Die Ent­wick­lung von KI verbindet In­for­ma­tik, Ma­the­ma­tik und prak­ti­sche Pro­gram­mie­rung mit­ein­an­der. Das Ergebnis sind Com­pu­ter­sys­te­me, die Aufgaben über­neh­men können, für die nor­ma­ler­wei­se mensch­li­che In­tel­li­genz nötig ist. Dazu zählen etwa das Erkennen von Bildern, das Verstehen von Sprache oder das Treffen von Ent­schei­dun­gen.

Was macht man in der KI-Ent­wick­lung?

Der Trend um Large Language Models (LLMs) wie ChatGPT und Llama wirft bei vielen Un­ter­neh­men die Frage auf, ob eine eigene KI ent­wi­ckelt werden kann. Und die Antwort lautet: Ja! In der Ent­wick­lung von KI entwirft man Systeme, die aus Daten Muster lernen und dadurch Ent­schei­dun­gen treffen können. Dabei kann man entweder be­stehen­de Modelle an den eigenen Use Case anpassen oder aber gänzlich neue Modelle von Grund auf ent­wi­ckeln.

Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Daten zu sammeln, zu be­rei­ni­gen und sinnvoll auf­zu­be­rei­ten. An­schlie­ßend wählt man passende Modelle und Al­go­rith­men aus, bei­spiels­wei­se für Klas­si­fi­ka­ti­on oder Vor­her­sa­gen. Diese Modelle werden trainiert, getestet und optimiert. Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler ana­ly­sie­ren dabei ständig die Er­geb­nis­se und passen die Parameter ent­spre­chend an. Auch das Vermeiden von Fehlern wie Ver­zer­run­gen (Bias) in den Daten ist wichtig und wird im Pro­gram­mier­pro­zess überprüft. An­schlie­ßend wird die Künst­li­che In­tel­li­genz in be­stehen­de Soft­ware­lö­sun­gen oder Ge­schäfts­pro­zes­se ein­ge­bun­den. Auch nach der Ein­füh­rung bleibt Arbeit bestehen, da die Systeme re­gel­mä­ßig gewartet, überwacht und wei­ter­ent­wi­ckelt werden müssen.

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Welche Sprachen sind in der KI-Ent­wick­lung wichtig?

Für die Ent­wick­lung von KI werden ver­schie­de­ne Pro­gram­mier­spra­chen genutzt, je nach Ein­satz­ge­biet und Leis­tungs­an­for­de­rung. Einige Sprachen eignen sich besonders gut für Forschung und Pro­to­ty­pen, andere für pro­duk­ti­ve Systeme.

  • Python: Python ist die wich­tigs­te Sprache in der KI-Ent­wick­lung. Sie ist leicht zu lernen und sehr gut lesbar, was An­fän­ge­rin­nen und Anfänger den Einstieg er­leich­tert. Zahl­rei­che KI- und Machine-Learning-Bi­blio­the­ken sind speziell für Python ent­wi­ckelt. Dadurch lassen sich komplexe Modelle mit relativ wenig Code umsetzen.
  • R: R-Pro­gram­mie­rung ist vor allem in der Statistik und Da­ten­ana­ly­se von Bedeutung. Die Sprache ist besonders stark bei ma­the­ma­ti­schen Aus­wer­tun­gen und Vi­sua­li­sie­run­gen. In der KI-Ent­wick­lung wird R häufig für ex­plo­ra­ti­ve Analysen und Forschung verwendet. Für pro­duk­ti­ve An­wen­dun­gen ist sie al­ler­dings weniger ver­brei­tet.
  • Java: Die Pro­gram­mier­spra­che Java wird oft in großen Un­ter­neh­mens­an­wen­dun­gen genutzt. In der KI-Ent­wick­lung spielt Java vor allem dann eine Rolle, wenn KI-Systeme in be­stehen­de, komplexe Soft­ware­land­schaf­ten in­te­griert werden sollen. Die Sprache ist besonders im En­ter­pri­se-Kontext sehr per­for­mant und gut ska­lier­bar. Al­ler­dings ist die Ent­wick­lung meist auf­wen­di­ger als mit Python.
  • C++: C++ kommt besonders dort zum Einsatz, wo hohe Per­for­mance ent­schei­dend ist. Viele KI-Frame­works sind intern in C++ ge­schrie­ben. Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler nutzen C++, um besonders re­chen­in­ten­si­ve An­wen­dun­gen zu op­ti­mie­ren. Für Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger ist die Sprache jedoch an­spruchs­vol­ler.

Welche Tools gibt es zur Un­ter­stüt­zung?

