Als der Conficker-Virus in den Jahren 2008 bis 2010 sein Unwesen trieb, befiel er nicht nur die Be­nut­zer­kon­ten von Millionen von Pri­vat­nut­zern weltweit, sondern auch die Com­pu­ter­sys­te­me diverser Kran­ken­häu­ser, Behörden, Un­ter­neh­men und sogar der Deutschen Bun­des­wehr und der fran­zö­si­schen Luftwaffe. Auch wenn sich die Schäden des Com­pu­ter­wurms an den Systemen letzt­end­lich in Grenzen hielten und eine Ent­fer­nung mithilfe der passenden Tools kein Problem war, hin­ter­ließ er in wirt­schaft­li­cher Hinsicht bei vielen Ein­rich­tun­gen und Firmen er­heb­li­che Spuren. Der jährliche Internet Security Threat Report des Si­cher­heits­soft­ware­un­ter­neh­mens Symantec für das Jahr 2010 of­fen­bar­te zudem, dass auf deutschen Rechnern nicht nur ge­wöhn­li­che Schad­soft­ware wie Trojaner, Viren, Phishing- oder Spammails einen sehr hohen Ver­brei­tungs­grad aufwies, sondern dass die Bun­des­re­pu­blik auch für illegale Bot-Netzwerke zur wich­tigs­ten An­lauf­stel­le Europas geworden war. Rund 470.000 mit Bots in­fi­zier­te Computer, von denen pro Tag knapp 2.000 aktiv waren, machte Symantec aus, womit etwa jeder fünfte eu­ro­päi­sche Bot-Computer in Deutsch­land be­hei­ma­tet war. Die ver­öf­fent­lich­ten Berichte blieben nicht ohne Wirkung: Mit dem Ziel, die Com­pu­ter­si­cher­heit fortan erheblich zu ver­bes­sern, ent­wi­ckel­ten das Bundesamt für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) und der eco-Verband in Zu­sam­men­ar­beit mit Ver­tre­tern von IONOS das Projekt botfrei. Dies startete am 15. September 2010 zunächst noch unter dem Namen „Anti-Botnet-Be­ra­tungs­zen­trum“ unter der Website botfrei.de – mit Un­ter­stüt­zung des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums und zahl­rei­cher deutscher In­ter­net­dienst­an­bie­ter.

Bots und die Gefahr fremd­ge­steu­er­ter Com­pu­ter­net­ze

Der Begriff Bot ist von dem eng­li­schen Wort robot (dt. Roboter) ab­ge­lei­tet und kenn­zeich­net im her­kömm­li­chen Sinn ein Com­pu­ter­pro­gramm, das sich wie­der­ho­len­de Aufgaben au­to­ma­tisch ab­ar­bei­tet, ohne mit einem mensch­li­chen Benutzer kom­mu­ni­zie­ren zu müssen. So nutzen In­ter­net­such­ma­schi­nen Bots bei­spiels­wei­se, um die Inhalte von Websites zu crawlen, also zu über­prü­fen und aus­zu­wer­ten, damit Ver­än­de­run­gen bzw. neue Seiten an­schlie­ßend in den Suchindex auf­ge­nom­men werden können.

Diesen „gut­ar­ti­gen“ Bots stehen solche gegenüber, die in fremde Com­pu­ter­sys­te­me ge­schleust werden, um die Kontrolle über bestimmte Prozesse oder das gesamte Gerät zu über­neh­men oder ver­trau­li­che Daten wie Kre­dit­kar­ten­an­ga­ben, Kon­to­da­ten oder andere per­sön­li­che In­for­ma­tio­nen zu stehlen. Ferner können diese schäd­li­chen Bots au­to­ma­tisch weitere Schad­soft­ware – wie zum Beispiel Ran­som­wa­re – in­stal­lie­ren, die dem Nutzer den Zugang auf seine Dateien verwehrt.

