Eine Gemini-MCP-In­te­gra­ti­on erweitert Google-Gemini-Modelle über das Model Context Protocol mit externen Da­ten­quel­len und Tools. Das Protokoll bietet einen stan­dar­di­sier­ten Zugriff der KI auf lokale Um­ge­bun­gen, APIs oder Re­po­si­to­rys, wodurch Gemini in Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen, Be­fehls­zei­len (Gemini CLI) und Cloud-En­ter­pri­se-In­fra­struk­tu­ren als in­ter­ak­ti­ver Agent agieren kann.

Hinweis

Seit dem 18. Juni 2026 steht Gemini CLI nicht mehr über Gemini Code Assist für Ein­zel­per­so­nen sowie Google AI Pro und Google AI Ultra zur Verfügung. Mit Gemini Code Assist Standard oder En­ter­pri­se sowie über kos­ten­pflich­ti­ge API-Schlüssel kann die CLI weiterhin genutzt werden. Für be­trof­fe­ne Ein­zel­kon­ten bietet Google mit der An­ti­gra­vi­ty CLI (agy) einen Nach­fol­ger, der ebenfalls lokale stdio-MCP-Server und Remote-MCP-Ver­bin­dun­gen un­ter­stützt.

Was ist eine Gemini-MCP-In­te­gra­ti­on?

Das Model Context Protocol (MCP) schafft eine ein­heit­li­che Schnitt­stel­le zwischen einer KI-Anwendung und externen Funk­tio­nen. Ein MCP-Server be­schreibt bei­spiels­wei­se Tools zum Abfragen einer Datenbank, zum Lesen eines Re­po­si­to­rys oder zum Aufrufen einer internen API. Eine MCP-fähige Anwendung wie Gemini CLI erkennt diese Funk­tio­nen und kann sie dem Gemini-Modell zur Verfügung stellen. Das Modell ent­schei­det an­schlie­ßend anhand der Anfrage und der Tool-Be­schrei­bun­gen, welches Tool verwendet werden soll.

MCP sollte jedoch nicht mit einem eigenen Be­rech­ti­gungs­sys­tem ver­wech­selt werden. Das Protokoll definiert die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen Client und Server, während Zu­griffs­rech­te bei­spiels­wei­se über OAuth, API-Schlüssel, Google Cloud IAM oder andere Au­then­ti­fi­zie­rungs­me­cha­nis­men geregelt werden.

IONOS CLOUD AI Model Hub
Erste deutsche, mul­ti­mo­da­le KI-Plattform
  • 100 % DSGVO-konform und sicher in Deutsch­land gehostet
  • Die leis­tungs­stärks­ten KI-Modelle auf einer Plattform
  • Kein Vendor Lock-in durch Open Source

In­te­gra­ti­ons­we­ge für Gemini und MCP

Google un­ter­stützt MCP in­zwi­schen an mehreren Stellen seines Gemini-Öko­sys­tems. Welche Kon­fi­gu­ra­ti­on er­for­der­lich ist, hängt davon ab, ob Sie Gemini lokal, innerhalb einer Ent­wick­lungs­um­ge­bung oder als Un­ter­neh­mens­dienst einsetzen.

  • Gemini CLI eignet sich für die lokale Ent­wick­lung und Au­to­ma­ti­sie­rung im Terminal: Die CLI wird üb­li­cher­wei­se über npm in­stal­liert und kann lokale MCP-Server über stdio sowie entfernte Server über SSE oder Strea­ma­ble HTTP anbinden. MCP-Server können un­ab­hän­gig von der Pro­gram­mier­spra­che ent­wi­ckelt werden.
  • Gemini in Android Studio bindet MCP direkt in den Agent Mode der IDE ein: Server werden über die Ein­stel­lun­gen der Ent­wick­lungs­um­ge­bung kon­fi­gu­riert. Un­ter­stützt werden Strea­ma­ble HTTP und auch ältere SSE-Endpunkte, jedoch keine lokalen MCP-Server.
  • Gemini En­ter­pri­se bindet MCP-Server als so­ge­nann­te Data Stores be­zie­hungs­wei­se Daten-Con­nec­to­ren ein: Un­ter­neh­mens­in­ter­ne APIs, Legacy-Systeme oder andere MCP-kom­pa­ti­ble Dienste können dadurch für Gemini-Agenten be­reit­ge­stellt werden. Gemini En­ter­pri­se ak­zep­tiert dabei für be­nut­zer­de­fi­nier­te MCP-Server aus­schließ­lich Strea­ma­ble HTTP.

