Mit einem WordPress-Backup sichern Sie eine Website, die mit dem Content-Ma­nage­ment-System WordPress erstellt wurde. Bei einem richtig durch­ge­führ­ten Backup können Sie WordPress-Seiten mitsamt allen darauf be­find­li­chen Inhalten im Fall eines Da­ten­ver­lusts schnell und un­kom­pli­ziert wie­der­her­stel­len. Das Aussehen der Website und all Ihre Funk­tio­nen bleiben dabei erhalten.

Warum sind re­gel­mä­ßi­ge WordPress-Backups wichtig?

WordPress ist eine der be­lieb­tes­ten Methoden, einfach und kos­ten­güns­tig Websites zu gestalten und online zu stellen. Die große Be­liebt­heit des CMS hat u. a. diesen Vorteil: Es bietet eine schier endlose Zahl an WordPress-Themes (De­sign­vor­la­gen) und -Plugins (Er­wei­te­run­gen), was das Erstellen von un­ter­schied­lichs­ten Websites stark ver­ein­facht – speziell für Personen ohne Webdesign- bzw. Pro­gram­mier­kennt­nis­se.

Wie bei allen häufig genutzten Systemen mit einer Vielzahl an externen Er­wei­te­run­gen besteht al­ler­dings auch bei WordPress ein minimales Risiko, dass über nicht entdeckte Si­cher­heits­lü­cken oder veraltete Plugins Schad­soft­ware ins System eindringt und Websites zum Absturz bringen kann. Wenn das passiert, gehen un­ge­si­cher­te Daten häufig verloren.

Ein anderer Grund, warum man re­gel­mä­ßig WordPress-Backups erstellen sollte, ist, dass manche Themes oder Plugins nicht mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel sind. Auch dadurch können in seltenen Fällen Abstürze der Website mit Da­ten­ver­lust ausgelöst werden.

Wie jedes andere IT-System sollte man auch WordPress in re­gel­mä­ßi­gen Abständen sichern. Im Folgenden erfahren Sie, welche Mög­lich­kei­ten Sie dafür haben und was Sie bei einem WordPress-Backup beachten sollten.

Tipp

Mit welchen Er­wei­te­run­gen Sie die all­ge­mei­ne Si­cher­heit Ihrer WordPress-Website erhöhen, erfahren Sie im Artikel WordPress-Si­cher­heit: Die wich­tigs­ten Security-Plugins.

Welche Mög­lich­kei­ten gibt es, ein WordPress-Backup zu erstellen?

WordPress ist von Grund auf ein dy­na­mi­sches Content-Ma­nage­ment-System – mit ihm erstellte Websites setzen sich aus zwei Haupt­be­stand­tei­len zusammen:

  1. die Dateien der WordPress-Seite – dazu gehören das Theme, sämtliche Plugins sowie Bilder
  2. die Datenbank der WordPress-Seite – dazu zählen die dy­na­mi­schen Blog­bei­trä­ge oder bei­spiels­wei­se die Produkte eines On­line­shops

Um eine WordPress-Seite im Be­darfs­fall wie­der­her­zu­stel­len, reicht es nicht, einfach sämtliche Dateien zu sichern. Ebenso wichtig ist es, die WordPress-Datenbank zu sichern, auf der die Website aufbaut. Ein voll­stän­di­ges Backup einer WordPress-Seite zu erstellen, ist daher mit etwas Aufwand verbunden.

Grund­sätz­lich gibt es vier Methoden, für eine WordPress-Website ein Backup zu erstellen. Welche davon Sie wählen sollten, hängt vor allem von Ihren IT-Kennt­nis­sen, von Ihrem Provider, vom Umfang der Website und mitunter auch von fi­nan­zi­el­len Er­wä­gun­gen ab:

  Vorteile Nachteile
Manuelles Backup – z. B. mittels eines FTP-Clients wie FileZilla und des Datenbank-Programms phpMy­Ad­min Volle Kontrolle über sämtliche Backup-Vorgänge; um­fas­sen­de Kontrolle über die Daten; in der Regel kostenlos Für ungeübte Ein­stei­ger ohne Vor­kennt­nis­se zu Beginn nicht ganz einfach
Backup mittels WordPress-Plugin Einfach und un­kom­pli­ziert – keine spe­zi­el­len Kennt­nis­se er­for­der­lich Je nach Plugin Probleme bei größeren Da­ten­men­gen – in diesem Fall sind dann oft kos­ten­pflich­ti­ge Plugin-Versionen er­for­der­lich.
Backup mithilfe des Providers – der Host sichert die WordPress-Website, entweder kostenlos oder in Form eines Zu­satz­pa­kets. Einfach, sehr kom­for­ta­bel und zeit­scho­nend; keine Vor­kennt­nis­se er­for­der­lich; oft kostenlos im Hosting-Paket enthalten Oft steht das Backup nicht sehr lange zur Verfügung. Vorsicht, wenn mehrere Websites über einen Account laufen: Kon­di­tio­nen beachten!
Backup durch externen Service-Dienst­leis­ter in der Cloud Einfach, bequem und in der Regel sehr sicher Kos­ten­pflich­tig, nicht für jedes Website-Projekt wirt­schaft­lich sinnvoll

