Der Online-Mul­ti­play­er-Modus wird gemeinhin als das Herzstück von Minecraft angesehen. Zum ge­mein­sa­men Spielen im Internet benötigt man al­ler­dings einen Server, der das Tor zur je­wei­li­gen Minecraft-Welt darstellt. Die ver­füg­ba­ren Server un­ter­schei­den sich dabei sowohl hin­sicht­lich ihrer Spielmodi als hin­sicht­lich der Anzahl an Mit­spie­lern. Über ver­schie­de­ne Minecraft-Ser­ver­lis­ten können Sie als User öf­fent­li­che Server durch­su­chen, um eine passende Spie­le­welt zu finden. Al­ler­dings haben Sie auf den Minecraft-Servern anderer User keinen Einfluss auf die Rah­men­be­din­gun­gen der Partie, denn diese sind vom Betreiber des Servers vor­ge­ge­ben.

Ein maß­ge­schnei­der­tes Spiel­erleb­nis haben Sie erst dann, wenn Sie einen eigenen Minecraft-Server erstellen – nur so bestimmen Sie selbst, welche und wie viele Mit­spie­ler sich in Ihrer Spie­le­welt aufhalten dürfen. Auch den Spiel­mo­dus und andere Ein­stel­lun­gen können Sie frei an Ihre Vorlieben anpassen. Doch wie richtet man einen Minecraft-Server ein und welcher Server ist dafür am besten geeignet?

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Virtual Private Server auf En­ter­pri­se-Level
  • KVM-basierte vServer für Ent­wick­ler
  • In­te­griert in die IONOS Compute Engine
  • Ska­lier­bar bis zur En­ter­pri­se-Cloud

Minecraft-Server: Eigener Heim-Server oder Server mieten?

Wenn Sie einen eigenen Minecraft-Server erstellen und betreiben möchten, be­nö­tig­ten Sie zunächst natürlich die geeignete Hardware für dieses Vorhaben. In der Theorie reicht hierfür – je nach ge­wünsch­ter Spie­ler­zahl und ge­wünsch­tem Server-Setting – ein Heim-PC aus: Für drei bis fünf Spieler empfiehlt das Minecraft-Team bei­spiels­wei­se drei Gigabyte Ar­beits­spei­cher, 18 Gigabyte Fest­plat­ten­spei­cher und Breitband-Res­sour­cen von Minimum 12 MBit für das Spiel. Hinzu kommen die An­for­de­run­gen des Be­triebs­sys­tems, bei Windows 10 wären das als An­halts­punkt weitere ein bzw. zwei Gigabyte Ar­beits­spei­cher (32-Bit vs. 64-Bit) und 16 bzw. 32 Gigabyte Fest­plat­ten­spei­cher (32-Bit vs. 64-Bit).

Diese Eckdaten machen bereits deutlich: Weitere Programme parallel zu dem Minecraft-Server können Sie auf dem je­wei­li­gen PC nicht laufen lassen, sodass er aus­schließ­lich als Host fungiert. Die An­schaf­fung eines solchen Zweit-PCs zu dem ei­gent­li­chen Heimgerät, der nicht nur das heimische Breit­band­kon­tin­gent be­an­sprucht, sondern auch zu­sätz­li­che laufende Kosten in puncto Strom­ver­brauch bedeutet, ist in der Praxis wohl nur für die wenigsten Minecraft-En­thu­si­as­ten eine Option.

Tipp

Was ist ei­gent­lich ein Server? In unserem gleich­na­mi­gen Artikel zum Begriff „Server“ be­ant­wor­ten wir diese und viele weitere Fragen und gehen dabei unter anderem auch auf die dop­pel­deu­ti­ge Ver­wen­dung des Begriffs in der In­for­ma­tik ein!

Die flexible und häufig sogar sehr kos­ten­güns­ti­ge bzw. kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve besteht darin, die Hardware-Res­sour­cen für einen Minecraft-Server zu mieten – und damit das Hosting des Games in die Hände eines Providers zu geben. Auch bei dieser Option können Sie Ihren Server in­di­vi­du­ell aufsetzen und frei darüber bestimmen, ob der Server öf­fent­li­cher oder privater Natur sein soll. Die Fle­xi­bi­li­tät äußert sich ins­be­son­de­re auch in der leichten Ska­lier­bar­keit einer solchen Miet­lö­sung: Ein Großteil der heute ver­füg­ba­ren Server-Tarife bietet Ihnen nämlich die Mög­lich­keit, die gebuchte Hardware-Leistung jederzeit oder zumindest mo­nats­wei­se auf­zu­sto­cken oder run­ter­zu­fah­ren – ein klarer Vorteil gegenüber dem Heim-Server, dessen Auf­rüs­tung immer mit dem Kauf zu­sätz­li­cher bzw. neuer Hardware verknüpft ist, die Sie im Anschluss an die Ver­wen­dung nicht einfach wieder zu­rück­ge­ben können.

