Der Bereich E-Commerce wächst Jahr für Jahr. 2016 sind über 72 Mil­li­ar­den Euro Umsatz im deutschen On­line­han­del er­wirt­schaf­tet worden. Wer heut­zu­ta­ge ein Produkt ver­trei­ben möchte, kommt ohne eine Mög­lich­keit zum On­lin­ever­kauf nicht mehr aus. In­zwi­schen kon­kur­rie­ren zahl­rei­che Ver­kaufs­platt­for­men im Internet, auf denen auch kleine und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men ihre Waren anbieten können. Aber auf welchem Portal sollten Sie sich als Un­ter­neh­men plat­zie­ren, um den größten Absatz zu schaffen? Wir stellen Ihnen Ver­kaufs­platt­for­men im Internet vor und erläutern die Vor- und Nachteile dieser Markt­plät­ze.

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Online Verkaufen: Platt­for­men richtig nutzen

Wenn Sie Ihre Angebote online ver­trei­ben möchten, denken Sie mög­li­cher­wei­se zuerst an einen eigenen E-Shop – und diese Idee ist auch gar nicht verkehrt. Denn wenn Sie Ihren eigenen On­line­han­del aufziehen, haben Sie die Kontrolle über die Ge­stal­tung in der Hand. Sie können Ihren On­line­shop komplett an Ihre Be­dürf­nis­se anpassen. Aber ähnlich wie bei einem eigenen La­den­ge­schäft ist es eine große Aufgabe, Käufer in den Shop zu lotsen und einen loyalen Kun­den­stamm auf­zu­bau­en. Außerdem müssen Sie sich selbst um alle tech­ni­schen Kom­po­nen­ten kümmern oder dafür IT-Experten be­auf­tra­gen. Es kann daher sinnvoll sein, die Produkte auf einer bereits be­stehen­den Seite an­zu­bie­ten, wo sich Nutzer ohnehin schon zum Einkaufen einfinden: auf einem Online-Markt­platz.

Hinweis

Eigene E-Shops lassen sich in­zwi­schen leicht selbst erstellen: Der E-Shop von IONOS hilft Ihnen mit vielen pro­fes­sio­nel­len Design-Vorlagen bei der Ge­stal­tung. Durch Schnitt­stel­len zu den großen Online-Markt­plät­zen können Sie Ihr Angebot einem großen Publikum prä­sen­tie­ren.

Ver­kaufs­platt­for­men im Internet funk­tio­nie­ren prin­zi­pi­ell wie tra­di­tio­nel­le Markt­plät­ze auch: Händler ver­sam­meln sich an einem Ort, um Ihre Waren an­zu­bie­ten. Und auch beim Off­line­han­del erhält nicht unbedingt der Markt­teil­neh­mer den Zuschlag, der das beste Angebot liefert, sondern oft der, der am besten auf sich auf­merk­sam macht. Es reicht schon lange nicht mehr, sein Produkt einfach bei Amazon, eBay und Co. ein­zu­stel­len und dann auf steigende Ver­kaufs­zah­len zu hoffen. Auf den ver­schie­de­nen Platt­for­men ist die Kon­kur­renz groß, deshalb sollten Sie sich beim Ein­stel­len Ihrer Waren (oder Dienst­leis­tun­gen) Mühe geben.

Bei den meisten Online-Markt­plät­zen in Deutsch­land haben Sie mehrere Mög­lich­kei­ten, wie Sie die Pro­dukt­plat­zie­rung aufwerten können:

  • Ar­ti­kel­über­schrift: Viele Kunden auf Online-Markt­plät­zen finden über die Such­funk­ti­on zu den Angeboten. Der Titel der Pro­dukt­sei­te ist somit das erste, was die po­ten­zi­el­len Käufer sehen. Er spielt eine große Rolle bei der Ent­schei­dung: Anklicken oder nicht? Wählen Sie also eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge und an­spre­chen­de Über­schrift.
     
  • Pro­dukt­be­schrei­bung: Be­schrei­ben Sie Ihr Angebot genau – und seien Sie dabei kreativ. Besonders im B2C-Bereich reichen die klaren Fakten nicht aus, um Kunden zu einer Kauf­ent­schei­dung zu bewegen. Ein Pro­dukt­text sollte Emotionen wecken, die zum Angebot passen.
     
  • Bilder: Wenn es um Content im Internet geht, greifen Texte und Bilder immer Hand in Hand – das gilt auch für den E-Commerce. Achten Sie darauf, dass Ihre Pro­dukt­fo­tos einen pro­fes­sio­nel­len Eindruck machen. Eine schlechte Be­leuch­tung, ein un­auf­ge­räum­ter Hin­ter­grund und eine man­gel­haf­te Bild­qua­li­tät werden viele Nutzer sofort ab­schre­cken. Aus­sa­ge­kräf­ti­ge, pro­fes­sio­nel­le Bilder hingegen wecken Interesse und sorgen für einen positiven Erst­ein­druck.
     
  • Fakten: Die meisten Ver­kaufs­platt­for­men er­mög­li­chen Händlern, Fakten zum an­ge­bo­te­nen Produkt in Stich­wor­ten zu prä­sen­tie­ren. Dies gibt den Nutzern die Chance, schnell zu erkennen, ob die Ware ihren Vor­stel­lun­gen ent­spricht. Durch die aus­führ­li­che Angabe von Größen, Gewicht oder z. B. ver­wen­de­ten Ma­te­ria­li­en gleichen Sie einen Nachteil des On­line­han­dels aus: Im Gegensatz zum Verkauf vor Ort kann der Kunde das Produkt beim Ver­sand­han­del nicht vorher prüfend in der Hand halten. Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen stärken das Gefühl, nicht die Katze im Sack zu kaufen.
     
