Mit dem Model Context Protocol (MCP) lässt sich Per­ple­xi­ty um un­ter­neh­mens­ei­ge­ne Da­ten­quel­len und externe Tools erweitern. Über an­ge­bun­de­ne MCP-Server kann die KI-Plattform bei­spiels­wei­se interne Da­ten­ban­ken und APIs abfragen und deren In­for­ma­tio­nen mit öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Web­in­hal­ten kom­bi­nie­ren. Dadurch entstehen neue Mög­lich­kei­ten für da­ten­ba­sier­te Analysen, Re­cher­chen und die Nutzung von internem Un­ter­neh­mens­wis­sen.

Was ist die MCP-In­te­gra­ti­on für Per­ple­xi­ty?

Die MCP-In­te­gra­ti­on für Per­ple­xi­ty er­mög­licht es, die cloud­ba­sier­te KI-Plattform über das Model Context Protocol (MCP) mit externen Da­ten­quel­len und Tools zu verbinden. Über an­ge­bun­de­ne MCP-Server kann Per­ple­xi­ty neben öf­fent­li­chen Web­in­for­ma­tio­nen auch private Un­ter­neh­mens­da­ten und interne APIs abfragen und deren Er­geb­nis­se zur Be­ant­wor­tung von Nut­zer­an­fra­gen her­an­zie­hen.

Seit März 2026 un­ter­stützt Per­ple­xi­ty be­nut­zer­de­fi­nier­te Remote-MCP-Kon­nek­to­ren für die Tarife Pro, Max und En­ter­pri­se. Dadurch lassen sich bei­spiels­wei­se Ver­triebs­da­ten aus einem CRM-System abrufen oder un­ter­neh­mens­in­ter­ne Kenn­zah­len über eine eigene API auswerten.

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Wie funk­tio­niert die MCP-In­te­gra­ti­on in Per­ple­xi­ty?

Bei der In­te­gra­ti­on übernimmt Per­ple­xi­ty die Rolle des MCP-Hosts, der über einen MCP-Client mit einem externen MCP-Server kom­mu­ni­ziert. Der MCP-Server bildet die Schnitt­stel­le zwischen Per­ple­xi­ty und der je­wei­li­gen Da­ten­quel­le. Er stellt de­fi­nier­te Funk­tio­nen oder In­for­ma­tio­nen bereit, ohne dass Per­ple­xi­ty un­mit­tel­bar auf das gesamte zugrunde liegende System zugreifen muss.

Ein MCP-Server kann ver­schie­de­ne Bausteine be­reit­stel­len:

  • Tools: Aus­führ­ba­re Funk­tio­nen, mit denen Per­ple­xi­ty bei­spiels­wei­se Da­ten­bank­ab­fra­gen durch­füh­ren oder In­for­ma­tio­nen über eine API abrufen kann.
  • Resources: Daten und Inhalte, die ein MCP-Client in den Mo­dell­kon­text aufnehmen kann, bei­spiels­wei­se Dokumente oder struk­tu­rier­te In­for­ma­tio­nen.
  • Prompts: Wie­der­ver­wend­ba­re Vorlagen für bestimmte Aufgaben oder In­ter­ak­tio­nen.

Welche dieser Funk­tio­nen Per­ple­xi­ty tat­säch­lich verwenden kann, hängt von den Funk­tio­nen des MCP-Servers und den un­ter­stütz­ten Client-Funk­tio­nen ab. Ins­be­son­de­re bei der Anbindung von Un­ter­neh­mens­da­ten spielen Tools eine wichtige Rolle, weil sie gezielte Abfragen er­mög­li­chen.

Bild: Vereinfachte Architektur Perplexity-MCP-Integration
Ver­ein­fach­te Ar­chi­tek­tur einer Per­ple­xi­ty-MCP-In­te­gra­ti­on

Für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ent­fern­ten MCP-Servern un­ter­stützt Per­ple­xi­ty die Trans­port­ver­fah­ren Strea­ma­ble HTTP und SSE. Strea­ma­ble HTTP ist das aktuelle MCP-Trans­port­ver­fah­ren und sollte bei kom­pa­ti­blen Servern bevorzugt werden. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on sollte über HTTPS erfolgen, damit TLS die über­tra­ge­nen In­for­ma­tio­nen schützt. Strea­ma­ble HTTP kann ebenfalls Server-Sent Events (SSE) zur Über­tra­gung von Streaming-Antworten verwenden.

