Slack ist eine cloud­ba­sier­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form, die Teams dabei hilft, ef­fi­zi­en­ter zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, indem sie Nach­rich­ten, Dateien und Tools an einem zentralen Ort bündelt. Das Tool er­mög­licht the­men­spe­zi­fi­sche Kanäle, Di­rekt­nach­rich­ten sowie die In­te­gra­ti­on zahl­rei­cher externer Dienste und soll die un­ter­neh­mens­in­ter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­ein­fa­chen.

Was ist Slack?

Slack ist ein Tool für die Bü­ro­kom­mu­ni­ka­ti­on, das 2021 für über 27 Mil­li­ar­den US-Dollar von Sa­les­force über­nom­men wurde. Die Software mit mehr als 30 Millionen täglichen Userinnen und Usern wird oft als „E-Mail-Killer“ be­zeich­net, denn das Programm zielt darauf ab,die Anzahl der eigenen E-Mails zu ver­rin­gern. Chat-Nach­rich­ten ersetzen längere E-Mails, was wiederum Ar­beits­auf­wand einspart – allein durch den Verzicht auf einen Betreff für jede Nachricht. Hier setzt Slack an: Die Bündelung aller fir­men­in­ter­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge soll die Kom­mu­ni­ka­ti­on einfacher und ef­fi­zi­en­ter gestalten.

Slack bietet eine beliebige Anzahl von Kanälen, die insgesamt besser zu struk­tu­rie­ren sind als einzelne Chats. Sie sind stan­dard­mä­ßig öf­fent­lich einsehbar, wodurch um­ständ­li­che Ver­wal­tungs­funk­tio­nen wegfallen. Doch auch tra­di­tio­nel­le, private Chats sind durch den ak­ti­vier­ba­ren Priv­at­mo­dus möglich. Insgesamt funk­tio­niert der In­for­ma­ti­ons­aus­tausch über Slack mul­ti­me­di­al, da sich diverse Datei- und Me­di­en­for­ma­te direkt im Chat einbauen lassen. Zahl­rei­che andere Anbieter wie Dropbox, Trello, GitHub, Google Drive und Twitter arbeiten bereits mit Slack zusammen, wodurch der Austausch von Dateien zwischen den Diensten rei­bungs­los von­stat­ten­geht.

Sämtliche Slack-Chats werden stan­dard­mä­ßig ar­chi­viert und lassen sich bequem durch­su­chen, wenn bei­spiels­wei­se eine Datei oder ein Link wie­der­ge­fun­den werden muss. Ebenfalls praktisch ist, dass sich mit Slack auch zahl­rei­che Kalender- und Er­in­ne­rungs­funk­tio­nen ein­rich­ten lassen. Der Fokus von Slack liegt stark auf der internen Kom­mu­ni­ka­ti­on innerhalb eines ge­schlos­se­nen Kreises – bei­spiels­wei­se innerhalb einer Firma. Der Erfolg gibt dem Konzept von Slack Recht: Mehr als 750.000 Un­ter­neh­men nutzen die Software, darunter 77 Prozent der Fortune-100-Un­ter­neh­men.

Bild: Screenshot der Website von Slack
Slack wird von einer Reihe großer Un­ter­neh­men für die tägliche be­triebs­in­ter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­ge­setzt; Quelle: https://slack.com/intl/de-de/
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Wie funk­tio­niert Slack und wie richtet man es ein?

Schritt 1: Workspace erstellen

Melden Sie sich als erstes auf der Website von Slack an. Sie werden durch die Ein­rich­tung Ihres eigenen Workspaces geführt und können direkt den ersten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal („Channel“) erstellen. Nachdem Sie die vor­ge­schla­ge­nen Schritte aus­ge­führt haben, werden Sie nun zum Team-Admin, der Zugriff auf alle ver­füg­ba­ren Ein­stel­lun­gen erhält.

Schritt 2: Ein­stel­lun­gen festlegen

Sie können Ihren Slack-Workspace als Ad­mi­nis­tra­tor mit einer Reihe ver­schie­de­ner Ein­stel­lun­gen an die in­di­vi­du­el­len Be­dürf­nis­se Ihres Un­ter­neh­mens oder Teams anpassen.

