Haben Sie schon einmal ver­zwei­felt ein Produkt in einem On­line­shop gesucht? Sich über eine ver­steck­te und oder wenig hilf­rei­che Such­funk­ti­on geärgert, die kaum Fil­ter­op­tio­nen bietet? Dann wissen Sie bereits aus eigener Erfahrung, wie wichtig eine in­tel­li­gen­te Suche und eine effektive Such­funk­ti­on für Websites sind. Wir klären, warum eine Such­funk­ti­on für E-Commerce-Angebote so wichtig und eine in­tel­li­gen­te Suche den Stan­dard­mo­du­len stets vor­zu­zie­hen ist. Darüber hinaus geben wir Tipps, auf welche Design-Aspekte Sie achten sollten und wie Sie durch eine Such­funk­ti­on die User-Ex­pe­ri­ence ver­bes­sern können.

Eine Such­funk­ti­on für die Website – Zahlen und Fakten

Auf eine Such­funk­ti­on sollte keine kom­mer­zi­el­le Website ver­zich­ten. Vor allem in On­line­shops mit zahl­rei­chen Artikeln ist sie un­er­läss­lich für die Kun­den­zu­frie­den­heit. Eine Studie des eCommerce-Leit­fa­dens ver­deut­licht ihre Bedeutung in konkreten Zahlen: 80 Prozent der Shop­be­trei­ber gaben an, dass die Such­funk­ti­on auf ihrer Website „sehr wichtig“ ist. Dem­entspre­chend häufig wird die Onsite-Suche auch angeboten: Lediglich 3 Prozent der befragten Shops verfügten zum Um­fra­ge­zeit­punkt nicht über eine Such­funk­ti­on.

Am häu­figs­ten kommen mit 60 Prozent Zu­satz­mo­du­le von Dritt­an­bie­tern zum Einsatz. 23 Prozent nutzen die Standard-Such­funk­ti­on des Shop-Systems und immerhin 8 Prozent verwenden eine eigens ent­wi­ckel­te Lösung. Im Schnitt sind jene Shop­be­trei­ber am zu­frie­dens­ten, die eine in­tel­li­gen­te Suche bzw. ein Zu­satz­mo­dul anstelle der Stan­dard­such­funk­ti­on verwenden: 52 Prozent dieser Web­site­be­trei­ber sind „sehr zufrieden“. Von den Be­trei­bern, die die Stan­dard­su­che nutzen, sind es hingegen lediglich 10 Prozent.

Nun könnte man sich wundern, warum dann nicht mehr On­line­händ­ler eine andere Such­funk­ti­on in ihr Shop­sys­tem im­ple­men­tie­ren. Auch auf diese Frage liefert die Studie eine Antwort: Viele schrecken aufgrund der zu­sätz­li­chen Kosten (40 Prozent) und des erhöhten In­te­gra­ti­ons- und Pfle­ge­auf­wands (48 und 29 Prozent) noch vor der Im­ple­men­tie­rung einer in­tel­li­gen­ten Suche zurück.

Fakt

Lediglich 3 Prozent der On­line­shops verwenden gar keine Suche. Das spiegelt auch die positive Bewertung der Such­funk­ti­on wider: 80 Prozent der Shop­be­trei­ber empfinden sie als „sehr wichtig“ für den Ge­schäfts­er­folg.