Das manuelle Backup und das Backup mittels Plugin sind jene Varianten, bei denen der Website-Betreiber die stärkste Kontrolle über den Backup-Vorgang und die eigenen Daten hat. Eine kos­ten­güns­ti­ge sowie sehr einfache und bequeme Mög­lich­keit ist das Backup über einen ver­läss­li­chen Internet-Provider. Cloud-Services gelten bei Backups in der Regel als sehr sicher, sind aber oft ver­gleichs­wei­se teuer.

Für ein Backup mittels Plugin sind u. a. folgende Er­wei­te­run­gen emp­feh­lens­wert:

  • Vault­Press – Plugin für au­to­ma­ti­sche Backups mit Cloud-Anbindung
  • BackWPup – populäres Plugin, einfach zu in­stal­lie­ren und in der Ba­sis­ver­si­on kostenlos
  • Up­draft­Plus – eines der am besten be­wer­te­ten Backup-Plugins

Um­fas­sen­de Infos, wie man mit der Hilfe von Plugins ein Backup bei WordPress-Seiten durch­führt und wie man diese ggf. wie­der­her­stellt, finden Sie im Artikel Die besten WordPress-Plugins zum Erstellen von Backups. Wie man ein manuelles Backup durch­führt, erklären wir nun.

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Manuelles WordPress-Backup – wie funk­tio­niert das?

Wie erwähnt, müssen Sie bei einem WordPress-Backup sowohl die Dateien als auch die Datenbank Ihrer Website speichern. Nehmen Sie nur einen dieser Schritte vor, können Sie Ihre WordPress-Website im Fall des Falles nicht komplett wie­der­her­stel­len.

WordPress-Dateien mittels FTP-Programm (FileZilla) sichern

Die Dateien Ihrer WordPress-Website lassen sich einfach über kostenlos her­un­ter­lad­ba­re FTP-Programme sichern und damit lokal auf der Fest­plat­te Ihres Rechners oder auch in der Cloud speichern. Wir erklären hier die Sicherung der Dateien einer WordPress-Website mithilfe des populären FTP-Programms FileZilla, das kostenlos her­un­ter­ge­la­den werden kann.

  1. Öffnen Sie FileZilla und verbinden Sie sich mit dem Server, auf dem Ihre Website liegt. Dazu geben Sie bei FileZilla den Namen des Servers, den Be­nut­zer­na­men und Ihr Passwort an. In­for­ma­tio­nen darüber bekommen Sie von Ihrem Provider.
  1. Sind Sie mit Ihrem Server verbunden, sehen Sie in der linken Hälfte des Fensters die Dateien auf Ihrem lokalen Rechner und in der rechten Hälfte die Dateien und Un­ter­da­tei­en Ihrer Website. Nun können Sie den gesamten Da­tei­stamm Ihrer Website mit der Maus vom rechten Fenster Ihres Servers in ein Ver­zeich­nis auf Ihrem lokalen Rechner ziehen. Am besten legen Sie dafür vorweg einen eigenen Ordner für Ihre Website an. Al­ter­na­tiv gehen Sie im rechten Bereich auf die oberste Datei Ihrer Website, öffnen mit der rechten Maustaste das Kon­text­me­nü und wählen an­schlie­ßend „Her­un­ter­la­den“.
Hinweis

Am besten sichern Sie alle Ordner und Dateien Ihrer Website re­gel­mä­ßig. Ordner und Dateien, die per­sön­li­che Daten enthalten, müssen Sie unbedingt bei jedem WordPress-Backup sichern. Dies sind aber lediglich der Ordner wp-content sowie die Dateien .htaccess und wp-config.php.

Wenn Sie alle Dateien Ihrer Website nun auch im linken Bereich von FileZilla aufrufen können, haben Sie diese lokal auf Ihrem Rechner ge­spei­chert. Zur Si­cher­heit sollten Sie den ent­spre­chen­den Ordner auch außerhalb von FileZilla einmal aufrufen.

