In einem App-Store (etwa dem von Apple oder dem Google Play Store) hat das Ranking einer App we­sent­li­chen Einfluss auf den Erfolg der Anwendung. Denn Ap­pli­ka­tio­nen, die in den Top-Treffern landen, können meist höhere Download-Zahlen verbuchen als solche Apps, die sich am Ende der Such­ergeb­nis­lis­te befinden. Sowohl bei iOS- als auch Android-Apps sollten Sie das Ranking im App-Store daher nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die gute Nachricht ist: Man kann das Ranking be­ein­flus­sen. Um dieses Thema dreht sich der sechste und letzte Teil unseres Mehr­tei­lers, der sich mit der App-Ent­wick­lung und -Ver­mark­tung aus­ein­an­der­setzt.

Die bis­he­ri­gen Teile unserer Ar­ti­kel­rei­he über den Weg zur eigenen App haben erläutert, wie Sie eine Ap­pli­ka­ti­on richtig planen, designen und mit welcher Software Sie die Anwendung ent­wi­ckeln und testen können. Die diesem Artikel vor­an­ge­gan­ge­ne Kapitel 5.1 und 5.2 be­schäf­tig­ten sich mit der Ver­öf­fent­li­chung einer Android-Ap­pli­ka­ti­on im Google Play Store bzw. dem Ver­öf­fent­li­chen einer iOS-Anwendung im App-Store von Apple.

Dieses Kapitel markiert nun den Abschluss der Ar­ti­kel­rei­he und erklärt, wie Sie mit ASO (Bedeutung der Abkürzung: „App Store Op­ti­miza­ti­on“ bzw. „App-Store-Op­ti­mie­rung“) die Sicht­bar­keit von An­wen­dun­gen in den of­fi­zi­el­len App-Stores von Google und Apple steigern. Und auch dieses Kapitel des Mehr­tei­lers haben wir in zwei Beiträge auf­ge­teilt: diesen Artikel zur Op­ti­mie­rung des App-Rankings von Android-An­wen­dun­gen (Un­ter­ka­pi­tel 6.1) sowie einen Artikel zu iOS-Ap­pli­ka­tio­nen (6.2). Im folgenden Abschnitt widmen wir uns zunächst dem ASO und den damit ver­bun­de­nen sta­tis­ti­schen Kenn­zah­len.

Was ist App-Store-Op­ti­mie­rung (ASO)? Eine De­fi­ni­ti­on

User finden die meisten neuen Ap­pli­ka­tio­nen über die Such­funk­ti­on innerhalb des App-Stores. An diesem Punkt setzt die App-Store-Op­ti­mie­rung an: ASO hat zum Ziel, eine Native App in den Such­ergeb­nis­sen eines App-Stores so weit vorne wie möglich zu plat­zie­ren. An dieses Ziel ist die Erwartung geknüpft, dass ein besseres App-Ranking auch zu einem Anstieg der Downloads führt. Doch wie kommt man zu dem Schluss, dass ein besseres Ranking zu einem größeren Erfolg einer Ap­pli­ka­ti­on beiträgt? Zunächst lässt sich dies­be­züg­lich fest­hal­ten, dass das Ranking einer App durchaus Aus­wir­kun­gen auf die Wahr­neh­mung der App hat. Denn oftmals vermuten Shop-Besucher, dass es sich bei Ap­pli­ka­tio­nen, die unter den Top-Treffern des App-Stores gelistet sind, um die besten Programme der an­ge­bo­te­nen An­wen­dun­gen handelt. Vor allem, wenn Nutzer kurz­ent­schlos­sen den App-Store von Google öffnen und – ohne im Vorfeld einen spe­zi­el­len Dienst oder Anbieter im Kopf zu haben – nach einer Ap­pli­ka­ti­on mit einer be­stimm­ten Funktion suchen, zahlt sich bei einer Android-App ein gutes Ranking aus: An­wen­dun­gen, die ganz vorne in der App-Store-Tref­fer­lis­te er­schei­nen, werden meist häufiger her­un­ter­ge­la­den als weiter hinten gelistete Ap­pli­ka­tio­nen. Ver­schie­de­ne Maßnahmen können eine App in die Top-Er­geb­nis­se der App-Stores pushen. Die hierfür zur Verfügung stehenden ASO-Methoden sind in gewisser Hinsicht ver­gleich­bar mit den Stra­te­gien der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (auch „Search Engine Op­ti­miza­ti­on“ oder kurz „SEO“ genannt) – und so gibt es auch innerhalb der App Store Op­ti­miza­ti­on zwei Bereiche, durch die man das Ranking be­ein­flus­sen kann.

