Welche Shopify-Alternativen gibt es?
Shopify ist ein einsteigerfreundliches Online-Shop-System, mit dem Händlerinnen und Händler auch ohne weitreichende Programmierkenntnisse ihre Waren Online verkaufen können. Doch neben Shopify gibt es gute Alternativen, die teilweise sogar kostenlos sind. Welche die besten Alternativen zu Shopify sind, erfahren Sie in diesem Guide.
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Die besten Alternativen zu Shopify im Überblick
| BigCommerce | Shopware | WooCommerce | |
|---|---|---|---|
| Open Source | ✗ | ✓ | ✓ |
| Cloud-Hosting | ✓ | ✓ | ✗ |
| Server-Standort | Global | DE | - |
| Monatlicher Festpreis | ✓ | ✓/✗ | ✗ |
| Transaktionsgebühren | ✗ | ✗ | ✗ |
| Community | + | + | +++ |
| Plugins | + | ++ | +++ |
Alle Angaben sind auf dem Stand von Mai 2026.
E-Commerce Software: Shopify und die Alternativen
Shopify punktet mit Einfachheit: Dank der Software bringen Sie schnell und einfach einen Webshop ins Internet. Um das Drumherum, etwa das Webhosting oder das Bereitstellen von Designvorlagen, kümmert sich Shopify zu einem monatlichen Festpreis sowie prozentual gestalteten Transaktionsgebühren. Die Seite selbst kann ohne Programmierkenntnisse per Drag-and-Drop aufgebaut werden. Die E-Commerce-Plattform bietet einen guten Einstieg, wenn der eigene Shop ohne Programmieraufwand online gehen soll. Doch es gibt zahlreiche Alternativen zu Shopify, die ebenfalls Vorteile bringen und vielleicht sogar für Sie besser geeignet sind.
Zu den wichtigsten Shopify-Alternativen zählen:
- BigCommerce
- Shopware
- WooCommerce
Sie alle bringen unterschiedliche Stärken und Schwächen mit, die wir Ihnen im Detail vorstellen.
BigCommerce
Während Shopify sich auf eine simple Nutzererfahrung fokussiert, ist BigCommerce als Shopify-Alternative auf Funktionalität und Flexibilität ausgerichtet: Viele Features, die sonst dazugekauft werden müssten, sind hier bereits im Paket enthalten. Darüber hinaus ist dieser E-Commerce-Anbieter vom Aufbau und der Preisgestaltung her flexibler als sein Konkurrent Shopify.

BigCommerce bietet viel Flexibilität bei der Preisgestaltung der eigenen Artikel: Produkte können landes- und währungsspezifisch bepreist werden, was bei internationaler Ausrichtung ein wichtiger Faktor ist. Ebenfalls können Sie mehr Zahlungsdienstleister anbinden, was eine stärkere Kontrolle des eigenen Online-Shops ermöglicht. Zudem kann bei BigCommerce die Preisgestaltung nach Kundengruppen aufgefächert werden, was das Erstellen eines B2B-Shops (Business to Business) erleichtert. Hier können je nach Kunden unterschiedliche Rabatte gewährt werden, was bei Großabnehmern besonders relevant ist.
Mithilfe von Schnittstellen (APIs) können Daten zwischen unterschiedlichen Systemen ausgetauscht werden. Das ist im E-Commerce zum Beispiel interessant, wenn Sie zusätzlich noch eine Logistik-Software oder ein CRM verwenden.
Produktvarianten sind ebenfalls ein Pluspunkt für BigCommerce als Shopify-Alternative. Es können hunderte Produktoptionen mit jeweils sehr vielen unterschiedlichen Artikelnummern (SKUs) hinterlegt werden. Das ist für variantenreiche Produkte wie Kleidung besonders wichtig.
Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ist ein Grundpfeiler eines jeden Online-Shops. Mit den richtigen SEO-Grundlagen können Sie Ihren Shop langfristig erfolgreich positionieren. BigCommerce bringt als Shopify-Alternative von Anfang an alle notwendigen SEO-Optionen mit. Beispielsweise lässt sich die URL-Struktur, die ein wichtiger Faktor für Suchmaschinen ist, besser anpassen. Außerdem wird durch die Einbindung des Akamai Image Managers auf eine einfache Weise sichergestellt, dass hochgeladene Produktbilder effektiv herunterskaliert werden. Das erhöht die Ladegeschwindigkeit des Shops, was ebenfalls ein wichtiges Kriterium für Suchmaschinen ist.
Keine Plattform ist perfekt, und das gilt auch für BigCommerce. Der Anbieter bringt zwar regelmäßig neue Features heraus und wächst als Software, aber das hat nicht nur Vorteile. Durch die vielen Funktionen ist BigCommerce in der Nutzung recht kompliziert. Was für erfahrene E-Commerce-Händler kein Problem darstellt oder sogar erwünscht ist, mündet für Anfänger schnell in eine Überforderung. Hier muss daher auf alle Fälle eine längere Anlern- und Umsetzungszeit für diese Alternative zu Shopify eingeplant werden.
