Affiliate-Marketing gehört zu den klas­si­schen Dis­zi­pli­nen im On­line­mar­ke­ting. Den Grund­stein für das mitt­ler­wei­le weltweit genutzte Marketing-Modell soll eine in­ter­na­tio­nal bekannte Han­dels­platt­form gelegt haben: Amazon. Die Idee war, die eigenen Produkte auf the­ma­tisch passenden Websites zu ver­mark­ten und dem Betreiber eine kleine Provision zahlen, wenn er einen Kunden anwirbt. Aus diesem einfachen Modell hat sich knapp 20 Jahre später ein mächtiges Ver­mark­tungs­in­stru­ment ent­wi­ckelt, das fester Be­stand­teil jedes On­line­mar­ke­ting-Mix sein sollte. 

KI-Assistent kostenlos – Ihr smarter All­tags­hel­fer
  • DSGVO-konform & sicher gehostet in Deutsch­land
  • Pro­duk­ti­vi­tät steigern – weniger Aufwand, mehr Output
  • Direkt im Browser starten – ohne In­stal­la­ti­on

Das Grund­prin­zip von Affiliate-Marketing

Affiliate-Marketing ist per De­fi­ni­ti­on ein er­folgs­ba­sier­tes Marketing-Modell. Die Ab­rech­nung erfolgt nach dem Prinzip der Ver­mitt­lungs­pro­vi­si­on. Dabei kommen zwei Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner zusammen: Merchant und Affiliate.

  • Der Merchant (auch: Ad­ver­ti­ser oder Händler) möchte seine Produkte oder Services auf externen Webseiten ver­mark­ten. Dafür stellt er Wer­be­mit­tel wie z. B. Banner zur Verfügung und bietet je nach Ab­rech­nungs­mo­dell (s. u.) eine Provision an.
  • Ein Affiliate (Publisher oder Web­sei­ten­be­trei­ber) stellt dem Merchant seine freie Wer­be­flä­che und damit die Reich­wei­te seiner Website zur Verfügung. Er fungiert als Schnitt­stel­le zwischen dem Merchant und den po­ten­zi­el­len Kunden. Er baut Ban­ner­wer­bung auf seiner Seite ein oder setzt so­ge­nann­te Affiliate-Links in re­dak­tio­nel­len Beiträgen.

Als Ver­mitt­lungs­stel­le zwischen Affiliate und Merchant dienen Affiliate-Netzwerke oder Affiliate Service Provider (ASP). Über die Affiliate-Software erfolgen die tech­ni­sche Umsetzung und das Tracking (Nach­ver­fol­gung), das die Ab­rech­nung nach Provision erst er­mög­licht. Über die Affiliate-Links oder Banner kann der Merchant eindeutig nach­voll­zie­hen, wenn ein Kunde über die Website des Affiliate-Partners kommt. Erfolgt die im Ab­rech­nungs­mo­dell fest­ge­leg­te Handlung, z. B. der Kauf eines Produkts im On­line­shop, zahlt der Merchant dem Affiliate die ver­ab­re­de­te Provision aus.

Die klas­si­sche Ver­mitt­lung im Affiliate-Marketing erfolgt über die die Website des Affiliate. Affiliate-Programme können aber auch in E-Mail-Marketing-Kampagnen (News­let­ter, Mailings) in­te­griert oder über Social Networks ge­schal­ten werden.

Ab­rech­nungs­mo­del­le

Wie erwähnt, gibt es ver­schie­de­ne Arten der Vergütung, nach denen der Affiliate entlohnt wird. Folgende Kon­di­ti­ons­mo­del­le gehören zu den gängigen Ver­ein­ba­run­gen: 

Pay-per-Sale

Pay-per-Sale oder Pay-per-Order ist die be­kann­tes­te Ver­gü­tungs­form beim Affiliate-Marketing. Hier erfolgt die Ab­rech­nung nach er­folg­rei­cher Ver­mitt­lung eines Kunden. Provision wird dann gezahlt, wenn ein User über den Affiliate-Link oder die Banner-Ein­blen­dung auf die Website des Merchants kommt und ein Produkt kauft bzw. eine Be­stel­lung aufgibt. Es gibt entweder eine fixe Vergütung oder eine pro­zen­tua­le Provision je nach Produkt, aber auch Misch­for­men sind üblich. Für Kunden, die nicht sofort kaufen, bekommt der Affiliate in der Regel ebenfalls eine Provision – möglich wird das mithilfe eines Cookies, durch das der Pro­dukt­link ca. 30 bis 60 Tage seine Gül­tig­keit bewahrt.

