Ware online zu kaufen, ist für viele Menschen zur Ge­wohn­heit geworden. Ty­pi­scher­wei­se bestellt man in einem On­line­shop, auf einer Ver­kaufs­platt­form oder direkt auf der Website des je­wei­li­gen Anbieters die ge­wünsch­ten Produkte und bekommt diese dann zeitnah direkt an die Haustür geliefert. Beim „Click & Collect“-Modell verhält es sich etwas anders: Auch hierbei wird online bestellt – an­schlie­ßend holt der Kunde sich die bestellte Ware al­ler­dings auf eigene Faust in einem sta­tio­nä­ren Ein­zel­han­dels­ge­schäft ab. Häufig findet sich daher auch der Ausdruck „Bestellen und Abholen“ als deutsch­spra­chi­ges Pendant für „Click & Collect“.

Im Folgenden gehen wir genauer auf die Funk­ti­ons­wei­se von Click & Collect ein, be­leuch­ten Chancen und Her­aus­for­de­run­gen und verraten, wie Un­ter­neh­men das Selbst­ab­ho­ler-Konzept am besten auf der eigenen Seite bzw. im eigenen Shop anbieten können.

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Click & Collect: In Pan­de­mie­zei­ten gefragter denn je

In der aktuellen Corona-Krise ist die Lage für viele Un­ter­neh­men im sta­tio­nä­ren Handel prekär. Um­satz­ver­lus­te aufgrund der wie­der­keh­ren­den und lang an­dau­ern­den Schlie­ßun­gen sind nur in den sel­tens­ten Fällen zu kom­pen­sie­ren. Umso wichtiger ist im Moment die Suche nach al­ter­na­ti­ven Wegen. Wer den Einstieg in den E-Commerce bis dato noch nicht gewagt hat, kann nun den ent­schei­den­den Schritt gehen.

Die hohe Resonanz auf Angebote wie Click & Collect zeigt, dass es sich nicht unbedingt um das Kom­plett­pa­ket aus Shop, Online-Support und Lie­fer­ser­vice handeln muss, damit der Weg ins Web er­folg­reich ist. Wenn Sie Ihren Kunden vor­über­ge­hend (und eventuell auch lang­fris­tig) die Mög­lich­keit bieten, Ihre Ware(n) online zu bestellen und später ei­gen­hän­dig abzuholen, bleiben Sie auch während eines pan­de­mie­be­ding­ten Lockdowns im Geschäft.

Wie funk­tio­niert Click & Collect?

Wie ein „Click & Collect“-Dienst genau funk­tio­niert, hängt immer auch von der konkreten Umsetzung durch das jeweilige Un­ter­neh­men ab. Bei einem Mo­de­ver­käu­fer bei­spiels­wei­se kann eine Anprobe vor Ort zum Service gehören – eine Option, die ein Gas­tro­no­mie­be­trieb in Form einer Kostprobe nor­ma­ler­wei­se nicht anbietet. Drei Schritte lassen sich aber über­grei­fend als zentrale Punkte für die Funk­ti­ons­wei­se von Click & Collect fest­hal­ten:

  1. Der Kunde bestellt online und wählt die Option „Abholung“ aus. In den meisten Fällen findet an dieser Stelle auch die Zah­lungs­ab­wick­lung per Online-Be­zahl­sys­tem statt.
     
  2. Der Verkäufer bestätigt den On­line­kauf und sendet alle wichtigen Details zur Abholung. An­schlie­ßend wird die Ware zur Abholung vor­be­rei­tet. Sobald die Ware vor Ort bereit ist, be­nach­rich­tigt der Verkäufer den Kunden darüber, dass die Abholung nun möglich ist.
     
  3. Der Kunde holt die Ware im ab­ge­spro­che­nen Zeitraum am kom­mu­ni­zier­ten Ge­schäfts­ort ab. Falls die Ware noch nicht bezahlt wurde, steht die Bezahlung spä­tes­tens jetzt an.

