Gibt man einen Such­be­griff in eine Such­ma­schi­ne wie Google ein, er­schei­nen binnen Mil­li­se­kun­den oft mehrere Hun­dert­tau­send Er­geb­nis­se. Diese sind in den Such­ergeb­nis­sen weiter un­ter­teilt, unter anderen in „Bilder“, wo Fotos gelistet werden, die dem Such­be­griff zu­ge­ord­net sind. Der um­ge­kehr­te Fall: Haben Sie schon einmal vor einem Bauwerk gestanden und sich gefragt: „Was für ein Gebäude war das doch bloß?“ In so einem Fall kann Ihnen die um­ge­kehr­te Bil­der­su­che wei­ter­hel­fen. Hier greift das Google-Ge­dächt­nis auf den vor­han­de­nen Bilder-Pool zu und gleicht ihn mit Ihrem Suchbild ab.

Noch ein Fall: Sie haben ein Foto als Datei vorliegen und möchten prüfen, ob das Foto noch auf anderen Websites verwendet wird. Wie Sie mit ver­schie­de­nen Endgräten und Be­triebs­sys­te­men die Rückwärts-Bil­der­su­che bei Google nutzen, erklärt Ihnen unser Ratgeber.

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Was sucht Google rückwärts mit einem Bild?

Die um­ge­kehr­te Bil­der­su­che von Google versucht, spe­zi­fi­sche Merkmale in einem Bild fest­zu­stel­len. Anhand von Umrissen, Struk­tu­ren, Schrift­zü­gen, Logos, Farben und Kom­bi­na­tio­nen dieser Merkmale werden bestimmte Objekte in einem Bild iden­ti­fi­ziert. Das Such­ergeb­nis zeigt einzelne oder mehrere erkannte Objekte, ähnliche Bilder oder Webseiten an, die diese oder ähnliche Bilder enthalten.

Um solche Such­ergeb­nis­se zu erhalten, müssen Sie das zu un­ter­su­chen­de Foto an Google senden. Das funk­tio­niert im Browser am besten auf dem Desktop. Auf Mo­bil­ge­rä­ten, die eine Kamera besitzen, können Sie es über „Google Lens“ versuchen. Das Prinzip ist gleich: Google macht einen Abgleich mit vor­lie­gen­den Bild­da­ten­ban­ken.

Den um­ge­kehr­ten Fall, die direkte Bil­der­su­che, kennen Sie wahr­schein­lich schon: Per Text­ein­ga­be kann man sich gezielt Bilder als Such­ergeb­nis­se anzeigen lassen. Dabei lassen sich dann auch zur Ver­fei­ne­rung und De­tail­su­che die Google-Ope­ra­to­ren im Ein­ga­be­feld verwenden. Ist der Standort von PC, Handy oder Tablet bekannt, er­schei­nen zuerst vorrangig lokale Such­ergeb­nis­se.

Google-Suche mit Bild am PC

Am PC wird mit hoher Wahr­schein­lich­keit die Bil­der­su­che mit einem bereits vor­han­de­nen Bild von der Fest­plat­te genutzt. Dazu wird im Browser Chrome, Firefox oder Safari folgende URL auf­ge­ru­fen:

https://images.google.com

Al­ter­na­tiv ist in der Google-Suche unter dem Ein­ga­be­feld ein Icon mit blau un­ter­leg­tem Link „Bilder“ (1) zu finden, der zur gleichen Adresse (2) führt. Mit Klick auf das Ka­me­ra­sym­bol öffnet sich das Fenster „Bil­der­su­che“ (3). Laden Sie das Bild für die Suche auf Google hoch. Dafür stehen zwei Mög­lich­kei­ten zur Verfügung.

Bild: Rückwärts-Bildersuche: Google Images aufrufen
Rückwärts-Bil­der­su­che: Google Images aufrufen
  1. Wenn ein Bild von einer Webseite zur Suche ein­ge­setzt werden soll, fügen Sie die URL ein (4a). Die Web­adres­se des Bildes erhält man mit Rechts­klick auf das Bild und „Gra­fi­k­adres­se kopieren“ im Dia­log­me­nü.
  2. Aus dem Windows-Explorer, aus dem Mac-Finder oder vom Desktop lässt sich das Bild auch einfach per Drag & Drop hochladen (4b). Dazu wählen Sie die Option „Bild hochladen“. Statt das Bild mit Drag & Drop ein­zu­fü­gen, können Sie auch den Ordner-Pfad des Bildes auf Ihrem PC mit „Durch­su­chen“ ein­stel­len.
Bild: Rückwärts-Bildersuche: Google Images Ergebnisse
Rückwärts-Bil­der­su­che: Google Images Er­geb­nis­se

Als Ergebnis erhält man die Pixelmaße des hoch­ge­la­de­nen Bildes sowie Such­ergeb­nis­se in Textform und Such­ergeb­nis­se als „optisch ähnliche Bilder“. Wenn ein bekanntes Objekt in eine Umgebung ein­ge­bet­tet ist, wie der Berliner Fern­seh­turm hier im Beispiel, muss nicht zwangs­läu­fig „Berliner Fern­seh­turm“ als Such­ergeb­nis der Rückwärts-Bil­der­su­che er­schei­nen. Hier sind offenbar andere Objekte mit auf dem Foto, die zum Such­ergeb­nis „Me­tro­pol­re­gi­on“ geführt haben. Zu­rück­füh­ren kann man dieses Such­ergeb­nis darauf, dass ähnliche Fotos auf Websites zum Thema „Me­tro­pol­re­gi­on“ vorhanden sind.