Die drei Varianten verwenden damit zwar dasselbe Protokoll, un­ter­schei­den sich aber deutlich bei Transport, Au­then­ti­fi­zie­rung und Ad­mi­nis­tra­ti­on.

MCP-Server an Gemini CLI anbinden

Die folgende Anleitung gilt für Zugänge, über die Gemini CLI weiterhin un­ter­stützt wird. Nutzen Sie ein be­trof­fe­nes Einzel-, Google-AI-Pro- oder Google-AI-Ultra-Konto, können Sie statt­des­sen zur An­ti­gra­vi­ty CLI wechseln.

Schritt 1: Gemini CLI in­stal­lie­ren

Wenn Sie über einen un­ter­stütz­ten En­ter­pri­se- oder API-Zugang verfügen, können Sie Gemini CLI bei­spiels­wei­se über npm in­stal­lie­ren:

npm install -g @google/gemini-cli@latest
bash

An­schlie­ßend starten Sie Gemini mit:

gemini
bash

Beim ersten Start führt Sie die CLI durch die Anmeldung. Neben npm stehen unter anderem Homebrew und MacPorts als In­stal­la­ti­ons­we­ge zur Verfügung.

Schritt 2: Einen einfachen MCP-Server erstellen

Für Python können Sie FastMCP verwenden. FastMCP ist ein ei­gen­stän­di­ges Python-Framework, das die De­fi­ni­ti­on von MCP-Tools über Python-Funk­tio­nen und Python De­co­ra­tors ver­ein­facht.

In­stal­lie­ren Sie zunächst die aktuelle Version:

pip install -U fastmcp
bash

Danach können Sie bei­spiels­wei­se eine Datei namens server.py anlegen:

from fastmcp import FastMCP
mcp = FastMCP("demo-server")
@mcp.tool
def begruessen(name: str) -> str:
    """Gibt eine persönliche Begrüßung für den angegebenen Namen zurück."""
    return f"Hallo {name}!"
if __name__ == "__main__":
    mcp.run()
python

Die Python-Funktion wird hier als MCP-Tool ver­öf­fent­licht. Name, Parameter und Be­schrei­bung werden dem MCP-Client über­mit­telt und können vom Gemini-Modell zur Auswahl des richtigen Tools verwendet werden.

Schritt 3: FastMCP au­to­ma­tisch mit Gemini CLI verbinden

Für die au­to­ma­ti­sche Re­gis­trie­rung müssen Gemini CLI und uv in­stal­liert sein. FastMCP kann einen lokalen Server an­schlie­ßend direkt in Gemini CLI re­gis­trie­ren. Wechseln Sie dazu in das Ver­zeich­nis mit Ihrer server.py und führen Sie folgenden Befehl aus:

fastmcp install gemini-cli server.py
bash

FastMCP richtet dabei die lokale stdio-Ver­bin­dung ein und verwendet im Hin­ter­grund die MCP-Ver­wal­tung der Gemini CLI. Sie müssen die Gemini-Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei deshalb nicht manuell be­ar­bei­ten. Wenn Sie keinen FastMCP-spe­zi­fi­schen Installer verwenden möchten, können Sie den Server auch direkt über Gemini CLI re­gis­trie­ren:

gemini mcp add demo-server python server.py
bash

Ohne weitere Angabe wird der Server für das aktuelle Projekt in .gemini/settings.json re­gis­triert. Soll er für alle Projekte des Nutzers verfügbar sein, ergänzen Sie --scope user; die Kon­fi­gu­ra­ti­on wird dann in ~/.gemini/settings.json ge­spei­chert.

stdio ist dabei der Stan­dard­trans­port. Gemini CLI startet den an­ge­ge­be­nen Prozess selbst und kom­mu­ni­ziert an­schlie­ßend über dessen Stan­dard­ein­ga­be und Stan­dard­aus­ga­be mit dem MCP-Server. Bei einem kom­pi­lier­ten Go-Server funk­tio­niert das nach demselben Prinzip. Befindet sich bei­spiels­wei­se eine aus­führ­ba­re Datei namens mcp-server im aktuellen Ver­zeich­nis, können Sie diese als Server re­gis­trie­ren:

gemini mcp add demo-go ./mcp-server
bash

Schritt 4: Einen ent­fern­ten MCP-Server hin­zu­fü­gen

Läuft der MCP-Server nicht auf Ihrem Rechner, sondern stellt einen Strea­ma­ble-HTTP-Endpunkt bereit, legen Sie den Transport explizit fest:

gemini mcp add --transport http mein-api-server https://example.com/mcp
bash

Erfordert der Endpunkt bei­spiels­wei­se ein Bearer-Token, können Sie zu­sätz­lich einen HTTP-Header hin­ter­le­gen:

gemini mcp add --transport http \
    --header "Authorization: Bearer TOKEN" \
    mein-api-server https://example.com/mcp
bash