  • Onsite (ähnlich dem Onpage bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung): Zur Onsite-App-Store-Op­ti­mie­rung gehören alle Methoden, die direkt auf der App-Store-Seite einer Ap­pli­ka­ti­on durch­ge­führt werden. Das be­inhal­tet sowohl die Na­mens­ge­bung der App, die Be­schrei­bung der An­wen­dungs­in­hal­te sowie die Vi­sua­li­sie­rung der Inhalte durch das App-Icon und Screen­shots, die auf die App-Store-Plat­zie­rung einwirken. Onsite-Faktoren lassen sich allesamt aktiv be­ar­bei­ten.
  • Offsite (ver­gleich­bar mit dem Offpage bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung): Zum Offsite-Bereich zählen alle Ein­fluss­fak­to­ren, die sich nicht auf der De­tail­sei­te einer Ap­pli­ka­ti­on im App-Store von einem selbst editieren bzw. direkt steuern lassen. Dazu gehören Werte wie die Anzahl an Downloads und Be­wer­tun­gen der App oder die Be­ur­tei­lung der App durch Nutzer. Im Gegensatz zum Onsite-Bereich kann man Offsite-Kom­po­nen­ten nicht komplett selbst gestalten, sondern nur be­ein­flus­sen. Dies geschieht indirekt über die Ge­stal­tung be­stimm­ter Bereiche – wie etwa die Qualität, die Nutz­bar­keit, die Funk­ti­ons­tüch­tig­keit oder die Ver­mark­tung der App. Diese Faktoren sind aus­schlag­ge­bend dafür, wie oft eine App her­un­ter­ge­la­den wird oder ob User sie gut oder schlecht bewerten.

Der Einfluss der Onsite- und Offsite-Faktoren auf das Ranking einer App lässt sich al­ler­dings nicht exakt messen – of­fi­zi­el­le State­ments zu den Ranking-Kriterien gibt es weder von Google noch von Apple (deren App-Stores die beiden mit Abstand wich­tigs­ten Platt­for­men für Ap­pli­ka­tio­nen dar­stel­len). Al­ler­dings haben sich in­zwi­schen schon viele On­line­mar­keter und Experten mit dem Thema befasst und einige Funk­ti­ons­me­cha­nis­men des Ranking-Schemas von App-Stores her­aus­ge­ar­bei­tet. Gemeinhin herrscht der Konsens, dass folgende Aspekte Einfluss auf die Plat­zie­rung von Apps haben (sowohl in Bezug auf das App-Ranking von Android- als auch von iOS-Apps):

  • Onsite-Kriterien für das App-Ranking:
    • Ver­wen­dung von Keywords (Schlüs­sel­wör­ter für die Be­schrei­bung der App-Inhalte) im Namen der Ap­pli­ka­ti­on und auf der De­tail­sei­te der Ap­pli­ka­ti­on im App-Store
    • Nutzung eines App-Icons
    • Upload von App-Screen­shots zur Il­lus­tra­ti­on der Inhalte der Ap­pli­ka­ti­on
    • Upload von einem Video zur Ver­an­schau­li­chung der App-Inhalte
    • Anwendung und Aus­wer­tung von In-App-Nut­zungs­sta­tis­ti­ken
  • Offsite-Kriterien für das App-Ranking:
    • Anzahl der Downloads
    • Anzahl der In­stal­la­tio­nen
    • Anzahl der De­instal­la­tio­nen
    • Anzahl der Be­wer­tun­gen
    • Durch­schnitt aller App-Be­wer­tun­gen
    • Fort­ent­wick­lung der Download-Zahlen
    • Fort­ent­wick­lung der App-Be­wer­tun­gen
Tipp

