Nicht jeder Nutzer ist ein Fan des kos­ten­lo­sen An­ti­vi­ren­pro­gramms von Microsoft. Wer bereits seit Jahren auf die Produkte anderer Anbieter zum Schutz vor Schad­soft­ware und Viren setzt, möchte diese wahr­schein­lich auch auf seinem neuen Windows-10-Gerät nutzen. Bevor man jedoch andere Software zur Abwehr von Viren, Trojanern und Malware in­stal­liert, sollte der Windows Defender de­ak­ti­viert werden.

Wie wird der Windows Defender de­ak­ti­viert?

Wenn Sie ein anderes An­ti­vi­ren­pro­gramm als den Windows Defender nutzen möchten, müssen Sie den bei Windows 10 au­to­ma­tisch ak­ti­vier­ten Windows Defender de­ak­ti­vie­ren. Sie sollten den Defender al­ler­dings nicht de­ak­ti­vie­ren, wenn Sie über kein anderes Programm zur Vi­ren­ab­wehr verfügen, denn ohne einen aktiven Vi­ren­schutz gehen Sie ein enormes Si­cher­heits­ri­si­ko ein.

Es ist zudem nicht ratsam, mehrere An­ti­vi­ren­pro­gram­me parallel laufen zu lassen. Viele Si­cher­heits­pro­gram­me sind nicht mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel und behindern sich bei gleich­zei­ti­ger Nutzung hin­sicht­lich ihrer je­wei­li­gen Schutz­funk­tio­nen. Wenn Sie also auf das Produkt eines anderen Anbieters umsteigen wollen, de­ak­ti­vie­ren Sie alle Features des Windows Defenders wie folgt:

  1. Schritt: Öffnen Sie das Windows-Si­cher­heits­cen­ter über folgenden Ak­ti­ons­pfad:
    Klick auf das Windows-Logo, Klick auf das Zahnrad-Icon, Klick auf die Kachel „Update und Si­cher­heit“, Auswahl „Windows-Si­cher­heit“ im linken Reiter. Öffnen Sie dann das Windows Defenders.
     
  2. Schritt: Im Hauptmenü „Windows-Si­cher­heit“ wählen Sie den „Viren- und Be­dro­hungs­schutz“ aus. Klicken Sie dort unter „Ein­stel­lun­gen für Viren- und Be­dro­hungs­schutz“ auf „Ein­stel­lun­gen verwalten“.
  1. Schritt: De­ak­ti­vie­ren Sie nun mit Klick auf die je­wei­li­gen Schalter den „Echt­zeit­schutz“, den „Cloud­ba­sier­ten Schutz“, die „Au­to­ma­ti­sche Über­mitt­lung von Bei­spie­len“ und den „Ma­ni­pu­la­ti­ons­schutz“. Ab jetzt sind diese Si­cher­heits­fea­tures de­ak­ti­viert und Ihr PC ist nicht länger geschützt.
  1. Schritt: Nachdem Sie den Viren- und Be­dro­hungs­schutz des Windows Defenders de­ak­ti­viert haben, müssen Sie auch noch die Firewall de­ak­ti­vie­ren. Wählen Sie hierzu im linken Reiter des Si­cher­heits­cen­ters den Menüpunkt „Firewall- & Netz­werk­schutz“ aus.
  1. Schritt: Klicken Sie auf „Er­wei­ter­te Ein­stel­lun­gen“. Ihnen werden nun die er­wei­ter­ten Ein­stel­lun­gen der Windows Defender Firewall in einem separaten Fenster angezeigt. Nach einem Rechts­klick auf den Menüpunkt „Windows Defender Firewall“ im linken Hauptmenü wählen Sie den Punkt „Ei­gen­schaf­ten“ aus.
  1. Schritt: Im ersten Reiter der Ei­gen­schaf­ten, dem „Do­mä­nen­pro­fil“, sehen Sie im obersten Bereich „Status“ den Fire­wall­sta­tus. Dieser sollte noch auf „Ein (empfohlen)“ gesetzt sein. Klicken Sie auf die Dropdown-Auswahl beim Fire­wall­sta­tus und wählen Sie statt­des­sen „Aus“. Klicken Sie nach Ihrer Auswahl dann unten rechts im Fenster auf „Über­neh­men“. Ab jetzt ist die Firewall im Windows Defender de­ak­ti­viert. Da Ihr PC nun über keine Schutz­pro­gram­me mehr verfügt, sollten Sie sofort mit der In­stal­la­ti­on und Ein­rich­tung Ihres neuen An­ti­vi­ren­pro­gramms beginnen.
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