Warum die Mög­lich­keit einer in­tel­li­gen­ten Suche so wichtig ist

Die Kon­su­men­ten wissen in der Regel sehr genau, was sie suchen. Zumindest eine bestimmte Pro­dukt­grup­pe, eine Marke oder eine grobe Richtung muss bekannt sein. Wer nicht weiß, was er sucht, benutzt schließ­lich auch keine Such­funk­ti­on, sondern stöbert eher durch Ka­te­go­rien. Es ist also davon aus­zu­ge­hen, dass die Besucher eines Webshops die Such­funk­ti­on als wichtiges Werkzeug ansehen, um gezielt, schnell und er­folg­reich zum Ziel zu gelangen. Um diesen An­for­de­run­gen an Shop­sys­te­me gerecht zu werden, muss eine in­tel­li­gen­te Suche zunächst in­te­griert und dann fort­lau­fend optimiert werden. Eine einfache Stan­dard­su­che, die die meisten Shop- und Content-Ma­nage­ment-Systeme von Haus aus mit­lie­fern, ist in der Regel wenig ver­kaufs­för­dernd: Pro­ble­ma­tisch an ihr ist vor allem die geringe Feh­ler­to­le­ranz – Stan­dard­such­funk­tio­nen erkennen oft nicht, dass hinter Singular- und Plu­ral­for­men iden­ti­sche Such­in­ter­es­sen stecken – und Synonyme zum Such­be­griff werden gänzlich ignoriert. Zu­sätz­lich sind rund 54 Prozent der Shop­be­trei­ber damit un­zu­frie­den, dass die Stan­dard­such­funk­ti­on keine In­stru­men­te zur Förderung des Ab­ver­kaufs be­reit­hält.

Dem­ge­gen­über sind die Vorteile einer in­tel­li­gen­ten Suche folgende:

  • Kunden finden schneller und ziel­ge­nau­er das gesuchte Produkt.
  • Das ver­bes­sert wiederum die Usability.
  • Im Regelfall steigt mit einer in­tel­li­gen­ten Suche auch die Con­ver­si­on-Rate.
  • Die 3 zuvor genannten Faktoren erhöhen die Zahl wie­der­keh­ren­der Stamm­kun­den.

Die Ein­rich­tung einer in­tel­li­gen­ten Such­funk­ti­on

Die Im­ple­men­tie­rung einer in­tel­li­gen­ten Such­funk­ti­on bietet somit zahl­rei­che Vorteile für Shop­be­trei­ber. Doch es gibt auch Bedenken: Zwar sind die meisten On­line­händ­ler überzeugt, dass eine in­tel­li­gen­te Such­funk­ti­on bessere Such­ergeb­nis­se liefert, doch viele verbinden mit solch einer Funktion auch eine auf­wen­di­ge tech­ni­sche In­te­gra­ti­on und zeit­in­ten­si­ve Kon­fi­gu­ra­ti­on. Um fort­wäh­rend gute Er­geb­nis­se zu erzielen oder um kun­den­spe­zi­fi­sche Emp­feh­lun­gen an­zu­zei­gen, sind re­gel­mä­ßi­ge Analysen und Op­ti­mie­run­gen notwendig. Dabei geht es um das Ein­pfle­gen von Synonymen sowie um die Un­ter­su­chung und Ver­mei­dung von Null­tref­fern. 75 Prozent der Shop­be­trei­ber tun dies aber ohnehin schon. Al­ler­dings sind mit einer besseren Such­funk­ti­on nicht selten auch höhere Kosten verbunden.

Um den wach­sen­den An­for­de­run­gen der Kunden gerecht zu werden, sollte man den Schritt aber wagen und eine aus­ge­reif­te Such­funk­ti­on nutzen. Wir haben in einem Artikel bereits geklärt, welche Optionen es für eine in­tel­li­gen­te Suche gibt und wie Sie eine Such­funk­ti­on in Ihre Website ein­rich­ten können: Neben eigenen Suchskrip­ten bieten die meisten CMS auch prak­ti­sche Plug-ins für ver­bes­ser­te Suchen an. Al­ter­na­tiv lassen sich auch Search-Boxen über externe Such­dienst­leis­ter einbinden. Ein Mehr­auf­wand der sich auf Dauer auszahlen wird: Die Usability steigt und die Kunden haben mit einer in­tel­li­gen­ten Suche eine bessere User-Ex­pe­ri­ence – und so werden aus In­ter­es­sen­ten auch eher Käufer.

Tipp

In den On­line­shop-Lösungen von IONOS ist eine in­tel­li­gen­te Pro­dukt­such­funk­ti­on bereits in­te­griert.

Was muss eine in­tel­li­gen­te Suche können?

