Wollen Sie einen CS:GO-Server, auf dem Sie ungestört alleine oder privat mit Ihren Freunden spielen können (wahlweise mit den bestens bekannten KI-ge­steu­er­ten Bots), ist dies ebenfalls möglich, indem Sie Ihren eigenen Server hosten. Wie genau das funk­tio­niert und ob es sinnvoll ist, Hardware für einen CS:GO-Server zu mieten, erfahren Sie im Folgenden.

CS:GO: Eigener Server auf dem Heim-PC oder CS:GO-Server mieten?

Wollen Sie CS:GO gemeinsam mit Ihren Freunden spielen, haben Sie grund­sätz­lich drei ver­schie­de­ne Optionen:

  1. Ein ge­mein­sa­mes, privates Spiel via „Training mit Bots“ starten
  2. Gemeinsam einem Steam-Community-Server beitreten
  3. Einen eigenen CS:GO-Server erstellen und hosten

Ein ge­mein­sa­mes Spiel über den Modus „Training mit Bots“ ist schnell auf­ge­setzt: Sie müssen Ihre Freunde zuvor lediglich im Game zum ge­mein­sa­men Spiel einladen, an­schlie­ßend starten Sie den Server und passen die Anzahl der Bots wie gewünscht an. Hin­sicht­lich der weiteren Ein­stel­lungs­mög­lich­kei­ten sind Sie in diesem Fall jedoch stark ein­ge­schränkt. Noch stärker sind die Re­strik­tio­nen, wenn Sie gemeinsam einem öf­fent­li­chen Community-Server beitreten, denn dort ent­schei­det der Betreiber über die Kon­fi­gu­ra­ti­on des CS:GO-Servers. Zudem ist es auf diesen Servern jederzeit möglich, dass fremde Spieler joinen. Beide Varianten für das ge­mein­sa­me Spiel­erleb­nis können Sie al­ler­dings pro­blem­los auf dem eigenen PC ausführen.

Hinweis

Die of­fi­zi­el­len CS:GO-Server un­ter­schei­den sich von Dedicated Servern (Steam Community bzw. selbst gehostet) in einem ent­schei­den­den Punkt, der seit Jahren heiß dis­ku­tiert wird: Die Spiel­in­for­ma­tio­nen werden mit 64 Ticks pro Sekunde ver­ar­bei­tet – auf den de­di­zier­ten Servern sind es 128 Ticks pro Sekunde. Spie­ler­ak­tio­nen (Be­we­gun­gen, Treffer etc.) werden hier also mit doppelter In­ten­si­tät ver­ar­bei­tet, was – zumindest in der Theorie – eine präzisere Spiel­aus­wer­tung er­mög­licht. In der Praxis ist der Un­ter­schied für den Großteil der Spieler durch Server-Lag und un­zu­rei­chen­de tech­ni­sche Grund­la­gen (vor allem In­ter­net­ver­bin­dung) nicht spürbar.

Wollen Sie sämtliche Frei­hei­ten in puncto Spiel­mo­dus und Server-Kon­fi­gu­ra­ti­on besitzen, ist die dritte Option für Sie die passende Lösung. Auf einem de­di­zier­ten Server, den Sie selbst hosten, können Sie frei ent­schei­den, wer beitreten darf, und passen das Setup ganz nach Ihren Vor­stel­lun­gen in Echtzeit an. Da die Dedicated-Server-Software eigene Re­chen­ka­pa­zi­tä­ten in Anspruch nimmt und nicht gemeinsam mit dem Client läuft, benötigen Sie in diesem Fall zu­sätz­li­che Hardware und Breit­band­leis­tung für den CS:GO-Server. Diese Netz- und Server-Res­sour­cen bei einem Provider zu mieten ist nicht nur eine prak­ti­sche, sondern auch kos­ten­güns­ti­ge Al­ter­na­ti­ve zu einem zweiten PC, der mit zu­sätz­li­chen An­schaf­fungs- und Strom­kos­ten verbunden wäre.

