Wenn Sie in Windows die Feh­ler­mel­dung „Nicht iden­ti­fi­zier­tes Netzwerk“ angezeigt bekommen, bedeutet das in den meisten Fällen, dass Sie keinen In­ter­net­zu­griff haben. Das kann banale Gründe wie lose Kabel oder eine falsch zu­ge­wie­se­ne IP-Adresse haben, aber auch an einem Problem mit dem Router bzw. dem DHCP-Server liegen. Lö­sungs­mög­lich­kei­ten reichen von der erneuten Zuweisung einer IP-Adresse bis hin zum Neu­star­ten der Netz­werk­ad­ap­ter.

Die Feh­ler­mel­dung „Nicht iden­ti­fi­zier­tes Netzwerk“ taucht immer dann auf, wenn kein In­ter­net­zu­griff bzw. keine Ver­bin­dung zum Netzwerk besteht. Erkennen lässt sich der Fehler, wenn Sie keine In­ter­net­ver­bin­dung her­stel­len können und die besagte Meldung beim Netzwerk-Symbol in der Task­leis­te auftaucht. Auch im „Netzwerk- und Frei­ga­be­cen­ter“ der Windows-Sys­tem­steue­rung finden Sie die Feh­ler­mel­dung. Pauschal lässt sich der konkrete Grund leider nicht benennen, da dieser je nach Fall variiert. So wurde Ihrem Computer mög­li­cher­wei­se von Windows eine falsche IP-Adresse zugwiesen. Auch ein nicht ge­fun­de­ner DHCP-Server, ein Problem mit Netz­werk­ad­ap­tern oder die Tatsache, dass der DNS-Server nicht antwortet, können ver­ant­wort­lich sein.

Lösungen für die Meldung „Nicht iden­ti­fi­zier­tes Netzwerk“

Wenn kein In­ter­net­zu­griff besteht, muss das noch nicht auf ein größeres Problem hinweisen. Um aus­zu­schlie­ßen, dass Sie die ein­fachs­te Lösung übersehen, probieren Sie zunächst folgende drei Methoden aus:

  • Neustart von Computer oder Router: Ein Neustart ist manchmal die schnells­te Lösung, denn viel­leicht handelt es sich nur um ein tem­po­rä­res Problem. Sollte sich das Problem nicht lösen, schalten Sie Ihren Router für min­des­tens 20 Sekunden aus, indem Sie den Strom­ste­cker ziehen. Sobald Sie ihn wieder mit dem Stromnetz verbinden, startet er sich neu.
  • Kabel über­prü­fen bzw. LAN-Kabel umstecken: Über­prü­fen Sie, ob der Router und alle Kabel korrekt ein­ge­steckt sind. Sollten Sie sich per Kabel über LAN verbinden, können Sie versuchen, die Kabel am Mainboard um­zu­ste­cken. Letzteres sollte über zwei LAN-An­schlüs­se verfügen.

Ändert sich dadurch nichts an den Ver­bin­dungs­pro­ble­men, probieren Sie die folgenden Lö­sungs­we­ge:

Lösung 1: Windows-Pro­blem­be­hand­lung

Windows verfügt über eine au­to­ma­ti­sche Pro­blem­be­hand­lung, die Sie nutzen können, um auf­tre­ten­de Probleme zu lösen.

Schritt 1: Geben Sie „Pro­blem­be­hand­lung“ in die Windows-Suchzeile ein und öffnen Sie die App.

Schritt 2: Gehen Sie auf „Zu­sätz­li­che Pro­blem­be­hand­lun­gen“.

Schritt 3: Sie finden nun eine Liste an Diensten, die Sie von Windows über­prü­fen und re­pa­rie­ren lassen können. Bei Netzwerk- und Ver­bin­dungs­pro­ble­men wählen Sie die Punkte „Ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen“ und/oder „Netz­werk­ad­ap­ter“. Im Idealfall löst Windows auf diese Weise das Problem.

Lösung 2: Er­wei­ter­te Netz­werk­ein­stel­lun­gen

Wenn die Pro­blem­be­hand­lung keine Abhilfe schafft, rufen Sie die „Er­wei­ter­ten Netz­werk­ein­stel­lun­gen“ auf.

Schritt 1: Geben Sie „Netz­werk­sta­tus“ in die Windows-Suchzeile ein und klicken Sie auf das Ergebnis.

Schritt 2: Sie sehen unter dem Abschnitt „Er­wei­ter­te Netz­werk­ein­stel­lun­gen“ den Punkt „Netz­werk­pro­blem­be­hand­lung“. Klicken Sie darauf, um Probleme mit dem Netzwerk zu erkennen und zu re­pa­rie­ren.

Schritt 3: Sollte es nicht funk­tio­nie­ren, können Sie auf derselben Seite den Befehl „Netzwerk zu­rück­set­zen“ anklicken. Dadurch werden alle Netzwerke, feste IP-Adressen, VPN-Software, Pass­wör­ter, syn­chro­ni­sier­te Hin­ter­grund­da­ten und ver­bun­de­ne Ge­rä­te­da­ten gelöscht. Ihre Netz­werk­ein­stel­lun­gen werden somit auf den Werks­zu­stand zu­rück­ge­setzt.