Die Frage ist, was genau eine user­freund­li­che Suche bieten muss, um den ge­wünsch­ten Effekt zu erzielen und die Kun­den­zu­frie­den­heit zu erhöhen? Die zentralen Features und Richt­li­ni­en sind:

Feh­ler­to­le­ranz der Such­funk­ti­on

Jeder vertippt sich hin und wieder mal. Es kommt auch vor, dass Kunden die genaue Pro­dukt­be­zeich­nung nicht kennen oder un­wis­sent­lich in ihre jeweilige Such­an­fra­ge einen Zahlen- oder Buch­sta­ben­dre­her einbauen. Das Nut­zer­er­leb­nis wird ent­schei­dend ver­bes­sert, wenn man trotz solcher kleinen Fehler findet, was man sucht.

Ein Fehler wie in dem obigen Screen­shot kann selbst hart­ge­sot­te­nen Fans des Films „Finding Dory“ passieren: Hier wurden Teile aus dem eng­li­schen Ori­gi­nal­ti­tel und der deutschen Über­set­zung zu­sam­men­ge­wür­felt: Richtig wäre im Deutschen der Titel „Findet Dorie“ – mit „ie“ statt „y“. Kein Problem für die in­tel­li­gen­te Such­funk­ti­on von Amazon: Dort werden trotz des Tipp­feh­lers die korrekten Er­geb­nis­se angezeigt.

Erkennen von Singular, Plural und Synonymen

Kunden suchen sowohl nach „Kleidern“ wie auch nach einem „Kleid“. Beide Such­an­fra­gen beziehen sich auf die gleiche Pro­dukt­grup­pe und sollten dem­entspre­chend zu den gleichen Er­geb­nis­sen führen. Ebenso wichtig: Eine in­tel­li­gen­te Suche muss auch Synonyme verstehen. „Spielzeug“ und „Spiel­sa­chen“ be­zeich­nen iden­ti­sche Pro­dukt­grup­pen – daher sollten im Idealfall auch diese beiden Begriffe dieselben Such­ergeb­nis­se liefern. Versteht Ihre Such­funk­ti­on nicht, was es mit den Synonymen und Plu­ral­for­men auf sich hat, dann werden etliche sinnvolle Such­tref­fer nicht angezeigt. Sie können kaum davon ausgehen, dass all Ihre Kunden den gleichen Wort­schatz haben und stets iden­ti­sche Begriffe verwenden. Besonders pro­ble­ma­tisch ist eine Suche bei Produkten, deren Be­zeich­nung je nach Region dialektal gefärbt ist: Was in Hannover „Brötchen“ heißt, nennt man in Berlin bei­spiels­wei­se „Schrippen“ und in München „Semmeln“.

Auto-Suggest und Au­to­com­ple­te

Ein kleiner Tipp­feh­ler lässt sich leicht vermeiden, wenn die Such­funk­ti­on bereits vorab au­to­ma­tisch zu er­war­ten­den Such­be­grif­fe vor­schlägt. Diese Funktion nennt sich „Auto-Suggest“ bzw. „Au­to­com­ple­te“. Die nützliche Funktion einer in­tel­li­gen­ten Suche ver­voll­stän­digt Such­be­grif­fe unterhalb der Such­leis­te oder schlägt au­to­ma­tisch passende Begriffe vor.

Diese Funktion ist in vielerlei Hinsicht praktisch: Zum einen findet man den tat­säch­li­chen Such­be­griff schneller, zum anderen bekommt man hilf­rei­che verwandte Such­vor­schlä­ge. So macht das Auto-Suggest-Feature in manchen Fällen auch eine Recherche nach dem „Schnee­ball­prin­zip“ möglich. Bei einer ex­em­pla­ri­schen Google-Such­an­fra­ge wird uns auf der Suche nach dem Film „Findet Dorie“ schon nach der Eingabe von „Findet“ der gesuchte Film und prak­ti­scher­wei­se auch gleich der Vorgänger „Findet Nemo“ vor­ge­schla­gen. Ein weiterer toller Ne­ben­ef­fekt: Da längere Such­an­fra­gen nicht aus­ge­schrie­ben werden müssen, spart die Funktion Zeit ein, was sich wiederum positiv auf die Usability der Suche auswirkt.