Natürlich können auch Offsite-Kenn­zah­len zu einem gewissen Grad aktiv be­ein­flusst werden (z. B. indem man Be­wer­tun­gen selbst schreibt oder schreiben lässt). Al­ler­dings fallen solche Maßnahmen in die Kategorie der un­lau­te­ren Mittel in App-Stores, weshalb von ihnen abzuraten ist. Solche Praktiken nennt man Black-Hat-ASO (in Anlehnung an die Be­zeich­nung Black-Hat-SEO. Und wer bei der Nutzung von Black-Hat-ASO-Methoden von Google oder Apple erwischt wird, muss mit negativen Kon­se­quen­zen rechnen (wie der Ent­fer­nung der App aus dem App-Store oder der Sperrung des Ent­wick­ler-Accounts).

Erhebung und Einfluss von ASO-Kenn­zah­len

Bei der Erfassung der oben ge­lis­te­ten Kenn­zah­len hilft einem ein App-Store meist nicht son­der­lich weiter. Abgesehen von den Down­load­zah­len der App und den Nut­zer­be­wer­tun­gen der Anwendung im App-Store gibt es kaum In­for­ma­tio­nen darüber, wie sich eine App schlägt. Weder Apples noch Googles App-Store gewähren Einsicht in Sta­tis­ti­ken über die Klicks und Ansichten einer App-De­tail­sei­te.

Bei der Erhebung von Kenn­zah­len können jedoch zu­sätz­li­che ASO-Tools von externen Anbietern helfen. Kos­ten­pflich­ti­ge App-Store-Op­ti­mie­rungs-Tools bieten etwa Sen­sor­Tower oder AppRadar an. Es exis­tie­ren auch kos­ten­lo­se ASO-Tools (bei­spiels­wei­se das App-Analytics-Programm von App Annie), die aber nicht mit den sta­tis­ti­schen Er­he­bungs­mög­lich­kei­ten und Features der bezahlten Kon­kur­renz mithalten können. Jedoch haben auch diese Tools keinen Zugriff auf die reellen Daten und Werte der App-Stores. Die ASO-Hilfs­pro­gram­me nutzen extern erhobene Werte, um bei­spiels­wei­se das Keyword-Volumen ver­schie­de­ner Begriffe anzugeben. Deshalb sind die Angaben stets mit Vorsicht zu genießen – dennoch stellt das richtige ASO-Tool eine nützliche Hilfe bei der Ver­bes­se­rung des App-Rankings dar. Denn mit den genannten Tools lassen sich einige der oben genannten Offsite-Werte immerhin besser nach­voll­zie­hen. Wie stark sich gute oder schlechte Werte der oben genannten Faktoren auf die Po­si­tio­nie­rung in einem App-Store auswirken, hängt aber auch von der je­wei­li­gen Plattform ab. So haben ver­schie­de­ne Un­ter­su­chun­gen und Analysen ergeben, dass einige der Onsite- und Offsite-Faktoren im Google Play Store anders gewichtet werden als bei Apples App-Store.

Im Play Store das Ranking der eigenen App ver­bes­sern

Google hat nie genaue Kriterien für das Ranking im Play Store be­kannt­ge­ge­ben. ASO für Google Play hat demnach ähnliche Rah­men­be­din­gun­gen wie die Google-Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung: Denn auch hin­sicht­lich der Funk­ti­ons­wei­se der Er­geb­nis­auf­lis­tung für die Such­ma­schi­ne von Google gibt es kaum of­fi­zi­el­le State­ments vom Un­ter­neh­men aus dem Silicon Valley – viele In­for­ma­tio­nen zum Ranking stammen von externen Personen, die den Such­ma­schi­nen­al­go­rith­mus im Rahmen eigener Un­ter­su­chun­gen ana­ly­siert haben.

