Die Pro­gram­mier­spra­che C++ ist vor allem aus dem Bereich der Sys­tem­pro­gram­mie­rung nicht weg­zu­den­ken. Mit einem C++-Tutorial können auch An­fän­ge­rin­nen und Anfänger die grund­le­gen­den Elemente der Pro­gram­mier­spra­che schnell erlernen.

Ein­satz­ge­bie­te von C++

C++ ist eine ob­jekt­ori­en­tier­te Pro­gram­mier­spra­che und eignet sich nicht zuletzt daher für viele ver­schie­de­ne Ein­satz­sze­na­ri­en. Aufgrund ihrer Effizienz wird die Sprache aber vor allem im Bereich der Sys­tem­pro­gram­mie­rung ein­ge­setzt. So sind etwa das beliebte Da­ten­bank­ma­nage­ment­sys­tem MongoDB oder Apples OS X in C++ verfasst. Wenn die Res­sour­cen, die verwendet werden können, knapp sind, ist der Einsatz von C++ ideal.

Die Pro­gram­mier­spra­che eignet sich al­ler­dings auch für die Pro­gram­mie­rung ver­schie­de­ner An­wen­dun­gen, etwa für die Er­stel­lung von Be­nut­zer­ober­flä­chen oder sogar von Spielen.

Un­ter­schie­de zwischen C, C++ und C#

Wenn Sie sich für C++ in­ter­es­sie­ren, sind Ihnen sicher auch schon die Sprachen C und C# begegnet. Bei ersterer handelt es sich um die Grundlage sowohl für C++ als auch für C#. C umfasst weniger Elemente als C++ oder C# und ist eine pro­ze­du­ra­le und im­pe­ra­ti­ve Sprache. Bereits seit den 1970er Jahren wird C vor allem für Sys­tem­pro­gram­mie­rung und hard­ware­na­he Pro­gram­mie­rung genutzt. Der Grund dafür ist vor allem die hohe Por­ta­bi­li­tät der Pro­gram­mier­spra­che.

C++ und C# sind Er­wei­te­run­gen von C, die vor allem das ob­jekt­ori­en­tier­te Pro­gram­mie­ren un­ter­stüt­zen. Hierbei kann man sich C# wiederum als eine Er­wei­te­rung von C++ vor­stel­len. Dies ist der Grund dafür, dass C# auch als C++++ bekannt ist. Obwohl C++ und C# beides ob­jekt­ori­en­tier­te Pro­gram­mier­spra­chen sind, die auf C aufbauen, sind sie nicht identisch: Mit C++ haben die Pro­gram­mie­ren­den eine größere Freiheit als mit C# und pro­fi­tie­ren außerdem von höherer Por­ta­bi­li­tät.

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Das benötigen Sie für den Einstieg in die C++-Pro­gram­mie­rung

Damit Sie C++ lernen können, benötigen Sie eine Mög­lich­keit, Ihre eigenen C++-Programme zu schreiben und zu kom­pi­lie­ren. Im Grunde reicht es hierfür aus, wenn Sie sich einen Text­edi­tor Ihrer Wahl aussuchen und darin Ihren Code schreiben. Im Anschluss können Sie Ihre .cpp-Dateien mit einem Compiler in aus­führ­ba­re Programme über­set­zen. Je nachdem, unter welchem Be­triebs­sys­tem Sie arbeiten, können Sie einen solchen Compiler entweder her­un­ter­la­den oder direkt im Terminal nutzen.

Al­ter­na­tiv können Sie eine so­ge­nann­te in­te­grier­te Ent­wick­lungs­um­ge­bung, kurz IDE, benutzen. Die Vorteile einer solchen IDE liegen auf der Hand: Neben Syntax-High­light­ing können Sie Ihr Programm direkt in der Ent­wick­lungs­um­ge­bung testen und kom­pi­lie­ren. Auch für das Debuggen Ihrer selbst­ge­schrie­be­nen Programme sind Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen äußerst hilfreich. Es gibt eine Vielzahl ver­schie­de­ner IDEs, die das Pro­gram­mie­ren in C++ un­ter­stüt­zen, z. B. Visual Studio oder CLion.

Wenn Sie sich gerade erst mit Pro­gram­mie­rung aus­ein­an­der­set­zen, kann es außerdem hilfreich sein, auf externe Quellen zu­rück­zu­grei­fen, die Ihnen die grund­le­gen­den Konzepte von C++ an­schau­lich erklären. Sie finden bei­spiels­wei­se auf YouTube eine Menge Lehr­ma­te­ri­al, das Ihnen dabei hilft, C++ zu lernen. Der Kanal „Pro­gram­mie­ren für Anfänger“ etwa bietet zum schnellen Einstieg das Video „C++ Tutorial für Anfänger: Lerne C++ in 60 Minuten“ an.

Neben YouTube ist die C++-Do­ku­men­ta­ti­on von Microsoft eine her­vor­ra­gen­de In­for­ma­ti­ons­quel­le.

Die Syntax der wich­tigs­ten Kon­troll­struk­tu­ren

Die Syntax von C++ ist der Syntax von C sehr ähnlich. So finden sich die meisten C++-Ope­ra­to­ren auch in C wieder. Wenn Sie also bereits Kennt­nis­se in der Pro­gram­mie­rung mit C haben, ist das C++-Tutorial für Sie ver­mut­lich leicht ver­ständ­lich.

Wie in jeder Pro­gram­mier­spra­che un­ter­schei­det man auch in C++ zwischen ver­schie­de­nen Kon­troll­struk­tu­ren, die allesamt syn­tak­tisch korrekt for­mu­liert werden müssen, damit Ihr Code sich feh­ler­frei kom­pi­lie­ren lässt. Auch andere Elemente, z. B. Kom­men­ta­re, folgen be­stimm­ten syn­tak­ti­schen Regeln.