Mehrere Such­mög­lich­kei­ten mit Er­klä­run­gen anbieten

Es gibt meist mehrere Mög­lich­kei­ten, einen be­stimm­ten Artikel zu finden, und ebenso häufig haben Suchende nur un­voll­stän­di­ge In­for­ma­tio­nen zu einem Produkt und dessen genauer Be­zeich­nung. Ein gutes Beispiel sind Bücher: Diese lassen sich sowohl über den Namen des Autors wie auch über den Titel oder die ISBN-Nummer finden. Oft sind hierbei auch Epochen, künst­le­ri­sche Strö­mun­gen oder Gattungen relevante Such­be­grif­fe.

Einen sinn­vol­len Hinweis liefert mit ihrer in­tel­li­gen­ten Such­funk­ti­on die Seite Bücher.de: Dort wird im Ein­ga­be­feld der Such­leis­te in blasser Schrift angezeigt, was überhaupt gesucht werden kann: Titel, Autor, Stichwort und ISBN. Damit eröffnen sich dem Nutzer mög­li­cher­wei­se neue Zugänge, die er zuvor eventuell gar nicht in Betracht gezogen hat.

Um die Bedeutung mehrerer Such­mög­lich­kei­ten an einem Beispiel deutlich zu machen: Ist die Suche nur nach dem Titel möglich, finden Schüler, die Bücher für den Un­ter­richt bestellen wollen und sich nur die ISBN-Nummer notiert haben, nicht sofort das not­wen­di­ge Buch. Gleiches gilt für all die­je­ni­gen, die sich nach einer Emp­feh­lung von Freunden nur an den Autor, nicht aber an den konkreten Titel erinnern können.

Sinnvolle Plat­zie­rung der Such­leis­te

Die Such­funk­ti­on kann noch so viele hilf­rei­che Features haben – wenn die Such­leis­te auf der Website nicht oder nur schwer auf­find­bar ist, trägt sie kaum zur Ver­bes­se­rung der User-Ex­pe­ri­ence bei – ganz im Gegenteil. Daher sollte die Such­funk­ti­on immer sehr prominent platziert sein und sofort auf­find­bar sein – denn nichts ist är­ger­li­cher als die Such­leis­te suchen zu müssen.

Das Beispiel eBay zeigt wie es richtig geht: Groß, mittig und oberhalb des Contents und der Ka­te­go­rien ist die Such­leis­te auf den ersten Blick zu sehen. Wer eBay besucht, hat in der Regel schon eine konkrete Vor­stel­lung dessen, was gesucht wird. Dem­entspre­chend nutzt eBay auch als Be­schrei­bung für die Such­leis­te und als Be­schrif­tung des „Suchen“-Buttons die Be­zeich­nung „Finden“ anstatt „Suchen“ – das ist positiver kon­no­tiert und deutet schon im Vorfeld auf den Erfolg der Suche an. Solche Klei­nig­kei­ten können sich bei On­line­shop durchaus auf die Con­ver­si­ons auswirken und zu einer guten Shopping-Ex­pe­ri­ence des Kunden beitragen.

Filter und Ka­te­go­rien einer in­tel­li­gen­ten Such­funk­ti­on

Das Beispiel eBay führt direkt zum nächsten wichtigen Feature: Bietet eine in­tel­li­gen­te Suche die Mög­lich­keit, in konkreten Ka­te­go­rien zu suchen und die Er­geb­nis­se auf die re­le­van­tes­te Kategorie ein­zu­gren­zen, wird die Zahl über­flüs­si­ger Such­ergeb­nis­se deut­li­cher kleiner ausfallen. Das erspart dem User das müßige manuelle Durch­fors­ten der Er­geb­nis­se. Bei eBay ist ein ent­spre­chen­des Menü direkt rechts neben der Such­leis­te zu finden. Damit passt sich das Layout perfekt den Le­se­ge­wohn­hei­ten in west­li­chen Länder an: Der User wandert bei seiner Suche im User Interface von links nach rechts: beginnend bei der Such­leis­te über das Aus­wahl­me­nü für Ka­te­go­rien bis zu dem rechts daneben an­ge­ord­ne­ten „Finden“-Button. Dieser ist in Blau gehalten und hebt sich damit gut sichtbar von den übrigen Elementen des gra­fi­schen User-In­ter­faces ab.

