Das Ver­hält­nis zum Kun­den­stamm ist einer der wich­tigs­ten Faktoren, der in der Ge­schäfts­welt darüber ent­schei­det, ob ein Un­ter­neh­men Erfolg verbuchen kann oder nicht. Um Einmal- und Ge­le­gen­heits­käu­fer in die Kategorie Stamm­kund­schaft zu über­füh­ren, werden diverse Maßnahmen verwendet, die von per­sön­li­chen Kon­takt­auf­nah­men wie Events bis hin zu tech­ni­schen Tools wie News­let­tern reichen. Das Ziel ist dabei stets, dafür zu sorgen, dass die Kunden das Un­ter­neh­men in positiver Er­in­ne­rung behalten. Denn ein zu­frie­de­ner Kun­den­stamm sorgt für mehr Gewinn und steigert die Wei­ter­emp­feh­lungs­ra­te.

De­fi­ni­ti­on: Was ist Kun­den­bin­dung?

Unter Kun­den­bin­dung versteht man ein Verfahren aus ver­schie­de­nen Maßnahmen, das die Intention hat, Lauf­kund­schaft in Stamm­kun­den zu trans­for­mie­ren. Diese Bindung kann aus un­ter­schied­li­chen Be­weg­grün­den zustande kommen. So gibt es Kunden, die einem Un­ter­neh­men die Treue halten, weil dieses z. B. bestimmte Werte vertritt, eine schwer zu­gäng­li­che Leistung anbietet oder auf emo­tio­na­ler, zwi­schen­mensch­li­cher Ebene punktet.

Generell gilt es zu beachten, dass Kun­den­bin­dung ein lang­fris­ti­ger Prozess ist. Er beginnt mit dem ersten Austausch und erstreckt sich über die gesamte Zeit, in der das Un­ter­neh­men-Kunden-Ver­hält­nis besteht. Miss­erfol­ge wie schlech­ter Kun­den­ser­vice oder Kun­den­ver­lus­te an kon­kur­rie­ren­de Firmen de­mons­trie­ren ein Scheitern dieses Ver­hält­nis­ses. Bei einem guten Kun­den­bin­dungs­sys­tem gilt: Der Kunde ist König und zu­frie­de­ne Kunden führen zu (mehr oder weniger) kö­nig­li­chem Erfolg.

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Warum ist Kun­den­bin­dung wichtig?

Kun­den­bin­dung spielt eine zentrale Rolle dafür, wie viel Erfolg und Profit ein Anbieter erzielt. Egal ob Dienst­leis­tungs­ge­ber oder Pro­dukt­ver­käu­fer: Jedes Un­ter­neh­men strebt danach, dass seine Kunden ihm nicht nur einen Besuch abstatten, sondern immer wie­der­keh­ren und dadurch re­gel­mä­ßig Gewinn ein­brin­gen. Zugleich steht dahinter auch die Intention, sich gegen Kon­kur­renz­un­ter­neh­men durch­zu­set­zen und zu ver­hin­dern, dass Kunden zu diesen über­lau­fen. Er­folg­rei­che Kun­den­bin­dung schafft Treue und ver­hin­dert Ab­wan­de­rung.

Viele Un­ter­neh­men verwenden viel Zeit und Auf­merk­sam­keit auf die Kun­den­ak­qui­se, also die Neu­kun­den­ge­win­nung, doch vergessen dabei, wie vital eine fort­wäh­ren­de Bin­dungs­stär­kung zu ihrem bereits be­stehen­den Kun­den­kreis ist. Zu­frie­de­ne Käufer bzw. Dienst­leis­tungs­nut­zer, die einem Un­ter­neh­men über einen langen Zeitraum treu bleiben, sind nämlich für den Ge­schäfts­er­folg we­sent­lich rentabler, da sie ihre Er­fah­run­gen mit anderen Menschen teilen. Positiver Austausch über Mund-zu-Mund-Pro­pa­gan­da und das Internet ver­bes­sert die Wei­ter­emp­feh­lungs­ra­te eines Un­ter­neh­mens und lockt ganz von allein Neukunden an. Dieses Vorgehen nennt man kurz gesagt auch Emp­feh­lungs­mar­ke­ting.

