Wird der Zugriff auf die Fest­plat­te immer langsamer, liegt das womöglich an einer starken Frag­men­tie­rung. Zumindest bei älteren Da­ten­trä­gern ist dies eine häufige Ursache, weshalb Windows ein eigenes Programm zur De­frag­men­tie­rung von Fest­plat­ten mit­lie­fert. Externe Tools, wie sie früher sehr beliebt waren, sind spä­tes­tens für Nutzer von Windows 10 nicht mehr nötig. Das mit­ge­lie­fer­te De­frag­men­tie­rungs-Tool ist über die Kon­text­me­nüs im Datei-Explorer leicht zu finden und auf­zu­ru­fen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Da­ten­trä­ger in Windows 10 de­frag­men­tie­ren.

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Was ist De­frag­men­tie­ren?

Die effektive Ge­schwin­dig­keit einer Fest­plat­te hängt nicht nur von der Um­dre­hungs­zahl oder Da­ten­durch­satz­ra­te in KB/s (Kilobyte pro Sekunde) ab, sondern im We­sent­li­chen davon, wie die Dateien auf der Fest­plat­te an­ge­ord­net sind. Im Idealfall liegen alle Dateien hin­ter­ein­an­der, jeweils als ge­schlos­se­ner Block auf der Fest­plat­te. Beim Lesen der Daten muss der Lesekopf der Fest­plat­te also nur einmal über den Da­ten­block fahren, um die komplette Datei zu lesen. In der Praxis gibt es diesen Ide­al­zu­stand jedoch nur kurz nach einer neuen Fest­plat­ten-For­ma­tie­rung in Windows bzw. dem ver­wen­de­ten Be­triebs­sys­tem.

Beim Löschen von Dateien entstehen Lücken auf der Fest­plat­te, die später von anderen Da­tei­frag­men­ten gefüllt werden. So verteilen sich im Laufe der Zeit viele Dateien in mehreren Ein­zel­frag­men­ten auf der Fest­plat­te. Der Zugriff auf die Dateien funk­tio­niert weiterhin pro­blem­los, dauert al­ler­dings länger. Beim De­frag­men­tie­ren werden alle Fragmente einer Datei gesucht und als zu­sam­men­hän­gen­der Block auf der Fest­plat­te ge­spei­chert. Dazu müssen die Inhalte der einzelnen Sektoren phy­si­ka­lisch gelesen werden.

De­frag­men­tie­ren – so geht es

In den meisten Fällen ist das Feature für die au­to­ma­ti­sche De­frag­men­tie­rung in Windows 10 völlig aus­rei­chend. Falls Sie doch einmal manuell de­frag­men­tie­ren möchten, gehen Sie fol­gen­der­ma­ßen vor:

Schritt 1: Klicken Sie mit der rechten Maustaste im Explorer auf das Laufwerk, das Sie de­frag­men­tie­ren möchten, und wählen Sie im Kon­text­me­nü die Option „Ei­gen­schaf­ten“ aus.

Schritt 2: Klicken Sie im nächsten Dia­log­feld unter der Re­gis­ter­kar­te „Tools“ auf „Op­ti­mie­ren“.

Schritt 3: Wählen Sie das ge­wünsch­te Laufwerk aus und starten Sie die De­frag­men­tie­rung mit einem Klick auf „Op­ti­mie­ren“. Fest­plat­ten mit einer Frag­men­tie­rung von 10 Prozent oder weniger müssen Sie nicht de­frag­men­tie­ren.

Sie können die De­frag­men­tie­rung in Windows 10 auch auf anderem Wege starten: Rufen Sie dazu das Startmenü auf und wählen Sie unter „Windows-Ver­wal­tungs­pro­gram­me“ den Punkt „Laufwerke de­frag­men­tie­ren und op­ti­mie­ren“ aus.

Tipp

Weitere Tipps, wie Sie Windows 10 be­schleu­ni­gen können, liefert unser Artikel „Windows 10 schneller machen: 8 Tipps für eine bessere Per­for­mance“.

Wie lange dauert die De­frag­men­tie­rung?

Wie lange eine De­frag­men­tie­rung dauert, hängt stark von der Größe und dem Füllgrad der Fest­plat­te ab. Bei au­to­ma­ti­scher De­frag­men­tie­rung entsteht für den Nutzer kein Zeit­ver­lust. Ein kom­plet­ter De­frag­men­tie­rungs­vor­gang kann bei großen und sehr vollen Fest­plat­ten mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Die File Al­lo­ca­ti­on Table mit den In­for­ma­tio­nen über die Adres­sie­rung der einzelnen Dateien sowie der Ver­zeich­nis­se muss bei jeder Ver­än­de­rung sofort wieder auf die Fest­plat­te ge­schrie­ben werden, was den Prozess deutlich ver­lang­samt. Vor­aus­set­zung für er­folg­rei­ches De­frag­men­tie­ren ist auch, dass genug freier Platz zum Zwi­schen­spei­chern der zu ver­schie­ben­den Daten auf der Fest­plat­te vorhanden ist.

Ist De­frag­men­tie­ren überhaupt noch sinnvoll?

Moderne Da­tei­sys­te­me müssen Sie nicht mehr manuell de­frag­men­tie­ren. Die au­to­ma­ti­sche De­frag­men­tie­rung im Hin­ter­grund erledigt diese Arbeit ef­fi­zi­en­ter.

SSD-Da­ten­trä­ger sollten Sie grund­sätz­lich gar nicht mehr de­frag­men­tie­ren. Hier würde eine De­frag­men­tie­rung mehr Schaden als Nutzen bringen.

Au­to­ma­ti­sche De­frag­men­tie­rung

Windows plant stan­dard­mä­ßig au­to­ma­ti­sche De­frag­men­tie­run­gen aller Fest­plat­ten. Fest­plat­ten mit au­to­ma­ti­scher Op­ti­mie­rung werden fast immer mit einer Frag­men­tie­rung von 0 Prozent angezeigt.

  1. Um die Ein­stel­lun­gen der au­to­ma­ti­schen Op­ti­mie­rung zu sehen und an­zu­pas­sen, klicken Sie im Dia­log­feld „Laufwerke op­ti­mie­ren“ des Programms zur De­frag­men­tie­rung auf die Schalt­flä­che „Ein­stel­lun­gen ändern“.
     
  2. Im Lis­ten­feld „Häu­fig­keit“ im nächsten Fenster stellen Sie die Häu­fig­keit der Op­ti­mie­rung ein, wobei „Monatlich“ selbst für Power-User völlig aus­rei­chend ist.
  1. Nach einem Klick auf „Auswählen“ wählen Sie die Fest­plat­ten aus, die für die au­to­ma­ti­sche Op­ti­mie­rung ein­ge­plant werden sollen. Ak­ti­vie­ren Sie die Op­ti­mie­rung nur für HDD-Speicher und nicht für SSDs.
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