  • Sen­de­ein­schrän­kun­gen in großen Kanälen: Die erste wichtige Option betrifft Messaging-Ein­schrän­kun­gen und reguliert, wer @channel-Nach­rich­ten senden darf. Werden solche Mi­t­ei­lun­gen versendet, bekommen alle Leute im Channel eine Be­nach­rich­ti­gung. Wenn Sie einen großen oder öf­fent­li­chen Kanal betreiben, können Sie diese Be­rech­ti­gung auf Team­a­d­mi­nis­tra­to­ren be­schrän­ken, damit im Chat wirklich nur Wichtiges aus­ge­tauscht wird.
  • Kanal- und Pri­vat­grup­pen-Ma­nage­ment: Wenn Sie nicht möchten, dass andere Personen bzw. Ihre Mit­ar­bei­ten­den eigene Kanäle erstellen, sollten Sie diese Option de­ak­ti­vie­ren.

Schritt 3: Mit­ar­bei­ten­de einladen

Sobald die Ein­stel­lun­gen ab­ge­schlos­sen sind, ist es an der Zeit, das Team ein­zu­la­den. Dafür gibt es zwei Mög­lich­kei­ten: In­di­vi­du­ell oder per Mas­sen­ein­la­dung über die Admin-Seite Ihres Teams. Ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter erhalten dann eine Mit­tei­lung, und können direkt dem Team­netz­werk beitreten. Bei der Anmeldung ist es von Vorteil, wenn sich alle Mit­ar­bei­ten­den mit ihren echten Namen re­gis­trie­ren, damit sie von ihren Kol­le­gin­nen und Kollegen direkt erkannt werden.

Auf welchen Geräten kann Slack genutzt werden?

Slack ist für ver­schie­de­ne Endgeräte und diverse Be­triebs­sys­te­me verfügbar. Das Programm lässt sich zum einen bequem über den Browser betreiben, was ins­be­son­de­re Un­ent­schlos­se­ne schätzen dürften: So lässt sich das Tool schnell und un­ver­bind­lich testen, ohne dass die gesamte Firma das Programm in­stal­lie­ren muss. Slack entfaltet sein volles Potenzial als um­fas­sen­des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tool jedoch erst dann, wenn Sie auch die mobile App (iOS / Android) und die Desktop-App (MacOS / Windows / Linux) in­stal­lie­ren. Auf diese Weise erhalten Sie Meldungen, wenn neue Nach­rich­ten ein­tref­fen und bleiben auf dem neuesten Stand, auch wenn kein Browser-Fenster geöffnet ist.

Die Syn­chro­ni­sa­ti­on der Chat­ver­läu­fe über sämtliche ein­ge­bun­de­nen Endgeräte funk­tio­niert her­vor­ra­gend. Ein positiver Ne­ben­ef­fekt für die Un­ter­neh­mens­kul­tur: Häufig ver­schie­ben sich hierbei die Grenzen von be­ruf­li­chem Briefings und privaten Chats, was für die interne Fir­men­kul­tur sicher von Vorteil ist. Slack-User checken nämlich auch nach Fei­er­abend ihre Kanäle via Smart­phone.

Wieviel kostet die Nutzung von Slack?

Slack versteht sich weniger als klas­si­sche Software, sondern vielmehr als cloud­ba­sier­ter Service, der voll­stän­dig be­reit­ge­stellt, gewartet und au­to­ma­tisch ak­tua­li­siert wird. Un­ter­neh­men jeder Größe pro­fi­tie­ren dabei von der hohen Sta­bi­li­tät und Ska­lier­bar­keit, ohne sich selbst um tech­ni­sche Details kümmern zu müssen.

Der Einstieg in Slack ist un­kom­pli­ziert: Die Plattform bietet einen kos­ten­lo­sen Free-Plan, mit dem Teams Slack un­ver­bind­lich testen können. In dieser Variante können un­be­grenzt viele Nutzende hin­zu­ge­fügt werden. Al­ler­dings ist der Zugriff auf den Nach­rich­ten­ver­lauf auf die letzten 90 Tage begrenzt. Für Dateien stehen bis zu 5 GB Spei­cher­platz zur Verfügung und grund­le­gen­de In­te­gra­tio­nen mit anderen Tools sind möglich.