Schritt 5: Ver­bin­dung und Tools über­prü­fen

Außerhalb einer laufenden Gemini-Sitzung können Sie die re­gis­trier­ten Server anzeigen:

gemini mcp list
bash

Starten Sie an­schlie­ßend Gemini und geben Sie innerhalb der in­ter­ak­ti­ven CLI Folgendes ein:

/mcp
bash

Gemini zeigt damit die ver­bun­de­nen MCP-Server und die von ihnen be­reit­ge­stell­ten Tools an. Bei un­ter­stütz­ten Servern können außerdem Res­sour­cen und Prompts er­schei­nen. Danach können Sie das Tool bereits in na­tür­li­cher Sprache an­spre­chen.

Trans­port­pro­to­kol­le: Stdio, HTTP/SSE und Strea­ma­ble HTTP

MCP trennt die logische Be­schrei­bung von Tools vom Trans­port­weg, über den Client und Server mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren.

Transport Typischer An­wen­dungs­be­reich Über­tra­gung Un­ter­stüt­zung im Gemini-Ökosystem Ein­schrän­kun­gen
stdio Lokale Tools und Server Ein-/Ausgabe eines lokalen Prozesses Gemini CLI Nicht in Android Studio oder Gemini En­ter­pri­se
HTTP + SSE Ältere Remote-In­te­gra­tio­nen HTTP plus separater SSE-Kanal Gemini CLI, Android Studio Veraltet; nicht in Gemini En­ter­pri­se
Strea­ma­ble HTTP Remote- und Cloud-Dienste HTTP mit op­tio­na­lem Streaming Gemini CLI, Android Studio, Gemini En­ter­pri­se In En­ter­pri­se über HTTPS

Diese Un­ter­schie­de sind ins­be­son­de­re wichtig, wenn Sie eine lokale Ent­wick­lung später in eine Cloud-Umgebung über­füh­ren.

MCP-Server in Android Studio ein­rich­ten

Gemini in Android Studio stellt MCP-Funk­tio­nen im Agent Mode bereit. Sie öffnen dafür in Android Studio die Ein­stel­lun­gen unter „Settings“ → „Tools“ → „AI“ → „MCP Servers“ be­zie­hungs­wei­se auf macOS über das ent­spre­chen­de Android-Studio-Menü und ak­ti­vie­ren dort MCP-Server.

Die ein­ge­tra­ge­ne Kon­fi­gu­ra­ti­on speichert Android Studio in einer mcp.json. Für einen ent­fern­ten Strea­ma­ble-HTTP-Server kann eine minimale Kon­fi­gu­ra­ti­on bei­spiels­wei­se so aussehen:

{
    "mcpServers": {
        "mein-server": {
            "httpUrl": "https://example.com/mcp"
        }
    }
}
json

Optional lassen sich mit headers eigene HTTP-Header, mit timeout ein Ver­bin­dungs-Timeout und mit enabled der Ak­ti­vie­rungs­sta­tus des Servers festlegen.

Bei einem älteren SSE-Endpunkt verwenden Sie dagegen url:

{
    "mcpServers": {
        "mein-server": {
            "url": "https://example.com/sse"
        }
    }
}
json

Nach dem Speichern mit „OK“ zeigt Android Studio den Ver­bin­dungs­sta­tus an. Ist eine Anmeldung er­for­der­lich, starten Sie diese über „Start Login“ im Browser. Nicht un­ter­stützt werden stdio, MCP-Res­sour­cen, Prompt-Templates sowie OAuth bei einigen MCP-Servern.

Auch hier können Sie im Gemini-Chat mit /mcp prüfen, welche Tools dem Agenten zur Verfügung stehen.

Gemini En­ter­pri­se mit einem eigenen MCP-Server verbinden

Gemini En­ter­pri­se kann be­nut­zer­de­fi­nier­te MCP-Server als Data Store einbinden. Dadurch lassen sich bei­spiels­wei­se interne APIs, Da­ten­ban­ken oder CRM-Systeme für Gemini-Agenten verfügbar machen.