Was ebenfalls eingeplant werden muss, ist die Preisgestaltung von BigCommerce, denn sie hat einen Haken: Das gewählte monatliche Paket ist an die Anzahl der Abverkäufe gebunden. Wird diese Grenze überschritten, muss das nächsthöhere Paket ausgewählt werden. So werden Händler dazu gezwungen aufzurüsten und sind auf lange Sicht weniger flexibel.
Das Dashboard kann nicht von Anfang an als Verwaltungsfläche für POS verwendet werden, und auch die dazu bestellbaren Plugins reichen nicht an Shopify heran. Für Besitzer von Ladengeschäften kann das bereits ein Grund sein, sich eine andere E-Commerce-Software zu suchen.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Keine Transaktionsgebühren | ✗ Kompliziertere Nutzererfahrung |
| ✓ Mehr Flexibilität bei Preisgestaltung und B2B | ✗ Weniger Designvorlagen |
| ✓ Robustere API-Anbindung | ✗ Weniger Auswahl im Plugin-Store |
| ✓ Mehr Produktvarianten möglich | ✗ Höhere Abverkäufe führen zu teurerem Paket |
| ✓ Mehr SEO-Optionen | ✗ Weniger Point-of-Sale-Möglichkeiten |
BigCommerce punktet als Shopify-Alternative an wichtigen Stellen: Die Transaktionsgebühren entfallen als Kostenstelle, die gerade bei einem wachsenden Geschäft zum Problem werden können. Es gibt grundsätzlich stärkere Entwickleroptionen, seien es die robustere API-Anbindung oder die umfangreicheren Möglichkeiten, Produkte und deren Preise zu gestalten. Diese Plattform ist zwar komplizierter als Shopify, aber sie ist eine gute Alternative für Händler, die stärker wachsen wollen.
Shopware
Mit Shopware steht ein deutscher Hersteller als Alternative zu Shopify zur Verfügung. Zu den Stärken des Angebots gehört deshalb auch die Rechtssicherheit einer DSGVO-konformen Plattform. Die Software gibt es entweder als Cloud-Lösung, was Shopify näherkommt, oder als selbst gehostete Open-Source-Software.

Shopware ist eine E-Commerce-Software und Shopify-Alternative, die im deutschen Raum bekannt ist und immer beliebter wird. Mit ihr lassen sich kleine wie große Shops effektiv umsetzen. Einer der größten Vorteile des Anbieters ist die Open-Source-Natur der Software, durch die die Programmierung eigener Module, Plugins und anderer Elemente möglich wird. Zudem wird bei der Cloud-Variante durch das Hosting in der EU sichergestellt, dass alle Regelungen der DSGVO eingehalten werden.
Preislich bietet Shopware mehrere Pakete: Neben der kostenfreien Open-Source-Variante gibt es drei verschiedene Preisstufen, die sich jeweils im Funktionsumfang und Support unterscheiden.
Die Software ist sowohl für B2B- als auch B2C-Shops geeignet. Die dafür vorhandenen Funktionen wie Preisstaffelungen, der Aufbau von Themenseiten oder die Integration einer Storefront sind bei jedem Paket enthalten. Mit den bezahlten Varianten können weitere Verkaufskanäle wie Instagram oder Shopping-Feeds erstellt werden.
Neue User finden sich bei der Benutzerfläche schnell zurecht: Sie ist schlicht und funktional gehalten und stellt die wichtigsten Funktionen auf einen Blick dar. Diese Einfachheit wird bis zu den Produktdetailseiten durchgehalten, was die Arbeit mit dem Backend angenehm gestaltet.
Auch wenn die Community wächst: Der Plugin-Store ist eine Schwachstelle. Die darin enthaltenen Apps werden zwar zertifiziert, was ihre Funktion sicherstellt, aber die Auswahl ist im Vergleich zu Shopify geringer und wichtige Funktionen müssen über Plugins nachgekauft werden. Dazu zählt auch das Suchmaschinenmarketing; das Gleiche gilt z. B. für die Point-of-Sale-Anbindung oder Design-Themes. Positiv ist jedoch, dass jedes Plugin und jede Designvorlage einen umfangreichen Zertifizierungsprozess durchlaufen muss, um gelistet zu werden. Das stellt deren Qualität sicher.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Kostenloser Einstieg möglich | ✗ Kompliziertere Nutzererfahrung |
| ✓ Open Source (als Standalone-Software) | ✗ Vergleichsweise kleine Community |
| ✓ In der EU gehostet (als Cloud-Software) | ✗ Plugin-Store mit begrenzter Auswahl |
| ✓ Für B2B und B2C geeignet | ✗ Kein integriertes POS (Plugin vorhanden) |
| ✓ Funktionale Oberfläche |
Shopware ist ein Hidden Champion im E-Commerce Bereich: Es ist als selbst betriebene Open-Source-Software und als Cloud-Lösung erhältlich. Letztere dürfte für die meisten Händler eine passende Option bieten. Beide Varianten haben kostenlose Einstiegsmöglichkeiten, die bereits wichtige Grundfunktionen enthalten. Shopware ist allerdings als Alternative zu Shopify nicht so etabliert und verfügt daher über eine kleinere Community, was sich in einer relativ geringen Anzahl an Plugins und Themes niederschlägt.