Ähnlich verhält es sich bei der ASO im Google Play Store. Auch wenn es nicht hun­dert­pro­zen­tig nach­ge­wie­sen werden kann: Größ­ten­teils herrscht bei den Experten Konsens darüber, wie sich On- und Offsite-Faktoren auf das Google-Play-Ranking einer Android-App auswirken. Wir stellen Ihnen im Folgenden die wich­tigs­ten Stell­schrau­ben für ein besseres App-Ranking im Google Play Store vor.

Keywords

Keywords sind bei der ASO ähnlich wichtig wie im SEO-Bereich. Al­ler­dings haben Sie anders als bei der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung im Play Store nur eine einzige Seite, um hier die Keywords ein­zu­fü­gen – die De­tail­sei­te Ihrer App auf Google Play. Dort lässt sich eine Keyword-Op­ti­mie­rung in folgenden Feldern umsetzen:

  • Keywords im Namen der App: Wenn Keywords im Titel der App verbaut sind, haben sie nach­weis­lich den größten Einfluss auf das Play-Store-Ranking. Falls Sie also eine Spiele-App anbieten, können Sie das Genre oder Thema des Spiels in Form eines Schlag­wor­tes nennen (etwa „Puzzle“ oder „Fußball“). Sie können auch mehrere Keywords in dem App-Namen un­ter­brin­gen. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass der Titel nicht zu lang wird (empfohlen sind maximal zwischen 20 und 25 Zeichen), da dieser gerade auf Mo­bil­ge­rä­ten mit einem kleineren Bild­schirm schnell ab­ge­schnit­ten wird.
    Wichtig für das Brand-Ma­nage­ment (die Mar­ken­füh­rung) einer jeden Ap­pli­ka­ti­on ist auch ein ein­zig­ar­ti­ger Mar­ken­na­me, dessen Nennung im App-Titel oft ebenfalls sinnvoll ist; dies ist aber vorrangig bei be­kann­te­ren Marken und Produkten ratsam. Der Name von Ap­pli­ka­tio­nen, die kaum oder gar nicht über Marketing- und Wer­be­maß­nah­men promotet wurden, ist für die meisten App-Store-Besucher nichts­sa­gend. Dem­entspre­chend ist es si­tua­ti­ons­ab­hän­gig, ob Sie eine App eher nach dem Inhalt bzw. der Funktion der Anwendung oder mit dem ei­gent­li­chen Mar­ken­na­men benennen. Al­ler­dings gibt es selbst­ver­ständ­lich auch die Mög­lich­keit, beides im App-Namen einer Anwendung zu verbinden. Hierbei wird häufig nach folgendem Muster vor­ge­gan­gen:
    Eigenname der App
    Slogan/In­for­ma­tio­nen zur App (mit re­le­van­ten Keywords)
  • Keywords in der Be­schrei­bung der App: Den meisten Platz für Keywords bieten Ihnen die Text­fel­der für die Dar­stel­lung der Ap­pli­ka­ti­ons­in­hal­te. Im Play Store stehen Ihnen hierfür zwei Felder zur Verfügung – in beiden sollten Sie die Keyword-Op­ti­mie­rung vornehmen, indem Sie zur App passende Schlag­wör­ter in den Text einbauen.
    In der zuerst an­ge­zeig­ten Kurz­be­schrei­bung sollten Sie darauf achten, dass die Nutzer die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen möglichst weit vorne im Text wahr­neh­men können und hierfür nicht auf der App-Seite her­un­ter­scrol­len müssen. Das ge­währ­leis­tet, dass man auf der De­tail­sei­te direkt alle we­sent­li­chen Auskünfte auf einen Blick erhält. Weiter unten auf der App-Seite befindet sich dann das Feld für die aus­führ­li­che Be­schrei­bung. Stellen Sie bei beiden Texten unbedingt sicher, dass Sie die App-Richt­li­ni­en­über­sicht für Ent­wick­ler von Google be­rück­sich­ti­gen.