Die Ent­wick­lung von KI wird stark durch spe­zia­li­sier­te Tools und Frame­works un­ter­stützt. Sie nehmen Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern viele komplexe Aufgaben ab und er­leich­tern den Umgang mit Daten und Modellen. Dadurch können sich Pro­gram­mie­ren­de stärker auf die ei­gent­li­che Logik, die Mo­dell­archi­tek­tur und die Qualität der Er­geb­nis­se kon­zen­trie­ren.

Ten­sor­Flow

Ten­sor­Flow ist ein weit ver­brei­te­tes Framework für ma­schi­nel­les Lernen. Es eignet sich besonders für große und komplexe neuronale Netze. Das Tool ist sowohl für den Einsatz in der Forschung als auch für die pro­duk­ti­ve Nutzung her­vor­ra­gend geeignet. Die pro­gram­mier­ten Modelle lassen sich auf CPUs, GPUs und spe­zi­el­len KI-Chips ausführen. Ten­sor­Flow bietet zudem gute Mög­lich­kei­ten zur Ska­lie­rung. Dadurch ist es für Un­ter­neh­men in­ter­es­sant, die lang­fris­tig eigene KI-Modelle ent­wi­ckeln und produktiv nutzen wollen.

PyTorch

PyTorch ist vor allem in der Forschung sehr beliebt. Es er­mög­licht ein sehr flexibles und in­tui­ti­ves Arbeiten mit neu­ro­na­len Netzen und eignet sich damit auch für die Ent­wick­lung einer KI. Än­de­run­gen am Modell lassen sich schnell umsetzen und testen. PyTorch eignet sich gut für Ex­pe­ri­men­te und Pro­to­ty­pen. In­zwi­schen wird es auch immer häufiger produktiv ein­ge­setzt.

Jupyter Notebook

Jupyter Notebook ist eine in­ter­ak­ti­ve Ent­wick­lungs­um­ge­bung. Sie kom­bi­niert Code, Text und Vi­sua­li­sie­run­gen in einem Dokument. Dadurch lassen sich Ex­pe­ri­men­te gut do­ku­men­tie­ren und erklären. Besonders für Lern­zwe­cke und Da­ten­ana­ly­se ist die Software ideal. Er­geb­nis­se können Schritt für Schritt nach­voll­zo­gen werden. Das macht Jupyter sehr an­fän­ger­freund­lich. Für den pro­duk­ti­ven Einsatz ist das Tool eher weniger geeignet, aber für die Forschung ist es aufgrund der In­ter­ak­ti­ons­mög­lich­kei­ten ideal.

Scikit-learn

Scikit-learn ist eine Bi­blio­thek für klas­si­sches Machine Learning. Sie bietet viele fertige KI-Al­go­rith­men für Klas­si­fi­ka­ti­on, Re­gres­si­on und Clus­te­ring. Die Bedienung ist einfach und kon­sis­tent. Dadurch eignet sich das Tool sehr gut für Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger, aber auch für kleinere Projekte. Deep Learning deckt es jedoch nur begrenzt ab, sodass man für die Pro­gram­mie­rung von neu­ro­na­len Netzen eher auf andere Tools zu­rück­greift.

Warum KI-Ent­wick­lung für Un­ter­neh­men so wichtig ist

Der Einsatz von KI er­mög­licht Un­ter­neh­men, große Da­ten­men­gen schnell und effizient aus­zu­wer­ten und daraus ver­wert­ba­re Er­kennt­nis­se zu gewinnen. Viele Prozesse lassen sich mit ihrer Hilfe au­to­ma­ti­sie­ren, was nicht nur Zeit spart, sondern auch Kosten reduziert und Feh­ler­quel­len minimiert. Ent­schei­dun­gen werden zunehmend da­ten­ba­siert getroffen und stützen sich auf diese Weise weniger auf Bauch­ge­fühl oder Erfahrung allein.

Im Kun­den­ser­vice ver­bes­sern Chatbots, KI im Call Center und in­tel­li­gen­te As­sis­tenz­sys­te­me die Er­reich­bar­keit und Re­ak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit. Gleich­zei­tig können per­so­na­li­sier­te Angebote und Services ent­wi­ckelt werden, die stärker auf in­di­vi­du­el­le Kun­den­be­dürf­nis­se eingehen. Darüber hinaus schafft KI die Grundlage für völlig neue Produkte, Dienst­leis­tun­gen und Ge­schäfts­mo­del­le. Un­ter­neh­men, die früh KI-Kompetenz aufbauen, sichern sich somit lang­fris­tig ent­schei­den­de Wett­be­werbs­vor­tei­le.

Was kostet KI-Ent­wick­lung?