WooCommerce
Mit dem Plugin WooCommerce kann man per WordPress einen Online-Shop erstellen. Durch die große Beliebtheit des Content-Management-Systems (CMS) profitiert auch WooCommerce und bringt dabei eigene Stärken und Schwächen mit.

- Einfach: In wenigen Schritten über Social Media verkaufen
- Intuitiv: Eine Plattform für sämtliche Kanäle inkl. Synchronisation
- Flexibel: Jederzeit an Ihre Bedürfnisse anpassbar
Der größte Vorteil von WooCommerce ist der Preis, denn das Plugin ist kostenlos. Im Gegensatz zu Shopify und anderen Alternativen gibt es keinen Festpreis und auch keine monatliche Gebühr. Damit ist WooCommerce eine der kostengünstigsten Alternativen zu Shopify.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Natur des Plugins: Es ist Open Source und bringt dank WordPress-Basis eine große Entwickler-Community mit. Dadurch haben Sie die volle Kontrolle über Ihren Online-Shop und können ihn in Design und Funktionalität flexibel anpassen.
Mit WooCommerce befindet sich Ihr Online-Shop komplett in Ihrem Besitz. Sie bleiben dadurch unabhängig von Betreibern und können sichergehen, dass Ihr Shop online bleibt. Darüber hinaus ist die Website und der darauf entstehende Traffic vollkommen für Marketing-Maßnahmen nutzbar.
Wenn Sie eine Idee haben, die mit Standard-Software schwer umsetzbar ist, kann WooCommerce eine gute Shopify-Alternative für Sie sein. Hiermit bleiben Sie flexibel und können Ihre Idee umsetzen: Abo-Modelle und Mitglieder-Bereiche sind beispielsweise möglich. Sie haben freie Hand für Ihre Geschäftsidee.
Viele Grundfunktionen fehlen zudem bei WooCommerce. Viele Features, die bei Shopify bereits enthalten sind, müssen Stück für Stück nachgekauft werden. Das kann den Initialpreis signifikant erhöhen.
Dadurch entstehen weitere Probleme mit der technischen Umsetzung: Die Funktionsweise und die Qualität der dazugekauften Features sind nicht ständig gegeben, da ein Zertifizierungsprozess fehlt. Hier müssen Sie technisches Wissen mitbringen, um Probleme effektiv und schnell selbst lösen zu können – oder jemanden dafür beauftragen.
Wenn Sie viele Plugins installiert haben, entsteht außerdem ein weiterer Nachteil: Mit jedem Update kann es zu Problemen kommen. Da viele Plugins miteinander interagieren, kann beispielsweise ein Problem mit einem Plugin zu einer Störung im Zahlungsprozess führen. Diese Situation ist mit Shopify und dessen Alternativen sehr viel unwahrscheinlicher.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Software ist kostenlos | ✗ Plugin-Updates können zu Störungen führen |
| ✓ Open Source mit großer Community | ✗ Grundfunktionen fehlen |
| ✓ Online-Shop ist voll in Ihrer Hand | ✗ Technische Probleme müssen selbst behoben werden |
| ✓ Flexibel bei der Umsetzung von Ideen |
WooCommerce ist eine der beliebtesten Lösungen für Online-Shops, und das hat viele gute Gründe: Die Einstiegskosten sind gering und es basiert mit WordPress auf der bekanntesten Blogging-Software weltweit. WooCommerce erlaubt Ihnen zudem eine große Flexibilität bei der Umsetzung Ihrer Ideen. Jedoch kommen mit dieser Freiheit auch Herausforderungen auf Sie zu: WooCommerce und die Plugins, die Sie zusätzlich verwenden, sind keine zertifizierten Standard-Lösungen. Sollten technische Probleme entstehen, benötigen Sie ausreichend Know-how, um Ihren Shop online zu halten. Da viele Grundfunktionen fehlen, werden Plugins und deren Updates ein ständiges Thema bei dieser Shopify-Alternative bleiben, das Sie bedenken müssen.