Hinweis

Mietbare Server-Res­sour­cen be­zeich­net man auch als In­fra­struc­tu­re-as-a-Service (IaaS), also IT-In­fra­struk­tur, die Nutzern von einem Anbieter im Rahmen einer Dienst­leis­tung zur Verfügung gestellt wird.

Welche Sys­tem­an­for­de­run­gen stellt ein Minecraft-Server?

Im vor­an­ge­gan­ge­nen Abschnitt haben wir bereits ein kleineres Re­chen­bei­spiel für die An­for­de­run­gen eines Minecraft-Servers an die Hardware an­ge­stellt, wobei der Fokus auf Arbeits- und Fest­plat­ten­spei­cher lag. Doch welche Angaben macht der Ent­wick­ler ei­gent­lich zur emp­foh­le­nen Pro­zes­sor­leis­tung? Und wie sehen die Vor­aus­set­zun­gen in puncto Be­triebs­sys­tem und weiterer Pflichtsoft­ware aus? Wir haben die wich­tigs­ten Sys­tem­an­for­de­run­gen des beliebten Sandbox-Vi­deo­ga­mes für Sie zu­sam­men­ge­fasst.

Hinweis

Die nach­fol­gend prä­sen­tier­ten Zahlen zu Ar­beits­spei­cher, CPU und Fest­plat­ten­spei­cher beziehen die benötigte Re­chen­leis­tung des gewählten Be­triebs­sys­tems nicht mit ein!

Be­triebs­sys­tem und sonstige Software

Um einen eigenen Minecraft-Server erstellen zu können, benötigen Sie zum einen die Minecraft-Server-Software. Der Ent­wick­ler Mojang stellt Ihnen zu diesem Zweck ein kos­ten­frei­es Setup zur Verfügung, das aus­schließ­lich mit der Minecraft: Java Edition kom­pa­ti­bel ist. Eine aktuelle Version der Java-Lauf­zeit­um­ge­bung (JRE) wird somit ebenfalls vor­aus­ge­setzt.

Zum anderen benötigen Sie ein Be­triebs­sys­tem, um Ihre Server-Res­sour­cen verwalten und die Minecraft-Server-Software in­stal­lie­ren zu können. In Zu­sam­men­hang mit dem lokalen Heim-Server ist bereits an­ge­deu­tet worden, dass Sie Ihre eigene Minecraft-Welt durchaus auf den stan­dard­mä­ßi­gen Nutzer-Be­triebs­sys­te­men von Microsoft wie Windows 10 oder Windows 8 zum Laufen bringen können – auch die In­stal­la­ti­on unter macOS (ab 10.4) ist laut Ent­wick­ler­an­ga­ben möglich. Für ein optimales Setup sind jedoch die klas­si­schen Server-Be­triebs­sys­te­me (Windows, UNIX/Linux) zu empfehlen:

  • Windows Server 2019 (auch ältere Editionen möglich)
  • Ubuntu
  • Debian
  • CentOS
  • openSUSE
Hinweis

Es ist er­for­der­lich, dass Sie Java über die Kom­man­do­zei­le verwenden können. Unter macOS und Linux sollte dies stan­dard­mä­ßig ein­ge­rich­tet sein. In Windows müssen Sie die Option häufig zunächst via PATH-Um­ge­bungs­va­ria­ble frei­schal­ten.