Diese Sys­tem­an­for­de­run­gen stellt ein CS:GO-Server

Die Hardware-An­for­de­run­gen eines eigenen Servers für „Counter-Strike: Global Offensive“ sind schnell erfüllt: Trotz re­gel­mä­ßi­ger Er­neue­run­gen inklusive kleinerer, leis­tungs­tech­ni­scher Updates hat das Game schließ­lich schon einige Jahr auf dem Buckel. Konkrete Angaben zum Mindest-Setup gibt es von Seiten des Ent­wick­lers Valve al­ler­dings nicht. Bei der Zu­sam­men­set­zung und Er­stel­lung eines neuen CS:GO-Servers sind Er­fah­rungs­wer­te daher der beste Ori­en­tie­rungs­punkt.

Prozessor (CPU)

Die Höhe der er­for­der­li­chen Takt­fre­quenz ist ins­be­son­de­re davon abhängig, wie viele Spieler gleich­zei­tig auf Ihrem CS:GO-Server aktiv sind. In einer minimalen Kon­fi­gu­ra­ti­on für wenige Ser­ver­teil­neh­mer sind z. B. Intel- bzw. AMD-CPUs mit 2 GHz aus­rei­chend. Planen Sie al­ler­dings einen Server, der für eine hohe Spie­ler­an­zahl (ab 12 Spieler) verfügbar sein soll, wird ein CPU mit 2,8 GHz oder mehr benötigt. Ein wichtiger Faktor, den es hierbei zu beachten gilt: Die CS:GO-Server-Anwendung ist grund­sätz­lich als Single-Core-Anwendung kon­zi­piert. Um eine optimale Per­for­mance zu ge­währ­leis­ten, ist daher ein Host­sys­tem mit hoher Single-Core-Leistung zu empfehlen, da die Ver­tei­lung auf mehrere Kerne sub­op­ti­mal ist und das Leis­tungs­po­ten­zi­al au­to­ma­tisch ver­rin­gert.

Ar­beits­spei­cher (RAM)

In puncto Ar­beits­spei­cher stellt ein CS:GO-Server keine großen Ansprüche. Für ein Hosting der stan­dard­mä­ßi­gen Modi und Maps können Sie im Prinzip mit schmalen 100 MB pro Nutzer planen. Mit einem Basiswert von 2 GB RAM lassen sich theo­re­tisch also bis zu 20 Spieler bedienen. In der Praxis sollten Sie hier aber natürlich auch einen gewissen Puffer be­reit­stel­len. Wollen Sie auf Ihrem CS:GO-Server Mods und Plugins verwenden, fordert dies den Ar­beits­spei­cher in be­son­de­rem Maße: In diesem Fall ist weitere zu­sätz­li­che RAM-Leistung zu empfehlen.

Fest­plat­ten­spei­cher

Wenn Sie einen CS:GO-Server erstellen, müssen Sie natürlich auch dafür Sorge tragen, dass genügend Spei­cher­platz für die einzelnen Spiel­da­tei­en vorhanden ist. Für die Basis-In­stal­la­ti­on ohne zu­sätz­li­che Mods, Maps, Plugins etc. sollten Sie rund 15 bis 20 GB einplanen. Falls Sie re­gel­mä­ßi­ge Backups erzeugen möchten, sollten Sie natürlich mit we­sent­lich mehr Fest­plat­ten­spei­cher rechnen (Emp­feh­lung: 50 GB oder mehr). Ob Sie sich für klas­si­sche HDD-Da­ten­trä­ger oder einen leis­tungs­stär­ke­ren Server mit SSD ent­schei­den, spielt bei einem CS:GO-Server im Übrigen nur eine un­ter­ge­ord­ne­te Rolle. Aufgrund der schnel­le­ren Schreib- und Le­se­ge­schwin­dig­kei­ten, die SSDs aus­zeich­nen, und der Tatsache, dass diese stark im Preis gesunken sind, spricht jedoch viel für einen Einsatz der modernen Spei­cher­lö­sung.

