Wer viel Zeit in Mul­ti­play­er-Spielen verbringt, kennt das Problem: Der In-Game-Voice-Chat hat selten die Qualität, die man für die er­folg­rei­che Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on braucht. Auch für die Ab­stim­mung vor, zwischen und nach den Spielen benötigt man zudem eine Lösung, um sich un­ter­hal­ten zu können. Waren viele Jahre Skype und TeamSpeak die un­an­ge­foch­te­nen Platz­hir­sche der Voice-Chat-Software, gibt es in­zwi­schen immer mehr in­ter­es­san­te Produkte, die ihnen den Rang streitig machen.

Mumble ist eine Open-Source-Lösung, mit der jeder seinen eigenen Server erstellen kann – egal ob privat oder pro­fes­sio­nell.

Free Cloud Server Trial
Virtual Private Server auf En­ter­pri­se-Level
  • KVM-basierte vServer für Ent­wick­ler
  • In­te­griert in die IONOS Compute Engine
  • Ska­lier­bar bis zur En­ter­pri­se-Cloud

Was ist Mumble?

Schon seit 2005 arbeitet eine Community aus Ent­wick­lern an der Sprach­kon­fe­renz-Software Mumble. Mit dieser können viele Leute gleich­zei­tig per Mikrofon über das Internet mit­ein­an­der sprechen. Der Client kann von jedem kostenlos von der of­fi­zi­el­len Homepage her­un­ter­ge­la­den werden und ist für Windows, Ubuntu und macOS verfügbar. Zudem kann man auch mobile Apps für Android und iOS her­un­ter­la­den, wobei die iPhone-Version bereits seit mehreren Jahren nicht mehr wei­ter­ent­wi­ckelt wird.

Mumble bietet viele Features, die über die Mög­lich­kei­ten eines reinen Online-Te­le­fo­nats hinaus gehen:

  • Ver­schlüs­sel­te Kom­mu­ni­ka­ti­on: Die Über­tra­gung zwischen Server und Client ist per OCB-AES128 ver­schlüs­selt und kann so nicht von Dritten mitgehört werden.
  • In-Game-Overlay: Mit einem kleinen Fenster kann man den Mumble-Client steuern, auch wenn gerade ein anderes Programm im Voll­bild­mo­dus läuft.
  • Rech­te­ver­ga­be: Als Ad­mi­nis­tra­tor eines Mumble-Servers kann man festlegen, welcher Nutzer welche Rechte erhält.
  • Po­si­tio­nal Audio: Um in Spielen einen Raumklang zu si­mu­lie­ren, kann Mumble bei manchen Games die Position der Mit­spie­ler erfassen und den Ton daraufhin anpassen.
  • Ge­räusch­ver­min­de­rung: Mumble setzt auf Filter, um Stör­ge­räu­sche im Hin­ter­grund der Sprecher zu entfernen und die Stimme klarer über­tra­gen zu können.
Fakt

Mumble ist nicht nur im Gaming-Bereich und bei­spiels­wei­se auf Twitch beliebt. Auch Podcasts oder private Ra­dio­shows setzen vermehrt auf die Sprach­kon­fe­renz-Software.

Was sind die Vorteile von Mumble gegenüber TeamSpeak?

TeamSpeak ist seit langem vor allem im Gaming-Bereich die be­vor­zug­te Software, wenn es um Voice-Chat geht. Auch wenn das Programm bei weitem nicht schlecht ist, gibt es in­zwi­schen Kon­kur­ren­ten auf dem Markt, die mit be­stimm­ten Vorzügen über­zeu­gen – so auch Mumble. Der größte Un­ter­schied zwischen Mumble und TeamSpeak liegt in der Lizenz. Während TeamSpeak pro­prie­tä­re Software ist, also einem Un­ter­neh­men gehört und von diesem auch wei­ter­ent­wi­ckelt wird, ist Mumble Open Source. Un­ter­schied­lichs­te Ent­wick­ler arbeiten an der Software, und viele erstellen auch Zu­satz­mo­du­le, die den Dienst erweitern oder kom­for­ta­bler machen.