Re­chen­power: CPU und Ar­beits­spei­cher

Pro­zes­sor­leis­tung und Ar­beits­spei­cher spielen für die Per­for­mance eines Gaming-Servers eine über­ge­ord­ne­te Rolle. Auch bei der Zu­sam­men­stel­lung des Hardware-Setups Ihres Minecraft-Servers müssen Sie darauf achten, für genügend Re­chen­power zu sorgen. Wie viel CPU und RAM Sie konkret benötigen, lässt sich dabei gar nicht so pauschal de­fi­nie­ren, denn hierfür gilt es eine Menge Faktoren zu beachten:

So ist bei­spiels­wei­se ent­schei­dend, wie viele Spieler sich auf Ihrem Server austoben und in welcher Art und Weise diese mit der Spielwelt in­ter­agie­ren. Während ein Spie­ler­ob­jekt für sich genommen nämlich nur rund 50 bis 100 MB Ar­beits­spei­cher be­an­sprucht, muss der Server häufig we­sent­lich mehr Speicher pro Spieler einräumen, wenn:

  • ver­schie­de­ne Chunks (so werden die Teil­be­rei­che einer Minecraft-Welt genannt) auf­ge­sucht werden
  • die Bewegung durch Chunks in sehr schnellem Tempo statt­fin­det (z. B. auf einem Boot, via Zug oder per Gleitflug mit Elytren)
  • die Spielwelt ver­grö­ßert wird

Letzteres erhöht au­to­ma­tisch auch die An­for­de­run­gen an die benötigte CPU-Leistung, die zudem auch von Faktoren wie der Anzahl an Redstone-Elementen für die Minecraft-Elek­tro­nik und Mobs abhängt.

Um eine ungefähre Vor­stel­lung von den Re­chen­power-An­for­de­run­gen Ihres eigenen Minecraft-Servers zu bekommen, lohnt sich ein Blick auf die Emp­feh­lun­gen von Majong, die auf den Stan­dard­ein­stel­lun­gen in der server.conf basieren (also zum Beispiel eine maximale Objekt-Sicht­wei­te von 10) und eine noch neue Spielwelt vor­aus­set­zen:

Windows Server (ab 2008)

  CPU RAM Mögliche Spie­ler­zahl
Minimum „Intel Core“-basierte CPUs „AMD K8“-basierte CPUs 2 GB 1 bis 2 Spieler
Empfohlen „Intel Nehalem“-basierte CPUs „AMD K10“-basierte CPUs 4 GB 2 bis 5 Spieler
Optimal „Intel Nehalem“-basierte CPUs mit 3.6 GHz+ „AMD K10“-basierte CPUs mit 3.6 GHz+ 8 GB 6 Spieler oder mehr

UNIX/Linux-Server (GUI-Version)

  CPU RAM Mögliche Spie­ler­zahl
Minimum Intel Pentium 4 1.8 GHz AMD Athlon XP 1600+ PowerPC 750 1 GHz Power PC G4 1 GHz 512 MB 1 bis 2 Spieler
Empfohlen „Intel Core“-basierte CPUs „AMD K8“-basierte CPUs IBM 970 2.0 GHz 5 GB 3 bis 5 Spieler
Gut „Intel Core“-basierte CPUs „AMD K8“-basierte CPUs IBM 970 2.0 GHz+ 6 GB 5 bis 7 Spieler
Optimal „Intel Core“-basierte CPUs mit 3.6GHz+ „AMD K8“-basierte CPUs mit 3.6GHz IBM 970 2.0 GHz+ 6 GB 7 Spieler oder mehr

UNIX/Linux-Server (Konsolen-Version)

  CPU RAM Mögliche Spie­ler­zahl
Minimum Intel Pentium 4 2.0 GHz „AMD Athlon“-basierte CPUs 512 MB 1 bis 3 Spieler
Mittel Intel Pentium 4 2.8 GHz AMD Athlon XP 2600+ 1 GB 3 bis 5 Spieler
Empfohlen „Intel Core“-basierte CPUs „AMD K8“-basierte CPUs 4 GB 5 bis 8 Spieler
Gut Intel Core-basierte CPUs „AMD Ryzen 3“-basierte CPUs „AMD Ryzen 5“-basierte CPUs 5 GB 8 bis 12 Spieler
Optimal „Intel i5“-basierte CPUs „Intel i7“-basierte CPUs „AMD Ryzen 3“-basierte CPUs „AMD Ryzen 5“-basierte CPUs 6 GB 12 Spieler oder mehr
Hinweis

Mit der „Konsolen-Version“ ist in diesem Fall gemeint, dass Sie Ihren Minecraft-Server über das Terminal starten und verwalten. Insofern Sie erfahren im Umgang mit der Linux-Kom­man­do­zei­le sind, können Sie auf diese Weise Re­chen­res­sour­cen einsparen.