Cy­ber­kri­mi­nel­le steuern die bös­ar­ti­gen An­wen­dun­gen, die bis zur In­an­spruch­nah­me im Ver­bor­ge­nen bleiben, aus der Ferne – während die Be­trof­fe­nen häufig gar nicht re­gis­trie­ren, dass Ihre Systeme bereits infiziert worden sind. Die fremd­ge­steu­er­ten Computer werden aus diesem Grund auch selbst als Bots oder al­ter­na­tiv auch als „Zombies“ be­zeich­net. Unter anderem werden die in­fil­trier­ten Com­pu­ter­sys­te­me für folgende Aktionen zweck­ent­frem­det:

  • Versand von Spam, Phishing-Mails oder Malware
     
  • Klick­be­trug (zum Beispiel au­to­ma­ti­sches Klicken auf Wer­be­an­zei­gen, um den Preis in die Höhe zu treiben)
     
  • Angriffe auf fremde Com­pu­ter­sys­te­me

Für Angriffe auf Com­pu­ter­sys­te­me nutzen Kri­mi­nel­le für ge­wöhn­lich aber nicht einen einzelnen Zombie-Rechner, sondern einen ganzen Verbund von Geräten, den sie zuvor mithilfe ihrer schäd­li­chen Software unter Kontrolle gebracht haben. In diesem Fall spricht man von einem Bot-Netzwerk oder auch Botnet. Die in­fi­zier­ten Computer führen ohne Mitwissen ihres Besitzers als Teil dieser Netze gemeinsam so­ge­nann­te DDos-Angriffe (Dis­tri­bu­ted Denial of Service) aus, die das Ziel verfolgen, die at­ta­ckier­te Instanz (Website, Anwendung, Server, System) funk­ti­ons­un­fä­hig zu machen. Besitzer der zweck­ent­frem­de­ten Geräte erhalten in der Regel nur sehr un­spe­zi­fi­sche Hinweise auf die Fremd­steue­rung: An­wen­dun­gen starten nur sehr langsam, rät­sel­haf­te Meldungen er­schei­nen oder der Rechner stürzt ab.

Die Ziele und Struk­tu­ren des botfrei-Projekts

Als das BSI und eco – der Verband der In­ter­net­wirt­schaft e.V.– ihre Si­cher­heits­in­itia­ti­ve im Netz öf­fent­lich machten, for­mu­lier­ten sie ein klares Ziel: Bis zum of­fi­zi­el­len Ende des Projekts, das für einen Zeitraum von drei Jahren geplant war, sollten die Bot-Netz-Ak­ti­vi­tä­ten von PCs, die in Deutsch­land be­hei­ma­te­tet sind, erheblich reduziert werden. Das Vorhaben war von Erfolg gekrönt und so endete das Projekt 2013 offiziell. Der eco-Verband betreibt es al­ler­dings seitdem ei­gen­stän­dig weiter – und das aus gutem Grund: Denn auch wenn Deutsch­land im Jahr 2016 nicht zu den zehn Ländern mit den größten illegalen Botnetzen gehörte, ist die Gefahr der Bots weiterhin präsent. Das haben die jüngsten Angriff auf IoT-Geräte (Internet of Things) wie Webcams, Drucker und Router unter Beweis gestellt.

Zum Erreichen des gesetzten Ziels, für eine möglichst hohe Com­pu­ter­si­cher­heit der ans Internet an­ge­schlos­se­nen Geräte zu sorgen, schart das botfrei-Projekt Experten mit jah­re­lan­ger Erfahrung aus dem IT-Si­cher­heits­um­feld sowie zahl­rei­che Ko­ope­ra­ti­ons­part­ner um sich. Neben IONOS handelt es sich dabei unter anderem um In­ter­net­dienst­an­bie­ter wie unity­me­dia, Telekom und Vodafone, das Institut für Internet-Si­cher­heit (if(is)) oder Si­cher­heits­soft­ware­fir­men wie Mal­ware­bytes, G DATA und Avira. Hinzu kommen Part­ner­schaf­ten mit zahl­rei­chen Un­ter­neh­men aus dem Umfeld des eco-Verbands, die wie die genannten Her­stel­ler von Si­cher­heits­an­wen­dun­gen kos­ten­lo­se Tools und Fach­wis­sen zur Verfügung stellen.