Um zu prüfen, ob das von Ihnen gewählte Keyword überhaupt Such­vo­lu­men hat, können Sie einfach die Auto-Suggest-Funktion von Google Play nutzen. Wenn Sie das Keyword in die App-Suche des Play Stores Buchstabe für Buchstabe eingeben, erhalten Sie stets ver­schie­de­ne Vor­schlä­ge für die Wortsuche. Die dort an­ge­zeig­ten Begriffe werden am häu­figs­ten gesucht und eignen sich bestens als Indikator dafür, ob ein Begriff oder auch die An­ein­an­der­rei­hung ver­schie­de­ner Wörter über ein hohes Such­vo­lu­men verfügen. Aber auch viele ASO-Tools verfügen über Funk­tio­nen, die Ihnen bei der Keyword-Recherche für Apps wei­ter­hel­fen.

Vi­sua­li­sie­rung, Vor­stel­lung und Ka­te­go­ri­sie­rung der App

Ohne aus­sa­ge­kräf­ti­ge Ab­bil­dun­gen der App-Be­nut­zer­ober­flä­che und andere an­spre­chen­de Il­lus­tra­tio­nen wirkt Ihre Play-Store-Seite äußerst trist. Da die App-De­tail­sei­te die Nutzer an­spre­chen und neugierig machen soll, ist eine le­ser­freund­li­che Auf­be­rei­tung sehr wichtig. Daher sollte man auch einige Bilder der App und (wenn möglich) auch ein kurzes Video auf der Seite einbetten. Achten Sie auch darauf, Ihre Anwendung auf Google Play einer passenden Kategorie zu­zu­ord­nen. Zwar lässt sich nicht genau sagen, inwiefern sich eine gute Prä­sen­ta­ti­on und sinnvolle Ka­te­go­ri­sie­rung auf das Play-Store-Ranking einer App auswirken, doch wirkt die Prä­sen­ta­ti­on Ihrer App damit pro­fes­sio­nel­ler und at­trak­ti­ver. Und das sollte letztlich auch mehr App-Store-Besucher dazu bewegen, Ihre Anwendung her­un­ter­zu­la­den.

  • Bilder, Video und App-Icon: Der Grundsatz ist einfach – je mehr hoch­wer­ti­ge visuelle Elemente Sie bieten, desto besser wird Ihre App-Seite von den Store-Besuchern wahr­ge­nom­men. Auf Google Play sind Sie bei dem Upload Ihrer App ohnehin dazu ver­pflich­tet, einige Bilder zur Ver­an­schau­li­chung im App-Store ein­zu­rei­chen (min­des­tens vier Screen­shots, eine Vor­stel­lungs­gra­fik und ein App-Icon). Jedoch helfen den Sei­ten­be­su­chern zu­sätz­li­che In-App-Bilder der Anwendung (mit denen Sie die Haupt­funk­tio­nen der App ver­an­schau­li­chen sollten) oder auch in­for­ma­ti­ve Grafiken dabei, eine noch genauere Vor­stel­lung von Ihrer Ap­pli­ka­ti­on zu bekommen.
    Dem App-Icon kommt eine spezielle Rolle zu: Es wird nicht nur in den Such­ergeb­nis­sen des Play Stores angezeigt, sondern auch nach der In­stal­la­ti­on der App als Start-Button der Anwendung auf den Geräten der Nutzer hin­ter­legt. Deshalb sollte das App-Symbol auch in einer kleinen Ansicht erkennbar sein und gut aussehen. Zudem ist darauf zu achten, dass die Auf­ma­chung des App-Logos sich an dem Design der gesamten App ori­en­tiert – vor allem hin­sicht­lich der Farb­ge­bung und des Form-Designs.
  • Richtige App-Kategorie auswählen: Beim Ein­stel­len Ihrer App in den Google Play Store müssen Sie eine Kategorie angeben, unter der Ihre Anwendung gelistet ist. Neben dem grund­le­gen­den App-Typ (hier haben Sie nur die Wahl zwischen „Apps“ und „Spiele“) können Sie unter „Kategorie“ aus vielen Be­zeich­nun­gen die passende für die the­ma­ti­sche Ein­gren­zung der Ap­pli­ka­ti­on wählen. Wenn Sie die App einer un­pas­sen­den Kategorie zu­schrei­ben, wirkt dies merk­wür­dig auf die Nutzer und könnte sie ab­schre­cken. Zudem dürfte eine Spiele-App, die als etwas anderes ka­te­go­ri­siert ist, gerade von solchen Usern nicht gefunden werden, die in der Spie­le­ka­te­go­rie nach einem neuen Spiel suchen. Damit berauben Sie sich im Vorfeld zahl­rei­cher po­ten­zi­el­ler Nutzer.