Hinweis

Der ältere HTTP+SSE-Transport wurde bereits im März 2025 durch Strea­ma­ble HTTP ersetzt und mit der MCP-Spe­zi­fi­ka­ti­on vom 28. Juli 2026 offiziell als veraltet ein­ge­stuft. Er bleibt während einer min­des­tens ein­jäh­ri­gen Über­gangs­pha­se weiterhin nutzbar.

MCP-Server mit Per­ple­xi­ty verbinden: Schritt für Schritt

Um Per­ple­xi­ty mit einem MCP-Server zu verbinden, muss zunächst ein kom­pa­ti­bler Remote-MCP-Server mit einer er­reich­ba­ren HTTPS-Adresse be­reit­ste­hen. An­schlie­ßend lässt sich die Ver­bin­dung über einen be­nut­zer­de­fi­nier­ten Konnektor direkt in den Per­ple­xi­ty-Ein­stel­lun­gen ein­rich­ten. Die folgenden Schritte zeigen die Vor­ge­hens­wei­se.

Schritt 1: MCP-Server vor­be­rei­ten

Zunächst muss ein MCP-Server zur Verfügung stehen, der mit der ge­wünsch­ten Da­ten­quel­le verbunden ist. Dieser kann bei­spiels­wei­se eine interne Datenbank über ein Tool mit dem Namen get_sales_data abfragen oder In­for­ma­tio­nen aus einem CRM-System abrufen.

Der Server muss für Per­ple­xi­ty er­reich­bar sein, idea­ler­wei­se über einen HTTPS-Endpunkt wie https://mcp.example.com/mcp. Für den pro­duk­ti­ven Einsatz muss die Bei­spiel­adres­se durch die tat­säch­li­che URL des MCP-Servers ersetzt werden. Bei aus­schließ­lich intern er­reich­ba­ren Servern ist eine geeignete private Netz­werk­an­bin­dung er­for­der­lich.

Hinweis

Für Per­ple­xi­ty En­ter­pri­se steht mit AWS Pri­v­ate­Link eine Mög­lich­keit zur privaten Netz­werk­an­bin­dung zur Verfügung. Damit können MCP-Server innerhalb einer AWS-VPC ohne öf­fent­li­chen Endpunkt an­ge­bun­den werden. Die Ein­rich­tung erfolgt gemeinsam mit dem Per­ple­xi­ty-Account-Team.

Schritt 2: Be­nut­zer­de­fi­nier­ten Konnektor hin­zu­fü­gen

  1. Öffnen Sie in Per­ple­xi­ty die Ac­count­ein­stel­lun­gen und wählen Sie „Kon­nek­to­ren“ aus.
  2. Klicken Sie auf die Option „+ Be­nut­zer­de­fi­nier­ter Konnektor“, um einen neuen Konnektor hin­zu­zu­fü­gen.
  3. Wählen Sie an­schlie­ßend den Ver­bin­dungs­typ „Remote“ aus.
  4. Vergeben Sie einen ein­deu­ti­gen Namen und tragen Sie die HTTPS-Adresse des MCP-Servers ein.
  5. Wählen Sie unter „Transport“ das vom Server un­ter­stütz­te Verfahren aus. Per­ple­xi­ty bietet hierfür Strea­ma­ble HTTP und SSE an. Bei kom­pa­ti­blen Servern empfiehlt sich Strea­ma­ble HTTP.
  6. Be­stä­ti­gen Sie über das ent­spre­chen­de Kon­troll­käst­chen, dass Sie die Risiken be­nut­zer­de­fi­nier­ter Kon­nek­to­ren ver­stan­den haben.
  7. Klicken Sie auf „Hin­zu­fü­gen“, um den Konnektor anzulegen.

Schritt 3: Au­then­ti­fi­zie­rung kon­fi­gu­rie­ren

Für be­nut­zer­de­fi­nier­te Remote-Kon­nek­to­ren un­ter­stützt Per­ple­xi­ty ver­schie­de­ne Au­then­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren wie OAuth, API-Keys und Ver­bin­dun­gen ohne zu­sätz­li­che Au­then­ti­fi­zie­rung. Wählen Sie beim Ein­rich­ten des Kon­nek­tors das passende Verfahren aus.

