Viel­leicht kennen Sie das: Sie wollen ein Sys­tem­ab­bild erstellen, einen Treiber in­stal­lie­ren oder auf Dateien zugreifen, doch dann tritt der Windows-Fehler „Das System kann die an­ge­ge­be­ne Datei nicht finden“ auf. Häufig re­sul­tiert diese Feh­ler­mel­dung aus be­schä­dig­ten Sys­tem­da­tei­en, Up­date­feh­lern oder fehlenden Treibern. Wir zeigen, welche Lösungen es dafür gibt.

Niemand sieht sie gerne, denn fast immer bedeuten sie Aufwand und Probleme: Windows-Feh­ler­codes wie 0x80004005 oder 0x80070057. Ein weiterer häufig gesehener Fehler lautet „Das System kann die an­ge­ge­be­ne Datei nicht finden“, er kommt meist in Ver­bin­dung mit dem Update-Feh­ler­code 0x80070002 sowie beim Erstellen eines Sys­tem­ab­bilds vor. Leider lässt sich pauschal nicht sagen, worin der Fehler begründet ist. Ursache können fehlende Treiber, falsche Re­gis­trie­rungs­schlüs­sel oder korrupte bzw. fehlende System- und Up­date­da­tei­en sein. Um das Problem zu lösen, bieten sich die folgenden Lö­sungs­we­ge an.

Den Windows-Fehler „Das System kann den an­ge­ge­be­nen Pfad nicht finden“ lösen

Wenn der Computer Probleme bereitet, lautet der stan­dard­mä­ßi­ge Ratschlag: Einmal neu­star­ten bitte. Wenn bei Ihnen der Windows-Fehler „Das System kann die an­ge­ge­be­ne Datei nicht finden“ erscheint, probieren Sie zunächst folgende Methoden:

  • PC-Neustart: Starten Sie Ihren Computer neu und prüfen Sie, ob der Fehler noch immer auftritt.
  • Windows-Pro­blem­be­hand­lung: Öffnen Sie die „Pro­blem­be­hand­lungs­ein­stel­lun­gen“ von Windows über die Windows-Suchzeile und wählen Sie unter „Zu­sätz­li­che Pro­blem­be­hand­lun­gen“ den Windows-Bereich aus, in dem der Fehler auftritt.
  • Antiviren-Scan: Nutzen Sie zu­ver­läs­si­ge An­ti­vi­ren­pro­gram­me, um Schad­soft­ware zu erkennen und Malware zu entfernen, denn Feh­ler­mel­dun­gen können auch durch Malware auftreten.

Sollten diese Stan­dard­lö­sun­gen nicht helfen, halten Sie sich an die folgenden fünf Lösungen:

Lösung 1: Über­prü­fen der Sys­tem­pro­to­koll­da­tei­en (Log­da­tei­en)

Prüfen Sie, ob es ein Problem mit den Sys­tem­pro­to­koll­da­tei­en gibt. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

Schritt 1: Rufen Sie im Explorer das Ver­zeich­nis C:/Windows/inf auf und öffnen Sie den Ordner „Inf“.

Schritt 2: Suchen Sie nun die Datei setupapi.dev (manchmal auch setupapi.dev.log) und führen Sie einen Dop­pel­klick darauf aus.

Schritt 3: Drücken Sie [Strg] + [F], um das Suchfeld auf­zu­ru­fen. Geben Sie in dieses „cannot find the file“ bzw. „kann die an­ge­ge­be­ne Datei nicht finden“ ein und drücken Sie [Enter]. Auf diese Weise finden Sie heraus, welche Datei fehlt bzw. nicht gefunden wird.

Schritt 4: Kopieren Sie die gefundene Datei und fügen Sie diese in den „Inf“-Ordner ein.

Schritt 5: In­stal­lie­ren Sie nun den be­trof­fe­nen Treiber neu und führen Sie einen Neustart durch.

Lösung 2: Re­gis­trie­rungs­schlüs­sel ändern

In einigen Fällen kann es helfen, einen fehlenden oder falschen Re­gis­trie­rungs­schlüs­sel wie folgt zu ändern:

Schritt 1: Öffnen Sie die Kom­man­do­zei­le mit [Windows] + [R] und geben Sie den CMD-Befehlregedit“ ein, um die Registry zu öffnen.

Schritt 2: Bevor Sie Än­de­run­gen an der Registry vornehmen, sollten Sie stets eine Si­che­rungs­ko­pie der aktuellen Registry-Datei erstellen. Gehen Sie dafür auf „Datei“ und „Ex­por­tie­ren“. Geben Sie den Namen für die Si­che­rungs­da­tei ein, wählen Sie „Alles“ und klicken Sie auf „Speichern“. Im Notfall können Sie die Sicherung nutzen, um die Registry wie­der­her­zu­stel­len.

Schritt 3: Geben Sie nun im Re­gis­trie­rungs-Editor unten links folgenden Schlüssel ein: „HKEY_LOCAL_MACHINE\\SOFTWARE\\Microsoft\\Windows\\Cur­rent­Ver­si­on“.

Schritt 4: Suchen Sie dort einen Schlüssel namens „RunOnce“. Sollte dieser nicht exis­tie­ren, klicken Sie auf „Cur­rent­Ver­si­on“, gehen Sie auf „Neu“ und auf „Schlüssel“.

