Redis ist eine der schnells­ten Da­ten­ban­ken, die es aktuell gibt. Die Lösung ist ideal, wenn Sie Re­ak­tio­nen in Echtzeit benötigen. Da sie al­ler­dings die Daten im Ar­beits­spei­cher direkt hin­ter­legt, ist die Lösung vor allem bei großen Da­ten­men­gen nicht so gut geeignet. Welche Redis-Al­ter­na­ti­ven es gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Managed Database Services
Da­ten­ban­ken – Auf´s We­sent­li­che kon­zen­trie­ren
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Was ist Redis und welche Al­ter­na­ti­ven gibt es?

Ge­schwin­dig­keit ist (fast) alles. Für Echt­zeit­an­wen­dun­gen, die zum Beispiel in den Bereichen Gaming, E-Commerce oder dem Internet of Things benötigt werden, setzen Un­ter­neh­men auf Da­ten­ban­ken, die durch möglichst geringe Re­ak­ti­ons­zei­ten auffallen. Eines der schnells­ten und be­lieb­tes­ten Da­ten­bank­ma­nage­ment­sys­te­me ist Redis. Der „REmote DIctionary Server“ wurde 2009 von Salvatore San­fi­lip­po ent­wi­ckelt und ist unter der Open-Source-Lizenz BSD frei er­hält­lich. Redis ist eine be­nut­zer­freund­li­che In-Memory-Datenbank. Das bedeutet, dass die Daten in Schlüssel-Wert-Paaren direkt im Ar­beits­spei­cher hin­ter­legt werden. Dies er­mög­licht Re­ak­ti­ons­zei­ten von unter einer Mil­li­se­kun­de. Das System arbeitet nicht re­la­tio­nal und bietet ho­ri­zon­ta­le und vertikale Ska­lie­rungs­op­tio­nen, sodass es grund­sätz­lich mit den An­for­de­run­gen wachsen kann.

Es gibt also viele Vorteile, die für Nut­ze­rin­nen und Nutzer durch Redis entstehen. Die Ge­schwin­dig­keit ist kaum zu schlagen, das System ist zumindest in der Ba­sis­ver­si­on kostenlos und insgesamt auch sehr be­nut­zer­freund­lich. Trotzdem ist die Datenbank nicht für alle Ein­satz­zwe­cke die optimale Wahl. Gerade wenn Sie komplexe Daten speichern und verwalten müssen, gerät die Datenbank schnell an ihre Grenzen. Durch die Schlüssel-Wert-Spei­che­rung ist lediglich eine Abfrage über die Keys möglich. Zudem verfügt das System zwar über die an­ge­spro­che­nen Ska­lie­rungs­mög­lich­kei­ten, die Spei­che­rung im Ar­beits­spei­cher ist al­ler­dings kosten- und platz­in­ten­siv. Gerade bei großen Da­ten­men­gen sind diese Al­ter­na­ti­ven zu Redis emp­feh­lens­wert.

MongoDB: Die fle­xi­bels­te Al­ter­na­ti­ve zu Redis

Wenn die Nutzung der In-Memory-Datenbank aus den oben an­ge­spro­che­nen Gründen pro­ble­ma­tisch ist, dürfte MongoDB die best­mög­li­che Redis-Al­ter­na­ti­ve sein. Die NoSQL-Lösung ist optimiert für den Einsatz mit großen und diversen Da­ten­men­gen. Diese können struk­tu­riert, halb­struk­tu­riert oder un­struk­tu­riert sein und werden in Form von binär codierten JSON-Do­ku­men­ten ge­spei­chert und zu Samm­lun­gen zu­sam­men­ge­fasst. MongoDB kann im Prinzip gren­zen­los ho­ri­zon­tal skaliert werden, sodass auch steigende Da­ten­vo­lu­men kein Problem dar­stel­len. Auf eine eigene Ab­fra­ge­spra­che ver­zich­tet das System und bedient sich statt­des­sen ob­jekt­spe­zi­fi­scher Methoden der gängigen Pro­gram­mier­spra­chen. Durch das so­ge­nann­te Sharding stellt das System Daten auf ver­schie­de­nen Knoten zur Verfügung und erreicht so eine hohe Aus­fall­si­cher­heit.

Welche Un­ter­schie­de und Ge­mein­sam­kei­ten es zwischen MongoDB und Redis im Detail gibt, erfahren Sie in unserem Digital Guide.

