Für lokale Un­ter­neh­men gehört die Er­stel­lung eines Google Un­ter­neh­mens­pro­fils zu den ersten Maßnahmen im On­line­mar­ke­ting. Als wichtiger Teil der lokalen Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung erhöht ein Un­ter­neh­mens­pro­fil bei Google die Online-Sicht­bar­keit Ihres Un­ter­neh­mens, sodass Sie mehr po­ten­zi­el­le Kundinnen und Kunden erreichen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil neu anlegen, welche Ve­ri­fi­zie­rungs­me­tho­den es gibt und wie Sie Be­wer­tun­gen pro­fes­sio­nell verwalten.

Zu­sam­men­fas­sung

Ein Google Un­ter­neh­mens­pro­fil erhöht als digitales Bran­chen­buch die Sicht­bar­keit lokaler Un­ter­neh­men in der Google-Suche und auf Maps.

  • Die Anmeldung erfolgt kostenlos über business.google.com/add.
  • Eine Ve­ri­fi­zie­rung (z. B. per SMS oder Video) ist zwingend er­for­der­lich.
  • Voll­stän­di­ge Daten und pro­fes­sio­nel­le Bilder ver­bes­sern das Ranking im Local Pack.
  • Ve­ri­fi­zier­te Profile er­mög­li­chen das Be­ant­wor­ten und Melden von Kun­den­re­zen­sio­nen.
KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

Kurz­an­lei­tung: Google Un­ter­neh­mens­pro­fil erstellen

  1. Google-Konto erstellen bzw. einloggen.
  2. Suchen Sie auf business.google.com/add nach Ihrem Un­ter­neh­men.
  3. Falls ein Eintrag existiert: Wählen Sie das Un­ter­neh­mens­pro­fil aus und fordern Sie den Zugriff an (falls bereits verwaltet).
  4. Falls kein Eintrag existiert: Un­ter­neh­mens­pro­fil erstellen (Name und Kategorie).
  5. Standort hin­zu­fü­gen (Adresse/Pin setzen).
  6. Optional: Ein­zugs­ge­biet festlegen (z. B. Lie­fer­dienst, Vor-Ort-Service oder mobile Services).
  7. Kon­takt­da­ten angeben (Telefon, Website).

Danach ve­ri­fi­zie­ren Sie Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil und können Inhalte wie Öff­nungs­zei­ten, Fotos, Leis­tun­gen und Attribute ergänzen.

Was ist ein Google Un­ter­neh­mens­pro­fil?

Ein Google Un­ter­neh­mens­pro­fil fungiert als digitales Bran­chen­buch, das alle re­le­van­ten In­for­ma­tio­nen über Ihr Geschäft bündelt. Po­ten­zi­el­le Kundinnen und Kunden sehen Adresse, Öff­nungs­zei­ten, Kon­takt­mög­lich­kei­ten, Dienst­leis­tun­gen und Fotos direkt in der Suche oder auf Google Maps. Der Eintrag erhöht die Chance, im Local Pack (die drei Top‑Er­geb­nis­se neben der Karte) zu er­schei­nen. Laut Google werden Un­ter­neh­men mit einem voll­stän­dig aus­ge­füll­ten Profil 2,7‑mal häufiger als seriös wahr­ge­nom­men. Zudem steigt die Wahr­schein­lich­keit eines Besuchs um 70 Prozent, während sich die Kauf­wahr­schein­lich­keit um 50 Prozent erhöht.

Die Vorteile eines Google-Busi­ness­ein­trags auf einen Blick:

  • Kos­ten­lo­ses Mar­ke­ting­tool: Sie kon­trol­lie­ren, wie Ihr Geschäft in der Google‑Suche und auf Maps dar­ge­stellt wird.
  • Inhalte und Bu­chungs­op­tio­nen im Profil: Sie in­te­grie­ren Fotos, Leis­tungs­an­ge­bo­te, Attribute sowie Buchungs- oder Ter­min­links direkt im Google-Un­ter­neh­mens­pro­fil.
  • Höhere Online-Sicht­bar­keit: Ein voll­stän­di­ges und ve­ri­fi­zier­tes Profil erhöht die Chance, in lokalen Er­geb­nis­sen angezeigt zu werden.
  • Ver­trau­ens­wür­di­ger Un­ter­neh­mens­auf­tritt: Google verlangt eine Ve­ri­fi­zie­rung per Video, Telefon/SMS, E‑Mail, Live‑Vi­deo­an­ruf oder Postkarte. Dadurch wissen Nut­ze­rin­nen und Nutzer, dass es sich um echte Un­ter­neh­men handelt.
  • Ver­bes­ser­te Kun­den­in­ter­ak­ti­on: Sie können auf Be­wer­tun­gen antworten, Posts ver­öf­fent­li­chen, Dienst­leis­tun­gen und Produkte eintragen und über Chat‑Funk­tio­nen (WhatsApp oder Text­nach­rich­ten) Fragen be­ant­wor­ten.
  • Sta­tis­ti­ken: In der Ver­wal­tung sehen Sie, wie oft Ihr Profil angezeigt wurde und über welche Such­be­grif­fe Kund­schaft Sie gefunden hat.
Hinweis

Bei der Nutzung eines Google Un­ter­neh­mens­pro­fils ver­ar­bei­tet Google auch per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten, etwa im Rahmen von Such­an­fra­gen, Be­wer­tun­gen oder Nach­rich­ten­funk­tio­nen. Google handelt dabei als eigener Ver­ant­wort­li­cher im Sinne der DSGVO. Un­ter­neh­men sollten diese Nutzung in ihrer Da­ten­schutz­er­klä­rung trans­pa­rent machen und auf die Da­ten­schutz­hin­wei­se von Google verweisen.

Google Business Profile anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ein Google-Fir­men­ein­trag ist kostenlos, nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und bringt vor allem kleinen lokalen Un­ter­neh­men viele Vorteile. Möchten Sie Ihr Un­ter­neh­men bei Google anmelden, folgen Sie den folgenden Schritten zur Er­stel­lung und Ve­ri­fi­zie­rung Ihres Google Un­ter­neh­mens­pro­fils.

Schritt 1: Google-Konto erstellen

Falls noch nicht vorhanden, richten Sie sich zunächst ein Google-Konto ein. Neben dem Vornamen gehört auch Ihr Ge­burts­da­tum zu den Pflicht­an­ga­ben.

Bild: Erstellen eines Google-Kontos
Falls noch nicht vorhanden, richten Sie sich im ersten Schritt ein Google-Konto ein.

Schritt 2: Ihr Un­ter­neh­men finden, be­stä­ti­gen und verwalten

Häufig existiert für Ihr Un­ter­neh­men bereits ein un­voll­stän­dig ge­pfleg­ter Eintrag in der Google-Datenbank. Rufen Sie dazu business.google.com/add auf und geben Sie im Suchfeld den Namen Ihres Un­ter­neh­mens ein. Wird ein Eintrag angezeigt, klicken Sie auf den je­wei­li­gen Fir­men­na­men.

Bild: Bei Google My Business anmelden: Unternehmen finden & verwalten
Geben Sie den Namen Ihres Un­ter­neh­mens in das Suchfeld ein.

Ist Ihr Un­ter­neh­men bereits vorhanden, prüft Google zunächst, ob das Profil schon verwaltet wird. Falls noch kein Inhaber bzw. keine Inhaberin hin­ter­legt ist, können Sie die Ver­wal­tung direkt über­neh­men und mit der Ve­ri­fi­zie­rung fort­fah­ren.

Wird statt­des­sen der Hinweis „Dieses Un­ter­neh­mens­pro­fil wird eventuell von einer anderen Person verwaltet“ angezeigt, hat bereits jemand Zugriff auf den Eintrag. In diesem Fall können Sie über die Option „Zugriff anfordern“ ein ent­spre­chen­des Formular ausfüllen. Google in­for­miert die aktuelle ver­wal­ten­de Person und prüft Ihren Anspruch. In den meisten Fällen können Sie das Un­ter­neh­mens­pro­fil direkt be­stä­ti­gen, zum Beispiel per Telefon- oder SMS-Code oder Vi­deo­ve­ri­fi­zie­rung.

Bild: Google Unternehmensprofil anlegen: Standort bestätigen
Durch einen Anruf oder eine Text­nach­richt erhalten Sie Ihren Be­stä­ti­gungs­code.