  • SEO: Online-Markt­plät­ze funk­tio­nie­ren in einem Punkt genau wie das Internet allgemein: Such­ma­schi­nen weisen Nutzern den Weg zu den Angeboten. Deshalb ist es eine gute Idee, auch Kriterien der Search Engine Op­ti­miza­ti­on beim Ein­stel­len der Artikel zu beachten. Schließ­lich möchten Sie möglichst weit oben in den Such­ergeb­nis­sen auf­tau­chen, denn sonst ent­schei­den sich Nutzer eventuell schon für einen Ihrer Kon­kur­ren­ten, bevor sie Ihr Angebot überhaupt gesehen haben.

Den ge­eig­ne­ten Markt­platz finden

Auch wenn Amazon beim deutschen On­line­han­del in­zwi­schen einen Markt­an­teil von ca. 50 Prozent hat, ist der On­line­rie­se nicht zwingend die beste Wahl für Ihr Un­ter­neh­men. Abhängig davon, was und in welchem Umfang Sie verkaufen möchten, lohnt sich der Blick auf andere On­line­händ­ler. Für Angebote, die eine spezielle Käu­fer­schicht an­spre­chen, sind z. B. Ni­schen­markt­plät­ze in­ter­es­sant. Auf diese Punkte sollten Sie achten, wenn Sie sich für eine Ver­kaufs­platt­form ent­schei­den:

  • Provision: Die Ver­kaufs­platt­for­men sehen sich als Ver­mitt­ler zwischen Kunden und Anbietern. Hierfür wollen sie ver­ständ­li­cher­wei­se auch bezahlt werden. Dies geschieht für ge­wöhn­lich durch Pro­vi­sio­nen. Abhängig vom Umsatz, den Sie bei einem er­folg­rei­chen Geschäft erzielen, erheben die Markt­plät­ze eine Gebühr. Achten Sie bei der Wahl der Plattform darauf, ob diese Kosten für Sie an­ge­mes­sen sind.
     
  • Reich­wei­te: Die ver­schie­de­nen Online-Markt­plät­ze erreichen un­ter­schied­lich viele Menschen. Es heißt aber nicht unbedingt, dass die höchste Reich­wei­te am besten für Ihr Geschäft ist. Bei einer Plattform mit einem fo­kus­sier­ten Angebot können Sie bei­spiels­wei­se Streu­ver­lus­te vermeiden.
     
  • Ver­kaufs­mo­dell: Nicht alle Ver­kaufs­platt­for­men funk­tio­nie­ren nach dem Prinzip eines Fest­prei­ses. Bei Auktionen wie auf eBay kon­kur­rie­ren die Käufer un­ter­ein­an­der: Das höchste Gebot bekommt den Zuschlag. Bei einer Rück­wärts­auk­ti­on – auch Hol­län­di­sche Auktion genannt – nimmt der Ge­bots­preis während der Laufzeit kon­ti­nu­ier­lich ab. Warten Bieter zu lang, kann sich ein anderer In­ter­es­sent das Angebot sichern.
     
  • Aus­rich­tung: Manche Markt­plät­ze haben eine ganz bestimmte Ziel­grup­pe oder bieten nur ein be­stimm­tes Sortiment an. Auf Etsy finden Nutzer bspw. haupt­säch­lich hand­ge­ar­bei­te­te Produkte bzw. Kunst­ge­gen­stän­de.
     
  • Nutz­bar­keit: Für Un­ter­neh­mer ist auch ent­schei­dend, wie leicht sich die Ver­kaufs­platt­form bedienen lässt. Das Ein­stel­len von Produkten sowie die Kauf­ab­wick­lung sollten möglichst pro­blem­los und einfach zu handhaben sein. Auch der Ge­stal­tungs­spiel­raum auf den Ar­ti­kel­sei­ten ist bei der Ent­schei­dung wichtig.
     
  • Kon­kur­renz: Wie ist die Kon­kur­renz auf dem ent­spre­chen­den Markt­platz auf­ge­stellt? Viel­leicht ist es für Sie sinnvoll, besser eine andere Plattform zu wählen, auf der Sie im Wett­be­werb um die Kunden nicht un­ter­ge­hen.
     
  • Schnitt­stel­len: Betreiben Sie einen eigenen E-Shop, ist es hilfreich, wenn der Markt­platz ent­spre­chen­de Schnitt­stel­len anbietet. Auch die Kom­pa­ti­bi­li­tät mit dem be­stehen­den Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem Ihres E-Shops kann die Arbeit stark ver­ein­fa­chen. So müssen Sie Wa­ren­be­stän­de nicht manuell nach­tra­gen.
Tipp

In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen aus­führ­lich, wie Sie er­folg­rei­ches SEO bei Amazon einsetzen.

Die Ver­kaufs­platt­for­men: Vergleich der Online-Markt­plät­ze

In Deutsch­land ist der E-Commerce geprägt von den beiden On­line­rie­sen Amazon und eBay. Auf diesen beiden Ver­kaufs­platt­for­men bewegen sich nahezu alle, die im Internet einkaufen möchten. Dennoch sollte man als Händler (und übrigens auch als Käufer) auch einen Blick auf Online-Markt­plät­ze abseits der beiden US-Konzerne wagen, denn dort gibt es teilweise sehr in­ter­es­san­te Mög­lich­kei­ten für kleine und mittlere Un­ter­neh­men.

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Amazon

Begonnen hat der On­line­rie­se Amazon im Jahr 1994 als Online-Ver­sand­händ­ler für Bücher. In­zwi­schen ist der US-Konzern zu einem der größten Lo­gis­tik­un­ter­neh­men geworden, hat eine breit­ge­fä­cher­te eigene Pro­dukt­pa­let­te, die auch virtuelle Dienste anbietet, und gibt Un­ter­neh­mern mit dem Amazon Mar­ket­place die Mög­lich­keit, ihre Waren über die Plattform zu ver­trei­ben. Amazon ist unter den vor­ge­stell­ten Online-Markt­plät­zen in Deutsch­land klar ton­an­ge­bend: Hier­zu­lan­de hat der Händler bis zu 30 Millionen Unique Visits monatlich. Weltweit gehört er zu den wert­volls­ten Marken (mit ca. 200 Mil­li­ar­den US-Dollar) – nur knapp hinter Apple und Google.