Bei der Zu­sam­men­ar­beit mit den Internet-Service-Providern geht es in erster Linie darum, Nutzer mit in­fi­zier­ten PCs zu iden­ti­fi­zie­ren und im Anschluss über das Angebot von botfrei.de zu in­for­mie­ren, damit die jeweilige Schad­soft­ware fachgemäß entfernt werden kann. Der Pro­zess­ab­lauf sieht dabei in etwa fol­gen­der­ma­ßen aus:

  1. Ein Nutzer verbindet sich mit dem Internet und erhält dabei eine zufällige IP-Adresse zu­ge­wie­sen.

  2. Ist der Computer des Nutzers infiziert, merkt er dies in der Regel nicht und kann sich ganz normal im Internet bewegen: Seiten aufrufen, E-Mails ver­schi­cken, Spiele spielen oder Web-An­wen­dun­gen nutzen.

  3. Anhand be­stimm­ter Ver­hal­tens­mus­ter, die von dem Internet-Anschluss bzw. Gerät des Nutzers unter der aktiven IP-Adresse ausgehen, kann der In­ter­net­dienst­an­bie­ter jedoch fest­stel­len, dass ein Malware-Befall vorliegt. Dabei handelt es sich bei­spiels­wei­se um Spam- oder Phishing-Mails, die unbemerkt an Dritte ver­schickt werden oder das Mitwirken an DDos-Angriffen auf Websites oder Un­ter­neh­men, falls das System des Be­trof­fe­nen Teil eines aktiven Botnets ist.

  4. In einigen Fällen entdecken die In­ter­net­pro­vi­der dieses Verhalten durch eigene Sensoren, we­sent­lich häufiger erhalten sie die In­for­ma­ti­on darüber aber durch Dritte. Denn um Schad­soft­ware auf­zu­spü­ren, arbeiten Anti-Viren-Un­ter­neh­men, For­schungs­ein­rich­tun­gen wie das Frau­en­ho­fer-Institut (FKIE), CERTs (Computer Emergency Response Teams) und Internet-Service-Provider weltweit Hand in Hand.

  5. Der Provider ist als einziger in der Lage, die IP-Adresse, von der das un­ge­wöhn­li­che Verhalten ausgeht, dem Nutzer des in­fi­zier­ten PCs zu­zu­wei­sen, weshalb er diesen be­nach­rich­tigt – per E-Mail oder Brief – und auf das Angebot von botfrei.de verweist. Zu­sätz­lich enthält die Nachricht eine Ticket-Nummer, die eine Art Be­ra­tungs­gut­schein darstellt.

  6. An­schlie­ßend sendet der Provider die ge­sam­mel­ten In­for­ma­tio­nen inklusive der Ticket-Nummer an das botfrei-Projekt. Auf diese Weise kann der Nutzer einfach und un­kom­pli­ziert Kontakt zu einem Service-Mit­ar­bei­ter des botfrei-Teams her­stel­len, der sei­ner­seits mit dem not­wen­di­gen Hin­ter­grund­wis­sen aus­ge­stat­tet ist und dem Nutzer wei­ter­hilft.

botfrei.de– das sind die Un­ter­stüt­zungs­an­ge­bo­te des Si­cher­heits­ser­vices

Die Hil­fe­stel­lun­gen, die der eco-Verband auf botfrei.de mithilfe der zahl­rei­chen Partner offeriert, sind sehr viel­sei­tig und kei­nes­wegs nur auf die tückische Bot-Software be­schränkt: Das Angebot aus In­for­ma­tio­nen und Si­cher­heits­tools dient dazu, jegliche Form von Malware zu bekämpfen und auf diese Weise für eine hohe Com­pu­ter­si­cher­heit zu sorgen. Neben der Botnet-Thematik steht dabei ins­be­son­de­re Ran­som­wa­re im Fokus. Diese Trojaner-Art, die Nut­zer­da­ten ver­schlüs­selt und im Anschluss Lösegeld für die Frei­schal­tung fordert, zählte in den ver­gan­ge­nen Jahren zu den großen Be­dro­hun­gen für Pri­vat­nut­zer sowie Un­ter­neh­men und Behörden. In den folgenden Ab­schnit­ten be­leuch­ten wir die ver­schie­de­nen Support-Angebote des botfrei-Projekts näher.