Be­triebs­sys­tem

Um Ihre Server-Hardware zu verwalten, benötigen Sie natürlich auch ein Be­triebs­sys­tem. Die CS:GO-Server-Software „SteamCMD“, die im Übrigen auch das Hosting diverser anderer Steam-Games er­mög­licht, ist grund­sätz­lich für alle drei großen Systeme – Windows, macOS und Linux – verfügbar. Bei der In­stal­la­ti­on unter macOS kommt es jedoch immer wieder zu Problemen, weshalb wir Ihnen die Nutzung der klas­si­schen Server-Systeme von Microsoft (Windows Server 2016 oder 2019) und UNIX/Linux (Ubuntu, CentOS, Debian, openSUSE) empfehlen.

Bedenken Sie, dass Sie auch für das Be­triebs­sys­tem Hardware-Res­sour­cen einplanen müssen.

Für Windows Server 2016 empfiehlt Her­stel­ler Microsoft bei­spiels­wei­se min­des­tens:

  • einen 1,4-GHz-Prozessor (64-Bit)
  • 512 MB bzw. 2 GB Ar­beits­spei­cher (ohne bzw. mit gra­fi­scher Ober­flä­che)
  • 32 GB Fest­plat­ten­spei­cher

Für die In­stal­la­ti­on des bei Linux-Ver­fech­tern beliebten Ubuntu empfiehlt Ent­wick­ler Canonical folgende Min­dest­wer­te (Version 20.04):

  • einen 2-GHz-Prozessor (64-Bit)
  • 4 GB Ar­beits­spei­cher
  • 25 GB Fest­plat­ten­spei­cher

Al­ter­na­tiv gibt es mit der Ubuntu Server Edition, die stan­dard­mä­ßig nicht über eine grafische Ober­flä­che verfügt, eine deutlich schlan­ke­re Ausgabe, die sich mit einem 1-GHz-Prozessor (64-Bit), 1 GB Ar­beits­spei­cher und 2,5 GB Fest­plat­ten­spei­cher zu­frie­den­gibt.

Breit­band­be­darf

Als Shooter zählt „Counter-Strike: Global Offensive“ zu der Art von Spielen, bei denen es besonders wichtig ist, dass Spieler und Server einen möglichst geringen Ping (auch „Latenz“) haben. Mit anderen Worten: Der Zeitraum, den Da­ten­pa­ke­te für den Weg von den Geräten der Spieler zum Server benötigen bzw. umgekehrt, muss so kurz wie möglich sein. Hierfür ist es er­for­der­lich, dass Ihr CS:GO-Server über einen guten Breit­band­an­schluss verfügt. Wichtig ist dabei aus Server-Sicht in erster Linie der Upload-Wert (auch „Uplink“), der darüber ent­schei­det, wie schnell der Server Daten an die Spieler senden kann.

Valve gibt als Upload-Richtwert für Source-Games wie CS:GO 53,4 Kbit/s pro Spieler an. Daraus ergeben sich folgende Be­darfs­sze­na­ri­en in Relation zur Server-Größe:

Spieler auf Server Bedarf an Upload-Ka­pa­zi­tä­ten
2 Spieler 128 Kbit/s
4 Spieler 256 Kbit/s
12 Spieler 640 Kbit/s
24 Spieler 1.280 Kbit/s (1,28 Mbit/s)
32 Spieler 1.708 Kbit/s (1,71 Mbit/s)
Hinweis

Im Vergleich zum Down­stream fällt der Upstream bei In­ter­net­zu­gän­gen deutlich geringer aus. Klas­si­sche DSL-16.000-Tarife bei­spiels­wei­se bieten zwar bis zu 16 Mbit/s Download-Speed, aber häufig nur zwischen 1 bis 2 Mbit/s Upload-Ge­schwin­dig­keit!

CS:GO-Server mieten bei IONOS: Welches Modell eignet sich am besten?