Anzahl der aktiven Händler 64.000 (Deutsch­land/2016)
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 229 Millionen (Deutsch­land/2016)
Reich­wei­te 4,79 Mil­li­ar­den Visits pro Jahr (Deutsch­land/2017)
Umsatz 177,9 Mil­li­ar­den US-Dollar (Weltweit/2017)
Grund­ge­büh­ren 39 Euro
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 7–15 %

Auf Amazon erreichen Sie zwei­fel­los die meisten po­ten­zi­el­len Käufer. Aber zu welchem Preis? Möchten Sie monatlich mehr als 40 Artikel verkaufen, verlangt Amazon zunächst monatlich eine Grund­ge­bühr von 39 Euro. Hinzu kommen Ver­kaufs­ge­büh­ren, die von der Pro­dukt­ka­te­go­rie abhängen, in die ihre Produkte passen. Zwischen 7 und 15 Prozent müssen Sie pro ver­kauf­tem Artikel berappen. Noch etwas teurer wird es, wenn Sie Ihre Produkte auch über Amazon versenden lassen möchten: Sie können diese in einem Amazon-Lo­gis­tik­cen­ter einlagern. Der Online-Markt­platz übernimmt dann den kom­plet­ten Versand für Sie au­to­ma­tisch. Dafür fallen al­ler­dings zu­sätz­lich Versand- und La­ger­ge­büh­ren an.

Weiterer Nachteil neben dem stolzen Preis: Der ungeheuer großen Kun­den­grup­pe stehen auch sehr viele Händler gegenüber, die ver­gleich­ba­re Produkte anbieten. Bei Amazon steht – und das ist relativ end­kun­den­ori­en­tiert – der Artikel im Vor­der­grund. Falls also mehrere Händler den gleichen Artikel anbieten sollten, wird dennoch nur eine Ar­ti­kel­sei­te angelegt. Erst dort ist es dem Nutzer möglich, al­ter­na­ti­ve Händler aus­zu­wäh­len. Sollten Sie al­ler­dings nicht den güns­tigs­ten Preis anbieten, gibt es keinen Grund für den Kunden, Ihr Angebot zu kaufen. Dadurch kann bei Amazon ein enormer Preis­druck entstehen, der vor allem für kleinere Händler pro­ble­ma­tisch sein dürfte. Um als vor­ge­schla­ge­ner Händler für das ent­spre­chen­de Produkt auf­zu­tre­ten, also der stan­dard­mä­ßig aus­ge­wähl­te Verkäufer zu sein, sind neben dem nied­rigs­ten Preis aber auch Faktoren wie Kun­den­zu­frie­den­heit ent­schei­dend.

Das Ein­pfle­gen des Sor­ti­ments bei Amazon ist relativ einfach durch die Seller Central möglich. Wenn das Produkt bei Amazon bereits gelistet ist, kann man dieses z. B. über EAN oder ISBN bzw. über die ein­deu­ti­ge Amazon Standard Iden­ti­fi­ca­ti­on Number (ASIN) finden und muss (oder kann) schließ­lich seine eigenen Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen eintragen. Ist der Artikel noch nicht im Online-Markt­platz vertreten, lässt sich un­kom­pli­ziert eine neue Pro­dukt­sei­te anlegen. Über mehrere Ein­ga­be­mas­ken führt Sie Amazon durch die Er­stel­lung. Ein eigenes Layout ist so jedoch nicht möglich. Lediglich bei der Pro­dukt­be­schrei­bung können Sie als Verkäufer kreativ werden. Durch mehrere Schnitt­stel­len verbinden Sie Amazon mit einem bereits be­stehen­den Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem.

Vorteile Nachteile
Hohe Reich­wei­te Hohe Kon­kur­renz
Viele Schnitt­stel­len Hohe Gebühren
Logistik durch Amazon möglich Kein eigenes Design möglich
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots  

eBay

Der Flohmarkt unter den Online-Markt­plät­zen: Die bekannte Ver­kaufs­platt­form eBay ist im Jahr 1995 ur­sprüng­lich als Auk­ti­ons­haus für ge­brauch­te Artikel von Privat zu Privat (C2C) ins Leben gerufen worden. Vor allem bei Sammlern und Schnäpp­chen­jä­gern ist eBay sehr beliebt. Auch heute noch verkaufen Nutzer Second-Hand-Artikel auf der Plattform. In­zwi­schen wird der größte Be­stand­teil der Angebote (in den meisten Fällen Neuware) jedoch von ge­werb­li­chen Händlern oder Her­stel­lern ein­ge­stellt.

Anzahl der aktiven Händler 125.700 (Deutsch­land/2016)  
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 246 Millionen (Deutsch­land/2017)  
Reich­wei­te 2,87 Mil­li­ar­den Visits pro Jahr (Deutsch­land/2017)  
Umsatz 9,56 Mil­li­ar­den US-Dollar (Weltweit/2017)  
Grund­ge­büh­ren 39,95–4999,95 Euro  
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 4,5–10,5 %  

Das ur­sprüng­li­che Ver­kaufs­prin­zip bei eBay ist die Auktion: Verkäufer stellen Artikel mit einer be­stimm­ten Laufzeit auf den Markt­platz, und der Nutzer, der am Ende des Zeit­li­mits das höchste Angebot abgegeben hat, erhält den Zuschlag. Für pro­fes­sio­nel­le Händler ist aber das Fest­preis­an­ge­bot in­ter­es­san­ter. Hierbei legt der Verkäufer wie anderswo üblich einen Preis für das an­ge­bo­te­ne Produkt fest. Genau wie bei Amazon ist die Pro­dukt­span­ne enorm groß: Von Toi­let­ten­pa­pier bis zu Lie­fer­wa­gen kann man bei eBay fast alles erwerben. Zu den bei eBay ver­bo­te­nen Angeboten gehören z. B. Tiere, Waffen, Arz­nei­mit­tel, Wert­pa­pie­re, aber auch mensch­li­che Kör­per­tei­le.