Backlinks zur App-Store-De­tail­sei­te der App ge­ne­rie­ren

In Googles App-Store spielt die externe Ver­lin­kung einer Seite eine ähnlich wichtige Rolle beim Ranking wie bei Googles Such­ma­schi­ne. Im Gegensatz zum App-Store von Apple misst der Google Play Store so­ge­nann­ten Backlinks deutlich mehr Wert in Bezug auf das Ranking bei. Dies ist al­ler­dings nicht son­der­lich ver­wun­der­lich vor dem Hin­ter­grund, dass einer der Haupt­ge­schäfts­fel­der von Google die In­de­xie­rung von Websites ist. Denn bereits hierbei wird die Anzahl und Qualität von ein­ge­hen­den Links auf eine Webseite als Ranking-Faktor für die In­de­xie­rung der be­tref­fen­den Site verwendet: Die Zahl der ein­ge­hen­den Links be­ein­flusst das Ranking in den Such­ergeb­nis­sen also maß­geb­lich.

Backlinks auf eine App-Seite kommen bei populären Ap­pli­ka­tio­nen mehr oder weniger von selbst zustande: Eine eta­blier­te Anwendung wird schnell von Websites, Blogs, in Foren usw. verlinkt, um die Leser über ihren Mehrwert zu in­for­mie­ren. Sollte eine Play-Store-De­tail­sei­te einer App viele solcher Backlinks sammeln, wird dies von Google als ein Zeichen dafür gewertet, dass die App beliebt ist. Dem­entspre­chend steigt auch das Google-Play-Ranking der App. Aktiv be­ein­flus­sen lässt sich dieser Ranking-Faktor jedoch nur schwer (zumindest wenn man nicht auf Methoden aus dem Black-Hat-ASO zu­rück­greift). Am ehesten gelingt die mehr oder weniger aktive Ge­ne­rie­rung von Links auf die eigene App-Seite, indem man Part­ner­ak­tio­nen mit Websites startet, die von ihrer Seite aus auf die App im Play Store verlinken.

Gutes ASO ver­schafft Ihrer Android-App ein besseres Ranking

Die oben an­ge­führ­ten ASO-Maßnahmen sind sinnvoll für jede App im Google Play Store – von der Op­ti­mie­rung der App-De­tail­sei­te kann das App-Ranking Ihrer Android-Anwendung nur pro­fi­tie­ren. Denn eine gute Plat­zie­rung im Play Store führt dazu, dass eine App schneller gefunden und als prominent bzw. begehrt wahr­ge­nom­men wird. Dies wiederum steigert für ge­wöhn­lich auch die Down­load­zah­len der Android-Anwendung.

