Green Hosting reduziert die Um­welt­wir­kun­gen von Web­hos­ting nicht nur durch Strom aus er­neu­er­ba­ren Energien. Ent­schei­dend sind auch Energie- und Was­ser­ef­fi­zi­enz, die Aus­las­tung der In­fra­struk­tur, Ab­wär­me­nut­zung, der Umgang mit Hardware sowie trans­pa­ren­te Emis­si­ons­da­ten.

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Green Hosting erklärt

Unter Green Hosting versteht man Web­hos­ting-Angebote, bei denen Anbieter die Um­welt­wir­kun­gen ihrer Re­chen­zen­tren sys­te­ma­tisch re­du­zie­ren. Zu den zentralen Be­stand­tei­len gehören ins­be­son­de­re:

  • Nutzung von Strom aus er­neu­er­ba­ren Energien (z. B. Wind-, Solar- oder Was­ser­kraft)
  • En­er­gie­ef­fi­zi­en­te Server- und Re­chen­zen­trums­in­fra­struk­tur
  • Op­ti­mier­te Kühl­kon­zep­te zur Re­du­zie­rung des En­er­gie­ver­brauchs
  • Re­du­zier­ter Was­ser­ver­brauch in der Kühlung und im Betrieb
  • Nutzung und Wei­ter­ver­wen­dung von Abwärme (z. B. für Ge­bäu­de­hei­zung)
  • Nach­hal­ti­ge Be­schaf­fung, lange Le­bens­dau­er und res­sour­cen­scho­nen­de Ent­sor­gung von Hardware

Damit ist Green Hosting ein Teil­be­reich von Green IT. Während Green IT die Um­welt­aus­wir­kun­gen von In­for­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­nik insgesamt be­trach­tet, kon­zen­triert sich Green Hosting (oder auch Green Server Hosting genannt) auf die In­fra­struk­tur, die Websites, An­wen­dun­gen und andere Online-Dienste be­reit­stellt.

Die Bedeutung dieses Themas nimmt weiter zu. Laut der In­ter­na­tio­na­len En­er­gie­agen­tur IEA stieg der weltweite Strom­ver­brauch von Re­chen­zen­tren 2025 um 17 Prozent. Auf KI spe­zia­li­sier­te Re­chen­zen­tren ver­zeich­ne­ten sogar einen Anstieg um rund 50 Prozent. Für 2030 erwartet die IEA einen welt­wei­ten Re­chen­zen­trums­ver­brauch von etwa 950 TWh – fast doppelt so viel wie die 485 TWh des Jahres 2025. Bei KI-Re­chen­zen­tren könnte sich der Verbrauch in diesem Zeitraum ver­drei­fa­chen. Ef­fi­zi­en­te­re Hard- und Software senken zwar den En­er­gie­be­darf einzelner Re­chen­ope­ra­tio­nen. Gleich­zei­tig wächst jedoch die Nachfrage nach Re­chen­leis­tung, bei­spiels­wei­se für ge­ne­ra­ti­ve KI, Vi­deoer­zeu­gung und KI-Agenten.

Ökostrom allein reicht nicht

Strom aus er­neu­er­ba­ren En­er­gie­quel­len ist eine zentrale Vor­aus­set­zung für kli­ma­scho­nen­des Hosting. Ein in­ef­fi­zi­en­tes Re­chen­zen­trum ver­braucht aber auch mit er­neu­er­ba­rem Strom unnötig viel Energie und kann zu­sätz­lich er­heb­li­che Mengen Wasser, Hardware-Bauteile und andere Res­sour­cen benötigen.

Auch die Art des Strom­be­zugs ist relevant. In Deutsch­land weisen so­ge­nann­te Her­kunfts­nach­wei­se nach, dass eine ent­spre­chen­de Strom­men­ge aus er­neu­er­ba­ren Quellen erzeugt wurde. Das Um­welt­bun­des­amt erklärt zu Her­kunfts­nach­wei­sen, dass diese Nachweise un­ab­hän­gig vom phy­si­schen Strom gehandelt werden können und vor allem ver­hin­dern, dass die er­neu­er­ba­re Ei­gen­schaft einer Strom­men­ge mehrfach verkauft wird.

Für den Vergleich lohnt sich deshalb ein genauerer Blick:

  • Pro­du­ziert ein Re­chen­zen­trum er­neu­er­ba­ren Strom selbst?
  • Bestehen lang­fris­ti­ge Strom­lie­fer­ver­trä­ge be­zie­hungs­wei­se Power Purchase Agree­ments (PPA)?
  • Werden Her­kunfts­nach­wei­se trans­pa­rent aus­ge­wie­sen?