Welche Vorteile hat Click & Collect gegenüber reinen Online-Be­stel­lun­gen?

Von einer reinen On­line­be­stel­lung un­ter­schei­det sich eine „Click & Collect“-Be­stel­lung prin­zi­pi­ell nur durch den letzten Schritt: Anstelle der typischen Lieferung der Ware durch einen externen Pa­ket­aus­lie­fe­rer bzw. Lie­fer­dienst ent­schei­det sich der Kunde bewusst dafür, die Ware selbst abzuholen. Abhängig von dem Typ des Produkts ergeben sich daraus ver­schie­dens­te Vorteile gegenüber dem klas­si­schen On­line­kauf:

  • Fle­xi­bi­li­tät: Ins­be­son­de­re für Be­rufs­tä­ti­ge ist es nicht immer möglich, Pa­ket­sen­dun­gen per­sön­lich in Empfang zu nehmen. Click & Collect gibt Kunden die Mög­lich­keit, den Ab­hol­ter­min selbst zu bestimmen. Ty­pi­scher­wei­se steht hierfür ein großes Zeit­fens­ter zu den üblichen Ge­schäfts­zei­ten zur Verfügung.
     
  • Ver­sand­kos­ten fallen weg: Eine Lieferung nach Hause ist äußerst praktisch, hat aber auch seinen Preis. Bei einer „Click & Collect“-Be­stel­lung entfallen die Ver­sand­kos­ten, sodass sich hier eine nette Ersparnis erzielen lässt.
     
  • Schnelle Ver­füg­bar­keit: Sobald die Ware verpackt ist, können Kunden diese noch am selben Tag oder spä­tes­tens am nach­fol­gen­den Werktag abholen. Zudem ist im Vergleich zum Kauf vor Ort si­cher­ge­stellt, dass das ge­wünsch­te Produkt aktuell verfügbar ist.
     
  • Zu­sätz­li­cher Service möglich: Bei der Übergabe vor Ort kann der Verkäufer dem Kunden zu­sätz­li­che Services leisten, die beim klas­si­schen On­line­kauf nicht möglich sind. Bei­spiels­wei­se sind eine direkte Anprobe von Mo­de­ar­ti­keln oder das Testen der Funk­ti­ons­fä­hig­keit tech­ni­scher Geräte vor Ort denkbar.
     
  • Sichere Be­zahl­mög­lich­kei­ten: Auch wenn das Bezahlen im Internet in den ver­gan­ge­nen Jahren immer sicherer geworden ist, trifft die Online-Zah­lungs­ab­wick­lung nicht je­der­manns Geschmack. Falls der Verkäufer die Zahlung nicht schon vorab bei der Be­stel­lung ein­for­dert, können die Kunden bei Click & Collect vor Ort auf die gewohnten Zah­lungs­mit­tel wie die Bar­zah­lung zu­rück­grei­fen.
Hinweis

Click & Collect bietet auch die Chance, dem so­ge­nann­ten ROPO-Effekt ent­ge­gen­zu­wir­ken. Dieser be­schreibt den Prozess, bei dem sich Kunden zunächst im Web über ein Produkt in­for­mie­ren, bevor sie es im sta­tio­nä­ren Geschäft erwerben. Mit einer „Click & Collect“-Option können Sie einen möglichen Mittelweg anbieten, da der end­gül­ti­ge Abschluss des Geschäfts ebenfalls erst vor Ort statt­fin­det.

Welche Her­aus­for­de­run­gen müssen „Click & Collect“-Verkäufer meistern?

Click & Collect kann für viele Un­ter­neh­men eine große Chance sein, po­ten­zi­el­le Kunden zum Kauf zu über­zeu­gen. Als Mischform von E-Commerce und sta­tio­nä­rem Handel spricht das Modell lang­fris­tig eine große Ziel­grup­pe an.