Google er­schließt den Inhalt eines Bildes auch von den zu­ge­hö­ri­gen Text-In­for­ma­tio­nen, dem Al­ter­na­tiv-Text (kurz Alt-Text), sowie von den In­for­ma­tio­nen, die auf einer Website im Kontext zu einem Bild stehen. Das ist ein wichtiger Hinweis zur Wahl von Bild­aus­schnit­ten unter dem Ge­sichts­punkt SEO für Bilder sowie für die Bild­aus­wahl und die Ge­stal­tung von Bil­der­ga­le­rien für Websites.

In der Suchmaske schlägt Google neben Ihrem gesuchten Bild au­to­ma­tisch einen Such­be­griff vor (im Beispiel „me­tro­po­li­tan area“), der nicht unbedingt zu Ihrer Such­in­ten­ti­on passen muss. Meist be­schreibt dieser Such­be­griff, was auf dem Foto zu sehen sein könnte. Wie erwähnt, spielt Googles „Erfahrung“ mit ähnlichen Fotos auf anderen Websites eine Rolle dabei. Google hier also nicht immer präzise. Den vor­ge­schla­ge­nen Such­be­griff können Sie ändern, die Suche mit Enter oder dem Lu­pen­sym­bol erneut starten und so ggf. pas­sen­de­re Such­ergeb­nis­se erhalten.

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Um­ge­kehr­te Bil­der­su­che mit Google auf einem iOS-Gerät

Auf einem Mo­bil­ge­rät wird die um­ge­kehr­te Bil­der­su­che mit Google noch span­nen­der. Für die Suche mit einem vor­han­de­nen Bild nutzen Sie wie am PC einfach die Google-Bil­der­su­che im Browser. Aber Sie können auch nach Objekten suchen, die Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg laufen – mit Hilfe der Kamera Ihres iPhones oder iPads. Genutzt wird hier die Google-App unter iOS, die bereits mit dem Symbol für „Google Lens“ erscheint. Google Lens ist eine mobile Anwendung zur Bil­der­ken­nung, die Sie auch als separate App in­stal­lie­ren können.

Bild: Rückwärts-Bildersuche: Google Lens aufrufen
Rückwärts-Bil­der­su­che: Google Lens aufrufen

Nach dem Tippen auf das Symbol (1) öffnet sich „Google Lens“ und greift auf die Kamera des iOS-Gerätes zu. Erkannte Objekte markiert die App mit einem weiß um­ran­de­ten, blauen Punkt. Der Such­vor­gang wird mit einem Tipp auf den Auslöser gestartet (2) und nach kurzer Zeit erscheint hier im Beispiel der erkannte Berliner Fern­seh­turm auch als Such­ergeb­nis. Schiebt man das Such­ergeb­nis auf dem Screen nach oben, werden weitere ähnliche In­for­ma­tio­nen und weitere Such­ergeb­nis­se angezeigt.

Um­ge­kehr­te Bil­der­su­che bei Google mit Android-Gerät

Auch Android Geräte bieten mit der Google App aus dem haus­ei­ge­nen Play Store die Google-Suche mit Bild. In der App ist das Symbol für „Google Lens“ (1) im Google-Ein­ga­be­feld zu finden. Damit wird die Kamera des Android-Gerätes aktiviert. Google Lens gibt es zu dem als separate App im Google Play Store.

Bild: Rückwärts-Bildersuche: Google Images auf einem Android-Gerät aufrufen
Rückwärts-Bil­der­su­che: Google Images auf einem Android-Gerät aufrufen

Beim ersten Gebrauch müssen Sie den Zugriff auf die Kamera erlauben. Danach erscheint der vertraute Blick durch den Kamera-Sucher, ergänzt mit an­ge­deu­te­ten Umrissen, die das zu un­ter­su­chen­de Objekt „anpeilen“. Sie tippen auf den Auslöser (2), und die Suche startet. Als Such­ergeb­nis wird ein erkanntes Objekt aus­ge­ge­ben, das zuvor mit dem weiß um­ran­de­ten blauen Punkt markiert wurde. Die Seite mit den Such­ergeb­nis­sen können Sie hoch­schie­ben, um wei­ter­füh­ren­de und ähnliche In­for­ma­tio­nen an­zu­schau­en.

Fazit

Google ist auch mit der um­ge­kehr­ten Bil­der­su­che ein gutes Such­werk­zeug. Zwar kann die Such­ma­schi­ne nur mit ähnlichen Bildern und In­for­ma­tio­nen in deren Kontext ver­glei­chen. Aber je nach Such­in­ten­ti­on bekommt man durchaus brauch­ba­re Er­geb­nis­se. Google-Al­ter­na­ti­ven wie Bing bieten ähnliche Funk­tio­nen für die Rückwärts-Bil­der­su­che für Desktop und Mo­bil­ge­rä­te an. Wie ein Mensch eindeutig erkennen, was auf einem Bild ist, können Such­ma­schi­nen bisher nicht. Durch Wei­ter­ent­wick­lun­gen in Richtung künst­li­cher In­tel­li­genz werden Al­go­rith­men jedoch bald besser für die Bil­der­ken­nung trainiert sein.

Reviewer

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