Es gibt ver­schie­de­ne Arten von Hacker-Angriffen, die sich unter Umständen auch auf die mit Instagram ver­knüpf­ten E-Mail-Konten er­stre­cken. Versuchen Sie zunächst, Ihr Instagram-Passwort zu ändern und ändern Sie ggf. die bei Instagram hin­ter­leg­te E-Mail-Adresse.

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Kurz­an­lei­tung: Instagram-Account gehackt

  1. Prüfen Sie Ihr E-Mail-Postfach, ob eine Instagram-Be­nach­rich­ti­gung über eine Pass­wor­t­än­de­rung ein­ge­gan­gen ist.
  2. Falls Sie diese Änderung nicht selbst vor­ge­nom­men haben: Pass­wor­t­än­de­rung über den Link in der E-Mail rück­gän­gig machen.
  3. Instagram-Passwort direkt selbst erneut setzen.
  4. E-Mail-Account prüfen: Wurde dort etwas verändert oder gab es un­ge­wöhn­li­che Logins? Falls ja: neues Passwort vergeben.
  5. E-Mail-Adresse bei Instagram ändern (falls Sie noch Zugriff auf den Account haben).
  6. Ist der Login bei Instagram nicht mehr möglich, starten Sie über die Instagram-App den Wie­der­her­stel­lungs­pro­zess über „Passwort vergessen?“ -> „Benötigst du weitere Hilfe?“.

Warum ist Instagram ein beliebtes Hacking-Ziel?

Instagram ist eine der be­lieb­tes­ten Social-Media-Platt­for­men. Über eine Milliarde aktive User teilen Fotos auf ihren Profilen und in ihren Storys. Teilweise wird Instagram auch als Ein­nah­me­quel­le genutzt: Personen, die viele Instagram-Follower haben, verdienen als In­fluen­cer bzw. In­fluen­ce­rin teilweise sehr viel Geld.

Auch die vielen sehr privaten Fotos, die bei Instagram ver­öf­fent­licht werden, machen die Plattform zum beliebten Ziel für Hack­an­grif­fe. Denn so können ma­ni­pu­lier­te oder schäd­li­che Inhalte über das Profil ver­brei­tet oder der Account als Er­pres­sungs­grund­la­ge miss­braucht werden.

Anzeichen für einen gehackten Instagram-Account

Es ist nicht schwer fest­zu­stel­len, ob ein Instagram-Konto kom­pro­mit­tiert wurde. Folgende Hinweise deuten darauf hin:

  • Posts, Storys oder Kom­men­ta­re, die nicht von Ihnen stammen
  • Ein neues Instagram-Pro­fil­bild erscheint ohne Ihr Zutun
  • Sie können sich plötzlich nicht mehr einloggen
Hinweis

Im schlimms­ten Fall können Kri­mi­nel­le sogar Ihren gesamten Instagram-Account löschen.

Wie kann ein Instagram-Account gehackt werden?

Es gibt mehrere typische Wege, wie Angreifer an Ihren Instagram-Zugang gelangen können. Im Folgenden werden die Mög­lich­kei­ten ein wenig genauer dar­ge­stellt, damit Sie bewusst dagegen handeln können.

Phishing — falsche Nach­rich­ten und Login-Seiten

Beim Phishing schicken Angreifer ge­fälsch­te E-Mails, Nach­rich­ten oder Links, die bei­spiels­wei­se so aussehen, als kämen sie von Instagram. Dort sollen Sie Ihre An­mel­de­da­ten eingeben, al­ler­dings landen die Angaben dann direkt beim Angreifer.

Beispiel: Eine E-Mail „Dein Konto wurde gesperrt — bitte hier einloggen“ mit einem Link zu einer ge­fälsch­ten Seite.

Schutz: Miss­trau­en bei un­er­war­te­ten Nach­rich­ten, direkte Kontrolle über die of­fi­zi­el­le App/Website, keine Pass­wör­ter über Links eingeben.

Kom­pro­mit­tier­te Geräte und Session-Diebstahl

Wenn Ihr Smart­phone, Tablet oder Rechner Schad­soft­ware wie Keylogger hat oder Sie öf­fent­li­che, un­ge­si­cher­te WLAN-Netze nutzen, können Angreifer Sit­zungs­da­ten wie Cookies oder An­mel­de­da­ten abgreifen und sich ohne Ihr Passwort anmelden.

Beispiel: Ein offenes Café-WLAN, in dem Login-In­for­ma­tio­nen ab­ge­fan­gen werden.

Schutz: Be­triebs­sys­tem und Apps aktuell halten, öf­fent­li­che WLANs mit Vorsicht nutzen (ggf. nicht für sensible Logins), Si­cher­heits­soft­ware verwenden.