EU-Cleaner: Leis­tungs­star­ke Scan- und Rettungs-Tools

In der Rubrik EU-Cleaner hat der eco-Verband Software zum Download ver­öf­fent­licht, die Sie bei der Ent­fer­nung von Malware un­ter­stützt. Wenn Sie also vermuten, dass Ihr Gerät infiziert ist oder Ihr An­ti­vi­ren­pro­gramm oder In­ter­net­dienst­an­bie­ter Sie auf einen Malware-Befall hin­ge­wie­sen hat, finden Sie hier die folgenden, leis­tungs­star­ken Tools für ganz ver­schie­de­ne An­wen­dungs­ge­bie­te:

  • HitmanPro.EU-Cleaner: Der HitmanPro.EU-Cleaner ist ein Tool des Ent­wick­ler-Teams SurfRight, das seit 2015 zur Sophos-Familie gehört. Der Malware-Scanner erlaubt es Ihnen, Ihren Computer auf alle Formen von Schad­soft­ware – inklusive Spyware, Keylogger und Rootkits – zu über­prü­fen und diese fachgemäß zu entfernen. Die of­fe­rier­te Download-Version ist für Windows-Systeme verfügbar und gewährt Ihnen 30 Tage lang kos­ten­frei­en Zugriff auf die komplette Funk­ti­ons­pa­let­te des Programms. An­schlie­ßend können Sie eine jährlich geltende Lizenz kaufen, wenn Sie die Dienste des Scanners weiterhin in Anspruch nehmen wollen. Bit­de­fen­der und Kaspersky Lab sind als In-Cloud-Tech­no­lo­gie-Partner an dem Projekt beteiligt.
     
  • Avira PC Cleaner: Der PC Cleaner der Firma Avira ist ein klas­si­scher Malware-Scanner für Windows-Be­triebs­sys­te­me, der Ihr ver­wen­de­tes An­ti­vi­ren­pro­gramm bei der Suche nach schäd­li­cher Software un­ter­stützt. Seit Jahren bietet Avira mit seiner gleich­na­mi­gen, kostenlos nutzbaren Security-Suite zudem ein eigenes An­ti­vi­ren­pro­gramm an. Nutzen Sie bisher noch keine spe­zi­fi­sche An­ti­vi­ren­soft­ware, lohnt sich also auch ein Blick auf die of­fi­zi­el­le Avira-Homepage .
     
  • Botfrei EU-Cleaner Mobile: G DATA hat mit dem Botfrei EU-Cleaner Mobile einen Malware-Scanner für Android-Geräte (ab 4.0) ent­wi­ckelt, den Sie im Google Play Store her­un­ter­la­den können. Die App enthält neben dem Scanner auch einen spe­zi­el­len Phishing-Schutz, der Sie vor ma­ni­pu­lier­ten Websites warnt. Sie er­mög­licht zudem auch das Entfernen der ent­deck­ten Malware. Nach einer 30-tägigen Testphase wechselt die Anwendung au­to­ma­tisch in die kos­ten­freie Freemium-Version, die weiterhin Schutz vor Schad­soft­ware liefert. Durch ein kos­ten­pflich­ti­ges Upgrade erhält man zu­sätz­li­che Si­cher­heits­fea­tures wie einen Dieb­stahl­schutz, eine Kin­der­si­che­rung oder einen SMS-/Anruf-Filter.
     