Vor­aus­set­zun­gen für die En­ter­pri­se-In­te­gra­ti­on

Bevor Sie einen eigenen MCP-Server re­gis­trie­ren, muss die stan­dard­mä­ßig blo­ckie­ren­de Org-Policy für Custom-MCP-Data-Stores im be­tref­fen­den Google-Cloud-Projekt über­schrie­ben und de­ak­ti­viert werden. Für die Ein­rich­tung benötigt der zu­stän­di­ge Ad­mi­nis­tra­tor außerdem die er­for­der­li­chen Be­rech­ti­gun­gen, bei­spiels­wei­se die Rolle roles/discoveryengine.editor.

Der MCP-Server muss über HTTPS er­reich­bar sein und ein Zer­ti­fi­kat einer öf­fent­lich ver­trau­ens­wür­di­gen Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le verwenden. Selbst signierte Zer­ti­fi­ka­te werden nicht un­ter­stützt. Als Transport setzt Gemini En­ter­pri­se auf Strea­ma­ble HTTP.

Bei ak­ti­vier­ten Or­ga­ni­sa­ti­ons­richt­li­ni­en müssen die Domains der MCP-, Aut­ho­riza­ti­on- und Token-URL über allowedEgressFqdns frei­ge­ge­ben werden. Bei VPC Service Controls oder ak­ti­vier­ter Projekt-En­force­ment müssen Sie außerdem custom_mcp als erlaubte Da­ten­quel­le hin­ter­le­gen. Für OAuth ist Gemini En­ter­pri­se beim Identity Provider als Client mit der Redirect-URL https://vertexaisearch.cloud.google.com/oauth-redirect zu re­gis­trie­ren.

MCP-Server in Gemini En­ter­pri­se re­gis­trie­ren

Öffnen Sie in der Google Cloud Console Gemini En­ter­pri­se und an­schlie­ßend den Bereich Data stores. Erstellen Sie dort einen neuen Data Store – ein bereits vor­han­de­ner Data Store kann nicht verwendet werden – und wählen Sie Custom MCP Server als Quelle. Danach geben Sie den HTTPS-Endpunkt Ihres Servers an, zum Beispiel https://mcp.example.com/mcp. Benötigt der MCP-Server keine Au­then­ti­fi­zie­rung, wählen Sie „No au­then­ti­ca­ti­on“. Bei privaten Cloud-Run-Servern übernimmt Gemini En­ter­pri­se die IAM-Au­then­ti­fi­zie­rung über die stan­dard­mä­ßi­ge .run.app-URL au­to­ma­tisch; der Service-Agent benötigt dafür roles/run.invoker. Bei einer eigenen Domain oder einem vor­ge­schal­te­ten Load Balancer wird das ID-Token nicht au­to­ma­tisch über­tra­gen.

Gemini En­ter­pri­se un­ter­stützt OAuth 2.0. Je nach Anbieter hin­ter­le­gen Sie unter anderem die Aut­ho­riza­ti­on URL, Token URL, Client-ID, Client-Secret und die be­nö­tig­ten Scopes. Auch PKCE kann verwendet werden, sofern der ein­ge­setz­te Identity Provider dies un­ter­stützt.

Die Au­then­ti­fi­zie­rung legt fest, unter welcher Be­nut­zer­iden­ti­tät Gemini auf ein externes System zugreifen darf. Dadurch können zum Beispiel un­ter­schied­li­che User nur auf die Daten zugreifen, für die sie tat­säch­lich be­rech­tigt sind.

Im­por­tier­te Tools als Actions ak­ti­vie­ren

Nachdem Gemini En­ter­pri­se eine Ver­bin­dung zum MCP-Server her­ge­stellt hat, werden dessen Tools als Actions im­por­tiert. Diese sind zunächst nicht au­to­ma­tisch aktiv:

  1. Öffnen Sie im ent­spre­chen­den Data Store den Bereich „Actions“.
  2. Über „Reload custom actions“ können Sie die vom Server an­ge­bo­te­nen Tools neu laden.
  3. An­schlie­ßend wählen Sie die be­nö­tig­ten Actions aus und ak­ti­vie­ren sie.