So gibt es nicht nur den of­fi­zi­el­len Client, sondern viele ver­schie­de­ne Programme, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Auch Skins, mit denen man das Aussehen des Clients anpassen kann, oder Bots, die Aufgaben auf dem Server erledigen, findet man zahlreich im Internet. Die Mo­ti­va­ti­on der Ent­wick­ler-Community bringt Mumble also deutlich nach vorne.

Als großer Vorteil von Mumble gegenüber TeamSpeak wird auch immer wieder an­ge­bracht, dass die Open-Source-Lösung besonders res­sour­cen­spa­rend ist. Das ist besonders im Gaming-Bereich ent­schei­dend: Möchte man ein modernes, hoch­auf­lö­sen­des Spiel spielen, darf die Voice-Chat-Software den Computer nicht zu­sätz­lich belasten. Deshalb ist Mumble auf Client-Seite besonders schlank pro­gram­miert.

Tipp

TeamSpeak ist vor allem beliebt, da die Bedienung sehr einfach ist. Bevor Sie sich also für Mumble ent­schei­den, lohnt sich eventuell einen Blick zur Kon­kur­renz. Es ist nämlich auch möglich, einen eigenen TeamSpeak-Server zu erstellen.

Sys­tem­an­for­de­run­gen für den Mumble-Server

Der Client benötigt kaum Sys­tem­res­sour­cen und läuft praktisch auf jedem Computer. Nur ein Mikrofon wird benötigt, damit man an den Ge­sprä­chen teil­neh­men kann. Bei der Er­stel­lung eines Mumble-Servers hingegen (offiziell Murmur genannt) muss man ein paar Punkte beachten, damit alle Kon­fe­renz­teil­neh­mer ohne Störungen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren können.

Murmur ist recht offen, was das Be­triebs­sys­tem angeht. Vor­aus­set­zung ist nur, dass das System Qt kom­pi­lie­ren kann. Qt ist ein Framework zum Ent­wi­ckeln von Pro­gram­men und wird von Windows, macOS und vielen Unix-Derivaten un­ter­stützt. In Bezug auf das OS des Servers hat man also relativ freie Wahl.

Prozessor (CPU)

Mumble benötigt ser­ver­sei­tig kaum Pro­zes­sor­leis­tung. Die CPU wird fast nur durch die Ver­schlüs­se­lung belastet. Dies bedeutet: Auch bei vielen Nutzern auf dem Server dürfte die CPU nie ein Problem werden. Die Ent­wick­ler selbst betreiben einen Test­ser­ver mit 3,4 GHz, der bei 4 Nutzern gleich­zei­tig nur 1 % der CPU-Power einsetzen muss.

Speicher: RAM & Fest­plat­te

Auch der Ar­beits­spei­cher wird bei einem Mumble-Server kaum be­an­sprucht. Die RAM werden vor allem für das Buffern der Sprach-Streams verwendet. Für einen Server, auf dem sich 50 Nutzer gleich­zei­tig aufhalten, wird bei­spiels­wei­se 512 MB empfohlen.

Murmur ist ein sehr kleines Programm und benötigt deshalb kaum Fest­plat­ten­spei­cher. Die In­stal­la­ti­ons­da­tei misst nur knapp über 10 MB.

Breit­band­be­darf

Damit die Kom­mu­ni­ka­ti­on ohne Störungen abläuft, benötigt Mumble aus­rei­chend Netzwerk-Band­brei­te. Diese richtet sich danach, wie viele Menschen gleich­zei­tig sprechen und zuhören. Sie wollen die benötigte Band­brei­te für Ihr Projekt genau bestimmen? Dann können Sie sich an diese Formel halten:

63 kbit/s * Anzahl der Ge­samt­nut­zer * Anzahl der Sprecher

Die 63 kbit/s sind dabei eine Emp­feh­lung. Maximal können pro Nutzer 134 kbit/s ein­ge­plant werden, wobei diese Menge nicht nötig ist. Bedenken sollte man auch, dass ei­gent­lich ohnehin nie mehr als zwei Personen gleich­zei­tig sprechen können und der dritte Faktor der Rechnung demnach bei 2 liegen sollte.