Hardware für einen CS:GO-Server zu mieten, ist deutlich bequemer, als diese selbst zu­sam­men­zu­stel­len und an­zu­schaf­fen. Zudem sind Sie bei einer ge­mie­te­ten Lösung für Ihren CS:GO-Server deutlich flexibler, denn in den meisten Fällen können Sie die gebuchte Leistung zeitnah auf­sto­cken oder zu­rück­fah­ren bzw. gänzlich ab­be­stel­len. Bei einem eigenen Server zuhause genießen Sie diesen Vorzug nicht! Hinzu kommt die Tatsache, dass Sie Server bzw. Server-Res­sour­cen mitt­ler­wei­le zu sehr er­schwing­li­chen Preisen mieten können.

Die Suche nach einem ge­eig­ne­ten Provider ist aber gar nicht so einfach – ins­be­son­de­re, da häufig aus dem of­fe­rier­ten Angebot auch noch das passende Server-Modell zu wählen ist. Bei IONOS stehen Ihnen folgende drei Varianten zur Verfügung:

  • Dedicated Server (de­di­zier­ter Server, wahlweise selbst ad­mi­nis­triert oder als Managed-Lösung durch IONOS)
  • vServer (Virtual Private Server, kurz VPS)
  • Cloud Server

Die drei IONOS-Server im Vergleich: Dedicated Server mit leichten Vorteilen

Um die Frage zu klären, welches IONOS-Modell am besten für das Erstellen eines CS:GO-Servers geeignet ist, blicken wir kurz auf die drei ver­füg­ba­ren Lösungen:

Ent­schei­den Sie sich für einen Cloud Server, erhalten Sie Zugriff auf vir­tua­li­sier­te Res­sour­cen, deren konkrete Leis­tungs­ka­pa­zi­tät vom gewählten Tarif abhängt. Wollen Sie Ihren CS:GO-Server spontan für mehr Spieler zur Verfügung stellen, können Sie diese Ka­pa­zi­tä­ten jederzeit bequem über Ihren Account hoch- und an­schlie­ßend zu­rück­fah­ren. Da die Leistung mi­nu­ten­ge­nau ab­ge­rech­net wird, bezahlen Sie nur die Res­sour­cen, die Sie in Anspruch genommen haben.

Hinweis

Eine externe Breit­band­an­bin­dung des Servers mit bis zu 400 Mbit/s ga­ran­tiert IONOS un­ab­hän­gig von dem gewählten Server-Modell.

Auch bei einem vServer mieten Sie vir­tua­li­sier­te Res­sour­cen. Al­ler­dings handelt es sich dabei grund­sätz­lich um ein festes Setup, für das Sie monatlich einen fixen Betrag zahlen – un­ab­hän­gig davon, ob Sie Ihren CS:GO-Server nutzen oder nicht. Planen Sie, Ihren Server durch­gän­gig verfügbar zu machen, ist dieses Modell aber deutlich kos­ten­güns­ti­ger als ein Cloud Server.

Die prä­de­sti­nier­te Option für das Erstellen eines CS:GO-Servers bei IONOS ist aber ein Dedicated Server: Bei diesem Modell erhalten Sie Zugriff auf Hardware, die speziell Ihnen zu­ge­wie­sen und optimal für das Hosting einzelner An­wen­dun­gen geeignet ist. Ins­be­son­de­re die starke Single-Core-CPU-Power mit bis zu 3,8 GHz ist ein starkes Argument für das Dedicated Hosting von „Counter-Strike: Global Offensive“.

CS:GO-Server: Drei Szenarios und die dazu passenden IONOS-Server-Tarife

Wie erwähnt bietet IONOS für jedes der drei auf­ge­zeig­ten Server-Modelle auch ver­schie­de­ne Tarife an, die sich in puncto Leistung und Kosten un­ter­schei­den.

In der nach­fol­gen­den Tabelle stellen wir drei mögliche Szenarien für Ihren eigenen CS:GO-Server inklusive passender Tarife für vServer, um Sie best­mög­lich bei der Ent­schei­dungs­fin­dung zu un­ter­stüt­zen.