Um dies möglichst schnell zu erreichen, sollten Sie sich mit der Onsite-Op­ti­mie­rung aus­ein­an­der­set­zen – also jenen Ver­bes­se­run­gen, die direkt auf der Google-Play-Store-Seite Ihrer Ap­pli­ka­ti­on vor­ge­nom­men werden. Vor allem der stra­te­gi­sche Einsatz passender Keywords sowie die Prä­sen­ta­ti­on Ihrer App über Screen­shots und einem an­schau­li­chen Icon wird der Po­si­tio­nie­rung Ihrer Anwendung gut tun. Über Onsite-Maßnahmen lässt sich somit das App-Ranking im Play Store komplett un­ab­hän­gig von den Inhalten der Ap­pli­ka­ti­on ver­bes­sern.

Dem­ge­gen­über sind die Offsite-Faktoren (Aspekte, auf die Sie keinen direkten Einfluss haben) sehr viel stärker mit den Inhalten und der Funk­ti­ons­tüch­tig­keit Ihrer App verknüpft; aber auch das Marketing spielt hierbei eine wichtige Rolle. Hierzu zählen Kenn­zah­len wie gute oder schlechte Be­wer­tun­gen oder die Anzahl an Downloads, In­stal­la­tio­nen, De­instal­la­tio­nen und Be­wer­tun­gen. Eine er­folg­rei­che Ver­mark­tung führt dazu, dass Ihre Ap­pli­ka­ti­on bekannt wird und größere Download-Zahlen ver­zeich­nen kann. Und die Qualität der Anwendung ent­schei­det schließ­lich, ob die User mit dem Produkt zufrieden sind. Sobald eine App die Nutzer nicht über­zeu­gen kann, wird sie dem­entspre­chend schlecht bewertet und/oder vom Gerät gelöscht: Solche negativen Kenn­zah­len führen dazu, dass eine Anwendung im Google-Play-Ranking weiter hinten gelistet wird. Deshalb tragen eine gute Ver­mark­tung der Ap­pli­ka­ti­on außerhalb des Play Stores und eine hohe App-Qualität ebenso einen großen Teil zu einer guten Plat­zie­rung im Play Store bei.

Fazit: ASO ist von Bedeutung für das App-Marketing, aber nicht alles

Sowohl die Onsite- als auch die Offsite-Faktoren sind maß­geb­lich dafür, wie gut Ihre Anwendung in der Tref­fer­lis­te rankt und sollten deshalb nicht ver­nach­läs­sigt werden. Doch dürfen Sie sich bei der Ver­mark­tung Ihrer Android-Anwendung nicht allein auf die App-Store-Op­ti­mie­rung verlassen. Si­cher­lich ist ASO ein erprobtes Mittel, um einer Ap­pli­ka­ti­on mehr Reich­wei­te zu ver­schaf­fen. Doch eine Android-App sollte unbedingt auch abseits vom Google Play Store beworben werden. Ob Sie hierfür Werbung, Marketing-Kampagnen, Ko­ope­ra­tio­nen mit Partnern oder andere Stra­te­gien einsetzen, muss von Fall zu Fall neu ent­schie­den werden.

Letztlich ent­schei­det der Mix aus ver­schie­de­nen Faktoren über den Erfolg einer Ap­pli­ka­ti­on. Hierzu zählen sowohl die Qualität, Inhalte, Be­nut­zer­freund­lich­keit und Sta­bi­li­tät der App als auch die Marketing-Maßnahmen, mit denen sie beworben wird. Das gilt glei­cher­ma­ßen für Android- wie auch für iOS-Apps. Al­ler­dings un­ter­schei­det sich die ASO im App-Store von Apple in einigen Bereichen durchaus von der Hand­ha­bung des Google Play Stores. Worauf Sie beim App-Store für iOS-Apps achten sollten, entnehmen Sie Teil 6.2: Apples App-Store-Ranking op­ti­mie­ren, der die Ar­ti­kel­rei­he über die Ent­wick­lung und Ver­mark­tung der eigenen Mobile Native App ab­schließt.

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