Tref­fer­an­zei­ge mit Sor­tier­op­tio­nen

Diese Funktion sollte Nutzern auch nach der Suche zur besseren Übersicht über ihre Tref­fer­an­zei­ge zur Verfügung stehen. Nicht immer wird bei­spiels­wei­se das gesuchte Produkt an erster Stelle angezeigt, sodass der Such­pro­zess ge­wis­ser­ma­ßen in die „Ver­län­ge­rung“ geht. In solchen Fällen ist es wichtig, dass der Nutzer die Treffer sortieren kann, um über diesen Zwi­schen­schritt doch noch zum Ziel zu kommen.

Der On­line­shop von Gamestop nimmt seine Besucher bei der Suche sehr vor­bild­lich „an die Hand“: Die Such­ergeb­nis­se lassen sich nicht nur nach nahezu allen er­denk­li­chen Kriterien sortieren, sie können auch mit zahl­rei­chen Filtern an der linken Seite weiter ein­ge­grenzt werden. Die Fil­ter­aus­wahl umfasst Genres, Platt­for­men, Preis­span­nen und sogar Rea­le­se­da­tes und Ver­füg­bar­kei­ten. Auch der dezent-un­auf­dring­li­che Hinweis oberhalb der Sor­tier­me­nü­leis­te („Benutze die Filter an der Seite um die Er­geb­nis­se weiter ein­zu­gren­zen“) zeigt, dass den Be­trei­bern die Usability und eine er­folg­rei­che Suche am Herzen liegen.

Hilfe bei Null­tref­fern

Selbst eine in­tel­li­gen­te Suche kann in einigen Fällen erfolglos bleiben und überhaupt keine Treffer anzeigen. Das lässt sich nicht vermeiden, da ein Shop na­tur­ge­mäß nicht alles anbieten kann. Null­tref­fer-Seiten lassen sich für den User aber deutlich an­ge­neh­mer und weniger frus­trie­rend gestalten als mit einer er­nüch­tern­den Nachricht, nichts gefunden zu haben.

Die Suche nach Vi­deo­kas­set­ten ist im 21. Jahr­hun­dert zunehmend schwie­ri­ger geworden – abseits von Ge­braucht­wa­ren­bör­sen sogar nahezu aus­sichts­los. So zeigt auch die Onsite-Suche im On­line­shop von Karstadt den Retrofans er­war­tungs­ge­mäß keine Treffer an. Doch das an­schlie­ßen­de Angebot nach der er­folg­lo­sen Suche ist unter Usability-Ge­sichts­punk­ten geradezu vor­bild­lich: Statt einer leeren Seite bekommen Nutzer wei­ter­füh­ren­de Links zu spe­zi­el­len Rubriken geboten. Auch mögliche Recht­schreib­feh­ler können in einer separaten Such­leis­te nach­träg­lich kor­ri­giert werden. Zu guter Letzt verweist die Seite auf das bun­des­wei­te Fi­li­al­netz und stellt somit auch eine analoge Suche in Aussicht – viel­leicht hat eine nah­ge­le­ge­ne Filiale ja noch Rest­be­stän­de?

User­freund­li­che Suche über Mo­bil­ge­rä­te: Was ist zu beachten?

