Beim Speichern einer Datei vergeben Sie eine ein­deu­ti­ge Be­zeich­nung. Dadurch erhalten alle Nutzer Auf­schluss über den Inhalt, ohne die Datei zu öffnen. Die Da­tei­endung wird beim Erstellen der Datei meist au­to­ma­tisch abhängig vom Da­tei­for­mat vergeben. Dadurch wissen Sie und weiß Ihr System, ob es sich um ein Bild, eine Au­dio­da­tei oder ein Vi­deo­for­mat handelt und welche Programme zum Öffnen der Datei geeignet sind. Neben gängigen Bei­spie­len wie .jpg, .mp3 oder .png gibt es noch eine Vielzahl weiterer Da­tei­endun­gen. Das Format .jar sorgt in vielen Fällen für Ver­un­si­che­rung, denn mit einem einfachen Dop­pel­klick lassen sich die Dateien weder öffnen noch ausführen.

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Worum handelt es sich bei .jar?

Hinter der Endung .jar ver­ste­cken sich zwei Da­tei­ar­ten aus dem Bereich der Pro­gram­mier­spra­che Java. So kann es sich zum einen um eine Java-An­wen­dungs­da­tei handeln. Dann hat man es also mit einem Programm zu tun, dass man auch starten kann. Mehr über das Ausführen einer .jar-Datei erfahren Sie im Abschnitt „Eine .jar-Datei ausführen“.

In den meisten Fällen enthält eine .jar-Datei jedoch eine Bi­blio­thek mit mehreren Dateien. Die Da­tei­endung .jar ist die Abkürzung für „Java Archive“. Ein solches Archiv enthält meist mehrere Java-Dateien und Metadaten, die Sie zu­sam­men­ge­fasst und kom­pri­miert versenden. Neben .jar-Dateien können auch Bilder, Au­dio­da­tei­en oder andere Da­tei­for­ma­te enthalten sein. Die Funk­ti­ons­wei­se ist daher ver­gleich­bar mit einer .zip-Datei.

Solche Bi­blio­the­ken werden meist verwendet, um die Pro­gram­mie­rung von Java-An­wen­dun­gen und -Applets zu ver­ein­fa­chen. Das Archiv aus Meta-In­for­ma­tio­nen, XML- oder JSON-Dateien, Grafiken und Sound-Dateien kann als fertiger Be­stand­teil in andere Projekte in­te­griert werden. Ein wichtiger Inhalt solcher Java-Bi­blio­the­ken ist das Manifest: In dieser Datei sind Details über die Version und den Autor des Codes enthalten. Handelt es sich bei dem Archiv um eine aus­führ­ba­re Datei, findet man auch hierzu weitere In­for­ma­tio­nen.

Hinweis

Oracle brachte in den 1990er-Jahren die platt­form­un­ab­hän­gi­ge und ob­jekt­ori­en­tier­te Pro­gram­mier­spra­che Java auf den Markt. Die Sprache lässt sich aufgrund Ihrer klaren Be­fehls­struk­tur auch zu den im­pe­ra­ti­ven Pro­gram­mier­spra­chen zählen.

Eine .jar-Datei öffnen: So geht’s

Um Zugriff auf die einzelnen Dateien eines Java-Archivs zu erhalten, entpacken Sie die Bi­blio­thek. Dabei gehen Sie wie bei einer .zip-Datei vor. Folgende Pack­pro­gram­me un­ter­stüt­zen das Da­tei­for­mat .jar beim Entpacken:

  • WinRAR: Eines der be­lieb­tes­ten kos­ten­lo­sen Tools zum Entpacken.
  • WinZip: In der Stan­dard­ver­si­on zu einem geringen Preis mit viel­fäl­ti­gen Optionen er­hält­lich.
  • 7-Zip: Bietet das eigene, ef­fi­zi­en­te Da­tei­for­mat .7z zur Ar­chi­vie­rung.
  • Ul­ti­ma­te­Zip: Eine kos­ten­lo­se Al­ter­na­ti­ve für Windows-Nutzer.
  • WinAce: Kos­ten­pflich­ti­ges Programm mit In­te­gri­täts­prü­fung.
  • IZArc2Go: Startet ohne In­stal­la­ti­on von externen Da­ten­trä­gern.
  • HaoZip: Un­ter­stützt 50 Da­tei­for­ma­te.

Haben Sie ein Programm in­stal­liert, entpacken Sie die .jar-Datei. Dazu stehen Ihnen zwei Mög­lich­kei­ten zur Verfügung:

Die .jar-Datei im Pack­pro­gramm öffnen

Öffnen Sie das in­stal­lier­te Pack­pro­gramm. An­schlie­ßend wählen Sie die .jar-Datei über den Dateipfad aus oder ziehen sie direkt in das Programm. Wählen Sie die Funktion „Entpacken“ aus und folgen Sie den An­wei­sun­gen des Programms.

Das Pack­pro­gramm im Kon­text­me­nü auswählen

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die .jar-Datei. An­schlie­ßend wählen Sie im Kon­text­me­nü die Option „Öffnen mit“ und das ent­spre­chen­de Pack­pro­gramm aus.

Ist der Vorgang ab­ge­schlos­sen und das Archiv entpackt, öffnen Sie den Ordner mit einem Dop­pel­klick. Darin sind alle ent­hal­te­nen Dateien auf­ge­lis­tet. An den Da­tei­endun­gen erkennen Sie das Da­tei­for­mat und ob Sie die Dateien öffnen können. Handelt es sich dabei um gängige Formate, öffnen Sie diese mit einem Dop­pel­klick. Um ein anderes Programm zum Ausführen aus­zu­wäh­len, öffnen Sie das Kon­text­me­nü mit einem Rechts­klick auf die Datei. An­schlie­ßend klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Option „Öffnen mit“ und wählen das ge­wünsch­te Programm aus.

Eine .jar-Datei ausführen

Befinden sich im Java Archive aus­führ­ba­re .jar-Dateien oder ist die Datei selbst aus­führ­bar, benötigen Sie ein spe­zi­el­les Programm. Das gängigste Programm Java Runtime En­vi­ron­ment (JRE) steht auf der Website von Java für die Be­triebs­sys­te­me Windows und macOS kostenlos zum Download zur Verfügung. Ist das Programm in­stal­liert, führen Sie eine .jar-Datei mit einem Dop­pel­klick aus. Das JRE ist eine Lauf­zeit­um­ge­bung, die das Ausführen der Dateien durch eine virtuelle Maschine – die Java Virtual Machine (JVM) – un­ab­hän­gig vom Be­triebs­sys­tem macht.

Möchte man selbst Java-An­wen­dun­gen ent­wi­ckeln (und eigene .jar-Dateien erstellen), braucht man zudem das Java De­ve­lo­p­ment Kit (JDK). OpenJDK ist eine freie Open-Source-Software, die kostenlos her­un­ter­ge­la­den werden kann.

Hinweis

Java funk­tio­niert platt­form­un­ab­hän­gig und ist daher auch bei Malware-Pro­gram­mie­rern beliebt. Führen Sie daher nur .jar-Dateien von bekannten Absendern oder ver­trau­ens­wür­di­gen Quellen aus! Im Zwei­fels­fall empfiehlt sich ein Check mit dem An­ti­vi­ren­pro­gramm.

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