 Emp­foh­le­ner vServer 
2-8 Spieler (Standard Modi/-Maps)Virtual Server Cloud L (VPS L) 
8-24 Spieler (Standard Modi/-Maps)IONOS Virtual Server Cloud XL (VPS XL) oderIONOS Virtual Server Cloud L RAM (VPS L RAM) 
Mehr als 24 Spieler (Standard Modi/-Maps)IONOS Virtual Server Cloud XL (VPS XL) oderIONOS Virtual Server Cloud L RAM (VPS L RAM) 
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CS:GO-Server erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung (Windows Server)

Wenn Sie die passende Hosting-Lösung für Ihren eigenen CS:GO-Server gefunden haben, gilt es nur noch, das ge­wünsch­te Be­triebs­sys­tem zu in­stal­lie­ren. Die klas­si­schen Server-Be­triebs­sys­te­me wie Windows Server, Linux oder Debian sind dabei in jedem Fall zu empfehlen – op­ti­ma­ler­wei­se führen Sie außer der System-Software und der SteamCMD keine weiteren An­wen­dun­gen auf dem Server aus.

In der nach­fol­gen­den Anleitung zeigen wir ex­em­pla­risch auf, wie Sie als IONOS-Kunde (vServer, Cloud Server, Dedicated Server) einen CS:GO-Server auf Windows Server 2016 zum Laufen bringen.

Schritt 1: Ver­bin­dung zum Server erstellen

Bevor Sie Ihren CS:GO-Server erstellen können, müssen Sie zunächst eine Remote-Ver­bin­dung zu dem Server aufbauen. Falls Sie diese bis dato noch nicht ein­ge­rich­tet haben, erledigen Sie dies pro­blem­los über das IONOS Cloud Panel. Melden Sie sich zu diesem Zweck auf der Login-Seite mit Ihren Daten an und gehen Sie im Panel in die Rubrik „Server & Cloud“.

In der Auf­lis­tung wählen Sie nun den Server aus, auf dem Sie „Counter-Strike: Global Offensive“ in­stal­lie­ren und ausführen möchten. In den daraufhin prä­sen­tier­ten Daten und In­for­ma­tio­nen zu dem Server finden Sie unter „Zu­gangs­da­ten“ den Eintrag „Remote-Desktop-Ver­bin­dung“ inklusive Download-Link, den Sie in gewohnter Manier anklicken können:

Behalten Sie die Option „Öffnen mit“ bei oder speichern Sie die Datei an ge­wünsch­ter Stelle lokal ab, um sie im Anschluss per Dop­pel­klick aus­zu­füh­ren. Im Fol­ge­dia­log drücken Sie dann auf „Verbinden“:

Im nächsten Fenster klicken Sie auf „Weitere Optionen“, um dort den Punkt „Anderes Konto verwenden“ aus­zu­wäh­len. Geben Sie die An­mel­de­infor­ma­tio­nen zu Ihrem CS:GO-Server ein – sollten Sie noch kein in­di­vi­du­el­les Kennwort vergeben haben, finden Sie das „Initial-Passwort“ in den Zu­gangs­da­ten im Cloud Panel.

Beim ersten Ver­bin­dungs­auf­bau zum Server erhalten Sie eine Si­cher­heits­war­nung: Das Zer­ti­fi­kat ist noch nicht als ver­trau­ens­wür­dig ein­ge­stuft. Über die Schalt­flä­che „Ja“ können Sie die Remote-Ver­bin­dung endgültig eta­blie­ren.

Tipp

Die Remote-Ver­bin­dung zu Ihrem CS:GO-Server lässt sich jederzeit per Klick auf das „X“ in der am oberen Bild­schirm­rand prä­sen­tier­ten Ver­bin­dungs­leis­te stoppen.

Schritt 2: SteamCMD in­stal­lie­ren

Für das Erstellen eines CS:GO-Servers benötigen Sie die bereits erwähnte Server-Anwendung SteamCMD, die Sie über folgenden Download-Link (Windows) her­un­ter­la­den können.

Entpacken Sie die gezippte Datei nach dem Download in einen passenden Ordner auf Ihrem Server (z. B. unter C:\SteamCMD) und führen Sie diese im Anschluss per Dop­pel­klick aus, um die In­stal­la­ti­on von SteamCMD zu starten. Windows öffnet für diesen Prozess au­to­ma­tisch die Ein­ga­be­auf­for­de­rung.