IONOS-Server für Mumble auswählen

Es empfiehlt sich, den Server bei einem pro­fes­sio­nel­len Hosting-Anbieter wie IONOS zu mieten. Prin­zi­pi­ell kann man auch auf einem lokalen Rechner zuhause einen Mumble-Server erstellen, doch das scheitert oft an zwei Punkten: Zum einen haben Sie als Pri­vat­an­wen­der in der Regel keine statische IP-Adresse. Ihr In­ter­net­an­bie­ter weist Ihne in re­gel­mä­ßi­gen Abständen eine neue IP-Adresse zu, woraufhin die Nutzer Ihres Servers sich auch neu verbinden müssten. Bei einem richtigen Re­chen­zen­trum hat man damit keinerlei Probleme. Zum anderen kann die Band­brei­te ein Problem sein. Wenn Sie über die gleiche Netz­werk­ver­bin­dung auch spielen wollen, kann es zu Pa­ket­ver­lus­ten kommen. Bei einem pro­fes­sio­nel­len Ser­ver­pa­ket können Sie sich auf die zu­ge­si­cher­te Brand­brei­te verlassen.

Bei IONOS stehen Ihnen drei un­ter­schied­li­che Arten von Servern zur Verfügung:

Wie un­ter­schei­den sich die einzelnen IONOS-Server?

Die drei Ser­ver­mo­del­le un­ter­schei­den sich vor allem in Preis und Ab­rech­nungs­mo­dell. Der Cloud Server wird mi­nu­ten­ge­nau ab­ge­rech­net, und zwar nur für die Leis­tun­gen, die Sie gerade gebucht haben. Die Ka­pa­zi­tä­ten können Sie jederzeit über das Control Center hoch- oder run­ter­re­geln, was sich direkt auf Ihre Kosten auswirkt. Der vServer (eine virtuelle Ser­ver­um­ge­bung) ist hingegen nur monatlich buchbar – und die Kosten sind un­ab­hän­gig von Ihrem ei­gent­li­chen Bedarf.

Bei den ersten Server-Modellen hat man als Kunde keine feste Hardware zu­ge­ord­net. Das ist beim Dedicated Server anders: Bei diesem Modell bekommen Sie physische Pro­zes­so­ren, Fest­plat­ten und Ar­beits­spei­cher zu­ge­ord­net, auf die nur Sie zugreifen können. Dem­entspre­chend kost­spie­lig ist diese Lösung aber auch.

Hinweis

Auch wenn Sie bei Cloud Server oder vServer keine de­di­zier­te Hardware buchen können, heißt das nicht, dass andere Kunden auf Ihre Daten zugreifen können. Dateien und Über­tra­gung sind trotzdem ab­ge­rie­gelt.

Mumble-Server bei IONOS mieten

Welcher Server kommt nun für Sie in Frage? Im Prinzip brauchen Sie für Mumble nur ein kleines Ser­ver­pa­ket, ver­mut­lich benutzen Sie den Server aber nicht nur für die Voice-Chat-Software, sondern lassen gleich­zei­tig ein Mul­ti­play­er-Game laufen. Ex­em­pla­risch stellen wir Ihnen ver­schie­de­ne Szenarien vor, die auch einen Valheim-Server und einen Minecraft-Server be­inhal­ten.