Angaben zur Herkunft sollten immer zusammen mit Kenn­zah­len zu En­er­gie­ef­fi­zi­enz, Was­ser­ver­brauch, Abwärme und Emis­sio­nen be­trach­tet werden.

7 Kriterien für nach­hal­ti­ges Hosting

Ob ein Hosting-Anbieter kon­se­quent nach­hal­tig arbeitet, lässt sich anhand mehrerer Kriterien prüfen.

Kriterium Worauf Sie achten sollten
Er­neu­er­ba­re Energien Anteil des er­neu­er­ba­ren Stroms, Her­kunfts­nach­wei­se oder eigene Strom­erzeu­gung
En­er­gie­ef­fi­zi­enz Ver­öf­fent­lich­te Ver­brauchs­da­ten und die operativ gemessene Power Usage Ef­fec­ti­ve­ness (PUE)
Kühlung und Wasser Ef­fi­zi­en­te Kühl­kon­zep­te sowie Angaben zum Was­ser­ver­brauch und zur Water Usage Ef­fec­ti­ve­ness (WUE)
Abwärme Maßnahmen zur Nutzung der Ser­ver­ab­wär­me und Kenn­zah­len wie der Energy Reuse Factor (ERF)
Hardware-Le­bens­zy­klus Reparatur, Auf­rüs­tung, Wie­der­ver­wen­dung und fach­ge­rech­tes Recycling von Servern und Kom­po­nen­ten
Emis­si­ons­trans­pa­renz Nach­voll­zieh­ba­re Angaben zu Treib­haus­gas­emis­sio­nen und zur ver­wen­de­ten Bi­lan­zie­rungs­me­tho­de
Ma­nage­ment und Kontrolle Zer­ti­fi­zier­te Energie- oder Um­welt­ma­nage­ment­sys­te­me, externe Audits und re­gel­mä­ßig ver­öf­fent­lich­te Kenn­zah­len

Ef­fi­zi­en­te Kühlung spielt bei Green Web­hos­ting eine besondere Rolle. Server wandeln einen Großteil der auf­ge­nom­me­nen elek­tri­schen Energie in Wärme um. Je nach Standort und tech­ni­scher Aus­stat­tung lassen sich bei­spiels­wei­se Außenluft, op­ti­mier­te Luft­füh­rung oder Flüs­sig­keits­küh­lung einsetzen. Gleich­zei­tig kann die Wärme aus einem Re­chen­zen­trum für Gebäude, Wär­me­net­ze oder in­dus­tri­el­le Prozesse nutzbar gemacht werden.

Auch die Hardware selbst gehört zur Um­welt­bi­lanz. Die Her­stel­lung von Servern, Speichern und Netz­werk­kom­po­nen­ten benötigt Rohstoffe und Energie. Anbieter können die Aus­wir­kun­gen re­du­zie­ren, indem sie Kom­po­nen­ten möglichst lange nutzen, Geräte re­pa­rie­ren oder aufrüsten und aus­ge­mus­ter­te Hardware wie­der­ver­wen­den be­zie­hungs­wei­se fach­ge­recht recyceln.

So werden En­er­gie­ver­brauch und Emis­sio­nen gemessen

Für einen be­last­ba­ren Vergleich sollten Anbieter nicht nur all­ge­mei­ne Um­welt­zie­le nennen, sondern messbare Kenn­zah­len ver­öf­fent­li­chen. Zu den eta­blier­ten Größen für Re­chen­zen­tren gehören PUE, WUE, ERF und REF. Auch die aktuellen Ver­ga­be­kri­te­ri­en des Blauen Engels für Re­chen­zen­tren verlangen ein kon­ti­nu­ier­li­ches Mo­ni­to­ring zentraler Energie-, Kälte- und Was­ser­wer­te.

