Heut­zu­ta­ge muss man nicht mehr jedes Programm auf seinem eigenen PC oder Laptop in­stal­lie­ren. Viele An­wen­dun­gen sind auch oder nur online verfügbar – über die Cloud. Viele nutzt man sogar de facto schon, ohne dies wahr­zu­neh­men. Wer z. B. mit Google Docs oder Microsoft 365 arbeitet, setzt bereits Cloud-Software ein. Das hat ganz klar Vorteile – doch sind Cloud-Lösungen immer die bessere Wahl? Wir stellen die Vor- und Nachteile der beiden Mög­lich­kei­ten vor.

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On-Premises-Software

Never change a winning horse? Viele Nutzer und auch Un­ter­neh­men sind teilweise schon jahr­zehn­te­lang an Software auf den eigenen Systemen gewöhnt und hatten damit nie Probleme. Man kauft ein Produkt, in­stal­liert es dann auf dem hei­mi­schen Computer oder Büro-PC und kann über mehrere Jahre damit arbeiten. Der Vorteil liegt hier im Besitz der Software: Hat man das Produkt gekauft, kann man die Software un­be­grenzt einsetzen. Es entstehen nur einmalig Kosten. Doch ist das wirklich so? Gerade im Un­ter­neh­mens­um­feld arbeitet man mit Lizenzen. Programme können nicht für unendlich viele Ar­beits­plät­ze ein­ge­setzt werden. Für jeden Mit­ar­bei­ter muss unter Umständen eine eigene Lizenz erworben werden – oder man kauft direkt mehrere Lizenzen im Paket. Günstig ist die On-Premises-Lösung also nicht.

Gute Software wird beständig ak­tua­li­siert: Updates erweitern die Funk­tio­nen des Programms, ver­bes­sern die Sta­bi­li­tät oder schließen Si­cher­heits­lü­cken. Diese Ak­tua­li­sie­run­gen müssen Nutzer auch re­gel­mä­ßig in­stal­lie­ren, was zu­sätz­li­che Arbeit ist. Gerade in größeren Un­ter­neh­men kann das Auf­spie­len von Updates und Bugfixes ein er­heb­li­cher Aufwand sein. Außerdem sind diese Support-Leis­tun­gen meist nicht un­be­grenzt. Ab einem be­stimm­ten Zeitpunkt stellen viele Software-Her­stel­ler die Wei­ter­ent­wick­lung der alten Software zugunsten eines neuen Produkts ein. Dann hat man zwei Optionen: Entweder man arbeitet mit einer ver­al­te­ten Version weiter oder man in­ves­tiert in das neue Produkt.

Ein weiterer Vorteil darf aber nicht übersehen werden: Alle Daten bleiben beim Nutzer. Während Cloud-Lösungen die Über­tra­gung von In­for­ma­tio­nen an einen ent­fern­ten Server in einem Re­chen­zen­trum vor­aus­set­zen, behält man bei On-Premises-Software alle Daten bei sich – außer man ent­schei­det sich, einen Cloud-Speicher ein­zu­set­zen. Als Nutzer von Lösungen vor Ort hingegen hat man die volle Kontrolle. Man ent­schei­det immer selbst, wie man mit der Software umgeht.

Vorteile Nachteile
Kauf: Durch On-Premises-Software entstehen keine laufenden Kosten. Hardware: Die ver­wen­de­ten Geräte müssen für die Software geeignet sein.
Kontrolle: Der Nutzer selbst ent­schei­det, was mit der Software geschieht. Mehr­ar­beit: Die Wartung der Software erzeugt zu­sätz­li­chen Aufwand.
Da­ten­schutz: Sensible Daten müssen das eigene System nicht verlassen und werden nicht zwingend an Dritte übergeben. Schlecht ska­lier­bar: Lizenzen sind kos­ten­in­ten­siv und müssen lang­fris­tig gekauft werden.
Zugriff: Da man die Software auf dem eigenen PC nutzt, kann man jederzeit un­ein­ge­schränkt mit dem Programm arbeiten. Ein­ge­schränk­ter Support: Die Wei­ter­ent­wick­lung der Software wird nach be­stimm­ter Zeit ein­ge­stellt.
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Cloud-Software

In Form von Cloud-Computing und SaaS haben Nutzer in­zwi­schen andere Mög­lich­kei­ten, Software zu nutzen: Statt das ent­spre­chen­de Programm zu kaufen, es auf dem eigenen PC zu in­stal­lie­ren und dann zu nutzen, ent­schei­det man sich für ein Abon­ne­ment. Ein Her­stel­ler hostet die Software in einem Re­chen­zen­trum und bietet Nutzern einen Zugang dazu. Der eigene PC oder Laptop stellt nur über den Browser eine Ver­bin­dung her, die ei­gent­li­che Re­chen­leis­tung findet in dem darauf perfekt ein­ge­stell­ten Re­chen­zen­trum statt. Die eigene Hardware muss also nur einen In­ter­net­zu­gang be­reit­stel­len.

Nicht nur die Hardware wird von Fach­per­so­nal gewartet, auch die Software ist immer auf dem neuesten Stand. Updates werden ohne zu­sätz­li­che Arbeit des Nutzers auf­ge­spielt und stehen sofort bereit. Da die Software un­ab­hän­gig vom PC ist, kann man auch von überall auf das Programm zugreifen – man ist weder auf das Gerät noch auf den Standort be­schränkt. Ohne In­ter­net­zu­gang – und da liegt ein großer Nachteil von Cloud-Software – funk­tio­niert nichts. Das kann besonders für pro­fes­sio­nel­le Anwender und Un­ter­neh­men kritisch sein: Leidet die Effizienz wegen einer schlech­ten In­ter­net­an­bin­dung, ist das mitunter nicht ak­zep­ta­bel.