Viele Provider haben heute eigene File- oder Da­tei­ma­na­ger im Programm, mit denen Sie auch ohne externe FTP-Programme die Dateien Ihrer WordPress-Website direkt auf Ihrem Rechner oder in der Cloud speichern können.

WordPress-Datenbank sichern

Nachdem Sie die Dateien Ihrer WordPress-Website ge­spei­chert haben, gehen Sie nun daran, die WordPress Datenbank Ihrer Website zu sichern. Fast alle Provider nutzen zur Ver­wal­tung der WordPress-Da­ten­ban­ken die Be­nut­zer­ober­flä­che phpMy­Ad­min.

  1. Melden Sie sich bei Ihrem Provider an und rufen Sie phpMy­Ad­min auf. Ggf. müssen Sie sich bei phpMy­Ad­min nochmals anmelden. Wie Sie zu MyAdmin kommen, ist von Provider zu Provider ver­schie­den. Haben Sie phpMy­Ad­min auf­ge­ru­fen, klicken Sie oben auf den Bereich „Da­ten­ban­ken“.
  1. Wenn Sie auf „Da­ten­ban­ken“ geklickt haben, sehen Sie alle zur Verfügung stehenden Da­ten­ban­ken. Wählen Sie die­je­ni­gen aus, die Sie ex­por­tie­ren bzw. sichern möchten. In vielen Fällen steht ohnehin nur eine einzige Datenbank zur Verfügung.
  1. Nun wird die von Ihnen gewählte Datenbank im Detail in Ta­bel­len­form angezeigt. Um sie auf Ihrem Rechner zu speichern, klicken Sie nun auf „Ex­por­tie­ren“.
  1. Um jetzt schnell und einfach die Datenbank Ihrer WordPress-Website auf Ihren lokalen Rechner zu kopieren, klicken Sie in diesem Fenster auf „OK“. Mehr Optionen zum Datenbank-Export haben Sie, wenn Sie „Angepasst – zeige alle möglichen Optionen an“ wählen.
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WordPress-Seite wie­der­her­stel­len

WordPress-Backups ergeben natürlich nur dann Sinn, wenn Sie die ge­si­cher­ten WordPress-Dateien und die da­zu­ge­hö­ri­ge WordPress-Datenbank im Falle des Falles wieder hochladen können – etwa um eine be­schä­dig­te Website wie­der­her­zu­stel­len. Im Prinzip gehen Sie dabei wie oben beim Backup-Vorgang be­schrie­ben vor – nur eben umgekehrt:

  1. Sie laden die ge­si­cher­ten WordPress-Dateien über FileZilla oder ein anderes FTP-Programm wieder auf den Server Ihrer Website hoch: Wie oben be­schrie­ben, melden Sie sich dazu beim je­wei­li­gen FTP-Programm an. Im Fall von FileZilla ziehen Sie dann die auf Ihrem Rechner ge­spei­cher­ten Website-Dateien (linkes Feld) einfach mit ge­drück­ter Maustaste an die ent­spre­chen­de Stelle auf Ihren Server (rechtes Feld). Sind auf Ihrem Server noch (Rest-)Daten vorhanden, werden die ent­spre­chen­den Dateien beim Wie­der­her­stel­len einfach über­schrie­ben.
     
  2. Dann im­por­tie­ren Sie mittels phpMy­Ad­min die von Ihnen ge­si­cher­te Datenbank wieder in Ihre WordPress-Website. Auch hier gehen Sie wie oben be­schrie­ben vor, nur dass Sie anstelle von „Ex­por­tie­ren“ dann auf „Im­por­tie­ren“ klicken. Daraufhin können Sie Ihren Computer nach der ent­spre­chen­den Datenbank durch­su­chen, indem Sie auf das Feld „Durch­su­chen“ klicken. Die Da­ten­bank­da­tei endet üb­li­cher­wei­se auf „.sql“.
Tipp

Viele Provider erlauben nur das Hochladen von Da­ten­ban­ken bis zu einer gewissen Größe. In diesem Fall empfiehlt es sich, die SQL-Datei der Datenbank vor dem Hochladen in eine ZIP-Datei um­zu­wan­deln. Die hoch­zu­la­den­de Datei endet dann auf „sql.zip“.

Haben Sie sowohl die Dateien als auch die Datenbank hoch­ge­la­den, sollte Ihre WordPress-Website wieder in der gewohnten Form aufrufbar sein. Un­ab­hän­gig davon, welche Art von Backup Sie verwenden: Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie in re­gel­mä­ßi­gen Abständen versuchen, Ihre Backups auf einer Test-Website wie­der­her­zu­stel­len. Dann können Sie sicher sein, dass Ihr Backup im Fall des Falles auch wirklich funk­tio­niert.

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