Die Vorteile von MongoDB auf einen Blick

  • Gren­zen­los ho­ri­zon­tal ska­lier­bar
  • Hohe Fle­xi­bi­li­tät
  • Hohe Ver­füg­bar­keit und Aus­fall­si­cher­heit durch Sharding
  • Für viele Da­ten­ty­pen geeignet
  • Be­nut­zer­freund­lich
  • Er­mög­licht Da­ten­re­pli­ka­ti­on
  • Kom­pa­ti­bel mit zahl­rei­chen Sprachen, Platt­for­men und Systemen
  • Sehr effektiv in Kom­bi­na­ti­on mit Redis
Tipp: Managed MongoDB von IONOS

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Firebase: Die Ent­wick­lungs­platt­form mit Echt­zeit­da­ten­bank

Wenn Sie auf die hohe Ge­schwin­dig­keit von Redis nicht voll­stän­dig ver­zich­ten möchten, bietet Ihnen Google eine emp­feh­lens­wer­te Option an. Firebase gehört seit 2014 zum Portfolio des Konzerns und ist streng­ge­nom­men eine komplette Ent­wick­lungs­platt­form, die aus 18 – teils kos­ten­pflich­ti­gen – Diensten besteht. Dazu gehört eine leis­tungs­star­ke Realtime Database, die in der Cloud gehostet wird und Daten in Echtzeit syn­chro­ni­sie­ren kann. Ins­be­son­de­re für mobile Lösungen und Web­an­wen­dun­gen ist Firebase gut geeignet. Sie ist dazu stark in das Ökosystem von Google ein­ge­bet­tet und greift auf zahl­rei­che Google-Dienste zurück. Auch Firebase, das Sie kostenlos testen können, nutzt Sharding, sodass Aus­fall­si­cher­heit und Ver­füg­bar­keit erhöht werden.

Die Vorteile von Firebase auf einen Blick

  • Sehr schnelle Lese- und Schreib­ge­schwin­dig­kei­ten
  • Syn­chro­ni­sie­rung in Echtzeit
  • Ideal für mobile An­wen­dun­gen geeignet
  • Enge Ver­zah­nung mit Google und seinen un­ter­schied­li­chen Diensten
  • Zahl­rei­che Lösungen für alle Aspekte der Ent­wick­lung von An­wen­dun­gen
  • Gute Cloud-Anbindung
  • Schneller und starker Support
  • Hohe Ver­füg­bar­keit und Aus­fall­si­cher­heit

MariaDB: Klas­si­sche SQL-Power mit moderner Offenheit

Wer bei Da­ten­ban­ken auf Sta­bi­li­tät, SQL-Kom­pa­ti­bi­li­tät und Open-Source-Trans­pa­renz setzt, kommt an MariaDB kaum vorbei. Ur­sprüng­lich als Fork von MySQL ins Leben gerufen, hat sich MariaDB längst zu einem ei­gen­stän­di­gen System ent­wi­ckelt, das sowohl in Sachen Leistung als auch in puncto Fle­xi­bi­li­tät überzeugt. Besonders spannend ist der Einsatz dort, wo struk­tu­rier­te Daten lang­fris­tig ge­spei­chert und ana­ly­siert werden sollen. Auch wenn MariaDB keine klas­si­sche In-Memory-Datenbank wie Redis ist, eignet sich die re­la­tio­na­le Datenbank dank Funk­tio­nen wie tem­po­rä­ren Tabellen, spei­cher­op­ti­mier­ten Engines und schneller In­di­zie­rung, wenn eine Redis-Al­ter­na­ti­ve mit SQL-Un­ter­stüt­zung gesucht wird. Dank aktiver Community und re­gel­mä­ßi­ger In­no­va­ti­on bleibt MariaDB dabei tech­no­lo­gisch immer auf der Höhe.

Die Vorteile von MariaDB auf einen Blick

  • Open Source mit Community-ge­trie­be­ner Ent­wick­lung
  • Leis­tungs­stark bei klas­si­schen re­la­tio­na­len Da­ten­mo­del­len
  • Breite Auswahl an Speicher-Engines, u. a. für spei­cher­in­ten­si­ve Szenarien
  • Kom­pa­ti­bi­li­tät zu MySQL
  • Guter Kom­pro­miss zwischen Per­for­mance und Da­ten­halt­bar­keit
  • SQL-Stan­dard­un­ter­stüt­zung

DynamoDB: Die ver­wal­te­te Datenbank von Amazon

Eine der be­nut­zer­freund­lichs­ten Redis-Al­ter­na­ti­ven stammt von Amazon. DynamoDB ist seit 2012 Be­stand­teil der Amazon Web Services (AWS) und wird komplett verwaltet zur Verfügung gestellt. Upgrades, Si­cher­heits­ein­stel­lun­gen und not­wen­di­ge Ska­lie­run­gen müssen Sie dadurch also nicht länger selbst durch­füh­ren, sondern erhalten durch­ge­hend ein System, das auf dem aktuellen Stand ist. Die Ska­lie­rung ist dabei un­be­grenzt möglich und wird nach Ihrem Bedarf durch­ge­führt und ab­ge­rech­net. DynamoDB ist eine NoSQL-Datenbank, die serverlos arbeitet und durch hohe Ge­schwin­dig­kei­ten überzeugt. Auch eine hohe Ver­füg­bar­keit der Daten kann ge­währ­leis­tet werden. Die enge Ein­bet­tung in das AWS-Umfeld ist nicht für jedes Projekt hilfreich, kann Ihnen aber Vorteile bringen.