Lösung 3: Netz­werk­t­rei­ber ak­tua­li­sie­ren

Veraltete Netz­werk­t­rei­ber können ein weiterer Grund für den Windows-Fehler „Nicht iden­ti­fi­zier­tes Netzwerk“ sein. Ak­tua­li­sie­ren Sie daher die Treiber:

Schritt 1: Rufen Sie über die Windows-Suchzeile den „Geräte-Manager“ auf.

Schritt 2: Klappen Sie in der Ge­rä­te­lis­te den Punkt „Netz­werk­ad­ap­ter“ auf und ak­tua­li­sie­ren Sie Ihre vor­lie­gen­den Netz­werk­mo­du­le bzw. -adapter, indem Sie einen Rechts­klick darauf ausführen und auf „Treiber ak­tua­li­sie­ren“ gehen.

Schritt 3: Starten Sie den Computer an­schlie­ßend neu.

Lösung 4: IP-Adresse erneuern bei DHCP-Fehler

Für ge­wöhn­lich vergibt Ihr Router per DHCP-Server au­to­ma­tisch eine IP-Adresse an Ihren Computer. Zudem über­mit­telt er per DHCP für die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwischen Ihrem Computer und dem Internet wichtige Daten zur Stan­dard­gate­way (damit ist der Router selbst gemeint) und dem DNS-Record, um an­ge­steu­er­te URLs in IP-Adressen um­zu­wan­deln. Für ge­wöhn­lich erhält Windows diese Daten vom Router. Sollte Ihr System aus ir­gend­ei­nem Grund die IP nicht vom Router erhalten, vergibt Windows gemäß APIPA (Automatic Private IP Adressing) eine eigene IP aus der Windows-Range 169.254.x.x. Diese kann zum Fehler „Kein In­ter­net­zu­griff“ führen.

Um Ihre IP zu erneuern, gehen Sie wie folgt vor:

Schritt 1: Um zu über­prü­fen, ob Ihr System eine IP vom Router von Windows gemäß APIPA erhalten hat, öffnen Sie mit [Strg] + [R] und [Strg] + [Umschalt] + [Enter] die Ein­ga­be­auf­for­de­rung als Ad­mi­nis­tra­tor.

Schritt 2: Geben Sie Sie den CMD-Befehlipconfig“ ein. Wenn Sie bei „IPv4-Adresse“ eine IP mit 169 am Anfang sehen, hat Windows bereits eine IP vergeben. Wenn die Ver­bin­dung pro­blem­los funk­tio­niert, sollten Sie einen IP-Eintrag mit 192.168.1.x am Anfang sehen.

Schritt 3: Um die IP zu lösen und eine neue vom Router zu erhalten, geben Sie den Befehl „ipconfig /release“ ein und drücken Sie [Enter].

Schritt 4: Geben Sie nun den Befehl „ipconfig /renew“ ein und be­stä­ti­gen Sie erneut mit [Enter].

Schritt 5: Sollte der Fehler weiterhin bestehen, versuchen Sie nach­ein­an­der folgende Netsh-Befehle: „netsh Winsock reset“ und „netsh int ipv4 reset“. Der erste Befehl setzt die Netz­werk­ad­ap­ter auf die Werk­ein­stel­lun­gen zurück, während der zweite Befehl Ihr In­ter­net­pro­to­koll TCP/IP zu­rück­setzt.

Lösung 5: Netz­werk­ein­stel­lun­gen am Router über­prü­fen

Obwohl hierin eher selten der Grund liegt, können Sie über­prü­fen, ob DHCP am Router aktiviert ist.

Schritt 1: Rufen Sie Ihre Router-Be­nut­zer­ober­flä­che im Browser über die Router-Adresse bzw. die Router-IP auf.

Schritt 2: Gehen Sie auf „Heimnetz“ > „Heim­netz­über­sicht“ > „Netz­werk­ein­stel­lun­gen“ (je nach Router können sich die Menünamen un­ter­schei­den).

Schritt 3: Gehen Sie auf „IP-Adressen“ und an­schlie­ßend auf „IPv4-Adressen“.

Schritt 4: Sollte vor „DHCP-Server ak­ti­vie­ren“ kein Häkchen zu sehen sein, setzen Sie dieses, um die IP Ihres Computers per DHCP au­to­ma­tisch zu beziehen.

Lösung 6: Ei­gen­schaf­ten von In­ter­net­pro­to­koll über­prü­fen

Über­prü­fen Sie, ob auch Ihr Netz­werk­ad­ap­ter au­to­ma­tisch per DHCP mit einer IP und DNS-Adressen versorgt wird.

Schritt 1: Öffnen Sie über die Windows-Such­leis­te das Menü „Netz­werk­sta­tus“.

Schritt 2: Gehen Sie auf „Ad­ap­ter­op­tio­nen ändern“.

Schritt 3: Führen Sie einen Rechts­klick auf die Netz­werk­ver­bin­dung aus und gehen Sie auf „Ei­gen­schaf­ten“.

Schritt 4: Wählen Sie in der Liste „In­ter­net­pro­to­koll, Version 4 (TCP/IPv4)“ und „Ei­gen­schaf­ten“.

Schritt 5: Über­prü­fen Sie, ob die Punkte „IP-Adresse au­to­ma­tisch beziehen“ und „DNS-Ser­ver­adres­se au­to­ma­tisch beziehen“ aktiviert sind. Wenn nicht, ak­ti­vie­ren Sie diese und starten Sie Ihren Computer neu.

Zum Hauptmenü