Das mit Abstand größte und weltweit meist­ge­nutz­te Social Network ist nach wie vor Facebook. Im Social-Media-Marketing dient das reich­wei­ten­star­ke Medium als All­zweck­waf­fe. Sowohl für Un­ter­neh­men als auch für Künstler, Bands und Free­lan­cer stellt das Netzwerk eine einfache und kos­ten­güns­ti­ge Mög­lich­keit dar, um Auf­merk­sam­keit zu ge­ne­rie­ren und mit po­ten­zi­el­len Kunden in Kontakt zu bleiben. Ins­be­son­de­re eine eigene Facebook-Fanpage bietet nicht nur großen Konzernen einen Vorteil, sondern rentiert sich auch für kleinere Firmen und Ein­zel­un­ter­neh­men.

Wer darf eine Facebook-Fanpage erstellen?

Im Prinzip kann jedes Mitglied eine Facebook-Seite erstellen – tut man dies jedoch im Namen von Un­ter­neh­men, Marken oder ver­gleich­ba­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen, muss man deren of­fi­zi­el­ler Vertreter oder explizit dazu au­to­ri­siert sein. Auch wenn man z. B. im Namen einer Person des öf­fent­li­chen Lebens eine Fanseite erstellen möchte, muss man die ent­spre­chen­de Erlaubnis dieser Person vorweisen. Hat man die nicht, bleibt für Fan-Clubs und ähnliche Ge­mein­schaf­ten noch die Option, eine Facebook-Gruppe zu gründen.

Wo liegt der Un­ter­schied zu privaten Profilen?

Per­sön­li­che Profile sind für Pri­vat­per­so­nen vor­ge­se­hen, die sich ohne kom­mer­zi­el­len Nutzen mit anderen aus­tau­schen wollen. Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­ten sind vom Grund­auf­bau ver­gleich­bar mit solchen privaten Profilen. Die öf­fent­li­che Chronik, in der Beiträge geteilt, kom­men­tiert und geliked werden, das Profil- und Banner-Bild sowie die Basis-In­for­ma­tio­nen sehen auf den ersten Blick sehr ähnlich aus. Hin­sicht­lich der Fein­hei­ten un­ter­schei­den sich die Fan-Seiten jedoch von den Stan­dard­pro­fi­len auf Facebook. Neben spe­zi­el­len Funk­tio­nen für Un­ter­neh­men, Marken und Or­ga­ni­sa­tio­nen (bspw. Wer­be­mög­lich­kei­ten oder zu­sätz­li­che Text­fel­der für das Impressum) sind ins­be­son­de­re der Ver­wal­tungs­be­reich und die Rech­te­ver­ga­be er­wäh­nens­wert. So kann eine Facebook-Fanpage von mehreren Menschen ad­mi­nis­triert werden – diese benötigen jedoch stets ein privates Profil. 

Schritt für Schritt zur of­fi­zi­el­len Facebook-Fanpage

Wer Facebook für seinen Un­ter­neh­mens­er­folg nutzen will, muss zunächst eine of­fi­zi­el­le Facebook-Fanpage erstellen. Wir zeigen ihnen nach­fol­gend, wie Sie in wenigen Schritten Ihre Un­ter­neh­mens­sei­te ein­rich­ten und gestalten können. 

1. Re­gis­trie­rung

Nur als re­gis­trier­tes Mitglied ist es möglich, eine Facebook-Fanpage zu erstellen. Ver­ant­wort­li­che (z. B. Social-Media-Manager) müssen sich also zunächst einen Account unter ihrem richtigen Namen anlegen. So­ge­nann­te Fake-Accounts sind nicht zulässig und werden von Facebook ab­ge­straft. Ein Un­ter­neh­mens­kon­to lässt sich über den Facebook Business Manager anlegen. 

2. Seite erstellen

Als re­gis­trier­tes Mitglied gelangt man nun in der oberen Na­vi­ga­ti­on in das Menü (kleiner Pfeil) und wählt „Seite erstellen“ aus. Al­ter­na­tiv findet man diese Option auch auf der Business-Seite von Facebook. Dort werden Un­ter­neh­men, die eine Facebook-Seite ein­rich­ten wollen, aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen und Er­klä­run­gen zu den Wer­be­mög­lich­kei­ten im Netzwerk geboten. 

3. Seitentyp und Kategorie bestimmen

Im nächsten Schritt muss man die Art der geplanten Facebook-Fanpage auswählen. Facebook stellt dafür ver­schie­de­ne Sei­ten­ty­pen zur Auswahl:

  • Lokales Un­ter­neh­men oder Ort
  • Un­ter­neh­men, Or­ga­ni­sa­ti­on oder In­sti­tu­ti­on
  • Marke oder Produkt
  • Künstler, Band oder öf­fent­li­che Person
  • Un­ter­hal­tung
  • Guter Zweck oder Ge­mein­schaft

Nachdem man den ge­wünsch­ten Seitentyp aus­ge­wählt hat, erscheint ein weiteres Formular. Hier erfolgt die Fest­le­gung einer genaueren Kategorie. Nutzer können wieder aus ver­schie­de­nen Vor­schlä­gen auswählen. Unter „Lokales Un­ter­neh­men“ gibt es z. B. die Ka­te­go­rien Buch­hand­lung, Kino oder Re­stau­rant. Bei „Un­ter­neh­men, Or­ga­ni­sa­ti­on oder In­sti­tu­ti­on“ stehen unter anderem Industrie, Klein­un­ter­neh­men oder Or­ga­ni­sa­ti­on zur Auswahl. Je nach Seitentyp sollten im Formular noch weitere Angaben zum Un­ter­neh­men wie Adresse, Te­le­fon­num­mer usw. gemacht werden. Mit einem Klick auf „Los geht’s“ gelangt man zum nächsten Schritt und ak­zep­tiert gleich­zei­tig die Nut­zungs­be­din­gun­gen für Facebook-Seiten.