Die Vorteile von DynamoDB auf einen Blick

  • Sehr be­nut­zer­freund­lich durch komplette Ver­wal­tung
  • Immer au­to­ma­tisch auf dem neuesten Stand
  • Sehr sichere Lösung
  • Starke Ein­bet­tung in das AWS-Ökosystem
  • Hohe Ver­füg­bar­keit
  • Ab­rech­nung nach Bedarf
  • Gren­zen­lo­se Ska­lier­bar­keit
  • Hohe Schreib- und Le­se­ge­schwin­dig­keit

Apache Cassandra: Eine freie Lösung für große Da­ten­vo­lu­men

Apache Cassandra ist eine spal­ten­ori­en­tier­te NoSQL-Datenbank, die Ihnen nicht nur eine sehr flexible Her­an­ge­hens­wei­se er­mög­licht, sondern auch Open Source ist. Das System ist im Prinzip ohne Ein­schrän­kun­gen ho­ri­zon­tal und vertikal ska­lier­bar und arbeitet sehr aus­fall­si­cher. Um die hohe Ver­füg­bar­keit der Daten si­cher­zu­stel­len, werden mehrere Knoten gleich­zei­tig verwendet. Für die Abfrage nutzt Apache Cassandra die eigene Sprache CQL, die an die Struc­tu­red Query Language angelehnt ist. Die Datenbank erlaubt Re­pli­ka­tio­nen und speichert Daten in Schlüssel-Wert-Paaren. Auch die Ge­schwin­dig­keit der Lösung ist sehr hoch, weshalb große Un­ter­neh­men und Platt­for­men wie Apple, Spotify oder X (ehemals Twitter) Apache Cassandra für die Da­ten­spei­che­rung verwenden.

Die Vorteile von Apache Cassandra auf einen Blick

  • Open Source
  • Maximal ska­lier­bar
  • CQL ähnelt SQL
  • Aus­fall­si­cher­heit und Ver­füg­bar­keit auf sehr hohem Niveau
  • Da­ten­re­pli­ka­ti­on ist möglich
  • Für zahl­rei­che ver­schie­de­ne Da­ten­ty­pen geeignet
  • Hohe Feh­ler­to­le­ranz
  • Schnelle Schreib- und Le­se­vor­gän­ge

MySQL: Die re­la­tio­na­le Al­ter­na­ti­ve zu Redis

Zwar sind NoSQL-Systeme mitt­ler­wei­le sehr ver­brei­tet, auch im re­la­tio­na­len Segment gibt es aber emp­feh­lens­wer­te Al­ter­na­ti­ven zu Redis. Seit vielen Jahren bereits ist MySQL eine der be­lieb­tes­ten ta­bel­len­ba­sier­ten Da­ten­ban­ken. Mit SQL nutzt sie eine ver­brei­te­te Ab­fra­ge­spra­che und gilt trotz des re­la­tio­na­len Ansatzes als ver­gleichs­wei­se flexibel. Gerade wenn Sie struk­tu­rier­te Daten in großer Menge über­sicht­lich und sicher speichern möchten, ist MySQL eine Über­le­gung wert. Die Lösung ist grund­sätz­lich Open Source, gleich­zei­tig stellt die Firma Oracle aber auch einige kom­mer­zi­el­le Versionen bereit. MySQL wird unter anderem von Spotify und YouTube genutzt und hat sich einen guten Ruf als robuste und sichere Option er­ar­bei­tet.

Die Vorteile von MySQL auf einen Blick

  • Open Source
  • Für große Da­ten­men­gen ausgelegt
  • Sehr be­nut­zer­freund­lich und über­sicht­lich
  • Wird von einer großen Community un­ter­stützt
  • Einfach ska­lier­bar
  • Teil des LAMP-Stacks (Linux, Apache, MySQL und PHP)
  • Ab­fra­ge­spra­che SQL
  • Er­mög­licht Kom­bi­na­ti­on mit NoSQL-Da­ten­ban­ken
  • Hohe Ver­füg­bar­keit und Aus­fall­si­cher­heit
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