Bei OAuth erfolgt die Au­to­ri­sie­rung über den zu­stän­di­gen Au­to­ri­sie­rungs­ser­ver, der ein Zu­griffsto­ken be­reit­stellt. Un­ter­stützt der Server keine dy­na­mi­sche Client-Re­gis­trie­rung, müssen ge­ge­be­nen­falls zu­sätz­lich eine Client-ID und ein Client-Secret angegeben werden. Bei Ver­wen­dung eines API-Keys muss der gültige Schlüssel in den Ein­stel­lun­gen des Kon­nek­tors ein­ge­ge­ben werden. Für interne Un­ter­neh­mens­da­ten sollten aus­schließ­lich au­then­ti­fi­zier­te Ver­bin­dun­gen verwendet werden.

Öffnen Sie nach dem Hin­zu­fü­gen den neu an­ge­leg­ten Konnektor in der Kon­nek­toren­über­sicht, schließen Sie ge­ge­be­nen­falls die Au­then­ti­fi­zie­rung ab und ak­ti­vie­ren Sie die Ver­bin­dung.

Schritt 4: Konnektor testen

Nach der Ein­rich­tung sollte der Konnektor mit einer gezielten Anfrage getestet werden. Stellen Sie zunächst sicher, dass er aktiviert und für die jeweilige Anfrage aus­ge­wählt ist. Ist bei­spiels­wei­se ein CRM-System an­ge­bun­den, kann eine Test­an­fra­ge lauten:

„Zeige alle offenen Vertriebschancen für das laufende Quartal und fasse ihren aktuellen Status zusammen.“

Prüfen Sie an­schlie­ßend, ob Per­ple­xi­ty den MCP-Konnektor tat­säch­lich verwendet und die be­nö­tig­ten In­for­ma­tio­nen korrekt abgerufen hat. Werden keine Er­geb­nis­se geliefert, sollten ins­be­son­de­re die Er­reich­bar­keit des Servers, die Au­then­ti­fi­zie­rung und die Zu­griffs­rech­te überprüft werden.

Hinweis

In Per­ple­xi­ty En­ter­pri­se können Ad­mi­nis­tra­to­rin­nen und Ad­mi­nis­tra­to­ren zentral festlegen, welche Kon­nek­to­ren genutzt werden dürfen. Die Ver­wal­tung erfolgt über die Be­rech­ti­gungs­ein­stel­lun­gen der En­ter­pri­se-Umgebung.

Öf­fent­li­che Websuche und private MCP-Da­ten­quel­len kom­bi­nie­ren

Ein we­sent­li­cher Vorteil der MCP-In­te­gra­ti­on besteht darin, dass Per­ple­xi­ty In­for­ma­tio­nen aus dem öf­fent­li­chen Web mit Daten aus internen Un­ter­neh­mens­sys­te­men kom­bi­nie­ren kann. Bei­spiels­wei­se kann eine Markt­ana­ly­se aktuelle Bran­chen­ent­wick­lun­gen aus öf­fent­lich zu­gäng­li­chen Quellen be­rück­sich­ti­gen und die ent­spre­chen­den In­for­ma­tio­nen mit un­ter­neh­mens­in­ter­nen Um­satz­zah­len ver­glei­chen. Die internen Kenn­zah­len werden dabei über einen MCP-Server abgefragt, während die öf­fent­li­che Recherche über die regulären Such­funk­tio­nen von Per­ple­xi­ty erfolgt.

Dieser Ansatz ähnelt dem Prinzip der Retrieval-Augmented Ge­ne­ra­ti­on (RAG), bei dem Sprach­mo­del­le zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen aus externen Quellen zur Ant­wort­ge­ne­rie­rung her­an­zie­hen. Durch die Kom­bi­na­ti­on öf­fent­li­cher Web­in­for­ma­tio­nen und interner Un­ter­neh­mens­da­ten entsteht eine um­fas­sen­de­re In­for­ma­ti­ons­grund­la­ge für die Be­ant­wor­tung komplexer Anfragen.