Pay-per-Click

Hier wird schon der Klick auf das Wer­be­mit­tel ab­ge­rech­net – dieses Modell wird al­ler­dings immer seltener genutzt. In der An­fangs­pha­se des Affiliate-Mar­ke­tings war diese Ab­rech­nungs­me­tho­de weit ver­brei­tet, vor allem aufgrund der einfachen tech­ni­schen Umsetzung. Mitt­ler­wei­le hat sich aber gezeigt, dass der Return on In­vest­ment (ROI) für den Merchant gering bleibt. Gleich­zei­tig besteht die Gefahr der Ma­ni­pu­la­ti­on durch den Affiliate. Die bezahlten Klick­prei­se sind in der Regel sehr niedrig. 

Google Ads Ma­nage­ment Service
Ohne Aufwand mit Google Ads werben
  • Kampagnen-Steuerung durch unsere Experten
  • Spart Zeit: Keine Ein­ar­bei­tung er­for­der­lich
  • Spart Kosten: Höchste Effizienz durch Expertise

Pay-per-Click-out

Beim Pay-per-Click-out muss der Besucher auf der Website des Merchants min­des­tens noch einen weiteren Klick (Click out) machen. So sollen die Nachteile des reinen Pay-per-Click-Modells gemindert werden. Erst bei einer zweiten Aktion des po­ten­zi­el­len Kunden wird die Provision aus­ge­zahlt. 

Pay-per-Lead

Bei dem Modell Pay-per-Lead wird bei der Kon­takt­auf­nah­me durch den Kunden gezahlt, z. B. wenn dieser ein Kon­takt­for­mu­lar ausfüllt oder In­for­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en anfordert. Pay-per-Lead kommt oft bei besonders be­ra­tungs­in­ten­si­ven Produkten wie z. B. Ver­si­che­run­gen zum Einsatz. Denn in der Regel schließt der Kunde nicht sofort den Vertrag ab, weshalb Pay-per-Sale weniger Sinn machen würde. Der Merchant zahlt schon für die Kon­takt­ver­mitt­lung, den so­ge­nann­ten Lead, eine Provision an den Affiliate. 

Pay-per-Sign-up

Pay-per-Sign-up ist eine Form des Pay-per-Lead-Modells. Der Affiliate erhält seine Provision, wenn der Nutzer sich auf der Website des Merchants anmeldet

Pay-per-Install

Pay-per-Install ist eine Form des Pay-per-Sale-Modells. Die (erst­ma­li­ge) In­stal­la­ti­on einer Software durch den User wird vergütet, was oft bei Browser-Toolbars oder kos­ten­lo­sen De­mo­ver­sio­nen ein­ge­setzt wird. 

Pay-per-Link

Pay-per-Link kommt oft bei so­ge­nann­ten Ad­ver­to­ri­als oder Sponsored Posts zum Einsatz. Wenn z. B. Blogger in re­dak­tio­nel­len Beiträgen ein Produkt des Merchants verlinken, wird ihnen eine einmalige Provision aus­ge­zahlt. 

Lifetime-Vergütung

Bei einer so­ge­nann­ten Lifetime-Vergütung bekommt der Affiliate auch nach der ersten Aktion des Kunden eine Vergütung. Die Lifetime („Le­bens­zeit“) bezieht sich auf die Zeit­span­ne, in der der neu ak­qui­rier­te Kunde dem Un­ter­neh­men treu bleibt. Diese Art der Vergütung verwenden Merchants häufig, wenn sie Abon­ne­ments anbieten (z. B. bei Part­ner­bör­sen). Der Affiliate wird bei Abschluss des Abos und bei jeder Ver­län­ge­rung des be­stehen­den Vertrags vergütet. 

