Content-Ma­nage­ment-Systeme dienen der Er­stel­lung und Ver­wal­tung von Inhalten, während Shop­sys­te­me auf den Verkauf von Produkten und Dienst­leis­tun­gen ausgelegt sind. Ob sie einzeln oder kom­bi­niert ein­ge­setzt werden, hängt von Zielen, Content-Umfang, tech­ni­schen An­for­de­run­gen und der Kom­ple­xi­tät des Ge­schäfts­mo­dells ab.

On­line­shop erstellen
Ihr On­line­shop. Einfach er­folg­reich.
  • Einfach starten: hoch­wer­ti­ge Designs, Mobile App
  • Umsatz steigern: Marketing-, SEO- und B2B-Funk­tio­nen
  • Um­fang­rei­che Zu­satz­funk­tio­nen, In­te­gra­ti­on mit Shopping-Platt­for­men

Shop­sys­tem und CMS - Kurz­über­blick

Der Un­ter­schied zwischen einem Shop­sys­tem und einem Content-Ma­nage­ment-System liegt vor allem in ihrem je­wei­li­gen Ein­satz­zweck. Während ein CMS darauf aus­ge­rich­tet ist, Inhalte zu erstellen, zu verwalten und zu ver­öf­fent­li­chen, steht bei einem Shop­sys­tem der Verkauf von Produkten oder Dienst­leis­tun­gen im Mit­tel­punkt. Beide Sys­te­m­ar­ten bilden die tech­ni­sche Grundlage moderner Websites, erfüllen jedoch un­ter­schied­li­che An­for­de­run­gen.

CMS

Ein CMS wird haupt­säch­lich für Websites genutzt, bei denen Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos im Vor­der­grund stehen. Typische Beispiele sind Un­ter­neh­mens­web­sites, Blogs, Online-Magazine oder In­for­ma­ti­ons­por­ta­le. Ein Content-Ma­nage­ment-System er­mög­licht es Re­dak­teu­rin­nen und Re­dak­teu­ren, Inhalte ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se zu pflegen, Sei­ten­struk­tu­ren zu or­ga­ni­sie­ren und mehrere User mit un­ter­schied­li­chen Rollen ein­zu­bin­den. Darüber hinaus bieten viele CMS grund­le­gen­de Funk­tio­nen zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, etwa die Pflege von Me­ta­in­for­ma­tio­nen, URLs oder Über­schrif­ten. Bekannte CMS sind unter anderem WordPress, TYPO3 oder Drupal.

Shop­sys­tem

Ein Shop­sys­tem hingegen ist speziell für den E-Commerce kon­zi­piert. Es stellt alle Funk­tio­nen bereit, die für den Online-Verkauf notwendig sind. Dazu zählen die Ver­wal­tung von Produkten und Varianten, Warenkorb- und Checkout-Prozesse, Zahlungs- und Ver­sand­op­tio­nen sowie die Ab­wick­lung von Be­stel­lun­gen, Rech­nun­gen und Steuern. Im Gegensatz zu einem klas­si­schen CMS ist ein Shop­sys­tem trans­ak­ti­ons­ori­en­tiert und auf recht­li­che sowie kauf­män­ni­sche An­for­de­run­gen ausgelegt. Zu den be­kann­tes­ten Shop­sys­te­men zählen Shopify, Shopware, Woo­Com­mer­ce und Magento.

CMS und Shop­sys­tem kom­bi­nie­ren

Die Kom­bi­na­ti­on aus Content-Ma­nage­ment-System und Shop­sys­tem ist heute in vielen Projekten nicht nur möglich, sondern stra­te­gisch sinnvoll. Während ein Shop­sys­tem den gesamten Ver­kaufs­pro­zess abbildet, sorgt ein CMS dafür, dass Inhalte struk­tu­riert, such­ma­schi­nen­op­ti­miert und re­dak­tio­nell gepflegt werden können. Gerade im E-Commerce spielt Content eine zentrale Rolle, zum Beispiel in Form von …

  • Rat­ge­ber­ar­ti­keln,
  • Landing­pa­ges,
  • Ka­te­go­rie­sei­ten,
  • oder Marken-Storys,

die Vertrauen schaffen und User gezielt zur Kauf­ent­schei­dung führen. Eine reine Shop-Lösung stößt hier oft an ihre Grenzen, da sie in erster Linie auf Pro­dukt­dar­stel­lung und Trans­ak­tio­nen ausgelegt ist.

