-Lösungen Zeit und können Ihren Kommunikationsstil auf ein neues Niveau heben. Abgesehen von der Textgenerierung können KI-Tools auch helfen, eine passende Grußformel für eine E-Mail, ihren Kontext und die Beziehung zur Empfängerin oder zum Empfänger auszuwählen. Die Nutzung von KI für die Formulierung einer Grußformel hat verschiedene Vorteile:
- Tonalitätsanpassung: Eine E-Mail inklusive Grußformel kann per Klick förmlicher oder persönlicher formuliert werden.
- Standardisierte Kundenkommunikation: Support-Teams erstellen mit KI konsistente Antworten, etwa mit einheitlichem Abschluss wie „Freundliche Grüße aus dem Kundenservice-Team“.
- Internationale Kommunikation: KI hilft bei der kulturell passenden Wahl von Abschlüssen in englischen oder mehrsprachigen E-Mails.
- Effizienzsteigerung: In stark frequentierten Postfächern spart KI Zeit, indem sie passende Abschlussformulierungen automatisch ergänzt.
Trotz aller Effizienz gilt: KI ersetzt kein kommunikatives Feingefühl. Automatisch generierte Abschlüsse können unpersönlich oder standardisiert wirken. Prüfen Sie daher:
- Passt die Grußformel zur Beziehungsebene?
- Entspricht sie der Unternehmenskultur?
- Wirkt der Ton authentisch?
Gerade im Kundenkontakt oder bei sensiblen Themen empfiehlt es sich, KI-Vorschläge individuell zu überarbeiten. Eine professionell formulierte E-Mail lebt von situativer Angemessenheit.
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