Kriterium Öf­fent­li­che Websuche Private Da­ten­quel­len über MCP
Da­ten­quel­len Öf­fent­lich er­reich­ba­re Webseiten und Dokumente Interne Da­ten­ban­ken, Un­ter­neh­mens­an­wen­dun­gen und APIs
Ak­tua­li­tät Abhängig von In­de­xie­rung, Abruf und Ak­tua­li­sie­rung der Quellen Abhängig vom Quell­sys­tem, Ab­ruf­zeit­punkt und möglichen Caches
In­de­xie­rung Such­ma­schi­nen­ba­sier­ter Index und weitere Ab­ruf­ver­fah­ren Direkter Da­ten­ab­ruf oder Suche über an­ge­bun­de­ne Systeme; ein eigener Suchindex ist nicht zwingend er­for­der­lich
Zu­griffs­rech­te Über­wie­gend öf­fent­lich ver­füg­ba­re Inhalte Durch Au­then­ti­fi­zie­rung und Be­rech­ti­gun­gen des an­ge­bun­de­nen Systems begrenzt
Da­ten­for­ma­te Bei­spiels­wei­se HTML, PDF und öf­fent­lich zu­gäng­li­che Text­in­hal­te Bei­spiels­wei­se struk­tu­rier­te JSON-Antworten, Da­ten­ban­k­ergeb­nis­se und Do­ku­ment­in­hal­te
Typische Anwendung Markt­re­cher­che, Wett­be­werbs­ana­ly­se und aktuelle Ent­wick­lun­gen Interne Kenn­zah­len, CRM-Daten und be­trieb­li­che Aus­wer­tun­gen
Hinweis

MCP ge­währ­leis­tet nicht au­to­ma­tisch Echt­zeit­in­for­ma­tio­nen. Die Daten können zwar bei einer Anfrage direkt aus dem Quell­sys­tem abgerufen werden, ihre tat­säch­li­che Ak­tua­li­tät hängt jedoch von der Da­ten­quel­le und der Im­ple­men­tie­rung des Servers ab. Auch zwi­schen­ge­spei­cher­te Er­geb­nis­se können eine Rolle spielen.

Da­ten­si­cher­heit und Zu­griffs­kon­trol­le bei der MCP-In­te­gra­ti­on in Per­ple­xi­ty

Die Anbindung interner Un­ter­neh­mens­da­ten an einen cloud­ba­sier­ten KI-Dienst erfordert geeignete Si­cher­heits­maß­nah­men. Ins­be­son­de­re muss ver­hin­dert werden, dass unbefugte Personen auf ver­trau­li­che In­for­ma­tio­nen zugreifen oder an­ge­bun­de­ne Tools un­er­wünsch­te Än­de­run­gen an den Quell­sys­te­men vornehmen.

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Ver­schlüs­sel­te Ver­bin­dung und Au­then­ti­fi­zie­rung

Die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen Per­ple­xi­ty und einem Remote-MCP-Server sollte aus­schließ­lich über HTTPS mit TLS-Ver­schlüs­se­lung erfolgen. Dadurch werden die über­tra­ge­nen In­for­ma­tio­nen während des Trans­ports vor un­be­fug­tem Mitlesen geschützt. Zu­sätz­lich muss der MCP-Server Zugriffe au­then­ti­fi­zie­ren und au­to­ri­sie­ren. OAuth er­mög­licht bei­spiels­wei­se eine to­ken­ba­sier­te Zu­griffs­kon­trol­le. Der Server muss prüfen, ob das über­mit­tel­te Token gültig ist und welche Be­rech­ti­gun­gen damit verbunden sind.

Zu­griffs­rech­te auf das not­wen­di­ge Maß be­schrän­ken

Für den sicheren Betrieb empfiehlt sich das Least-Privilege-Prinzip. Dabei erhalten An­wen­de­rin­nen und Anwender be­zie­hungs­wei­se an­ge­bun­de­ne Dienste nur die Be­rech­ti­gun­gen, die für ihre je­wei­li­gen Aufgaben notwendig sind. Soll Per­ple­xi­ty bei­spiels­wei­se aus­schließ­lich Ver­triebs­kenn­zah­len auslesen, sollte der MCP-Server keine Funk­tio­nen be­reit­stel­len, die Da­ten­sät­ze verändern oder löschen können.