Schritt 5: Tragen Sie nun „RunOnce“ als Namen des Schlüs­sels ein.

Schritt 6: Rufen Sie „HKEY_LOCAL_MACHINE\\SOFTWARE\\Microsoft\\Windows\\Cur­rent­Ver­si­on“ auf, klappen Sie den Eintrag auf und prüfen Sie, ob „RunOnce“ nun vorliegt.

Schritt 7: Liegt der Schlüssel vor, beenden Sie die Registry und führen einen Neustart durch.

Lösung 3: Treiber ak­tua­li­sie­ren oder neu in­stal­lie­ren

Sollte der Fehler im Zu­sam­men­hang mit einem Treiber auftreten, können Sie versuchen, den Treiber wie folgt zu ak­tua­li­sie­ren:

Treiber ak­tua­li­sie­ren

Schritt 1: Geben Sie in die Windows-Suchzeile „Geräte-Manager“ ein und klicken Sie auf das Ergebnis.

Schritt 2: Suchen Sie nun das Gerät aus, das den Fehler ver­ur­sacht und erweitern Sie die Zeile.

Schritt 3: Führen Sie auf das be­tref­fen­de Gerät einen Rechts­klick aus und wählen Sie „Treiber ak­tua­li­sie­ren“.

Treiber neu in­stal­lie­ren

Schritt 1: Wählen Sie im Geräte-Manger statt „Treiber ak­tua­li­sie­ren“ den Punkt „Gerät de­instal­lie­ren“ und setzen Sie im Menü-Fenster ein Häkchen bei „Trei­ber­soft­ware für dieses Gerät löschen“. Achten Sie darauf, das ent­spre­chen­de Gerät zuvor vom Computer zu trennen bzw. zu de­ak­ti­vie­ren.

Schritt 2: Schließen Sie nun den Geräte-Manager und starten Sie den Computer neu. Windows wird an­schlie­ßend versuchen, das Gerät samt Treiber neu zu in­stal­lie­ren.

Lösung 4: Pro­fil­eIm­age­Path-Schlüssel löschen

Tritt der Fehler beim Erstellen eines Sys­tem­ab­bilds bzw. eines Backups auf, können Sie versuchen, den Schlüssel „Pro­fil­eIm­age­Path“ zu löschen:

Schritt 1: Geben Sie in die Windows-Suchzeile „Re­gis­trie­rungs-Editor“ ein, um die Registry zu öffnen.

Schritt 2: Rufen Sie folgenden Pfad auf: „HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\WindowsNT\Cur­rent­Ver­si­on\Pro­fi­le­List“.

Schritt 3: Klappen Sie den Punkt „Pro­fi­le­List“ auf.

Schritt 4: Über­prü­fen Sie nun jeden Un­ter­schlüs­sel. Wenn einer leer ist oder keinen Wert für „Pro­fil­eIm­age­Path“ aufweist, können Sie diesen anklicken und über „Löschen“ entfernen.

Lösung 5: SFC und DISM nutzen

Die Re­pa­ra­tur­tools DISM (De­ploy­ment Image Servicing and Ma­nage­ment) und SFC (System File Checker) zählen ebenfalls zu den Stan­dard­lö­sun­gen bei Feh­ler­mel­dun­gen. Beide über­prü­fen und re­pa­rie­ren im besten Fall be­schä­dig­te oder fehlende Sys­tem­da­tei­en:

Schritt 1: Öffnen Sie mit [Strg] + [R] und [Strg] + [Umschalt] + [Enter] die Kom­man­do­zei­le als Ad­mi­nis­tra­tor.

Schritt 2: Geben Sie den CMD-Befehlsfc/scannow“ ein und be­stä­ti­gen Sie mit [Enter].

Schritt 3: An­schlie­ßend tragen Sie die Kommandos „DISM.exe/Online/Cleanup-image/Sc­an­he­alth“ und „DISM.exe/Online/Cleanup-image/Res­tore­he­alth“ ein und be­stä­ti­gen jeden Befehl mit [Enter].

Schritt 4: Über­prü­fen Sie, ob die Feh­ler­mel­dung nach einem Neustart ver­schwin­det.

Da die Gründe für den Fehler „Das System kann den an­ge­ge­be­nen Pfad nicht finden“ divers sein können, sollten Sie Schritt für Schritt aus­pro­bie­ren, welche Lösung sich anbietet bzw. funk­tio­niert. Seien Sie hierbei vor­sich­tig, da falsche Än­de­run­gen an der Registry das System nach­hal­tig be­ein­träch­ti­gen können. Falls die Lösungen nicht wei­ter­hel­fen, bietet sich das Zu­rück­set­zen auf einen früheren Wie­der­her­stel­lungs­punkt an. Hierzu gehen Sie auf „System und Si­cher­heit“ > „Si­cher­heit und Wartung“ > „Wie­der­her­stel­lung“. Schließ­lich haben Sie noch die Mög­lich­keit, Windows 10 zu­rück­zu­set­zen bzw. Windows 11 zu­rück­zu­set­zen. Jedoch gehen dabei sämtliche ge­spei­cher­te Daten und in­stal­lier­ten Programme verloren. Erstellen Sie deshalb unbedingt ein Backup vorab.

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