Kennzahl Was wird gemessen? In­ter­pre­ta­ti­on
Power Usage Ef­fec­ti­ve­ness (PUE) Ge­samt­ener­gie des Re­chen­zen­trums geteilt durch Energie der IT Je näher an 1,0, desto geringer ist der zu­sätz­li­che En­er­gie­be­darf der In­fra­struk­tur
Water Usage Ef­fec­ti­ve­ness (WUE) Was­ser­ver­brauch im Ver­hält­nis zur IT-Energie Ein nied­ri­ge­rer Wert steht für einen ge­rin­ge­ren Was­ser­be­darf
Energy Reuse Factor (ERF) Anteil der Re­chen­zen­trums­ener­gie, der außerhalb des Re­chen­zen­trums wie­der­ver­wen­det wird Ein höherer Wert zeigt eine stärkere Nutzung bei­spiels­wei­se von Abwärme
Renewable Energy Factor (REF) Anteil er­neu­er­ba­rer Energien am Ge­samt­ener­gie­ver­brauch Ein höherer Wert bedeutet einen höheren Anteil er­neu­er­ba­rer Energie
Cooling Ef­fi­ci­en­cy Ratio (CER) Ver­hält­nis ab­ge­führ­ter Wärme zur dafür ein­ge­setz­ten Energie des Kühl­sys­tems Ein höherer Wert steht für ef­fi­zi­en­te­re Kühlung

Besonders häufig wird der PUE-Wert verwendet. Benötigt die IT eines Re­chen­zen­trums bei­spiels­wei­se 9.600 MWh Strom pro Jahr und das gesamte Re­chen­zen­trum ein­schließ­lich Kühlung und Strom­ver­sor­gung 12.000 MWh, beträgt der PUE 1,25. Auf jede Ki­lo­watt­stun­de für die ei­gent­li­che IT kommen damit rech­ne­risch weitere 0,25 kWh für die In­fra­struk­tur.

Auch Wasser lässt sich konkret ver­glei­chen. Ver­braucht das Bei­spiel­re­chen­zen­trum bei 9.600 MWh IT-Energie im Jahr 960 Ku­bik­me­ter Wasser, ergibt sich eine WUE von 0,1 Litern pro kWh IT-Energie. Kühl­tech­nik mit geringem Strom­ver­brauch ist daher nicht au­to­ma­tisch die öko­lo­gisch beste Lösung, wenn sie dafür einen hohen Was­ser­be­darf ver­ur­sacht.

Bei Treib­haus­ga­sen können Anbieter neben dem En­er­gie­ver­brauch auch CO₂-Äqui­va­len­te (CO₂e) angeben. Scope-1-Emis­sio­nen entstehen bei­spiels­wei­se durch Brenn­stof­fe für Not­strom­ag­gre­ga­te oder Käl­te­mit­tel­ver­lus­te, während Scope 2 die in­di­rek­ten Emis­sio­nen aus ein­ge­kauf­ter Energie umfasst.

Zer­ti­fi­ka­te und ge­setz­li­che An­for­de­run­gen

Zer­ti­fi­ka­te und Um­welt­zei­chen er­leich­tern die Prüfung, ob Web­hos­ting kli­ma­neu­tral oder kli­ma­freund­lich ist.

Nachweis Aussage
Her­kunfts­nach­wei­se Do­ku­men­tie­ren die Be­schaf­fung be­zie­hungs­wei­se Zuordnung von Strom aus er­neu­er­ba­ren Quellen
ISO 50001 Be­schei­nigt ein sys­te­ma­ti­sches En­er­gie­ma­nage­ment mit kon­ti­nu­ier­li­cher Ver­bes­se­rung der En­er­gie­per­for­mance
ISO 14001 Be­schei­nigt ein sys­te­ma­ti­sches Um­welt­ma­nage­ment
EMAS EU-System für Um­welt­ma­nage­ment und Um­welt­be­triebs­prü­fung
Blauer Engel (DE-UZ 228) Stellt konkrete Um­welt­an­for­de­run­gen an Re­chen­zen­tren, unter anderem zu Energie, Kühlung, Wasser, Abwärme und Hardware

Die seit Juli 2026 geltenden Kriterien des Blauen Engels für Re­chen­zen­tren verlangen unter anderem 100 Prozent Strom aus er­neu­er­ba­ren Energien und die Ver­öf­fent­li­chung von PUE, CER, ERF und WUE. Die Messwerte müssen auf einem nach­voll­zieh­ba­ren Mess­kon­zept beruhen und von einem externen Auditor geprüft werden können.

In Deutsch­land enthält das En­er­gie­ef­fi­zi­enz­ge­setz (EnEfG) konkrete Vorgaben für Re­chen­zen­tren. Re­chen­zen­tren, die ab dem 1. Juli 2026 in Betrieb gehen, müssen unter anderem einen PUE von höchstens 1,2 erreichen. Für neue Anlagen gelten außerdem Vorgaben zur Wie­der­ver­wen­dung von Energie. Für ältere Re­chen­zen­tren wird ab Juli 2027 ein PUE von höchstens 1,5 und ab Juli 2030 von höchstens 1,3 verlangt.

