Ab Windows 8 lassen sich Image-Dateien ganz einfach mit Windows-Bord­mit­teln mounten, also ganz ohne Dritt­an­bie­ter-Software. Hierzu führen Sie einfach einen Dop­pel­klick auf die ISO-Dateien aus oder nutzen al­ter­na­tiv den Befehl „Be­reit­stel­len“ per Rechts­klick auf die Datei. Windows bindet die ISO-Dateien an­schlie­ßend über ein vir­tu­el­les CD-Laufwerk im Windows-Explorer ein.

Was ist ein ISO-Mount in Windows?

Mit der Ein­füh­rung von Windows 8 hat Microsoft das Mounten von Image-Dateien im Windows-Be­triebs­sys­tem deut­li­cher er­leich­tert. Das bedeutet, dass Sie seither keine zu­sätz­li­che Dritt­an­bie­ter-Software brauchen, um auf eine Image-Datei zu­zu­grei­fen und diese über Windows zu nutzen. ISO-Dateien sind übrigens Spei­cher­ab­bil­der von Da­tei­sys­te­men, ver­schie­de­nen An­wen­dun­gen oder Dateien, die Sie ohne optischen Da­ten­trä­ger über virtuelle Maschinen nutzen. Bevor Sie auf eine ISO-Datei zugreifen können, müssen Sie diese zunächst her­un­ter­la­den bzw. einen USB-Stick bootfähig machen, z. B. mit den Image-Tools aus unserem Image-Tool-Vergleich. Im Folgenden erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie ein ISO-Mount mit her­un­ter­ge­la­de­nen Dateien auf Windows 10 und 8 funk­tio­niert.

ISO-Mount in Windows 11

Das Einbinden von her­un­ter­ge­la­de­nen Image-Dateien ist in Windows 11 mit wenigen Klicks erledigt. Die not­wen­di­gen Schritte gestalten sich wie folgt:

Schritt 1: Öffnen Sie den Ordner, in dem sich die her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Datei befindet.

Schritt 2: Klicken Sie doppelt auf die Datei, um diese in ein vir­tu­el­les Laufwerk ein­zu­bin­den, das Sie einen kurzen Moment später auch im linken Sei­ten­me­nü des Explorers zu sehen bekommen. Al­ter­na­tiv können Sie die ISO per Rechts­klick auswählen und im auf­pop­pen­den Menü auf „Be­reit­stel­len“ drücken.

Schritt 3: Wollen Sie die ISO-Datei wieder aus dem vir­tu­el­len Laufwerk entfernen, wählen Sie das Laufwerk im Ex­plo­rer­me­nü per Rechts­klick aus und drücken auf den Menüpunkt „Auswerfen“.

ISO-Mount in Windows 10

Der Zugriff auf ISO-Dateien ist auch für Nutzer von Windows 10 ganz einfach über die Bord­mit­tel des Systems möglich. Gehen Sie dafür wie folgt vor:

Hinweis

Sollte der ISO-Mount nicht funk­tio­nie­ren, weil Sie die ISO-Dateien mit einem Programm wie 7-Zip oder WinZip verknüpft haben, entfernen bzw. de­ak­ti­vie­ren Sie das Programm zunächst.

Schritt 1: Rufen Sie den Ordner auf, in dem Sie die her­un­ter­ge­la­de­ne ISO-Datei ge­spei­chert haben.

Schritt 2: Führen Sie einen Dop­pel­klick auf die ISO-Datei aus. Windows sollte den Inhalt nun sofort als vir­tu­el­les Laufwerk in Ihren Windows-Explorer einbinden und die Dateien sogar schneller mounten als über ein optisches Laufwerk.

Al­ter­na­tiv führen Sie einen Rechts­klick auf die ISO-Datei aus und klicken auf den Befehl „Be­reit­stel­len“, um den ISO-Mount aus­zu­füh­ren.

Schritt 3: Um den ISO-Mount zu beenden, führen Sie einen Rechts­klick auf das virtuelle Laufwerk im Windows-Explorer aus und klicken Sie auf „Auswerfen“.

ISO-Mount in Windows 8

Die Vor­ge­hens­wei­se bei Windows 8 ist nahezu identisch zu Windows 10. Halten Sie sich an folgende Schritte:

  • Rufen Sie den zu­ge­hö­ri­gen Ordner mit der ISO-Datei auf und führen Sie einen Dop­pel­klick auf die Datei aus. Windows 8 bindet nun das Spei­cher­ab­bild über ein vir­tu­el­les Laufwerk in den Explorer ein.
  • Al­ter­na­tiv funk­tio­niert auch hier ein Dop­pel­klick auf die ISO-Datei und auf den Befehl „Be­reit­stel­len“ im Kon­text­me­nü.

Auch das Beenden funk­tio­niert genau wie bei Windows 10: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Laufwerk und wählen Sie „Auswerfen“.

ISO-Mount in älteren Windows-Versionen

Die in­te­grier­te Mount-Funktion steht nur Nutzern ab Windows 8 zur Verfügung. In älteren Windows-Versionen ist es daher noch immer er­for­der­lich, Dritt­an­bie­ter-Software zu verwenden, um auf ISO-Dateien zu­zu­grei­fen. Hierzu stellen wir Ihnen eine Reihe an ISO-Readern vor, die Sie kostenlos nutzen können.

  • Virtual Clo­ne­Dri­ve: Das kos­ten­lo­se, mehr­spra­chi­ge Tool er­mög­licht es Ihnen, 15 virtuelle Laufwerke zu erstellen, mit denen Sie ohne CD oder DVD per Dop­pel­klick auf ISO-Dateien zugreifen (z. B. ISOs von Spielen, Filmen oder An­wen­dun­gen). Hinzu kommt die Funktion, ein­ge­bun­de­ne ISOs au­to­ma­tisch zu mounten. Un­ter­stützt werden ISO-Formate wie ISO, BIN, CCD, IMG, DVD und UDF.
     
  • DVDFab Virtual Drive: Das kos­ten­lo­se Tool bietet über zwanzig Sprachen, un­ter­stützt ISO-Formate wie ISO, DVD, CCD, UDF, BIN, IMG sowie NRG, mountet auf Wunsch die zuletzt aus­ge­führ­te ISO und emuliert bis zu 18 virtuelle Laufwerke. Genutzt wird es über ein Task­leis­ten-Icon (ohne Stan­dard­schnitt­stel­le).
     
  • PowerISO: Die Funk­tio­nen des Tools be­inhal­ten das Öffnen, Brennen, Be­ar­bei­ten, Kom­pri­mie­ren, Ver­schlüs­seln, Lesen und Kon­ver­tie­ren von Image-Dateien. Hierzu emuliert das Tool ebenfalls virtuelle Laufwerke. In der kos­ten­lo­sen Version kann es jedoch nur ISO-Dateien bis zu 300 MB be­ar­bei­ten bzw. erstellen. Enthalten ist zudem ein Ripper zum Kopieren von CDs und Images. Un­ter­stützt werden die Formate CD, DVD, BD und BIN.
     
  • MagicISO: Ein hilf­rei­ches, einfach ge­hal­te­nes Werkzeug, das ein vir­tu­el­les Laufwerk erstellt, über das ISO-Dateien in das Be­triebs­sys­tem ein­ge­bun­den werden. Zudem lassen sich mit dem Tool Image-Dateien von aus­ge­such­ten Dateien erstellen. In der kos­ten­lo­sen Version stehen maximal 300 MB zur Er­stel­lung und Be­ar­bei­tung von ISOs zur Verfügung.
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