Fest­plat­ten­spei­cher und Breit­band­be­darf

Natürlich müssen Sie die Minecraft-Server-In­stal­la­ti­on sowie Nutzer- und Spielwelt-Daten auch auf Ihrem Server ab­spei­chern. Bezüglich der ein­zu­pla­nen­den Ka­pa­zi­tä­ten lassen sich hier grob folgende Richt­wer­te ansetzen:

  • 1 bis 2 Spieler: min­des­tens 2 Gigabyte freier Spei­cher­platz (5 GB bei stetigen Backups)
  • 3 bis 5 Spieler: min­des­tens 18 Gigabyte freier Spei­cher­platz
  • 6 Spieler oder mehr: min­des­tens 35 Gigabyte freier Spei­cher­platz

Das Fas­sungs­ver­mö­gen ist jedoch nicht der einzige Punkt, auf den Sie bei den Spei­cher­ein­hei­ten achten sollten. So können Sie bei Ihrem Server auf SSD-Speicher setzen, um den Start­pro­zess zu be­schleu­ni­gen. Für ein gutes und flüssiges Spiel­erleb­nis auf dem Minecraft-Server sind klas­si­sche HDD-Speicher aber prin­zi­pi­ell voll­kom­men aus­rei­chend.

Tipp

Mehr zu den Un­ter­schie­den der beiden großen Spei­cher­ty­pen finden Sie in unserem Artikel „SSD vs. HDD: Was sind die Un­ter­schie­de?“.

Die be­nö­tig­ten Breit­band­ka­pa­zi­tä­ten re­sul­tie­ren ebenfalls aus der Zahl aktiver Spieler auf dem Minecraft-Server. Wie beim Speicher zeigt sich Minecraft aber auch hier sehr genügsam: Die von Majong aus­ge­spro­che­nen Emp­feh­lun­gen – von 5 Mbit/s für 1–2 Spieler bis hin zu 45 Mbit/s für 6 oder mehr Spieler – stellen kein Problem dar, wenn Sie die Hardware und das Hosting für Ihren Minecraft-Server mieten. Für den Fall eines eigenen Servers daheim müssen Sie die Kenn­zah­len natürlich im Blick behalten und ggf. ein größeres Breit­band­pa­ket bestellen.

Minecraft-Server mieten bei IONOS: Welcher Server passt zu mir?

Die Suche nach der passenden Hardware-Basis für den eigenen Minecraft-Server ist nicht nur eine Frage des ge­eig­ne­ten Anbieters: Aus dem viel­fäl­ti­gen Angebot gilt es auch, das passende Server-Modell her­aus­zu­fil­tern. Bei IONOS haben Sie bei­spiels­wei­se grund­sätz­lich die Wahl zwischen

  • einem vServer (Virtual Private Server),
  • einem Cloud Server
  • und einem Dedicated Server.

Bei letzterem Modell können Sie zudem wählen, ob Sie die Ad­mi­nis­tra­ti­on der de­di­zier­ten Hardware als Root selbst über­neh­men oder ob Sie zu der Managed-Lösung greifen, bei der wir uns für Sie um die In­stal­la­ti­on und Ver­wal­tung von Software (Be­triebs­sys­tem etc.) kümmern.

Tipp

Nähere In­for­ma­tio­nen darüber, welche Vorteile eine de­di­zier­te Hosting-Lösung bietet, liefert unser Artikel Shared Hosting vs. Dedicated Hosting.

Die drei Server-Optionen von IONOS im Kurz­por­trät

Ein Dedicated Server mit speziell zu­ge­wie­se­ner Hardware in unserem Re­chen­zen­trum (für diesen Servertyp fallen Kosten an) ist eine her­vor­ra­gen­de Lösung für das Hosting einzelner Ap­pli­ka­tio­nen. Als Basis für Server-An­wen­dun­gen wie einen Minecraft-Server ist dieses Server-Modell folglich prä­de­sti­niert. Die Ab­rech­nung findet bei diesem Paket auf Mi­nu­ten­ba­sis statt.

Hinweis

Eine externe Breitband-Anbindung des Servers mit bis zu 400 Mbit/s ga­ran­tie­ren wir un­ab­hän­gig von dem gewählten Server-Modell.