Ein an­schau­li­ches Beispiel für das Zu­sam­men­spiel von CMS und Shop­sys­tem ist das Konzept des so­ge­nann­ten „Shoppable Contents“. Dabei werden Produkte direkt in re­dak­tio­nel­le Inhalte ein­ge­bet­tet, etwa in Ma­ga­zin­ar­ti­kel, Tutorials oder An­wen­dungs­be­rich­te. Le­se­rin­nen und Leser können sich zunächst mit dem Thema aus­ein­an­der­set­zen und das Produkt im passenden Kontext ken­nen­ler­nen, bevor sie es an genau dieser Stelle kaufen. Die Kauf­funk­ti­on ist somit nahtlos in den Content in­te­griert, ohne dass der Umweg über eine klas­si­sche Shop-Na­vi­ga­ti­on er­for­der­lich ist.

Ver­schie­de­ne Szenarien für CMS und Shop-Software

In der Praxis gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, ein Content-Ma­nage­ment-System und ein Shop­sys­tem mit­ein­an­der zu verbinden. Welche Variante gewählt wird, hängt vor allem von den in­halt­li­chen An­for­de­run­gen, der tech­ni­schen Aus­gangs­la­ge und der Kom­ple­xi­tät des Ge­schäfts­mo­dells ab. Grund­sätz­lich haben sich mehrere In­te­gra­ti­ons­mo­del­le etabliert, die heute je nach Pro­jekt­grö­ße und Ziel­set­zung ein­ge­setzt werden.

  • Shop­sys­tem mit in­te­grier­ten Content-Funk­tio­nen: Das Shop­sys­tem übernimmt neben dem Verkauf auch einfache Content-Aufgaben wie Seiten, Landing­pa­ges oder Blog­ar­ti­kel. Geeignet für kleinere Projekte mit über­schau­ba­rem Content-Bedarf.
  • Führendes CMS mit an­ge­bun­de­nem Shop­sys­tem: Das CMS steuert Inhalte, Sei­ten­struk­tur und Na­vi­ga­ti­on, während das Shop­sys­tem über Schnitt­stel­len Produkte, Preise und Kauf­pro­zes­se be­reit­stellt. Diese Variante wird häufig bei con­tent­ge­trie­be­nen Shops ein­ge­setzt.
  • Führendes Shop­sys­tem mit an­ge­bun­de­nem CMS: Das Shop­sys­tem bildet die tech­ni­sche Basis, das CMS ergänzt re­dak­tio­nel­le Inhalte, Rat­ge­ber­sei­ten oder SEO-re­le­van­ten Content. Sinnvoll, wenn der Verkauf klar im Fokus steht, aber zu­sätz­li­cher Content benötigt wird.
  • Modulare Ar­chi­tek­tur mit APIs: CMS und Shop­sys­tem arbeiten un­ab­hän­gig von­ein­an­der und sind über Schnitt­stel­len verbunden. Häufig ergänzt durch ein PIM- oder Wa­ren­wirt­schafts­sys­tem als führende Instanz für Pro­dukt­da­ten. Ver­brei­tet bei komplexen und ska­lier­ba­ren E-Commerce-Setups.
  • Par­al­le­ler Betrieb von CMS und Shop­sys­tem auf ge­trenn­ten Domains: Beide Systeme laufen un­ab­hän­gig von­ein­an­der. Der In­te­gra­ti­ons­auf­wand ist gering, jedoch entstehen Nachteile bei Nut­zer­füh­rung, Marketing und Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung. Heute eher die Ausnahme.

Reviewer

Zum Hauptmenü