Schreib­ge­schütz­te Res­sour­cen und Tools mit aus­schließ­lich lesendem Zugriff re­du­zie­ren das Risiko un­er­wünsch­ter Da­ten­än­de­run­gen. Für Tools mit Schreib­rech­ten sind zu­sätz­lich Be­rech­ti­gungs­prü­fun­gen und ge­ge­be­nen­falls Be­stä­ti­gungs­me­cha­nis­men zu empfehlen.

MCP-Endpunkte absichern

Neben der Au­then­ti­fi­zie­rung müssen auch die MCP-Endpunkte selbst geschützt werden. Dafür kommen bei­spiels­wei­se API-Gateways, Zu­griffs­be­schrän­kun­gen, Mo­ni­to­ring und Rate-Limits infrage.

IP-White­lis­ting kann eine zu­sätz­li­che Schutz­maß­nah­me dar­stel­len, wenn die ver­wen­de­ten Quell-IP-Adressen bekannt und zu­ver­läs­sig be­grenz­bar sind. Bei cloud­ba­sier­ten Diensten mit wech­seln­den Aus­gangs­adres­sen ist dieses Verfahren jedoch nicht immer prak­ti­ka­bel. Auch Zu­gangs­da­ten sollten nicht im Quellcode hin­ter­legt, sondern in einem ge­eig­ne­ten Secret-Ma­nage­ment-System ge­spei­chert werden.

Bei Ver­wen­dung von Cloud­fla­re Access lässt sich der MCP-Endpunkt zu­sätz­lich durch Service-Tokens absichern. Per­ple­xi­ty un­ter­stützt diese Form der Netz­werk­au­then­ti­fi­zie­rung, die mit OAuth oder API-Keys kom­bi­niert werden kann.

Da­ten­schutz be­rück­sich­ti­gen

Eine MCP-Anbindung stellt nicht au­to­ma­tisch die Ein­hal­tung der Da­ten­schutz-Grund­ver­ord­nung (DSGVO) sicher. Un­ter­neh­men müssen prüfen, welche per­so­nen­be­zo­ge­nen oder ver­trau­li­chen Daten an Per­ple­xi­ty über­mit­telt werden dürfen und welche ver­trag­li­chen sowie tech­ni­schen Schutz­maß­nah­men er­for­der­lich sind. Dazu gehören ins­be­son­de­re die Zweck­bin­dung und Da­ten­mi­ni­mie­rung, die Kontrolle über Zu­griffs­be­rech­ti­gun­gen sowie die Prüfung der Da­ten­ver­ar­bei­tung und Auf­be­wah­rungs­fris­ten beim Cloud-Anbieter.

Auch so­ge­nann­te Prompt-Injection-Angriffe sind zu be­rück­sich­ti­gen: In­for­ma­tio­nen aus externen Systemen können ma­ni­pu­lier­te An­wei­sun­gen enthalten, die das Verhalten der KI be­ein­flus­sen sollen. Deshalb dürfen Inhalte aus MCP-Tools keine ser­ver­sei­ti­gen Be­rech­ti­gungs­prü­fun­gen ersetzen.

Fazit: Per­ple­xi­ty mit Un­ter­neh­mens­wis­sen erweitern

Durch das Model Context Protocol kann Per­ple­xi­ty öf­fent­li­che Web­in­for­ma­tio­nen mit un­ter­neh­mens­in­ter­nen Da­ten­quel­len kom­bi­nie­ren. Das eröffnet neue Ein­satz­mög­lich­kei­ten für Markt­ana­ly­sen, interne Aus­wer­tun­gen und die au­to­ma­ti­sier­te In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung. Gleich­zei­tig lassen sich be­stehen­de Da­ten­ban­ken und An­wen­dun­gen über stan­dar­di­sier­te MCP-Schnitt­stel­len anbinden.

Für den pro­duk­ti­ven Einsatz sind vor allem eine sichere Au­then­ti­fi­zie­rung, klar begrenzte Zu­griffs­rech­te und eine zu­ver­läs­si­ge Server-In­fra­struk­tur ent­schei­dend. Auch die Per­for­mance spielt eine Rolle: Lange Ant­wort­zei­ten des MCP-Servers oder der an­ge­bun­de­nen APIs können die gesamte Anfrage verzögern. Ef­fi­zi­en­te Da­ten­bank­ab­fra­gen, an­ge­mes­se­ne Timeouts und geeignete Caching-Stra­te­gien helfen, die Latenz zu re­du­zie­ren.

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