Um einen Minecraft-Server zu erstellen und zu betreiben, sind aber auch die vir­tua­li­sier­ten Res­sour­cen, die Sie mit einem vServer oder Cloud Server mieten, bestens geeignet. Auch wenn Sie hier keine de­di­zier­ten Hardware-Kom­po­nen­ten erhalten, ist Ihnen die gebuchte Leistung nämlich jederzeit zu­ge­si­chert. Bei der Ent­schei­dung zwischen vServer und Cloud Server spielt schließ­lich das Ab­rech­nungs­mo­dell die ent­schei­den­de Rolle:

Sind Sie sich unsicher, wann und wie oft Sie Ihren Minecraft-Server laufen lassen möchten, ist ein Cloud-Server-Paket die perfekte Wahl, da wir hier nur die tat­säch­lich be­nö­tig­ten Res­sour­cen in Rechnung stellen.

Mieten Sie einen vServer, zahlen Sie monatlich einen fixen Betrag, un­ab­hän­gig davon, ob Ihr Minecraft-Server läuft oder nicht. Bei einem durch­gän­gi­gen Betrieb kommen Sie hierbei al­ler­dings deutlich kos­ten­güns­ti­ger weg als bei einem Cloud Server.

Drei mögliche Minecraft-Server-Szenarios und hierfür geeignete Server-Optionen bei IONOS

Für welches Server-Modell Sie sich auch ent­schei­den: Bei IONOS finden Sie jeweils ver­schie­de­ne Tarife vor, die sich hin­sicht­lich der of­fe­rier­ten Leistung un­ter­schei­den. Welcher dieser Tarife für Ihre Zwecke in Frage kommt, hängt folglich auch davon ab, wie groß die Minecraft-Welt ausfällt und wie viele Spieler gleich­zei­tig auf Ihrem Minecraft-Server aktiv sein sollen. In der nach­fol­gen­den Tabelle stellen wir Ihnen zur Ent­schei­dungs­hil­fe drei mögliche Szenarien für Ihren Gaming-Server inklusive der passenden Tarife innerhalb der drei Server-Modelle vor.

  Min­dest­an­for­de­run­gen (inklusive Be­triebs­sys­tem) Emp­foh­le­ner vServer (kostenlos) Emp­foh­le­ner Cloud Server (kostenlos) Emp­foh­le­ner Dedicated Server
Kleine Minecraft-Welt für 1–2 Spieler Windows: 2 GHz, 4 GB RAM, 40 GB Spei­cher­platz Linux: 2 GHz, 2 GB RAM, 20 GB Spei­cher­platz IONOS VPS (Virtual Server Cloud) RAM M IONOS Cloud Server RAM L -
Mit­tel­gro­ße Minecraft-Welt für 3–5 Spieler Windows: 2.8 GHz, 6 GB RAM, 55 GB Spei­cher­platz Linux: 2.8 GHz, 6 GB RAM, 35 GB Spei­cher­platz IONOS VPS (Virtual Server Cloud) L IONOS Cloud Server RAM L IONOS Dedicated Server L-32 HDD
Große Minecraft-Welt für 6 Spieler oder mehr Windows: 3.6 GHz, 10 GB RAM, 75 GB Spei­cher­platz Linux: 3.6 GHz, 7 GB RAM, 55 GB Spei­cher­platz IONOS VPS (Virtual Server Cloud) XL RAM IONOS Cloud Server XXL IONOS Dedicated Server L-32 HDD
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Minecraft-Server erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung (Windows Server)

Nachdem Sie sich für einen passenden Server ent­schie­den haben, können Sie nun Ihren Minecraft-Server erstellen und ein­rich­ten. Ob Sie Windows Server oder eine Linux-Dis­tri­bu­ti­on wie Ubuntu oder Debian als Sys­tem­grund­la­ge wählen, bleibt dabei Ihnen über­las­sen.

Tipp

Aus­führ­li­che An­lei­tun­gen zum Erstellen eines Minecraft-Servers für alle Be­triebs­sys­te­me liefert das of­fi­zi­el­le Minecraft-Wiki.

Wir zeigen in der nach­fol­gen­den Anleitung ex­em­pla­risch, wie Sie als IONOS-Kunde (vServer, Cloud Server, Dedicated Server) einen Minecraft-Server auf Windows Server 2016 zum Laufen bringen.