Wie­der­ver­wen­de­te oder schwache Pass­wör­ter

Wenn Sie dasselbe Passwort auf mehreren Diensten verwenden oder sehr einfache Pass­wör­ter nutzen, reicht oft ein ge­knack­ter Zugang an einer Stelle, um andere Konten zu über­neh­men.

Beispiel: Ein geleaktes Passwort aus einem anderen Dienst funk­tio­niert auch bei Instagram.

Schutz: Ein­zig­ar­ti­ge, lange Pass­wör­ter verwenden und Passwort-Manager in Erwägung ziehen.

So bekommen Sie Ihren gehackten Instagram-Account zurück

Wenn Ihr Instagram-Account gehackt wurde, gehen Sie wie folgt vor: Haben Sie noch Zugriff auf Ihr Konto, setzen Sie sofort ein neues, sicheres Passwort und prüfen Sie innerhalb der App unter „Si­cher­heit“ → „Login-Aktivität“, ob un­be­kann­te Geräte an­ge­mel­det sind — melden Sie diese ab.

Erhielten Sie eine Instagram-E-Mail über eine Passwort- oder Adress­än­de­rung, nutzen Sie den darin ent­hal­te­nen Link, um un­au­to­ri­sier­te Än­de­run­gen rück­gän­gig zu machen. Sollte zu­sätz­lich Ihr E-Mail-Account betroffen sein, ist das vorrangig: Sichern Sie zuerst Ihr Postfach (neues starkes Passwort, ver­däch­ti­ge Logins prüfen), denn solange Angreifer Zugriff auf die E-Mail haben, können sie Instagram-Än­de­run­gen erneut vornehmen. Haben Sie noch Zugriff auf Instagram, ak­tua­li­sie­ren Sie danach die bei Instagram hin­ter­leg­te E-Mail-Adresse in den Kon­to­ein­stel­lun­gen, damit wichtige Nach­rich­ten wieder an Sie gehen.

Können Sie sich weder bei Instagram noch bei Ihrer E-Mail anmelden, starten Sie im Login-Bild­schirm die Funktion „Passwort vergessen?“ und wählen Sie „Benötigst du weitere Hilfe?“ — folgen Sie den An­wei­sun­gen und geben Sie dabei unbedingt eine E-Mail-Adresse an, die Sie aktuell erreichen können.

Instagram führt den Wie­der­her­stel­lungs­pro­zess heute größ­ten­teils über die App selbst durch – über eine so­ge­nann­te In-App-Ve­ri­fi­zie­rung. Dabei werden Sie direkt in der Instagram-App Schritt für Schritt durch die Iden­ti­täts­prü­fung geleitet. Diese kann je nach Kontotyp und Si­cher­heits­sta­tus un­ter­schied­lich aussehen, umfasst aber meist:

  • Be­stä­ti­gung einer al­ter­na­ti­ven E-Mail-Adresse oder Te­le­fon­num­mer, die mit dem Konto verknüpft ist
  • Eingabe eines Si­cher­heits­codes, den Instagram per E-Mail oder SMS sendet
  • Ve­ri­fi­zie­rung per Selfie-Video, bei der Ihr Gesicht mit den Pro­fil­bil­dern des Kontos ab­ge­gli­chen wird
  • Über­prü­fung von bekannten Geräten oder Stand­or­ten, über die Sie sich zuletzt an­ge­mel­det haben

Ab­schlie­ßend: Ändern Sie nach er­folg­rei­cher Wie­der­her­stel­lung alle re­le­van­ten Pass­wör­ter und über­prü­fen Sie Ihre Login-Ak­ti­vi­tä­ten re­gel­mä­ßig, damit der Schutz dauerhaft wirkt.

Instagram-Account schützen

Meta bietet für den Schutz des eigenen Accounts in­zwi­schen mehrere moderne Si­cher­heits­op­tio­nen an, die Sie zentral im Accounts Center verwalten können. Dieses finden Sie in der App unter „Ein­stel­lun­gen“ → „Kon­ten­über­sicht“ → „Passwort und Si­cher­heit“.

Das Meta Accounts Center fungiert also als über­ge­ord­ne­te Ver­wal­tungs­ebe­ne für alle Meta-Konten. Es bündelt Ein­stel­lun­gen für Login, Passwort, Si­cher­heit, Da­ten­schutz und Werbung und soll lang­fris­tig die Trennung einzelner Dienste (Facebook, Instagram, Threads, Messenger) ver­ein­heit­li­chen.