SzenarioAn­for­de­run­gen vServerDedicated Server
Mumble für 10 NutzerRAM: 512 MB­Band­brei­te: 1,26 Mbit/s IONOS Virtual Server Cloud S-
Mumble für 50 NutzerRAM: 512 MB­Band­brei­te: 6,3 Mbit/s IONOS Virtual Server Cloud M-
Mubmle + Minecraft für 10 NutzerCPU: 3,6 GHzRAM: 8 GB­Fest­plat­te: 55 GB­Band­brei­te: 48 Mbit/s IONOS Virtual Server Cloud XLIONOS Dedicated Server L-16 HDD
Mumble + Valheim für 10 NutzerCPU: 3,4 GhzRAM: 16 GB­Fest­plat­te: 60 GB­Band­brei­te: 5 Mbit/s IONOS Virtual Server Cloud RAM XLIONOS Dedicated Server L-16 HDD
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  • In­te­griert in die IONOS Compute Engine
  • Ska­lier­bar bis zur En­ter­pri­se-Cloud
Hinweis

Murmur läuft sowohl auf Windows als auch auf Linux.

Mumble-Server erstellen: Schritt für Schritt erklärt!

Der Mumble-Server Murmur ist prin­zi­pi­ell einfach zu in­stal­lie­ren. Für Ein­stei­ger kann es aber doch knifflig sein. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung führt Sie durch die In­stal­la­ti­on und zeigt die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Wir in­stal­lie­ren die Software auf einem Cloud Server von IONOS mit Windows als Be­triebs­sys­tem.

Schritt 1: Ver­bin­dung her­stel­len

Damit Sie die In­stal­la­ti­on auf dem Server beginnen können, müssen Sie zunächst eine Remote-Desktop-Ver­bin­dung her­stel­len. Damit können Sie dann von Ihrem hei­mi­schen Computer auf den Server zugreifen. Bei IONOS gehen Sie dafür einfach in das Cloud Panel, wählen Ihren Server aus und laden die benötigte Datei für die Ver­bin­dung herunter. Wenn Sie auf einem Windows-Computer arbeiten, ist die Software, um die Datei aus­zu­füh­ren, bereits in­stal­liert.

Die Software für die Re­mo­te­ver­bin­dung fragt Sie nun nach einem Passwort. Dieses finden Sie ebenfalls im Cloud Panel. Nach der Eingabe können Sie sich verbinden und sehen in einem neuen Fenster das Be­triebs­sys­tem Ihres Servers. Hier arbeiten Sie im Prinzip genauso wie am hei­mi­schen Computer.

Schritt 2: Software in­stal­lie­ren

Auf der of­fi­zi­el­len Download-Website von Mumble suchen Sie die Version passend zum Be­triebs­sys­tem Ihres Servers aus. Um den Mumble-Server zu in­stal­lie­ren, müssen Sie trotzdem die Client-Version her­un­ter­la­den. Sie geben dann während des In­stal­la­ti­ons­pro­zes­ses nur an, dass Sie auch die Dateien für Murmur mit­in­stal­lie­ren wollen. Die In­stal­la­ti­on dauert in der Regel nur wenige Sekunden.

Schritt 3: Ports freigeben

Ihr Server ist stan­dard­mä­ßig gegen Zugriffe von außen geschützt. Eine Firewall blockiert alle Ver­bin­dungs­ver­su­che. Das bedeutet aber auch, dass andere sich nicht mit Ihrem Mumble-Server verbinden können. Um dies zu er­mög­li­chen, müssen Sie Ports freigeben. Wechseln Sie im Cloud Panel von IONOS deshalb zu den Firewall-Optionen im Bereich Netzwerk und nehmen Sie dort zwei Einträge vor – einmal für TCP und einmal für UDP. In beiden Fällen geben Sie Port 64738 frei.

Schritt 4: Mumble-Server kon­fi­gu­rie­ren

Im Gegensatz zur Client-Software hat Murmur selbst kein gra­fi­sches Interface, um Ein­stel­lun­gen vor­zu­neh­men. Statt­des­sen arbeiten Sie direkt in der Datei murmur.ini. Diese sollten Sie in dem Ordner finden, in dem auch Mumble in­stal­liert ist. Al­ter­na­tiv können Sie die Such­funk­ti­on des Be­triebs­sys­tems verwenden. Sie öffnen die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei mit einem ge­wöhn­li­chen Text­edi­tor, den jedes Be­triebs­sys­tem bereits stan­dard­mä­ßig in­stal­liert hat.