Damit der Selbst­ab­ho­lungs­ser­vice zu einem ge­schäfts­för­dern­den Be­stand­teil der Un­ter­neh­mens­stra­te­gie werden kann, muss er für Kunden aber auch so attraktiv und einfach wie möglich gestaltet werden – was häufig leichter gesagt als getan ist. Die Or­ga­ni­sa­ti­on eines rei­bungs­lo­sen „Click & Collect“-Verkaufs stellt ins­be­son­de­re kleinere und mit­tel­gro­ße Geschäfte vor Her­aus­for­de­run­gen, die bei der Planung häufig übersehen werden.

La­ger­ver­wal­tung und Ver­füg­bar­keit

Die Ver­wal­tung des Bestands zählt zwar zum Stan­dard­pro­ze­de­re – wer Click & Collect anbieten möchte, muss hier jedoch besonders auf Zack sein. Denn zum einen gilt es, die tat­säch­li­che Ver­füg­bar­keit jederzeit aktuell zu halten; und zum anderen sollten Be­stel­lun­gen von Waren, die nicht vor Ort lagern, besonders zeitnah erledigt werden, wenn es sich um einen „Click & Collect“-Kauf handelt: Anders als bei ge­wöhn­li­chen Online-Be­stel­lun­gen erhoffen sich Kunden hier explizit einen besonders schnellen Zugriff auf die gekauften Produkte.

Klare und pünkt­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on

Wann und wo kann die gekaufte Ware genau abgeholt werden? Diese Fragen gilt es direkt nach dem Kauf de­tail­liert zu be­ant­wor­ten. Falls noch kein konkreter Zeit­rah­men genannt werden kann, genügt zunächst der Hinweis, dass der Kunde eine erneute Be­nach­rich­ti­gung erhält, sobald die be­stell­ten Produkte zur Abholung be­reit­ste­hen. Diese sollte der Verkäufer dann ebenfalls so zeitnah wie möglich ver­schi­cken.

Zu­stän­dig­keit für „Click & Collect“-Be­stel­lun­gen vor Ort

Im normalen All­tags­ge­schäft fällt vor Ort eine Menge Arbeit an. Wer sich da um ein­ge­hen­de oder stor­nier­te „Click & Collect“-Käufe sowie das Auf­be­rei­ten der Ware kümmern soll, muss daher gut or­ga­ni­siert werden. Gleiches gilt für die Zu­stän­dig­keit für Fragen und Probleme von Kunden, die ihre Be­stel­lung abholen wollen.

Ab­hol­be­reich klar kenn­zeich­nen

Wer Ware online per Click & Collect bestellt und häufig auch schon bezahlt hat, möchte im sta­tio­nä­ren Geschäft keine um­ständ­li­chen Wege gehen oder gar nach dem Ab­hol­be­reich suchen müssen. Bevor die In­for­ma­ti­on vor Ort zur ersten An­lauf­sta­ti­on für „Click & Collect“-Käufer wird, sollten Händler alles dar­an­set­zen, den Ort für die Abholung von On­line­be­stel­lun­gen deutlich zu kenn­zeich­nen und den Weg dorthin so gut wie möglich zu be­schrei­ben.

Hinweis

In au­ßer­ge­wöhn­li­chen Zeiten wie der Corona-Pandemie sind auch bei der Abholung vor Ort (sofern erlaubt!) besondere Maßnahmen gefordert. Ob Mas­ken­pflicht oder Ab­stands­re­ge­lung – im Zwei­fels­fall sollten Sie be­stehen­de Ab­hol­be­rei­che si­tua­ti­ons­ge­recht um­funk­tio­nie­ren. Au­ßen­fens­ter oder pro­vi­so­ri­sche Ab­hol­be­rei­che im Freien sind nur zwei der möglichen Antworten auf die er­schwer­ten Be­din­gun­gen.