Pro­fes­sio­nel­le Software kann mit hohen Kosten verbunden sein. Diese sind zwar bei On-Premises-Lösungen meist mit einem ein­ma­li­gen Kauf ab­ge­gol­ten, aber eine so große In­ves­ti­ti­on zu stemmen, ist ins­be­son­de­re für kleinere Un­ter­neh­men und Gründer nicht immer möglich. Außerdem: Wenn das Un­ter­neh­men und die An­for­de­run­gen wachsen, ist das gekaufte Programm eventuell schneller nicht mehr passend, als man sich das beim Kauf gedacht hat. Bei den meisten SaaS-Anbietern können Nutzer zwischen einer mo­nat­li­chen oder einer jähr­li­chen Zahlung wählen und so relativ kurz­fris­tig auf ein anderes Produkt umsteigen. Weitere Funk­tio­nen oder zu­sätz­li­che Mit­ar­bei­ter­zu­gän­ge lassen sich meist leicht und günstig hin­zu­bu­chen.

Wer sich für Cloud-Software ent­schei­det, muss sowohl Vertrauen in den Anbieter setzen als auch die Kontrolle an diesen abgeben. Vertrauen ist deshalb so wichtig, weil mitunter sehr sensible und un­ter­neh­mens­re­le­van­te Daten in den Re­chen­zen­tren des Anbieters liegen. Wenn der Her­stel­ler der Cloud-Software den Da­ten­schutz nicht ernst nimmt, wird es kritisch. Auch die Abgabe der Kontrolle ist po­ten­zi­ell pro­ble­ma­tisch: Wenn der Anbieter be­schließt (selbst- oder fremd­be­stimmt), das Angebot ein­zu­stel­len oder auch nur für War­tungs­ar­bei­ten zu pausieren, kann dieser Ausfall negative Folgen für die Nutzer haben.

Vorteile Nachteile
Hardware-An­for­de­run­gen: Der ver­wen­de­te PC oder Laptop bedarf keiner hohen Leis­tungs­fä­hig­keit, da das Computing im Re­chen­zen­trum statt­fin­det. In­ter­net­zu­gang: Wenn die Ver­bin­dung ins Internet schwach oder nicht vorhanden ist, kann man nicht mit der Software arbeiten.
Wartung: Das Auf­spie­len von Updates wird von Fach­per­so­nal des Her­stel­lers über­nom­men und bedeutet daher keinen Mehr­auf­wand für den Nutzer. Da­ten­schutz: Man muss dem Un­ter­neh­men Vertrauen können, dass es ge­wis­sen­haft mit den Daten seiner Nutzer umgeht.
Ska­lier­bar­keit: Ein größerer Funk­ti­ons­um­fang oder zu­sätz­li­che Accounts lassen sich relativ zeitnah zu- und ab­be­stel­len. Ab­hän­gig­keit: Beendet der Anbieter der Software den Betrieb der Cloud, ist die Software nicht mehr ein­setz­bar.
Kosten: Da es sich bei SaaS um ein Abo-Modell handelt, sind die initialen Kosten eher gering.
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Cloud- vs. On-Premises-Software: Die Lösungen ge­gen­über­ge­stellt

Software aus der Cloud un­ter­schei­det sich zwar nicht unbedingt im Funk­ti­ons­um­fang von Angeboten zur In­stal­la­ti­on auf dem eigenen Computer, trotzdem bringen die beiden Lösungen in anderen Punkten be­trächt­li­che Un­ter­schie­de mit sich.

On-Premises Cloud
Kosten Man zahlt einen ein­ma­li­gen, relativ hohen Preis pro Lizenz. Das Abo-Modell erzeugt re­gel­mä­ßi­ge, aber relativ niedrige Kosten.
Be­reit­stel­lung Nutzer in­stal­lie­ren die Software auf der per­sön­li­chen Hardware. Nutzer haben Zugriff über das Internet – als SaaS.
Wartung Nutzer müssen Updates selbst in­stal­lie­ren, wenn der Her­stel­ler diese her­aus­gibt. Updates werden im Hin­ter­grund vom Her­stel­ler selbst auf­ge­spielt.
Ska­lier­bar­keit Teilweise ist es möglich, Er­wei­te­rungs­soft­ware zu erwerben, aber in den meisten Fällen muss man ein komplett neues Produkt kaufen. Zu­sätz­li­che Funk­tio­nen und Zugänge lassen sich meist un­kom­pli­ziert hin­zu­bu­chen oder ab­be­stel­len.
Hardware Der Nutzer muss die Hardware selbst stellen und si­cher­ge­hen, dass die Software auf dem Gerät funk­tio­niert. Jeder Nutzer braucht nur einen funk­tio­nie­ren­den In­ter­net­zu­gang; die Software wird auf spe­zi­el­len Servern gehostet.
Da­ten­schutz Alle Daten bleiben auf dem eigenen PC und verlassen diesen nur auf Wunsch. Der Her­stel­ler muss si­cher­stel­len, dass unbefugte Dritte nicht auf die Daten der Nutzer zugreifen können, auch nicht beim Transport über das Internet.
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