Für Teams mit höheren An­for­de­run­gen gibt es kos­ten­pflich­ti­ge Pläne wie den Pro-Plan (ab ca. 8,25 € pro Person/Monat) und den Business+ Plan (ab ca. 11,75 € pro Person/Monat). Auch in­di­vi­du­el­le Angebote für En­ter­pri­se-Pläne können ein­ge­for­dert werden. Die kos­ten­pflich­ti­ge Version von Slack bietet unter anderem un­be­grenz­te Nach­rich­ten­ar­chi­vie­rung, er­wei­ter­ten Spei­cher­platz, 24/7-Support, SAML-basiertes Single Sign-On (SSO) und er­wei­ter­te Si­cher­heits- und Ver­wal­tungs­funk­tio­nen. Für 10 € pro Person/Monat kann außerdem die Slack AI hin­zu­ge­bucht werden, die bei­spiels­wei­se für die au­to­ma­ti­sier­te Er­stel­lung von Workflows oder die Zu­sam­men­fas­sung von Be­spre­chun­gen (sog. Huddles) genutzt werden kann.

Bild: Screenshot der Tarife von Slack
Slack wird neben der kos­ten­lo­sen Version in drei un­ter­schied­li­chen Nut­zungs­va­ri­an­ten verfügbar.

Was ist ein Slack-Bot und wofür kann ich ihn einsetzen?

Slack-Bots sind eine Art virtuelle Helfer, die au­to­ma­ti­sier­te Aufgaben erledigen und die Zu­sam­men­ar­beit ef­fi­zi­en­ter gestalten sollen. Slack un­ter­schei­det grund­sätz­lich zwischen Be­nut­zer­de­fi­nier­ten Bots und App-Bots. Jeder verfolgt einen anderen Zweck und er­mög­licht un­ter­schied­li­che Funk­tio­na­li­tä­ten.

Be­nut­zer­de­fi­nier­te Bots

Be­nut­zer­de­fi­nier­te Bots können von Admins oder Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­lern speziell für das eigene Team ein­ge­rich­tet werden. Diese Bots erhalten einen eigenen Namen (bis zu 21 Zeichen) und werden über die Slack-API pro­gram­miert, um gezielte Aufgaben zu über­neh­men – z. B. au­to­ma­ti­sche Antworten, Da­ten­ver­ar­bei­tung oder In­ter­ak­ti­on mit externen Systemen. Der Name eines Bots muss ein­zig­ar­tig sein und darf nicht mit be­stehen­den Slack-Kanälen oder dem Stan­dard­na­men „Slackbot“ über­ein­stim­men.

App-Bots

App-Bots sind vor­ge­fer­tig­te An­wen­dun­gen, die sich mit wenigen Klicks ganz ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se in­te­grie­ren lassen. Ein bekanntes Beispiel ist der To-Do-Bot, mit dem Teams ge­mein­sa­me Auf­ga­ben­lis­ten pflegen können. Gibt ein Mitglied z. B. den Befehl /todo list ein, zeigt der Bot alle aktuellen Aufgaben an. Aufgaben lassen sich zuweisen, markieren und mit einem Klick als erledigt kenn­zeich­nen.

Es gibt eine große Anzahl an sofort ein­setz­ba­ren App-Bots, die sich für die un­ter­schied­lichs­ten Zwecke nutzen lassen. Bei­spiels­wei­se gibt es einen Bot für Sta­tis­ti­ken (Statsbot), einen Bot speziell für Umfragen (Polly) oder auch die Mög­lich­keit, mit einem Bot direkt in Slack E-Mails zu empfangen und zu versenden (MailClark). Das Spektrum der Bots und ihrer Funk­tio­nen ist weit gefächert: Von Bots zum Ana­ly­sie­ren von Sta­tis­ti­ken bis hin zu un­ter­halt­sa­men Smiley-Ver­sen­dern. Die Zahl der App-Bots ist be­acht­lich und wächst kon­ti­nu­ier­lich weiter.