Dadurch behalten Ad­mi­nis­tra­to­rin­nen und Ad­mi­nis­tra­to­ren gezielt die Kontrolle darüber, welche Funk­tio­nen ein Gemini-Agent tat­säch­lich verwenden darf. Gleich­zei­tig ver­rin­gert eine begrenzte Tool-Auswahl die Zahl der möglichen Aktionen, zwischen denen das Modell ent­schei­den muss.

Gemini En­ter­pri­se verlangt stan­dard­mä­ßig vor jedem Aufruf einer Action eine Be­stä­ti­gung durch die Nutzerin oder den Nutzer, da Aktionen zunächst als po­ten­zi­ell da­ten­än­dernd behandelt werden. Für reine Le­se­zu­grif­fe können MCP-Tools vor dem Import mit readOnlyHint ge­kenn­zeich­net werden. Dadurch kann Gemini En­ter­pri­se die Action ohne zu­sätz­li­che Nut­zer­be­stä­ti­gung ausführen. Verändert ein Tool Daten, sollte destructiveHint explizit gesetzt werden; die Be­stä­ti­gung bleibt dann er­for­der­lich. Werden die An­no­ta­tio­nen nach­träg­lich geändert, müssen die Custom Actions in Gemini En­ter­pri­se neu geladen werden, damit die Än­de­run­gen über­nom­men werden.

Hinweis

Google empfiehlt aktuell, maximal 100 Actions gleich­zei­tig zu ak­ti­vie­ren.

MCP-Server und Tools eindeutig be­schrei­ben

Damit Gemini das passende Tool auswählt, sind ver­ständ­li­che Namen und präzise Be­schrei­bun­gen besonders wichtig. Das Modell verwendet diese Metadaten, um zu ent­schei­den, welche Action zu einer Anfrage passt.

Eine Be­schrei­bung wie „Sucht Daten.“ liefert dafür kaum Kontext. Besser ist bei­spiels­wei­se „Durch­sucht den internen Pro­dukt­ka­ta­log nach Pro­dukt­na­me, Kategorie oder Ar­ti­kel­num­mer und liefert Preise sowie Ver­füg­bar­kei­ten zurück.“.

Aus der Be­schrei­bung sollte möglichst eindeutig her­vor­ge­hen, was ein Tool macht, wann es ein­ge­setzt werden soll und welche In­for­ma­tio­nen es erwartet. Auch die Parameter sollten klare Namen und geeignete Da­ten­ty­pen besitzen.

Das Gleiche gilt für den gesamten MCP-Server. Statt einer all­ge­mei­nen Be­schrei­bung wie „Interne API“ ist bei­spiels­wei­se „Stellt Tools zum Lesen von Kun­den­da­ten, Verträgen und Sup­port­fäl­len aus dem CRM bereit“ deutlich aus­sa­ge­kräf­ti­ger. Auf diese Weise kann Gemini nicht nur technisch auf den MCP-Server zugreifen, sondern auch besser erkennen, welches Tool für eine konkrete Be­nut­zer­an­fra­ge geeignet ist.

Fazit

MCP erweitert Gemini um externe Da­ten­quel­len und aus­führ­ba­re Tools. Je nach Ein­satz­be­reich un­ter­schei­den sich jedoch die In­te­gra­ti­ons­we­ge: Gemini CLI eignet sich weiterhin für lokale MCP-Server und un­ter­stützt unter anderem stdio, ist seit Juni 2026 jedoch nicht mehr über Gemini Code Assist für Ein­zel­per­so­nen sowie Google AI Pro und Google AI Ultra verfügbar. Für diese Nut­zer­grup­pen steht mit der An­ti­gra­vi­ty CLI (agy) eine Al­ter­na­ti­ve zur Verfügung, die ebenfalls lokale stdio-MCP-Server un­ter­stützt. Android Studio in­te­griert MCP über Remote-Ver­bin­dun­gen in den Agent Mode, während Gemini En­ter­pri­se für be­nut­zer­de­fi­nier­te MCP-Server HTTPS und Strea­ma­ble HTTP verwendet.

Für eine zu­ver­läs­si­ge En­ter­pri­se-In­te­gra­ti­on sind neben der tech­ni­schen Ver­bin­dung vor allem eine passende Au­then­ti­fi­zie­rung, gezielt ak­ti­vier­te Actions und ver­ständ­li­che Tool-Be­schrei­bun­gen ent­schei­dend. So kann Gemini externe Funk­tio­nen nicht nur erreichen, sondern sie auch sicher und im passenden Kontext einsetzen.

Zum Hauptmenü