Grund­sätz­lich gilt für die Pro­gram­mie­rung in C++, dass die Sprache case sensitive ist, also zwischen Groß- und Klein­schrei­bung un­ter­schei­det. Zudem werden alle An­wei­sungs­blö­cke mit ge­schweif­ten Klammern umgeben. Eine Ein­rü­ckung, wie man sie aus anderen Pro­gram­mier­spra­chen wie Python kennt, ist aufgrund der Klam­me­rung nicht zwingend er­for­der­lich, erhöht aber die Les­bar­keit des Codes enorm. Jede Anweisung wird in C++ mit einem Semikolon beendet.

Tipp

Sie in­ter­es­sie­ren sich auch für andere Pro­gram­mier­spra­chen? Mit unseren ein­steig­er­freund­li­chen Tutorials werden Ihnen die ersten Schritte der Pro­gram­mie­rung leicht­fal­len:
- Python-Tutorial
- Haskell-Tutorial
- Kotlin-Tutorial

Kom­men­ta­re

Wenn Sie An­mer­kun­gen zu Ihrem Code verfassen möchten, die vom Compiler ignoriert werden, können Sie sich Kom­men­ta­ren bedienen. Diese lassen sich in C++ auf ver­schie­de­ne Arten erstellen:

// Ein einzeiliger Kommentar
/* Ein Kommentar, der sich
über mehrere Zeilen erstreckt */

Da­ten­ty­pen

In C++ un­ter­schei­det man, wie in anderen Pro­gram­mier­spra­chen auch, ver­schie­de­ne Da­ten­ty­pen. Diese werden mit be­stimm­ten Schlüs­sel­wör­tern ein­ge­lei­tet. Wenn Sie eine Variable erstellen möchten, weisen Sie dieser in C++ direkt einen solchen Datentyp zu:

// Ganzzahl
int zahl = 5;
// Kommazahl
float kommazahl = 0.5f;
// Zeichenkette
string zeichenkette = "Hallo!";
// Zeichen oder char
char buchstabe = 'D';
// Wahrheitswert
bool wahrheitswert = true;

Die Auf­lis­tung der Da­ten­ty­pen ist nicht voll­stän­dig, sondern be­inhal­tet lediglich die ge­läu­figs­ten und am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Da­ten­ty­pen.

If-Else-Anweisung

Wie in den al­ler­meis­ten Pro­gram­mier­spra­chen gibt es eine If-Else-Anweisung, mit der bestimmte Codeteile nur aus­ge­führt werden, wenn eine Bedingung zutrifft. Die Syntax, die Sie hierfür in C++ verwenden, ist C- oder Java-Pro­gram­mie­ren­den bereits bekannt.

if (bedingung) {
	// Code, der ausgeführt wird, wenn die Bedingung erfüllt ist
} else {
	// Code, der ausgeführt wird, wenn die Bedingung nicht erfüllt ist
}

For- und While-Loops

Auch Schleifen sind ein grund­le­gen­des Konzept der Pro­gram­mie­rung, das sich in C++ wie­der­fin­det. Wenn Sie einen be­stimm­ten Teil Ihres Codes so lange wie­der­ho­len möchten, bis eine bestimmte Bedingung nicht mehr zutrifft, bedienen Sie sich einer While-Loop:

int i = 0;
while (i <= 5) {
	cout << i << "\n";
i++;
}

Im obigen Code wird eine Variable vom Typ Integer angelegt. Dieser kann ganze Zahlen speichern. Die Variable namens i wird anfangs mit dem Wert 0 belegt. Die While-Schleife wird dann so lange durch­lau­fen, bis die Zahl, die in i hin­ter­legt ist, den Wert 5 über­steigt. In jedem Schlei­fen­durch­lauf wird der aktuelle Wert der Variable aus­ge­ge­ben und an­schlie­ßend um 1 erhöht (in­kre­men­tiert).

Dasselbe Verhalten kann man im Code mit einer so­ge­nann­ten C++ For-Loop erreichen, die auch als so­ge­nann­te Zähl­schlei­fe bekannt ist. Das Besondere: In der For-Schleife wird eine Zähl­va­ria­ble angelegt und mit jedem Schlei­fen­durch­lauf au­to­ma­tisch verändert:

for (int i = 0; i <= 5; i++) {
	cout << i << "\n";
}

Switch-Anweisung

C++ bietet mit der Kon­troll­struk­tur der Switch-Anweisung eine elegante Mög­lich­keit, zwischen ver­schie­de­nen Be­din­gun­gen zu un­ter­schei­den und Code davon abhängig aus­zu­füh­ren.

int input;
cin >> input;
switch (input) {
	case 0:
		cout << „Eingegeben wurde eine 0“;
		break;
case 1:
		cout << „Eingegeben wurde eine 1“;
		break;
	case 2:
		cout << „Eingegeben wurde eine 2“;
		break;
	default:
		cout << „Eine andere Zahl wurde eingegeben“;
		break;
}

Im obigen Code wird die Person, die das Programm ausführt, dazu auf­ge­for­dert, eine Ganzzahl ein­zu­ge­ben, die in der Variable namens input ge­spei­chert wird. Im an­schlie­ßen­den Switch-Statement wird der Wert dieser Variablen genutzt, um zwischen ver­schie­de­nen Code­tei­len zu un­ter­schei­den: Bei Eingabe einer 0, 1 oder 2 wird diese Zahl aus­ge­ge­ben. Ansonsten wird die Anweisung aus­ge­führt, die durch das Schlag­wort default ein­ge­lei­tet wird.

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