Bild: Screenshot von verschiedenen App-Bits für Slack
Im Slack-Mar­ket­place finden Sie Slack-Bots für un­ter­schied­lichs­te Aufgaben; Quelle: https://slack.com/intl/de-de/mar­ket­place

Die Vor- und Nachteile von Slack

Slack bringt zahl­rei­che Vorteile für die digitale Zu­sam­men­ar­beit mit sich, stößt jedoch auch auf einige Kri­tik­punk­te – ins­be­son­de­re im Hinblick auf Da­ten­schutz und Struktur. Die folgende Übersicht zeigt die wich­tigs­ten Vor- und Nachteile:

Vorteile von Slack Nachteile von Slack
Fördert per­sön­li­che und soziale Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team Spei­che­rung aller Nach­rich­ten­ver­läu­fe auf US-Servern
Echtzeit-Kom­mu­ni­ka­ti­on mit höherer Be­tei­li­gung als bei E-Mail US-Da­ten­schutz­recht ist weniger streng als eu­ro­päi­sches Da­ten­schutz­recht (z. B. DSGVO)
Mög­lich­keit zur Ein­schrän­kung von Medien- und Da­tei­ein­bin­dun­gen Kann bei un­sach­ge­mä­ßer Nutzung zu Ablenkung durch zu viele Be­nach­rich­ti­gun­gen führen
„Do not disturb“-Funktion zur Förderung der Work-Life-Balance Bei sehr großen Teams kann die Ka­nal­struk­tur un­über­sicht­lich werden
Um­fas­sen­de Such­funk­ti­on für Nach­rich­ten, Dateien und sogar Inhalte innerhalb von Do­ku­men­ten In der kos­ten­lo­sen Version ein­ge­schränk­te Ar­chi­vie­rung und Spei­cher­platz
Ein­bin­dung von Un­ter­hal­tungs­ele­men­ten wie GIFs oder Emojis zur Auf­lo­cke­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­on
In­te­gra­ti­on mit vielen Dritt­an­bie­ter-Tools und Au­to­ma­ti­sie­run­gen möglich (z. B. Google Drive, Trello, etc.)

Wichtige Slack Befehle im Überblick

Um Slack effizient zu nutzen, lohnt sich ein Blick auf die wich­tigs­ten Befehle, die direkt in den Chat ein­ge­ge­ben werden können. Sie er­leich­tern die Kom­mu­ni­ka­ti­on, sparen Zeit und sorgen für Übersicht im Ar­beits­all­tag.

  • @channel: Ein Kanal (channel) in Slack ist ver­gleich­bar mit einem Chatroom für Dis­kus­sio­nen, in dem es meistens um ein be­stimm­tes Thema geht. Je nach Ein­stel­lun­gen können nur bestimmte User oder das ganze Team der Dis­kus­si­on folgen. Um eine Be­nach­rich­ti­gung an alle Be­nut­ze­rin­nen und Benutzer im Kanal zu senden, geben Sie @channel und dann Ihre Nachricht ein.
  • @here: Dieser Befehl ist annähernd identisch mit @channel, es werden aber nur Teil­neh­mer be­nach­rich­tigt, die momentan online und aktiv sind.
  • @username: Um eine Be­nach­rich­ti­gung an eine bestimmte Person innerhalb eines Kanals zu senden, geben Sie @usernameein. Der ein­ge­ge­be­ne Text al­ler­dings ist für alle Mit­glie­der im Channel sichtbar.
  • /me: Wenn Sie von sich in der dritten Person sprechen möchten, ist dies der richtige Befehl. Möchten Sie zum Beispiel eine Pause machen, können Sie dies mit dem /me-Befehl bequem an alle Teil­neh­mer des Kanals kom­mu­ni­zie­ren. Wenn Sie /me geht in die Mittagspause eintippen, lesen die anderen: [Ihr Name] geht in die Mittagspause.
  • /giphy: In Slack Chats ist es möglich, die Un­ter­hal­tung mit Emoticons und Bildern aus dem Web auf­zu­lo­ckern. Eine andere schöne Variante der Aus­schmü­ckung bieten die ani­mier­ten GIFs von Giphy. Um diese ein­zu­fü­gen, muss man zunächst den Befehl /giphy eingeben. Dann können Sie den um­fang­rei­chen Fundus der ani­mier­ten GIFs anhand von Stich­wor­ten wie „Birthday“, „Food“ oder „Xmas“ durch­su­chen.
  • /shrug: Fügt ein ¯ \ _ (ツ) _ / ¯ in Ihre Nachricht ein.
  • /leave: Damit verlassen Sie den aktuellen Kanal.
  • /collapse: Blendet in der eigenen Ansicht alle Bilder und GIFs in einem Kanal aus.
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