Die Kosten, die Händler beim Verkaufen auf eBay entstehen, hängen davon ab, ob es sich um ein privates oder ge­werb­li­ches Konto handelt. Als privater Verkäufer müssen Sie mit einer Ver­kaufs­pro­vi­si­on von 10 Prozent rechnen. Für die Er­stel­lung des Angebots an sich erhebt eBay bei Pri­vat­per­so­nen (sofern man weniger als 300 Artikel im Monat verkauft) keine Gebühren. Lediglich Zu­satz­op­tio­nen wie er­wei­ter­te Bil­der­ga­le­rien oder Un­ter­ti­tel kosten extra.

Für kleine und mit­tel­gro­ße Un­ter­neh­men (KMU) in­ter­es­sant sind aber vor allem die Kosten, die bei ge­werb­li­cher Nutzung anfallen: eBay sieht vier ver­schie­de­ne Abon­ne­ments für eBay-Shops vor. Abhängig davon, wie viele Fest­preis­an­ge­bo­te Sie monatlich ein­stel­len möchten, liegen diese zwischen 39,95 und 4999,95 Euro pro Monat. Sollten Sie sich gegen einen Shop und damit gegen ein Abo ent­schei­den, wird nach 40 ein­ge­stell­ten Angeboten eine Gebühr von 0,35 Euro pro Artikel erhoben. Schon bei einem Basis-Shop haben Sie als Verkäufer 400 Angebote frei und zahlen an­schlie­ßend nur 0,10 Euro pro Angebot. Hinzu kommt eine Ver­kaufs­pro­vi­si­on, die je nach Pro­dukt­art zwischen 4,5 und 10,5 Prozent liegt.

Ein eBay-Shop hat noch weitere Vorteile. Was Amazon versucht zu mi­ni­mie­ren, kann bei eBay durch einen eigenen Auftritt auf der Ver­kaufs­platt­form forciert werden: die Präsenz als Händler. Mit einem eigenen Layout können Sie sich besser als eigene Marke prä­sen­tie­ren und so einen festen Kun­den­stamm aufbauen. Auf der eigenen Shop-Seite prä­sen­tie­ren Verkäufer ihr kom­plet­tes Sortiment und weisen Käufer so auf weitere Angebote hin. Um mehr Si­cher­heit (auch für Verkäufer) zu schaffen, sind ge­gen­sei­ti­ge Be­wer­tun­gen in­te­gra­ler Be­stand­teil des Systems. Händler können so auch abseits von einem günstigen Preis über­zeu­gen­de Argumente für sich anbringen.

Nicht nur den eigenen Shop, auch die einzelnen Ar­ti­kel­sei­ten können Sie bei eBay relativ frei gestalten. Mit eigenen Gra­fik­ele­men­ten passen Sie das Layout, das auf HTML basiert, an Ihre Mar­ke­ting­stra­te­gie an. Für die Ge­stal­tung vor­ge­fer­tig­ter oder in­di­vi­du­el­ler Templates haben sich in­zwi­schen externe Anbieter etabliert. So können auch weniger in­ter­net­af­fi­ne Händler über­zeu­gen­de und pro­fes­sio­nel­le Ar­ti­kel­sei­ten erstellen. Genau wie der Kon­kur­rent Amazon bietet eBay ver­schie­de­ne Schnitt­stel­len an, um den Einsatz mit anderer Software zu er­mög­li­chen.

Vorteile Nachteile
Große Reich­wei­te Hohe Kon­kur­renz
Eigener eBay-Shop und Ar­ti­kel­sei­ten mit eigenem Layout möglich Bindung an PayPal
Viele Schnitt­stel­len  
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots  

Alibaba

Die chi­ne­si­sche Alibaba Group ist gleich mit mehreren Markt­plät­zen online vertreten: Neben Alibaba.com (einer B2B-Plattform) und Taobao (eine Ver­kaufs­platt­form wie eBay) hat das Un­ter­neh­men mit Ali­Ex­press auch einen Online-Markt­platz für B2C im Portfolio. Auf Ali­Ex­press können Kunden zwar global einkaufen, die Händler selbst stammen al­ler­dings allesamt aus China. Anderen Online-Händlern ist es nicht erlaubt, ihre Waren auf der Ver­kaufs­platt­form an­zu­bie­ten. Anders hingegen beim na­mens­ge­ben­dem Flagg­schiff: Hier können in­ter­na­tio­na­le Händler weltweit Kunden finden.

Anzahl der aktiven Händler 8,5 Millionen (Weltweit/2015)
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte keine Angabe
Reich­wei­te 18,24 Mil­li­ar­den Visits pro Jahr (Weltweite/komplette Gruppe/2017)
Umsatz 39,9 Mil­li­ar­den US-Dollar (Weltweit/komplette Gruppe/2018)
Grund­ge­büh­ren 0–5.999 US-Dollar
Ver­kaufs­pro­vi­si­on -

Das Angebot ist viel­fäl­tig: Von Baby-Puppen über Block­chain Miner bis hin zu Ga­bel­stap­lern kann man auf der Plattform alles finden. Als Verkäufer hat man bei der Ge­stal­tung der Ar­ti­kel­sei­te relativ viel Spielraum. Während der Kopf der Seite immer im gleichen Design gehalten ist, lässt sich der Ar­ti­kel­text mit zahl­rei­chen Bildern, Videos und anderen ge­stal­te­ri­schen Elementen an­rei­chern. Da sich das Angebot an Groß­kun­den richtet, sind einige Details hier pro­mi­nen­ter platziert, als man es von anderen Online-Ver­kaufs­platt­for­men kennt. So spielt zum Beispiel die Be­stell­men­ge eine große Rolle. Als Händler können Sie daher direkt im Kopf der Seite auf Men­gen­ra­bat­te oder Min­dest­be­stell­men­gen hinweisen.

