On­line­mar­ke­ting hat sich in den letzten Jahr­zehn­ten neu definiert. Es sind nicht nur neue Dis­zi­pli­nen wie das Social-Media-Marketing ent­stan­den, auch die klas­si­schen Wer­be­mit­tel sind schneller und präziser geworden. In der On­line­wer­bung er­mög­li­chen es so­ge­nann­te Real-Time-Auktionen, in Echtzeit auf Wer­be­in­ven­tar zu bieten. Und dank in­tel­li­gen­tem Targeting spricht man Nutzer nicht nur in wer­be­re­le­van­tem Umfeld, sondern einfach überall mit den passenden Anzeigen an. Pro­gram­ma­tic Buying ist ein wichtiger Teil dieser Ent­wick­lung und bestimmt mitt­ler­wei­le grund­le­gend den tech­ni­schen Aspekt des modernen On­line­mar­ke­tings.

Pro­gram­ma­tic Buying – De­fi­ni­ti­on

Pro­gram­ma­tic Buying (PB) kommt aus dem eng­li­schen und bedeutet so viel wie pro­gram­ma­ti­scher Einkauf. Im On­line­mar­ke­ting be­schreibt man damit den au­to­ma­ti­sier­ten Einkauf von digitalen Wer­be­gü­tern, z. B. von Online-Anzeigen. Pro­gram­ma­tic Buying ist ein ge­schlos­se­ner Vorgang, der nur wenige Mil­li­se­kun­den dauert und auf ent­spre­chen­den PB-Markt­plät­zen und -Platt­for­men statt­fin­det. Darunter fallen als Teil­be­rei­che die Vorgänge des Real-Time Biddings (RTB) bzw. Real-Time Ad­ver­ti­sin­gs (RTA). Beim RTA bieten Marketer in Echtzeit auf Wer­be­in­ven­tar über au­to­ma­ti­sier­te Biet­ertools (RTB). Pro­gram­ma­tic Buying meint allgemein den au­to­ma­ti­sier­ten Einkauf von Werbung auf allen digitalen Wer­be­flä­chen.

RTB vs. RTA vs. PB

Die Begriffe Real-Time Ad­ver­ti­sing, Real-Time Bidding und Pro­gram­ma­tic Buying fallen oft in einem Atemzug – und werden dabei ebenso oft durch­ein­an­der­ge­wür­felt. Die Vorgänge ähneln sich zwar, sind aber nicht gleich­zu­set­zen.

Pro­gram­ma­tic Buying meint als Über­be­griff das „sys­te­mi­sche Einkaufen“ von Wer­be­in­ven­tar. Dabei ist der Einkauf au­to­ma­ti­siert und technisch basiert, als Marketer kann man dem System jedoch Vorgaben machen. Das Real-Time Ad­ver­ti­sing ist der nächst­ge­le­ge­ne Un­ter­be­griff und be­schreibt ein au­to­ma­ti­sier­tes System, bei dem die Kom­po­nen­ten in Echtzeit mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. In­for­ma­tio­nen, Angebote und Kauf­ge­bo­te werden un­ter­ein­an­der aus­ge­tauscht – ohne zeitliche Ver­set­zung.

Das Real-Time Bidding wiederum ist eine Teilmenge des RTA. Es be­schreibt ebenfalls ein System, das in Echtzeit arbeitet; aus­schlag­ge­bend ist die Art und Weise der Zu­sam­men­ar­beit zwischen Einkauf und Verkauf. Denn beim RTB liegt eine klas­si­sche Auk­ti­ons­si­tua­ti­on vor, bei der mehrere Käufer in Echtzeit auf Wer­be­ein­blen­dun­gen bieten.

Ziel­grup­pen­da­ten machen den Un­ter­schied

Zurück zur Pro­gram­ma­tic-Buying-Erklärung: Über die vor­ge­se­he­nen Platt­for­men bucht man nicht nur Wer­be­in­ven­tar, man greift gleich­zei­tig auf Ziel­grup­pen­da­ten für das zu­ge­hö­ri­ge Targeting zu. So setzt man Inventar und Ziel­grup­pe un­kom­pli­ziert in Beziehung zu­ein­an­der. Die dadurch er­mög­lich­te präzise Auswahl der Ziel­grup­pe geschieht vorab, hier hat der Marketer volle Ge­stal­tungs­frei­heit. Auf diese Weise erlaubt es Pro­gram­ma­tic Buying Un­ter­neh­men, die Reich­wei­te innerhalb der passenden Ziel­grup­pe zu steigern und Streu­ver­lus­te zu ver­rin­gern. Die gebuchten Formate können un­ter­schied­lich gestaltet sein. Einen Großteil der über PB aus­ge­spiel­ten Wer­be­mit­tel sind klas­si­sche Display-Anzeigen. Aber auch groß­for­ma­ti­ge­re Ban­ner­wer­bung oder Vi­deo­for­ma­te sind nicht aus­ge­schlos­sen und werden immer stärker über PB genutzt.

Pro­gram­ma­tic Buying für per­for­man­cestar­ke Kampagnen

Der Haupt­vor­teil von Pro­gram­ma­tic Buying ist, dass die au­to­ma­ti­sier­te Buchung von Wer­be­in­ven­tar eine ef­fi­zi­en­te­re Umsetzung ganzer Wer­be­kam­pa­gnen und somit die optimale Nutzung des ein­ge­setz­ten Budgets ge­währ­leis­tet. Zudem er­mög­licht der Zugriff auf die be­reit­ge­stell­ten Da­ten­sät­ze ein genaues Ziel­grup­pen-Targeting. So können po­ten­zi­el­le Kunden besser iden­ti­fi­ziert und zielgenau an­ge­spro­chen werden – was wiederum zur Re­du­zie­rung der Streu­ver­lus­te führt.

Während man früher die Ziel­grup­pe in der ent­spre­chen­der Umgebung an­ge­spro­chen hat (Mütter auf Baby-Blogs), jetzt kann man sie auf jeder be­lie­bi­gen Website an­spre­chen. Das Targeting erlaubt Rück­schlüs­se auf die In­ter­es­sen des Besuchers – Werbung kommt so ziel­ge­nau­er und einfach an den (richtigen) Mann. Natürlich ist das Ziel­grup­pen-Targeting kein Al­lein­stel­lungs­merk­mal des Pro­gram­ma­tic Buying, sondern wird auch in vielen anderen Ansätzen genutzt. Doch zusammen mit den anderen genannten Faktoren sorgt die Tech­no­lo­gie für hohe Reich­wei­te und ge­stei­ger­te Per­for­mance im On­line­mar­ke­ting.

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