  • G DATA EU Ran­som­wa­re Cleaner: G DATA schickt mit dem Ran­som­wa­re Cleaner außerdem eine portable Lösung ins Rennen, mit deren Hilfe Sie Ihr System über­prü­fen bzw. wieder frei­schal­ten können, wenn dieses mit einem Er­pres­sungs­tro­ja­ner infiziert worden ist. Zu diesem Zweck laden Sie einfach mit einem anderen Gerät die zum Download an­ge­bo­te­nen Daten auf botfrei.de herunter, brennen diese auf eine CD oder einen USB-Stick und starten das in­fi­zier­te System mithilfe dieser Ret­tungs­me­di­en. Auf diese Weise können Sie die Ran­som­wa­re auch dann entfernen, wenn Sie keinerlei Zugriff mehr besitzen. In seltenen Fällen ist es er­for­der­lich, dass Sie im Anschluss eine Neu­in­stal­la­ti­on des Be­triebs­sys­tems vornehmen müssen.
     
  • DE-Cleaner (Antibot) Ret­tungs­sys­tem: Mit der Antibot-Software bietet der eco-Verband auch eine eigene Lösung für portable Ret­tungs­me­di­en an, die mit der Avira-Scan-Engine arbeitet. Wie bei dem G DATA Ran­som­wa­re Cleaner erstellen Sie zunächst eine boot­fä­hi­ge CD bzw. einen USB-Stick und be­rei­ni­gen damit im Anschluss das befallene System. Ein Assistent führt Sie dabei Schritt für Schritt durch den Über­prü­fungs- und Ent­fer­nungs­pro­zess. Auch hier empfiehlt es sich – wenn möglich – zunächst alle per­sön­li­chen Daten auf einem externen Medium zu sichern, da in wenigen Fällen notwendig sein kann, das Be­triebs­sys­tem neu zu in­stal­lie­ren.
     
  • Mal­ware­bytes Anti-Malware: Bei der Scanner-Lösung von Mal­ware­bytes handelt es sich um eine voll funk­ti­ons­fä­hi­ge Test­ver­si­on für Mac- und Win­dows­sys­te­me, die Ihr Gerät au­to­ma­tisch in Echtzeit scannt und bösartige Websites blockiert. Nach Ablauf der 14-tägigen Testphase wird das Programm in eine manuelle Scan-Variante um­ge­wan­delt, die bösartige Seiten und An­wen­dun­gen nur dann erkennt, wenn Sie den Suchlauf ei­gen­hän­dig starten. Mit dem Kauf einer ein­jäh­ri­gen Lizenz schalten Sie die Echt­zeit­über­prü­fung wieder frei.

Ran­som­wa­re: In­for­ma­tio­nen und Tipps zum Thema Ver­schlüs­se­lungs­tro­ja­ner

Auf der Ran­som­wa­re-The­men­sei­te erfahren Sie alles, was Sie über die wand­lungs­fä­hi­ge Er­pres­sungs-Malware wissen müssen: Im Fragen-und-Antworten-Bereich wird zum Beispiel erklärt, was genau ei­gent­lich hinter dieser Trojaner-Art steckt, welche Systeme besonders gefährdet sind oder wie Sie auf die dreisten Er­pres­sungs­ver­su­che reagieren sollten.

Zu­sätz­lich gibt der eco-Verband unter der Rubrik „Schutz” eine all­ge­mei­ne Anleitung, wie Sie sich am besten schützen können, damit Ihr Gerät erst gar nicht infiziert wird. In der Ran­som­wa­re-Galerie sind alle bekannt ge­wor­de­nen Ver­schlüs­se­lungs­tro­ja­ner der ver­gan­ge­nen Jahre auf­ge­lis­tet. Zu den einzelnen Trojanern finden Sie dort auch In­for­ma­ti­ons­bei­trä­ge, die teilweise aus dem botfrei-Blog, teilweise von externen Quellen stammen.