Immer häufiger suchen User nicht mehr über den Desktop-PC, der mit einer großzügig be­mes­se­nen Tastatur die Eingabe von Such­be­grif­fen zum Kin­der­spiel macht. Statt­des­sen gewinnen Smart­phone und Tablet zunehmend an Bedeutung. Das stellt Shop- und Web­site­be­trei­ber vor neue Her­aus­for­de­run­gen: Schließ­lich muss auch eine in­tel­li­gen­te Suche in nativen Apps und auf mobile-op­ti­mier­ten Websites den An­for­de­run­gen mobiler Benutzer gerecht werden.

Must-have: Auto-Suggest und in­tui­ti­ves UI

Wie auch im regulären On­line­shop gilt: Je schneller und je leichter Ihre Kunden das ge­wünsch­te Produkt finden, desto besser fällt die User-Ex­pe­ri­ence aus. Dem­entspre­chend sollte eine in­tel­li­gen­te Suche in Ihrer mobilen App selbst­ver­ständ­lich über die gleichen nütz­li­chen Features verfügen wie die Such­funk­ti­on Ihrer Website. Das heißt: Sie muss ebenso feh­ler­to­le­rant sein und Filter und Ka­te­go­rien zur Ein­gren­zung der Such­ergeb­nis­se bieten. Für den mobilen Gebrauch sind ins­be­son­de­re zwei Funk­tio­nen wichtig: Wer im dichten Gedränge der U-Bahn ein Album der „Red Hot Chili Peppers“ sucht, möchte sicher nicht den langen Namen der Rockband aus­schrei­ben müssen. Dem­entspre­chend sollte Ihre Such­funk­ti­on unbedingt Auto-Suggest bzw. Auto-Complete be­inhal­ten – das ist für Mobile-Nutzer noch wichtiger, als es bereits für Suchende am Desktop-PC ist. Schon nach Eingabe von „Red h“ sollten die passenden Vor­schlä­ge unterhalb der Such­leis­te ein­ge­blen­det werden.

Darüber muss auch das User-Interface der mobilen App den An­for­de­run­gen eines mobil suchenden Kunden angepasst sein: Die Such­leis­te muss sofort auf­find­bar bzw. das Lupen-Symbol schnell erkennbar und leicht an­zu­tip­pen sein. Diese Elemente befinden sich am besten direkt neben dem Logo der Marke und somit im obersten Bereich der Start­sei­te. Idea­ler­wei­se muss der Kunde nicht nach unten wischen.

Nice-to-have: Scan­funk­ti­on und Stimm­ein­ga­be

Moderne Smart­phones und Tablets sind wahre Al­les­kön­ner – warum also nicht noch weitere Schnitt­stel­len der Geräte nutzen, um die User-Ex­pe­ri­ence bei der Suche zu ver­bes­sern? Auto-Suggest ist großartig, ver­ein­facht es doch das Eintippen. Noch besser wäre es aber, wenn der mobile Shop­be­su­cher überhaupt nicht mehr auf die digitale Tastatur tippen müsste! Möglich macht das bei­spiels­wei­se das im Smart­phone in­te­grier­te Mikrofon. Ein so­ge­nann­tes Voice-User-Interface – die Mög­lich­keit, per Stimm­ein­ga­be mit dem Gerät zu kom­mu­ni­zie­ren – gestaltet die Suche nochmals in­tui­ti­ver und schneller.

Auch die Funktion, mit dem Smart­phone Barcodes zu scannen, ist ein nütz­li­ches Feature für eine Shop-App. Da Ihre Kunden neben On­line­shops wahr­schein­lich auch weiterhin sta­tio­nä­re Läden in der In­nen­stadt besuchen, werden schnelle Preis- und An­ge­bots­ver­glei­che immer wichtiger. Großartig, wenn Kunden mit Ihrer App nur den Barcode eines Produkts scannen brauchen und sofort zur Pro­dukt­sei­te in Ihrem On­line­shop gelangen, wo sie die Ware günstiger als im besuchten Geschäft erhalten. Solche Optionen sind natürlich nur bei be­stimm­ten Pro­dukt­pa­let­ten wirklich sinnvoll, können aber richtig ein­ge­setzt das Sah­ne­häub­chen einer in­tel­li­gen­ten Suche für unterwegs sein.

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