Im Bereich „Passwort und Si­cher­heit“ finden Sie hier:

  • Geräte- und Sit­zungs­über­sicht: Zeigt alle an­ge­mel­de­ten Geräte, IP-Adressen und Standorte.
  • An­mel­de­war­nun­gen: Ak­ti­vie­ren Sie Push- oder E-Mail-Be­nach­rich­ti­gun­gen, wenn sich jemand von einem neuen Gerät einloggt.
  • 2FA- und Passkey-Ver­wal­tung: Ein Ort, um Ihre Au­then­ti­fi­zie­rungs­me­tho­den zentral zu ak­ti­vie­ren, zu ändern oder zu entfernen.
  • Meta-Protect-In­te­gra­ti­on: Überwacht un­ge­wöhn­li­che Ak­ti­vi­tä­ten, gibt Si­cher­heits­hin­wei­se und kann bei ver­däch­ti­gen Logins au­to­ma­tisch Schutz­maß­nah­men ak­ti­vie­ren.
  • Kon­ten­ver­knüp­fung: Hier können Sie ent­schei­den, ob Sie denselben Login für Facebook und Instagram verwenden oder separate Zu­gangs­da­ten behalten möchten.

Durch diese In­te­gra­ti­on wird die Kon­to­si­cher­heit nicht nur stärker, sondern auch trans­pa­ren­ter. Nutzende können sofort erkennen, welche Schutz­me­cha­nis­men aktiv sind, und erhalten bei Problemen direkte Hil­fe­stel­lun­gen innerhalb des Systems – ohne sich durch ver­schie­de­ne Menüs klicken zu müssen. Hier finden Sie genauere In­for­ma­tio­nen zu den wich­tigs­ten Si­cher­heits­me­cha­nis­men:

Meta Protect

Der Wie­der­her­stel­lungs­pro­zess eines Accounts läuft heute häufig im Hin­ter­grund über Meta Protect, das Si­cher­heits­frame­work von Meta. Meta Protect erkennt ver­däch­ti­ge Ak­ti­vi­tä­ten, setzt kom­pro­mit­tier­te Konten vor­über­ge­hend in einen ge­schütz­ten Modus und ko­or­di­niert an­schlie­ßend die Wie­der­her­stel­lung. Wenn Ihr Konto unter Meta Protect steht, kann Instagram bei­spiels­wei­se den Zugriff ein­schrän­ken, bis Ihre Identität durch die In-App-Ve­ri­fi­zie­rung bestätigt wurde.

Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung (2FA)

Die Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung ergänzt Ihr Passwort um eine zu­sätz­li­che Si­cher­heits­ebe­ne. Selbst wenn jemand Ihr Passwort kennt oder stiehlt, bleibt der Zugriff ohne den zweiten Faktor blockiert.

Meta un­ter­stützt mehrere 2FA-Methoden:

  • SMS-Codes: Sie erhalten bei jedem Login einen sechs­stel­li­gen Code per SMS, den Sie zu­sätz­lich eingeben müssen.
  • Au­then­ti­ca­tor-Apps: Apps wie Google Au­then­ti­ca­tor, Authy oder 1Password ge­ne­rie­ren Ein­mal­codes, die un­ab­hän­gig vom Mo­bil­funk­netz funk­tio­nie­ren und sicherer als SMS sind.
  • Security Keys (Hardware-Token): Sie können auch physische Si­cher­heits­schlüs­sel (z. B. YubiKey oder Feitian) re­gis­trie­ren, die Sie beim Login per USB oder NFC ak­ti­vie­ren.

Über das Accounts Center („Passwort und Si­cher­heit“ → „Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung“) lässt sich 2FA einfach ein­rich­ten. Zu­sätz­lich können Sie dort Backup-Codes speichern, falls Sie den Zugriff auf Ihr Gerät verlieren.

Passkeys – das nächste Level der Kon­to­si­cher­heit

Seit 2024 führt Meta Schritt für Schritt Passkeys für Facebook und Instagram ein. Diese neue Tech­no­lo­gie ersetzt klas­si­sche Pass­wör­ter voll­stän­dig durch einen kryp­to­gra­fi­schen Schlüssel, der sicher auf Ihrem Gerät ge­spei­chert wird. Ein Passkey funk­tio­niert fol­gen­der­ma­ßen:

  • Beim ersten Ein­rich­ten wird auf Ihrem Smart­phone oder Computer ein Schlüs­sel­paar erstellt – ein öf­fent­li­cher und ein privater Schlüssel.
  • Nur der öf­fent­li­che Schlüssel wird an Meta über­mit­telt; der private bleibt sicher auf Ihrem Gerät (z. B. im TPM-Modul von Android).
  • Beim Login wird kein Passwort ein­ge­ge­ben. Statt­des­sen be­stä­ti­gen Sie Ihre Identität durch eine bio­me­tri­sche Methode – etwa Fin­ger­ab­druck, Face ID oder Geräte-PIN.
  • Meta ve­ri­fi­ziert Ihre Identität über den öf­fent­li­chen Schlüssel, ohne dass jemals sensible Daten das Gerät verlassen.
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