Der verlinkte Webdienst ID Ran­so­me­wa­re er­mög­licht Ihnen, die Malware zu iden­ti­fi­zie­ren, die Ihre Dateien ver­schlüs­selt hat. Zu diesem Zweck laden Sie entweder die Datei mit der Lö­se­geld­for­de­rung oder eine der ver­schlüs­sel­ten Dateien hoch und das Web-Tool ana­ly­siert diese an­schlie­ßend auf Muster bekannter Ran­so­me­wa­re wie PayDay, V8Locker oder Locked-In. Alle Daten werden dabei über SSL über­tra­gen und nur temporär ge­spei­chert.

Werkzeuge: Scanner, Er­wei­te­run­gen und andere nützliche Hilfs­mit­tel

Unter dem Reiter „Werkzeuge” bietet botfrei.de eine Sammlung an An­wen­dun­gen und Diensten, mit denen Sie Ihrem Gerät den passenden Si­cher­heits­stan­dard für den Einsatz im Web verleihen können. Die Tools sind in folgende vier Bereiche ein­ge­teilt:

  • Vi­ren­scan­ner: botfrei listet hier ta­bel­la­risch eine Auswahl an kos­ten­frei­en und -pflich­ti­gen Vi­ren­scan­nern auf, die nach Meinung des Experten-Teams besonders emp­feh­lens­wert sind. Die Tabelle in­for­miert Sie darüber, welche der Programme von Kaspersky, Norton, F-Secure und Co. mit Kosten verbunden sind und enthält zudem die Links zum Download bzw. zum Kauf. Ferner zeigt sie, für welche Systeme (Windows, macOS, iOS, Android) die einzelnen Scanner verfügbar sind.

  • Browser-Er­wei­te­run­gen: Ebenfalls in einer ta­bel­la­ri­schen Übersicht auf­ge­führt sind die vom eco-Verband emp­foh­le­nen Browser-Plug-ins: Wer­be­blo­cker, Pri­vat­sphä­re-Er­wei­te­run­gen und Skript­blo­cker. Die passenden Download-Links für die Browser Google Chrome, Microsoft Edge und Mozilla Firefox liefert botfrei.de gleich mit.

  • Si­cher­heits­checks: In der Kategorie „Si­cher­heits­checks” finden Sie Links zu zahl­rei­chen Web-Diensten für ganz un­ter­schied­li­che Ein­satz­sze­na­ri­en. So über­prü­fen Sie mit isit­Phis­hing zum Beispiel, ob sich hinter einer URL, einer Brand (Mar­ken­na­me) oder einer Subnetz-Adresse Phishing-Inhalte verbergen, oder Sie testen mit dem Netz­werk­check von Heise, ob Ihr System offene Ports aufweist und wie sicher Ihr genutzter Router ist.

  • Hilfs­mit­tel: Ab­schlie­ßend listet der eco-Verband eine Reihe von Werk­zeu­gen für den all­ge­mei­nen Schutz des Systems und Ihrer Dateien in der Kategorie „Hilfs­mit­tel“ auf. Unter anderem handelt es sich dabei um Back-up-Software, Pass­wort­ma­na­ger und nützliche Apps für mobile Geräte.

An­lei­tun­gen: Er­klä­run­gen und Hil­fe­stel­lun­gen zu diversen Internet-Themen

Für all­ge­mei­ne In­for­ma­tio­nen zum Thema Com­pu­ter­si­cher­heit lohnt sich ein Blick in das An­lei­tun­gen-Center. Hier finden Sie Leitfäden, wie Sie Ihr Android-, Mac- oder Windows-System optimal gegen die Gefahren des World Wide Web wappnen, Ihr W-Lan gegen Angriffe von außen absichern oder wie Sie Pass­wör­ter erstellen, die den Ent­schlüs­se­lungs-Tools der Kri­mi­nel­len trotzen. Darüber hinaus klärt botfrei darüber auf, was es beim On­line­ban­king zu beachten gilt, wie Sie sich vor Spam schützen können und woran Sie Phishing-Mails am besten erkennen. Unter dem The­men­punkt „Si­cher­heit und Identität“ erläutert der eco-Verband zudem die Vorteile der so­ge­nann­ten Zwei-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung bei der Nutzung von Web­diens­ten, bei der zu­sätz­lich zu dem ei­gent­li­chen Passwort eine zweite Anmelde-Kom­po­nen­te zum Einsatz kommt.