Auch der Be­stell­pro­zess läuft anders ab, als man es von Amazon & Co. kennt. So ist es als Käufer möglich, ein Angebot für den Preis ein­zu­rei­chen. Außerdem kann man ein Muster oder besondere In­di­vi­dua­li­sie­run­gen bestellen. Deutsche Händler – wie auch Verkäufer anderer Nationen – lassen sich auch gesammelt anzeigen. Im deutschen Pavillon findet man somit einen Online-Markt­platz für Deutsch­land.

Als Verkäufer ist eine Mit­glied­schaft bei Alibaba.com grund­sätz­lich kostenlos. In der Gra­tis­ver­si­on lassen sich al­ler­dings nur 50 Produkte auf der Plattform plat­zie­ren. Für Gold Supplier Mem­ber­ships sind, abhängig vom gewählten Paket, zwischen 1.399 $ und 5.999 $ im Jahr fällig. Alle Gold-Member-Pakete geben Ver­käu­fern die Mög­lich­keit, eine un­be­grenz­te Anzahl an Produkten auf Alibaba.com an­zu­bie­ten. Außerdem erhalten Händler bei den kos­ten­pflich­ti­gen Paketen mehr Spei­cher­platz für Fotos und können Showcase verwenden: Dadurch stellt der Online-Markt­platz das gewählte Produkt mehr in der Vor­der­grund und bewirbt es somit aktiv. Die Pakete un­ter­schei­den sich vor allem hin­sicht­lich der Anzahl möglicher Showcases und der Größe des Online-Speichers für Fotos.

Alibaba.com gibt an, dass Händler außerhalb von China, Taiwan und Hongkong Zahlungen nicht über die Online-Ver­kaufs­platt­form regeln können. Statt­des­sen müssen Verkäufer direkt Kontakt mit Käufern aufnehmen, um die Zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen zu treffen. Im Gegenzug verlangt Alibiba.com offenbar auch keine Provision für den Verkauf.

Vorteile Nachteile
Große Reich­wei­te Hohe Kon­kur­renz
Ar­ti­kel­sei­ten mit eigenem Layout möglich Schlechte deutsche Über­set­zung
In­ter­na­tio­na­ler Markt  
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots Hohe Gebühren
Keine Provision  
Eigene Software zum ein­fa­che­ren Verkauf  

Rakuten

In Japan ist es die Nummer 1 unter den Online-Markt­plät­zen, und auch in Deutsch­land wird Rakuten immer wichtiger. Im Aufbau ähnelt das Ver­kaufspor­tal aus Tokyo dem Angebot von Amazon. Auch hier finden Besucher in zahl­rei­chen Ka­te­go­rien alles, was sie brauchen könnten. Zu­sätz­lich bietet Rakuten, wiederum ganz ähnlich wie Amazon, seinen Nutzern einige weitere On­line­diens­te an: Durch den Aufkauf des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­tes Viber verfügt das Un­ter­neh­men nun auch über eine eigene App für IT-Telefonie – und mit Rakuten TV hält es einen Streaming-Dienst bereit, auf dem Block­bus­ter, Klassiker und aktuelle TV-Serien geschaut werden können. Zudem werden Kunden durch das eigene Bo­nus­pro­gramm, die so­ge­nann­ten Su­per­punk­te, an die Plattform gebunden: Für jeden Euro, den man auf Rakuten ausgibt, erhält man einen Su­per­punkt. Dieser ent­spricht einem Cent, der als Gutschein bei einem der nächsten Einkäufe ver­rech­net werden kann.

Anzahl der aktiven Händler 7.000 (Deutsch­land/2017)
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 22 Millionen (Deutsch­land/2017)
Reich­wei­te 35 Millionen Visits pro Jahr (Deutsch­land/2016)
Umsatz 7,1 Mil­li­ar­den US-Dollar (Weltweit/2016)
Grund­ge­büh­ren 39,95–299 Euro
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 2–11 %

Die Ge­stal­tung der Gebühren ori­en­tiert sich mit einer Grund­ge­bühr von 39 Euro und einer zu­sätz­li­chen Ver­kaufs­ge­bühr von 9 Prozent ebenfalls am großen Kon­kur­ren­ten. Durch die Be­tei­li­gung an den Su­per­punk­ten (die nur bei Waren entstehen, die nicht preis­ge­bun­den sind) schlägt Rakuten noch einen weiteren Pro­zent­punkt auf. Damit gehen 10 Prozent des Umsatzes an den Online-Markt­platz. Sollte Ihr Artikel über einen Affiliate-Link verkauft worden sein, kommt noch einmal ein Prozent zu den Gebühren hinzu. Wenn Sie besonders viel bei Rakuten verkaufen und die ent­spre­chen­den Kriterien erfüllen (z. B. nicht mehr als 1 Prozent Kun­den­be­schwer­den), können Sie Ihr Konto auf Rakuten PRO upgraden. In diesem Modell erhöht sich die Grund­ge­bühr auf 299 Euro monatlich, dafür fällt die Ver­kaufs­ge­bühr auf 2 Prozent und die Affiliate-Gebühr entfällt komplett.