Lange War­te­schlan­gen bei der Abholung ver­hin­dern

War­te­schlan­gen sind einer der Haupt­kri­tik­punk­te für den Einkauf vor Ort. Als Händler hat man derartige Dynamiken nur bedingt in der Hand, weshalb dieser Punkt auch zu den größten Her­aus­for­de­run­gen des „Click & Collect“-Modells zählt. Wenn ein großer Ansturm – wie bei­spiels­wei­se beim Weih­nachts­ge­schäft – vor­her­seh­bar ist, kann jedoch bei­spiels­wei­se eine gute Per­so­nal­pla­nung dabei helfen, die Wartezeit für Kunden so gering wie möglich zu halten.

Click & Collect anbieten: Mög­lich­kei­ten und Vor­aus­set­zun­gen

Wer seinen Kunden Click & Collect als mögliche Option beim Kauf anbieten möchte, hat hierfür grund­sätz­lich ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten zur Verfügung, die sich – je nach Un­ter­neh­men und Pro­dukt­typ – mehr oder weniger eignen. Wir haben die be­lieb­tes­ten „Click & Collect“-Arten für Sie zu­sam­men­ge­fasst.

Eigene Homepage

Eine eigene Website ist aus mehreren Gründen eine sinnvolle In­ves­ti­ti­on. Bei­spiels­wei­se können Sie eine einfache Web­prä­senz als An­lauf­stel­le für „Click & Collect“-Käufe nutzen, ohne weitere tech­ni­sche Extras einsetzen zu müssen. Lediglich eine Be­stell­funk­ti­on ist er­for­der­lich, wenn die Bezahlung erst vor Ort ab­ge­wi­ckelt wird. Ins­be­son­de­re für Kleinst­be­trie­be und Re­stau­rants ist diese kos­ten­güns­ti­ge und wenig auf­wen­di­ge „Click & Collect“-Variante bestens geeignet.

On­line­shop bzw. E-Commerce-Plattform

Wenn Sie einen eigenen Webshop betreiben, können Sie Click & Collect häufig ganz einfach ak­ti­vie­ren. Ein Großteil der ver­füg­ba­ren Shop-An­wen­dun­gen wie Shopify oder Woo­Com­mer­ce sowie viele Homepage-Baukästen und Content-Ma­nage­ment-Systeme verfügen über ent­spre­chen­de Funk­tio­nen, mit denen sich Click & Collect direkt in den Be­stell­pro­zess in­te­grie­ren lässt. Für den Fall, dass diese nicht in der Stan­dard­in­stal­la­ti­on enthalten sind, gibt es häufig Er­wei­te­run­gen (Plug-ins, Add-ons etc.), mit denen sie sich hin­zu­fü­gen lassen.

Tipp

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Kas­sen­sys­tem

Auch einige Kas­sen­sys­te­me wie Shopify POS (Point of Sale) haben ak­ti­vier­ba­re Funk­tio­nen, um Click & Collect zu rea­li­sie­ren. Bietet Ihr Shop­sys­tem bzw. Ihr CMS oder Baukasten keine Un­ter­stüt­zung für eine Prä­sen­ta­ti­on Ihres of­fe­rier­ten Ab­ho­lungs­ser­vices, haben Sie somit eine gute Al­ter­na­ti­ve parat.

Verkaufs- bzw. Be­stell­platt­form

Ob Amazon oder Lie­feran­do – große Platt­for­men für das Bestellen von Produkten ver­schie­dens­ter Art sind ein zentrales Element des World Wide Webs, das täglich von Millionen von Nutzern in Anspruch genommen wird. Wenn Sie Ihre Ware über derartige Markt­plät­ze verkaufen wollen, haben Sie ebenfalls die Mög­lich­keit, Click & Collect bei der Be­stel­lung an­zu­bie­ten. Al­ler­dings ist in diesem Fall der recht hohe Pro­vi­si­ons­satz zu bedenken, der zu hierfür in aller Regel zu leisten ist.

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