Folgende Än­de­run­gen können Sie vornehmen:

  • wel­co­me­text: Möchten Sie die Teil­neh­mer Ihres Servers mit einer in­di­vi­du­el­len Nachricht begrüßen, können Sie diese hier anpassen. Es stehen HTML-Tags zur For­ma­tie­rung zur Verfügung.
  • port: Als Standard-Port ist 64738 bereits ein­ge­tra­gen. Diesen Port haben Sie im vor­an­ge­gan­ge­nen Schritt frei­ge­ge­ben. Möchten Sie den Port anpassen, denken Sie daran, auch die Freigabe zu ändern.
  • ser­ver­pass­word: Wenn Sie Ihren Server starten, ohne ein Passwort zu setzen, kann jeder Mumble-Nutzer darauf zugreifen und Ihre Gespräche über die Software mithören oder sich daran be­tei­li­gen. Es ist deshalb emp­feh­lens­wert, dass Sie ein sicheres Passwort festlegen.
  • bandwidth: Sie können die maximale Band­brei­te pro Nutzer be­schrän­ken. Das ist dann sinnvoll, wenn Sie besonders viele Nutzer auf dem Server einplanen und die Stan­dard­ein­stel­lun­gen die Leis­tun­gen des Hosters über­schrei­ten könnten.
  • users: Wenn Sie nicht möchten, dass Ihr Server von zu vielen Nutzern gleich­zei­tig besucht wird, können Sie die maximale Anzahl begrenzen.
  • re­gis­ter­Na­me: Geben Sie dem Haupt­ka­nal Ihres Mumble-Servers einen ein­deu­ti­gen Namen, damit Nutzer den Kanal besser zuordnen können.

Um die Optionen zu finden, scrollen Sie in der Datei nach unten oder verwenden die Such­funk­ti­on des Text­edi­tors. Die Eingabe erfolgt direkt hinter dem Gleich­heits­zei­chen – ohne ein Leer­zei­chen da­zwi­schen. In den meisten Fällen ist die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei schon aus­ge­füllt und Sie müssen die Einträge nur ändern.

Schritt 5: Mumble-Server starten und Ver­bin­dung her­stel­len

Wenn Sie alles kon­fi­gu­riert haben, können Sie den Mumble-Server in Betrieb nehmen. Dafür starten Sie die Datei murmur.exe. Sie befindet sich im gleichen Ordner wie die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei. Der Server läuft im Hin­ter­grund, es öffnet sich kein eigenes Fenster. In Windows sehen Sie nur im System Tray ein kleines Icon, das auf den laufenden Server hinweist. Über das Icon können Sie auch die Logdatei der Sitzung öffnen.

Andere Mumble-User – oder auch Sie selbst – können nun über den Client auf den Server zugreifen. Dafür klickt man in dem Programm auf den Globus-Button oder wählt unter „Server“ die Funktion „Connect“. Nach einem weiteren Klick auf „Add New…“ gelangt man zu einer Ein­ga­be­mas­ke. Dort müssen Nutzer die IP-Adresse Ihres Mumble-Servers eintragen. Bei IONOS finden Sie die Adresse über das Cloud Panel. Der Standard-Port ist von Mumble bereits ein­ge­tra­gen. Nur, wenn Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei da­hin­ge­hend angepasst haben, müssen Nutzer einen anderen Port wählen.

Dann kann jeder Nutzer noch einen Username eintragen. Dieser ist frei wählbar. Zudem haben alle User die Mög­lich­keit, dem Server einen in­di­vi­du­el­len Namen zu geben, um diesen in der Fa­vo­ri­ten­lis­te besser finden zu können. Im Anschluss geben Nutzer dann noch das von Ihnen fest­ge­leg­te Ser­ver­pass­wort ein und können sich schließ­lich mit anderen auf dem Server un­ter­hal­ten.