Um sich vom großen Kon­kur­ren­ten ab­zu­set­zen, versucht Rakuten, den Händler in seiner Position zu stärken. Unter dem Stichwort Em­power­ment bietet der Markplatz seinen Partnern mehrere Mög­lich­kei­ten, sich als Marke besser zu po­si­tio­nie­ren. Wich­tigs­ter Un­ter­schied zu Amazon ist, dass jeder Händler mit seinem ent­spre­chen­den Artikel gesondert in den Such­ergeb­nis­sen auftaucht. Zudem können Verkäufer die eigene Shopseite ähnlich wie bei eBay mit einem in­di­vi­du­el­len Design aus­stat­ten. Um die Händler noch mehr zu un­ter­stüt­zen, bietet Rakuten darüber hinaus Webinare, Tutorials, Marketing-Aktionen und per­sön­li­che Beratung.

Das Ein­stel­len der Artikel funk­tio­niert genau so einfach wie bei anderen Online-Markt­plät­zen. Über eine leicht ver­ständ­li­che Maske können Händler Produkte und deren Varianten ein­pfle­gen. Auch Rakuten bietet Schnitt­stel­len, mit denen sich die Ver­kaufs­platt­form mit externer Software und Diensten verbinden lässt.

Vorteile Nachteile
Händler-Em­power­ment Hohe Gebühren
Schnitt­stel­len Relativ geringe Reich­wei­te
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots  

Etsy

Wer auf der Suche nach be­son­de­ren Produkten ist, der könnte bei Etsy fündig werden. Das Online-Ver­kaufspor­tal hat sich auf Hand­ar­beit und Vintage-Produkte spe­zia­li­siert. Viele der an­ge­bo­te­nen Artikel sind Unikate, werden nur in sehr geringen Auflagen oder nur auf Anfrage pro­du­ziert. Das Angebot an Kunst und Kunst­hand­werk rundet Etsy zudem mit Künst­ler­be­darf ab und bedient somit voll­stän­dig die Ziel­grup­pe: kunst­be­geis­ter­te Käufer und Personen auf der Suche nach einem in­di­vi­du­el­len Geschenk. Da einige der Verkäufer auf Etsy keine wirk­li­chen Händler sind, sondern über ihr Hobby nur etwas da­zu­ver­die­nen möchten, bringt man Etsy auch mit Consumer-to-Consumer (C2C) in Ver­bin­dung: Kunden werden selbst zu Ver­käu­fern.

Anzahl der aktiven Händler 1,9 Millionen (Weltweit/2017)
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 50 Millionen (Weltweit/2017)
Reich­wei­te keine Angaben
Umsatz 441 Millionen US-Dollar /Weltweit/2017)
Grund­ge­büh­ren kostenlos oder 10 US-Dollar (2018) / 20 US-Dollar (ab 2019)
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 3,5 %

Doch der größte Teil der Anbieter ist pro­fes­sio­nell auf­ge­stellt. Als Händler auf der Ver­kaufs­platt­form muss man grund­sätz­lich keine Grund­ge­bühr bezahlen. Erst wenn man sich für das Plus-Paket ent­schei­det, in dem Marketing-Tools enthalten sind, kommen 10 US-Dollar auf die Verkäufer zu. (Das Un­ter­neh­men hat al­ler­dings an­ge­kün­digt, den Preis ab 2019 auf 20 $ zu erhöhen.) Pro Artikel sind zudem 0,20 $ Ein­stell­ge­büh­ren und bei einem Verkauf noch einmal 3,5 % des Preises zu zahlen. Wer Etsy Payments nutzt (ein Paket mit ver­schie­de­nen Zah­lungs­mög­lich­kei­ten), gibt zu­sätz­lich noch 4 % plus 0,30 € an den Online-Markt­platz ab.

Fakt

Etsy berechnet seine Preise in US-Dollar. Die Euro-Preise sind daher abhängig vom aktuellen Wech­sel­kurs.

Noch vor kurzem war Etsy in Deutsch­land wenig bekannt, doch findet die Ver­kaufs­platt­form in­zwi­schen auch hier­zu­lan­de mehr und mehr Fans. Gleich­zei­tig steigt die Anzahl der deutschen Händler. Als Händler hat man al­ler­dings kaum Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten, was den eigenen Shop oder die Ar­ti­kel­sei­te angeht. In­ter­es­sant: Neben einer Seite für den eigenen Etsy-Shop besitzt man als Händler noch eine In­ha­ber­sei­te. Hier kann man seinen po­ten­zi­el­len Käufern mehr über sich selbst erzählen. Denn der per­sön­li­che Kontakt ist bei Etsy nicht zu un­ter­schät­zen. In vielen Fällen nehmen Kunden Kontakt mit den Ver­käu­fern auf, um Son­der­an­fer­ti­gen zu be­spre­chen oder Fragen zum Produkt zu stellen.

Vorteile Nachteile
Geringe Gebühren Geringe Reich­wei­te
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots Kein eigenes Design möglich
Ni­schen­an­ge­bo­te Preise nur in US-Dollar
Eigene App für Verkäufer  
Tipp

Sie suchen nach weiteren Online-Ver­kaufspor­ta­len, welche sich auf Hand­ar­beit und Vintage-Produkte spe­zia­li­sie­ren? Erfahren Sie in dem folgenden Artikel mehr zum Thema "Etsy-Al­ter­na­ti­ven".

Hood.de

Hood.de – der Online-Markt­platz aus Deutsch­land mit dem Rächer der Enterbten im Logo – wurde 2000 gegründet als faire Al­ter­na­ti­ve zu eBay und Amazon. Der Gründer empfand die ständigen Ge­büh­ren­er­hö­hun­gen bei der US-ame­ri­ka­ni­schen Kon­kur­renz nicht mehr tragbar und gründete deshalb seine eigene Ver­kaufs­platt­form. Wie bei den anderen Shopping-Portalen werden zahllose Produkte in fast allen denkbaren Ka­te­go­rien angeboten. Auch der Aufbau ähnelt der Kon­kur­renz. Über Ka­te­go­rien­bäu­me und eine Suchmaske finden Käufer zu den ge­wünsch­ten Produkten. Wie bei eBay gibt es sowohl So­fort­kauf-Optionen als auch Auktionen.