Zu­sätz­lich schreibt das EnEfG vor, den Strom­ver­brauch von Re­chen­zen­tren ab 1. Januar 2027 bi­lan­zi­ell zu 100 Prozent mit Strom aus er­neu­er­ba­ren Energien zu decken. Betreiber müssen außerdem Energie- oder Um­welt­ma­nage­ment­sys­te­me einsetzen; für bestimmte größere be­zie­hungs­wei­se öf­fent­lich be­trie­be­ne Re­chen­zen­tren besteht seit Januar 2026 eine Pflicht zur Zer­ti­fi­zie­rung oder Va­li­die­rung. Jährlich sind zudem bestimmte In­for­ma­tio­nen zum Re­chen­zen­trum zu ver­öf­fent­li­chen und an den Bund zu über­mit­teln.

Auf EU-Ebene ver­pflich­tet die En­er­gie­ef­fi­zi­enz­richt­li­nie zusammen mit der De­le­gier­ten Ver­ord­nung (EU) 2024/1364 Re­chen­zen­tren ab 500 kW in­stal­lier­ter IT-Leistung zur Meldung de­fi­nier­ter Energie- und Nach­hal­tig­keits­kenn­zah­len, aus denen sich unter anderem PUE, WUE, ERF und REF ableiten lassen. Die Eu­ro­päi­sche Kom­mis­si­on arbeitet darüber hinaus an einem ge­mein­sa­men Be­wer­tungs­sys­tem und Min­dest­an­for­de­run­gen für die En­er­gie­ef­fi­zi­enz von Re­chen­zen­tren.

Check­lis­te für den An­bie­ter­ver­gleich

Bei der Auswahl eines Green-Hosting-Anbieters helfen konkrete Fragen:

✓ Stammt der Strom nach­weis­lich aus er­neu­er­ba­ren Energien?

✓ Werden Her­kunfts­nach­wei­se oder eigene Er­zeu­gungs­an­la­gen nach­voll­zieh­bar do­ku­men­tiert?

✓ Ver­öf­fent­licht der Anbieter einen operativ ge­mes­se­nen PUE mit Be­zugs­jahr?

✓ Gibt es Angaben zum Was­ser­ver­brauch be­zie­hungs­wei­se zur WUE?

✓ Wird ent­ste­hen­de Abwärme genutzt?

✓ Werden Scope-1- und Scope-2-Emis­sio­nen sowie die ver­wen­de­te Bi­lan­zie­rungs­me­tho­de ver­öf­fent­licht?

✓ Wie lange wird Hardware ein­ge­setzt und was geschieht nach dem Nut­zungs­en­de?

✓ Sind Energie- oder Um­welt­ma­nage­ment­sys­te­me extern zer­ti­fi­ziert?

✓ Beziehen sich Nach­hal­tig­keits­an­ga­ben auch auf aus­ge­la­ger­te be­zie­hungs­wei­se Co­lo­ca­ti­on-Re­chen­zen­tren?

✓ Sind Nach­hal­tig­keits­be­rich­te und Kenn­zah­len re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert und öf­fent­lich zu­gäng­lich?

Prüf­bei­spiel 1: „100 % Ökostrom“

Ein Hosting-Anbieter wirbt damit, seine Re­chen­zen­tren mit 100 Prozent er­neu­er­ba­rer Energie zu betreiben. Prüfen Sie zunächst, ob der Anbieter erklärt, wie der Strom beschafft wird. Her­kunfts­nach­wei­se belegen die Zuordnung er­neu­er­ba­rer Strom­men­gen, sagen allein aber noch wenig über die En­er­gie­ef­fi­zi­enz des Re­chen­zen­trums aus. Aus­sa­ge­kräf­ti­ger wird die Angabe, wenn zu­sätz­lich PUE-Werte, Strom­ver­brauch und ge­ge­be­nen­falls eigene Er­zeu­gungs­an­la­gen oder lang­fris­ti­ge Strom­lie­fer­ver­trä­ge do­ku­men­tiert sind.

Prüf­bei­spiel 2: Niedriger PUE-Wert

Zwei Anbieter ver­öf­fent­li­chen einen PUE von 1,25. Daraus folgt nicht au­to­ma­tisch, dass beide Re­chen­zen­tren gleich nach­hal­tig arbeiten. Prüfen Sie zu­sätz­lich das Be­zugs­jahr, die Mess­me­tho­de und den Standort sowie Kenn­zah­len zum Was­ser­ver­brauch. Ein niedriger PUE kann bei­spiels­wei­se mit einer Kühl­tech­nik erreicht werden, die ver­gleichs­wei­se viel Wasser benötigt.