Blog und Support-Forum

Mit dem botfrei-Blog bietet der eco-Verband einen Service für alle Internet-User, die immer auf dem neuesten Si­cher­heits­stand sein wollen. In diesem ver­öf­fent­li­chen Mit­ar­bei­ter von botfrei.de sowie freie Autoren in re­gel­mä­ßi­gen Abständen Beiträge zu aktueller Malware, ent­deck­ten Si­cher­heits­lü­cken oder anderen IT-Themen. Eine weitere her­vor­ra­gen­de In­for­ma­ti­ons­quel­le ist das an­ge­bo­te­ne Support-Forum: Hier können Sie sich re­gis­trie­ren und an Dis­kus­sio­nen zu Malware und Sys­tem­si­cher­heit teil­neh­men oder der Community Ihre Probleme schildern.

Selbst­ver­ständ­lich haben Sie auch die Mög­lich­keit, in den ver­öf­fent­lich­ten Postings zu stöbern, ohne sich an­zu­mel­den. Auf der botfrei-Start­sei­te finden Sie außerdem auch die Links zu den Social-Media-Profilen der Si­cher­heits­in­itia­ti­ve, über die das eco-Team ebenfalls über das aktuelle Geschehen in der On­line­welt in­for­miert.

So können Sie das botfrei-Projekt un­ter­stüt­zen

Die In­itia­ti­ve gegen Bot-Netzwerke pro­fi­tiert von der Zu­sam­men­ar­beit aller, die an einem sicheren Web in­ter­es­siert sind. Internet-Service-Provider können Ihren Kunden mit einer eco-Mit­glied­schaft dabei helfen, lang­fris­tig botfrei zu bleiben und haben im Fall einer Infektion einen direkten An­sprech­part­ner parat, an den sich die Be­trof­fe­nen wenden können. Software- und Tech­no­lo­gie-Un­ter­neh­men, die nützliche Si­cher­heits­tools und -dienste anbieten bzw. ent­wi­ckeln, können sich ebenfalls ein­brin­gen, indem sie diese dem eco-Verband zur Verfügung stellen oder bei der Ent­wick­lung neuer Tech­no­lo­gien be­hilf­lich sind. Als Autor oder Blogger können Sie die Si­cher­heits­kam­pa­gne un­ter­stüt­zen, indem Sie Gast­bei­trä­ge zu den re­le­van­ten Themen wie Com­pu­ter­si­cher­heit, Malware und Co. für den botfrei-Blog verfassen.

Auch als einfaches botfrei.de-Community-Mitglied haben Sie die Mög­lich­keit, das sys­te­ma­ti­sche Vorgehen gegen Botnets un­ter­stüt­zen: Verfügen Sie über Expertise in Sachen Internet, Malware und Com­pu­ter­si­cher­heit, können Sie anderen Nutzern im erwähnten Support-Forum mit Rat und Tat zur Seite stehen und zum Beispiel beim Entfernen schäd­li­cher Software oder bei der Kon­fi­gu­ra­ti­on eines sicheren Systems helfen. Wer weniger mit der Thematik vertraut ist, hilft dem eco-Verband, indem er dem Experten-Team ver­däch­ti­ge E-Mails zukommen lässt. Dann können diese Nach­rich­ten ana­ly­siert und gewonnene Er­kennt­nis­se allen Nutzer bekannt gemacht werden.

Wenn Sie sich für die botfrei-In­itia­ti­ve en­ga­gie­ren wollen, können Sie das eco-Team per E-Mail kon­tak­tie­ren. Die je­wei­li­gen An­sprech­mög­lich­kei­ten finden Sie auf der zu diesem Zweck ein­ge­rich­te­ten In­for­ma­ti­ons­sei­te.

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