Anzahl der aktiven Händler 10.000 (Deutsch­land/2018)
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 5 Millionen (Deutsch­land/2018)
Reich­wei­te keine Angaben
Umsatz 41 Millionen Euro (Deutsch­land/2013)
Grund­ge­büh­ren 10,95–29,95 Euro
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 3–8 %

Hood.de un­ter­schei­det zwischen privaten und ge­werb­li­chen Ver­käu­fern. Für erstere ist die Nutzung der Plattform voll­kom­men kostenlos. Sie müssen weder eine Grund­ge­bühr noch eine Ver­kaufs­pro­vi­si­on ent­rich­ten. Einzig für Son­der­op­tio­nen wie zu­sätz­li­che und größere Bilder oder auch die Bewerbung des Angebots entstehen Zu­satz­kos­ten. Im Gegenzug müssen die privaten Verkäufer al­ler­dings Wer­be­an­zei­gen in der Dar­stel­lung ihrer Produkte ak­zep­tie­ren.

Sollten Sie ge­werb­lich handeln, müssen Sie das auch in Ihrem Profil kenn­zeich­nen. Als Händler haben Sie die Mög­lich­keit aus drei ver­schie­de­nen Preis­pa­ke­ten aus­zu­wäh­len: monatlich 10,95, 16,95 oder 29,95 Euro. Während man im Silber- und Gold-Shop nur bis zu 100 bzw. 500 Artikel anbieten kann, stehen Ver­käu­fern im Platinum-Shop bis zu 20.000 Verkäufe frei.

Jeder ge­werb­li­che Händler zahlt nach er­folg­rei­chem Verkauf bei Hood.de eine Provision. Bei Silber beträgt die Provision grund­sätz­lich 8 Prozent, bei Gold zwischen 5 und 8 Prozent und im Platin-Paket zwischen 3 und 7 Prozent. Auch als ge­werb­li­cher Verkäufer zahlen Sie für einige Zu­satz­op­tio­nen extra – wie für Spon­so­ring und einige De­sign­ele­men­te. Um das Sortiment bei Hood.de zu pflegen, gibt es drei Mög­lich­kei­ten: Sie können Produkte per Hand über eine Maske eintragen, eine CSV-Datei uploaden bzw. einen Feed be­reit­stel­len oder über eine Schnitt­stel­le mit einer Software auf den Online-Markt­platz zugreifen.

Vorteile Nachteile
Geringe Gebühren Geringe Reich­wei­te
Wenig Kon­kur­renz Kein eigenes Design möglich
Schnitt­stel­len  
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots  

Yatego

Etwas jünger als Hood.de ist der Kon­kur­rent Yatego. 2003 in Deutsch­land gegründet, hat sich die Plattform zu einem voll aus­ge­reif­ten Online-Markt­platz ent­wi­ckelt und versucht, ähnlich wie Rakuten, Händler in ihrer Position zu stärken. Zwar gibt es auch hier keine Mög­lich­keit, Ar­ti­kel­sei­ten oder den eigenen Shop auf der Plattform mit einem in­di­vi­du­el­len Layout zu versehen, aber ein­zig­ar­tig ist, dass man eine an­ge­pass­te, be­nut­zer­freund­li­che Subdomain wählen kann. Damit fällt es Händlern leichter, den eigenen Yatego-Shop im Internet zu bewerben. Die Nut­zer­na­vi­ga­ti­on erfolgt al­ler­dings auch hier nach dem bekannten Schema: Ka­te­go­rien­baum und Suchmaske.

Anzahl der aktiven Händler 7.000 (Deutsch­land/2018)
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 5 Millionen (Deutsch­land/2018)
Reich­wei­te 7,8 Millionen Visits pro Jahr (Deutsch­land/2016)
Umsatz keine Angaben
Grund­ge­büh­ren 37,90 Euro
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 8 %

Wer bei Yatego einen Shop eröffnen möchte, der muss zunächst einen einmalige Ein­rich­tungs­ge­bühr von 78 Euro ent­rich­ten. Hinzu kommen eine mo­nat­li­che Grund­ge­bühr von 37,90 Euro sowie 8 Prozent Ver­kaufs­pro­vi­si­on. Etwas anderes als dieses All-in-one-Paket steht Händlern nicht zur Wahl. Als eine Zu­satz­op­ti­on können Sie als Verkäufer al­ler­dings eine Wei­ter­lei­tung auf eine externe In­ter­net­sei­te buchen: Für 0,35 Euro pro Klick richten Sie z. B. eine Wei­ter­lei­tung auf den selbst­ver­wal­te­ten E-Shop ein. Dies ist ein großer Un­ter­schied zu anderen Platt­for­men, die für ge­wöhn­lich jegliche Ver­lin­kung auf externe Angebote un­ter­sa­gen.

Darüber hinaus bietet Yatego seinen Händlern noch die Option Protected Shop: Durch die Zahlung einer mo­nat­li­chen Zu­satz­ge­bühr von 4,90 Euro erhalten Verkäufer rechts­si­che­re Texte (AGB, Impressum, Wi­der­rufs­be­leh­rung, Da­ten­schutz­er­klä­rung) für ihre Shop­sei­ten. Die all­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen ak­tua­li­siert Yatego bei Nutzung dieses Angebots für den Händler au­to­ma­tisch, falls sich Än­de­run­gen durch den Ge­setz­ge­ber ergeben.