Prüf­bei­spiel 3: „Kli­ma­neu­tra­les Hosting“

Ein Anbieter be­zeich­net sein Hosting als kli­ma­neu­tral, ver­öf­fent­licht aber keine eigenen Emis­si­ons­da­ten. Prüfen Sie, ob Scope-1- und Scope-2-Emis­sio­nen aus­ge­wie­sen werden und auf welcher Bi­lan­zie­rungs­me­tho­de die Aussage beruht. Außerdem sollte erkennbar sein, ob Emis­sio­nen tat­säch­lich reduziert oder lediglich durch Kli­ma­schutz­pro­jek­te kom­pen­siert werden. Ohne solche In­for­ma­tio­nen lässt sich die Aussage nur ein­ge­schränkt ver­glei­chen.

Praxis-Beispiel: Green Hosting bei IONOS

IONOS schützt die Umwelt, indem unter anderem die eigenen Re­chen­zen­tren seit vielen Jahren mit 100 Prozent Strom aus er­neu­er­ba­ren Energien betrieben werden. Der Nach­hal­tig­keits­be­richt 2025 weist für die Re­chen­zen­tren einen ge­wich­te­ten PUE von 1,37 aus. Die Energie- und Um­welt­ma­nage­ment­sys­te­me nach ISO 50001 be­zie­hungs­wei­se ISO 14001 decken die eigenen Re­chen­zen­tren voll­stän­dig ab.

Auch Wasser- und Res­sour­cen­ef­fi­zi­enz werden über konkrete Kenn­zah­len erfasst. Für 2025 gibt IONOS eine WUE von 0,00003 Litern pro kWh an. Zudem wurden 93 Prozent des Abfalls aus den Re­chen­zen­tren recycelt oder wie­der­ver­wen­det. Drei der neun eigenen Re­chen­zen­tren erzeugten 2025 zu­sätz­lich Pho­to­vol­ta­ik­strom vor Ort und pro­du­zier­ten zusammen 2,8 GWh er­neu­er­ba­re Energie.

FAQ: Häufige Fragen zu Green Hosting

Ist Hosting mit 100 Prozent Ökostrom au­to­ma­tisch Green Hosting?

Nein. Er­neu­er­ba­rer Strom ist ein we­sent­li­ches Kriterium, reicht allein aber nicht für eine um­fas­sen­de Nach­hal­tig­keits­be­wer­tung aus. Auch En­er­gie­ef­fi­zi­enz, Kühlung, Was­ser­ver­brauch, Abwärme, Hardware-Le­bens­dau­er und trans­pa­ren­te Emis­si­ons­da­ten spielen eine Rolle.

Welcher PUE-Wert ist gut?

Grund­sätz­lich gilt: Je näher der PUE bei 1,0 liegt, desto geringer ist der zu­sätz­li­che En­er­gie­ver­brauch für Kühlung, Strom­ver­sor­gung und andere In­fra­struk­tur. Einen uni­ver­sel­len Grenzwert für jedes Re­chen­zen­trum gibt es jedoch nicht. Standort, Aus­las­tung, Alter und Mess­me­tho­de müssen bei Ver­glei­chen be­rück­sich­tigt werden.

Ist Shared Hosting nach­hal­ti­ger als ein eigener Server?

Shared Hosting kann vor­han­de­ne Hardware besser auslasten, weil sich mehrere Kunden einen phy­si­schen Server teilen. Dadurch kann der Res­sour­cen­be­darf pro Anwendung sinken. Ob das Angebot insgesamt nach­hal­ti­ger ist, hängt jedoch ebenfalls von Strom­quel­le, Effizienz, Kühlung und Hard­ware­ma­nage­ment des Re­chen­zen­trums ab.

Kann eine Website selbst nach­hal­ti­ger werden?

Ja. Green Hosting ist nur ein Teil der Um­welt­bi­lanz einer Website. Weniger über­tra­ge­ne Daten, op­ti­mier­te Bilder, ef­fi­zi­en­ter Code und eine schlanke tech­ni­sche Ar­chi­tek­tur re­du­zie­ren ebenfalls den Res­sour­cen­be­darf. Diese Ansätze werden unter den Begriffen Green Webdesign und Green Coding zu­sam­men­ge­fasst.

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