Schritt 1: Ver­bin­dung zum Server erstellen

Im ersten Schritt gilt es, eine Remote-Ver­bin­dung zu Ihrem Server auf­zu­bau­en. Falls Sie den Zugang noch nicht ein­ge­rich­tet haben, können Sie dies direkt über das IONOS Cloud Panel erledigen. Melden Sie sich hierfür zunächst auf der Login-Seite mit Ihren An­mel­de­da­ten an.

Wählen Sie im Menü die Rubrik „Server & Cloud“ aus und klicken Sie in der Auf­lis­tung den Server an, auf dem Sie Minecraft in­stal­lie­ren und hosten möchten. Scrollen Sie nach unten und drücken auf den Download-Link neben dem Eintrag „Remote-Desktop-Ver­bin­dung“:

Wählen Sie entweder direkt „Öffnen mit“ aus oder öffnen die Datei im Anschluss an den Download per Dop­pel­klick. Klicken Sie im nach­fol­gen­den Dialog-Fenster auf „Verbinden“ und wählen unter „Weitere Optionen“ den Punkt „Anderes Konto verwenden“ aus. Nun können Sie die An­mel­de­da­ten zu Ihrem Server eingeben – wenn Sie noch kein Passwort vergeben haben, finden Sie das Start-Kennwort in der Zeile „Initial-Passwort“.

Wenn Sie sich zum ersten Mal mit dem Server verbinden, wird eine Warnung über die Si­cher­heits-An­mel­de­infor­ma­tio­nen angezeigt. Zum Fort­fah­ren klicken Sie hier einfach auf „Ja“. Daraufhin wird die Remote-Ver­bin­dung zum Server aufgebaut.

Tipp

Sie können die Remote-Ver­bin­dung zu Ihrem Minecraft-Server bei IONOS jederzeit per Klick auf das „X“ in der am oberen Bild­schirm­rand prä­sen­tier­ten Ver­bin­dungs­leis­te beenden!

Schritt 2: Java in­stal­lie­ren

Bei der bis dato of­fi­zi­el­len Ser­ver­soft­ware für Minecraft handelt es sich wie bereits erwähnt um die Java-Edition, weshalb Sie Ihr System nun auf eine aktuelle Version der Lauf­zeit­um­ge­bung über­prü­fen. Laden Sie hierfür das Java Uninstall Tool herunter und führen die Anwendung nach dem Download aus. Klicken Sie auf „Agree“, überprüft die Software au­to­ma­tisch, ob Sie die aktuelle Version bzw. ob Sie Java überhaupt in­stal­liert haben.

Falls eine Ak­tua­li­sie­rung bzw. In­stal­la­ti­on notwendig ist, prä­sen­tiert der Un­in­stal­ler Ihnen die Nachricht „Out-of-Date Java Versions Detected“ bzw. „No Java Versions Detected“. Entfernen Sie zunächst die alte Java-Version (sofern vorhanden) und drücken Sie an­schlie­ßend den Button „Get Java“.

An­schlie­ßend sucht das Tool au­to­ma­tisch den Download-Link zur passenden Java-Edition heraus und Sie müssen lediglich den Download be­stä­ti­gen. Im letzten Schritt in­stal­lie­ren Sie Java mithilfe der her­un­ter­ge­la­de­nen Datei.

Schritt 3: Minecraft-Server in­stal­lie­ren

Laden Sie die Software für den Server (Minecraft: Java Edition Server) herunter. An­schlie­ßend erstellen Sie einen neuen Ordner an be­lie­bi­ger Stelle auf Ihrem Server-System und führen die her­un­ter­ge­la­de­ne JAR-Datei dort aus, um die In­stal­la­ti­on zu starten.

Ak­zep­tie­ren Sie die End­be­nut­zer­li­zenz­ver­ein­ba­run­gen, indem Sie die Textdatei eula.txt öffnen und den Eintrag „eula=false“ durch „eula=true“ ersetzen und die Än­de­run­gen speichern.

Klicken Sie erneut auf die Server-JAR-Datei, damit Ihr Minecraft-Server erstellt wird.

Schritt 4: Port freigeben

Ihr Minecraft-Server muss über einen offenen Port für alle po­ten­zi­el­len Spieler im lokalen Netzwerk bzw. Internet er­reich­bar sein. Stan­dard­mä­ßig sieht Minecraft hierfür den TCP-Port 25565 vor. Um dies zu über­prü­fen oder einen anderen Port zu vergeben, können Sie die server.pro­per­ties-Datei mit einem be­lie­bi­gen Text­edi­tor (z. B. WordPad) öffnen und die Zahl bei dem Eintrag „server-port=…“ checken bzw. anpassen.