Auch Yatego verfügt über Schnitt­stel­len, damit andere Systeme Zugriff erhalten. Zu­sätz­lich bietet die Ver­kaufs­platt­form aber auch eine eigene Shop-Software an. Diese soll den Ver­käu­fern die Ver­wal­tung der Produkte und Be­stel­lun­gen er­leich­tern. Über die Software or­ga­ni­sie­ren Sie Ihre Waren, Aufträge und Kunden und können auch ganz einfach Lie­fer­schei­ne und Rech­nun­gen drucken. Zu­sätz­lich versorgt Sie das Tool mit Sta­tis­ti­ken zu Ihren Verkäufen.

Vorteile Nachteile
Wenig Kon­kur­renz Hohe Gebühren, nur ein Paket wählbar
Eigene Shop-Software Geringe Reich­wei­te
Wei­ter­lei­tung zum eigenen Shop möglich Kein eigenes Design möglich
Protected Shops  
Eigene Subdomain möglich  

Avocado Store

Etwas außerhalb der Kon­kur­renz läuft die noch kleine Ver­kaufs­platt­form Avocado Store: Mit einem Fokus auf öko­lo­gisch erzeugte Produkte bedienen Händler auf dem Markt­platz eine spezielle Nische und erreichen direkt ein Publikum, das sich mehr für fairen Handel und um­welt­freund­li­che Pro­duk­ti­on in­ter­es­siert als für die güns­tigs­ten Preise. Käufer finden Artikel aus den Bereichen Be­klei­dung, Ge­gen­stän­de für Wohnen und Leben, Dro­ge­rie­pro­duk­te sowie Bücher. Die Na­vi­ga­ti­on verläuft ebenso einfach, wie man es von anderen Online-Markt­plät­zen kennt. Innerhalb der Ar­ti­kel­sei­ten können Händler mit stan­dar­di­sier­ten Icons u. a. darauf hinweisen, dass Ihre Artikel vegan sind, in Deutsch­land her­ge­stellt werden, Rohstoffe aus Bioanbau verwenden oder z. B. dem Cradle-to-Cradle-Prinzip ent­spre­chen. Auf einer ge­son­der­ten Un­ter­sei­te haben Nutzer die Mög­lich­keit, die genaue Bedeutung der Icons zu erfahren.

Anzahl der aktiven Händler 460 (Deutsch­land/2016)  
Anzahl der ge­han­del­ten Produkte 130.000 (Deutsch­land/2018)  
Reich­wei­te keine Angaben  
Umsatz keine Angaben  
Grund­ge­büh­ren 15 Euro  
Ver­kaufs­pro­vi­si­on 17 %  

Wer Händler auf dieser Ver­kaufs­platt­form werden möchte, muss recht hohe Gebühren in Kauf nehmen: Zunächst wird eine einmalige Ein­rich­tungs­ge­bühr von 65 Euro erhoben. Hinzu kommen eine mo­nat­li­che Grund­ge­bühr von 15 Euro sowie eine Ver­kaufs­pro­vi­si­on von 17 Prozent. Dafür bekommt man einen eigenen Shop auf dem Online-Markt­platz. Dieser lässt sich al­ler­dings nur in sehr geringem Rahmen selbst designen. Lediglich mit dem Un­ter­neh­mens­lo­go und einem Be­schrei­bungs­text können Sie Ihre Shopseite in­di­vi­dua­li­sie­ren. Neben den an­ge­bo­te­nen Produkten finden Nutzer dort eine Übersicht aller Kun­den­be­wer­tun­gen. Auf den Ar­ti­kel­sei­ten selbst können Kunden zudem, ähnlich wie bei Amazon, öf­fent­lich Fragen zum Produkt zu stellen. Die Antworten des Händlers sind oft auch für andere Kunden vor dem Kauf hilfreich.

Wie Amazon ist der Avocado Store nach Produkten und nicht nach Angeboten von einzelnen Händlern sortiert. Das bedeutet: Möchten mehrere Händler den gleichen Artikel verkaufen, werden deren Angebote auf einer Pro­dukt­sei­te zu­sam­men­ge­fasst. Ein be­stimm­ter Verkäufer ist dabei vor­ausge­wählt. Alle anderen Anbieter werden zwar auf­ge­führt, die Nutzer müssen sie aber selbst­stän­dig auswählen. Das erhöht den Preis­druck unter den Händlern, denn es wird immer der Anbieter mit den güns­tigs­ten Produkten an erster Stelle genannt. Wenn Sie al­ler­dings an der Top-Position stehen, können Sie sich dank der weniger großen Kun­den­grup­pe ziel­ge­rich­te­ter prä­sen­tie­ren als auf Amazon oder eBay, wo die meisten Nutzer eher auf Schnäpp­chen­jagd aus sind.

Vorteile Nachteile
Fokus auf öko­lo­gi­sche Produkte Hohe Gebühren, Ein­rich­tungs­ge­bühr
En­ga­gier­te Ziel­grup­pe Kein eigenes Design möglich
Geringe Kon­kur­renz Keine Schnitt­stel­len
Mög­lich­keit zur (kos­ten­pflich­ti­gen) Bewerbung des Angebots Geringe Reich­wei­te

Übersicht: Die Online-Markt­plät­ze im Vergleich

  Amazon eBay Alibaba Rakuten Etsy Hood.de Yatego Avocado Store
Reich­wei­te
Kon­kur­renz
Ein­rich­tungs­ge­bühr 78 € 65 €
Grund­ge­bühr 39 € 39,95–4999,95 € 0–5.999 $ 39 € / 299 € 0 $ / 10 $ / 20 $ 0–34,90 € 37,9 € 15 €
Provision 7–15 % 4,5–10 % 9–10 % / 2–3 % 3,5 % 2–8 % 8 % 17 %
Schnitt­stel­len
Fokus B2B Hand­ar­beit Öko­lo­gi­sche Er­zeug­nis­se
Eigenes Shop-Design (aber eigene Subdomain)
Tipp: On­line­shop erstellen mit IONOS

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