Die Kosten für die Ent­wick­lung von KI variieren stark und hängen direkt von Pro­jekt­um­fang, Datenlage und Qua­li­täts­an­for­de­run­gen ab. Bei interner Ent­wick­lung entstehen vor allem hohe Per­so­nal­kos­ten: KI-Ent­wick­ler und -Ent­wick­le­rin­nen, Data Sci­en­tists sowie ML-Engineers fordern je nach Erfahrung häufig zwischen 80.000 und 120.000 Euro Jah­res­ge­halt. Hinzu kommen Ausgaben für leis­tungs­fä­hi­ge Hardware wie GPUs oder laufende Kosten für Cloud-In­fra­struk­tur, die monatlich mehrere hundert bis tausend Euro betragen können. Auch Zeit ist ein nicht zu ver­nach­läs­si­gen­der Kos­ten­fak­tor, da Ent­wick­lung, Training und Tests oft mehrere Monate dauern.

Externe Dienst­leis­ter oder Agenturen er­mög­li­chen zwar einen schnel­le­ren Pro­jekt­start, verlangen jedoch meist hohe Ta­ges­sät­ze. Ein kleines KI-Projekt kann dadurch bereits im niedrigen fünf­stel­li­gen Bereich liegen, während komplexe, un­ter­neh­mens­wei­te Lösungen schnell sechs­stel­li­ge oder höhere Kosten ver­ur­sa­chen. Zu­sätz­lich fallen laufende Kosten für Da­ten­pfle­ge, Mo­dell­über­wa­chung und Wartung an.

Tipp

Neben der in­di­vi­du­el­len Ent­wick­lung von KI-Lösungen besteht für Un­ter­neh­men auch die Mög­lich­keit, bereits vor­han­de­ne KI-Modelle zu nutzen und gezielt wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Durch so­ge­nann­tes AI Fine Tuning werden be­stehen­de Modelle mit eigenen Daten angepasst, sodass sie genau auf den je­wei­li­gen An­wen­dungs­fall zu­ge­schnit­ten sind. Das spart Zeit und Kosten, da nicht bei Null begonnen werden muss. Vor allem für klar ab­ge­grenz­te Aufgaben ist dieser Ansatz oft ef­fi­zi­en­ter als eine voll­stän­di­ge Neu­ent­wick­lung.

Die wich­tigs­ten Schritte bei der Ent­wick­lung von KI

Der grund­le­gen­de Ablauf bei der Ent­wick­lung einer neuen KI sieht wie folgt aus:

  1. Am Anfang steht eine klare De­fi­ni­ti­on des Problems und der Ziele, die mit der KI erreicht werden sollen. Dabei wird auch geprüft, ob sich das Problem überhaupt für eine KI-Lösung eignet oder ob klas­si­sche Software ausreicht.
  2. Wenn die Wahl auf eine KI-basierte Lösung fällt, werden in einem nächsten Schritt relevante Daten iden­ti­fi­ziert und gesammelt. Die Qualität der Daten ist dabei ent­schei­dend für den Erfolg der KI. Diese Rohdaten müssen bereinigt, struk­tu­riert und ge­ge­be­nen­falls ergänzt werden, um sie für das Training des Modells nutzbar zu machen.
  3. In einem dritten Schritt wählt man passende Al­go­rith­men und Mo­dell­ty­pen aus, zum Beispiel für Klas­si­fi­ka­ti­on, Vor­her­sa­gen, Muster- oder Sprach­er­ken­nung.
  4. Darauf folgt das Training des Modells mit den vor­be­rei­te­ten Daten. Wäh­rend­des­sen werden die Mo­dell­pa­ra­me­ter kon­ti­nu­ier­lich angepasst, um möglichst gute Er­geb­nis­se zu erzielen.
  5. Die trai­nier­te KI wird an­schlie­ßend anhand von Testdaten bewertet, um ihre Ge­nau­ig­keit und Zu­ver­läs­sig­keit zu über­prü­fen.
  6. Erkannte Fehler, Ver­zer­run­gen oder Schwächen werden nach dem Test ana­ly­siert und durch Op­ti­mie­run­gen am Modell oder an den Daten ver­bes­sert. Dieser Prozess aus Training, Testen und Anpassen wie­der­holt sich im Regelfall mehrfach.

Nach er­folg­rei­cher Ent­wick­lung wird die KI in be­stehen­de Software, Systeme oder Ge­schäfts­pro­zes­se in­te­griert. Auch nach dem pro­duk­ti­ven Einsatz ist die Arbeit noch lange nicht ab­ge­schlos­sen: Die KI muss überwacht werden, um Leis­tungs­ab­fäl­le oder ver­än­der­te Daten zu erkennen. Re­gel­mä­ßi­ge Updates, Nach­trai­nings und An­pas­sun­gen stellen sicher, dass das System lang­fris­tig zu­ver­läs­sig und aktuell bleibt.

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