Schritt 6: Ad­mi­nis­tra­tor werden

Gerade wenn Sie planen, viele Nutzer auf Ihren Server ein­zu­la­den, sollten Sie sich vorher zum Ad­mi­nis­tra­tor machen. Dafür re­gis­trie­ren Sie zunächst Ihren eigenen Nut­zer­na­men. Melden Sie sich dafür wie be­schrie­ben über den Client an. Dann finden Sie unter dem Menüpunkt „Self“ die Option „Register“. Nun müssen Sie nur noch be­stä­ti­gen, dass Sie sich auch wirklich mit dem gewählten Namen auf dem Server re­gis­trie­ren wollen.

Sie haben Ihren eigenen Be­nut­zer­na­men jetzt auf dem Server re­gis­triert, müssen diesem aber noch Ad­min­rech­te einräumen. Murmur hat dafür den SuperUser im­ple­men­tiert: Dieser Nutzer besitzt alle Rechte – kann al­ler­dings nicht auf einem Server sprechen. Die Rolle ist also wirklich nur dazu gedacht, einen Ad­mi­nis­tra­tor fest­zu­le­gen. Zunächst melden Sie sich mit Ihrem re­gis­trier­ten Be­nut­zer­na­men wieder ab. Dann legen Sie das Passwort für den SuperUser fest. Dies geschieht über die Kom­man­do­zei­le des Servers. Unter Windows na­vi­gie­ren Sie in das Ver­zeich­nis von Mumble und geben dann folgende Zeile ein:

murmur.exe -supw YourPassword

Unter Linux funk­tio­niert der Vorgang ganz ähnlich:

./murmur.x86 [-ini <path>] -supw YourPassword</path>

Sie können das Passwort frei wählen. Achten Sie aber darauf, dass es sicher ist und Sie es sich trotzdem merken können. Murmur brauchen Sie für diesen Vorgang nicht neu­star­ten.

Nun melden Sie sich wieder im Mumble-Client an. Wählen Sie Ihren Server aus, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag und ändern Sie dann den Be­nut­zer­na­men zu „SuperUser“. Zu­sätz­lich geben Sie das Passwort ein, das Sie zuvor fest­ge­legt haben. Haben Sie alles richtig ein­ge­ge­ben, sind Sie nun als SuperUser auf dem Mumble-Server an­ge­mel­det und haben weit­rei­chen­de Rechte.

Wenn Sie den Reiter „Server“ öffnen, sehen Sie jetzt die Option „Re­gis­tered Users…“. Darunter finden Sie eine Liste mit allen Nutzern, die sich auf dem Server an­ge­mel­det haben. Wenn Sie den Mumble-Server gerade erst erstellt haben, sollten Sie also nur den eigenen Be­nut­zer­na­men sehen. Um diesem die Rechte eines Ad­mi­nis­tra­tors zu geben, klicken Sie im Haupt­fens­ter mit der rechten Maustaste auf Ihren Haupt­ka­nal. Wenn Sie den Namen in der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei nicht geändert haben, sollte der Kanal „Root“ heißen. Im Kon­text­me­nü wählen Sie dann „Edit…“ aus. Die Gruppe „admin“ ist stan­dard­mä­ßig bereits angelegt. Sie müssen nur noch über die Maske am unteren Rand des Fensters Ihren eigenen Be­nut­zer­na­men hin­zu­fü­gen.

Danach melden Sie sich wieder vom Server ab und nutzen beim erneuten Anmelden wieder Ihren ei­gent­li­chen Be­nut­zer­na­men. Dieser hat nun Ad­min­rech­te und kann somit andere Nutzer auf dem Server kon­trol­lie­ren. Den SuperUser-Account brauchen Sie erstmal nicht mehr.

Fazit

Es sind nur wenige Schritte notwendig, um Ihren eigenen Mumble-Server zu erstellen und mit Freunden gemeinsam die Voice-Chat-Software zu benutzen. Als Ad­mi­nis­tra­tor können Sie festlegen, welcher Nutzer welche Rechte erhält, und können auch un­freund­li­che User lang­fris­tig vom Server verbannen. Sie haben die komplette Kontrolle über den eigenen Mumble-Server.

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