Schritt 3: CS:GO Dedicated Server in­stal­lie­ren

In die Steam-Ein­ga­be­zei­le „Steam>“ tippen Sie nun folgenden Befehl ein, um das In­stal­la­ti­ons­ver­zeich­nis (hier in C:) für den CS:GO-Server fest­zu­le­gen:

force_install_dir C:\csgo-ds\

Im nächsten Schritt melden Sie sich als anonymer Nutzer auf dem öf­fent­li­chen Steam-Server an:

login anonymous

Ab­schlie­ßend in­stal­lie­ren Sie die aktuelle Dedicated-Server-Version von „Counter-Strike: Global Offensive“ mit folgender Eingabe:

app_update 740 validate

Sobald die In­stal­la­ti­on beendet ist, melden Sie sich mit der Eingabe „quit“ vom Steam-Server ab.

Hinweis

Bei der im Befehl ver­wen­de­ten Zahl „740“ handelt es sich um die App-ID der CS:GO-Server-Anwendung im Steam-Netzwerk. Für ein späteres Update genügt das Kommando „app_update 740“.

Schritt 4: Game Server Login Token (GSLT) ge­ne­rie­ren

Wenn Sie einen CS:GO-Server erstellen, müssen Sie diesen mithilfe eines Game Server Login Tokens (GSLT) mit einem of­fi­zi­el­len Steam-Account ver­knüp­fen. An­dern­falls können Sie Ihren Server aus­schließ­lich im lokalen Netzwerk be­reit­stel­len.

Hinweis

Hin­ter­grund der Ver­knüp­fung des Servers mit einem of­fi­zi­el­len Steam-Account ist, dass Ent­wick­ler Valve so gezielt gegen Nutzer vorgehen kann, die beim Betreiben eines CS:GO-Servers gegen die geltenden Richt­li­ni­en verstoßen.

Um ein Token zu ge­ne­rie­ren, rufen Sie die Steam-Spiel­ser­ver-Ac­count­ver­wal­tung auf und melden sich dort zunächst mit Ihrem bzw. dem Steam-Account, mit dem Sie den Server ver­knüp­fen möchten, an. Nach der Anmeldung geben Sie die App-ID des Grund­spiels (nicht die ID der Server-Anwendung!) – „730“ für „Counter-Strike: Global Offensive“ – sowie eine optionale Be­schrei­bung des Tokens ein und klicken auf „Erstellen“:

Notieren Sie sich das ge­ne­rier­te Token bzw. speichern Sie es in einem separaten Dokument, um es beim noch folgenden Ver­bin­dungs­auf­bau zum Server griff­be­reit zu haben. Sie finden den Code auch jederzeit in der Steam-Spiel­ser­ver-Ac­count­ver­wal­tung wieder.

Schritt 5: Port freigeben

Bevor Sie Ihren CS:GO-Server nun starten, gilt es noch die passenden Ports frei­zu­ge­ben, um den Server auch im Community-Server-Browser auf­find­bar zu machen. Konkret handelt es sich hierbei um die TCP- und UDP-Ports mit der Nummer 27015, die Sie öffnen müssen, damit Ihr Server über das Internet mit den einzelnen Clients kom­mu­ni­zie­ren kann. Die Freigabe können Sie bei einem IONOS-Server bequem über das Cloud Panel erledigen.

Rufen Sie zu diesem Zweck wie bei der Ein­rich­tung der Remote-Ver­bin­dung die Rubrik „Cloud & Server“ auf. Im linken Sei­ten­me­nü wählen Sie an­schlie­ßend erst „Netzwerk“ und danach „Firewall-Richt­li­ni­en“ aus. Klicken Sie auf Ihren CS:GO-Server und na­vi­gie­ren Sie nach unten zu der Sparte „Eingehend“. Erstellen Sie ab­schlie­ßend eine neue Regel mit den folgenden Ei­gen­schaf­ten:

  • Erlaubte IP: alle (hierfür einfach das Feld frei­las­sen)
  • Protokoll: TCP/IP
  • Port(s): 27015
  • Be­schrei­bung: in­di­vi­du­el­le Be­schrei­bung der Port-Freigabe

Be­stä­ti­gen Sie die neue Regel über den Button „Regel hin­zu­fü­gen“ und warten Sie, bis die Neu-Kon­fi­gu­ra­ti­on des Servers ab­ge­schlos­sen ist. In einigen Fällen kann es notwendig sein, den Server nach der Port-Freigabe neu zu starten.