An­schlie­ßend gilt es, den je­wei­li­gen Port auf Ihrem Server frei­zu­ge­ben. Hierfür rufen Sie ein weiteres Mal das IONOS Cloud Panel auf, wechseln in den „Server & Cloud“-Bereich und wählen im linken Men­über­eich zunächst „Netzwerk“ und dann „Firewall-Richt­li­ni­en“ aus:

Klicken Sie auf das in­stal­lier­te Be­triebs­sys­tem und scrollen Sie im nach­fol­gen­den Menü zu dem Men­über­eich „Eingehend“. Dort können Sie bereits einige Port-Einträge sehen, die auf den IONOS-Servern stan­dard­mä­ßig für die Kom­mu­ni­ka­ti­on nach außen geöffnet sind – bei­spiels­wei­se Port 80 für ein­ge­hen­den und aus­ge­hen­den Traffic von Web­ser­vern. Tragen Sie in die Ein­ga­be­zei­le den Port 25565 bzw. den Port ein, den Sie für Ihren Minecraft-Server verwenden möchten. Das Feld „Erlaubte IP“ lassen Sie frei, optional können Sie noch eine Be­schrei­bung für den frei­ge­ge­be­nen Port verfassen. Ab­schlie­ßend klicken Sie auf „Regel hin­zu­fü­gen“:

Schritt 5: Dem Server beitreten

Nun ist Ihr eigener Minecraft-Server startklar. Sie können Besitzer der Minecraft-Java-Edition nun jederzeit einladen, Ihre Mul­ti­play­er-Spielwelt zu erkunden. Hierfür müssen Sie lediglich die IP-Adresse Ihres Servers wei­ter­ge­ben (mit dieser Adresse verbinden Sie sich auch, wenn Sie die Remote-Ver­bin­dung aufbauen). Haben Sie die IP-Adresse Ihres Minecraft-Servers nicht mehr griff­be­reit, können Sie diese jederzeit im Cloud Panel (unter „In­fra­struk­tur“ à „Server“) in Erfahrung bringen.

Zur Ver­bin­dung mit dem Server starten Spieler nun die Minecraft-Anwendung und wählen den Mehr­spie­ler-Bereich aus. Nach einem Klick auf „Server hin­zu­fü­gen“ ist ein be­lie­bi­ger Ser­ver­na­me sowie die Adresse ein­zu­ge­ben. Ein weiterer Klick auf „Fertig“ und Ihr Minecraft-Server ist als aus­wähl­ba­rer Server verfügbar („Server beitreten“):

Nach dem Beitreten des Servers geht es für die Spieler direkt los: In unserer gerade er­stell­ten Minecraft-Welt ist es bereits Nacht und wir bekommen wir es direkt mit einem starken Re­gen­schau­er zu tun:

Schritt 6: Die Ein­stel­lun­gen des Minecraft-Servers anpassen

Als Server-Besitzer können Sie zahl­rei­che Ein­stel­lun­gen für Ihre Minecraft-Welt vornehmen. Dies geschieht vorrangig über die bereits bekannte server.pro­per­ties-Datei. Dort können Sie die Zahl der Mit­spie­ler festlegen („max-players=“), den Schwie­rig­keits­grad ändern („dif­fi­cul­ty=“), PvP ak­ti­vie­ren bzw. de­ak­ti­vie­ren („pvp=“) und noch viele weitere Mo­di­fi­zie­run­gen vornehmen. Tragen Sie dazu die ge­wünsch­te Zahl in die jeweilige Zeile ein oder ändern Sie das Kommando in „true“ oder „false“.

Einen Überblick über die ver­schie­de­nen Ein­stel­lungs­op­tio­nen gibt der Artikel über die server.pro­per­ties-Datei im of­fi­zi­el­len Minecraft-Wiki.

Tipp

Sie in­ter­es­sie­ren sich nicht nur für Minecraft, sondern möchten auch andere Spiele hosten? Im Digital Guide finden Sie unter anderem auch An­lei­tun­gen für einen CS:Go-Server und einen Land­wirt­schafts-Simulator-Server!

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