Airtime-Vergütung

Das Prinzip der Airtime-Vergütung existiert speziell für den Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­reich und wird z. B. von Mobilfunk-Anbietern genutzt. Dabei bekommt der Affiliate (über eine vorab bestimmte Laufzeit) für jede vom ge­wor­be­nen Kunden bezahlte Ge­sprächs­mi­nu­te eine Provision.

Affiliate für Un­ter­neh­men: Marketing ohne Risiko

Für den Merchant bietet Affiliate-Marketing besonders einen Vorteil: Es entstehen im Vorfeld keine Wer­be­kos­ten. Bei dem er­folgs­ba­sier­ten Pro­vi­si­ons­mo­dell wird der Affiliate nur im Falle eines ge­lie­fer­ten Clicks, Leads oder Sale bezahlt. Unterm Strich ist es – je nach Ab­rech­nungs­mo­dell – eine sehr kos­ten­güns­ti­ge Art der Kun­den­ak­qui­se und trägt zur Erhöhung des Be­kannt­heits­gra­des einer Marke bei. Durch Recherche und einer genauen Analyse kann man passende Affiliate-Partner bzw. Affiliate-Netzwerke finden und durch eine genaue Ziel­grup­pen­an­spra­che (z. B. über einen Beauty-Blog) Streu­ver­lus­ten ent­ge­gen­wir­ken. Durch das Tracking jedes einzelnen Links ist der Erfolg genau mess- und nach­voll­zieh­bar, es gibt gute Op­ti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten.

Wenn jedoch kein ge­eig­ne­tes Affiliate-Netzwerk vorhanden ist, wird die fehlende In­fra­struk­tur zum Nachteil. Dann muss das Un­ter­neh­men sehr wohl Geld und auch Zeit in die Ent­wick­lung stecken, wodurch zu­sätz­li­che Marketing-Kosten anfallen. 

Profi-Website in Sekunden dank KI.
  • Profi-Website in Sekunden dank KI
  • Aus tausenden Vorlagen auswählen
  • 30 Tage kostenlos testen

Affiliate für Publisher: Keine Pla­nungs­si­cher­heit

Für den Affiliate, z. B. einen Blogger, sind Affiliate-Links und Banner eine zu­sätz­li­che Um­satz­quel­le. Die Umsetzung ist dank der vom Händler ge­lie­fer­ten Wer­be­mit­tel relativ un­kom­pli­ziert. Zudem gibt es mitt­ler­wei­le eine sehr große Auswahl an ver­schie­de­nen Part­ner­pro­gram­men, die jedem Publisher, egal ob kleiner Ni­schen­sei­te oder großem Gut­schein­por­tal, einen Einstieg ins Affiliate-Marketing er­mög­li­chen. Mit Affiliate-Links erzielt man jedoch keine fest kal­ku­lier­ba­ren Einnahmen – eine fi­nan­zi­el­le Pla­nungs­si­cher­heit ist damit schwer zu erreichen.

Als Affiliate ist man stets auf den Merchant an­ge­wie­sen. Die Qualität der ver­link­ten Angebote spielt z. B. bei Pay-per-Sale-Verträgen eine große Rolle: Ist der Leser vom Inhalt des Links oder der Ban­ner­wer­bung ent­täuscht, fällt dies wiederum auf den Blogger zurück, der Besucher einbüßen könnte. Ein weiteres Manko ist die fehlende Trans­pa­renz bei der Pro­vi­si­ons­ab­wick­lung. Eine Kontrolle des Merchants von Affiliate-Seite ist kaum möglich.

Bei der Auswahl der Part­ner­pro­gram­me ist außerdem Vorsicht geboten, denn es gibt immer wieder „schwarze Schafe“. Wie Sie ein seriöses Affiliate-Netzwerk finden und welche Partner es in Deutsch­land gibt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Zum Hauptmenü