Glück­li­che Stamm­kun­den fördern nicht nur Image und Gewinn eines Un­ter­neh­mens, sondern tragen auch maß­geb­lich zu einer Ver­bes­se­rung von Abläufen im Ar­beits­all­tag bei. So kommt es bei­spiels­wei­se seltener vor, dass Stamm­kun­den ein Produkt be­an­stan­den, und wenn sie es tun, fällt die Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on in der Regel positiver aus, da in der Ver­gan­gen­heit gute Er­fah­run­gen gemacht worden sind. Außerdem bieten Stamm­kun­den oftmals nutz­brin­gen­des Feedback an, das Un­ter­neh­men zur Ver­bes­se­rung ihrer Leis­tun­gen nutzen können. Dieses kann entweder beim direkten Austausch eingeholt werden oder durch tech­ni­sche Tools wie Online-Umfragen.

Wie funk­tio­niert Kun­den­bin­dung?

Um die Beziehung zwischen Ihrem Un­ter­neh­men und Ihren Kunden lang­fris­tig zu stärken, können Sie ver­schie­de­ne Maßnahmen zur Kun­den­bin­dung ergreifen. Wir haben Ihnen die wich­tigs­ten zu­sam­men­ge­tra­gen:

  1. Positiver Kun­den­um­gang: Un­ter­neh­men, die ihre Kunden für lange Zeit an sich binden wollen, müssen diesen das Gefühl ver­mit­teln, wert­ge­schätzt und gut auf­ge­ho­ben zu sein. Freund­lich­keit, Ehr­lich­keit und Ver­läss­lich­keit sind drei der aus­schlag­ge­ben­den Prin­zi­pi­en, an die es sich beim Dia­log­mar­ke­ting zu halten gilt.
  2. Kun­den­vor­tei­le und Präsente: Von Rabatten bis hin zu ex­klu­si­ven Ge­schen­ken mit Mar­ken­lo­go – Kunden freuen sich, wenn ein Un­ter­neh­men mit diversen Gaben seine Dank­bar­keit für ihre Treue zum Ausdruck bringt. Besonders den Stamm­kun­den sollte man mit kleinen Extras bzw. Vorteilen eine Freude bereiten.
  3. Tech­ni­sche Hilfs­mit­tel: Sowohl Social Commerce als auch News­let­ter-Marketing werden von Un­ter­neh­men betrieben, um Kontakt mit ihren Kunden auf­zu­bau­en und diesen zu stärken. Ein beliebtes Hilfs­mit­tel sind z. B. per­so­na­li­sier­te News­let­ter, deren Inhalt von be­son­de­ren Wer­be­ak­tio­nen bis hin zu Weih­nachts­grü­ßen reichen kann.
  4. Ver­an­stal­tun­gen und Projekte: Un­ter­neh­men können auch durch besondere Events ihre Kunden stärker an sich binden. So lassen sich Workshops, Vor­trags­rei­hen oder auch Kampagnen mit anderen Un­ter­neh­men ins Leben rufen. Vor allem die Un­ter­stüt­zung von Hilfs­ak­tio­nen erweckt bei Kunden einen positiven, en­ga­gier­ten Eindruck.
  5. Sys­tem­an­ge­bo­te: Indem ein Un­ter­neh­men seine Dienst­leis­tun­gen oder Produkte nur un­ter­ein­an­der kom­pa­ti­bel macht, bindet es seine Kunden kon­se­quen­ter­wei­se an sein Wa­ren­an­ge­bot und versperrt den Weg zur Kon­kur­renz. Diese Maßnahme birgt jedoch das Risiko, dass die Kun­den­zu­frie­den­heit ge­schmä­lert wird, wenn Kon­su­men­ten derart in ihrer Auswahl ein­ge­schränkt werden.
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