4. Seite ein­rich­ten

Im nächsten Schritt fügt man eine kurze Be­schrei­bung des Un­ter­neh­mens oder der Marke hinzu, damit Besucher wissen, mit welcher Art von Un­ter­neh­men sie es zu tun haben. Die Be­schrei­bung (max. 155 Zeichen) sollte die Kern­aus­sa­gen des Un­ter­neh­mens und im Idealfall relevante Keywords enthalten (diese lassen sich auch später noch anpassen). Außerdem wird die Adresse der of­fi­zi­el­len Firmen-Homepage hin­ter­legt.

Mit einem Klick auf „In­for­ma­tio­nen speichern“ werden die Grund­ein­stel­lun­gen ge­spei­chert. In den nächsten Schritten lässt sich die Facebook-Seite noch weiter gestalten.

5. Bilder hochladen

Um das Facebook-Profil zu ver­voll­stän­di­gen, sollten Sie ein Pro­fil­bild für Ihr Un­ter­neh­men oder Ihre Marke hochladen. Setzen Sie dabei auf ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Bild, das schnell mit der Marke oder dem Produkt as­so­zi­iert wird. Es wird au­to­ma­tisch auf ein qua­dra­ti­sches Format zu­ge­schnit­ten und sollte laut Facebook min­des­tens 180 Pixel breit sein, damit es sowohl auf dem Desktop als auch in der mobilen Ansicht richtig dar­ge­stellt wird. Das Titelbild muss min­des­tens 399 x 150 Pixel groß sein. 

6. Zu Favoriten hin­zu­fü­gen & Ziel­grup­pe de­fi­nie­ren

Zu­sätz­lich können Sie Ihre eigene Facebook-Seite als Favorit ab­spei­chern. So hat man als Sei­ten­ad­mi­nis­tra­tor nach dem Log-in immer schnell Zugriff auf die Facebook-Fanpage. Die eigene Seite wird in der linken Na­vi­ga­ti­ons­leis­te unter „Favoriten“ angezeigt. 

Im letzten Schritt der Ein­rich­tung er­mög­licht es Facebook einem Un­ter­neh­men, eine genaue Ziel­grup­pe fest­zu­le­gen. Wer hier präzise Angaben zur po­ten­zi­el­len Ziel­grup­pe macht, erhöht die Wahr­schein­lich­keit, dass genau diese Mit­glie­der die Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­te vor­ge­schla­gen bekommen. Die Ziel­grup­pe wird durch Auswahl von Standort, Alter, Ge­schlecht und In­ter­es­sen definiert.

7. Facebook-Seite ver­voll­stän­di­gen

Die Ein­rich­tung der Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­te ist damit ab­ge­schlos­sen – aber das Profil ist natürlich noch nicht voll­stän­dig. Es empfiehlt sich deshalb, im nächsten Schritt die Seite unter „Ein­stel­lun­gen/Allgemein/Sicht­bar­keit der Seite“ zunächst auf „nicht ver­öf­fent­licht“ zu stellen. Erst wenn alle In­for­ma­tio­nen hin­ter­legt und die Fir­men­sei­te ver­voll­stän­digt und bereit für „Fans“ ist, sollte sie ver­öf­fent­licht werden.

Unter „Sei­ten­in­fo“ können Sie zu­sätz­li­che In­for­ma­tio­nen hin­ter­le­gen und die Facebook-Seite weiter gestalten:

  • Themen: Hier werden Schlag­wör­ter (Keywords) angegeben, die den Inhalt der Seite be­schrei­ben.
  • Impressum: Für Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­ten besteht eine Im­pres­sums­pflicht. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber "Impressum für Facebook-Seiten".
  • Facebook-In­ter­net­adres­se: Hier kann man die ein­deu­ti­ge Facebook-In­ter­net­adres­se auswählen („www.facebook.com/mein­bei­spiel­un­ter­neh­men").
  • Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen: Hierzu gehören Grün­dungs­da­tum, Aus­zeich­nun­gen oder einzelne Produkte. Diese In­for­ma­tio­nen sind optional, aber bieten deut­li­chen Mehrwert für Facebook-User, die sich via Social Media über das Un­ter­neh­men in­for­mie­ren wollen. 

Er­folg­reich auf Facebook: Nächste Schritte

Mit der Facebook-Un­ter­neh­mens­sei­te ist der Grund­stein für einen er­folg­rei­chen Social-Media-Auftritt gelegt. Die wirkliche Arbeit beginnt natürlich erst danach, denn dann heißt es, Fans zu gewinnen und die Seite bekannt zu machen. Mit der optimalen Planung und einer ziel­grup­pen­ge­rech­ten Content-Strategie wird die reich­wei­ten­star­ke Plattform zum idealen Marketing-Tool.

Darüber hinaus bietet Facebook auch ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, po­ten­zi­el­le Kunden mit Wer­be­an­zei­gen gezielt an­zu­spre­chen. Lesen Sie in unserem Ratgeber wie Sie Facebook-Marketing er­folg­reich in Ihren Marketing-Mix einbinden und die Mög­lich­kei­ten der Plattform perfekt aus­schöp­fen.

Was außerdem zu beachten ist, wenn Un­ter­neh­men auf Facebook aktiv sein möchten, verrät der On­line­mar­ke­ting-Experte Felix Beilharz im Interview mit IONOS:

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