Wenn Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil er­folg­reich bestätigt ist, können Sie direkt zu Schritt 4 springen.

Schritt 3: Un­ter­neh­men hin­zu­fü­gen

Gibt es für Ihr Un­ter­neh­men noch keinen Eintrag, klicken Sie auf „Un­ter­neh­mens­pro­fil erstellen“ und geben Ihren Fir­men­na­men ein. Wählen Sie an­schlie­ßend eine Kategorie aus, die zu Ihrem Un­ter­neh­men passt. Dieser Schritt ist besonders wichtig, denn nur so werden Sie bei der Google-Suche von po­ten­zi­el­len Kundinnen und Kunden gefunden.

Bild: Firmenname und Kategorie wählen
Erstellen Sie Ihr Un­ter­neh­mens­pro­fil, indem Sie einen Namen und eine Kategorie wählen.

Schritt 4: Standort hin­zu­fü­gen

An­schlie­ßend haben Sie die Mög­lich­keit, einen Standort hin­zu­zu­fü­gen. Ist sich Google nicht sicher, wo sich Ihr Un­ter­neh­men genau befindet, wird eine Karte angezeigt. Auf dieser lässt sich der rote Pin richtig po­si­tio­nie­ren. Sie können Ihren Eintrag bei Google Maps auch nach dem Anlegen des Google Un­ter­neh­mens­pro­fils anpassen.

Bild: Standort für das Google Unternehmensprofil hinzufügen
Klicken Sie auf „Ja“ und „Weiter“, um einen Standort hin­zu­zu­fü­gen.

Schritt 5: Ein­zugs­ge­biet bestimmen

Dieser Schritt ist optional und betrifft Sie nur, wenn Sie auch Dienst­leis­tun­gen außerhalb Ihres Standorts anbieten, etwa Liefer-, Vor-Ort- oder mobile Services.

Bild: Einzugsgebiete für das Google Unternehmensprofil hinzufügen
Wählen Sie einen oder mehrere Ein­zugs­ge­bie­te aus und klicken dann auf „Weiter“.

Schritt 6: Kon­takt­da­ten bestimmen

Legen Sie dann fest, welche Kon­takt­da­ten Ihre Kunden bei der On­line­su­che sehen sollen und fügen Sie die URL Ihrer Website hinzu, falls vorhanden. Sie haben auch die Mög­lich­keit, eine kos­ten­lo­se Website mit Google erstellen zu lassen.

Bild: Bei Google ein Unternehmensprofil anlegen: Kontaktdaten bestimmen
Geben Sie Ihre Kon­takt­da­ten und URL an und klicken dann auf „Weiter“.

Bevor Sie Ihren Google-Busi­ness­ein­trag mit Fotos und In­for­ma­tio­nen befüllen können, müssen Sie nochmals Ihre Identität per Code oder Vi­deo­ve­ri­fi­zie­rung be­stä­ti­gen.

Hinweis

Bedenken Sie, dass Sie für einen Google-Fir­men­ein­trag direkten Kun­den­kon­takt brauchen. Wenn Sie also ein reines On­line­busi­ness betreiben, können Sie nor­ma­ler­wei­se kein Un­ter­neh­mens­pro­fil anlegen. Statt­des­sen können Sie Ihre Website bei Google eintragen und andere effektive Google-SEO-Tools nutzen, um Ihr Ranking zu ver­bes­sern.

Wie optimiere ich meinen Google-Busi­ness­ein­trag?

Die Er­stel­lung eines Google Un­ter­neh­mens­pro­fils allein reicht nicht aus, um die Vorteile des Mar­ke­ting­tools voll aus­zu­schöp­fen. Denn nur ein ge­pfleg­tes Profil bekommt Auf­merk­sam­keit und landet bei der Google-Suche im Local Pack. Dabei handelt es sich um einen In­for­ma­ti­ons­block, der die Top-3-Un­ter­neh­men der Region her­vor­hebt, die zur Such­an­fra­ge eines Nutzers passen. Damit Ihr Un­ter­neh­men im Ranking möglichst weit oben landet und auf Google Maps einen guten Eindruck macht, folgen Sie diesen Tipps:

  • Voll­stän­di­ges Profil: Achten Sie darauf, dass Ihr Google-Fir­men­ein­trag voll­stän­dig aus­ge­füllt ist, damit Suchende so viele wichtige In­for­ma­tio­nen wie möglich erhalten. Neben Kon­takt­da­ten, Öff­nungs­zei­ten und Leis­tungs­an­ge­bot können Sie auch Attribute wie die Online-Ter­min­ver­ein­ba­rung hin­zu­fü­gen.
  • Pro­fes­sio­nel­le Bilder: Stellen Sie hoch­wer­ti­ge Fotos ein, die po­ten­zi­el­le Kundinnen und Kunden an­spre­chen. Dafür lohnt es sich sogar, einen Fo­to­gra­fen zu en­ga­gie­ren, der Ihre Ver­kaufs­räu­me oder Produkte ins „rechte Licht rückt“ und Ihnen so einen Wett­be­werbs­vor­teil ver­schafft.
  • Unique Selling Points: Der Google-Busi­ness­ein­trag ist eine einmalige Ge­le­gen­heit, Ihr Un­ter­neh­men online zu prä­sen­tie­ren. Stellen Sie daher sicher, dass Sie in der Be­schrei­bung konkrete Angebote oder Son­der­ak­tio­nen kom­mu­ni­zie­ren und sich von anderen Anbietern abheben.
  • Kon­sis­tenz: Google ver­gleicht Ihre Angaben mit anderen Online-Bran­chen­sei­ten und stuft Ihr Un­ter­neh­men als ver­trau­ens­wür­di­ger ein, wenn alle In­for­ma­tio­nen über­ein­stim­men. Achten Sie daher auf kon­sis­ten­te Fir­men­da­ten und eine ein­heit­li­che Schreib­wei­se im Web.
  • Web­sei­ten­op­ti­mie­rung: Lokales SEO auf Ihrer Website ver­bes­sert auch die Sicht­bar­keit Ihres Google-Fir­men­ein­trags. Über­prü­fen Sie alle Titel, Über­schrif­ten und Inhalte auf relevante Keywords und lokalen Fokus. Nutzen Sie auch Ver­lin­kungs­mög­lich­kei­ten zu anderen Bran­chen­bü­chern.

Google Un­ter­neh­mens­pro­fil: Be­wer­tungs­ma­nage­ment und Fake‑Reviews melden

Kun­den­re­zen­sio­nen sind ein wichtiges Ver­trau­ens­ele­ment. Mit einem ve­ri­fi­zier­ten Profil können Sie auf Be­wer­tun­gen antworten. Beachten Sie dabei folgende Punkte:

  • Antworten for­mu­lie­ren: Reagieren Sie höflich und bedanken Sie sich für positives Feedback. Bei negativer Kritik sollten Sie sachlich bleiben und Lösungen anbieten. Per­sön­li­che Daten dürfen in öf­fent­li­chen Antworten nicht genannt werden; das ist auch im Sinne der DSGVO.
  • Re­zen­sio­nen anregen: Sie können einen Link zu Ihrem Be­wer­tungs­for­mu­lar erstellen und ihn an zu­frie­de­ne Kundinnen und Kunden senden. Es ist jedoch verboten, Be­wer­tun­gen mit Anreizen zu belohnen oder im Geschäft eigens Tablets für Re­zen­sio­nen be­reit­zu­stel­len.
  • Un­an­ge­mes­se­ne Be­wer­tun­gen melden: Wenn eine Bewertung gegen die Google‑Richt­li­ni­en verstößt (Spam, be­lei­di­gen­de Inhalte, In­ter­es­sen­kon­flikt), können Sie sie melden. Öffnen Sie im Profil den Tab „Be­wer­tun­gen“, klicken Sie neben der be­tref­fen­den Bewertung auf „Melden“ und wählen Sie einen Grund wie „Spam“ oder „Un­an­ge­mes­sen“. Danach prüft Google die Meldung.
  • Be­wer­tun­gen verwalten: Über das Reviews‑Ma­nage­ment‑Tool lassen sich gemeldete Re­zen­sio­nen verfolgen und, falls nötig, erneut es­ka­lie­ren. Sie können dort auch gegen Nut­zer­pro­fi­le vorgehen, die wie­der­holt gegen Richt­li­ni­en verstoßen.
Zum Hauptmenü