Schritt 6: CS:GO-Server starten

Da alle wichtigen Vor­be­rei­tun­gen getroffen sind, können Sie endlich Ihren eigenen, öf­fent­li­chen CS:GO-Server starten. Der ein­fachs­te Weg führt über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung: Rufen Sie die Windows-Kom­man­do­zei­le auf und wechseln Sie in das Ver­zeich­nis des CS:GO Dedicated Servers. Wir haben die Server-Anwendung unter C:\csgo-ds abgelegt, weshalb der passende CMD-Befehl in unserem Fall fol­gen­der­ma­ßen aussieht:

cd C:\csgo-ds

Mit den passenden CS:GO-Konsolen-Pa­ra­me­tern können Sie in dem Ver­zeich­nis nun den Server starten. Wichtig ist, dass Sie zu­sätz­lich zu den Angaben zu Spiel­mo­dus, Map und Co. auch das Game Server Login Token einfügen. Ein mögliches Start-Setup (Casual Game, Arms Race, Startmap: de_dust2) inklusive an­ge­häng­tem GSLT führen Sie mit folgendem Befehl aus:

srcds -game csgo -console -usercon +game_type 0 +game_mode 0 +mapgroup mg_active +map de_dust2 +sv_setsteamaccount INDIVIDUELLES GAME SERVER LOGIN TOKEN

Im Anschluss startet Ihr CS:GO-Server, wobei Sie den Start­pro­zess und den laufenden Ser­ver­pro­zess in einem neuen Fenster be­ob­ach­ten können.

Tipp

Eine Auf­lis­tung diverser Befehle zur Kon­fi­gu­ra­ti­on des CS:GO-Servers finden Sie in folgendem Beitrag auf Total CS:GO. Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen zu er­wei­ter­ten Server-Settings mit separaten Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en liefert der Dedicated-Server-Artikel im Valve-Developer-Bereich.

Schritt 7: Dem CS:GO-Server beitreten

Sie und alle anderen Spieler, mit denen Sie Ihren neu auf­ge­setz­ten CS:GO-Server teilen möchten, können nun jederzeit dem in­iti­ier­ten Spiel beitreten, solange Sie die Server-Anwendung laufen lassen. Dazu sind folgende Schritte zu erledigen:

  1. Starten Sie „Counter-Strike: Global Offensive“.
  2. Klicken Sie auf „CS:GO spielen“.
  3. Wählen Sie im Spielen-Menü die Option „Com­mu­ni­ty­ser­ver­brow­ser“ aus.
  4. Wechseln Sie in den Reiter „Favoriten“ und klicken Sie auf „Server hin­zu­fü­gen“.
  5. Tippen Sie die IP-Adresse Ihres CS:GO-Servers ein (u. a. im IONOS Cloud Panel zu finden) und drücken Sie auf „Diese Adresse zu Favoriten hin­zu­fü­gen“.
  6. Im Server-Browser sollten Sie nun Ihren Server zur Auswahl prä­sen­tiert bekommen – eventuell ist es er­for­der­lich, dass Sie zunächst einmal auf „Ak­tua­li­sie­ren“ drücken. Per Klick auf „Verbinden“ oder per Dop­pel­klick auf den Server-Eintrag stellen Sie schließ­lich die Ver­bin­dung her.

Funk­tio­niert die Anmeldung wie geplant, finden Sie sich sogleich in dem per Kommando de­fi­nier­ten Modus und auf der ge­wünsch­ten Map wieder. In unserem Beispiel geht es direkt mit Bots und der beliebten Bom­ben­ent­schär­fungs-Map Dust 2 – bestens auch unter dem Da­tei­na­men „de_dust2“ bekannt – los:

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